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Warum bin ich nicht früher darauf gekommen...?

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chillie

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Da studiere ich jetzt schon etwas an der HFH herum, bin sogar sehr erfolgreich und probiere mal (aus langeweile) wieder etwas neues aus.

Ein Glück, muss ich sagen. Meine bisheringen am Computer generierten MindMaps sind eine nette Übersicht.

Aber die Dinge die ich mir aktuell für meine Klausurvorbereitung per Hand gezeichnet habe sind für mich aktuell eine Offenbarung.

Der Nachteil - das die Pinselei deutlich länger dauert als das Zusammenklicken wird aber etwas gemildert durch den befriedigten Spieltrieb (ich komme nicht auf die Idee in der Lernphase schnell mal X zu machen oder auf Website Y zu gucken) und das Gefühl das ich das Thema gut bearbeitet habe.

Vor allem die Anschaffung der DIN A3 Blöcke hat mir viel gebracht.

Vorher hatte ich karriertes A4 Papier - dadurch hat man irgendwie immer den Nachteil das die Linien etwas vorgeben das man gar nicht darstellen wollte. Zudem endet man dann kurz vor dem Blattende und hat noch so viele Gedanken.

Der zweite Punkt ist, die im MindManager vorgegebene Form der MindMap. Damit werde ich einfach nicht warm, nachdem ich Anfangs (habe schon die letzten Semester welche gezeichnet) versucht habe diesen Stil zu kopieren hat mir die viele MM-malerei (dieses Semester habe ich schon einen Stoß von 30-40 MM gemalt) eine Darstellungsweise beschert, mit der ich meine Gedanken viel einfacher nachvollziehen kann.

Der Nachteil ist wohl, das andere nun kaum mehr was verstehen vor lauter Pfeilen und Verweisen ... aber die bekommt ja eh niemand zu sehen :)

Das ganze noch gewürzt mit der richtigen Auswahl von Farben (etwas orientiert an Farbpsychologie) und diese auch noch kräftig angwendet ist für mich die MindMap dieses Semester zum absoluten Favoriten geworden.


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27 Kommentare




Ich persönlcih hab in meinem kompletten Leben noch keine MindMap gezeichnet. Wir haben das mal während der Ausbildung "gelernt" - allerdings fehlt mir etwas der Einblick, wie man das für's Studium nutzen könnte.

Was genau pinselst Du da denn in deine MindMaps? Bei - z.B. - einem Thema wie WPR ... ich kanns mir nciht vorstellen o_O

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Vor allem Zusammenhänge. Dinge die in direktem Zusammenhang stehen und somit natürlich im Hirn auch zusammen abgelegt sein sollten (so funktioniert ja die MindMap - man verknüpft optisch Dinge die man auch im Gedächtnis verknüpfen möchte).

z.B. habe ich mir zur Entstehung eines Vertrages eine MM gemalt.

Die einzelnen Arme waren dann Voraussetzungen, Annahme, Ablehnung, Gegenangebot und Fristen

Die Unterpunkte beinhalten dann Abläufe oder verschiedene Optionen (z.B. Annahme unter Anwesenden oder unter Abwesenden) mit entsprechenden Vermerken und Paragraphen.

Zusätzlich gibt es dann eben Querverbindungen zwischen Dingen wie, Annahme nach Ablauf einer Frist und der Ablehnenden Annahme von Angeboten - gleicher Paragraph kommt aber auf unterschiedlichen Ebenen vor, somit pinsele ich da dann eine Verbindung rein.

Manchmal male ich aber auch einfach Diagramme (EPK ;) ) um mir einen Fahrplan für die Subsumtion zu erstellen.

In reinen Lernfächern geht es dann eher darum Wissen zu verknüpfen, damit ich mir es beim Abrufen besser "kontrollieren" kann.

So eine MindMap beginnt bei mir erstmal mit langem lesen und blättern - erst wenn mir klar ist wie der Zusammenhang grob sein könnte lege ich los.

Das merke ich vor allem beim Erinnern. Die MM die ich am PC mit viel Mühe erstellt habe, halfen mir auch eher, als diejenigen, bei denen ich alles eingetippt habe um es danach zu ordnen - ich bin ein sehr visueller lerner, darum ist mir die Flexibilität einer MM am PC manchmal ein Hinderniss.

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Danke für die Erklärung - schon interessant, mit welchen Mitteln das Wissen aufbereitet werden kann.

