• Einträge
    51
  • Kommentare
    310
  • Aufrufe
    3.845

Tiefpunkt

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
der Pate

159 Aufrufe

Den habe ich zur Zeit im Lernen. Als nächstes steht ja die ausgefallene Prüfung vom Januar an. Den bereits mal gelernten Stoff nochmals durchzukauen fällt mir aktuell schwer. Aber da muss ich durch. Gestern Abend schonmal angefangen. Ich habe mir 3 Tage Pause gegönnt. Heute werde ich mich weiter motivieren zu lernen. Ich möchte eine gute Note.

Jobmässig kam ja eine Absage. Die vom Sportunternehmen steht noch aus. Habe in meiner Traumstadt Köln mal etwas recherchiert und bin auf was aufmerksam geworden was ich gar nicht wollte. Eine Werbeagentur. Werbung, viele Stunden wenig Geld und total überlaufen. Aber die Agentur macht einen tollen Eindruck. Habe da dann einfach mal angerufen und es wurde ein tolles Gespräch mit der Assistenz der Geschäftsleitung. Die findet mich interessant, weil ich das Studium neben meinem Job in dieser Geschwindigkeit durchziehe. Auch wie ich auf sie aufmerksam wurde und die Art der Kontaktaufnahme hat ihr gefallen. Gestern Abend noch eine Bewerbung fertig gemacht. Sie suchen derzeit Niemanden. ABER da sie relativ neu am Markt sind und derzeit stark wachsen kann sich das schnell ändern. Sie würde gerne mehr von mir erfahren und es den beiden Geschäftsführern vorlegen. Ich werde auch ein ehrliches Feedback erhalten. So hat sie es mir versprochen. Gesagt ist vieles ganz schnell, aber wie immer, ich habe nichts zu verlieren.

Tja, wie gesagt in eine Werbeagentur wollte ich eigentlich nicht. Aber ich kann mir in einem meiner beiden Wunschthemen (neben Sportmarketing ist es Markenpolitik) keine Sonderwünsche erlauben sondern muss für den Einstieg erstmal das nehmen wo ich evtl. Chancen haben könnte.

Dann heute die Nachricht auf Facebook. Ein Freund von mir (ich habe hier schonmal im Zusammenhang mit der Fachschule für Möbelhandel von ihm erzählt) hat mir geschrieben: "Tobi, melde dich so schnell als möglich bei mir wenn du gerade keinen Einsatz hast". Da ich heute den ersten Tag in der Woche frei habe und auf meine Tochter aufpasse habe ich ihn gleich angerufen. In meiner Heimatregion sucht eine Sportmarketing GmbH Jemanden fürs PR, Social Media Marketing, Events etc. Diese GmbH ist direkt an einen Olympiastützpunkt angegliedert. Die Sportart ist jetzt nicht unbedingt das was mich interessiert, aber egal. Der Geschäftsführer der GmbH war heute bei meinem Freund im Möbelhaus. Da das Möbelhaus einer der Hauptsponsoren bei internationalen Wettbewerben im Stützpunkt ist. Daniel hat ihm von mir erzählt und er meinte ich solle mich doch mal melden. Warte gerade auf den Rückruf. Vorhin war er in einer Besprechung. Mal sehen wie es wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


13 Kommentare


BAOH Ich drück dir alle Daumen und Zehen die ich finden kann...

Manchmal kommt es aus den schrägsten Ecken, man muß nur offen sein und zugreifen wenn es passt :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Da sieht man mal wieder, dass sich viele Dinge durch Zufall ergeben. Das wäre ja super, wenn das bei der GmbH klappt!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Na, der Beitrag ist doch insgesamt positiver, als ich es bei der Überschrift vermutet hatte :-) Klasse, dass du so am Ball und im Gespräch bist. Und die Lernerei bekommst du dann auch wieder hin.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Danke euch für eure Rückmeldungen. Ja ich bin grade sehr nervös. Aber evtl. komme ich nach dem Telefonat ja schon wieder auf den Boden der Tatsachen. Wenn es wieder an mangelnder Berufserfahrung oder noch nicht abgeschlossenem Studium scheitert.

