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#3: Vorurteile

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AlexanderEh

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BLOG OFF ON

In meinem Bekanntenkreis hat die FernUniversität Hagen noch keinen allzu hohen Bekanntheitsgrad (da ich ein Arbeiterkind bin, haben die meisten meiner Bekannten kaum Berührung mit der akademischen Welt). Vor einem Jahr kannte ich die FU Hagen auch nicht und die erste Reaktion auf ein Fernstudium, mit "erschreckend" niedrigen Gebühren und einem Bachelor in Psychologie ohne NC war Skepsis. Auch meine Bekannten ziehen eher die Augenbraue hoch und fragen mich, ob ich nicht etwas "gescheites" machen möchte. Ist schon meine Studienwahl für einige sehr suspekt (...wie bitte? Psychologie?), schießt das Fernstudium aus denen ihrer Sicht den Vogel ab.

Da fallen schon öfters Sätze wie "...ich dachte du willst auf eine 'richtige' Uni" oder noch schlimmer "das ist bestimmt nicht seriös". Das alles finde ich sehr schade. Die FernUniversität Hagen, aber auch Allgemein die Möglichkeit eines Fernstudiums, würde vielen helfen Studienfinanzierung, Arbeit und Wunschstudiengang in Einklang zu bringen. Die NC-Problematik umschifft man nebenbei auch noch. Den schlimmsten Vortrag eines Bekannten durfte ich mir letzten Mittwoch anhören, wo das Fernstudium mit dem Verfall der akademischen Güte vermengt wurde. Ganz selbstverständlich stand ein Fernstudium für ein Schmalspur-Studium. Natürlich stehe ich über solchen Dinge und ich bin mir bewusst, dass hier ein Defizit von Information seitens meines Gesprächspartner vorliegt, der offenkundig nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Dennoch wurmte es mich schon ein wenig.

Dies führt mich zu einem interessanten Phänomen, von dem ich hoffe mehr im Studium zu erfahren: Vorurteile. Ich finde es verblüffend, wie schnell Menschen Urteile bilden, selbst dann wenn so gut wie keine Informationen vorhanden sind. Viele Menschen verteidigen Vorurteile vehement und bauen sie in ihr persönliches Glaubens- und Überzeugungssystem ein. Ein interessantes Phänomen, dass leider in meinen Psychologiekurs an der BOS nur unzureichend... ach was sage ich da... gar nicht behandelt wurde.

Ich finde ohnehin die ganze Sozialpsychologie eine wirklich spannende Sache und freue mich schon auf Modul 4.

Apropos Studium: Der Gebührenbescheid kam angeflattert! Und ich habe die vielen Funktionen der Uni-Bibliothek getestet. Dabei habe ich eine Reihe von kostenlosen eBooks (z.B. von Beltz, UTB, etc.) entdeckt.

Ich glaube im nächsten Blogeintrag erzähle ich von meiner Lernstrategie und der Brücke zwischen dem Abifach Psychologie an der BOS und einem Psychologiestudium.

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5 Kommentare


Finde ich sehr interessant. Wenn ich von meinem Informatik-Fernstudium erzähle kommt meistens die Frage "Ach was, etwa in Hagen?". Zumindest die Fernuni ist bei mir im Umfeld also bekannt. Ich muss dann aber fast immer erklären, dass es neben der Fernuni auch private FH's gibt ;) Bisher hab ich aber erstaunlicherweise auch nichts negatives gehört. Die meisten sind interessiert und finden das ganz toll. Vielleicht ist das aber auch von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich und im Informatik-Bereich ein Fernstudium eher bekannt?

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Ich habe in "Akademikerkreisen" bisher übrigens auch hauptsächlich positive Reaktionen im Zusammenhang mit der Fernuni Hagen bekommen.

Zu den Vorurteilen: Im Grunde sind doch alle Urteile Vorurteile, weil wir nie alles geistig erfassen können.

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Einziger Nachteil der FU Hagen ist bei Psychologie ein fehleder klinischer Teil. Damit arfst du später keine Weiterbildung zum Therapeuten machen.

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Lernhilfentk

Geschrieben

Ich glaube Vorurteile hängen sogar meistens mit zu wenig Infos zusammen. Interessant finde ich, wenn nicht nur die Vorurteile verteidigt werden ( kann ich ja verstehen dass das Selbstkonzept dann auf dem Spiel steht) , sondern Informationen auch aus dem Weg gegangen wird. Ob Du zu dem Thema im Studium allerdings mehr erfahren wirst... ich weiß es nicht. Ich glaub eher, dass Dir das Phänomen noch viel häufiger auffallen wird.;)

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Markus Jung

Geschrieben

Erschreckend, dass teilweise immer noch so ein Bild vom Fernstudium allgemein und auch von der FernUni Hagen in den Köpfen ist. Da ist wohl noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.