Mensch und Computer

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Ein Blog über das Fernstudium Psychologie in Hagen.

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AlexanderEh

#8: Das zähe Ringen mit den Philosophen

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr hattet angenehme Weihnachtstage. Mit meinem Studienfortschritt bin ich ganz zufrieden und eigentlich muss ich nur noch 3 große Brocken aus den Weg räumen: den Lück + einige andere Pflichtliteratur, dem Geschichtsstudienbrief und der Bibliothekskurs. Mittlerweile versuche ich auch systematisch die Inhalte aus Forschungsmethoden, der Einführung und dem wissenschaftlichen Arbeiten zu wiederholen. Wenn alles nach Plan läuft bin ich kommende Woche mit den Studienbrief Kurs 3400 Teil 2 durch.

Aber dieser Studienbrief hat es wirklich in sich. Ich trete auf der Stelle, kann mich nur schwer motivieren mich mit den Geschichts- und Philosophiekram auseinanderzusetzen. Wellen der Müdigkeit überkommen mich sobald ich den Studienbrief öffne. Aber so ist das im Studium, nicht alles kann einen gleichermaßen interessieren. :sleep:

Bis Bald :-)

P.S.: Versuchspersonenstunden sollte ich auch mal wieder machen :sleep:

AlexanderEh

#7: Zwischenstand Psychologiestudium

Hallo zusammen,

vor zwei Woche habe ich endlich den ersten Studienbrief abgeschlossen, nämlich den ersten Teil zur Einführung der Psychologie. Wenn alles glatt läuft werde ich nächste Woche den Kurs Forschungsmethoden und den ersten Teil zum wissenschaftlichen Arbeiten durchgearbeitet haben. Übrig bleiben noch die Geschichte der Psychologie, der Lück und der Bibliothekskurs.

Das erste Kapitel der Einführung der Psychologie war für mich recht happig. Es ging um die Definition der Psychologie verbunden mit einer Art "Erkenntnistheorie light". Der Rest des Kurses behandelt Grundlagen- und Anwendungsfächer sowie die Berufsfelder und Berufsverbände der Psychologie. Ich habe für mich eine klare Affinität zur Sozialpsychologie entdeckt. Abschreckend hingegen war die Persönlichkeitspsychologie, die recht hölzern daherkommt und bei dem der Verdacht aufkommen könnte, dass die Psychologie sich in diesem Gebiet als "Wissenschaft der Fragebögen" entpuppt. Unangenehm war auch die Vorstellung der Allgemeinen Psychologie, was mehr an dem Schreibstil lag und an der teils (für mich) verwirrenden Einteilung der Biologischen Psychologie. Insgesamt habe ich schon das Gefühl, dass der Kurs eine gute Einführung in die Psychologie ist, auch wenn die Qualität der einzelnen Kapitel schwankt.

Bei den Forschungsmethoden bin ich bereits bei den "Experimentellen Untersuchungsdesigns" angelangt. Bislang fand ich den Kurs im Großen und Ganzen verständlich. Er beginnt mit der Abgrenzung der wissenschaftlichen Psychologie von der Alltagspsychologie und stellt die Methoden (mitsamt der Statistik) in den Mittelpunkt des psychologischen Arbeitens. Daraufhin folgt ein Exkurs in die Wissenschaftsgeschichte der Psychologie, dabei regen die wissenschaftstheoretische Ansätze der Psychologie durchaus zum vertieften Nachdenken über das Wesen der Wissenschaft an. Der Kurs fährt danach die "harten" Geschütze auf und führt die empirische Untersuchung, Messen und Testen sowie Datenerhebung ein. Aber das Ganze ist gut geschrieben und mit einleuchtenden Beispielen garniert.

Zum Glück habe ich eine tolle Lerngruppe gefunden, mit denen man die ein oder andere schwierige Frage klären kann. Zudem nehme ich jeden Sonntag an ein Tutorium teil. All das hilft mir das Studium in den Griff zu bekommen, trotz meiner mittlerweilen Dreifachbelastung.

AlexanderEh

#6: Trial and Error

Hallo Leute!

