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Über diesen Blog

Hep2000 studiert..... und blogt über alles was mit Studium, SBB-Aufstiegsstipendium, vor allem aber mit dem Leben einer studierenden, arbeitenden Mutter zu tun hat.

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Hep2000

Ein letztes Mal

Ich sitze im ICE nach Kassel, weil ich heute an einem Tagesseminar der SBB teilnehmen darf. Thema: Informationsflut am Arbeitsplatz.

ich hab mich sehr gefreut, dass ich da noch hin darf, auch wenn der eine oder andere sich verwundert darüber äußerte dass ich den Aufwand betreibe für einen Tag nach Kassel zu fahren.

Aber abgesehen davon, dass ich das Thema sehr interessant fand, wird es auch mein letztes SBB Seminar sein. Im August endet ja meine Förderung, den ganzen Juni bin ich im Urlaub und im Juli habe ich schon den neuen Job und dann sind solche Ausflüg einfach auch nicht mehr so drin.

 

Zeit für ein kurzes Resümee zum Thema ideelle Förderung durch die SBB.

Als ich beim Auswahlgespräch in Hamburg war, vor 3 Jahren, und durch die dort anwesenden Stipendiaten von dem zusätzlichen Programm der SBB hörte, war ich ziemlich überrascht. Denn es ist meiner Meinung nach weder eine Selbstverständlichkeit, noch hätte ich gedacht, dass sowas in diesem Umfang angeboten wird.

Die Rahmenbedingungen sind wirklich super, die Seminare dauern in der Regel 2 Tage und finden an diversen Orten quer durch Deutschland statt. Für die Seminartage und die Übernachtung dazwischen wird alles, also Verpflegung und Unterbringung, von der SBB organisiert, wenn man eine weitere Anreise hat, war es - zumindest bei mir - immer problemlos möglich bereits am Vortag am Seminarort anzureisen, die Kosten für die zusätzliche Übernachtung trägt man selber, sie waren aber immer sehr überschaubar. Die Kosten für die Fahrt bekam man nach Einreichen eines Fahrtkostenbelegs in Höhe von 0,20€ je gefahrenem Kilometer von der SBB zurück erstattet. 

 

Die Themen der Seminare waren vielseitig und ich behaupte mal, dass da für jeden, auch für jede Studienrichtung, was zu finden ist. Ich selber habe Seminare zur Studienorganisation gemacht, ein Seminar "Gesund durchs Studium" (an den Muskelkater danach erinnere ich mich noch sehr gut) und 2 Seminare für Führungskräfte. Bis auf eine Ausnahme, wo ich mit dem Dozenten so gar nicht zurande kam, waren alle Seminare inhaltlich und organisatorisch unheimlich gut gemacht und haben mir auch eine Menge mitgegeben.

Unheimlich wertvoll und wichtig war mir persönlich aber auch immer der Kontakt und Austausch mit anderen Stipendiaten. Man ist ja meistens bunt gemischt durch alle Studienrichtungen, Alterklassen und Co, was immer spannende und oft auch sehr lustige Gespräche mit sich brachte. Den einen oder anderen Stipendiaten trifft man auch mehrmals, was auch immer sehr interessant war, vor allem wenn da eine gewisse Zeit dazwischen lag. So habe ich beim letzten Seminar einen Stipendiaten wieder getroffen, den ich davor im ersten Jahr auf einem Seminar kennen gelernt hatte, und es war für uns beide super mal zu sehen, wie wir uns in den letzten Jahren beruflich und persönlich entwickelt haben.

 

Ich kann also nur festhalten: Wer in der glücklichen Situation ist, von der SBB gefördert zu werden, der sollte unbedingt auch diese Angebote wahrnehmen, auch wenn sie mit einem gewissen (zeitlichen und organisatorischen) Aufwand verbunden sind. Es lohnt sich!

 

In der Hoffnung, dass der eine oder andere SBB-Mitarbeiter auch hier mal spickelt: VIELEN DANK!

 

Hep2000

Mit einem Studienheft in der Hand einschlafen.... wenn ich mich so umhöre, dann ist das auch anderen schon passiert.

Bei einem Modul 5x mit dem Heft in der Hand einschlafen ist mir bisher nur bei Organisation passiert :51_scream:

Kein schweres Modul, aber für mich ein sehr zähes, die Hefte lasen sich ganz schlecht. Entsprechend wenig motiviert war ich auch, als ich mich an die Fallaufgabe gemacht habe, habe sie dann aber letzten Montag in einem Sitz runtergeschrieben. Ich nehme an, es lag an meinen Problemen mit den Heften, aber ich war nicht wirklich glücklich und hatte mit einer eher mittelmäßigen Note gerechnet. Das was gestern ab Feedback kam kritisierte genau die Punkte, mit denen ich auch nicht so zufrieden war. Ich sollte zum Beispiel einen optimierten Prozess visualisieren und bekam das irgendwie nicht gut hin. Trotzdem steht jetzt eine gute Note drunter, was mich natürlich freut. 

Der Tutor hatte jetzt die 3. Fallaufgabe in Folge von mir, und ich finde ihn unheimlich gut, die Kritik ist immer sehr konstruktiv und ausführlich, und vor allem lobt er auch besonders gute Aspekte. Und wer hört nicht gern auch was Nettes :9_innocent:

 

Gesehen habe ich die Note gestern, als ich gerade auf einem Seminar der SBB war, Thema "Führungswerkstatt". Diesmal ganz in meiner Nähe, so dass ich ganz gelassen morgens hin fahren konnte und nicht bereits am Vortag angereist bin.

Nach dem inzwischen 6. Seminar kann ich mal festhalten: in der Endabrechnung haben mir alle Seminare irgendeine Art von "Gewinn" gebracht, die einen inhaltlich, andere eher wegen dem Austausch mit anderen Stipendiaten und der Gelegenheit mal 2 Tage raus zu kommen.

Inhaltlich war das gestrige Seminar aber definitiv das Beste in meiner "Sammlung". Und ich habe sehr sehr viel mitnehmen können, was ich wohl in Kürze brauchen kann :29_smirk:

Leider endet mit meiner Förderung durch die SBB ja auch meine Möglichkeit an solchen Seminaren teilzunehmen, und das ist wirklich sehr schade. In 14 Tagen habe ich noch einen Tages-Workshop in Kassel, und so wie die Dinge im Moment liegen, wird das mein letztes Date in Sachen SBB sein.

 

Und dann gabs da noch den Donnerstag diese Woche... und seit Donnerstag ist nun offiziell, dass ich ab 01. Juli keine Dauernachtwache mehr bin, sondern erst mal die administrative Mit-Leitung eines Wohnbereichs bei uns im Haus übernehme. Zeitlich befristet haben wirs jetzt nicht, die Aussage war dann "bis die wirklich passende Stelle dann relevant wird". Ich kann damit an sich aber auch gut leben, denn zum Einen fühle ich mich ja bei uns im Haus auch wohl, zum Anderen bin ich ja inzwischen fest entschlossen den Gerontologie-Master noch zu machen und dafür ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn ich noch eine Weile auf meinem gewohnten Spielplatz bleiben kann. Zumal ich sehr sicher bin, dass der Träger mich da nicht vergessen wird ;)

Leicht wird das allerdings nicht werden, der betreffende Wohnbereich hat 1,5 Jahre Drama mit einer eher bescheidenen WBL, die dem gesamten Team jegliche Kompetenz abgesprochen hat. Dementsprechend demotiviert und unorganisiert ist das Team jetzt auch. Die eigentliche, neue WBL, von der man hofft, dass sie langfristig bleibt, ist noch sehr jung und hat die WBL-Ausbildung gerade erst beendet. Und ich soll sie jetzt eben unterstützen, vor allem beratend und indem ich ihr einen Teil der Büroarbeiten abnehme. Aber ich soll natürlich auch einen Blick aufs Team haben, sie bestärken und motivieren, und dabei helfen ihnen ihre Kompetenzen wieder zu übertragen.

Aber ich freue mich, endlich nachts wieder schlafen, keine Feiertage mehr arbeiten, geregelte Arbeitszeiten. Das hatte ich lange nicht mehr.

 

So, wer bis hier durchgehalten hat, der bekommt ein Glas von meinem halbtrockenen Riesling und ein paar Salzstangen.

Hep2000

Der Realität ins Auge sehen

Ja.... da stehe ich also. Rein rechnerisch endet am 31.08. meine Regelstudienzeit. Durch die 3 Monate Pause hat sie sich dahin verschoben, sonst wäre es noch fataler und ich müsste Ende diesen Monats eigentlich fertig sein.

Aktuell stehe ich bei 80% absolviert in der hübschen, blauen Statusleiste meiner Studienübersicht. Und ich bin realistisch genug.... DAS werde ich nicht schaffen.

Angefangen damit, dass es das Seminar zum Wahlmodul Palliativ nur 2x jährlich gibt, und alleine das wäre schon das Scheitern: Das Seminar findet am 01./02.September statt, also nach dem offiziellen Ende meiner Regelstudienzeit. 

Aber okay... dem kann und will ich nicht die Schuld geben, denn ich bin tatsächlich ja meilenweit davon entfernt, alles außer diesem Seminar fertig zu haben.

Mir fehlen aktuell:

 

1 Klausur

1 Hausarbeit

1 Seminar vom WPM

1 Projektplan vom WPM

6 Fallaufgaben

1 Thesis

 

Selbst wenn ich ab sofort nur noch studieren könnte, ohne Job, Familie und Co.... es würde eng werden. Da ich aber Job, Familie und Co habe...

 

Aber was war denn nun das Problem? Der Grund, warum ich leider auch jetzt im Juni der SBB mitteilen werde müssen, dass ich nicht in der Lage war den ohnehin schon vorhandenen Rückstand aufzuholen, und daher dann auch nicht innerhalb der Regelstudienzeit fertig sein werde. Davor graut es mir schon, ganz ehrlich. Denn die SBB hat in den letzten 3 Jahren viel ermöglicht... genau genommen hat sie die letzten 3 Jahre ermöglicht. Darüber hinaus ist die ideelle Förderung wirklich fantastisch und ich habe davon unheimlich profitiert. 

