Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Ich kann das Teil nicht mehr sehen

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HannoverKathrin

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Ich weiß dieser Motzblog wird vermutlich nicht helfen, aber ich hab gerade so ein starkes Mitteilungsbedürfnis:

Ich kann dieses blöde Sch***teil nicht mehr sehen!

Eigentlich bin ich ja kurz vorm Schluss und sollte voller Motivation Gas geben können. Aber irgendwie ist das Gegenteil bei mir der Fall und ich möchte die Datei sobald ich sie öffne sofort wieder schließen.

Hilft aber alles nichts, da muss ich durch.

Der Zeitdruck durch den festen Abgabetermin hilft auf jeden Fall. Ich frage mich wie weit ich wäre, wenn ich die BA nicht schon beantragt hätte, sondern quasi "freiwillig" dran arbeiten würde.

Also, ab ins kalte Wasser...


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21 Kommentare


Ohje, vielleicht hilft es dir, dich mal mit deinen Mit-Studenten auszutauschen? Mich motiviert das vor Klausuren immer sehr, vor allem wenn die weiter sind als ich (:cursing:)

Viel Erfolg, die letzte große Hürde packst du auch noch :)

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Der Satz kommt mir so bekannt vor, nur dass ich 5 Monate an der Arbeitgebastelt habe ;)

Das Ende ist nahe... und dann wartest Du und wartest und wartest und wartest und..l ;-)

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Aber irgendwie ist das Gegenteil bei mir der Fall und ich möchte die Datei sobald ich sie öffne sofort wieder schließen.

"Auch dies wird vorübergehen."

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DerAhnungslose

Geschrieben

und es wird alles gut werden - Kopf hoch und hinein ins Vergnügen. Ich wünschte, ich könnte schon über das Sch***teil fluchen ;)

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Du hast mein Mitgefühl. Ich kann dich leider nur zu gut verstehen, mir gehts nämlich langsam auch so.....

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Ganz normal ;) Aber auch das wird vorbeigehen - immer Richtung Licht am Ende des Tunnels laufen!!!!

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Wissen Sie denn, was genau sie nicht mehr sehen können?

Meistens sind es ja ganz bestimmte Teile einer Aufgabe, die nerven. Da hilft es oft ganz gut, die genauer zu identifizieren, dann kann man die Lustlosigkeit etwas gezielter angehen.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Wenn ich das Word-Dokument auf habe, macht mir eigentlich nur eine Sache Spaß: die Ansicht auf 20% runterregeln und über 40 satt beschriebene Seiten sehen. Diese zu zählen ist ebenfalls toll, ich könnte das glaube ich täglich 3 Mal machen. Die Bauschmerzen kommen dann immer bei dem Gedanken "jetzt musst du dran schreiben". Das Schreiben klappt ja soweit gut und ist nicht das Problem. Vor dem Korrekturlesen drücke ich mich ebenso stark. Das was mich wirklich nervt, ist einfach die Zeiteinbuße. Ich hab bereits die ganzen Sachen im Kopf für die ich nach dem Studium wieder Zeit habe und somit bin ich nun auf das Studium (die BA) sauer, weil sie mich davon abhält.

Klingt vermutlich komisch, aber sicher kann es auch der ein oder andere nachvollziehen.

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DerAhnungslose

Geschrieben

Na, wenn Du jemand zum Korrekturlesen brauchst: werf's mir über den Zaun - ich bin recht gut in Deutsch und hab' von dem, was Du schreibst, keine Ahnung...

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Irgendwie macht mir das Angst für meine eigene BA in einem Jahr. Ich kann mir vorstellen, dass das schöne Wetter die Motivation, weiterzuschreiben noch mehr auffrisst.

Aber: Bald hast du es geschafft! Nur doof, dass dich alles, wofür du dann wieder Zeit hast, jetzt davon ablenkt. Zähm die letzten Wochen noch deinen inneren Schweinehund und zeig ihm dann ne lange Nase, wenn du die BA abgegeben hast!

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Gut, das mit dem Korrekturlesen wäre ja schon mal erledigt! Bleibt der Rest!

Wenn Sie schon 40 Seiten haben, dann können Sie doch gar nicht mehr so viel "dran schreiben" müssen, oder? Machen wir also mal weiter (und natürlich nur, wenn meine Fragen Sie nicht nerven!!!):

Was genau müssen Sie denn noch schreiben?

Und was (außer manifester Bocklosigkeit) hindert denn jetzt den Schreibfluss, der ja mal da war?

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Ok, dann scheint das wirklich normal zu sein. Mir gehts nämlich exakt so wie dir. Anschauen und noch das ein oder andere dazuschreiben ist in Ordnung. Aber sobald es daran geht den Text mal (wieder) als ganzes lesen zu müssen, fallen mir tausend andere Sachen ein die gaaaanz dringend gemacht werden müssen, wie Katze füttern usw....

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Das ist doch aber ein Ansatz! Den Text als Ganzes lesen zu müssen, das ist irgendwann nur noch nervig. Die Frage ist doch, warum man das tun muss!

1. Korrekturlesen: Ok, muss sein, geht doch aber auch seitenweise. Oder lässt sich an nette und lesewillige Leute in der Umgebung für einen Durchgang delegieren.