Was ist das Schwierigste am Studieren für einen Studienanfänger? Ganz klar die Organisation! Soll ich am morgen, oder am Abend lernen? Soll ich Karteikarten nutzen oder Audio-Aufnahmen anfertigen? Soll ich nun diese Literatur für die Vertiefung lesen, oder es lassen? Welchen Kurs soll ich zuerst abarbeiten? Soll ich mich an den Zeitplan der Uni halten? Soll ich mehrere Kurse parallel abarbeiten?

Mein Schreibtisch sieht zur Zeit aus wie ein Schlachtfeld: Studienunterlagen vermischen sich fröhlich mit den Schulunterlagen und lose Blätter herum. Diese Woche habe ich mich fast schon erschlagen gefühlt, was aber auch unter anderem daran lag, dass ich mein "Lernsystem" noch einmal auf dem Kopf stellen musste.

Karteikarten in diesem Studium funktionieren nicht. Zumindest für mich nicht. Mal abgesehen, dass die einzelnen Kärtchen sich auch gerne mal unter meinen Unterlagen verstecken oder sonst wo herumfliegen, ist die Menge einfach zu viel. Schon in der ersten Woche habe 150 Kärtchen produziert. Das wären im Monat 600 Karteikarten. Vielleicht gehe ich zu kleinteilig vor. Vielleicht nehme ich zu viele Einzelheiten für wichtig.

Mein erster Fehler im Studium: Karteikarten. Die Karteikarten habe ich ersetzt durch Zusammenfassungen.

Ansonsten lassen sich die Studienbriefe sehr gut lesen. Bislang glaube ich den Inhalt verstanden zu haben. Ein bisschen zäher wurde es mal bei den erkenntnistheoretischen Grundlagen im Kurs Forschungsmethoden.

AlexanderEh

#5: Ein Plan ist ein Plan ist ein Plan

Guten Morgen zusammen,

am Freitag habe ich endlich meine Studienbriefe bekommen. Meine Reaktion: "Yuhuu, sie sind da..." ---> 3. Sek. später ---> "Mist, sie sind da...". An sich sieht das alles schon machbar aus. Soweit ich abschätzen kann muss ich etwa 1200 Seite bis März verarbeiten und gut verinnerlichen, dazu kommen noch ein paar Online-Vorlesungen.

Hab dann gleich einen Studienplan für mich erstellt, der sich eng an den Zeitvorgaben von Prof. Renner, dem Dozenten im 1. Semester, hält. Und so lautet "der Plan" in der Version 1.0:

- das 1. Semester bearbeite ich in einem 2 -Wochen-Rhythmus

- ich versuche bestimmte Tätigkeiten zu bündeln (lesen, Karteikarten schreiben, Zusammenfassungen)

- da ich Frühaufsteher bin, nutze ich diesen Vorteil für das Studium und "studiere" früh am Morgen

- ich gliedere die 2 Wochen in 3 Phasen: Lesen, Vertiefen, Memorieren

[table=width: 500, class: grid]

[tr]

[td]Sa / So[/td]

[td]Mo - Fr[/td]

[td](2) Sa/So[/td]

[td](2) Mo - Fr [/td]

[/tr]

[tr]

[td]Studienbriefe durchlesen, Begriffe klären (3h + 4h), Leistung: 120 - 200 Seiten[/td]

[td]Karteikarten schreiben, Fakten memorieren (5h - 7h)[/td]

[td]Vorlesung, Vertiefung, Aufgaben (3h - 6h)[/td]

[td]Wiederholung durch Karteikarten (5h - 7h)[/td]

[/tr]

[/table]

Unter Woche werde ich noch vor Schulbeginn Karteikarten schreiben, Mind-Maps anfertigen und Studienbriefe durchgehen. Neben dem lege ich einen Personen- und Studienregister an, damit ich die wichtigsten Fakten auf einen Blick hab. Am Wochenende bin ich flexibel und lern halt dann, wann es mir passt. Eine Zeitreserve von 2 Wochen habe ich eingeplant, falls ich mal krank werden sollte. Für die Klausurvorbereitung habe ich 3 - 4 Wochen eingeplant. Die Studienbriefe lese ich ausschließlich in der Uni-Bib, daheim lenken mich Facebook, Fernsehen und meine Kumpels zu sehr ab :blushing: .

