PatrickM

Erfahrungswerte DBA-Programm bei der KMU?

8 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

 

ich interessiere mich für eine berufsbegleitende Promotion und auf der Suche nach Erfahrungswerten mit entsprechenden Programmen / Umsetzungsmöglichkeiten bin ich auch auf dieses Forum gestoßen.

 

Da ich eine Ausarbeitung auf Deutsch bevorzugen würde, bin ich auf die KMU aufmerksam geworden (auch die vergleichsweise überschaubaren Kosten sind natürlich interessant). Hier im Forum gab es ja auch bereits eine hitzige Diskussion was Erfahrungswerte mit der KMU angeht. Gerne würde ich noch mal die Initiative ergreifen und (reale) Erfahrungswerte aus dem DBA-Programm der KMU erfragen. Hat sich jemand in der Zwischenzeit bei der KMU angemeldet und kann über die Durchführung und den Verlauf berichten?

 

Um mir ein eigenes Bild zu verschaffen, habe ich mich bei dem Infotag der KMU persönlich vor Ort informiert. Die Mitarbeiter machten einen sehr kompetenten Eindruck und auch meine Fragen konnten geklärt werden. Was mir aber bisher nicht vermittelt wurde / werden konnte, sind Kontaktdaten von Studenten, mit denen ich mich objektiv zu dem Programm austauschen kann, was sehr schade ist. So besteht bei mir hier immer noch eine Verunsicherung was die Qualität angeht.

 

Gibt es darüber hinaus aus eurer Sicht vergleichbare (bessere) DBA / PhD-Programme? Ich freue mich auf euer Feedback, gerne auch per PN

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Vielen Dank für deinen Beitrag. Was für Fragen konntest du denn am Infotag klären und aus welchem Grunde konnten dir keine Kontakte zu anderen Promovenden vermittelt werden?

 

Über andere Promotionsvorhaben berichten in ihren Blogs zur Zeit @der Pate und @SebastianL.


Markus Jung (XING, LinkedIn)

Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K. (Impressum)

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Bei dem Informationstag habe ich hauptsächlich Fragen zu den organisatorischen Rahmenbedingungen gestellt.

 

Beispielsweise hat mich interessiert, wie der deutliche Kostensprung von EUR 19.800 auf EUR 24.800 gekommen ist. Hier wurde mir erläutert, dass dies durch die Middlesex University getrieben war und die KMU dies entsprechend weiterberechnet / berechnen muss. Ermäßigungsmöglichkeiten durch Gruppenrabatte gibt es allerdings weiterhin.

 

Auch auf die Betreuung während des Promotionsvorhabens bin ich eingegangen: Leider besteht keine Möglichkeit, vorab mit dem Advisor (dem zuständigen Doktorvater) Kontakt aufzunehmen, um Fragen rund um das Promotionsthema zu diskutieren oder – was mir persönlich wichtig wäre – abzuklären, ob die „Chemie stimmt“. So ist nur ein „Blindflug“ möglich und die Anmeldung muss erfolgen, bevor ein entsprechender Kontakt besteht.

 

Dadurch, dass es sich um ein durch die KMU organisiertes Programm handelt, ist zumindest gegeben, dass während der Promotionsphase die Betreuung durch einen Doktorvater immer erfolgt / ein Ansprechpartner vorhanden ist. Mir wurde gesagt, dass es vertraglich vereinbarte Reaktionszeiten gibt (der Advisor also auf eine Frage innerhalb eines Zeitraums reagieren soll) und selbst ein Advisor-Wechsels ist möglich (bspw. notwendig durch den Weggang des Betreuers von der KMU, auch wenn dies wohl sehr unwahrscheinlich ist) und es würde dann umgehend ein neuer zugeteilt werden. Ebenfalls auch in dem Falle, wenn es widererwartend überhaupt nicht zwischen dem Studenten und dem Betreuer passt.

 

Interessant fande ich, dass während der Promotion keine Veröffentlichungen stattfinden müssen, bzw. dies kein Teil der Promotion ist. Hier hatte ich bei anderen Organisationen dies bislang immer als Voraussetzung wahrgenommen. Als reines Fernstudium ist zudem auch keinerlei Vor-Ort- / Präsenzphase notwendig. Trotzdem ist man ein „vollwertiger Student“ der Middlesex University und kann entsprechend die Studieneinrichtungen vor Ort in London nutzen – auch wenn man nicht gezwungen wird würde ich mir den Campus natürlich dann mal ansehen wollen und bspw. auch die Bibliothek nutzen wollen.

 

Kontakte zu Promovenden: Mir wurden einige wenige Kontakte zu anderen Promovenden zugeschickt, die der KMU zugestimmt hatten für interessierte Personen Auskünfte zu geben. Leider handelte es sich dabei zum größten Teil um Personen, die auch bei der KMU in anderen Positionen beschäftigt sind und begleitend den DBA absolvieren. Aus meiner Sicht ist so eine neutrale Darstellung zum Ablauf und möglichen Vor- und Nachteilen nur schwierig möglich.

 

Bearbeitet von PatrickM
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Das hört sich alles extrem negativ in meinen Augen an. Der Dr.-Vater und das Thema ist sind die wichtigsten Baustein einer Promotion. Der mögliche Wechsel des Dr.-Vater würde mich schon sehr stören. Stell Dir mal vor, Du diskutierst mit Deinem Dr.-Vater eine Richtung A, forscht Jahrelang in diese Richtung und dann kommt ein neuer Dr.-Vater, der das alles anders sieht und die Richtung B möchte. Was dann ggf. "von vorne" bedeutet. In dem Buch "Erfolgreich Promovieren" war eines der größten Kriterien warum Personen an der Promotion scheitern der Dr.-Vater. Gerade im Hinblick auf Chemie, Verständnis, Konsistenz und Interesse des Dr.-Vater an dem Promotionsthema. Ich hab auch gelesen dass nach dem Wechsel des Dr.-Vater unmittelbar der Abbruch der Promotion kommt. Genauso das Thema, man muss sich ja 3-5 Jahre (lt. Statistischem Bundesamt) mit dem Promotionsthema auseinandersetzen und identifizieren können. Wenn ich erst nach Vertragsunterschrieft das Thema bekomme, was mache ich dann wenn das für mich "uninteressant" ist?

