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paulaken

Das Meisterwerk ist vollendet

Gestern war es soweit, die Diplomarbeit ging zum Drucken und Binden in die Druckerei. Nach vier Stunden Wartezeit und 147,20€ waren die vier Exemplare fertig.

93 Seiten sind es geworden, 15 davon farbig und 65 Inhaltsseiten.

Es ist nicht perfekt, aber ich bin letztendlich zufrieden: diplom.thumb.jpg.04f3604d8f0d5ef2d975b889e0402af4.jpg

 

Nun bleibt mir nur noch das Warten auf die Benotung und den Termin für das Kolloquium.

Nach 6,5 Jahren und 8 Fachsemestern wäre ich dann endlich fertig.

 

Vielen Dank für die Kommentare zu meinem letzten Eintrag. Parallel zu diesen Anregungen war ich diese Woche zu einer Beerdigung. Die Person lebte nach dem Motto, dass das Leben eines jeden auf zwei wichtigen Säulen aufgebaut ist. Er sagte immer: Man braucht zwei Dinge zum glücklich sein, einmal die richtige Frau an der Seite, damit man seine Familie leben kann und das zweite ist ein Beruf, der einen ausfüllt.

 

Und genau dies brachte mich, zusätzlich zu den Anmerkungen, sehr stark zum Grübeln. Auch mit den Fragen von Frau Kanzler habe ich mich intensiv auseinander gesetzt. Ich denke, ich muss feststellen, dass die Probleme und die Unzufriedenheit nicht in mir zu suchen sind (sicherlich zum Großteil, aber nicht nur). Es gibt aktuell eine Fluktuation seit Anfang des Jahres in Höhe von Rund 20%. Die Fluktuation in den Jahren davor war bedeutend geringer (unter 5%). Das gibt mir schon zu denken.

 

paulaken

Und nun?

Die Diplomarbeit läuft, irgendwie. Im ersten Wurf wurden es 93 Seiten und diese habe ich nun auf 67 gekürzt. Vielleicht schaffe ich es diese Woche noch beim Einarbeiten der Änderungen die letzten zwei noch zu eliminieren. Aber zufrieden bin ich nicht.

Ich finde mich gerade damit ab, dass ich das Studium insgesamt mit drei abschließen werde und werde noch einen Master machen. Aber dafür muss ich erstmal meine privaten Baustellen klären, damit ich dann mit dem Master die formale Promotionsberechtigung bekomme. 

Am 07.06. war ja ein erneutes Gespräch mit meinem Arbeitgeber. Am 22.06. waren die dort getroffenen Zusagen schon wieder hinfällig. Am 28.06. rief mich ein Headhunter an und ich hörte mir erstmalig an, was er mir anbot. Aus diesem Gespräch ergaben sich drei Bewerbungen. Eine Absage, eine ist noch offen und für die dritte folgt nun am 31.07. ein Vorstellungsgespräch. Ich bin hin und her gerissen. Ich will wechseln, aber meine private Situation (möglicher Hauskauf und dafür notwendige Finanzierung, Kinderplanung) sprechen gegen einen Wechsel. Auf der anderen Seite hat mich das letzte Jahr emotional an meine Grenzen gebracht. Ich kann nicht zählen, wie oft ich heulend im Auto saß, weil ich diese Situation nicht mehr aushielt. Und alles, was ich versuchte um mir zu helfen führte nur zu weiteren Eskalationen. Auch den Rückhalt der Vorgesetzten habe ich offensichtlich verloren, da Zusagen nichts mehr wert sind. 

Meine Gedanken kreisen und ich komme zu keiner Lösung. Mein Beruf ist ein sehr wichtiger Pfeiler meines Lebens, ich brauche eine ausfüllende und angenehme Situation um insgesamt zufrieden zu sein. Ich fühle mich nur wohl, wenn ich nach einem erfolgreichen Arbeitstag nach hause kommen kann. 

Diese Situation lähmt und blockiert mich. Ich merke, wie es mir die Energie ausraubt und ich zu viel Zeit mit schlafen oder grübeln verbringe. So komme ich keinen Schritt weiter.

Und das wirkt sich auch auf die Qualität der Diplomarbeit aus.

paulaken

Seit gestern habe ich Urlaub und muss bis Freitag den ersten Entwurf fertig bekommen, damit er dann per Post an meine Schwester gehen kann. Sie nimmt den Entwurf dann mit in den Urlaub und meine Familie wird gemeinschaftlich Korrektur lesen. Alles keine IT-ler mit entsprechend wenig Ahnung, aber alle mit guten bis sehr guten Kenntnissen in wissenschaftlicher Arbeit.

Aktuell sind 35 von 60 (+-5) Seiten geschrieben und Kapitel 1-3 sind fertig. Kapitel 4-7 sind noch offen.

Ich tue mich schwer, wie zitiert man indirekt richtig, ohne ein Plagiatsvorwurf zu riskieren? Wie kriege ich die letzten Kapitel auf die wenigen verbleibenden Seiten? Wie finde ich den roten Faden? 

Dies ist meine erste wissenschaftliche Arbeit in diesem Studium und ich habe keine Ahnung, was von mir erwartet wird, oder wie die Korrekturrichtlinien aussehen könnten. Das finde ich schade und macht das ganze nur unnötig schwer. 

Zu ändern ist es nun nicht und ich versuche deshalb mit dem Zitat des Titels zu leben. Diese Arbeit ist ein Projekt und ein gewisses Risiko gehört dazu. Nun muss ich nur die Risiken erfassen und beurteilen, damit ich einschätzen kann, welche ich eingehen kann und welche nicht.

Mein Ziel ist eine 1,5 für diese Arbeit, damit ich letztendlich noch mit 'gut' abschneiden kann.

 

* DeMarco, Tom:. Bärentango

paulaken

Ich nerve mich schon selbst an

Seit Wochen habe ich für die Diplomarbeit nichts getan. Die Abgabe habe ich für mich auf den 31.07. terminiert. Dann werde ich dieses Semester nämlich noch fertig. Parallel haben sich zwei Arbeitskollegen angeboten mir zu helfen. Beide haben vorher in der Uni Abschlussarbeiten betreut. Das Exposé haben beide nun schon und werden sich demnächst dazu melden.

Die ersten beiden Wochen im Juli und auch die vierte Juliwoche habe ich frei. Dort werde ich dann runter schreiben und fertig werden. Zieltermin für die letzte fertige Seite ist der 14.07. Dann haben die Korrekturleser eine Woche ausführlich Zeit und ich habe anschließend noch eine Woche um die Änderungen einzupflegen, zum Drucken, Binden und zur Post tragen. Das sollte doch eigentlich machbar sein.

Es sind noch 20 freie Tage bis zum Ende der zweiten Juliwoche. Ich muss 60 Seiten /+-5 schreiben. Rund 10 Seiten sind schon fertig, für die anderen Seiten sind 90 Zitate erfasst. Eigentlich sollte es machbar sein, es sind doch gerade einmal 3 Seiten pro Tag.

Aber warum kriege ich es trotzdem nicht hin und habe seit Wochen nichts mehr für die Diplomarbeit getan.

Die Ausredenvielfalt ist groß. Beruflich dreht sich das Karussell gerade besonders schnell, privat ist auch einiges los.

Gestern waren wir mit den Kollegen klettern, heute tut mir doch einiges weh, also kann ich heute nichts tun.

Moment, wann habe ich eigentlich beschlossen, dass ich die Arbeit meißeln will? Die Ausrede zählt also auch nicht. Ich muss doch nur ein paar Zeilen tippen.

Eigentlich muss ich nur Anfangen, und wenn mir der erste Satz nicht einfällt, fange ich eben mit dem zweiten an. So schwer kann das doch nicht sein, oder?

paulaken

Mein letzter Beitrag war durch massiven Frust geprägt. Ich steckte in einer Sackgasse und sah keinen Weg heraus. Eure Tipps waren gut und hilfreich. Vielen Dank dafür. 