Und ich habe jetzt das Gefühl, dass ich dem nicht gerecht geworden bin, nicht "gut genug" war. Und habe mich schon ein paar Mal gefragt, ob es ein gewisser Größenwahn war, der mich damals dazu bewogen hat die Variante 3 Jahre zu nehmen, statt gleich die 4 Jahre ... auch das hätte die SBB ja gefördert.

Nur... damals hat die Apollon nur für die 3-Jahre-Variante die individuellen Zahlungsvereinbarungen angeboten.... und ohne die hätte mir auch die Zuwendung von der SBB nicht ausgereicht....

 

Nun denn... es ist wie es ist. Ich werde im Juni der SBB also mitteilen, wie die Sachlage ist. Sie wissen ja vom letzten Jahr, dass ich gesundheitliche Probleme hatte (und habe), und ich hoffe, man wird mir nicht den Kopf abreißen.

Eine Weiterförderung im Master scheidet damit aus..... und ich bin jetzt ehrlich: Es ist vielleicht gut so. Denn so sehr ich der SBB dankbar bin: Es macht eine Menge Druck und schlechtes Gewissen. 

 

 

Hep2000

Gestern morgen brachte ich mein Auto in die Werkstatt. Es klapperte was, irgendwo vorne rechts.

Nun ähneln sich Mensch und Auto ja zumindest in dem Punkt: je älter, desto klappriger. Und für heutige Autos sind 10 Jahre und 110000km schon ne Menge Holz, zumal es sich nicht um ein - angeblich - qualitativ hochwertigeres Modell aus Stuttgart, Ingolstadt oder Wolfsburg handelt, sondern um was asiatisches mit 3 Buchstaben. 

Dennoch war jetzt mein erster Eindruck nicht, dass es etwas Dramatisch sein könnte. Der von uns liebevoll "Eselchen" genannte Van der Kategorie Muddibomber hatte gerade frisch TÜV bekommen, Inspektion war auch gemacht, ansonsten zeigte er auch keine massiven Alterserscheinungen bislang.

Umso größer war das Entsetzen, als am Nachmittag die Diagnose "Getriebeschaden" feststand. Austausch überstiege deutlich den Restwert des Esels, Reparatur hätte man versuchen können, aber beide Meister in der Werkstatt kennen sich eher mit rustikalen Europäern aus, als mit filigranen Asiaten, das Risiko eines Fehlschlags war einfach hoch.

 

Nach langer Krisensitzung blieb also die Entscheidung: Eselchen wird in den Ruhestand gehen, wir suchen ein neues Auto. 

Gesagt, getan... Gatte und ich fingen also sofort an die einschlägigen Portale im Internet zu durchforsten, und um 17.23 Uhr emtdeckte ich ihn... einen titangrauen Briten, mit dem man nicht nur fort, sondern hoffentlich auch zurück kommt. Und das zu einem für uns gerade noch vertretbaren Preis und in der benachbarten Stadt. Und irgendwas sagte mir, dass es besser sein könnte, wenn wir da sofort hinfahren.

 

2h später hatten wir ein Auto gekauft. Er stand noch da, war eigentlich reserviert, allerdings für einen anderen Händler und der Verkaufsleiter meinte, dass wir als Endkunden da Vorrang hätten. Allerdings gab es insgesamt schon 6 weitere Interessenten, die sich alle für den folgenden Tag angesagt hatten. Blieb also nur die schnelle Entscheidung.... und zuhause erst mal ein Schnaps nach all der Aufregung.

 

Jetzt versuchen wir noch das Eselchen abzugeben, denn der Verkäufer des Neuen wollte ihn nicht... er verkauft eben nur Briten, keine Asiaten. Vielleicht finde ich ja noch jemanden, der ihn retten kann und er darf noch ein paar Jahre weiter fahren.

 

Mich wird er leider nie wieder zu Klausuren, in den Urlaub oder einfach zum Dienst begleiten.... Rest in Peace kleiner Esel!

Hep2000

Angst vor dem Fertig sein?

Am Wochenende war ich mal wieder bei einem der wirklich immer tollen SBB-Seminare. Ich durfte mich in Kassel mit "Kreativem Schreiben" beschäftigen und wir hatten eine Menge Spaß dabei.

Meine persönliche Erkenntnis: Elfchen werden nicht mehr meine Freunde, und bei Reizwortgeschichten bringt mich ein sexy Obstverkäufer ziemlich ins Schleudern. Trotzdem hat es mir unheimlich gut getan, auch mal wieder unwissenschaftlich zu schreiben, meine Phantasie einsetzen zu können und einfach drauf los zu schreiben.

 

Am nachhaltigsten bleiben mir aber immer die Gespräche mit den anderen Stipendiaten in Erinnerung. Manche trifft man öfter, andere sieht man nie wieder. Aber die Gemeinsamkeit, über eine Ausbildung ins Studium zu gehen, schafft eine gemeinsame Grundlage, und ich erlebe den Austausch jedesmal als unheimlich offen, ehrlich und wertvoll. Auch weil viel und ohne Hemmungen über Probleme und auch Ängste gesprochen wird. 

Ein Gespräch beschäftigt mich seither besonders. Das Thema kam aufs Studienende, und dass damit ja auch die Förderung endet und die Möglichkeit an solchen Seminaren teilzunehmen, aber auch der Kontakt zu anderen Studierenden. Und jemand, auch Fernstudent, meinte dann, dass er sich selber dabei ertappt, dass er langsmer arbeitet und viel weniger schafft als vorher, weil er fast ein bisschen Angst hat, vor dem Moment in dem er dann fertig ist. Für ihn gibt es keinen passenden Master als Fernstudium, Präsenz kommt nicht in Frage, und er kann sich einfach nicht (mehr) vorstellen, wie es sein wird nicht zu studieren.

 

Irgendwie habe gerade das Gefühl, dass es mir auch ein bisschen so geht. Zwar habe ich noch den Master vor Augen, aber irgendwie endet ja doch eine schöne Zeit in dem Moment, wo man dann den Bachelor abgeschlossen hat. 

Die Zeit bei der SBB endet so oder so, das kann ich auch nicht verhindern, denn die Förderung dauert ja bis Ende der Regelstudienzeit und die ist festgeschrieben und irgendwann einfach erreicht. Ich darf noch auf 2 Seminare im Mai, und dann wird es für mich voraussichtlich vorbei sein mit der ideellen Förderung. Dafür kann und muss ich irgendwann mal Danke sagen, ich überlege noch wie ich das anstellen kann.

 

Am Ende bleibt jetzt noch eine Frage: Warum lächelt Mona-Lisa?

Hep2000

Ich war schon in der Ausbildung nicht besonders gut in Pädagogik. Wahrscheinlich verstehe ich auch genau deswegen seit Jahren nicht, warum Lehrer Eltern auffordern Kuchen/Muffins/Fruchtspieße/belegte Brötchen/Waffelteig/wasauchimmer für einen Verkauf in der großen Pause zu spenden, um dann vom Erlös Ausflüge, Klassenfahrt etc. zu bezahlen.

Und nein, auch das Argument "So haben die Kinder selber was getan" kann ich da leider nicht gelten lassen. Denn ICH war einkaufen, ICH habe heute 7h lang ein Blech Muffins nach dem nächsten produziert, ICH sammel morgen früh die Kuchen der ganzen Kinder hier im Ort an der Bushaltestelle ein, ICH bringe das Zeug morgen in die Schule, ICH bereite vor, ICH stehe dann in der großen Pause mit am Stand und ICH räume hinterher auch wieder auf. Und wenn das Geld am Ende nicht reicht, dann darf auch ICH die Differenz bezahlen. Da hätte ich auch gleich die volle Summe für mein Kind finanzieren können, das ginge bedeutend schneller!

 

Aber ich bin eine brave, engagierte Mutter - die auch gerade sehr zäh mit Marketing voran kommt und deswegen vielleicht auch ein bisschen länger in der Küche verweilte - und deswegen habe ich die gewünschten Muffins gebacken. Erst mal in der Variante "Schokostreusel". Ich besitze nur ein Muffinblech, normalerweise backe ich ja nicht so große Mengen, eben deswegen dauert das halt dann auch. Am Ende hatte ich bei doppelter Teigmenge etwa 30 Muffins.... sah irgendwie ganz schön wenig aus.

Also... was tun.... Mehl, Butter, Eier und Zucker waren noch da, daran scheitert es selten... aber ein Muffin wird ja erst durch das interessant, was man alles reinschmeissen kann. Milch war auch alle.... 

Also fing Frau an ihre Bestände zu durchforsten.... Buttermilch ist noch da, okay, geht auch. Und da liegen noch ein paar Bananen rum, die schon deutlich besser gebräunt sind als es optisch ansprechend ist. Also mache ich Bananen-Buttermilch-Muffins. Und dann, als ich diesen Plan gerade in die Tat umsetzen wollte, kullerte mir aus einer Schublade noch ein Schokoladenweihnachtsmann entgegen.... Vollmilch-Nuss, noch haltbar, aber leider nicht mehr unverletzt.... 

Raus gekommen sind also Bananen-Buttermilch-Schokoladen(weihnachtsmann)-Muffins, die so lecker geworden sind, dass ich jetzt nur die Hälfte davon zum Verkauf mitnehmen werde... Mann und Sohn1 haben die andere Hälfte annektiert.  

 

Und insgeheim habe ich beschlossen, dass ich ja für den nächsten Verkauf mal das Marketing-Konzept überarbeiten könnte... so richtig flüssig läuft sowas ja irgendwie immer nicht. Und bis dahin bin ich hoffentlich mal fertig damit. 

 

Hep2000

Mal wieder Zwischenstand.....

Fallaufgabe: 30 inklusive Wahlfach Palliativ, davon sind 24 geschrieben und bestanden. Noch zu schreiben: Public Health, Marketing, Organisation, QM, IT, Consulting

Klausuren: 6, davon habe ich 5 geschrieben und bestanden. Noch zu schreiben: Marketing

Projektarbeit: 1 für das Wahlfach Altenpflegeeinrichtungen

Seminare: 6 inklusive Gruppenprojekt und Palliativ, davon habe ich 5 gemacht. Palliativ angemeldet für September

Schriftliche Arbeiten: 3 (Praxisbericht, Hausarbeit, Thesis), davon 1 (Praxisbericht) fertig und bestanden

 

Ich muss mir zur persönlichen Motivation mal wieder vor Augen halten, dass ich doch eigentlich schon ganz viel geschafft habe. Theoretisch endet meine Regelstudienzeit, unter Einbeziehung der 3 Monate Unterbrechung, am 31.08.2017. Das sind also noch 6 Monate ab heute. Theoretisch wäre das vermutlich auch machbar bis dahin.

