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Studiengangwahl Psychologie oder Architektur Bachelor


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Hallo liebes Forum,

 

wie im Titel erwähnt, kann ich mich einfach nicht zwischen den 2 Bachelor-Studiengängen Psychologie und Architektur entscheiden. Ich verfüge mittlerweile nicht mehr über ein positives oder negatives Bauchgefühl, sondern eher über Magenkrämpfe-/ Schmerzen ähnlich einer Gastritis weil ich dieses Gedankenkarussel nun endlich die „einzig Richtige Entscheidung“ treffen zu müssen, nicht stoppen kann.

 

Bisherige Laufbahn in kurz

 

Der Wunsch ein Studium zu absolvieren besteht seit nunmehr gut 10 Jahren. Zum Teil abgehalten hat mich davon bisher die Möglichkeit überhaupt studieren zu können, da ich bis vor ca. 2 Jahren lediglich über die Fachoberschulreife/Realschulabschluss und keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügte. Die fehlende Ausbildung durfte ich via Umschulung zum Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung: medizinische Dokumentation nachholen und wurde nach meinem Praktikum in der Neurologie einer Uniklinik in NRW übernommen und arbeite nun seit ca. 25 Monaten in unbefristeter Anstellung. Ich bin (nicht ganz unwichtig) 34 Jahre.

 

Studienganginteressenstest

 

Habe ich gefühlt alle im Netz verfügbaren absolviert, mit dem Ergebnis: Architektur 70-80% Psychologie 10-40% (je nach Hochschule). ABER ich bin mir natürlich durchaus darüber bewusst, dass ich den Test bzw. die Schieberegler darin, entsprechend der Tagesform und/oder der aktuellen Interessen und Vorlieben in eine bestimmte Richtung lenken kann. Deswegen bin ich mir auch dabei sehr unsicher was ich von den Ergebnissen halten soll.

 

Psychologie

 

Nicht nur aber sicherlich doch auch durch meine Ausbildung und meinen Arbeitsplatz habe ich ein Interesse am menschlichen verstehen und handeln bzw. der biologischen Prozesse dahinter entwickelt. Wodurch ich auf die Idee kam dieses Fach zu studieren, um dann z.B. im Bereich der Neuropsychologie hier vor Ort unterkommen zu können. Dieses Vorhaben besprach ich bereits 2018 mit dem Chef, kurz bevor ich das Studium an der Apollon aufgenommen habe. Leider hat mir der Studiengang bei der Apollon nicht gefallen, weshalb ich es innerhalb der Probezeit abgebrochen habe (da die Apollon in Bremen sitzt konnte ich dort das Studium aufnehmen). Es wurde im Übrigen auch bis zum heutigen Tage nie wieder nach dem Werdegang des Studiums gefragt, aber zum Thema Arbeitsklima gleich noch etwas mehr. Ich habe ebenfalls im April dieses Jahres den Versuch an der HFH gewagt, die mich mit 2 Jahren Berufsausbildung und 2 Jahren anschließender Berufstätigkeit zulassen konnte, aber auch da war es nicht so wirklich überzeugend. Zum Thema hier vor Ort unterkommen und Unterstützung ist es so, dass mir im Zuge des Gesprächs mit dem Chef ein Homeoffice Zugang eingerichtet wurde, wo ich tatsächlich 100% der Arbeit die ich sonst vor Ort mache, auch von Zuhause oder sonst wo machen kann. Zusätzlich wurde mir Unterstützung bei der Bachelor Arbeit bzw. generell wissenschaftlich angeboten. Was jetzt auf den ersten Blick gut klingt relativiert sich deutlich, wenn man das miteinander hier erlebt. Der Alltag ist geprägt von meckernden, verbitterten, unzufriedenen, heuchelnden, hinterhältigen, karrieregeilen Menschen aller Art (vermehrt auch im ärztlichen Bereich) wodurch jeder Tag mal mehr mal weniger zu einer Tortur wird. Wahrscheinlich wurde auch genau deshalb der große Wunsch nach Veränderung bzw. endlich einen Studiengang absolvieren zu können um aktiv an einer Veränderung zu arbeiten, anstelle nur darauf zu warten was verändern zu können zu so einem großen Krampfthema. Deshalb ist es vielleicht am Ende des Tages nicht so eine tolle Idee hier bleiben zu wollen, sondern lieber, so bösartig sich das auch klingen mag, die geschaffenen Freiheiten und Leerläufe zu nutzen, um dann irgendwann mit entsprechenden Abschlüssen ganz schnell die Segel zu streichen.