:) Heute werde ich mal die Uni-Bib aufsuchen und mir Forschungsmethoden ansehen.

Bis Bald

AlexanderEh

#4: Student-Schüler-Hybrid

Moing,

so jetzt ist es also soweit: Ich bin nun ein Student-Schüler-Hybrid. Was das ist? Dazu später mehr. Zunächst einmal möchte ich euch zeigen, was sich so auf meinem Schreibtisch tummelt:

blogentry-21749-144309785848_thumb.jpg

Ganz links sieht ihr das Standardwerk der Psychologie schlechthin: Der Zimbardo. Im Zimbardo bekommt ihr einen guten Überblick über die groben Themengebiete in der Psychologie. Ich habe das Buch schon seit mehr als vier Jahren und schon recht viel geschmökert. Für Einsteiger eigentlich ideal. Das andere grüne Buch ist der Lück. Eine der Pflichtliteratur im ersten Semester. Hier gehts im wesentlichen um die Geschichte der Psychologie, den Schulen und Strömungen und den damit verbundenen Paradigmen. Am Ende bekommt ihr eine kurze Einführung in die Grundlagen- und Anwendungsfächer der Psychologie. Mit gerade mal 190 Seiten ein Fliegengewicht und zudem in einem akzeptablen Sprachstil verpackt.

Die Postkarten mit den motivierenden Sprüchen sind vor ein paar Tage eingetroffen. Sie wurden zusammen mit einem Uni-Magazin und einem Türhänger ausgeliefert. Die Studienbriefe wäre mir ehrlich gesagt lieber gewesen ;-). In der Mitte befindet sich etwas sehr interessantes: der "Stundenplan" des 1. Semesters. Wenn man so viel, habe ich vier Fächer: Einführung in die Psychologie, Forschungsmethoden, Wissenschaftliches Arbeiten und der Bibliothekskurs. Wobei Wissenschaftliches Arbeiten und der Bibliothekskurs ein Kurs (034002) bilden. Die Uni Hagen scheint den Bibliothekskurs bitter ernst zu nehmen, ihm wird ein großer Raum im Stundenplan zugeteilt.

Auf dem Stundenplan steht auch, zu welchen Lerneinheiten Vorlesungen verfügbar sind. Es sind nicht allzu viele. Insgesamt sollen mich 6 Vorlesungen erwarten. Allerdings kann ich zur Zeit auf 13 Online Vorlesungen zugreifen. Inwieweit die anderen 7 Vorlesungen relevant sind, muss ich noch herausfinden ;-).

Komm ich zeig euch noch mein Bücherregal:

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Diese Bücher und noch ein paar mehr, habe ich im Laufe der letzten Jahre gekauft. Oft aus Interesse. Ich weiß, dass ein Teil dieser Bücher auch für das Studium relevant sind. Der Asendorpf zum Beispiel. Schön und interessant ist Sozialpsychologie. Persönlich freue ich mich schon sehr auf das entsprechende Modul. Das Buch Körpersprache kann man sich getrost sparen. Das ist für ein Psychologiestudium nicht besonders relevant. Schön, aber ebenfalls für ein Uni-Studium unwichtig, ist das Buch "Aktiv Zuhören". Das aktive Zuhören ist eine Gesprächstechnik, die nach meiner Meinung von jedem Psychologen beherrscht werden sollte. Zuhören, Paraphrasieren, intelligente Fragen stellen und dabei seine eigene Meinung nicht den anderen aufdrängen wollen sind wichtige Fähigkeiten, die sich für mich privat hier und da sich schon ausbezahlt haben ;-). Von mir eine Empfehlungen. Ich hatte auch noch weitere Bücher^^, aber im Frühjahr musste ich einfach mein Regal entrümpeln.