Ich hatte in den letzten Wochen ein Vorstellungsgespräch und werde auch genommen, wenn ich mich dafür entscheide. Es gibt nur einen großen Nachteil. Es gibt keine Entwicklungsmöglichkeiten. In diesem Unternehmen ist es üblich, dass ein Sachbearbeiter sich nur als Sachbearbeiter weiter entwickelt und dort eine Fachkarriere anstrebt. Ein Wechsel in eine Führungsaufgabe ist dort nicht möglich.

Aber mit dieser Sicherheit im Hintergrund habe ich erneut ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber geführt. Ich habe angekündigt, dass ich erwähne zu kündigen und auch die Gründe dafür klar benannt. Mein Arbeitgeber will mich halten und unterbreitete ein Gegenangebot. Positiv fand ich, dass es in keinem Satz um mein Gehalt ging. Geld löst meine aktuellen Probleme nicht. Die Aussagen klangen gut, aber meine Zweifel waren groß. Zu oft wurde etwas zugesagt und dann doch nicht gehalten. Auch war ich mir nicht sicher, wo ich stehe. Ein sehr erfolgreiches Projekt, ein sehr schlechtes und ein gutes (welches noch läuft) stehen auf dem Zettel. Aber welche Bewertung zählt? Ist dieses eine, sehr schlechte Projekt, der einzige Grund für meine derzeitige Bewertung oder spielen die Gründe, die zu der schlechten Leistung führten, auch eine Rolle?

Noch um diese Gedanken kreisend kam der nächste Tiefschlag. Ich wurde erneut aufgefordert meinen bereits genehmigten Urlaub zu stornieren um Arbeiten zu können. Mir platzte der Kragen und ich sagte zwar meinen Urlaub ab, forderte beim Geschäftsführer aber einen verbindlichen Urlaubsplan an, damit ich meinen Resturlaub aus 2016, die bestehenden Überstunden (80) und die Urlaubstage aus 2017 in 2017 nehmen kann. 

Es gab zwar kein Gespräch mit mir, aber ich merke deutlich, dass es deutliche Aussagen gegeben haben muss. Die fordernde Person, mein Projektleiter mit dem es schon lange massive Konflikte gibt, war anschließend sehr handzahm und freundlich. Er traute sich nicht einen zweiten Tag noch einzufordern und wenn ein Abbruch meines Urlaubs notwendig sein sollte, wird das durch die Geschäftsführung angefragt.

Gestern habe ich erneut ein Gespräch mit dem Geschäftsführer angeregt. Ich legte eine konkrete Wunschliste vor und ging sie mit ihm durch. Die versprochenen und abgesagten Weiterbildungen werden zu einem Termin meiner Wahl nachgeholt. Allein die Tatsache, dass eine Zusage zurück genommen wurde, ließen seine sonst so undurchschaubaren Gesichtszüge etwas entgleisen. Die Zusammenarbeit mit dem Projektleiter und mir wird per sofort beendet. Ein Ersatz wird gesucht und übernimmt alle neu anfallenden Aufgaben. Ich werde nur noch die bereits angefangenen Aufgaben an einem Ort meiner Wahl beenden. Ein direktes Zusammentreffen ohne Zeugen wird es also in Zukunft nicht mehr geben. 

Auch ging es um die Gründe für die nicht funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem Projektleiter und mir. Meine Aussage dazu war nur, dass ich mich nicht als Sklave eigne. Die Antwort darauf war überraschend: "Das zeichnet dich aus und genau deshalb will ich dich halten".

Ich bin mir noch nicht sicher, aber die Tendenz geht zum Bleiben.

Parallel dazu tut sich gerade ein wunderbares Haus auf. Es ist die Doppelhaushälfte zu meinem Elternhaus. Es steht seit kurzem zum Verkauf und ein Bauwertgutachten ist erstellt. Ein Angebot zum Kauf habe ich abgegeben. Allein für meinen Teenie wäre es toll, da sie die Nachmittage im Haus meiner Eltern verbringt. Wir führen im Prinzip eine Art Wechselmodell mit mir und ihren Großeltern. An beiden Wohnorten hat sie ein Zimmer und entscheidet selbst, wo sie übernachten und ihre Freizeit verbringen möchte. Dies wäre durch einen Gang durch den Garten noch einfacher. Die Grundrisspläne habe ich nun vorliegen und die Planung der Kernsanierung ist in vollen Zügen. Das wird ein Mammutprojekt und einige lange Monate Zeit kosten.

Gedanklich blieb kein Platz für die Diplomarbeit. Da meine letzten Noten nun aber heute oder morgen eingetragen werden, habe ich nun eine Frist von acht Wochen um die Arbeit anzumelden und dann drei Monate später abzugeben.Langsam muss es an dieser Stelle auch wieder weiter gehen.

paulaken

Im Motivationsloch gefangen

Irgendwie hänge ich seit einer Weile in einem tiefen Motivationsloch fest. Am Montag war ein erneutes Telefonat mit dem Dozenten. Wir sprachen noch über zwei oder drei Kleinigkeiten, sprachen das weitere Vorgehen ab und er gab einen Vorschlag, welchen Zweitbetreuer ich anschreiben könnte. Er endete damit, dass ich die Arbeit nun anmelden kann. Das Exposé, und damit der Grundstock und die Gliederung, der Arbeit steht.

Aber trotz vier Tagen am Stück frei habe ich kein Wort geschrieben und gerade mal zwei Zitate erfasst. Den Rest der Zeit habe ich sinnlos vertrödelt.

Heute wurde mir klar, warum ich so demotiviert bin. Ich war auf einer Business-Veranstaltung und habe dort Networking betrieben. Das Thema klang zwar spannend, ist aber weit ab meines beruflichen Alltags. Hinterher redete ich mit drei mir unbekannten Personen.

Vor ein paar Jahren wäre ich niemals zu so einer Veranstaltung gegangen und wäre auch nie geblieben und hätte mit den Anwesenden diskutiert. Ich war mir sicher, dass ich mich, ob meiner Ungebildetheit, nur blamieren würde.

Ich habe in den letzten Jahren unheimlich dazu gelernt und mich deutlich weiter entwickelt. Aber beruflich stecke ich in einer Sackgasse und sehe keine Möglichkeit diese zu verlassen. Auch mit dem Diplom wird sich nichts ändern. Der Frust ist zwar seit Jahresanfang wieder geringer geworden und im privaten finde ich die geistige Auslastung, die ich brauche um zufrieden zu sein. Aber das ist mir zu wenig. Ich möchte auch die Stunden, die ich mit dem Broterwerb verbringe, als sinn stiftend und ausfüllend empfinden. Ich versuche zwar mich daran zu gewöhnen, dass es so ist, aber es klappt einfach nicht.

Und vermutlich deshalb sitzt dieser Teufel auf meiner Schulter, der mich bremst und lähmt. Wozu diesen Aufwand betreiben, wozu diesen Stress, wenn es doch nichts ändert?

paulaken

Eigentlich wollte ich....

Am Wochenende und am Montag (ein Urlaubstag) wollte ich zwei Tage produktiv an der Diplomarbeit schreiben. Das Ziel war, dass ich für das erste Kapitel eine erste Grobfassung schreibe. Es ist Sonntag Abend und noch keine Zeile kam auf das Papier.