 

Das nächste Problem was ich sehe ist immer die Anrechnung des Doktors aus dem Ausland. Schon alleine dass man nur den Dr. Führen darf ohne die Fachbezeichnung (z.B. Dr.-Ing.) hat mich schon gestört. Mal von abgesehen zahlst Du eine Menge Kohle und das Resultat (Abschluß) kann Dir keiner garantieren, ausser die schreiben Dir Deine Dissertation am Ende, was auch nicht erstrebenswert ist.

 

Ich würde mich mal umsehen ob andere Universitäten dich nicht als externen Doktorand nehmen. Kostet erstens nichts und Du kannst mit Deinem Dr.-Vater alles absprechen. Auch die gegenseitige Erwartungshaltung abklären und auch das Thema vorher bekommen. Ausserdem kann der Dir genau sagen was in den nächsten Jahren auf dich zukommt und Dir Kontakte zu anderen Doktoranden oder sogar fertigen Doktoranden vermitteln. Die Dir dann ungeschöhnt sagen ob die das nochmal machen würden oder eher nicht. Auch können die Dir Tips geben, wie z.B. Dr.-Vater anrufen statt Mails schreiben, weil er sonst nicht reagiert, etc. Vielleicht findest Du einfach auch nur banale Dinge raus, die Du schon wusstest, was umso besser ist. Ich habe mir vor der Promotion auch einige Anbieter angesehen und die waren aus meiner Sicht durch die Bank schlechter als direkt auf die Universitäten zuzugehen. Es ist halt scheinbar im ersten Moment einfacher sich direkt an eine Uni zu wenden die einen mit Geld nimmt. Auf dem langen und steinigen Weg ist es aber ratsam vorher etwas mehr Zeit zu investieren und sich das für einen bestmögliche Szenario auszusuchen. Siehe es wie eine Planung, umso besser Du vorher planst, umso stressfreier wird es.

 

Als letzten Tip kann ich Dir nur sagen, schau Dir genau an für was Du so viel Geld bezahlst und mache deutlich dass Du keinen cent bezahlst wenn die Dir nicht alle Fragen restlos klären und Du genau weist wie das abläuft.

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Wilhelm Büchner Hochschule in Kooperation mit der Fernuniversität in Hagen: Promotion in Informatik (02.01.2017 - tbd)

Wilhelm Büchner Hochschule: M.Sc. Wirtschaftsinformatik (01.07.2015 - 13.12.2016)

Wilhelm Büchner Hochschule: B.Sc. Wirtschaftsinformatik (16.11.2012 - 20.06.2015)

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Hallo,

ich habe die bisherigen Diskussionen zum Thema „DBA an der Middlesex University in Zusammenarbeit mit der KMU“ gelesen und bin immer noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.

Hat denn jemand schon mit diesem Studium begonnen oder, noch besser, das Ganze erfolgreich abgeschlossen?

Ich habe bisher herausbekommen, dass die verliehene Urkunde zwar von der Middlesex University ausgestellt wird, dass aber dennoch ein Hinweis auf die Zusammenarbeit mit der KMU enthalten sein soll. Das ist ja grundlegend auch völlig korrekt, weil es eben nicht das „Original“ DBA-Studium der Middlesex University ist und demzufolge auch eine andere Urkunde ausgestellt werden sollte.

Das eigentlich Interessante ist aber natürlich, ob das in Deutschland ein Hindernis sein könnte, den angestrebten Dr.-Titel auch im z.B. Personalausweis eintragen zu lassen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es da für alle Bundesländer einheitliche Regeln gibt.

Um irgendwelche diesbezüglichen Fragen vorher zu beantworten: Ich beabsichtige ernsthaft, einen wissenschaftlichen Beitrag zu meinem Forschungsgebiet zu leisten. Das heißt, es geht mir nicht nur um die beiden Buchstaben vor dem Namen, aber ich bin mir gegenüber ehrlich genug um zuzugeben, dass es irgendwie doch zu meiner (Fremd)Motivation dazu gehört.

Danke für Euren Input!

Paul

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Gibt hier einige Threads zu, ich glaube auch gelesen zu haben das hier schon wer dabei ist, bin mir aber nicht sicher. Der Grad ist in Deutschland derzeit gleichwertig und kann als "Dr." ohne Fachbezeichnung getragen und im Perso eingetragen werden. Wenn dich das Dokument dazu interessiert, schreib mir deine Mail als PM und ich schick dir das Dokument.

 

Persönlich bin ich mir nicht sicher ob der Brexit irgendeine Auswirkung darauf hat, bezweifle ich aber. Dazu gibt es auch einen Thread hier.

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Hallo Sebastian,

Danke für Deine Info. Ich schicke Dir meine E-Mailanschrift und würde mich über die Zusendung des angesprochenen Dokuments freuen.

Beste Grüße,

Paul

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Hab das Dokument nicht mehr gefunden. Hab's wohl irgendwann mal gelöscht, nachdem es klar war das ich in Deutschland promovieren werde. Aber hier etwas ähnliches: Merkblatt_zur_Fuehrung_auslaendischer_Grade.pdf


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