Die blauen Bücher Psychologie/Pädagogik Band 1 - 3 sind übrigens meine Schulbücher für das entsprechende Abifach. Apropos Abitur:

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Mit diesem Buch habe ich echt mich herumgeschlagen. Auf der BOS haben wir die ganzen Klassiker der Psychologie behandelt: Freund, Skinner, Throndike, Maslow, Rogers, Pawlow, Bandura. Dazu gab es eine ordentliche Einführung in Allgemeine Psychologie: Wahrnehmen, Denken, Gedächtnis, Emotionen und Motivaton. Daneben gab es die obligatorische Einführung die Wissenschaft (Validität, Reliabilität. Objektivität, Ziele der Psychologie / Pädagogik, Merkmale von Wissenschaft und so'n Kram). Aber das war der Stoff nur für ein Jahr und auch nur für das Fachabitur. Ich sagte bereits, ich bin ein Student-Schüler-Hybrid.

Ich besuche dieses Jahr die BOS 13 und gleichzeitig studiere ich an der FernUni. Vielleicht ergeben sich hier und da ein paar Synergieeffekte. Dieses Jahr beschäftigen wir uns vertieft mit Methoden und Erkenntnistheorie, klinischer Psychologie und der Arbeits- und Organisationspsychologie.

Ich denke morgen werden die Studienbriefe kommen. Bin schon ganz gespannt. :-D !

AlexanderEh

#3: Vorurteile

BLOG OFF ON

In meinem Bekanntenkreis hat die FernUniversität Hagen noch keinen allzu hohen Bekanntheitsgrad (da ich ein Arbeiterkind bin, haben die meisten meiner Bekannten kaum Berührung mit der akademischen Welt). Vor einem Jahr kannte ich die FU Hagen auch nicht und die erste Reaktion auf ein Fernstudium, mit "erschreckend" niedrigen Gebühren und einem Bachelor in Psychologie ohne NC war Skepsis. Auch meine Bekannten ziehen eher die Augenbraue hoch und fragen mich, ob ich nicht etwas "gescheites" machen möchte. Ist schon meine Studienwahl für einige sehr suspekt (...wie bitte? Psychologie?), schießt das Fernstudium aus denen ihrer Sicht den Vogel ab.

Da fallen schon öfters Sätze wie "...ich dachte du willst auf eine 'richtige' Uni" oder noch schlimmer "das ist bestimmt nicht seriös". Das alles finde ich sehr schade. Die FernUniversität Hagen, aber auch Allgemein die Möglichkeit eines Fernstudiums, würde vielen helfen Studienfinanzierung, Arbeit und Wunschstudiengang in Einklang zu bringen. Die NC-Problematik umschifft man nebenbei auch noch. Den schlimmsten Vortrag eines Bekannten durfte ich mir letzten Mittwoch anhören, wo das Fernstudium mit dem Verfall der akademischen Güte vermengt wurde. Ganz selbstverständlich stand ein Fernstudium für ein Schmalspur-Studium. Natürlich stehe ich über solchen Dinge und ich bin mir bewusst, dass hier ein Defizit von Information seitens meines Gesprächspartner vorliegt, der offenkundig nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Dennoch wurmte es mich schon ein wenig.

Dies führt mich zu einem interessanten Phänomen, von dem ich hoffe mehr im Studium zu erfahren: Vorurteile. Ich finde es verblüffend, wie schnell Menschen Urteile bilden, selbst dann wenn so gut wie keine Informationen vorhanden sind. Viele Menschen verteidigen Vorurteile vehement und bauen sie in ihr persönliches Glaubens- und Überzeugungssystem ein. Ein interessantes Phänomen, dass leider in meinen Psychologiekurs an der BOS nur unzureichend... ach was sage ich da... gar nicht behandelt wurde.

Ich finde ohnehin die ganze Sozialpsychologie eine wirklich spannende Sache und freue mich schon auf Modul 4.

Apropos Studium: Der Gebührenbescheid kam angeflattert! Und ich habe die vielen Funktionen der Uni-Bibliothek getestet. Dabei habe ich eine Reihe von kostenlosen eBooks (z.B. von Beltz, UTB, etc.) entdeckt.

Ich glaube im nächsten Blogeintrag erzähle ich von meiner Lernstrategie und der Brücke zwischen dem Abifach Psychologie an der BOS und einem Psychologiestudium.