Ich bin zwar auch visueller Lerner (ich könnte wahrscheinlich alles, wenns im Fernsehen laufen würde ;)), nur dauert mir wahrscheinlcih das Erstellen der MindMaps zu lange - da wird mir der Stoff dann schon langweilig *hust*

Vielleicht findet sich aber noch das eine oder andere Lernfach, wo ich das auch mal versuchen könnte :D

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Hab ja bisher auch MindMaps angelegt, nur aktuell läuft das nicht so gut. Ich denke persönlich schon, dass von Hand erstellte MindMaps nochmal um einiges besser "wirken" also die auf dem Rechner, eben weil du auch deine motorischen Fähigkeiten einsetzen musst, um eine Verbindung herzustellen. Das prägt sich meist viel besser ein. Aber es dauert in der Tat länger. Außerdem sehen meine MM von Hand auch ziemlich chaotisch aus. Ich brauche dann meist zwei Versionen: Konzept und endgültige Fassung. Sonst kann ich's später nicht mehr lesen. ;)

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Michael Knight

Geschrieben

Auch ich habe immer mal wieder damit experimentiert. Zuletzt bei Fertigungstechnik, wo eine Vielzahl sehr ähnlicher Verfahren bis ins kleinste Detail beherrscht werden mussten. Mein Fazit: für mich ist das nix. Ich führe das bei mir auf 2 Ursachen zurück:

1.) ich bin absolut kein visueller Lerner. Habe schon mit Präsentationen immer meine Schwierigkeiten und brauche Text um was zu verstehen. Daher auch immer wieder mein Hinweis auf die Sekundärliteratur, wenn ich was nicht kapiere.

2.) Mir dauert das Erstellen der Maps einfach zu lange. Und zwar sowohl per Hand als auch per PC. Meine Handschrift kann ich eh selbst nicht entziffern und wenn ich dann noch was durchstreiche kann ich eigentlich gleich von Vorne anfangen. Ja und am PC macht es zwar sogar ein wenig Spass, ich kann ewig korrigieren, aber in der selben Zeit könnte ich es auch 10 mal aus meiner Zusammenfassung lernen.

Ich habe das also für mich abgeschlossen und werde es nicht nochmal probieren. Aber für Alle denen sowas hilft, ist es natürlich ne feine Sache.

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Aber es dauert in der Tat länger. Außerdem sehen meine MM von Hand auch ziemlich chaotisch aus.

Das habe ich vor allem durch Übung verbessert. Ich denke meist viel nach wie ich das ganze strukturiere, lese den entsprechenden Bereich und setzte dann im Kopf die Zusammenhänge zusammen. Wichtig ist mir vor allem das ähnliche Teile zusammen sind um Verbindungen zeichnen zu können, das ist nicht immer die Reihenfolge wie im Skript angegeben.

Ich habe das also für mich abgeschlossen und werde es nicht nochmal probieren. Aber für alle denen sowas hilft ist es natürlich ne feine Sache.

Jo das ist sehr wichtig, mir hat z.B. die Arbeit mit dem Diktiergerät nichts gebracht -> abgeschafft. Ebenso die Studienbriefe vorzulesen, nachzulesen dabei markieren und dann zusammenfassen -> abgeschafft, läuft nur noch in 1-2 Schritten.

Aber ich glaube die Leser von fi.de merken eines sehr schnell (nicht nur weil fast jeder hier es dauernd wiederholt) - man kann viel probieren muss sich aber auch schnell von etwas trennen, was einem nichts bringt. Unterm Strich bleiben dann schnell die richtigen Techniken übrig.

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Ich brauche keine Farben, am besten lerne ich wenn alles schwarz-weiß ist, der Text entweder in Tabellen oder mit Stichworten untereinander steht. So präge ich mir das Bild dann ein.

Gruß

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Aber ich glaube die Leser von fi.de merken eines sehr schnell (nicht nur weil fast jeder hier es dauernd wiederholt) - man kann viel probieren muss sich aber auch schnell von etwas trennen, was einem nichts bringt. Unterm Strich bleiben dann schnell die richtigen Techniken übrig.

richtig! trotzdem finde ich es immer wieder gut auch Anregungen mitzunehmen (wie damals die Sache mit den Karteikärtchen, die bei mir hervorragend geholfen hat!) ... deswegen auch danke für die Erläuterung :)

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Also ich brauche zum lernen Chaos, die Unterlagen müssen unsortiert quer über den tisch liegen und die wichtigsten Sachen (Formelsammlung) immer versteckt unten, dann bin ich zu faul zum Suchen und präge mir die Sachen schneller ein. :-)

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Michael Knight

Geschrieben

bin ich zu faul zum Suchen und präge mir die Sachen schneller ein. :-)

So geht es mir seit meiner "Studienbrief-im-entfernten-Kleiderschrank-Lagertechnik" ebenfalls :-)

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Nach dem es ja für jeden Hundepups eine Management-by-... Technik gibt, sehe ich schon das man das 1:1 auf Learny-by übertragen kann ;)

Learning-by-hiding

Learning-by-painting

Learning-by-hearing

Learning-by-Zusammenfassungen-runterladen :D

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HannoverKathrin

Geschrieben

Also ich würde mich sehr freuen, wenn du mal 1 oder 2 deiner Lieblings-MMs fotografieren würdest und mal hier mit reinstellst.