Freitag Abend war ich müde, so müde, dass ich vor 22Uhr schlief und am Samstag erst um 11Uhr wach wurde.Heftige Kopfschmerzen begrüßten mich und ich blieb mit ein paar Serienfolgen bis 13Uhr im Bett. Da regte sich dann auch der hauseigene Teenie und ich stand auf. Die Kopfschmerzen begleiteten mich weiter und erst gegen 20Uhr verschwanden sie langsam und wurden durch Übelkeit durch die eingenommenen Tabletten abgelöst. Heute war ich den ganzen Tag unterwegs und konnte zwar viel lesen, aber nichts schreiben. Das Skript der IUBH zum Thema IT-Projektmanagement ist gelesen, es waren aber auch nur rund 120 Seiten und manches habe ich eher überblättert.

Tom DeMarco mit "Wien wartet auf dich! Produktive Projekte und Teams" hatte ich noch in der Tasche. Also fing ich damit dann an. Von den 250 Seiten habe ich knapp 200 verschlungen und würde am liebsten einen Fanclub gründen, wenn ich nicht dafür mein Teenie zuständig wäre. Aber um so mehr Bücher ich von diesem Mann lese, umso mehr merke ich, dass er vor Jahren schon das erkannte, was heute noch im Projektmanagement schief läuft. DeMarco war selbst Softwareentwickler und gründete später ein Beratungsunternehmen für Softwareprojekte. Einen Ehrendoktor der City University London trägt er auch. Aus gutem Grund.

1999 wurde das Buch veröffentlicht. Das Buch ist in 6 Abschnitte gegliedert.

Der erste Abschnitt handelt davon, warum Projekte scheitern und wie man Menschen führt. Die Hauptthesen sind, dass Überstunden nicht dazu führen ein Projekt zu retten, im Gegenteil. Außerdem führt Druck und eine Reduzierung der Zeit (und damit der Qualität) nicht zum gewünschten Ergebnis. Das Hauptproblem ist, seiner Meinung nach, dass das Management von Projekten auf Prozesse und Methoden ausgerichtet ist, nicht auf den Menschen. Er sieht die Aufgabe eines Managers darin, dass der Manager dafür sorgen muss, dass das Team ungestört arbeiten kann, Alles andere ist nur nettes Beiwerk für das höhere Management. 

Eigentlich sind diese Gedanken nahezu einfach und so einleuchtend, dass man denken könnte, dass jeder Manager genau dies begriffen hat. Wenn ich mich aber umschaue, ist genau das nicht der Fall. Im zweiten Abschnitt geht es um die Büroumgebung. Umso lauter und gestörter das Team arbeitet, umso geringer ist die Produktivität. Setzt man aber die Menschen zusammen, die zusammen am gleichen arbeiten und gibt ihnen Türen und die Möglichkeit das Telefon umzuleiten, so wird die Arbeit deutlich effizienter erledigt werden. Er schreibt, dass man im Schnitt ungefähr 15 Minuten braucht um sich auf eine Denkaufgabe einzustellen. Wenn man in den 15min auch nur für 5min durch ein Telefonat beispielsweise unterbrochen wird, gehen die 15min erneut los. Jeder Fernstudent, der schon einmal versucht hat sich neues Wissen zu erarbeiten, aber dauernd gestört wurde, wird diese These bestätigen können.

Abschnitt 3 handelt von der Auswahl der richtigen Personen. Besonders beeindruckend fand ich den Abschnitt, dass Fluktuation sehr teuer ist. Im Schnitt bleiben in den USA Softwareentwickler zwischen 18 und 36 Monaten in einem Unternehmen. Aber man muss mit mindestens 6 Personenmonaten Investition für eine Neueinstellung rechnen. Gründe für die Fluktuation sind oftmals Unzufriedenheit mit der Arbeit. 

Im Teil 4 geht es darum, wie man produktive Teams formt. Er schreibt, dass es keine Formel für das Formen gibt, nur eine Erfolgsformel, wie man ganz sicher jedes Team zerstört. Dazu gehört unter anderem, dass man Kommunikation, vor allem die informelle, unterbindet. Wenn man jedes informelle Gespräch an der Kaffeemaschine als störend und nicht produktiv wertet, verhindert man eine vertrauensvolle und offene Kommunikation im Team. Das führt zu den entsprechend negativen Folgen für die Zusammenarbeit und die Wertschätzung. Auch ist hier ein wichtiger Punkt, dass das Management dem Team vertrauen muss. Er fordert, dass man das Team ungestört und unkontrolliert arbeiten lassen soll. Das Ergebnis wird dann schon zeigen, ob es richtig war. Die Begründung dafür liegt in der fehlenden Wertschätzung. Kontrolle bedeutet für den Kontrollierten immer eine Form von Misstrauen, der Chef kontrolliert meine Arbeit, weil er denkt, ich werde sie nicht gut machen. Und weil man die negative Wertung schon im Vorfeld bekommt, wird die Motivation leiden und das Ergebnis wird schlechter werden. 

Im Teil 5 geht es darum, wie man die Arbeit so gestaltet, dass sie motivierend und produktivitätssteigernd ist. Hier geht es um wenig Verwaltung und Bürokratie, um Freiräume zum Ausprobieren und Scheitern, um Risiken in Kauf nehmen, also eine motivierende und positive Unternehmenskultur. 

Teil 6 trägt die Überschrift "Die Arbeit hier soll Spaß machen". Diesen habe ich noch nicht gelesen.

 

Was meint ihr, stimmen die Thesen? Habt ihr ähnliches in eurem Umfeld beobachtet oder erlebt? Ist es wirklich so einfach?

paulaken

Immer wieder habe ich in den Anfangsmonaten diesen Jahres um eine Weiterbildung gebeten. Ich hatte auch zwei mögliche Kurse vorgeschlagen. Einmal den IPMA Level D und einmal den Wirtschaftsmediator (IHK) in der Vorbereitung im Fernkurs.

Lange wurde beides abgelehnt und heute bekam ich einen Anruf. Ich wurde für beide Kurse angemeldet. Der Fernkurs zum Mediator startet sofort und für die Level D-Schulung bekomme ich ein Bücherpaket um mich selbst vorzubereiten. Die Prüfung erfolgt dann vom 10.08. bis 09.09.2017.

Gerade bin ich etwas platt. Im Januar saß ich noch 90% meiner Arbeitszeit unausgelastet herum. Momentan bin ich wieder bei 10h am Tag im Schnitt. Privat bin ich mit Diplomarbeit und Zweitstudium auch ausgelastet und sehe keine freien Kapazitäten. Auf der anderen Seite will ich die Chance auch nutzen. Wenn ich die Kurse/Prüfungen schon bezahlt bekomme, dann werde ich sie auch machen.

Nur wann, das ist die gute Frage. Ich stehe unter einem gewissen Erfolgsdruck, da meine Vorgesetzten die Prüfungsergebnisse sehen werden.

Nachher bin ich auf einem 5km Lauf, da werde ich mir wohl Gedanken machen, wie ich das zeitlich hinbekommen kann.

paulaken

Es geht weiter

Heute morgen habe ich das überarbeitete Exposé endlich abgeschickt. Meinem Zeitplan hänge ich ein wenig hinterher. Am verlängerten Wochenende habe ich nicht viel geschafft, letztes Wochenende auch nicht. Private Termine, andere Prioritäten und auch ein wenig Übersättigung vom Thema haben dazu geführt. Aber noch bin ich optimistisch, dass ich das Diplom schaffen werde. Vielleicht nicht unbedingt zu meinem Wunschziel im Sommer, aber im Herbst spätestens sollte realistisch sein. Nach Rückmeldung des Dozenten werde ich die Arbeit anmelden und drei Monate später abgeben.

 

Der Plan einen Universitätsmaster zu machen dreht sich immer noch in meinem Kopf umher. Zwei mögliche Master hatte ich gefunden, beide setzten jeweils ein Jahr akademische Berufserfahrung voraus. Von der ersten Uni habe ich schon die Rückmeldung, dass dies auch für ein Fernstudium gilt. Bei der anderen warte ich noch auf eine Rückmeldung vom Prüfungsamt.