BLOG OFF ON

AlexanderEh

#2: Ziele

Blog OFF ON:

Das letzte Mal habe ich euch erzählt, dass ich neben dem Fernstudium in Psychologie ein anderes, ein technisches Fach studieren möchte. Die meisten Leute reagieren erstaunt, denn sie können sich nicht vorstellen, wie sich die Psychologie und die Technik verbinden lassen. Ich möchte euch gerne erzählen, wo ich mit dem Studium der Psychologie hin möchte und warum ich den Weg eines beschwerlichen Doppelstudiengangs gehe.

Zu den wichtigsten und kritischsten Fragen im Psychologie-Studium gehören die Fragen nach der beruflichen Perspektive und Weiterentwicklung. Sehr viele möchten in die klinische Schiene oder in die Arbeits- und Organisationspsychologie. Gerade ersteres wird den Hagener Fernstudenten doch sehr erschwert - was ich recht schade finde. Ich hingegen möchte weder in die klinische Psychologie, noch in die A-O-Psychologie. Es gibt eine kleine, aber sehr interessante Nische. Es ist der Schnittbereich zwischen Psychologie und Informatik.

Die Informatik ist die Wissenschaft der systematischen Informationsverarbeitung (durch Automaten). Ferner interessiert sich die Informatik für die Diskretisierung mathematischer Strukturen und stellt Fragen hinsichtlich der Berechenbarkeit und der Komplexität mathematischer Strukturen. Mag jetzt ein wenig abschreckend klingen ist aber höchst interessant. Aus der Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Informatik lassen sich für Anwendungen interessante Ansätze ableiten, die man in der Programmierung und Softwaretechnik umsetzen kann. Diese zunächst technische Sichtweise verleitet dazu, Technik als Selbstzweck zu sehen. Eine andere, aber ebenso wichtige Sichtweise, ist die des Subjekts. Typischerweise bedienen nicht die Erfinder von Maschinen und Software ihre Produkte, sondern andere. Es ist die Frage nach der Interaktion zwischen dem Menschen (und seinen psychischen Prozessen) und der Maschine. Diese Frage kann man vernünftigerweise nur dann (wissenschaftlich) erschöpfend beantworten, wenn man sowohl psychologische, als auch technische Expertise besitzt.

Dieser ganze Bereich nennt sich Human Computer Interaction. In diesem Bereich geht es um Software Ergonomie, interaktiven Systemen und Informationsdesign. Für mich ist der Bereich dadurch interessante, da man hier sehr interdisziplinär denken muss. Einerseits geht es um die technische Umsetzung von Systemen und Anforderungen, aber auch um Design. Andererseits kommt dazu die Expertise aus der Psychologie, vor allem aus der allgemeinen Psychologie (Wahrnehmung und Kognition), Sozial- und Arbeitspsychologie (Ergonomie) und der pädagogischen Psychologie und Medienpsychologie (E-Learning). Hier bietet Hagen nicht nur passende Inhalte, sondern ich erlebe in „real“, was E-Learning bedeutet.

Überrascht war ich doch sehr, wie gefragt dieser Bereich ist. Durchforstet man Stellenanzeigen nach Usability Engineering (und ähnlichem), dann wird sehr oft nach dieser Kombination gefragt. Zu den interessanten Arbeitgebern, die ich im letzten halben Jahr gefunden habe, gehören Automobil-Firmen wie BMW oder die ESA. Ein interessanter Fakt ist auch, dass das Usability Engineering nicht von Ingenieuren oder Informatikern, sondern von Psychologen dominiert wird: http://www.fit-fuer-usability.de/archiv/die-usability-branche-ein-wilder-spross/

Erwähnenswert ist auch, dass die Universitäten beginnen entsprechende Studiengänge anzubieten:

http://www.uni-wuerzburg.de/?id=87783

http://hci.wineme.fb5.uni-siegen.de/

http://www.bachelor-psychologie.de/index.html (TU Darmstadt)

Ich selbst plane zunächst den Bachelor in Psychologie und in Informatik. Nennt mich altmodisch, aber ich halte es immer für besser das Spektrum an Breite und Tiefe einer reinen Wissenschaft zu beherrschen, um sich dann zu spezialisieren. (Außerdem ist das noch eine Art „Exit-Strategie“. Ich kann mich immer noch später für die reine Informatik oder die reine Psychologie entscheiden) Ein Master in Human Computer Interaction halte ich aber für verlockend, vor allem weil ich hier die zwei Bachelor-Studiengänge Informatik und Psychologie sinnvoll verschmelzen und „abrunden“ könnte.