Praktisch weiß ich, dass es schwer wird. Okay, zur Zeit bin ich Zuhause, aber hoffentlich kann ich Ende März dann wieder arbeiten. Und dann steht auf kurz oder lang ja der Wechsel der Einsatzstelle an, der wird bedeuten, dass ich auf 80% aufstocke und jeden Wochentag mindestens 6h arbeite. Und ehrlich gesagt.... ich hab auch keine Lust mich tierisch zu stressen.

Ich hatte zwar eigentlich immer den Plan, dass ich im November mit der Beetelin zusammen den Hut werfe.... aber wenn das dann doch nicht klappen sollte, dann wird die Welt auch nicht untergehen. Dann fahre ich halt einfach hin und freu mich mit den Anderen!

 

Zumindest kann ich heute den endgültigen Haken ans Personal-Modul machen, die zweite FA kam heute auch zurück, mit sehr positivem Feedback und ich bin glücklich und zufrieden. Jetzt kann ich mich mit vollem Elan :34_rolling_eyes: meinen beiden Schiebe-Modulen Marketing und Public Health widmen, ich habe mir fest vorgenommen, dass die jetzt endlich fertig gemacht werden. Es sieht so doof aus, mit dieser Lücke in der Leiste! Und dann mit Volldampf auf das letzte komplette Modul mit Orga, IT und QM.

 

Irgendwie schon komisch... mir kommt es wirklich vor wie gestern, als ich anfing ernsthaft an studieren zu denken, als ich hier die Blogs von Beetle und Jennys fand, als ich voller Aufregung die Anmeldung zur Apollon geschickt und dem ersten Paket entgegen gefiebert habe. Als dann der erste grüne Haken da war, da hab ich fast geweint.

Und jetzt? Jennys ist schon im Master, die Beeteline schreibt bald Thesis, und ich bin irgendwie auch schon auf der verlängerten Zielgeraden angekommen. Wo ist denn bloß die Zeit geblieben?

 

Es ist nur gut, dass der Master an der Apollon so gut wie beschlossen ist.... 

Hep2000

Eine Familie sitzt am Frühstückstisch. Der Gatte ist schon länger auf, trinkt nur noch einen Kaffee und spielt ein bisschen auf dem dort herumliegenden Tablet der Ehefrau herum.

Macht irgendwann den Internetbrowser auf und landet auf der Seite des Hochschul-Campus. "Hast Du heute schon wegen der Note geguckt?" Gattin nickt. 

Ehemann tippt trotzdem auf "Einloggen". "Wie komme ich denn dahin wo man die Noten sieht?" Ehefrau verdreht die Augen "Ich hab vor einer halben Stunde geguckt!" "Ja und, lass mich doch auch mal!"

Also gut.... leicht genervt gibt Frau Hep dem Gatten Anweisung wie er an die Noten kommt, beendet die Erläuterung mit dem Satz "Aber wenn da oben in der Leiste noch die gleiche Prozentzahl steht wie vorhin, und gestern, und vorgestern... dann brauchst Du gar nicht weiter gucken!" Gatte bestätigt die Zahl in der Leiste, woraufhin sich Frau Hep wieder ihrem Frühstück zuwendet.

Kurz darauf: "Schatz, was war das was Du da geschrieben hast?" "Personalmanagement" "Und wenn da ein grüner Haken ist, heißt dass dann, dass Du bestanden hast?" Frau Hep fällt die Gabel aus der Hand "Wo ist ein grüner Haken?" "Na ganz hinten, in der Zeile wo Personalmanagement steht!" Frau Hep guckt entgeistert. Sohn1, der ja auch schon mal nach Noten geguckt hat, schaut dem Vater über die Schulter, tippt das Feld "Personalmanagement" an, anschließend das Feld "Präsenzprüfung" und grinst. "Mama... das war aber mies diesmal".... und ißt gemütlich weiter!

 

Zu meiner Verteidigung sei gesagt: Für das Kind ist alles mies, was schlechter als 1,0 ist. Das ist es tatsächlich nicht, aber in Anbetracht dessen, dass ich mir sehr sicher war (und bin), dass ich 2 Aufgaben fast vollständig vergeigt habe, ist die Note ein Traum und richtig gut. Ich werde auf jeden Fall Klausureinsicht beantragen wenn ich im September in Bremen bin, weil mich wirklich interessiert, wo sie da wieder die Punkte zusammen gekratzt haben.

Also wieder ein Haken.... gestern habe ich die Fallaufgabe Personalführung und -entwicklung so gut wie fertig geschrieben, da muss ich heute noch die Optik überarbeiten, die Verzeichnisse erstellen und dann kann die hoffentlich auch heute noch raus. Und dann ist auch das Modul 14 komplett abgehakt.

 

Als nächstes kommt dann Marketing dran, eins von den Modulen, die ich seit 2 Jahren vor mir her schiebe. Ich kann nicht mal genau sagen warum eigentlich. Die Fallaufgabe sieht gar nicht so schlimm aus, und alle sagen, dass sich die Hefte gut lesen lassen. Aber auch da ist ja eine Klausur dabei, und ich hab mehrfach gehört, dass die schwer ist und unheimlich viel Stoff zu lernen. Aber das hieß es von Perso auch, und nachdem ich die überlebt habe, schaffe ich jetzt auch Marketing! Der Plan ist, dass ich die Klausur im April schreibe, so dass für den Fall X auch hier noch ein bisschen Luft für eine Wiederholung bleibt. Und dann habe ich alle Klausuren für den Bachelor hinter mir.

Hep2000

Warten.... das gehört zum Leben eines Studenten, besonders eines Fernstudenten, ja bekanntlich irgendwie dazu.

Man wartet auf Material, auf Rückmeldungen, auf Noten.... 

 

Aber im Laufe der letzten 2,5 Jahre habe ich festgestellt: Es gibt verschiedene Arten von warten.

 

Da wäre zuerst das Warten auf die Pakete von der Hochschule. Das ist ein nettes Warten. Ich jedenfalls habe mich immer gefreut, wenn ich wusste es kommt ein Paket. Mir hat das Auspacken Spaß gemacht, das sortieren und einordnen der Sachen in mein Ordnungssystem. Klar war da auch immer so ein "Uff... ist das viel"-Gefühl, aber die Freude überwog eigentlich immer.

 

Dann gibt es das Warten auf Anfragen beim Studienservice oder bei Tutoren. Ich schreibe gern Mails, rufe eher selten in Bremen an. Ich hab Sachen lieber in schriftlicher Form, zumal ich ja gern mal zu nachtschlafender Zeit auf die Idee komme irgendwen irgendwas zu fragen und da ist so eine Mail einfach besser. Auf Antworten vom Studienservice wartet man in der Regel nicht sehr lange, bei Tutoren schwankt es zwischen extrem schneller Antwort und extrem langer Wartezeit. Das nervt zwar, aber meistens ist es kein Drama.

 

Dann gibt es ja Übungsaufgaben, bei Apollon "Einsendeaufgabe" genannt. Das sind Aufgaben am Ende eines jeden Studienheftes, die dazu dienen den gelesenen Stoff zu rekapitulieren und zu überprüfen ob mans verstanden hat. Lösungen gibts, indem man sie über den Online Campus an den zuständigen Tutor sendet. Die Formalien sind wie bei den Prüfungsleistungen (Fallaufgaben) und es wird auch eine Note erteilt, die aber keinerlei Auswirkung hat. Auch da wartet man natürlich, aber es geht ja erst mal um nix. Spannend ist es trotzdem immer wieder - ja, ich mache pro Modul im Normalfall mindestens eine Einsendeaufgabe, meist um den Tutor zu "checken" - es ist aber kein wirklich angespanntes, gestresstes Warten.

 

Ein bisschen stressig ist dann das Warten auf die Benotung einer Fallaufgabe. Das ist ne Prüfungsleistung, man kann durchfallen, es gibt ne Note, die dann später auch auf dem Leistungsnachweis stehen wird. DAS ist spannend, und angespannt, vor allem wenn man sich unsicher ist, das Thema nicht so mochte etc. Und da schwankt auch die Bearbeitungszeit in meiner Zeit zwischen 3h und 23 Tagen.

 

Aber das schlimmste, das wirklich allerallerschlimmste Warten, das ist das Warten nach einer Klausur. Man weiß nie, ob das Ding wirklich ordnungsgemäß angekommen ist, man weiß nicht, ob man den Kram jetzt weglegen soll, oder lieber nicht, falls man durchfällt. Ich kann auch bei Klausuren viel weniger einschätzen, ob es gut oder schlecht war, als bei den Fallaufgaben. Und man muss ja im Fall X eine Wiederholung auch planen, weil ja festgelegte Termine etc. eingehalten werden müssen. Bei einer Fallaufgabe schreibt man halt von Zuhause neu wenns gerade passt, für ne Klausur habe ich jedesmal nen Tag Fahrerei. Und lag bisher jedesmal mit meiner Einschätzung falsch. Entweder wars viel besser als ich dachte, oder auch schon deutlich schlechter als erhofft. 

Im Moment warte ich auf Personalmanagement...und ich traue mich echt nicht die Sachen wegzulegen, schaue mir jeden Tag meine Lernkarten nochmal an, weil ich echt Angst habe es hat nicht gereicht, und wenn ich jetzt wegpacke, dann muss ich von Vorne anfangen. 

Da ich aktuell ja Personalführung mache, ist es nicht so wild, aber ich habe das Gefühl es hemmt mich auch, ich komme nicht voran, vor lauter Angst vor Wiederholung.

 

Ich warte also..... und weiß genau, wenn ich irgendwann mal fertig studiert habe.... es wird mir fehlen... das Warten!

