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Marmotte

Bewerbungsschreiben - an wen richten?

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Hallo zusammen,

 

bei mir in der Firma wurde ein Job ausgeschrieben, auf den ich mich gerne bewerben möchte. Fachlicher Ansprechpartner für die Stelle ist sogar mein derzeitiger Vorgesetzter. Er hat für mich Rücksprache mit HR gehalten und die erwarten dort von mir eine komplette Bewerbung, also auch ein entsprechendes Anschreiben. Richte ich dieses jetzt an die zuständige Dame bei HR (im intranet bei uns stehe eine Kontaktperson für die Stelle drin) oder an die fachlich verantwortliche Person (also meinen Chef) oder an beide?

 

Dann steht die Unterlagen sollen an eine allgemeine mail-Adresse geschickt werden. Sollte ich diese nutzen? Ich meine ich kenne ja die mail-Adressen der beiden zuständigen Personen. Ist es nicht besser meine Bewerbung dann direkt zu adressieren?

 

Meine Zeugnisse und Lebenslauf hat HR ja eigentlich schon in den Unterlagen, auch meine Bachelorurkunde hatte ich weitergeleitet. Ich würde jedoch einen neuen Lebenslauf einreichen, in dem die Aufgaben, die ich in der Firma erledige und die mich für den Job qualifizieren, hervorhebe. Jetzt habe ich ein bisschen Google bemüht, will ja nicht was altbackenes einreichen und aktuellen Trends missachten. Da taucht immer wieder der Begriff "Kurzprofil" auf. Ich will ehrlich sein, ich verstehe den Unterschied zum Lebenslauf noch nicht ganz. Auf einer Seite habe ich sogar gelesen, dass man ein Kurzprofil an den Anfang des Lebenslaufes stellen kann. Also ist das jetzt ein Teil des Lebenslaufes, ein verkürzter Lebenslauf, ist das was zusätzliches oder kann es den Lebenslauf ersetzen? 

 

Auch wenn ich denke, dass ich für die Stelle auch ohne perfekte Unterlagen eine gute Chance habe, geht es gegen mein Ego da irgendetwas einzureichen. Habe jetzt aber auch nicht Wochen Zeit mich einzulesen in die perfekte Bewerbungsmappe, da ich weiss dass das Bewerbungsfenster recht kurz gehalten werden soll. Für ein paar Tipps aus dem Forum wäre ich daher dankbar.  

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Also ich denke, wenn im Intranet bei der Stellenausschreibung explizit eine Kontaktperson genannt ist und auch der Wunsch, eine bestimme Mail-Adresse zu nutzen, dann würde ich die Bewerbung auch an diese richten - auch wenn du die zuständigen Mitarbeiter und deren Mail-Adressen kennst. Vermutlich gibt es ja bestimmte, mehr oder weniger standardisierte Abläufe bei euch, wie Bewerbungen bearbeitet werden und zum Beispiel über einen allgemeinen Posteingang verwaltet werden.

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Was die Adressierung der Bewerbung angeht, stimme ich Herrn Jung zu: Der offiziell genannte Weg ist der, den Sie nutzen sollten.

 

Zum Rest habe ich noch eine Verständnisfrage.

 

Sie schreiben, dass Ihr derzeitiger Vorgesetzter auch der fachliche Ansprechpartner für die neue Stelle ist. Wird er denn Ihr Vorgesetzter bleiben? Bleiben Sie in der gleichen Abteilung und wollen nur auf eine andere Position?

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Ja Frau Kanzler, mein derzeitiger Chef wird auch mein Vorgesetzter bleiben und ich bleibe organisatorisch auch in der gleichen Abteilung. Es ist einfach eine ganz andere Stelle, die jetzt erst ganz neu kreiert wurde. Zu den Aufgaben für die jetzige Abteilung werde ich aber auch viel in Projekte (wahrscheinlich auf verschiedenen Abteilungen) eingebunden sein und auf Veranstaltungen mitwirken. Das heisst ich werde auch ausserhalb der Linie agieren. 

Das schöne ist, dass meine Kollegen mich voll bei dieser Bewerbung unterstützen. Die wollen keine neue Nase die über ihnen ist und sich einmischt in "unsere" Angelegenheiten.

 

@Markus Jung oh ja, standardisierte Abläufe haben wir zu genüge

 

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Aus meiner Sicht als HR-Praktikerin ist ein Kurzprofil in erster Linie dazu da, Karriereberatern Traffic auf ihre Blogs zu bringen und Bewerber zu verwirren. Ich würde mir darüber also keine Gedanken machen. Es kann Fälle geben, wo das sinnvoll ist, aber davon gehe ich hier nicht aus.

 

Wenn im Unternehmen so großer Wert darauf gelegt wird, auch bei internen Bewerbungen die Prozesse zu befolgen, dann würde ich das auch tun. Es lässt sich ja im Anschreiben prima darauf eingehen, dass man den Laden bereits kennt :)

 

 

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ganz klar, so wie gefordert auch den Bewerbungsweg einhalten. Dass du alle Personen bereits kennst ist für dich ein Vorteil, spielt aber in der reinen Bewerbungsabgabe keine Rolle. Eher dann später in den AUswahlgesprächen, dort kannst du dann deinen Joker ausspielen. Die Bewerbung dient erstmal dem Vorsortieren, dass wirst du dank deinem vorhanden Wissen höchstwahrscheinlich bestehen.

