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Guten Tag zusammen,

 

zu meiner Person: 

Mitte 40, verheiratet, 2 Kinder, leitender Angestellter im Mittelstand, Mitglied der Unternehmensführung (Prokura).

Einkommen >100.000 EUR.


Nach dem Abi eine kaufmännische Ausbildung mittlerweile >15 Jahre beim jetzigen (4) Arbeitgeber.

Vor 10 Jahren als Gasthörer (Master Eng.) technisches knowHow angeeignet mit Zertifikat welches mich vor 5 Jahren in meine heutige Position befördert hat.

Ca. 20 direkte MA alle mit min. Bachelor.

Alle Kollegen im Management haben einen Akademischen Abschluss. Ich bin der jüngste und Einzige ohne.

 

Nun zu meiner Frage ...

interessiere mich für einen BWL oder Wings Bachelor, andererseits könnte ich in der gleichen Zeit einen MBA an der Euro-FH oder in Koblenz machen.

Abschluss als Karriere-Boost? Nein. Ich erwarte keinen wesentlichen Schub in meiner Laufbahn durch ein Studium. Andererseits sichert es möglicherweise nach unten ab und bescheinigt meine Kompetenzen auf akademischen Niveau. Fehlt mir Wissen? Eigentlich nicht wirklich, ich kriege GuV Analysen, Risikomanagement, Strategische Vertriebsziele und Personalführung ausreichend hin (stetiges Umsatz- und Gewinnwachstum seit 8 Jahren).

Einzige Sorge ist, dass ich aufgrund des fehlenden akademischen Abschluss irgendwann mal überholt oder liegen gelassen werden könnte.

Bekannte und Familie raten mir vom Studium ab. Aber irgendwas in mir schreit danach. Andererseits bin ich bereits viel eingespannt und müsste mir Zeit freischaufeln was nur zu Lasten von Familie oder Beruf machbar ist.

 

Bin hin und her gerissen ...

Was denkt ihr?

 

 

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Du könntest es einfach ausprobieren, schauen wie es läuft und ob Du die Zeit findest. Ich persönlich halte den MBA für nicht so entscheidend und einen MBA ohne entsprechenden Bachelor sieht IMHO eher komisch aus. Das ist aber durchaus kontrovers und dazu wirst Du vermutlich diverse Meinungen hören. 

 

Es könnte irgendwann einmal ein Wechsel anstehen und da kann der fehlende akademische Abschluss dann in de Tat ein Problem werden, deshalb würde ich es versuchen.

 

Ich habe selber als Führungskraft studiert und es hat funktioniert, mehr dazu gerne per PM.

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vor 21 Minuten, Martin Macke schrieb:

Das ist aber durchaus kontrovers und dazu wirst Du vermutlich diverse Meinungen hören. 

 

Genau. :)  In meinen Augen bringst du durch die zigjährige Berufstätigkeit inkl. Führungsposition die fachliche Qualifikation mit und kannst die auch entsprechend belegen - sofern bu bisher keine grottigen Arbeitszeugnisse bekommen hast. (By the way: Hast du regelmäßig Zwischenzeugnisse angefragt? Das würde ich sonst mal angehen, am besten, bevor es vielleicht irgendwann tatsächlich mal "akut" wird.)

 

Daher scheint mir der Schwerunkt hier darauf zu liegen, eine Formalqualifikation zu erwerben, damit du bei einem Jobwechseln (oder einer internen Reorganisation) nicht aufgrund eines Fehlen derselbigen aus dem Rennen fliegst. Und dafür erscheint mir persönlich ein MBA bzw. ein Master-of-was-auch-immer geeigneter als ein Bachelorabschluss.

 

Was die zeitliche Belastung angeht: Da du aktuell scheinbar keinen Jobwechsel anstrebst, kannst du die Sache ja auch langsam angehen und im Zweifel die volle Betreuungszeit ausschöpfen.

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vor 30 Minuten, Herr Ratlos schrieb:

Was denkt ihr?

 

Ich bin zwar etwas jünger und nicht angestellt, war ansonsten aber in einer nicht unähnlichen Situation: Hohes Einkommen, beruflich erfolgreich, in einer Umgebung angekommen, in der so gut wie jede(r) andere Akademiker ist.

 

Was bei mir ganz klar reingehauen hat, war das Imposter-Syndrom. Klingt bei dir auch ein bisschen danach. Außerdem habe ich mir auch ein paar Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein würde, wenn ich irgendwann doch mal wieder eine Bewerbung schreiben oder mich als Freiberufler (IT) um ein Projekt bemühen müsste, das über Vermittler läuft und die Abgabe eines CV erfordert.