Hep2000

Die Sache mit den Genen!

Ihr wisst, so ab und zu erzähle ich auch mal gern was von meinen diversen Männern.... so auch heute.

 

Es gibt so Tage, ich glaube jede Mutter kennt das, da denkt man "Nee... niemals ist der/die mit mir verwandt. Mit Sicherheit wurde im Krankenhaus was vertauscht!". 

Oder man fragt sich, wie viel man in der Erziehung falsch gemacht hat, oder von welchem entfernten und aus Scham immer verschwiegenen Verwandten bestimmte Eigenarten so übernommen wurden.

 

Und dann gibts diese Tage.... da sind die Gene einfach nett... und ein Grund zur Erheiterung.

Heute war Letzteres der Fall, und das gleich doppelt.

 

Sohn1.... eher der Typ Nerd, nicht unbedingt gruppenkompatibel trotz hoher Sozialkompetenz, und leider extrem unehrgeizig. Erzählte mir vergangene Woche, dass es ein bisschen Probleme mit dem Gruppenprojekt für Kunst gibt. Ich höre Gruppenprojekt, und alle Alarmglocken schrillen los.

Ja.... 3 Herren ähnlichen Typs hatten sich vollkommen vergaloppiert in einer Idee, die schlicht nicht umsetzbar war. Und ich hatte ein Deja Vu der übelsten Art.... hatten wir das nicht erst vor Kurzem? Gruppenprojekt, vergaloppiert, zu viel gewollt?

Ein Telefonat mit den beiden anderen Müttern brachte ans Licht: Die wussten noch weniger gar nichts als ich!

Mit vereinten Kräften und ziemlich viel Einlauf an alle 3 Knaben wurde vergangenes Wochenende, als ich gerade in Frankfurt meinen Flugschein machte, die Projektrettung in Angriff genommen.

Heute war Abgabe, und als das Kind mit der Note heim kam, einigermaßen zufrieden, konnte ich nur noch lachen.... es ist genau die gleiche Note, wie ich sie im Gruppenprojekt erhalten habe.

 

Sohn2.... auch der ist eher ein anstrengungsverminderter Schüler, und besonders Mathe mag er so überhaupt gar nicht. Und jetzt auch noch Brüche, Klammern, Punkt vor Strich. Jeden Tag bei den Hausaufgaben wildes Gejammer, schlechte Noten in den Hausaufgabenkontrollen usw.

Jetzt hat ja Mama gerade Zeit, weglaufen kannse auch nicht... na gut, machen wir Mathe gemeinsam. Gestern haben wir dann Wettrechnen gemacht, wilde Aufgaben mit gemeinen Brüchen, vielen Klammern und ganz viel notwendiger Aufmerksamkeit.

Die Aufgaben 1 und 2 habe ich noch gewonnen, dann war der Ehrgeiz des Kindes gepackt. Aufgabe 3 waren wir annähernd gleichzeitig fertig, bei 4 hatte er mich dann geknackt.

Heute schrieben sie einen Test.... und das Kind kam strahlend mit einer 1 nachhause. Kommentar von Sohn1 dazu: "Jaja, wie Mama, erst sagen man kann kein Mathe, und dann mit einer 1 heimkommen!".

 

Eigentlich beruhigt mich das übrigens.... nicht weil ich jemals ernsthaft in Zweifel gezogen hätte, dass das meine Kinder sind. Vielleicht gehen sie genauso wenig den geraden Weg, wie ich das getan habe. Aber Umwege können ja durchaus reizvoll sein.

 

 

Ansonsten nutze ich die unerwartet gewonnene Zeit gerade zum Lesen, Personalführung und -entwicklung ist angesagt. Hoffe, dass ich die Hefte bis Samstag gelesen habe und mich dann ab Montag (da darf ich dann wenigstens auch wieder sitzen) an die Fallaufgabe machen kann. 

Und dann gehts mit Marketing weiter, der Plan ist immer noch Klausur im April. Vorausgesetzt, dass ich Perso nicht wiederholen muss.

Hep2000

Ein Tag für die Tonne

So... ich hab sie geschrieben, die mehrmals verschobene Klausur Personalmanagement. Und wenn ich ganz ganz viel Glück habe und die Tutorin einen guten Tag, dann könnte es mit zwei blauen Augen - quasi einem Brillenhämatom - zum Bestehen reichen. Aber mehr darf ich da wohl nicht erwarten. Es erwischte mich gleich mit 2 Rechnungen, die ich nicht besonders gut konnte, bei einer hab ich auch noch 2 Begriffe verwechselt, und bei der anderen eine Rechnung verkehrtherum gerechnet.

Die restlichen Aufgaben habe ich hoffentlich einigermaßen hinbekommen, den einen oder anderen Punkt Abzug wirds aber auch da geben, weil ich nicht alle speziellen Begriffe wusste und auch teilweise eher spärlich geantwortet habe.

 

Hinterher war ich mit Mann und Freundin in einem Einkaufszentrum zum Mittagessen, das war auch sehr schön, und aller Diät zum Trotz habe ich erst einen Hot-Dog mit Sauerkraut und Bacon gegessen, und danach ein Stück Double-Choc-Raspberry-Cheesecake, bei dem die Kalorien mit riesen Fahnen gewunken haben. Aber das musste einfach sein.

 

Nur... wie sagt man immer so schön... Kleine Sünden werden sofort bestraft. Meine Strafe war ein ruckelnder Fahrstuhl, die Tür ging auf, ich raus... und schwupp lag ich auf dem schicken, schwarzen Mamorboden, mit beiden Knien voll drauf gelandet, Sternchen vor Augen, Luft mal kurz weg.

Ich hatte übersehen, dass der Fahrstuhl nicht nur ruckelte, sondern etwa 10cm unterhalb der eigentlichen Ausstiegshöhe hing. Und als ich da flott raus wollte (er war auch voll, und ich hasse volle Fahrstühle) bin ich genau über diese Kante gesegelt.

Festhalten muss ich mal: es ist erschreckend, wie sich viele Menschen in einer solchen Situation verhalten! Okay, es mag lustig ausgesehen haben, zumal ich ja echt seeeehr kräftig bin, aber wenn ich sehe, dass jemand am Boden liegen bleibt und offenbar Schmerzen hat, dann lache ich nicht.

Dazu kam, dass von den vielen Menschen, die da unterwegs waren - Shopping-Mall am Samstagnachmittag - gerade mal 2 so freundlich waren und meinen Mann und mich fragten ob wir Hilfe brauchen. Nicht mal die Servicekräfte vom EKZ, die da gerade unterwegs waren, fühlten sich irgendwie dazu bemüssigt.

 

Wir haben kurz überlegt direkt vor Ort in ein Krankenhaus zu fahren, da Laufen dann aber einigermaßen ging, sind wir doch erst mal heim. Jetzt liege ich mit Eisbeutel auf dem Sofa, das rechte Knie scheint bis auf ein Hämatom okay zu sein, das linke sieht relativ derangiert aus. Das ist aber mein Sorgenknie, das ich zu Sportlerzeiten schon mehrfach lädiert hatte. Deswegen habe ich entschieden mal bis morgen zu warten. Am allerliebsten sogar bis Montag, dann könnte ich zu meiner Orthopädin, die hat da eh Notfallsprechstunde.

 

Und mein Mann... der überlegt gerade lautstark, ob man wohl irgendwo einen Rollstuhl leihen kann. Auf meinen empörten Protest hin druckste er ne Weile... dann kam raus: Er hat für Dienstag ein Candlelight-Dinner für uns reserviert, und da ist es ein Stück vom Parkplatz bis zum Restaurant. Eigentlich sehr idyllisch an einem Fluss entlang, aber mir kaputtem Knie halt ein echter Weg.

Ich liebe diesen Mann, und notfalls hüpfe ich auf einem Bein dahin :001_wub:

Hep2000

Will ich zuviel??

Gestern hat es hier richtig geknallt.

Ich habe die FA Personalmanagement benotet bekommen und war enttäuscht. Jeder "normale" Mensch hätte sich wahrscheinlich gefreut, denn es war keine schlechte Note, aber ich war enttäuscht. Und meine erste Reaktion war dann: Ich schreibe die Klausur am Samstag nicht, das wird dann auch ne schlechte Note. Ich hab das Gefühl Personalmanagement kann mich nicht leiden, ich kriege es nicht in die Birne, kann das was ich lese nicht umsetzen.

Mein Mann ist ziemlich laut geworden. Er hat mir an den Kopf geworfen, dass ich immer zu viel will, meine Ansprüche zu hoch sind, und ich dann egoistisch werde. 

Im ersten Moment war ich stinksauer. Dann traurig. Und jetzt... jetzt bin ich sehr nachdenklich.

 

Ja, ich habe hohe Ansprüche an mich selber. Sicher auch, weil ich beweisen will was ich kann. Lange wurde mir vorgeworfen, dass ich mein Potenzial nie genutzt habe, dass ich viel mehr hätte erreichen können. Und jetzt möchte ich natürlich allen zeigen, dass man das auch später noch kann.

Nur ist es eben kein Selbstläufer, auch wenn man Potenzial hat. Ich habe Familie, die mich auch braucht. 

Im Moment leide ich noch immer darunter, dass in meiner Leistungsübersicht eine 4 zu finden ist. Ich weiß es ist bescheuert, aber die 4,0 in Ethik ärgert mich immer noch unglaublich. Und deswegen habe ich auch Consulting schon wieder in die Ecke gefeuert, weil es der gleiche Tutor ist und ich einfach Angst habe.

Ich habe das Gefühl, dass ich unheimlich abgebaut habe im letzten Jahr. Ich komme nicht so voran wie ich das gern wollte, ich musste vor der SBB einen Leistungsrückstand rechtfertigen, die Chance auf die Abschlussfeier in diesem Jahr scheint immer weiter in die Ferne zu rücken. Die Idee der Masterförderung durch die SBB habe ich schon ad acta gelegt, denn mit dem Verlauf werde ich da keine Chance haben. Trotzdem schaffe ich es auch nicht wirklich mich zu motivieren, denn die letzten Noten waren für meine Ansprüche nicht gut und das frustriert mich einfach. Es ist wie ein Loch, aus dem ich nicht wieder herauskomme.