Das frustriert mich schon und führt auch zu Unverständnis. Welche Erfahrungen werde ich im Berufsleben im nächsten Jahr machen, die anders ist als die Erfahrungen im letzten Jahr?

Bei einem Präsenzstudium kann ich diese Forderung gut verstehen, ein Praktikum ist etwas anderes als eigenständiges und eigenverantwortliches Arbeiten. Aber ich arbeite seit inzwischen mehr als 5 Jahren nach Ausbildungsabschluss entsprechend.

Es bleibt noch Hagen auf der Liste, aber 8 Klausuren und nur eine wissenschaftliche Arbeit vor der Abschlussarbeit motivieren mich nicht wirklich. Mein Anspruch an das Studieren und Lernen ist inzwischen ein anderer. Einige Master in UK kamen auch in Frage, aber durch den Brexit bin ich an dieser Stelle auch eher verunsichert.

Vielleicht sollte ich wirklich das Jahr Berufserfahrung absitzen und dann neu schauen.

paulaken

Mein Freund das Exposé und ich

Heute war das erneute Telefonat mit dem Dozenten. Er war deutlich zufriedener und kritisierte nur drei kleinere Dinge. Unter anderem, dass der Titel nicht so recht zum Inhalt passt. Aber das stimmt, mit dem Titel war ich auch noch nie zufrieden.

Dieses mal war das Telefonat auch deutlich entspannter und ich konnte auch meine Fragen und Anregungen einbringen. Es war ein rundweg positives Gespräch. Ich danke euch allen für das Daumen drücken.

Spätestens am Wochenende werde ich die Anregungen umsetzen und anschließend die Anmeldung fertig machen. Ich freue mich drauf.

Auch privat tut sich gerade einiges. Vielleicht kann ich demnächst meine berufliche Situation lösen und parallel ein Haus kaufen. Wir werden sehen. Aber erstmal ist die oberste Priorität die Diplomarbeit.

paulaken

Vielen Dank für die Kommentare meines letzten Eintrages.

Ich werde sie nun einfach hier beantworten :)

 

@Sheldon darüber habe ich auch nachgedacht. Ich habe es auch nur verworfen, weil ich nicht aufgeben möchte. Das Thema interessiert mich sehr und ich will einfach nicht riskieren, dass ich bei einem Wechsel auch das Thema wechseln müsste.

 

@polli_on_the_go zotero finde ich super, aber die Limitierung von Google Scholar nervt unheimlich. Jabref stürzt bei mir immer ab, wenn ich pdfs einfügen möchte, auch wenn es nur ein einzelnes Dokument ist. Das macht bei rund 800 Dokumenten keinen Spaß.

Gelandet bin ich inzwischen bei Mendeley. Nun muss ich nur noch rund 100 Dokumente manuell nachbearbeiten.

 

@Markus Jung so richtig weiß ich noch nicht, was er eigentlich erwartet. Aber zumindest die Kritikpunkte kann ich inzwischen besser nachvollziehen.

 

@kurban Danke für das Daumen drücken. Den Sinn verstehe ich auch gut. Auch wenn ich das Thema komplett im Kopf habe, muss ich auch das Exposé so formulieren, dass es deutlich wird, worauf ich hinaus will. Ich übe mich in Gelassenheit und versuche es weiter. Aufgeben gilt nicht.

 

Nach dem, doch sehr frustrierendem Telefonat habe ich das verlängerte Osterwochenende damit zugebracht das Exposé erneut zu überarbeiten. Es war nicht nur ein überarbeiten, sondern ein komplettes neu schreiben.

Da ich selbst überhaupt nicht mehr weiter kam, habe ich zuerst bei meiner Mutter das Exposé gegen den Babyneffen getauscht. Ich habe den Gnom bespielt, sie hat gelesen. Das brachte mich unheimlich runter. Ich habe bisher kein Baby erlebt, was so in sich ruhend und zufrieden ist. Man setzt ihn irgendwo hin, er spielt fröhlich brabbelnd vor sich hin und wenn man mit ihm Faxen macht, gluckst er nur so vor lachen. Und auch wenn meine eigenen Erfahrungen in dem Bereich doch schon deutlich mehr als 10 Jahre zurück liegen, Windeln wechseln, füttern und in den Schlaf schaukeln verlernt man scheinbar wirklich nicht :)

Anschließend gab es dann die Kritik zum Exoposé. Mama hat es nicht verstanden, was mein Ziel ist. Gut, da war sie sich mit dem Dozenten ja einig. Wir haben dann geredet und diskutiert, ich habe meine Gedanken erklärt und bin wieder nach hause gefahren. Dort habe ich dann geschrieben. Am nächsten Tag dann der gleiche Ablauf. Babyneffen gegen neuen Entwurf, anschließend diskutiert und überarbeitet. 

Am Dienstag morgen ging dann eine komplett neues Exposé an den Dozenten. Gerade schrieb er eine Email, dass er am Mittwoch mit mir telefonieren möchte.

Ich hoffe einfach, dass das Gespräch anders verläuft und er zufriedener ist.

Ich bin es auf jeden Fall, zufriedener mit dem Exposé. Aber beurteilen kann ich es nicht wirklich.

paulaken

Achtung Frust- und Jammerpost

Heute Mittag war das Telephonat mit meinem Betreuer. Das Exposé werde ich nun ein drittes mal komplett neu schreiben. Er schickte mir heute ein Dokument, mit dem Aufbau, wie er das Exposé gern hätte. Es unterscheidet sich zu 90% von der Vorlage, die ich bisher vom Prüfungsamt und dem ehemaligen Studiengangsleiter hatte. 

Auch war ein Hauptkritikpunkt, dass er nicht nachvollziehen kann, was das Ziel meiner Arbeit sein wird.

Da ich kaum zu Wort kam, konnte ich an dem Punkt nicht ansetzen und gezielt darüber diskutieren. Ich ärgere mich über mich selbst.

 

Dazu habe ich den ganzen Abend damit verbracht mich mit Mendeley zu beschäftigen. Citavi hat eine, für mich wesentliche, Schwäche, nämlich das manuelle Eingeben von Fachartikeln in die Literaturverwaltung.

Mendeley ist da zwar deutlich besser, aber der Export der bereits erfassten Zitate funktioniert nicht wirklich. Das sind über 100 inzwischen und meine Motivation ist begrenzt diese alle manuell zu übertragen.

 

Ich gehe jetzt ins Bett, schaue noch einen Film und hoffe, dass ich morgen voller Motivation weitermachen kann.

paulaken

Für morgen hat der Dozent einen Telefontermin vorgeschlagen. Und seitdem steigt die Panik stetig an. In meinem Kopfkino laufen die verschiedensten Filme. Möglichkeit 1: Er schlägt mir vor, doch lieber ein Jodeldiplom zu machen, aber ich soll doch bitte die Finger von wissenschaftlichem Arbeiten lassen. Möglichkeit 2: Er winselt um Gnade und bittet mich einen anderen Betreuer zu suchen. Möglichkeit 3: Er zerreißt alles bisherige und schlägt ein anderes Thema vor. Möglichkeit 4... Ihr versteht schon.

Um dieser Panik entgegen zu wirken, kommt nun Egon Olsen ins Spiel. Wer die Olsenbande nicht kennt: https://de.wikipedia.org/wiki/Olsenbande

Eins der wohl häufigsten Zitate aus der Serie lautet:  "Ich habe einen Plan!".

Und genau das ist der Unterschied zu den letzten 8 Semestern. Dort habe ich einfach gemacht, ohne Plan und nur mit dem Ziel beim gewünschten Klausurtermin fit genug zu sein um die Klausur zu bestehen.

Aber das wird nun nicht mehr reichen.