Will eigentlich nicht in die alte Heimat zurück, hatten uns in der Familie jetzt wirklich so auf die Region Köln/Bonn/Düsseldorf verständigt da diese viele Möglichkeiten bietet und wir im Raum Köln schon viele Bekannte und dadurch Anschluss haben. Gut, den haben wir in der alten Heimat natürlich auch. Nur wie weiter, wenn ich wirklich noch den Master schaffe und weiterkommen möchte? Da hat man im Rheinland andere Chancen als in meiner ländlichen Heimatregion. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich darf nicht wählerisch sein und diese Sportmarketing GmbH wäre eine riesige Sache für mich (wenn sie mich ohne Berufserfahrung wirklich näher kennenlernen möchte). Ich denke einfach an die Zukunft. Plane schon alle Eventualiäten so gut es geht rein. Denn ich möchte einfach nicht meine Familie ständig wegen meiner beruflichen Wünsche durch die Welt ziehen lassen ohne mal definitv Wurzeln zu schlagen.

Ich hoffe ihr versteht mich richtig...... Aber gerade nochmal deren HP angeschaut, klingt schon super interessant was die so machen

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ich kann deine Überlegungen schon gut verstehen. Gerade mit Familie sind Ortswechsel ja nochmal etwas Anderes, als wenn man da ganz unabhängig ist. Andererseits wäre passende Praxiserfahrung so früh wie möglich natürlich auch viel wert. Letztlich kann dir da die Entscheidung keiner abnehmen. Aber ich würde an deiner Stelle erstmal offen und ohne zu viele Gedanken da ran gehen - und wenn du dann ein konkretes Angebot hast, kannst du immer noch überlegen, wie du dich entscheidest.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Genau so habe ich mir das auch vorgenommen. So, meine drei Frauen sind jetzt laufen. Ich nutze die Ruhe zum Lernen und hoffe das der Anruf heute noch kommt. :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

I push my thumbs for you ;) ;) ;) Gib schnell Bescheid wenn du was weisst :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
OldSchool1966

Geschrieben

So schnell scheien Möglichkeiten rein.

Ich habe in den letzten Jahren auch immer mehr den Eindruck gewonnen, dass networking extrem wichtig (geworden) ist.

An Zufälle glaube ich übrigens nicht wirklich. ;-)

Das Leben ist wie ein Puzzle...und es fügen sich immer neue Teilchen zum Ganzen. Manchmal fällt im Eifer des Gefechts eines auf den Boden...und irgendeiner hebt es dann auf.

Um es mal metaphorisch zu beschreiben...

Wünsche Dir ein positives Telefonat...

PS: das mit der Heimatregion fnde ich nicht wirklich dramatisch. Du bist noch so jung, da kommen noch sooo viele andere Dinge.

Und, wer weiss...vielleicht wiegen die Aufgaben dort das Defizit der Region auf. Man sollte immer das Gesamt- Paket begutachten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das ist ja richtig aufregend bei dir!

Meiner Meinung nach sind Kindern Umzüge zuzumuten, gerade wenn die Eltern beruflich noch in einer Entwicklungsphase sind. Wichtig finde ich, dass man die Bedürfnisse der Familie mit in die Planung einbezieht, genau wie ihr es ja macht. Beinahe willkürlich alle Jahre woanders hinzuziehen und dann zu hoffen, dass sich dort eine Chance ergibt finde ich einem Kind gegenüber nicht fair. Zieht man jedoch wohin, wo man einen Job gefunden hat und muss in Erwägung zieheh, ev. in einigen Jahren nochmal umzuziehen - dann ist das halt so. Klar ist ein Umzug immer etwas Grosses, was von einer Familie zu bewältigen ist. Nichtsdestotrotz öffnet es auch neue Horizonte!

