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tricolore

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chillie

40 Aufrufe

Nein, es geht nicht um Frankreich. Es geht darum, dass ich 3 Dinge zu bloggen habe, aber keine Lust das ganze auf 3 Beiträge aufzublähen. Darum die etwas pragmatische Lösung.

Das ist schön für den Leser, er kann (noch leichter) nervige Teile überspringen. Also hier das Inhaltsverzeichnis:

1. Erholung - Urlaub - Sonnenschein

2. Meinungen... wer braucht sowas?

3. Aktueller Stand FIW/BUF 2011

Also... los gehts:

1. Erholung - Urlaub - Sonnenschein

Heute ist es also so weit. 2 wunderbare Wochen Urlaub :001_wub: gehen zu Ende. 1 Woche kaum Stress, keinen Druck, wenig Termine, soooo viel Zeit für meine Familie. Zudem hat meine allerbeste Ehefrau den allerbesten Geburtstag organisiert (wann kann man schon mal über 1 Kilometer am Stahlseil in bis zu 20 Meter Höhe von Baum zu Baum "ziplinen". Man... kann das Leben schön sein!

Darauf folgten 7 wunderbare Tage Familienhotel im Müritz-Nationalpark. Anscheinend waren wir nett, denn das Wetter war toll. Der erste Urlaub als Eltern war zudem Erholung pur... einfach hinsetzen, Essen und Trinken genießen, nicht aufräumen, nicht dauernd dem kurzen hinterher rennen müssen, da alles "sicher" war. Also auf dem ersten Traum erfolgte der zweite.

Man... kann das Leben schön sein!!

Nicht, dass ich total am Ende gewesen wäre. Aber die notwendige Erholung ist eingetreten und glücklicherweise sogar übertroffen. Zudem hat der Urlaub mal wieder Begehrlichkeiten geweckt BALD mit dem .... Studium fertig zu sein. Wenn es nach mir geht, wird der nächste "richtige" Urlaub 2012 die Belohnung für (dann) 4 Jahre Entbehrungen sein. Am liebsten ginge es dann ans Meer ... Nord- oder Ostsee ... ach ja, man braucht Ziele.

2. Meinungen... wer braucht sowas?

In einem Film über eine amerikanischen Herausgeber eines Magazins gibt es einen netten Satz, der leider grammatikalisch etwas unter der Übersetzung ins Deutsche leidet. Zudem ist er im Original nicht wirklich an dieser Stelle angebracht.

Im übertragenen Sinne geht es darum, dass das Problem an Meinungen ist, dass eine Meinung ähnlich einem konkreten anatomischen Merkmal des Menschens wäre. Sprich jeder hat eine.

Das ist natürlich schön... aber manchmal ganz schön anstrengend (im übrigen ist mir durchaus bewusst, dass Menschen das auch über mich denken ;) )

Konkret geht es um eine ziemlich paradoxe Situation. Während zu Beginn des Studiums viele Leute gefragt haben, wie ich denn das Studium schaffen könnte, wie schwierig es doch ist neben dem Job voranzukommen und wie viel "Mitleid" man doch als Fernstudent bekommt läuft es inzwischen ganz anders.

Immer mehr und mehr Leute sind der Meinung, dass 2 Klausuren und 2 wissenschaftliche Arbeiten doch gar kein Problem wären, wenn man schon so viel geschafft hat. Immer öfter höre ich Leute sagen, dass bisher ja auch alles geklappt hat und das absehbare Ende sicher alles leichter macht. Immer wieder vermittelt es den Schein, dass das Studium immer leichter wird und alles nur noch Formsache ist. Sogar im familiären Umfeld ist das Verständnis geringer.

Warum? Naja vielleicht liegt es daran, dass von außen der Anfang schwer aussieht weil niemand meine Motivation kannte und das Ende nur noch kurz aussieht. Aber egal - eigentlich möchte ich die Gründe anderer Menschen auch gar nicht erforschen... ich möchte nur hier (obwohl die "Betroffenen" natürlich zu 90% nicht mitlesen) ein Statement setzen.