Ich werde nun wohl das 1. Mal in meinem Leben Karteikarten zum Lernen nutzen. Ich merke nämlich dass mich schreiben und lesen nicht mehr "ganz so erreicht wie früher". Evtl. wäre MM zeichnen ja auch etwas für mich. Jedoch geht es mir wie Engel: in der Schule kennen gelernt aber niemals wirklich angewandt. Die Idee wie sowas aussehen könnte fehlt mir aktuell :-\

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Kein Problem - ich bastel dazu mal am Wochenende einen Beitrag zusammen. 1-2 Mindmaps mit kleiner Entstehungsgeschichte.

Lernkarten sind übrigens eine tolle Sache - damit habe ich im Haß-Lern-und-Pauk-Fach Marketing- und Umweltmanagement trotz gefühlter 1.793.872 Details eine gute Note bekommen. Wichtig ist da nur, das man rechtzeitig anfängt.

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Ich glaube Udo W. und ich sind verwandt. Ohne Chaos kann ich nicht leben. Wobei es nur für Außenstehende ein Chaos ist. Ein Griff genügt und ich habe das benötigte.

Mind Maps habe ich mal versucht, doch das klöppeln dauert mir zu lange. Ich lerne nach Inhaltsverzeichnis und Randkommentar.

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Mindmaps auf A3 - bei mir auch das beste, was ich bisher probiert habe :D Mindmaps am PC sind zwar "sauber", aber bringen mir nicht viel beim Erfassen eines Themas. Auf A4-Papier hat mir immer in mindestens einer Ecke noch Platz gefehlt und deshalb war das auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber auf jeden Fall hatte ich schon mehr davon. Jetzt auf A3 macht das zum einen richtig Spaß und zum anderen ist es ein großer Fortschritt im Lernprozess, wenn die MMs fertig sind. Manchmal male ich das dann auch nochmal der Übersicht halber ab bzw ändere noch Kleinigkeiten. Bevor ich mit dem Malen loslege schreibe ich aber eine kurze Zusammenfassung des Themas. Mit der Zusammenfassung erarbeite ich den MM-Aufbau.

Was mich aber auf jeden Fall intererssiert ist dein Einsatz der Farben. Da würde ich gerne mehr drüber lesen. Ich nutze meine Buntstifte eher willkürlich.

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Aus Zeitmangel reiche ich einfach mal ein Bildchen nach, einen Artikel zum Thema MM werde ich wohl erst die nächsten Wochen mal verfassen:

chillie-albums-fi-de-album-picture83-beispiel-map.jpg

So sieht eine meiner Maps aus. Bezüglich der Farben nutze ich vor allem kräftige Farben, je kräftiger um so besser und je bunter um so besser, das erhöht für mich den Wiedererkennungswert.

An dem vielen Gekritzel sieht man übrigens auch, das man eine MindMap nur für sich selbst machen kann, ich wette damit kann sonst keiner was anfangen :cool:

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Das Gesicht bei Ablehnung des Angebots ist sensationell gut :D

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Hey, nichts gegen meine 4.-Klässler-Maltechnik :D

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Auf jeden Fall ist es sehr aussagekräftig und genau darauf kommts ja an :)

Ah, ich wollte ja nochmal auf die Farben zurückkommen. Vor allem bei Umwelt hab ich jetzt ein bißchen darauf geachtet, welchem Thema ich welche Farbe gebe: grün für rechtliche Geschichten, braun für "feststehende" Dinge und rot für aktive, umzusetzende Angelegenheiten. Immer funktioniert das aber leider nicht. Ich denke, du hast z.B. das blau bei Ablehnung auch nicht unbewusst genommen, oder?

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WOW! das ding ist cool! ich versuche gerade mir auszudenken, wie ich teile meines derzeitigen Stoffs so darstellen könnte - allerdings fällt mir da bei UML und ERD nicht wirklich was ein :D nicht mal die Phasenmodelle ^^

Aber ne hübsche MindmAp hast du gemacht!