Ich wünsche dir viel Glück und Energie zum lernen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das Telefonat war super. Er hat mich gleich gedutzt, da wir ja einen gemeinsamen Freund haben. Daniel hat wohl in den höchsten Tönen von mir geschwärmt. Wir haben ein bisschen miteinander gesprochen. Meine Vorteile sind das ich aus der Region komme, das will er auf jeden Fall, das ich in seinen Augen ein Macher bin, das ich Presserfahrungen aus der Politik habe (war Pressesprecher einer Partei für meine Region), das ich Erfahrungen in Onlinegeschichten habe (unter anderem habe ich das grösste unabhängige Fanforum des 1. FC Köln mitgegründet) usw. Er schickt mir die Stellenanzeige per PDF zu. Diese ist erst seit zwei Tagen offiziell. Er würde sich über eine Bwerbung meinerseits freuen. Die ersten Pluspunkte habe ich, allerdings muss er im Interesse der GmbH auch die anderen Bewerbungen anschauen und sich für die oder den richtigen entscheiden. Die Fürsprache "unseres gemeinsamen Freundes" wird da nicht ausschlaggebend sein. Verstehe ich ja auch.

Ok, ich bin jetzt schon erwartungsvoll. Die Stelle ist zwar nicht 100%ig das was ich machen will, aber eine Chance. Zunächst würde ich nur den Bereich Öffentlichkeitsarbeit mit ihm zusammen aufbauen. Presseberichte, Homepage, Facebook, Twitter etc., Wenn das steht würde ich im eigentlichen Marketing mehr mit eingebaut werden. Ich wäre dafür zuständig das die Sportler regelmässig bloggen. Der Hauptsponsor ist ein grosses Unternehmen aus Südkorea die auch Handys herstellen. ;) Diese sollen für sowas benutzt und dementsprechend soll das kommuniziert werden. Etc.

Wie gesagt, erstmal wären es Bereiche die ich nicht 100%ig so gesucht hätte, aber ich wäre in einem Unternehmen wo ich auch Marketingerfahrung sammeln würde und vor allem Leute kennenlerne. Von meinem neuen Chef würde ich dann auch profitieren, der war bei mehreren Olympischen Spielen im Bereich Kommunikation/Marketing in verantwortlicher Posititon.

Ich habe diese Stelle noch lange nicht, aber ich glaube seit ich studiere hatte ich noch nie so gute Chancen wie derzeit. Zumindest hat er mich heute schon gefragt wann wir uns persönlichen kennenlernen können.

Was meint ihr, wenn ich die Chance bekomme... Nehmen, auch auf die Gefahr hin recht wenig mit Marketing zu tun zu haben, zumindest am Anfang. Oder Chance ergreifen und Erfahrungen in de Sportmarketingbranche sammeln, dann wäre der Sprung ins 100%ige Marketing evtl. leicher?

Wer hat Erfahrung mit sowas? Was sagt eure Erfahrung oder Bauchgefühl?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Von dem her, was du berichtest, würde ich das an deiner Stelle unbedingt machen, wenn du die Chance bekommst. Du sagst, du hast keine direkte Erfahrung im Marketingbereich. Falls du diese Stelle bekommen würdest, würdest du zumindest Erfahrung in diesem Bereich sammeln - wenn auch nicht direkt nur im Marketing.

Für mein Gefühl sprechen noch zwei Gründe dafür:

1. Es ist ein grosser Hauptsponsor da. Ich weiss nicht, um welche Sportart es sich handelt, aber meiner Erfahrung nach ist in den meisten Sportarten letztendlich das Geld knapp. Die grossen Summen werden an ganz wenige Leute verteilt. Wenn es sich also um eine gesicherte Stellung handelt -> unbedingt machen (allerdings weiss ich nicht, ob meine Erfahrung hier genügend abdeckt).

2. Alles, was olympisch ist, hat schon mal ein grosses Plus. Der Vorteil ist, dass da immer ein Netz dahinter steckt. "Olympia" ist ein Apparat. Hat man da ein Fuss drin, lernt man einige Leute kennen, dann ist es leichter, von einem Bereich in einen anderen zu wechseln - sofern man das will.

Wie auch immer: viele Glück!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

ich kann Rumpelstilz nur zustimmen, rein als Fachfremder in die Branche reinkommen ist schon so viel Wert, alles andere ergibt sich wenn die Rahmenbedingungen stimmen

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.