Das verdammte Studium wird nicht einfacher, je länger es dauert!!!!!! ... Und wenn sich die Umstände ändern wird es manchmal sogar noch schwerer

So, das war jetzt befreiend! Mal sehen was es mir konkret bringt.

3. Aktueller Stand FIW/BUF 2011

An dieser Stelle könnte jetzt stehen, dass ich die Entspannung und die Zeit bestens genutzt habe um mit dem Studium wieder klar zu kommen. Steht es aber nicht. Der Fortschritt in FIW ist akzeptabel, sprich die (>100) Lernkarten habe ich mind. 3x durch und die ersten Fragen kann ich einordnen, ein paar sogar schon fehlerfrei beantworten.

Nun sind es also noch 2 Wochen, allerdings mit Arbeit und unklarer Terminlage. Toi toi toi, dass ich hier noch vorankomme. Die Vorbereitung ist ja bereits auf den Punkt heruntergeschrumpft ... bleibt zu hoffen, dass ich auf die richtigen Fragen und die richtigen Themen gesetzt habe.

Was zwischen Erholung und FIW-Mogelei keinen Platz gefunden hat war BUF-Vorbereitung. Möchte ich hier eigentlich etwas dazu schreiben? Naja ... ich könnte jetzt behaupten, dass ich mit viel Einsatz alles so hinbekommen werde wie immer. Ehrlich gesagt ist das aber in meiner Situation un-mög-lich. Ich kann nicht mehr alle SBs lesen, Exzerpte oder Zusammenfassungen erstellen, Lernkarten schreiben und alles üben. Und geschoben wird die Klausur nur in extremsten Ausnahmenotfällen.

Nach der FIW-Klausur steht also BUF-Notfallprogramm an... ich habe bereits angefangen aus den PDF-SBs die Kontrollfragen zusammenzukopieren. Diese werden weiter zusammengetragen, dann kontinuierlich gelesen. Gleichzeitig startet direkt danach die Lernkartenschreiberei einzig aus Altklausurfragen + nachlesen von Unklarheiten in den SBs (wobei ich bei einem Thema wie Unternehmensführung - nach Fachwirt, UNF und IUF also zum 3. mal - darauf hoffe, von solchen Überraschungen verschont zu bleiben).

Die Vorbereitung ist (wie bei FIW) nicht optimal, aber nach ca. 20 optimalen und 2-3 beinahe optimalen Vorbereitungsphasen wird es schon zum letzten mal gut gehen.

Ganz ehrlich, wie viele HFH-Studenten erlauben sich derartige Vorbereitungen und kommen durch, da werde ich es doch zum Schluß hoffentlich auch hinbekommen. Denn ... auch ganz ehrlich ... ich erwarte von der Klausur keinen Wissenszuwachs mehr, sondern nur noch Zuwachs an erledigten Leistungen.

So... nun aber genug gebloggt. Jetzt geht es daran, die viele Energie und Erholung positiv einzusetzen! Eine schöne neue Woche an alle Fernstudenten da draussen!


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20 Kommentare


Das verdammte Studium wird nicht einfacher, je länger es dauert!!!!!! ...

nee, aber der Berg vor dir wird kleiner:) (Gott sei dank!)

und ich glaube, die meisten Leute gehen davon aus, dass ein kleiner Berg einfacher zu bezwingen ist als ein großer - und vergessen, dass das Fernstudium aus einer Anhäufung kleiner Berge besteht (die größten, die SSP und die DA, kommen übrigens am Schluss). Und nur, weil du schon eine Menge kleiner Berge erklimmt hast werden die, die noch vor dir liegen nicht einfacher zu besteigen

bei dir kommt dazu, dass du fast durchgehend gute Leistungen gebracht hat - und das könnte zwei Gründe haben: du hast einfach sehr viel gelernt oder - das Studium ist ja doch gar nicht soooooo schwer.