2. Etwas dazuschreiben: Ich habe das immer so gemacht, dass ich mir die Teile, die ich überarbeiten wollte, als Extradatei ausgelagert habe. Da hatte ich dann auch schnell den dirkten Zugriff.

3. Was dazuschreiben? Man hat ja bei jedem Kapitel so ein paar Passagen, die noch nicht so richtig rund sind. Ich schreibe immer in anderer Farbe die Fragen, die Ungereimtheiten stichpunktartig drunter, auch z.B., wenn ich noch mal recherchieren oder überprüfen muss. Oder wenn ich "nur" eine bessere sprachliche Darstellung suche. Und irgendwann beschließe ich, dass jetzt gut ist und der Absatz, das Kapitel bleibt.

Mit der Methode weiß ich ziemlich genau, was noch zu machen ist. Ich kann auch hin- und herspringen und immer gerade das machen, wozu ich am meisten Lust habe oder wozu gerade der Geist fließt.

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Ich hab bereits die ganzen Sachen im Kopf für die ich nach dem Studium wieder Zeit habe und somit bin ich nun auf das Studium (die BA) sauer, weil sie mich davon abhält.

Aber Hallo! Das kann ich absolut nachvollziehen und ich glaube kaum jemand, der nur noch die Arbeit schreiben muss und dann FERTIG ist, kann bis zum letzten Schreibtag top motiviert bleiben und am Ende dann auf Freizeit umschalten.

Das ist nicht nur eine Frage der Philosophie (sorry *g* ... Stichwort positive Freiheit) sondern menschlich. Wären wir so schrecklick logische Wesen wie die Naturwissenschaften, dann wäre es klar. Schneller zu Schrieben heißt schneller fertig sein, heisst früher Freizeit.

Aber der stets nutzenoptimierende Mensche existiert in der Realität (zum Glück) nicht.

Mach Dich nicht verrückt, ich persönlich kann das Nachvollziehen, auch wenn ich mit 40 Seiten und mehr als 1 Monat Zeit das ganze beinahe als luxuriös bezeichnen würde ;)

Nimm Dir vllt. 1-2 Tage bewusst frei, vllt. kommen dann von selbst die Gedanken, die jetzt fehlen. Ich bin mir recht sicher, dass Du dennoch Vorfristig abgeben wirst.

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Also ich musste schmunzeln als ich deine Blog-Überschrift gelesen habe...genauso ging es mir am Schluß auch. Und den Satz hab ich mehrmals genau so zu meinem Mann gesagt. Durch das wiederholte Korrekturlesen konnte ich ganze Textpassagen auswendig....

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HannoverKathrin

Geschrieben

Mein 1. Korrekturleser hat bereits die ersten 30-35 Seiten bekommen gehabt und wird mir gleich mein 1. Feedback geben. Gestern hab ich tatsächlich den letzten Theorieteil geschrieben. Da folgt heute noch die Praxiserfahrung (dass dieser Punkt in der Praxis eigentlich gar nicht beachtet wurde). Das letzte Kapitel vor der abschließenden Bewertung ist somit sehr kurz und hoffentlich heute fertig. Dann wird die nächsten beiden Tage an der Abschlussbewertung gefeilt.

Oder ich mach heute nichts mehr und das Ding wird Sonntag fertig. Der Satz "dieses Wochenende habe ich die Rohfassung beendet" wird mein aktuelles Motivationsmotto. Montag kann ich (hoffentlich) freudestrahlend diese Botschaft verkünden.

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HannoverKathrin

Geschrieben

3. Was dazuschreiben? Man hat ja bei jedem Kapitel so ein paar Passagen, die noch nicht so richtig rund sind. Ich schreibe immer in anderer Farbe die Fragen, die Ungereimtheiten stichpunktartig drunter, auch z.B., wenn ich noch mal recherchieren oder überprüfen muss. Oder wenn ich "nur" eine bessere sprachliche Darstellung suche. Und irgendwann beschließe ich, dass jetzt gut ist und der Absatz, das Kapitel bleibt.

Mit der Methode weiß ich ziemlich genau, was noch zu machen ist. Ich kann auch hin- und herspringen und immer gerade das machen, wozu ich am meisten Lust habe oder wozu gerade der Geist fließt.

Mit Farbe arbeite ich bereits gelegentlich, aber die Idee mit der Kernfrage oder Stichpunkten eben ist gut. Damit behält man das Ziel vor Augen!

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Man behält nicht nur das Ziel vor Augen, man begrenzt sich auch und schützt sich somit vor irgendwelchem Gedankenwabern, das einen immer mal überkommt!

Viel Glück!

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HannoverKathrin

Geschrieben

Also ich musste schmunzeln als ich deine Blog-Überschrift gelesen habe...genauso ging es mir am Schluß auch. Und den Satz hab ich mehrmals genau so zu meinem Mann gesagt. Durch das wiederholte Korrekturlesen konnte ich ganze Textpassagen auswendig....

Ich glaube ich habe bei wirklich jedem fi.de-Blogger gelesen, dass er die Abschlussarbeit (oder andere HA) zum Ende einfach über hat. Ich sehe das soweit als gutes Zeichen, immerhin hatte ich das bei BSP und der Projektarbeit auch (besonders der Projektarbeit...).

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HannoverKathrin

Geschrieben

~~~ Newsticker ~~~

Heute werd ich nicht mehr an der BA arbeiten. Erholung muss sein ;)

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.