Auf der anderen Seite steht die Aussicht auf eine berufliche Verbesserung. Nur.... dann arbeite ich jeden Werktag, den Luxus von 3 Wochen am Stück frei habe ich dann nicht mehr. Und schon ist da wieder Angst. Angst dann erst recht nicht weiter zu kommen, erst recht nicht die nötige Zeit zu haben, die zu Noten führt die meinen Ansprüchen gerecht werden können. 

Ich fühle mich gerade wie ein Hamster in einem Rad, ich renne und renne und komme nicht an. 

 

Und jetzt?

 

Ich versuche erst mal den Kopf nicht in den Sand zu stecken... die Klausur wird nicht nochmal verschoben, auch auf die Gefahr hin, dass es dann eben keine Traumnote wird. Vielleicht muss ich lernen das zu akzeptieren. 

Hep2000

Vorübergehend Alleinerziehend....

Ich muss es mal loswerden: Meine Achtung vor allen allein erziehenden Elternteilen, die nebenbei auch noch berufstätig sind und im Extremfall noch fernstudierend, ist in den vergangenen 3,5 Wochen ins unermessliche gestiegen. Sie alle müssten jede Woche einen Orden bekommen.

 

Ich hatte mir ja viel vorgenommen für diese 4 Wochen, die mein Mann in Reha weilte. Und was hab ich geschafft? 

Gut... niemand ist verhungert, die Wohnung sieht nicht schlimmer aus als vorher und die Kinder wurden auch nicht von irgendwem aus Mitleid abgeholt.

Aber ich habe nochmal die Personalmanagement-Klausur verschoben, heute nach inzwischen 7 Wochen endlich die Fallaufgabe Personalmanagement beendet und abgeschickt, die eigentlich noch geplante Fallaufgabe Consulting liegt immer noch gänzlich unangetastet auf meinem Schreibtisch. Also eine positive Bilanz sieht irgendwie echt anders aus.... oder?

 

Nein, so hart sollte ich dann wohl doch nicht sein. Es gibt schon auch positive Erkenntnisse aus den letzten 3,5 Wochen... und wenn es nur die ist: Ich bin immer noch froh, dass ich so einen tollen Mann habe und weiß jetzt mal wieder so richtig, wie viel er wirklich wert ist für mich, mein Leben, unsere Kinder usw. Und dass ich vielleicht manchmal auch wieder mehr an ihn denken sollte, und nicht immer nur ans Studium und die Arbeit. Denn ohne ihn könnte ich das alles nicht.

Und so wird er mich auch am 11. Februar wieder begleiten, wenn ich den 3. Anlauf für die Perso-Klausur nehme. 

 

Aber auch sonst tut sich was in meinem Leben... ich werde ohnehin einiges nochmal umplanen müssen, auch was den weiteren Verlauf des Studiums betrifft. Das Seminar Palliativ-Care in Bremen habe ich bereits umgebucht. Mir wurde unerwartet eine neue Stelle innerhalb des Trägers in Aussicht gestellt, und das eventuell schon zum Sommer, falls meine derzeitige Stelle zeitnah besetzt werden kann. Ich habe also meine Strategie überdenken müssen.

Der neue Plan:

- Personalmanagement fertig bekommen

- Marketing fertig bekommen... dann wären alle Klausuren weg

- Hausarbeit in Angriff nehmen, damit ich hoffentlich während meines geplanten Urlaubs im Mai/Juni da schon dran arbeiten kann.

- Parallel die Module bearbeiten, die "nur" Fallaufgaben beinhalten, ideal wäre, wenn ich damit bis September durch wäre, da ist dann das Palliativ-Seminar

- Zuletzt den Projektplan fürs zweite Wahlfach

- Und dann hoffentlich ab Mitte/Ende September an die Thesis... es könnte also gerade noch so reichen zur Absolventenfeier im November.... und wenn  nicht.... Naja, dann wird die Welt nicht untergehen hoffe ich.

Ich bin ehrlich: Klar hatte ich immer den Ehrgeiz dieses Jahr noch fertig zu werden, den habe ich auch immer noch. Aber die Aussicht auf einen Job ohne Nachtschicht ist mir mittlerweile eine Menge wert. Notfalls auch, dass ich eben erst kommendes Jahr offiziell den Hut werfen kann.

 

Hep2000

Eine Randnotiz....

In ihrem ersten Blogeintrag erwähnte @WibbSi meinen Blogeintrag "Das Grauen hat einen Namen.... Mathe". Daraufhin habe ich mal wieder zurückgeblättert in meinen Einträgen und auch eben jenen Eintrag nochmal gelesen.... und musste herzlich lachen, denn ich kam gerade von einer Studienkollegin, der ich quasi Mathe-Nachhilfe gegeben habe. Ich! Mathe-Nachhilfe! Ich! :8_laughing:

Mal ehrlich, wer von Euch, die meinen Blog einigermaßen regelmässig verfolgt haben, hätte DAS denn bitte jemals für möglich gehalten? Ich selber jedenfalls ganz sicher nicht. Als ich den oben genannten Beitrag verfasst habe, da war Mathe ein riesengroßer Berg, quasi ein Gletscher, der mir Angst und Gänsehaut machte. Dass ich den überhaupt jemals bewältigen konnte und dann auch noch mit einem sehr guten Endergebnis, das hatte ich damals nicht für möglich gehalten. Und noch viel weniger, dass ich jetzt locker flockig Gleichungssysteme erkläre und Kurvendiskussionen vorrechne.

 

Was mich zu der Erkenntnis bringt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man muss sich trauen und bereit sein auch unbequeme Wege zu gehen. Und dann hat man auch Erfolg, den man vielleicht nie für möglich gehalten hatte. 

 

Apropros unbequem *seufz*. Im Moment arbeite ich mich noch durch Personalmanagement, und parallel ist die Hausarbeit auch schon ein bisschen Thema. Aus den Erfahrungen anderer Pflegemanagement-Studenten weiß ich, dass die Exposephase da durchaus ein bisschen länger dauern kann, und ich würde gern im Mai/Juni anfangen zu schreiben, da habe ich Urlaub. Ich habe mich endlich für ein Thema entscheiden können und auch schon erste Kontakte dahingehend hergestellt. Daher denke ich, ich fange mit dem Expose langsam mal an und arbeite mich vorwärts.

Außerdem fehlen noch die letzten Fallaufgaben für das Palliativ-Seminar, das wird zeitlich schon reichlich eng. Eventuell muss ich da doch noch umdisponieren und das Seminar im September nehmen. Terminlich würde das gehen und es würde in bisschen Anspannung raus nehmen.

 

 

Hep2000

Abgemeldet....

... von der Klausur am Samstag.

Jetzt also diesmal doch. Ich musste feststellen, dass es wohl doch ein zu ehrgeiziges Ziel war, innerhalb von 4 Wochen nach der Kostenrechnungsklausur "mal eben" Personalmanagement zu machen. Hefte lesen ging ja noch, aber ich habe alleine für die Stoffzusammenfassung jetzt 10 Tage gebraucht. Mein reales Leben hat mir einfach auch wenig Spielraum gelassen, und bei der Arbeit sah es nicht viel besser aus. Ich bin quasi erst gestern mit den Lernkarten fertig geworden, es wären also noch 4 Tage zum Lernen. Kostenrechnung hab ich zwar in 8 Tagen einigermaßen hinbekommen, aber eben auch nur einigermaßen und das war viiiieeel weniger Stoff zum Lernen als jetzt Perso.

Also Klausuranmeldung storniert und auf Januar verschoben, jetzt kann ich in Ruhe die Fallaufgabe machen und ich habe heute Nacht - als ich mal wieder wechselbedingt pünktlich zur Rundgangszeit hellwach war - angefangen OrganisatIon zu lesen. 

Der Plan lautet nun: Diese Woche Fallaufgabe schreiben, jeden Tag 2x die Lernkarten durchgehen und nachts bei akuter Schlaflosigkeit weiter Orga lesen. Fallaufgabe Orga möglichst auch dieses Jahr noch schreiben und im Januar dann mit IT weitermachen. Dann habe ich noch ein bisschen Luft für QM und Consulting bis Ende Februar.

 

Ansonsten warte ich gespannt auf offizielle Infos zum neuen Master an der Apollon, weil ich ja immer noch schwanke zwischen Master machen und ev doch lieber was in Richtung Sozialmanagement/Soziale Arbeit, was bedeuten würde einen zweiten Bachelor. Letztlich läuft es wieder auf die Frage raus: was ist drin im neuen Master und was könnte ich hinterher damit machen.

Ich hatte diesbezüglich dieser Tage eine interessante Diskussion mit einer Kollegin, die ist jetzt quasi in der gleichen Situation wie ich vor inzwischen 3 Jahren: Weiterbildung beendet, Blut geleckt, und jetzt steht sie auch vor der Frage, welchen der vielen Studiengänge sie wählen soll, ob Fern- oder Präsenzstudium usw. Und auch wenn ich manches Mal vor mich hingeflucht habe, wenn wieder irgendwo ein neuer, spannender Studiengang auftauchte, habe ich ihr trotzdem dazu geraten mehr auf die Frage "Was will ich hinterher damit anfangen" zu gucken, denn sie ist Anfang 30 und hat noch ein paar Jahre mehr vor sich als ich.

Natürlich kam in dem Gespräch dann auch die Frage: Würdest Du es nochmal so machen? Fernstudium, Apollon, Pflegemanagement, Stipendium bei der SBB...

Ich hab da inzwischen noch ein bisschen drüber nachgedacht.... Ja, ich würde es nochmal machen trifft auf fast alle Punkte zu. Lediglich eins würde ich anders machen: ich würde die Regelstudienzeit von 4 Jahren wählen. Lieber dann eher fertig als der Zeitdruck den ich jetzt doch deutlich spüre, auch wegen der SBB. War aber zu 100% mein Fehler, da kann die SBB gar nichts dafür. Die haben ihre Rahmenbedingungen und die waren mir bewusst, also kann ich mir das nur selber vorwerfen. Im Gegenteil, ich muss der SBB bescheinigen, dass sie unglaublich kulant und verständnisvoll waren, sowohl als es um die Unterbrechung ging, als auch jetzt bei den fehlenden Leistungen. Ich habe nie ein Wort der Kritik gehört, sondern immer nur Motivation und Verständnis. Was bei mir dann fast noch mehr zu schlechtem Gewissen führt *seufz*.