übrigens: ich durfte folgende Meinung von einem Vorgesetzen hören: die DA machen Sie doch mit links....... :confused:

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"Das verdammte Studium wird nicht einfacher, je länger es dauert!!!!!! ... Und wenn sich die Umstände ändern wird es manchmal sogar noch schwerer" Tja das kann ich sofort unterschreiben , bei mir kamen auch Sätze du hast ja "nur" noch die Thesis. Aber solche aussagen sind auch normal niemand kann von aussen abschätzen was 3,5-4,5 Jahre mal so nebenbei Studieren bedeuten.

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Das verdammte Studium wird nicht einfacher, je länger es dauert!!!!!!

Unterschreibe ich auch direkt. "Ist ja nicht mehr viel" - "Ende des Jahres bist du ja fertig" ... usw.

Bei mir kommt dann noch dazu, dass außer der Thesis die Fächer übriggeblieben sind, auf die ich die letzten 3 Jahre schon keine Lust hatte ... machts nciht leichter.

Beim Radfahren ist es anders, da fallen mir die letzten 3KM immer leichter - im Studium sind die letzten Meter auf der Zielgeraden sichtlich die schlimmsten. Man ist in Gedanken schon bei den vielen Dingen, die man DANACH endlich tun möchte - und damit kommt irgendwie alles durcheinander (zumindest bei mir).

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Michael Knight

Geschrieben

Ach komm, die beiden letzten Prüfungen schaffst Du auch noch :lol:

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KanzlerCoaching

Geschrieben

"Sogar im familiären Umfeld ist das Verständnis geringer." schreiben Sie. Und wissen Sie, warum? Weil Sie so ein Streber sind und hier so unterhaltsame Blogs schreiben. Wer glaubt da schon das tiefe Leiden?

:001_tt2:

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HannoverKathrin

Geschrieben

Trotz deiner misslichen Lage muss ich gestehen, ich fühle mich durch deinen Blog beruhigt und bestätigt.

Beruhigt; weil mir genau diese "ach komm das schaffst du nun auch noch"-Kommentare ebenfalls auffallen und ich der Meinung bin "DU HAST KEINE AHNUNG". Ich dachte schon es liegt an mir, aber scheinbar herrscht hier im Blog ja allgemein gerade großes Motivationstief bei "den Alten". Beim Marathon ist es auch erst ab km 33 unerträglich und zieht sich bis zum Ende.

Bestätigt; weil es mir unvorstellbar vorkam, dass du es schaffst bei BUF wie gewohnt eine super Vorbereitung hinzulegen. Ich hätte es dir gegönnt, aber es hätte mich auch vor Neid platzen lassen :)

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im Studium sind die letzten Meter auf der Zielgeraden sichtlich die schlimmsten

Unterschreib ich so voll und ganz. Die letzten beiden Monate vor der Abgabe der Diplomarbeit waren die heftigsten.

Aber wie ich unseren Chillie kenne: Du wirst das wie immer mit Bravour meistern und die Kräfte auch gut einteilen :)

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LillyRocks

Geschrieben

Das ist mit den Noten genauso, wenn man ein paar Einser hatte, erwarten auch alle von einem, dass man das immer wieder schafft.

Die Erwartungshaltung vor dem Studium ist eine andere als wenn man mittendrin ist, denn dann hat man schon sehr oft bewiesen, wie gut man das alles schafft. Die Menschen trauen einem dann einfach mehr zu.

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Also Chillie ohne Einser geht gar nicht ;)

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Also Chillie ohne Einser geht gar nicht ;)

gibt's chillie ohner Einser überhaupt? ich dachte, dass wären komplementäre Produkte, wo der eine das andere ergänzt :)

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Nun tut mal nicht so! Ich habe durchaus auch schon Noten ohne ein 1 vor dem Komma fabriziert... und für manche musste ich mich sogar anstrengen! ;)

Mal davon abgesehen, dass ich neben dem ganzen Brimborium auch noch dazu komme Blogs zu schreiben und mit dem Aufwand die eine oder andere 1,x herauszuholen gibt es aber dennoch etwas, was man weder in Blogs noch in Noten messen kann... nämlich Frust, den man trotz erfolgreichen Klausuren oder unterhaltsamen Beiträgen haben kann, weil danach noch mehr Klausuren geschrieben werden müssen (ggf. auch Blogs).