Wie der aktuelle Stand in der Psychologie aussieht (Ausbildungsverlauf, Jobperspektiven, Stellenangebote, Gehalt usw.), kann ich mittlerweile im Schlaf aufzählen. Stand heute ist auch, dass ich die Ausbildung zum Therapeuten nicht zum Ziel habe, aber mir eben bewusst ist, dass ein Master obligat ist, zumindest nachdem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

 

Architektur

 

Schon früh habe ich gerne gezeichnet und mich für Fotografie und das Thema Design interessiert, aber eben auch für Technik und Bau. Sogar ein kurzes Gastspiel von 1 Semester konnte ich an der DIPLOMA im Grafik-Design Bachelor über eine künstlerische Aufnahmeprüfung wahrnehmen (2015). Den Wunsch etwas im Bereich Medien-/Grafik Design oder ähnlich zu studieren habe ich allerdings mittlerweile verworfen. Und tatsächlich kam mir selbst im Laufe des letzten Jahres in den Sinn, ob das Thema Architektur nicht etwas wäre, aber da gab es noch keinen Fernstudium Bachelor. Bis ich dann, wie ich es alle Nase lang tue, erneut bei den einschlägigen Fernhochschulen nach neuen Studiengängen schaute und bei der IUBH den Architektur Bachelor entdeckte. Da verspürte ich nach langer langer Zeit wieder das Gefühl, welches man wohl als Glück, Vorfreude oder eben gutes Bauchgefühle betiteln kann. Zu dem neuen Studiengang gibt es leider bisher keine Erfahrungswerte. Das einzige was übrig bleibt, ist zu lesen was andere Architektur Studenten an den Präsenz-Hochschulen zum Thema vor, während und nach dem Studium schreiben. Jobaussichten sehen zumindest aktuell gar nicht so schlecht aus und das sogar mit Bachelor. Zum Teil im öffentlichen Dienst, wo ich aktuell auch tätig bin was in diesen Zeiten nicht das schlechteste ist, behaupte ich mal.

 

IUBH

 

Warum diese und keine andere Hochschule liegt ganz einfach an dem Luxus alles zu 100% online erledigen zu können und weil bisher nur dort die Möglichkeit besteht Architektur im Fernstudium zu studieren. Auch wenn ich mich selbst für einen umgänglichen Menschen mit Interesse an sozialen Kontakten einstufen würde, so bleibt am Ende des Tages neben Vollzeitjob mit Frau und Kind leider nicht viel Zeit übrig und diese Restzeit nach meinen Wünschen gestalten zu können ist echt super, auch wenn es am Ende bedeutet, dass ich im Vergleich zur Fernuni Hagen deutlich mehr bezahlen muss. Leider muss ich bei der IUBH noch bis April 21 warten um dann die vollen geforderten 2 Jahre Berufsausbildung + 3 Berufspraxis vorweisen zu können.

 

Eine dritte Option

 

Humanmedizinstudium, auch dafür würde ich im April 21 die benötigte Voraussetzung erfüllen um als beruflich qualifizierter zum Studium zugelassen werden zu können. ABER das geht eben nur an einer Präsenzuni. Ob das allerdings so gefördert werden würde, dass erstens der Chef/Prof. der Klinik vielleicht eine Empfehlung schreibt (um die Aufnahmechance zu erhöhen) und man sich zweitens hinsichtlich der Arbeitszeiten mit Homeoffice einig werden würde, bin ich mir nicht soo sicher. Außerdem herrscht dort kein Luxus, dass jemand einem die Lehrmaterialien schön vorab aufbereitet und ich die Klausuren bequem zuhause wann immer ich möchte schreiben kann. Also eben erhebliche zeitliche Einschränkungen. Was aber denke ich kaum wegzudiskutieren ist, wenn das Studium erfolgreich (am besten in Regelstudienzeit) abgeschlossen wird, keine große Sorge um einen Job herrschen muss.