Ich versuche es mit Scrum. Scrum ist ein agiles Vorgehen, es nutzt einen festen Zeitrahmen (genannt Sprint, in meinem Fall eine Woche), legt die Aufgaben fest, die in der Woche abgearbeitet werden müssen und visualisiert das ganze in einem Scrumboard. Wenn der Srint vorbei ist, wird dieser Sprint mit einem Review (einer vorführung der Ergebnisse) und einer Retrospektive (einem Rückblick, was gut gelaufen ist, was weniger und was man im nächsten Sprint anders machen möchte)

Wer sich mit Scrum auskennt, wird merken, dass dies eine sehr verkürzte und vereinfachte Darstellung ist. Aber für meine Zwecke reicht diese stark vereinfachte Vorgehensweise erst einmal aus.

Mein Scrumboard hängt direkt über meinem Schreibtisch. Für jedes Thema gibt es Klebezettel in einer Farbe, wo verschiedene Aufgaben drauf notiert sind. Grün ist hier die Diplomarbeit, gelb private Themen, orange SOL aus Wirtschaftspsychologie und rot ist Statistik.

Es gibt drei Bereiche auf dem Board: To Do, in Progress und Done.

Man wählt sich eine Aufgabe aus dem Backlog (dem Bereich To Do) und schiebt die Aufgabe in den Bereich 'In Progress'. Nach Fertigstellung wandert dieser Zettel dann in den Bereich 'Done'.

Für mich gilt dabei zusätzlich, dass die grünen Zettel Priorität 1 haben, erst wenn diese erledigt sind, kommen die gelben Zettel mit Prio 2 in Frage. Und Prio 3 sind dann rot und orange. Erst wenn ich also mein Wochenziel für die Diplomarbeit erreicht habe und die privaten Aufgaben abgearbeitet sind, kann ich mich mit den anderen Themen beschäftigen.

Ganz zufrieden bin ich noch nicht, es fehlt mir beispielsweise noch eine Idee, wie ich feste Termine einplanen kann.

So sieht das ganze dann aus:

board.jpg.11ce525016368ad184bfa94b10566f44.jpg

paulaken

Eigentlich wollte ich am Dienstag schon eine überarbeitete Version an meinen Dozenten schicken. Es liegt zwar noch eine Version bei ihm, aber nach vier Wochen des Wartens habe ich die Geduld verloren und wollte mich mit einer überarbeiteten Version wieder in Erinnerung rufen.

Ein Unterkapitel war noch in der Überarbeitung offen, zusätzlich wollte ich ein paar Formatierungen überprüfen.

Dienstag kam ich nicht dazu, nachdem mir Montag ein Marder vor dem Büro mein Auto zerlegte. Ich für die knapp 80km im Notlauf zurück und musste mir am Dienstag erst einmal eine Werkstatt in der Nähe mit Ersatzwagen suchen. So war der Tag schnell um und das Dokument noch nicht einmal geöffnet.

Gestern legte ich dann los. Aber ich fand keinen Ansatz, wälzte Bücher und fand eine gute Idee. Autor A zitierte Autor B. Also Autor B gesucht und dort nachgelesen. Dieser zitiere Autor C und die Suche begann von vorn. Autor C zitierte dann wieder Autor A. Super, vielen Dank.

Letztendlich habe ich beschlossen, dass ich aus Standardwerken direkt zitiere, ohne die Ursprungsquelle zu suchen. Es war nämlich jeweils kein Zitat, sondern eine Erwähnung eines Namens in Zusammenhang mit einer Theorie. 

Heute Nacht kam mir dann endlich die Idee, wie ich dieses Unterkapitel sinnvoll strukturieren kann. Geschrieben war es dann auch recht fix. Aber irgendwie hat Citavi den Zitationsstil geändert. Und außerdem hatte ich bei zitierte Abbildungen keine Legende angegeben. In Citavi war es dann auch recht schnell angepasst. Aber bereits eingefügte Zitate konnte ich nicht aktualisieren.

Also habe ich letztendlich alle Zitate gelöscht und erneut eingefügt, diesmal mit Legende und einem einheitlichen Zitationsstil. 

Und weil es so schön war, habe ich auch noch eine Weile damit gekämpft, dass Word die Seitenzahlen erst ab der dritten Seite beginnt, dort aber mit der Seite 1 anfängt.

Die Mail ist raus und das Warten beginnt erneut.

Ich hoffe nur, dass der Dozent sich schnell meldet, ich möchte die Arbeit endlich anmelden.

paulaken

Die Diplomarbeit und ich

Inzwischen liegt das Exposé in der dritten Überarbeitung beim Dozenten. Er meldete sich kurz zurück, dass ein Missverständnis nun geklärt ist und seitdem kam nichts mehr. Dies ist nun 12 Tage her und ich frage mich langsam, ob ich mal nachhaken sollte.

Ich könnte aber auch einen anderen Bereich des Exposés überarbeiten und so noch einmal nachfragen, ob es nun passt.

Nach der Anmeldung bleiben ganze drei Monate Bearbeitungszeit für mindestens 50 Seiten.

Ich finde diese Zeitplanung sehr eng und eigentlich kaum schaffbar.

Aktuell arbeite ich für zwei Projekte. Das erste ist sehr zeitkritisch und erfordert locker 40h/Woche. Das zweite soll ich nebenbei machen, mit ca 20h/Woche. Das ist allein rechtlich schon nicht zulässig und aktuell will ich auch wieder nicht mit 60+ Stunden in der Woche anfangen. 

Ich habe zwar abgesprochen, dass ich vier Tage die Woche für Projekt 1 und 1 Tag die Woche für Projekt 2 arbeiten werde, aber massiv Überstunden, die teilweise verfallen, baue ich trotzdem auf. Eine Änderung ist bis Jahresende nicht absehbar, da es keinen Ersatz für mich gibt. 

Resturlaub aus 2016 habe ich auch noch und keine Möglichkeit Überstunden oder Urlaub zum Schreiben zu nutzen, da es beide Projekte nicht hergeben. 

Ich frage mich, wie das überhaupt funktionieren soll. Selbst ohne Diplomarbeit im Hintergrund wäre es ein Aussaugen und deutliches Grenzen überschreiten.

Als Konsequenz bleibt eigentlich nur, dass ich eins der beiden Projekte an die Wand fahren müsste, da ich einfach nicht weiß, wie ich beides unterbringen soll. Geredet habe ich mit beiden Projektleitern, beide sehen das Problem und setzten die Priorität auf ihr Projekt. Für mich heißt es also, weiter wie bisher, ich zähle nichts.

Sobald ich das Zeugnis in den Händen halte, werde ich noch einmal deutlich in mich gehen und mich fragen, ob ich in diesem Unternehmen eine Zukunft sehe. Es spricht vieles für ein Gehen, manches für ein Bleiben...

Organisatorisch finde ich langsam kleinere Lücken zum Arbeiten. Morgens lese und erfasse ich für eine Stunde Zitate. Abends sichte ich Quellen und überfliege sie grob. Nach 22Uhr versuche ich ein paar Zeilen zu schreiben. Am Wochenende wird dann durchgeschrieben und alles private um die Arbeit geplant. Im Zweifel nehme ich Urlaub/Überstunden um noch weiter voran zu kommen, damit ich pünktlich zur Abgabe fertig werde.

Der Zeitplan ist kritisch, aber ich habe keine Wahl. So muss es gehen. 

 

Wie viel Zeit sollte ich für Korrekturlesen und ein Lektoriat einplanen? Wie lange für das Drucken und Binden?

paulaken

Es stockt - ein Jammerpost

Seit Dienstag will ich nun am Exposé arbeiten, aber bis heute ist nicht wirklich etwas passiert. Irgendwie gibt es in meinem Leben keinen Platz mehr für ein Studium.

Meine Woche ist voll und anstrengend, wenn ich dann Zeit habe, bin ich zu müde.