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Ich finde es eh komisch, dass ich mich quasi bei meinem eigenen Chef, in einer Firma in der ich schon länger tätig bin, mit kompletten Unterlagen bewerben soll. Ein Motivationsschreiben finde ich ja ok, ich sollte ja schon erklären warum ich die Stelle will und die Richtige dafür bin. Aber meinen Lebenslauf haben sie doch. Da kommt doch nur meine Tätigkeit in der aktuellen Firma hinzu, sowie das Studium. Und mein Studium hat meine Firma ja sogar bezahlt. Mein Chef weiss doch was ich hier mache und welches Potential er in mir sieht. Was also kann ich da an neuen Informationen preisgeben? Aber wahrscheinlich ist das einfach nur um die geregelten Abläufe zu befolgen.

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Ob eine Bewerbung innerhalb der eigenen Abteilung immer ein Vorteil sein muss (weil man die Beteilgten kennt), sei mal dahin gestellt. Das KANN so sein, das MUSS aber absolut nicht so sein.

 

Gehen wir mal von folgenden Voraussetzungen aus:

 

- Ihr Chef war von Anfang an in die Schaffung dieser neuen Stelle involviert. Er hat sie angefordert, sie ist genehmigt worden und er hat das Anforderungsprofil maßgeblich mitbestimmt.

- Alle intern zu besetzenden Stellen müssen auch intern ausgeschrieben werden.

 

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

 

- Zu welchem Zeitpunkt haben Sie von der neuen Stelle erfahren? Durch Zufall im Intranet? Hat Ihr Chef Sie auf diese Stelle angesprochen? Oder sonst irgendjemand aus Ihrem beruflichen Umfeld?

- Wie genau sind die Anforderungen an den neuen Stelleninhaber definiert? Ist da irgendetwas Außergewöhnliches an Anforderungen genannt? Etwas, was kaum jemand mitbringt?

- Erfüllen Sie alle Anforderungen aus der Anzeige?

 

Und jetzt spekuliere ich mal ein bisschen:

 

Wenn Ihr Chef Sie nicht auf die neue Stelle angesprochen hat und wenn auch die beiden anderen Punkte mehr oder weniger zutreffen, dann könnte es sein, dass man eine konkrete Person aus einem anderen Unternehmensbereich im Auge hat für den Job, dass die Ausschreibung ziemlich genau auf diese Person zugeschnitten ist und dass man diese Person für den neuen Job haben will. 

 

Wenn das so ist, dann haben Sie nicht besonders große Chancen, denn letztendlich wird die Besetzung nicht gegen den Willen Ihres Chefs erfolgen.

 

Zum Lebenslauf:

 

Da Ihr Chef Sie kennt, würde ich im konkreten Fall einen ganz klassischen Lebenslauf empfehlen ohne "Marketinggedöns" wie ein vorgeschaltetes Kurzprofil und auch ohne "Eigenlob". Ich würde bei internen Bewerbungen strikt bei der sachlichen (und trotzdem selbstbewussten) Beschreibung meiner Tätigkeiten bleiben und die Bewertung damit ganz klar beim Empfänger der Bewerbung belassen.

 

Im Anschreiben würde ich an erster Stelle die zuständige Dame aus HR ansprechen, dann Ihren Vorgesetzten:

 

Sehr geehrte Frau HR.

sehr geehrter Herr Vorgesetzter,

 

… und dann möglichst so, wie Sie auch normal schreiben und sprechen und wie man Sie kennt das Anschreiben formulieren.

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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Schon mal danke für eure Antworten.

 

Ich weiss schon seit langem dass diese Stelle kommen wird. Sie ist vom CEO gewollt und mein Chef muss da jetzt sozusagen durch. Er hat es zwar lange hinaus zögern können, aber nicht abwenden. Mein Vorgesetzter hat mir auch gesagt, dass er sich freuen würde wenn ich mich auf die Stelle bewerbe und seine Unterstützung bei der Einarbeitung zugesichert.

 

Dennoch, trotz dieser positiven Vorzeichen möchte ich beim Ablauf alles richtig machen. Auch um ihn nicht zu enttäuschen.

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Ich wollte ein kurzes update geben. Die erste Gesprächsrunde habe ich überstanden, jetzt geht es in die zweite Runde. Ich war ehrlich gesagt etwas perplex, dass da auch Mitglieder der GL anwesend sein werden, da ich die Stelle nicht so hoch eingestuft hätte (vielleicht sollte ich meine Lohnvorstellungen noch mal überdenken 🤣). Mein Nachteil ist nun, dass die Sprache im Gespräch vermutlich englisch sein wird. Mein Englisch ist ok. Texte verstehen ist kein Problem oder auch was zu einem bestimmten Thema präsentieren funktioniert ganz gut. Für ein Bewerbungsgespräch fürchte ich, fehlt mir das passende Vokabular. Aber ich habe ja noch ein paar Stunden Zeit mich vorzubereiten.

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