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Auch wenn ich gefühlt in den letzten Jahren schon alles dazu gehört, gesehen oder gelesen habe, stelle ich doch noch einmal meine Frage an euch, was ihr davon haltet und welchen Rat ihr mich noch mit an die Hand geben könnt.

Übrigens, die Möglichkeit hier auf dem Gelände eine Fortbildung und oder Weiterbildung zu absolvieren gibt es in der Form nicht bzw. ist nichts dabei was mich auch nur ansatzweise reizt und den Gedanken das bisher „erreichte“ so hinzunehmen oder sich eben mit seinem Schicksal zufrieden zu geben kann und will ich einfach nicht akzeptieren, zumal ich denke, das sich im Zuge der Digitalisierung in der Klinik der Job in den nächsten 5-10 Jahren auch noch einmal ändern wird bzw. vielleicht sogar komplett wegfallen könnte.

 

Ich danke euch vielmals für das Lesen dieser Zeilen!

 

Letzter Satz

 

Neulich sprach ich mit einem bekannten der Bauingenieur ist über das Thema und der sagte kurz und bündig das vielleicht einzig Richtige „wenn du jetzt schon überlegst ob dir das Spaß machen wird und du nur Psychologie als Vernunftsentscheidung nimmst, dann lass‘ es lieber gleich sein und nehme Architektur.“

 

Vielen Dank und liebe Grüße

 

Martin

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Das ist ja nicht den erster Thread hier im Forum und irgendwie habe ich das Gefühl, das geht nicht so richtig voran. Vor einiger Zeit hast du hier ja wegen Psychologie vs. Grafik-Design angefragt. Ich habe den Eindruck, dass dir weitere Überlegungen, pro-contra-Listen, Informationen usw. nichts bringen werden. Du weißt alles, was man über die Studiengänge, weitere formale Dinge, Berufsaussichten wissen muss. 

 

Ich frage mich daher: Was hat dich bisher daran gehindert, eine Entscheidung zu treffen und auch dabei zu bleiben? Ich schließe mich da @Alanna an: Wieso glaubst du, dass dir ein Psychologiestudium im dritten Anlauf dann gefallen würde? Woran hat es vorher gehapert?

 

Das hier ist aus meiner Sicht ein schlechtes Zeichen: 

 

Zitat

dieses Gedankenkarussel nun endlich die „einzig Richtige Entscheidung“ treffen zu müssen,

 

Du wirst "die einzig richtige Entscheidung" nicht treffen. Es gibt sie nämlich nicht. Bei jeder Entscheidung wirst du dich fragen, ob sie jetzt richtig war, und da du die anderen Entscheidungen nicht ausprobieren kannst, wirst du das auch nicht wissen. Das Ziel sollte sein, eine Entscheidung zu treffen, mit der du gut leben kannst.

 

Du hast ja vorher auch schon geschrieben, dass du dich unter Druck fühlst. Das scheint dich aber eher von einer (guten) Entscheidung abzuhalten, weil du dadurch gar kein Bauchgefühl und keine innere Freiheit mehr hast. Woher kommt dieser Druck? Ich sag mal so: Mit 34 fällst du sowieso aus dem "klassischen" Lebenslauf heraus, wenn du ein Studium in einer völlig neuen Richtung beginnst. Das macht überhaupt nichts, machen viele Leute so. Aber warum ist es so wichtig, die Entscheidung jetzt sofort zu treffen? Was würde sich ändern, wenn du das Studium erst, sagen wir, mit 36 anfangen würdest? Ich würde mal versuchen, mich davon etwas freizumachen. Du hast einen Job, verdienst Geld, die Situation ist nicht toll, aber auszuhalten. Der Druck kommt nur von dir selbst und beflügelt dich nicht, sondern hindert dich.