Morgens stehe ich gegen 6 auf und sorge dafür, dass meine Tochter zur Schule kommt. Um 7 verlässt sie das Haus und ich rödel dann bis 8 noch vor mich hin. Da fahre ich dann selbst zur Arbeit. Montags hole ich sie um 19:30 ab und gegen 20:30 essen wir dann. Ab 21Uhr könnte ich lernen. Dienstags und Mittwochs verschiebt es sich, da ich sie um 20:00 Uhr abhole. Donnerstags und Freitags ist es unterschiedlich, meist zwischen 18 und 19Uhr. 

Nach dem Essen sitzt sie dann vor dem Fernseher, ich im gleichen Raum am Schreibtisch. Aber das Geräusch stört mich. Ich kann weder lesen noch schreiben parallel. Um 22Uhr ist sie im Bett und ich kaputt, kurz danach gehe ich dann auch schlafen. Und schwubs, ist die Woche auch wieder rum.

Es bleibt also das Wochenende. Gestern Abend war ich zum Kabarett eingeladen, ein Weihnachtsgeschenk. Es war super, aber rund 200km entfernt. Heute war ich dann gegen 17Uhr zurück. Ich wollte seitdem eigentlich lernen und schreiben. Aber es ist keine Zeile entstanden. Im Hintergrund liefen zwar die Online-Tutorien, aber mitbekommen habe ich vielleicht 15%.

Morgen ist auch ein Tag, aber da konkurieren die Wäsche und das Putzen gegen das Lernen.

 

So wird das nichts mit dem Diplom. Aber wo kann ich optimieren?

paulaken

Es geht weiter

Heute Nacht kam die lang erwartete Antwort meines Dozenten. Er wird meine Diplomarbeit betreuen und hatte zwei Anmerkungen zum Exposé. Die erste Anmerkung ist, dass meine Gliederung zu umfangreich ist und die Nummerierung nicht stimmt. Besonders der zweite Punkt ärgert mich. Das hätte mir auffallen müssen! Der erste Punkt ist nachvollziehbar und war auch einfach anzupassen.

Die nächste Anmerkung ist, dass mein Ziel nicht deutlich genug wird. Nach ein wenig Abstand und heutigem erneut lesen, stimme ich zu. Das wird wirklich nicht sehr deutlich. Auch fehlt ihm an dieser Stelle eine Forschungsmethode. Vorgeschlagen hat er eine Nutzwertanalyse. 

Aber hier tue ich mich wieder schwer. Aber gut, heute wird es nichts mehr, morgen ist auch noch ein Tag. Da werde ich wohl meine Pausen dafür nutzen und Papier und Stift zücken, um etwas brauchbares zu Papier zu bringen.

 

An der IUBH läuft es parallel normal weiter. Das Paket zum Start ist noch nicht da, aber wird wohl bald kommen. Die Bibliothek konnte ich, trotz der Hilfe von @SirAdrianFish (Vielen Dank dafür!) noch nicht erreichen. Aber das kommt vermutlich alles mit dem Start-Paket.

Inzwischen höre ich die Podcasts von Arbeits- und Organisationspsychologie. Diesmal mag ich die Stimme der Dozentin nicht. Es gibt keine rationalen Gründe, aber es stört mich schon ein wenig. Aber das sind nur marginale Dinge. 

Im Skript zu Projektmanagement habe ich angefangen zu lesen. Es sind 208 Seiten, bunt und mit Grafiken versehen. 

Interessant finde ich auch den Aufbau. Jedes Kapitel startet mit einer kurzen Auflistung der Lernziele, jedes Unterkapitel endet mit ein paar Fragen zur Selbstkontrolle. Am Ende des Kapitels gibt es auch eine sehr kurze Zusammenfassung. 

Mal schauen, ob es reicht um den Clix-Test zu bestehen. Durchgespielt habe ich ihn schon, und bin durchgefallen mit 50%. Eine Frage war z.B. in welchem Zusammenhang das Projektmanagement entwickelt wurde. Die Methoden zur Planung und zum Management von Projekten wurden im Zusammenhang mit dem Bau der Atombombe entwickelt. Dies war mir so auch neu.

Diese Unterlagen lege ich nun aber erst einmal wieder zur Seite, bis das überarbeitete Exposé auf dem Weg ist.

paulaken

Vor einer Weile habe ich den Doppelabschluss schon einmal versucht und bin grandios gescheitert. War diese Einschreibung also klug?

Ich werde die nächsten Wochen eine Diplomarbeit schreiben und deswegen vermutlich gar keine Zeit parallel für anderes haben. Warum also?

Es gab, für mich, drei Pro-Argumente, die mich letztendlich überzeugten:

1. Die bisher belegten Module haben einen sehr direkten Bezug zum Thema meiner Diplomarbeit. Solange ich noch in der Abstimmungsphase für das Exposé bin, kann ich auf diesem Weg die Inhalte gut Wiederholen und mir auch die Schwerpunkte einer anderen Hochschule ansehen

2. Der Zugang zur Bibliothek. Das mag komisch klingen, ist für mich organisatorisch aber eine ziemliche Erleichterung. Die nächste Hochschulbibliothek ist rund 50km entfernt und damit nicht so einfach zu erreichen. Die Stadtbibliothek ist zwar nur 15km entfernt, aber hat Öffnungszeiten, die es mir nicht möglich machen sie zu besuchen.

3. Ich kann mir die IUBH im Vorfeld anschauen, ob sie wirklich für mich in Frage kommt, wenn ich noch einen Master machen möchte.

 

Die Unterlagen habe ich ende Februar abgeschickt, am 01.03. kam die Email mit den Zugangsdaten zu Clix und Care. Das Studienpaket fehlt noch. An diesem Tag habe ich dann auch meine drei Module belegt: 

Projektmanagement

Advanced Leadership I

Arbeits- und Organisationspsychologie.

 

Die Skripte kamen gestern und heute an. Zusätzlich habe ich mir die Podcasts runtergeladen und höre sie nun im Auto. Da ich täglich mindestens 1,5h fahre, schaffe ich so eine Menge. Projektmanagement habe ich durchgehört, bei Leadership habe ich ungefähr die Hälfte bisher geschafft. Ich finde die Podcasts sehr gut als Ergänzung, man kann gut zuhören und der Stoff ist verständlich dargestellt. In Leadership fällt mir aber oft auf, dass auf Folien verwiesen wird. Die habe ich im Auto natürlich nicht vorliegen, weshalb es manchmal etwas schwieriger ist den Ausführungen zu folgen. In Projektmanagement wurde dann gesagt, was auf den Folien steht.

In die Skripte habe ich auch rein geschaut. Positiv fällt mir dort auf, dass es zu jedem Kapitel eine Liste von zusätzlicher Literatur gibt.

 

Aktuell scheitere ich noch an der Nutzung der Bibliothek. Ich brauche die IUBH-Email um mich dort einzuloggen. Aber bisher habe ich nirgendwo gefunden, wie die Adresse lautet. Aber auch das kriege ich noch hin.

 

Bezüglich des Exposés stockt es gerade, ich warte immer noch auf die Rückmeldung des Wunschbetreuers. Aber nach einer Woche kann ich wohl auch noch keine Antwort erwarten. Auch ist meine Rückmeldung noch nicht endgültig geklärt. Aber da bin ich dran.

 

paulaken

Sie ist weg

Vor kurzem ging das Exposé endgültig auf die Reise an den Wunschbetreuer. Zufrieden bin ich zwar immer noch nicht, aber das werde ich wohl nie sein.

Ich habe mich sehr schwer mit der Erstellung getan. Wie arbeitet man wissenschaftlich, was sind nutzbare Quellen und wie unterscheidet man sie von netten Fachbüchern, wie sieht eine gute Forschungsfrage aus?