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ja Mindmaps *g*. Bisher habe ich sie auch immer nur grau in grau gehalten und recht klein. Bei solchen großen schweift der Blick mir zu oft ab ( groß im Bezug auf viele Zweige ). Hier mache ich oft einfach viele kleine. Aber Farben.... hmm muss ich auch mal mit reinbringen. Du nutzt noch richitg old School Buntstifte was? *g*. Hat glaube ich auch den Vorteil das man sich mehr damit beschäftigt. Auf jedenfall wieder eine Anregung!

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Du nutzt noch richitg old School Buntstifte was?

So ist es, wüsste nicht wie man es sonst vernünftig hinbringen kann. Die Farben sind für mich sehr wichtig, das macht die Unterscheidung im Hirn wirklich leichter.

Zudem habe ich etwas quergelesen und bin darauf gekommen das Menschen zwischen 20-40 eher grelle Farben mögen und darauf achten, also benutze ich möglichst wenige Pastelltöne.

Konträre Punkte nutze ich dann meist auch mit konträren Farben und wichtigen Passagen versuche ich ein möglichst breites Schriftbild zu geben.

Ein richtiges "so geht's immer" Konzept habe ich da nicht, aber je bunter um so besser kommt gut an.

Wobei man sagen muss, die Map umfasst ein Kapitel mit ca. 12 Seiten - dafür brauche ich gut 1-1,5 Stunden mit überfliegen, im Gedanken strukturieren, aufbauen und ausführen. Bei ca. 1200 Seiten im Semester wäre das ein irrer Aufwand, denn da gehört die Zeit die SB zu lesen zu markieren und die direkte Prüfungsvorbereitung ja noch dazu.

Werde es aber sicher häufiger nutzen als vorher - den MindManager könnte ich jetzt wieder deinstallieren ... denn im Vergleich zur Handarbeit ist der Nutzwert eigentlich sehr gering.

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Siehst du ich bin im Vorteil da ich schon 42 bin ... mir reicht einfach nur die Farbe blau :-)

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Lt. Farbpsychologie müssten Dir Pastelltöne gefallen die mit wachsendem Lebensalter richtung Beige tendieren.

Deswegen auch die vielen beigen Cordhosen bei Rentnern :D

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      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 9
      Hey Leute,
       
      heute war es so weit. Das heiß ersehnte Kolloquium stand vor der Tür. Ich war mächtig nervös und hatte noch am Vortag kleine Korrekturen in der PowerPoint- Präsentation gemacht. Was musste meine Freundin in den letzten Tagen als Zuschauerin und Kritikerin herhalten. jeden Tag hatte ich an dieser Rede gefeilt und geübt. Und heute sollte es so weit sein.  
       
      Ich habe mit einer 2,0 bestanden. Von nun an habe ich einen akademischen Titel. Das kann mir keiner mehr nehmen.
       
      Eigentlich dachte ich, dass ich jetzt so etwas schreibe wie "yehaaa, endlich habe ich es geschafft/ ich könnte Freudentänze machen/ Ich hatte nach der Präsentation gejubelt /Das Studium ist vorbei/ Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus"... aber Fakt ist, dass ich die Mitteilung, bestanden zu haben, eher nur hingenommen habe. Natürlich habe ich mich bei den drei Tutoren bedankt (Erst- und Zweitdozent plus Beisitzerin). Ich habe auch allen, die mir geschrieben und beglückwünscht hatten, meinen Dank ausgesprochen. Aber irgendwie verspüre ich keine Freude oder gar Erleichterung oder das Gefühl, etwas geschafft/ vollbracht zu haben. 
      Ich habe verdammt nochmal ein Fernstudium nach 4,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Da muss doch Freude aufkommen. 
      Habe ich es einfach nur noch nicht realisiert? Muss ich erst das Zeugnis in der Hand halten, um das zu schnallen? Habe ich so lange auf diesen Moment hier hingearbeitet, sodass ich es mit einem schnellen "Sie haben mit einer 2,0 bestanden" nicht so recht wahrnehme?
      Nebenbei schiele ich ja schon seit längerem auf mögliche Musterstudiengänge. Sehe ich diesen Abschluss vielleicht nur als notwendige Bedingung für mein nächstes Ziel, den Master?
       
      Ich hoffe, dass ich mich in Kürze endlich richtig freuen kann. Das ist so ein komisches Gefühl. Ich weiß, dass ich was geschafft habe und fühle mich dennoch so ..weiß nicht... unbestätigt/leer/emotionslos.
      Es ist mir so unangenehm, dass sich meine Umwelt für mich freut und ausgerechnet ich bin total unbeeindruckt.
       
      Nichtsdestotrotz kommt hier das versprochene Bild aus der DB-Lounge Frankfurt/Main.
      Prost!