 

Ansonsten fällt mir noch auf: Du schreibst viel über die formalen Bedingungen des Studiums, aber fast nichts über die Berufe, die danach kommen. Die sind ja schon sehr unterschiedlich bei den Fächern. Wie wäre es, mal kurze Praktika in den Bereichen zu machen? Dadurch klärt sich oft vieles und du kommst aus dem "Was wäre wenn"-Gedankenkarussel ein bisschen raus.

 

Edit: Wenn die Arbeitssituation wirklich so furchtbar ist, würde ich mich ja woanders bewerben, ganz unabhängig von dem Studium. Das könnte auch den Druck rausnehmen. Solange du das Gefühl hast, dass an dem Studium hängt, ob du die Situation verlassen kannst, ist da natürlich Druck. Wenn deine Arbeitssituation angenehmer wäre, könnte das schon ganz anders aussehen.

Bearbeitet von ClarissaD
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Danke allen die etwas dazu geschrieben haben und insbesondere an @ClarissaD

vielen lieben Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast mir so ausführlich zu antworten und sogar alte Threads/Posts von mir dazu angeschaut hast! Ich möchte im Folgenden versuchen alle Fragen zu beantworten.

 

Am 29.5.2020 um 12:51 , KanzlerCoaching schrieb:

Setzen Sie sich mit den Inhalten auseinander!

 

Done! Brachte bisher allerdings auch nicht den gewünschten Erfolg bzw. macht das die Entscheidung nicht leichter.

 

Am 29.5.2020 um 12:51 , KanzlerCoaching schrieb:

Mit Verlaub: Solchen Menschen können und werden Sie in jedem Unternehmen begegnen.

 

Ist mir bewusst, ich wollte damit auch nur auf das Umfeld eingehen bzw. warum wahrscheinlich der "Leidensdruck" an manchen Tagen und der Wunsch nach Veränderung so groß ist.

 

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

Was hat dich bisher daran gehindert, eine Entscheidung zu treffen und auch dabei zu bleiben?

 

Die Kosten der Fernstudiengänge. Auch da war die 4-wöchige Testphase begleitet von ungeheurem Druck eine Entscheidung zu treffen, so dass wahrscheinlich die Angst davor eine "falsche Entscheidung" zu treffen und entsprechend ein ganzes Semester zahlen zu müssen, also eben rund 1800€ zum Fenster raus zu werfen, zu groß war. Hätte ich zum damaligen Zeitpunkt die Zugangsvoraussetzung für alle Fernstudiengänge der Psychologie erfüllt, wäre die Entscheidungsfindung womöglich schneller beendet gewesen, da die Vergleiche untereinander hätten sogar zeitgleich passieren können, aber so musste ich eben erst einmal nehmen was ich konnte/durfte. 

 

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

Wieso glaubst du, dass dir ein Psychologiestudium im dritten Anlauf dann gefallen würde? Woran hat es vorher gehapert?

 

Damit gehe ich auch auf die Frage von @Alanna ein, bei der Apollon hat mir sowohl die rein textlich basierte Studienvariante, als auch die vorhandenen Module in BWL/VWL nicht zugesagt. Die HFH sollte als Vergleich dienen, gefiel mir schon besser, aber überzeugte mich noch nicht 100%, da Präsenzen für Klausuren. Ob es nun mehr Spaß machen wird, wenn ich die Klausuren von zuhause schreiben kann und das Studienmaterial mit Videos und Podcasts angeboten wird (IUBH), kann ich schlecht vorhersagen, aber probieren würde ich es schon gerne, da wir ja immerhin von Kosten zwischen 11.000-13.000€ sprechen.