Sehr geholfen hat mir die Literaturempfehlung von @Ida_Pfeiffer. Vielen Dank noch einmal dafür! Es waren zwei Kapitel mit vielleicht 100 Seiten. Das Lesen, Bearbeiten und Verstehen dauerte rund eine Woche. Ich habe einen Abschnitt gelesen und das Gelesene in eine Grafik eingebaut. So ging ich durch die beiden Kapitel durch. Verstanden habe ich sie dann, aber die Anwendung auf meine Gedanken zur Diplomarbeit war noch einmal eine große Hürde. Hier entstand, nach Anlehnung an das Buch, eine Art Mindmap, die alle relevanten Themen zur Forschungsfrage auflistet.

Anschließend ging es an das Schreiben des Exposés. Vorgegeben ist eine grobe Gliederung und diese Enthält folgende Kapitel: 

1. Thema der Arbeit

Motivation

Ausgangssituation

Themenformulierung

2. Zielsetzung/Abgrenzung

Verfeinerung des Themas

Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes

3. theoretisch-methodische Grundlagen

Einordnung der Zielsetzung in den Gegenstandsbereich der WI

relevante Teildisziplinen der WI

4. Gliederung

5. Literatur

 

Die Punkte 1, 4 und 5 fielen mir recht leicht. Punkt 2 und 3 waren deutlich aufwendiger. Wie sieht eine gute Abgrenzung aus? Wie detailliert muss die Einordnung in die Teildisziplinen erfolgen? Ich möchte über ein Thema schreiben, was grob die Bereiche Prozessmanagement, Führung, Motivation, Teambildung und -Motivation etc einschließt. Auch Führungskultur und Unternehmenskultur sind wichtige Teilbereiche meiner geplanten Untersuchung. Aber muss man diese Gebiete dann weiter untergliedern und abgrenzen? Reicht es aus sich z.B. beim Themenbereich der Mitarbeiterführung auf die aktuell gängigen Konzepte zu begrenzen, oder muss z.B: auch der Taylorismus, und warum dieser keine Relevanz für die Forschungsfrage hat, aufgegriffen werden?

Ich muss wohl abwarten, was nun der Dozent zu meinem Exposé sagt. 

Parallel dazu wollte ich eigentlich schon einmal anfangen die Grundlagenkapitel zu erarbeiten. Aber eine Erkältung mit Husten und Fieber hat mich außer Gefecht gesetzt. Zum Arbeiten reicht es zwar noch, aber für mehr dann leider nicht mehr.

Ich hoffe, es wird schnell besser.

paulaken

Wenn ich die entsprechenden Kataloge der Onlinesuche für wissenschaftliche Bibliotheken nutze, ist die Ergebnismenge überschaubar bis zu an einer Hand abzählbar. Wenn ich jedoch andere Abschlußarbeiten zum Thema mir ansehe, ist die angegebene Literatur dort eher aus dem Bereich Fachliteratur der Wirtschaft anzutreffen.

Fachliteratur gibt es zum Thema meterweise, aber ist dies auch wissenschaftliche Literatur und als Quelle nutzbar?

So komme ich also nicht weiter. 

Inzwischen ist auch schon wieder ein Monat vergangen und ich bin bisher keinen Meter vorwärts gekommen. 

Ich habe nach Studien gesucht, die meine subjektive Erfahrung vielleicht stützen könnten. Aber es gibt keine direkt passende. Eine habe ich gefunden, wo es um kritische Erfolgsfaktoren für Projektmanagement geht. Eine andere, wo es um den Einsatz eines agilen Frameworks geht.

Die beiden kombiniert könnten ein guter Ausgangspunkt für eine Forschungsfrage sein. Die Frage könnte lauten, welches die kritischen Erfolgsfaktoren für agiles Projektmanagement sind.

Eine Umfrage schließe ich aus, das wird an meinem Fachbereich nicht gern gesehen. Experteninterviews sind schwierig zu bekommen. Empirische Beobachtungen aufgrund der Schweigepflichtsvereinbarungen unmöglich.

Es gibt jedoch eine Zertifizierung zum PMI-ACP. Außerdem gibt es im Netz einige Forenbeiträge zum Scheitern von agilen Methoden.

Als praktischen Teil könnten man aus den Erkenntnissen eine Matrix ableiten, die zur Beurteilung dienen könnte, ob ein Unternehmen bereit für die Einführung von agilem Projektmanagement ist.

Aber ergibt dies eine wissenschaftliche Arbeit?

paulaken

Zurück auf Los

Mein Exposé und ich führen inzwischen eine sehr innige Beziehung. Täglich sitze ich daran und arbeite einige Dinge neu aus. Gestern bekam ein Freund die Gelegenheit es zu lesen. Sein Fazit war kurz und schmerzhaft. Aber gut, dafür mag ich ihn. Lieber direkt und ehrlich, als freundlich und höflich, aber dafür nicht seine ehrliche Meinung.

Mein Thema lautet bisher: Die Anwendung agiler Methoden auf das Management von Software-Projekten. Im Anwendungsteil wollte ich dann Kriterien herausarbeiten, ob eine Einführung eines agilen Projektmanagements für ein zukünftiges Projekt sinnvoll ist.

Seine Kritikpunkte waren:

  • Wo ist der Erekenntnisgewinn?
  • Mit Literatur zum Thema kann man zwischenzeitlich die Straße pflastern
  • Als Bachelor-Arbeit ok, aber nicht als Diplom
  • Ein Diplom ist doch nicht nur eine Quellenangabe von existenter Literatur
  • War gerade erst Thema im HBM

Also zurück auf Los und neu denken. Welche Forschungsfrage kann ich stellen? Wie finde ich heraus, ob diese Frage schon beantwortet wurde?

In meiner beruflichen Praxis habe ich gerade ein agiles Projekt scheitern gesehen, weil das Team mit der Selbststeuerung überfordert war. Diese Erkenntnisse und Beobachtungen würde ich gern verwenden, kann es aber aufgrund bestehender Schweigepflichtsvereinbarungen nicht nutzen.

Die Idee Tom DeMarco zu verwenden lässt mich aber auch nicht los. Seine Aussagen in 'der Termin' waren für mich, aus der Beobachterperspektive die Lösung der Probleme des Projekts. Es beginnt mit der richtigen Auswahl der Mitarbeiter. Es gibt zwei Typen: einmal die, die sich gern führen lassen und ein hyrarchisches Führungskonzept verlangen. Sie wollen keine Entscheidungen treffen und wollen keine Verantwortung. Und dann gibt es den Typus, den ich für mich als 'junge wilde' bezeichne. Sie wollen mehr, mehr an Verantwortung, mehr an Freiheit, mehr an Entscheidungen selbst treffen.

Die zweite Gruppe ist für agile Methoden geeignet. Aber ist die erste Gruppe, mit entsprechenden Anpassungen im Führungsverhalten auch geeignet?

paulaken

Seit einigen Tagen liegt nun mein Expose fertig auf dem Stick, das PDF ist erstellt. Immer wieder lese ich es durch und bin eigentlich recht zufrieden. Aber abschicken traue ich mich trotzdem nicht.

Im gesamten Studium an der Wings wurden Leistungsnachweise nur in Form von Klausuren erbracht. Ich habe keine Ahnung, ob ich wissenschaftlich arbeiten kann, ob mein Thema gut gewählt ist, ob ich die Methodik und Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext gelungen ist, ...

Ich übe mich also weiter in Prokastination und beschäftige mich mit allem, nur nicht mit der Diplomarbeit.

Ich weiß nicht einmal, wovor ich wirklich Angst habe. Im schlimmsten Fall schickt mir der Dozent das Expose zurück und bittet um Überarbeitung.

paulaken

Ich lebe noch....

Nach ettlichen Monaten, man kann auch sagen, Jahren, bin ich nun wieder hier. Und ich bin immer noch am gleichen Standpunkt, wie vor zwei Jahren....