 

Naja... nu isses wie es is, ich werde mich da schon noch voll durchbeissen, und alles weitere... na das hat echt noch ein bisschen Zeit.

Hep2000

Internes Rechnungswesen - Haken dran

Heute kamen die Noten von der Klausur "Kostenrechnung". Und der gewünschte grüne Haken ist dran.

Da war ein bisschen Luft nach oben, das war aber zu erwarten. Ich hatte die Fallaufgabe im Mai geschrieben, danach 3 weitere Module + das Gruppenprojekt gemacht. Angefangen zu lernen habe ich knapp 10 Tage vor der Klausur und musste alles nochmal von vorne aufrollen. Und dann war ich ja auch auch noch krank und hatte ernsthaft überlegt die Klausur gar nicht zu schreiben. Dafür ist die Note hervorragend geworden, und in Zusammenrechnung mit der Fallaufgabe steht sogar gerade noch eine 1 vor dem Komma.

 

Aktuell versuche ich mich auf die Klausur für Personalmanagement vorzubereiten, die will ich eigentlich am 10.12. schreiben. Das ist nun auch nicht mehr lange, aber leider komme ich auch da nicht richtig voran. Das sah irgendwie relativ harmlos aus (2 Studienhefte), aber es ist unglaublich viel an Definitionen, die leider teilweise auch noch recht ähnlich sind. Und ich gestehe, dass ich dieses klassische Bulimie-Lernen einfach nicht leiden kann. Deswegen mag ich ja diese Fallaufgaben bei den Fernstudiengängen so, weil man da das Gelernte wenigstens an praktischen Beispielen anwenden kann.

Aber auch da stehe ich gerade auf dem Standpunkt: Mehr als schief gehen kanns ja nicht. Ich bin bisher noch nie irgendwo durchgefallen, also einmal hab ich doch wohl frei *g*

 

Die Fallaufgabe mache ich diesmal danach, auch zum ersten Mal, weil ich einfach zu wenig Zeit hatte. Ich hatte viel privat zu tun und um diese Jahreszeit kommen ja auch immer so einige Termine auf einen zu.

Danach solls dann mit Organisation und IT weitergehen und dann muss ich mich wohl oder übel wieder an die Consulting-Fallaufgabe machen. Die macht mir wirklich Kopfzerbrechen. Wenn irgendwer hier einen Tipp hat, wo ich die rechtlichen Rahmenbedingungen von Notlagentarifverträgen im Sozialwesen finden kann, dann möge er sich bitte melden. Ich hab mir nen Wolf gegooglet und einfach nichts gefunden.

Hep2000

Panik

Morgen ist Klausur.... und ich fühle mich so schlecht vorbereitet wie noch nie im Verlauf des bisherigen Studiums :ohmy:

Ich bekomme einige Sachen einfach nicht in die Birne, egal wie oft ich sie auch lese und schreibe. Ich habe "echte" Karteikarten geschrieben, ich habe mir extra eine App für Lernkarten besorgt, ich habe Zusammenfassungen geschrieben. Aber trotzdem will die Prozesskostenrechnung sich in meinem Kopf nicht sortieren, und bei den Zielkosten schmeiße ich im Vorgehen alles durcheinander.

Eigentlich fühle ich mich auch krank, ich habe Husten und die Nase ist zu. Aber die Abmeldefrist ist rum, mein Hausarzt nicht da. Um also an ein Attest zu kommen müsste ich zum ärztlichen Notdienst im KH. Und ich selber hasse es ja, wenn da Leute mit Schnupfen rum sitzen. 

Nix... diese verdammte Klausur wird morgen geschrieben... Himmel, mehr als Durchfallen kann ja nicht passieren und dann bin ich genauso weit, als wenn ich jetzt den Schwanz einziehe und mich per Attest noch abmelde. 

Und danach fahre ich mit Herrn Hep Shoppen, so zur Ablenkung. Der Gute geht jetzt im Januar auch in Reha und braucht da noch das eine oder andere Teilchen. Und da ich inzwischen ein paar Kilo leichter bin, könnte ich ne neue Jeans brauchen.

 

 

Hep2000

So, nachdem das Thema Gruppenprojekt ein bisschen gesackt ist (aber leider immer noch ohne Note), habe ich mir jetzt einen Plan zurecht gelegt:

 

1. Ich versuche doch am 12.11. Kostenrechnung zu schreiben. Die FA hatte ich ja schon lange fertig und KoRe ist nicht so viel Stoff, das könnte ich gerade noch schaffen. Ich melde mich also mal an, ich kann ja immer noch stornieren bis 3 Tage vorher.

2. Dann "schnell" an Personalmanagement, und wenn möglich die Klausur im Dezember schreiben. Dann hätte ich 5 von 6 Klausuren nämlich vom Tisch.

3. Danach sind die Fallaufgaben dran, die ich für das Palliativ-Seminar im März brauche: Organisation, QM, IT und Consulting. Das wird ganz schön knackig, 4 Fallaufgaben in 2,5 Monaten, sollte aber machbar sein. 

4. So langsam mal ein Thema für die Hausarbeit festlegen. Ideen habe ich und ich würde gern das Expose frühzeitig schreiben, da ich jetzt mehrfach gehört habe, dass der zuständige Tutor gern mal alles umgebaut haben möchte.

 

Naja, und dann gibts da noch meine beiden "Mach ich später irgendwann"-Module Marketing und Public Health. Ich denke spätestens nach dem Seminar ist dann "später".... 

 

Leider sind auch immer noch nicht die Studienhefte für mein zweites Wahlpflichtfach verfügbar, das wird langsam dann doch ärgerlich. Nicht, weil ich nicht noch genug zu tun hätte, sondern weil ich es seltsam finde. Es sind wohl 2 Wahl-Module, für die es noch keine Hefte gibt. Wo ist denn dann die "freie Wahl", wenn man sich eventuell umentscheiden muss, um nicht wegen dem Wahlmodul ewig warten zu müssen?

So zufrieden ich sonst bin, aber DAS finde ich echt blöd.

Hep2000

Verzettelt....

... ich glaube treffender kann man das Fazit zum Gruppenprojekt echt nicht beschreiben!

 

Wir wollten zuviel, haben die Kernfrage ein bisschen aus den Augen verloren und zu weit ausgeholt. 

Aber: Die Betreuer sahen in unserer Arbeit dennoch viel Potenzial, haben unsere Bemühungen erkannt und wir haben wohl bestanden. 

 

Insgesamt war es rückblickend einfach eine schwierige Kiste... 4 Teilnehmer über Deutschland verteilt, aus unterschiedlichen Fachrichtungen, die versuchten am Überschneidungspunkt anzusetzen.

Die Idee war auch nicht schlecht, wir haben es nur einfach nicht geschafft uns auf die wirkliche relevanten Dinge zu beschränken. Statt dessen hatte jeder ein bisschen andere Prioritäten und hat so ein bisschen "sein Ding" nebenher gemacht. Und als wir am Donnerstag zur Generalprobe das erste Mal aufeinander trafen, da wurde mir zwar relativ schnell klar, dass es eigentlich nicht passt, aber - und diese "Schuld" trifft am ehesten mich selber - ich hatte nicht den Arsch in der Hose mich als offizielle Gruppenleitung hinzustellen und zu sagen "Leute, ich fürchte wir sind da auf dem Holzweg".

Am Ende waren wir - das ist jetzt aber mein Resümee, nicht das der Betreuer - eher 2 Gruppen in einer. Und diese 2 Gruppen, jeweils bestehend aus 2 Personen, hatten unterschiedliche Vorstellungen, Ziele und Herangehensweisen.

Das Ergebnis hat dies wohl auch wieder gespiegelt, denn sowohl andere Studierende, die uns zugehört haben, als auch die Betreuer, haben das ganz klar auch so geäußert.

 

Mir persönlich hat es dennoch eine Menge gebracht... nicht nur, weil ich nochmal vertiefter wissenschaftliche gearbeitet habe, und mich auch mal an empirische Sachen wie Interviews und Umfragen getraut habe. Sondern vor allem, weil ich heute ganz anders rangehen würde. Und weil ich erkannt habe, dass man manchmal anderen auf den Schlips treten muss, um sie auf die richtige Spur zu bringen, oder man muss die Konsequenzen dann eben mit tragen.

Außerdem habe ich mindestens einen wirklich guten Freund gewonnen.... :001_wub:

 

Trotzdem muss ich sagen: Es ist schon auch eine hohe Anforderung, an Studierende eines Fernstudiengangs, die eben nicht zwingend ausreichend andere Studierende in der Nähe haben, innerhalb von so kurzer Zeit so ein Gruppenprojekt zu bewältigen.

 

Jetzt warten wir auf die Note, die sich wohl eher im Bereich "Mittelmaß" wiederfinden wird, und dann heißt es "Aufstehen, Krönchen richten, weiter machen!"

Im März ist Palliativ-Seminar, vorher sind noch 4 Fallaufgaben zu erledigen, die ich als Voraussetzung brauche.... 

Hep2000

Ja, sie sind schon wieder vorbei, meine 3 Wochen Reha! Kaum zu glauben, da wartet man so lange, und es kommt einem vor, als wären 3 Wochen eine ewige Zeit. Und dann, so von jetzt auf gleich, heißt es auch schon wieder "Auf Wiedersehen!"

Trotzdem... es war den langen Kampf wert! Ich habe jede einzelne Minute genossen... naja, vielleicht nicht jede, denn wenn die Physio meine Schulter in der Mangel hatte, dann war das manchmal auch ganz schön schmerzhaft. Aber am Ende konnte ich tatsächlich den Arm wieder heben, so richtig bis ganz nach oben, ohne gravierende Schmerzen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das das letzte Mal vorher gemacht habe.

 

Die Bahn und ich werden sicher auch keine Freunde mehr in diesem Leben... die Heimfahrt war mal wieder gekrönt von der ganzen Palette an Pannen, die man bei der DB so im Angebot hat. Ich bin wirklich gespannt, ob ich irgendwann nochmal eine wirklich pannenfreie Hin- und Rückreise erleben darf.