 

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

Du hast ja vorher auch schon geschrieben, dass du dich unter Druck fühlst. Das scheint dich aber eher von einer (guten) Entscheidung abzuhalten, weil du dadurch gar kein Bauchgefühl und keine innere Freiheit mehr hast. Woher kommt dieser Druck? Ich sag mal so: Mit 34 fällst du sowieso aus dem "klassischen" Lebenslauf heraus, wenn du ein Studium in einer völlig neuen Richtung beginnst. Das macht überhaupt nichts, machen viele Leute so. Aber warum ist es so wichtig, die Entscheidung jetzt sofort zu treffen? Was würde sich ändern, wenn du das Studium erst, sagen wir, mit 36 anfangen würdest? Ich würde mal versuchen, mich davon etwas freizumachen. Du hast einen Job, verdienst Geld, die Situation ist nicht toll, aber auszuhalten. Der Druck kommt nur von dir selbst und beflügelt dich nicht, sondern hindert dich.

 

Für diesen Textblock bin ich dir sehr dankbar! Und genau das Versuche auch, aber wie erwähnt, mich selbst einfach davon freizumachen fällt mir wahnsinnig schwer.

 

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

Wie wäre es, mal kurze Praktika in den Bereichen zu machen?

 

Auch diese Überlegung hatte ich schon und lässt sich wohl zumindest für den Psychologie Bereich einfach umsetzen. Wie es mit Architektur aussieht müsste ich mal schauen, es gibt zwar auf dem Gelände ein Dezernat Bau- und Technik, aber ob da die Möglichkeit besteht ein Praktikum zu absolvieren und das Ganze dann auch noch "geheim zu halten" könnte schwierig sein. Denn ein Architektur Studium würde wohl kaum große Unterstützung seitens der Chefs erfahren. Dann wohl eher außerhalb vom Gelände und dann wird es wegen der Arbeitszeiten problematisch bzw. müsste im Zweifel im Urlaub gemacht werden.

 

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

Wenn die Arbeitssituation wirklich so furchtbar ist, würde ich mich ja woanders bewerben, ganz unabhängig von dem Studium.

 

An so manchen schlechten Tagen war auch ziemlich häufig die Jobbörse offen, aber da war das Leid noch nicht groß genug, als dass ich eine unbefristete Stelle im öffentlichen Dienst kündige und in eine ungewisse Zukunft mit Probezeit etc. wechseln wollte. Und du hast ja schon passend dazu geschrieben.

Am 29.5.2020 um 12:52 , ClarissaD schrieb:

die Situation ist nicht toll, aber auszuhalten

Und so sollte ich es auch sehen und versuche es auch immer wieder, aber da sehe ich auch das Problem ganz klar bei mir, so ein Verhalten überhaupt so nah an mich ranzulassen und besser noch keine Lösung gefunden habe, damit umzugehen.

 

Tatsächlich, nur um das auch mal kundgetan zu haben, wie irrsinnig meine Gedanken teilweise sind. Ich erlaube mir selbst noch nicht einmal Hobbies die nicht in eines der beiden Studiengänge passen. Soll heißen, ich habe im Keller alle Möglichkeiten um mit Holz zu werken, Tischkreissäge, Fräse, usw. aber das kann ich nur ruhigen Gewissens tun, wenn ich ja auch Architektur studiere. Allein beim Schreiben davon, bin ich gerade schockiert. Ebenfalls, vielleicht auch ein großes Problem, bin ich sehr schnell von so ziemlich allem gelangweilt. Alles womit ich mich beschäftige muss also einen Mehrwert im Sinne von IHK- und/oder Bachelor/Master Abschluss haben, ansonsten ist es wertlos.

 

Ich denke, ich werde einfach abwarten (müssen), dass die Zeit bis April 21 vergeht um Zugelassen werden zu können und dann die Studiengänge an der IUBH testen.

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vor 19 Stunden, .martin schrieb:

Die Kosten der Fernstudiengänge. Auch da war die 4-wöchige Testphase begleitet von ungeheurem Druck eine Entscheidung zu treffen, so dass wahrscheinlich die Angst davor eine "falsche Entscheidung" zu treffen und entsprechend ein ganzes Semester zahlen zu müssen, also eben rund 1800€ zum Fenster raus zu werfen, zu groß war. Hätte ich zum damaligen Zeitpunkt die Zugangsvoraussetzung für alle Fernstudiengänge der Psychologie erfüllt, wäre die Entscheidungsfindung womöglich schneller beendet gewesen, da die Vergleiche untereinander hätten sogar zeitgleich passieren können, aber so musste ich eben erst einmal nehmen was ich konnte/durfte. 