Naja was solls - die zunehmende Motzrate in meinen Blogs belegt eigentlich den immer höheren Druck, der ... je näher ans Ende es kommt ... zunimmt. Eben nicht von außen, denn "die da draussen" sehen ja nur den Streber mit den Blogs, sondern von mir selbst.

Vor allem weil es eben nicht mehr so viele Chancen gibt, vor allem weil die Motivatioswirkung weiterer Prüfungen fehlt und vor allem weil die Zeit bis zum Ende so greifbar nahe ist, dass dieses "Zähne zusammenbeissen, es ist hart aber machbar" irgendwie nicht mehr wirkt. Die Extremsituation Studium ist beherrschbar geworden und je leichter sie nach aussen scheint, desto schneller kommt wohl innen drin Ärger auf.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Mit Ihren Blogs - schreiben Sie sich da den Frust schön? So nach dem Motto: Immer schön witzig schreiben, die gute Laune kommt dann schon?

Zum andern: Irgendwann hat man wohl keine Lust mehr. Ich hab ne 3-jährige berufsbegleitende Zusatzausbildung gemacht, ausschließlich mit Präsenzunterricht und dazu noch nachzuweisenden und zu protokollierenden Therapien mit und ohne Supervision, Peergruppentreffen etc . So 8 Monate vor dem Ende war ich so alle, dass ich am liebsten geschmissen hätte, und der pure Geiz (so kurz vor dem Ende ohne Abschluss hinschmeißen - nä!) hat mich dran gehindert, das auch zu tun.

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Nun tut mal nicht so! Ich habe durchaus auch schon Noten ohne ein 1 vor dem Komma fabriziert... und für manche musste ich mich sogar anstrengen!

ooooooh, wirklich??

nämlich Frust, den man trotz erfolgreichen Klausuren oder unterhaltsamen Beiträgen haben kann, weil danach noch mehr Klausuren geschrieben werden müssen (ggf. auch Blogs).

tja, das ist das alte Lied: nach der Klausur ist vor der Klausur

die zunehmende Motzrate in meinen Blogs

wird ähnlich wie die anderen Motz- und Jammerblogs wieder zu einer 1,x führen

komm - bis Juni einmal wöchentlich nen Jammer oder Motzblog und du bist klausurenfrei!!!!! das packst du!!!!

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Nee nee, zum selbst belügen brauche ich keine öffentlichen Blogs. Wie so viele andere auch schaffe ich das zur Not auch alleine im stillen Kämmerlein. Ich schreibe den Frust vor allem raus ... u.a. auch deswegen, weil das Verständnis für dafür im näheren Umfeld nach der langen Zeit nicht mehr recht ankommt. Ich kann es ja verstehen, wenn jemand 3 Jahre nicht recht öffentlich motzt, braucht er im 4. Jahr auch nicht mehr anfangen.

Über den Geizfaktor habe ich übrigens bereits gebloggt ;)

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komm - bis Juni einmal wöchentlich nen Jammer oder Motzblog und du bist klausurenfrei!!!!! das packst du!!!!

Ich fürchte mich aber vor dem tobenden FI.de-Mob der mich dann irgendwann lynchen möchte!

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Ich fürchte mich aber vor dem tobenden FI.de-Mob der mich dann irgendwann lynchen möchte!
Ach was, lass uns zusammen motzen!

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Ich fürchte mich aber vor dem tobenden FI.de-Mob der mich dann irgendwann lynchen möchte!

wieso?? wir sind doch alle von dir gewöhnt, dass die Note proportional zur Anzahl und Intensivität deiner Motz- und/oder Jammerblogs steigt :) übertreibs aber nicht - mehr als 1,0 bekommst selbst du nicht :sleep:

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LillyRocks

Geschrieben

Ich glaube, ich habs schon mal geschrieben, aber es passt schon wieder so gut: Für Chillie führt die HFH bestimmt bald die 0,7 ein!

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      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

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      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
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      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)