 

Naja... und jetzt... jetzt sind wir im Endspurt zum Gruppenprojekt. Oder besser im Endsprint, denn heute soll eigentlich noch das Handout verschickt werden... aber fertig ist das irgendwie noch nicht *seufz*.

Es war blöd, logischerweise, dass ich die 3 Wochen weg war und von dort auch deutlich weniger machen konnte, als ich eigentlich mal gehofft hatte. Aber was hilfts, nu müssen wir da eben durch.

Die PowerPoint ist jedenfalls so gut wie fertig, und wenn ich ehrlich bin.... im Moment würde mir ein simples "bestanden" auch absolut reichen, vollkommen wurscht mit welcher Note. Ich denke die Latte liegt hoch, und meine Ansprüche sind derzeit weit darunter. Einfach weiter kommen ist die Devise.

Am Mittwoch geht es dann ab nach Bremen, diesmal darf der Gatte mit. Den brauchen wir als Testperson für die Proben.

 

Nach dem Gruppenprojekt heißt es dann mal wieder Gas geben. Ich sollte schleunigst anfangen Kostenrechnung zu lernen, denn eigentlich wollte ich im November die Klausur schreiben. Und dann gehts an Personalmanagement.

Hep2000

Es wird ernst

Und das gleich im doppelten Sinn. Heute sind es noch 8 Tage, bis ich im Zug Richtung Norden sitzen werde. So lange habe ich drauf gewartet, und jetzt ist es völlig unwirklich, ich habs wohl immer noch nicht richtig begriffen. Vielleicht liegt es daran, dass ich bislang weder angefangen habe meine Koffer zu packen, geschweige denn wenigstens mal die Abholung selbiger in Auftrag gegeben 🙄 Ich sollte das dringend gleich nach diesem Beitrag hier machen.

Die diversen letzten Termine sind geplant, ich muss vorher nochmal zum Blut abnehmen und eine Unterschrift auf der Bescheinigung über Rehafähigkeit brauche ich ja auch noch.

Ansonsten stehen noch einige schulische Termine bei den Kindern an, Frau Hep ist ja auch noch Elternbeiratsvorsitzende und darf deswegen auch in der Schulkonferenz darüber abstimmen, ob zukünftig Fehltage auf dem Zeugnis stehen sollen oder nicht. Lustigerweise war mir bisher nicht mal aufgefallen, dass sie da NICHT drauf stehen, aus meiner Schulzeit in NRW kannte ich es nur, dass sie vermerkt sind. Einen Elternabend nehme ich am Dienstag nächste Woche auch noch mit, und hoffe, dass der nicht so lange geht, denn am Mittwoch heißt es früh aufstehen, mein Zug gen Hamburg geht um 6.51 Uhr.

 

Und daneben bastel ich gerade an der Präsentation fürs Gruppenprojekt, die doch langsam aber sicher Gestalt annimmt. Mit dem theoretischen Teil, Grundlagen etc., sind wir relativ durch, das fasse ich jetzt gerade alles hübsch zusammen. PowerPoint und ich stehen zwar immer noch manchmal auf dem Kriegsfuß, aber immerhin habe ich die letzten 5 Folien geschafft, ohne dass der frischgebackene Teenager-Sohn zur Hilfe eilen musste. Auf Spielereien wie einfliegende Elemente werden wir wohl verzichten, die nerven mich nämlich immer, wenn ich selber irgendwo in den Genuss einer solchen Präsentation komme. Ich bin da wohl eher der Vertreter der nüchternen Informationsweitergabe.

Die Kollegen sind auch fleissig, und nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich nun auch jeder einsortiert und weiß was er zu tun hat. Das lässt mich hoffen, dass wir am Ende zu einem verwertbaren Ergebnis kommen und es für den grünen Haken reichen wird.

 

Nebenher noch was anderes machen hat sich leider als unmöglich erwiesen. Consulting habe ich zwar gelesen, fürchte aber, dass ich für die Fallaufgabe doch erst mal Personalmanagement und Organisation gemacht haben sollte. Public Health ist unglaublich viel zu lesen, dafür fehlt mir aktuell einfach ein bisschen die Ruhe. Und wenn, dann sollte ich vielleicht auch erst mal anfangen Kostenrechnung zu lernen, denn da will ich ja im November die Klausur schreiben. Die Fallaufgabe ist jetzt schon wieder so lange her, dass ich vermutlich quasi von vorne anfangen muss. Ich werde mir jetzt nochmal alle Hefte aufs Tablet laden, den Laptop nehme ich ohnehin mit in die Reha.

 

So, nu aber schnell Kofferabholung organisieren... und vielleicht fange ich dann heute auch endlich mal an mit Packen.... wer weiß....

Hep2000

Ausmisten....

Kennt Ihr das? Auf einmal hat man das Gefühl, man müsse mal wieder ausmisten. Also fängt man an, und es kommen Dinge zum Vorschein, die man schon längst vergessen hatte. Von denen man irgendwann mal überzeugt war, dass man sie dringend brauchen würde, und dann stehen/liegen sie unbenutzt irgendwo herum.

Was macht man denn nun mit solchen Sachen? Verkaufen? Verschenken? Wieder wegräumen und drauf warten, dass man sie doch nochmal braucht?

 

Immer wenn ich diesen Rappel bekomme, dann wird mir auch gleichzeitig bewusst, wie sehr sich mein Leben in den letzten Jahren verändert hat. Ich habe zum Beispiel Unmengen von Wolle und Handarbeitszubehör hier stehen.... früher habe ich  Babykleidung, Topflappen und Mützen gehäkelt. Das ließ schon deutlich nach, als ich mit den Fachweiterbildungen anfing, seit ich studiere hatte ich keine Häkelnadel mehr in der Hand. Früher war das meine Auslastung, mein Mittel gegen gähnende Langeweile bei der Arbeit. Da mussten es dann eben ausgefallene Häkelmuster sein, komplizierte Teile. Werde ich irgendwann nochmal auf diese Art für Auslastung sorgen müssen? Oder will ich vielleicht irgendwann auch einfach mal wieder eine Mütze häkeln... vielleicht dann eher zur Entspannung?

 

Dann habe ich Tortenbehälter gefunden... nagelneu, originalverpackt... natürlich die "guten", von der bekannten deutschen Hausfrauen-Party-Firma. Wie lange habe ich eigentlich schon keine Torte mehr gebacken.... ich glaube die letzte war zum 4. Geburtstag vom Sohn, danach fing ich wieder an zu arbeiten. Früher habe ich manchmal am Wochenende einfach so einen Kuchen gebacken. Weil ich gerade nichts Besseres zu tun hatte, weil ich es entsetzlich langweilig fand. Jetzt bäckt mein Mann Kuchen.... ihm macht das Spaß, er hat sich sogar eine Küchenmaschine dafür gekauft. Die Tortenbehälter braucht er aber auch nicht.... weil der Kuchen eh nirgendwohin getragen wird, den essen wir dann selber 😇 

 

Und es gibt noch viel mehr... Bücher, Spielzeug das die Kinder nicht mehr brauchen, Klamotten die seit Jahren im Schrank hängen und nie das Tageslicht erblicken. Und ich bin gerade in der Stimmung, dass ich bereit bin mich von einigem Ballast in meinem Leben zu trennen. Das schafft Platz... Platz für neue Dinge, denn irgendwas wird es immer geben, was man sieht und denkt "Das brauche ich jetzt aber wirklich"......

 

P.S.: Ja, man kann jetzt zu Recht fragen, ob ich die Zeit nicht sinnvoller nutzen könnte.... aber es gibt eben auch diese Tage, da kann man nicht hinsitzen und lesen, weil man einfach das Gefühl hat "Ich muss jetzt ausmisten". 

Die Wolle und die Häkelnadeln werde ich übrigens behalten.... 🙃

Hep2000

Es tut immer wieder gut....

.... wenn man sich mit anderen Fernstudenten trifft, und hört, dass sie alle original die gleichen Probleme haben.

Gestern war wieder Apollon-Regionalstammtisch und wir haben in einem Flammkuchen-Restaurant das All-you-can-eat-Angebot für Studenten getestet. Das war ne feine Sache, dafür lohnt sich ein Studentenausweis dann schon mal 🙃

 

Aber viel wichtiger als das Essen ist wirklich, dass man sich mit den anderen Studenten austauschen kann. Denn manchmal bin ich schon gefrustet. Bei einem Präsenzstudium steht vorn einer und erklärt. Wenn man was nicht versteht, kann man ihn fragen. Oder man fragt einen der in der Regel zahlreich vorhandenen anderen Studenten im Raum, kann in der Mensa die Themen direkt nochmal besprechen usw.

Wir aber sitzen allein vor unseren Heften, was wir nicht verstehen müssen wir uns selber zusammen suchen. Fragen an die Tutoren dauern manchmal lange, bis eine Antwort kommt, so lange hängt man dann in der Luft. Je nachdem wo man wohnt und welchen Studiengang man belegt, grenzt es an ein kleines Wunder, wenn man irgendwo in der Nähe jemanden findet, der zufällig an der gleichen Fernhochschule den gleichen Studiengang belegt und auch noch etwa gleich weit ist wie man selber. Besonders merkt man das bei so Sachen wie aktuell dem Gruppenprojekt. Zwar haben wir beim hiesigen Stammtisch einen relativ festen Stamm von Apollonianern, die auch regelmäßig da sind, aber wir sind bunt gemischt durch alle Studiengänge und Semester, so dass ich niemanden vor Ort habe für das GP. Etwas leichter haben es wohl die aus dem Gesundheitsökonomie-Studiengang, weil der einfach am stärksten belegt wird. Wahre Exoten sind die Gesundheitstechnologen, davon haben wir gestern eine Studentin kennen gelernt, und die hat jetzt schon Angst vor der Suche nach Mitstreitern, da aktuell wohl nur ganz wenige diesen Studiengang belegt haben und man ja dann auch noch jemanden finden muss, der die gleiche Idee fürs Projekt verfolgen möchte.