 

Damit gehe ich auch auf die Frage von @Alanna ein, bei der Apollon hat mir sowohl die rein textlich basierte Studienvariante, als auch die vorhandenen Module in BWL/VWL nicht zugesagt. Die HFH sollte als Vergleich dienen, gefiel mir schon besser, aber überzeugte mich noch nicht 100%, da Präsenzen für Klausuren. Ob es nun mehr Spaß machen wird, wenn ich die Klausuren von zuhause schreiben kann und das Studienmaterial mit Videos und Podcasts angeboten wird (IUBH), kann ich schlecht vorhersagen, aber probieren würde ich es schon gerne, da wir ja immerhin von Kosten zwischen 11.000-13.000€ sprechen.

 

Das klingt für mich nach ähnlichem Perfektionismus wie der, der dich daran hindert, dich für ein Studienfach zu entscheiden. Ich denke, du wirst keinen Studiengang finden, der dich zu 100% überzeugt. Es reicht ja eigentlich auch, wenn du einen findest, mit dem du gut klar kommst, oder?

 

Zitat

Tatsächlich, nur um das auch mal kundgetan zu haben, wie irrsinnig meine Gedanken teilweise sind. Ich erlaube mir selbst noch nicht einmal Hobbies die nicht in eines der beiden Studiengänge passen. Soll heißen, ich habe im Keller alle Möglichkeiten um mit Holz zu werken, Tischkreissäge, Fräse, usw. aber das kann ich nur ruhigen Gewissens tun, wenn ich ja auch Architektur studiere. Allein beim Schreiben davon, bin ich gerade schockiert. Ebenfalls, vielleicht auch ein großes Problem, bin ich sehr schnell von so ziemlich allem gelangweilt. Alles womit ich mich beschäftige muss also einen Mehrwert im Sinne von IHK- und/oder Bachelor/Master Abschluss haben, ansonsten ist es wertlos.

 

Das klingt schon recht extrem, finde ich. Vielleicht lohnt es sich, da mal etwas genauer hinzugucken, wo dieser Druck herkommt? Evtl. auch mit psychologischer Unterstützung? Von außen sehe ich nämlich jetzt erst mal keinen Grund dafür.

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vor 20 Stunden, .martin schrieb:

Ich erlaube mir selbst noch nicht einmal Hobbies die nicht in eines der beiden Studiengänge passen. Soll heißen, ich habe im Keller alle Möglichkeiten um mit Holz zu werken, Tischkreissäge, Fräse, usw. aber das kann ich nur ruhigen Gewissens tun, wenn ich ja auch Architektur studiere.

 

Den Link verstehe ich irgendwie nicht. Was hat ein Architekturstudium mit Heimwerkern zu tun? Wenn es so simple Verbindungen zwischen Hobby/Freizeitgestaltung und Beruf bzw. Berufswahl gäbe, wäre vielen Menschen sicherlich geholfen - nicht nur dir.

 

Vielleicht wäre es besser, über Schein-Korrelationen wie Kreativer Beruf -> Architektur hinauszugehen und sich mit dem Tätigkeitsfeld zu beschäftigen, bevor da irgendwelche Luftschlösser nach Studienbeginn zerplatzen.

 

 

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Mir erschließt sich aus den bisherigen Angaben nicht wirklich, warum Psychologie und/oder Architektur. Da fällt zwar das Stichwort Neuropsychologie und Kreativität, aber mehr lese ich da nicht heraus. Auch als Informatiker, BWLer, Jurist kann man prinzipiell kreativ tätig sein.

 

Oder geht es dir um das Gestalterische? Dann finde ich Architektur schon außergewöhnlich, weil das gestalterische Element ja immer von Statik, Baurecht und anderen Beschränkungen mitbestimmt wird, vielleicht mehr als in anderen gestalterischen Berufen. 