Übrigens gibt es neben Human Computer Interaction eine Reihe weiterer Bereiche um als psychologischer Informatiker oder informationtechnischer Psychologe (wie immer man sich nennen mag ;-) ): z.B. http://cogsci.uni-osnabrueck.de/

Und jetzt genieße ich erst mal das herrliche Wetter. :-D

:Blog OFF ON

AlexanderEh

#1: Intro...

Blog OFF ON:

Test… Test… Test…

Gut, scheint alles zu funktionieren. :-D Ja, ich bin der Neue hier unter den Fernstudenten-Bloggern. Zunächst zu mir: Mein Name ist Alex, bin 24 Jahre alt und habe mich als Akademiestudent in Psychologie an der FernUni Hagen eingeschrieben. Akademiestudent bin ich deshalb, weil ich noch nicht die Voraussetzungen erfülle um ein Bachelor-Studium aufzunehmen. Ich hoffe das ändert sich nächstes Jahr, wenn ich mein Abitur in den Händen halte werde. Ich schnuppere schon mal ins Studium und werde mir dann die erbrachte Studienleistung vom Prüfungsamt anrechnen lassen. *Ich hoff das das klappt*

Warum blogge ich? Ich erhoffe mir dadurch eine kleine Motivationshilfe für mich und auch für euch. Ich möchte als Fernstudent nicht alleine versauern, sondern möglichst viel Kontakt zu den Mitstudierenden in meiner Umgebung und „Leidensgenossen“ im Internet haben.

Warum Psychologie? Ich interessiere mich schon seit einer langen Zeit für Psychologie. Die eigentlichen Wurzeln für dieses Interessere liegen in meinem Interesse an Gesellschaft und Politik. Schon immer habe ich mich gefragt, weshalb Person A sich für Option B und Person B für Option A entscheidet. Wie wirkt sich Option A auf Person A aus und was ist sozial gerecht in einer Welt voller Optionen und unabsehbaren Konsequenzen? Warum wählt A Partei C und B Partei F. Warum nutze ich Buchstabensalat für mein Beispiel und gestalte es nicht anders? Warum bin ich überhaupt in der Lage über mich nachzudenken, wie funktioniert das genau und welche Prozesse sind daran beteiligt? Was hat mein Gehirn damit zu tun und wie kann ich mich verändern? Was heißt überhaupt Verändern? Wie schlagen sich Veränderungen biochemisch nieder und wie beeinflusst dies mein Verhalten und Erleben? Was ist überhaupt Erleben? Und warum mache ich mir solche Gedanken, während andere scheinbar gedankenlos ihren Alltag leben? Auf welcher Grundlage handeln diese Menschen? Bauchgefühl? Ja, aber was ist dann dieses Bauchgefühl?

Warum Fernstudium? Ich stand vor der Entscheidung mich zwischen Psychologie und einem anderen Studiengang zu entscheiden. Ich musste einen echten innerlichen Konflikt durchleben [ging ein ganzes Jahr :- ( ], weil ich mich nicht zu einer Entscheidung durchringen konnte. Am Ende habe ich einen „Kompromiss“ gewählt: Ich studiere beide Fächer, eines in Teilzeit im Fernstudium und ein anderes nächstes Jahr an der FH. Aus diesen Kompromiss wurde eine echte berufliche Perspektive: Ich versuche Technik und Psychologie zu verbinden. Deshalb heißt mein Blog auch Mensch und Computer.

So, dass war es erst einmal. Ich melde mich demnächst wieder und bin schon ganz gespannt, wann die ersten Studienbriefe eintreffen.

:Blog OFF ON

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