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Markus Jung

Gibt es auch im Fernstudium Abschlussarbeiten?

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Am Ende eines akademischen Fernsstudiengangs ist eine Abschlussarbeit zu schreiben in Form einer Bachelor-Thesis, Master-Thesis oder Diplomarbeit. Und auch bei vielen Fernlehrgängen schreiben die Teilnehmer eine Abschlussarbeit, in der ein Thema tiefergehender behandelt wird.

 

In der Abschlussarbeit sollen die Studierenden zeigen, dass sie in der Lage sind, eigenständig ein Thema wissenschaftlich und formal korrekt zu bearbeiten. Bei nicht-akademischen Fernlehrgängen sind die wissenschaftlichen Ansprüche wie Zitierregeln mitunter geringer, dennoch geht es auch hier darum, ein umfangreiches Thema eigenständig zu bearbeiten.

 

Nach Abgabe und Korrektur der Arbeit muss diese manchmal auch noch in Form eines Kolloquiums verteidigt werden, das dann meist aus einem Vortragsteil besteht sowie einem Teil, in dem Fragen zur Abschlussarbeit oder auch zum gesamten Studium zu beantworten sind. Mitunter wird das Kolloquium auch bereits auf elektronischem Weg durchgeführt, zum Beispiel über Skype oder Adobe Connect.

 

Da ein solches Projekt sehr umfangreich ist, stellt es die meist berufstätigen Fernstudenten nochmals vor eine besondere Herausforderung. Einmal aufgrund der Komplexität der Aufgabe, dann aber auch aufgrund der besonderen zeitlichen Beanspruchung in dieser Phase. Häufig werden für die Abschlussarbeit auch Urlaubstage investiert.

 

Viele Fernstudierende berichten trotz des großen Aufwandes davon, dass ihnen die Abschlussarbeit auch Freude bereitet hat, gerade weil sie hier in Abstimmung mit dem Betreuer selbst ein Thema festlegen können, sofern der Bezug zum Studiengang gewahrt bleibt. So ist es möglich, so tief wie sonst nur selten im Alltag in ein Thema einzusteigen und zu diesem Thema ein echter Experte zu werden und im Idealfall sogar die Entwicklung zu einer speziellen Frage ein klein wenig voranzutreiben oder einen praktischen Nutzen zu generieren, was besonders häufig dann möglich ist, wenn die Arbeit in einem Unternehmen geschrieben wird. Mitunter kommt dann auch der Zweitbetreuer direkt aus dem Unternehmen.

 

 

Bearbeitet von Markus Jung
Ergänzung für nicht-akademische Fernlehrgänge

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Hallo Markus

 

Solche Abschlussarbeiten gibt es u.U. auch im subakademischen Bereich, das sind natürlich dann keine akademischen Abschlussarbeiten, wie Du sie hier genannt hast.

 

Das Gemeinsame an derartigen Abschlussarbeiten ist, dass die Teilnehmer teilweise eine gewaltige Anstrengung auf sich nehmen, um eine solche Arbeit zu präsentieren. Und dass sie hinterher richtig stolz darauf sind - sie sehen das also nicht als "nervende Belastung".

 

Was haben die Teilnehmer denn von solchen subakademischen Abschlussarbeiten, die ja oft gar nicht verpflichtend sind?

 

Dazu mal ein Beispiel: Wir hatten eine Teilnehmerin bei unserem Dozentenkurs, die so engagiert war, dass sie freiwillig (!) eine solche Arbeit anfertigen wollte. Sie hatte im Laufe des Kurses eine ganze Menge spannender Gedanken entwickelt, wie sich der Bildungsanbieter, für den sie freiberuflich tätig war, weiter entwickeln könnte. Diese Gedanken hat sie (unter Mithilfe des Tutors) in ein Konzept umgewandelt, mit dem sie bei "ihrem" Bildungsanbieter vorstellig wurde. Das Konzept hat so eingeschlagen, dass sie eine feste Stelle dort bekam und für die Umsetzung dieses Konzeptes verantwortlich wurde.

 

(Bei uns ist das eine Option, ob die Teilnehmer eine solche Abschlussarbeit anfertigen wollen oder nicht, dafür fällt dann auch eine entsprechende Gebühr an.)

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Hallo Anne,

 

vielen Dank für deine Ergänzung und dieses spannende Beispiel aus der Praxis, was mit einer solchen Arbeit erreicht werden kann.

 

In der Tat gehören zu vielen Fernlehrgängen auch Abschlussarbeiten. In meinem Fernkurs zum Psychologischen Berater musste ich auch eine anfertigen. Und da ich das etwas auf die leichte Schulter genommen habe, ist diese sogar gar nicht mal so gut bewertet worden ;) (okay, immer noch eine 2,7 - aber meine anderen Leistungen waren halt deutlich besser).

 

Meinen FAQ-Beitrag oben habe ich jetzt auch nochmal überarbeitet, so dass nun deutlich werden sollte, dass auch im nicht-akademischen Bereich Abschlussarbeiten angefertigt werden können.

 

 

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