 

Was mich immer noch irritiert, sind die vielen Anfänge und Abbrüche: Psychologie an zwei, Design an einer Hochschule. Sicher, manchmal stimmen die Umstände nicht oder man kommt mit den jeweiligen Hochschulen nicht so zurecht. Ist mir auch schon passiert. Trotzdem konnte man bei der Apollon ja vorher schon wissen, dass deren Studiengang Inhalte wie BWL/VWL enthält. Bei der HFH ist bekannt, dass Klausuren in Präsenz geschrieben werden. Alles Informationen, die man vorher schon hat, bevor man den Vertrag unterschreibt.

 

Auch die IUBH hat Einschränkungen/Nachteile und auch über die kann man sich vorher informieren. Kennst du die und wenn ja, wie gedenkst du mit denen umzugehen? 

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vor 21 Stunden, .martin schrieb:

Damit gehe ich auch auf die Frage von @Alanna ein, bei der Apollon hat mir sowohl die rein textlich basierte Studienvariante, als auch die vorhandenen Module in BWL/VWL nicht zugesagt. Die HFH sollte als Vergleich dienen, gefiel mir schon besser, aber überzeugte mich noch nicht 100%, da Präsenzen für Klausuren. Ob es nun mehr Spaß machen wird, wenn ich die Klausuren von zuhause schreiben kann und das Studienmaterial mit Videos und Podcasts angeboten wird (IUBH), kann ich schlecht vorhersagen, aber probieren würde ich es schon gerne, da wir ja immerhin von Kosten zwischen 11.000-13.000€ sprechen.

 

Ich denke, in dieser Argumentation finden sich ein paar Denkfehler. Oder Fehler in der Erwartung.

 

Ganz gleich, ob ein Anbieter mit Videos und Podcasts arbeitet - Sie werden in einem Studium viel lesen müssen. Spätestens, wenn Sie auf ergänzende Literatur zurückgreifen müssen (und das werden Sie auf alle Fälle müssen), dann müssen Sie durch Texte durch, die manchmal ganz schön sperrig sind. Gleiches gilt für Module, die Ihnen nicht "zusagen". Wobei: Was genau meinen Sie damit?

 

Gleiches gilt für Klausuren: Vermutlich wird das Schreiben von Klausuren nie wirklich "Spaß machen", ganz gleich, ob in einer Präsenz oder von zuhause aus.

 

Kann es sein, dass Sie eher unrealistische Vorstellung über den Ablauf eines Studiums haben?

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Ich würde sagen, du brauchst einfach Kontakt zu deinen potentiellen späteren Kunden, Patienten oder Klienten und dem Berufsalltag, den solche Jobs mit sich bringen :). Es ist wichtig, sich eine Weile mit Menschen zu umgeben, die den jeweiligen Job ausüben - jeder davon auf seine Weise. 


Einfach mal irgendwo ein freiwilliges Praktikum belegen und das möglichst lange. 
- In der Psychiatrie, auch wenn du nicht klinisch bzw. therapeutisch tätig sein willst. 

- Im Gesundheitsamt  
- Im Architekturbüro

- Famulatur-mäßig im Krankenhaus, am besten so, dass man einige Stationen mitnimmt: Onkologie, Kinderstation, Ambulanzen...

 

Danach weißt du sehr genau, wo du stehst, was du willst, und was du nicht willst :) Das Studium ist dann nur noch der theoretische Weg dahin und der Drive, es auch durchzuziehen, ist dann quasi automatisch gegeben. Man paukt dann nicht mehr nur für gute Noten, Berufsaussichten etc. sondern weil man einfach nur endlich praktisch ran will. Alleine nur aus dem theoretischen Teil, über Klausuren, Studienbriefe und Hausarbeiten kann man nicht an innerer Sicherheit gewinnen, was die Berufswahl angeht - vor allem wenn sie so weit auseinander geht. 

Wünsche dir dabei viel Erfolg :) 

LG

Bearbeitet von Vica
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