 

Ich habe das Studium durchgezogen und schlafe jetzt ruhiger. Das war allerdings eine echte Kraftanstrengung, die mir nur möglich war, weil ich beruflich in der Zeit einen Gang zurückschalten konnte (4-Tage-Woche) und Unterstützung der Familie hatte. Ob ich nicht manchen Nachmittag statt mit dem Skript lieber mit Lego-Bauen hätte verbringen sollen, da bin ich mir heute noch nicht ganz sicher. Das hat also alles auch seinen Preis.

 

Was ich sonst so beobachte: Der Abschluss selbst scheint mir oft nur für Recruiter ein Signal zu sein, das in vielen Situationen erforderlich ist, um überhaupt in die Auswahl zu kommen. Der Executive-Bereich gehört hier aber nicht zwingend dazu. Ein Freund von mir hat es formal auch "nur" zu Fachabi und Ausbildung gebracht, sich dann im Lauf der Zeit im Konzern bis zum Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft hochgearbeitet. Nachdem er dort raus ist, ist es für ihn momentan (mit Anfang 50) kein Problem, in entsprechende Interviews für Positionen auf seinem alten Level oder darüber zu bekommen.

 

Was würde ich an deiner Stelle machen? Wenn überhaupt, dann (sofern es die Zulassung erlaubt) einen Executive MBA in Präsenz an einer renommierten Hochschule. Die sind auf berufstätige Führungskräfte ausgerichtet und damit zeitlich auch im Kalender unterzubringen. Inhaltlich würde ich sie als eher seicht (und damit machbar) einstufen, aber der Titel füllt die Checkbox im möglichen Recuriting-Prozess (*) und, was viel wichtiger ist, du verbringst eine intensive gemeinsame Zeit mit anderen Leuten "auf deinem Level" – ein Netzwerk, von dem du in den nächsten 15-20 Jahren wahrscheinlich mehr profitieren könntest, als von einem Bachelor an irgendeiner Fern-Hochschule.

 

(*) Der fehlende Bachelor zum MBA würde vielleicht komisch aussehen, wenn du 25 wärst. Du hast Abi, du bist Führungskraft, der MBA passt in den Lebenslauf und ist komplett erklärbar.

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vor 7 Minuten, Alanna schrieb:

 

Daher scheint mir der Schwerunkt hier darauf zu liegen, eine Formalqualifikation zu erwerben, damit du bei einem Jobwechseln (oder einer internen Reorganisation) nicht aufgrund eines Fehlen derselbigen aus dem Rennen fliegst.


Ganz genau das ist meine Motivation.

Also nur für ein eventuelles worst-case szenario. Möglicherweise kommt es nie dazu, aber falls doch, hätte ich etwas in der Hand. 
 

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vor 7 Minuten, thb schrieb:

 

Was bei mir ganz klar reingehauen hat, war das Imposter-Syndrom. Klingt bei dir auch ein bisschen danach.

 

 

 

hab das grad mal gegoogelt ... 😳

Könnte bei mir auch passen.
Bei mir ist allerdings hauptsächlich die Sorge, dass irgendwann mal in der Zukunft, ein fehlender Akademischer Nachweis, zu einer Verschlechterung meiner jetzigen Lage führen könnte.

 

Mein Dilemma ist aber eben dieser Konjuntiv ... könnte!

Wenn alles seinen normalen Weg geht, wäre das Studium reine Zeitverschwendung gewesen.

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Zur Sicherheit ist ein Studium durchaus sinnvoll. Es kann viel passieren und dann steht man ohne was da. Je nach Vorbildung kann man sich etwas beim Bachelor anrechnen lassen. Damit sinkt der Zeitaufwand.

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Wenn's ein berufsbegleitendes Studium wird, würde ich empfehlen, die Anbieter auch hinsichtlich flexibler Zeiteinteilung und Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu vergleichen. Ich hab mal als Gasthörer ein Modul an der Wings belegt. Didaktisch war das toll. Allerdings hat die Wings einen relativ festen Semestertakt. Für ein ergänzendes Modul ging das in Ordnung. Für ein ganzes Studium hätte ich mich das nicht getraut. Ich wollte die Sicherheit, den Workload durch"s Studium je nach beruflicher und familiärer Belastung rauf- und runterfahren zu können. Das geht oft eher bei privaten Anbietern. Das soll aber kein Einwand gegen die Wings sein. Die haben attraktive Angebote. Aber diesen Punkt solltest du auf jeden Fall recherchieren und bedenken.

 

Wichtig finde ich auch das Thema Studienmotivation. Wenn"s nur ums Papier für den Fall X geht, stelle ich es mir schwer vor, ein Projekt von der Größenordnung durchzuhalten  Also noch mal überlegen, ob es da nicht doch fachlich noch etwas zu entdecken und gewinnen gibt. Ich finde, Frau Kanzler hat da gute Punkte formuliert.

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