Ja, ich gestehe: So sehr ich die Flexibilität des Fernstudiums schätze, manchmal beneide ich eben die "normalen" Studenten dann schon. Aber es hilft ja nichts, ich hab genau gewusst, dass ich an ein Studium mit viel Präsenz mit Familie und Job gar nicht erst denken brauche. Und deswegen versuchen wir eben, durch den Stammtisch und die dazu gehörende WhatsApp-Gruppe ein kleines bisschen mehr Kontakt zu haben und uns ein bisschen vom normalen Studentenleben eben zu organisieren.... und wenn wir dabei auch noch studentisch gut essen können... umso besser 😇

 

Ansonsten stagniert hier leider die Arbeit tatsächlich ein bisschen. Ich hatte Probleme mit dem Rücken und konnte schwer sitzen, so dass ich nur ein wenig Public Health gelesen habe, neben den Sachen fürs Gruppenprojekt. Ich hatte das erste Interview und bin echt überrascht, wie nett der Herr Chefarzt sich da bemüht hat. Es war aufschlussreich und hat uns noch eine neue Sichtweise auf unsere Problemfragestellung gegeben. 

Daneben bereiten sich die Kinder wieder auf die Schule vor, und ich mich so langsam auf die Reise gen Norden... ich wasche schon mal Wäsche im Akkord, der Koffer soll per Hermes schon am 23.09. auf die Reise gehen. So langsam wird es real, ich habe die Fahrkarte hier liegen, die Termine für Labor und ärztlichem Check vor der Abreise sind ausgemacht, meine Vertretung bei der Arbeit geplant. 

 

Und heute kommt mein Vater uns besuchen, der extra 700km weit fährt, um einen Tag mit uns zu verbringen. Und auch das ist wichtig....

Hep2000

Ich hänge gerade in einem absoluten Motivations-Loch herum. Eigentlich wollte ich die FA in Consulting machen, aber so richtig komme ich da nicht voran. Das liegt mehr daran, dass ich Angst vor dem Tutor habe, das ist nämlich der, der mich in Ethik so auseinander genommen hatte.

Und auch sonst habe ich das Gefühl, dass ich nicht voran komme. Ich hab 4 Module quasi "offen", Internes Rechnungswesen fehlt die Klausur (schreibe ich hoffentlich im November), Versorgungsmanagement ist das Gruppenprojekt (Präsentation Ende Oktober), Consulting siehe oben und Palliativ Care fehlt das Seminar (leider erst Anfang 2017 wieder möglich).

Damit ich mal sehe, dass ich eigentlich aber doch schon eine Menge erreicht habe, mal ein Zwischenfazit:

 

Fallaufgabe: 30 inklusive Wahlfach Palliativ, davon sind 22 geschrieben und bestanden

Klausuren: 6, davon habe ich 3 geschrieben und bestanden

Projektarbeit: 1 für das Wahlfach Altenpflegeeinrichtungen

Seminare: 6 inklusive Gruppenprojekt und Palliativ, davon habe ich 4 gemacht und das GP für Oktober ist in Arbeit

Schriftliche Arbeiten: 3 (Praxisbericht, Hausarbeit, Thesis), davon 1 (Praxisbericht) fertig und bestanden

 

Derzeitiger Bearbeitungsstand laut Online Campus sind damit 69%, durch 3 Monate Pause endet das 4. Semester offiziell Ende August. 

Eigentlich passt das ja somit einigermaßen, auch wenn die CP nicht ganz passen, weil die "offenen" Module noch nicht gewertet werden. Klausuren sind dieses Jahr eigentlich noch 2 geplant (Kostenrechnung im November, Personalmanagement im Dezember), Gruppenprojekt hoffentlich im Oktober dann erledigt. Das Seminar für Palliativ ist ja eher eine Formsache. Das Wahlfach Altenpflegeeinrichtungen gibt es leider noch gar nicht, also die Hefte dafür sind noch nicht verfügbar, ich hoffe, dass sie damit bald fertig sind.

Richtig Respekt habe ich aber noch vor der Hausarbeit, und natürlich vor der Thesis.

 

Heute habe ich erst mal meinen ersten Interview-Termin für das Gruppenprojekt, ich bin sehr gespannt, ob die Fragen passen die wir gesammelt haben. Und muss mich dann mit Transkription nochmal ein bisschen auseinander setzen. 

Hep2000

Heute mal wieder ein bisschen was aus dem Alltag der Familie Hep2000.

Es sind Sommerferien... endlich... weite Teile Deutschlands sind schon wieder fast fertig damit, wir fangen gerade erst an.

Nun habe ich bekanntlich 2 Kinder, die sich in mehr oder weniger weit fortgeschrittenen Stadien der langwierigen Einschränkung namens "Pubertät" befinden. Und musste jetzt feststellen, dass sich die Vorstellungen, wie 6 Wochen schulfrei am optimalsten zu gestalten sind, doch extrem unterscheiden aktuell.

 

Kind2, zarte 11 Jahre alt und nun mehr im Wechsel von Klasse 5 in Klasse 6 begriffen, hat sich das komplette Ferienprogramm rauf und runter eingekauft. Nun muss man dazu sagen, unsere Gemeinde ist da wirklich unglaublich engagiert und bietet sehr abwechslungsreiche Aktionen für Kinder ab 5 bis ca. 15 Jahren an. Da wir eine sehr kinderreiche Gemeinde sind, ist die Teilnahme eigentlich pro Kind auf maximal 10 Aktionen beschränkt. Jedes Kind bekommt im Juni persönlich einen Brief von der Gemeinde, mit dem Programmheft und einem Anmeldezettel, auf dem es 12 Wunschveranstaltungen eintragen kann. Dann wird von der Gemeinde ausgelost, wer wo teilnimmt, aber an sich eben maximal 10 Unternehmungen pro Kind. 

Schon letztes Jahr hat Kind 2 gleich beim Abholen der sogenannten "Tickets" mal nachgefragt, ob es nicht irgendwo noch freie Plätze gibt, und sich so nachträglich noch 4 weitere Aktionen gesichert, außerdem hat er dann noch 2 Termine von seinem großen Bruder übernommen, der dann doch oft nicht mehr so richtig motiviert war. Dieses Jahr hat ers dann gleich ganz schlau gemacht... er hat - nachdem der große Bruder überhaupt nur 2 Aktionen wollte, dazu nachher mehr - nämlich einfach auf dem Anmeldezettel vom Bruder noch seine Wünsche eingetragen. Somit hatte er schon bei der Ticketübergabe 15 Termine sicher, und inzwischen sind wir bei 18... wegen der wieder gestellten "Sind denn noch irgendwo Plätze frei"-Frage. Und wenn es nach ihm ginge, dann könnten es ruhig noch mehr sein. Abgesehen davon, dass ich ihn ab und zu irgendwohin fahren muss, bin ich also bei diesem Kind weitgehend raus aus der Feriengestaltung.... allerdings... für die von mir angedachten Aufträge wie Schreibtisch aufräumen, Schulranzen entrümpeln, Legosteine sortieren... nein, also dafür hat er ja nun wirklich keine Zeit!

 

Kind1, demnächst 13 und ab September Schüler der 9. Klasse, hat sich mit viel gutem Zureden 2 Aktionen aus dem Ferienprogramm ausgesucht... ob er da dann wirklich hingeht, das wage ich derzeit allerdings noch zu bezweifeln. Im Moment besteht seine Tagesaktivität nämlich darin, dass er irgendwann am späten Vormittag verstrubbelt und schweigend die Küche betritt, sich einen Kaffee macht, mit der Tasse an seinen Schreibtisch verschwindet und den PC anschaltet. Ab und zu hören wir ihn dann reden, nämlich immer wenn einer seiner Kumpels auf Skype erscheint. Dann beschränkt sich die Kommunikation in "Ey Alda, ey krass ey". Irgendwann taucht er dann mal wieder auf, holt sich 2 Scheiben trockenen Toast und einen Apfel, und verschwindet wieder. Wenn wir Glück haben, dann lässt er sich dazu herab am gemeinsamen Abendessen teilzunehmen. Und wenn er dann auch noch in ganzen Sätzen mit uns spricht, dann glauben wir schon fast an ein Weltwunder. Die Frage, ob wir nicht mit der ganzen Familie was unternehmen wollen, löste entsetztes Hyperventilieren aus.... alleine die Vorstellung länger als 10min vom WLAN getrennt zu sein ist Auslöser einer Panik. Abends liegt das Kind übrigens mit seinem besten Freund, dem iPod, im Bett und inhaliert YouTube-Videos, in denen irgendjemand filmt wie er durch die verpixelte Minecraft-Welt rennt. Ach, und mein Ansinnen siehe oben, also Aktivitäten die mit Aufräumen zu tun haben, lösten lediglich eine langatmige Information über das Verbot von Kinderarbeit aus.

 

Und ich? Tja... ich frage mich gerade, ob ich mich nicht einfach darüber freuen soll, dass meine Kinder keine Dauerbespaßung mehr brauchen. Immerhin hatte ich vor einigen Jahren mal sehnsüchtig diesen Tag herbei gewünscht, und könnte es als positiv für all meine studienbedingten Notwendigkeiten sehen. Aber so toll ist die Vorstellung, bei aktuell um die 30°, den ganzen Tag im Arbeitszimmer zu sitzen ja nun auch nicht, trotz des vom Gatten letztlich erworbenen Ventilators. Aber ich hab ja quasi keine Ausrede mehr, wenn ich nicht mehr mit den Kindern ins Freibad muss. Hatte ich mir das jetzt SO wirklich gewünscht?

Zum Glück hat ja mein Mann demnächst Urlaub... dann bespaße ich eben den 🙃

 

 

 

 

 

P.S. Bevor jetzt ein vollkommen falscher Eindruck entsteht: Natürlich übertreibe ich völlig 😊 Kind1 hat tatsächlich heute schon mit mir gesprochen und nach 2 Tagen nachdenken auch einem gemeinsamen Kinobesuch zugestimmt, und Kind2 ist immer noch oft genug hier, um mich mit Sprachnachrichten via WhatsApp zu nerven, da er seit 2 Tagen ein eigenes Handy besitzt. Also alles im grünen Bereich!