Aber nun eine Kurzfassung der zwei Jahre:

Anfang März begann ich eine Weiterbildung, die durch die Arge gefördert wurde, in Vollzeit. Das kostete Zeit und ich wollte sie auch unbedingt sehr gut abschließen, parallel dazu stand die Jobsuche ganz weit oben auf der ToDo-Liste.

Also reichte ich ein Urlaubssemester ein.

Am 1.8. startete ich in einen neuen Job, 300km vom ursprünglichen Wohnort entfernt. Also kam das nächste Urlaubssemester.

Am 1.1. startete ich dann intern in ein neues Projekt, sehr spannend, sehr lehrreich, aber eigentlich drei Nummern zu groß zu dem Zeitpunkt. Es brachte im Schnitt 70-80h/Woche, viele Erfahrungen, sehr viel persönliches Wachstum und endete dann, leider, zum 1.8.

3 Wochen Studienreise nach Tansania standen dann auf dem Plan, Urlaub ist anders, aber eine tolle und wohl, leider, einmalige Erfahrung. Wir haben uns verschiedene Hilfsprojekte angesehen, sind durch Bergdörfer gereist und haben wirklich im Land 'gelebt'. Tourismus war ein kurzer Besuch eines Nationalparks und ein Besuch am Nassersee. Den Rest der Zeit verbrachten wir in den Bergregionen.

Nach der Rückkehr startete ich in das neue Projekt. Es war von Anfang an klar, dass es nicht meins ist, diesmal drei Nummern zu tief und mir war auch von Anfang an klar, dass der PL und ich nicht zusammen passen, hierarchische Denk- und Arbeitsweise gegen kooperativ.

Auch war ich durch die letzten Monate immer noch sehr ausgelaugt, es war so vieles liegen geblieben und ich wollte mir auch erstmal neue Gedanken zur Diplomarbeit machen. Also beschloss ich ein weiteres Urlaubssemester einzulegen um dann mit einem Plan und ausgeruht starten zu können.

Dieses Urlaubssemester endet nun bald. Alles notwendige ist aufgearbeitet und der Stachel 'fehlende Abschlussarbeit' sitzt unheimlich tief.

 

Inzwischen lese ich viel zu meinem Grobthema, versuche mit Mindmaps und Stichwortlisten im BulletJournal einen roten Faden zu finden. Aber so richtig ging mir noch kein Licht auf. Das Thema steht grob, aber bisher konnte ich keinen Forschungsgegenstand identifizieren. Die möglichen Dozenten möchte ich aber auch erst mit dem fertigen Expose anschreiben. Ich drehe mich im Kreis und komme doch keinen Schritt vorwärts.

Dazu muss mir dringend eine Lösung einfallen.

Kann man die Aussagen eines Romanes zum Thema auf Gültigkeit überprüfen und so den Forschungsschwerpunkt setzen? Der Roman ist von Tom DeMarco und nennt sich 'Der Termin'.

paulaken

Lernlust und Schule

Im Kindergarten freute ich mich auf die Schule. Dann war ich in der ersten Klasse und die Realität (und die Wende) schlugen zu.

In der Grundschule war es noch ok. Ab der fünften Klasse war mein Fleiß verschwunden. Hausaufgaben habe ich morgens im Bus oder in der Pause vor der Stunde schnell aufs Blatt geschmiert. Gelesen, heimlich unter der Bank, habe ich schon vorher und das zuhören war dann auch schnell Geschichte.

Später stellte ich dann fest, dass es an meiner Schule problemlos möglich war zu Fehlen. Das habe ich dann doch irgendwann ausgenutzt und teilweise Fehlzeiten von 80% in einem Kurs erreicht. Das Abitur habe ich trotzdem ganz brauchbar bestanden, wiederholen musste ich nie. Meine Noten waren, abgesehen von Latein, auch im brauchbaren Rahmen.

Die Schulpflicht habe ich also, mehr oder weniger, abgesessen. Aber gern war ich nicht dort. Trotz entsprechend fehlendem Interesse galt ich als Streber. Später wurde mir dann vorgeworfen, dass ich zu viel Schwänzen würde.

Klassenkameraden oder Freunde waren also auch kein guter Grund um zur Schule zu gehen. Freunde konnte ich auch außerhalb treffen, dafür brauche ich nicht die Zeit zwischen den Pausen absitzen. So war damals mein Gedankengang.

Mein Problem war wohl hauptsächlich, dass vieles einfach zu oft wiederholt wurde. Was ich beim ersten Mal schon verstanden hatte, wurde noch ein zweites oder drittes Mal erklärt. Und wenn ich etwas verstanden hatte, habe ich auch keinen Sinn darin gesehen, das nun zehn mal zu üben.

Am schlimmsten habe ich meinen Geschichtsunterricht aus der Oberstufe in Erinnerung. Meine Lehrerin hatte deutlich weniger Ahnung als ich und hat eine Menge falsche Dinge erzählt. Anfangs habe ich noch diskutiert und versucht zu erklären, was eigentlich richtig ist. Aber das wollte weder die Lehrerin, noch die Klassenkameraden hören. Also blieb ich irgendwann weg und erschien nur zu den Klassenarbeiten. Auf diesen Kurs hatte ich 14 Punkte im Zeugnis bekommen.

Gelernt habe ich sicher einiges, aber Spaß gemacht hat mir das nicht. Ich wusste, es gibt eine Schulpflicht, also muss ich da durch. Und wirklich wichtige Dinge, wie Lernmethoden z.B., habe ich nie gelernt. Ich kann bis heute nicht auswendig lernen. Ein Überflieger war ich auch nie, das Konzept passte nur nicht zu mir.

Heute habe ich eine Tochter, inzwischen in der fünften Klasse. Sie hat einige Besonderheiten, ist aber recht clever. Trotzdem scheitert sie gerade an der Schule und wir bewegen uns gerade wieder auf den Schulfrust zu, den es schon in der Mitte der ersten Klasse gab. Dort konnte ich durch einen Klassenwechsel den Frust abbauen. Inzwischen sehe ich nicht viele Möglichkeiten, außer zu versuchen, dass sie auf dieser Schule bleiben darf. Aber ich weiß jetzt schon, dass sie wahrscheinlich nicht mehr gern zur Schule gehen wird.

Aber bei 30 Kindern in einer Klasse, gibt es einfach keine Möglichkeit um auch nur ansatzweise individuell zu handeln. Das wäre aber notwendig um mehr Schüler mit Spaß und Erfolg durch die Schule zu bringen.

Inzwischen lerne ich gern. Allein und individuell am besten. Ich möchte Lernen und Wissen dazu gewinnen, aber auch heute noch passt Gruppenunterricht nicht zu mir. Das merke ich auch momentan wieder. Ich besuche gerade eine Weiterbildung, die inhaltlich sehr spannend ist. Aber ich langweile mich oft. Der Vorteil ist nur, dass ich diese Weiterbildung von zu hause aus mache und es damit nicht auffällt, dass ich ca 80% des Kurses zwar zuhöre, aber parallel andere, auch kognitive Dinge, mache.

paulaken

Kurzsteno

Gestern habe ich meine letzte Klausur an der Wings geschrieben. Statistik im Drittversuch und entsprechend nervös war ich auch. Wärend der Klausur deutete der Dozent an, dass er die Noten heute schon online stellen möchte.

Das tat er auch und ich habe mit 1,7 bestanden.

Im schlechtesten Fall schließe ich nun das Studium mit 3,0 ab. Wenn ich die Diplomarbeit und das Kolloqium mit 1,3 abschließe, sogar mit 2,5 :lol:

Aber egal, morgen geht es wieder an das Expose. Heute trinke ich nur noch Sekt und genieße das 'scheinfrei'



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