Chelsea

Grafik-Design als Zusatzqualifikation

5 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich bin interessiert an euren Meinungen und Empfehlungen bezüglich der Lehrgänge im Bereich Grafikdesign folgender Anbieter:

- sgd, ils etc. (ist ja überall der gleiche kurs)

- grafikakademie

- htk

- klett-akademie.ch

Zum Hintergrund:

Ich arbeite zurzeit als Personal Assistent für einen Partner, möchte aber in etwa anderthalb Jahren (wenn er in Rente geht) das Unternehmen wechseln und mir eine Stelle suchen, die zwar im Bereich Assistenz liegt, aber entweder im Bereich Marketing einer größeren Firma oder aber in einem kleinen bis mittelständischen Unternehmen als Assistentin der Geschäftsführung liegt.

Auf jeden Fall, möchte ich mehr gestalterische Aufgaben in der Stellenbeschreibung haben, trotzdem aber auf dem Posten der Assistenz bleiben. Daher dachte ich an Fortbildungen im Bereich AdobePhotoshop, Indesign und Illustrator sowie Kenntnisse in Bereichen wie Farben, Wahrnehmung, Zusammenspiel, also die gesamte Theorie. Ich suche zudem eine Fernhochschule, bei der die Aufgaben möglichst praxisorientiert sind und nicht nur aus Aufsätzen besteht.

Ziel ist es Präsentationen sinnvoller zu gestalten (im Bezug auf Zusammenspiel von z.B. Farben, optimale Wahrnehmung etc.) sowie Umsetzung und auch teilweise Kreation von Broschüren etc. (käme natürlich nur in kleinen Unternehmen in Frage, die kein Geld für einen Mediendesigner haben).

Kann mir jemand raten, welcher Lehrgang für meine Anforderungen passend wäre? Zurzeit überlege ich verschiedene Module der grafikakademie und der htk zu belegen. Jedoch finde ich über die htk kaum gutes Infomaterial (z.B. konkreter Inhalt einzelner Seminare oder Probelektionen). Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?

Vielen Dank schonmal und einen schönen Abend wünsche ich euch

Grüße

Michèle

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Hallo Michèle,

ich habe bei der HTK online einige Module und bei der Grafikakademie den gesamten Grundlehrgang Werbegestaltung absolviert.

Was das gestalterische Grundwissen betrifft, finde ich die Grafikakademie ganz hervorragend. Am besten lass dir mal die Demo-CD von ihnen kommen. Du hast hier auch sehr viele Übungen zu machen. Dazu ist es gut, bereits ein Bildbearbeitungs- sowie ein Vektorgrafikprogramm zumindest soweit zu beherrschen, dass man einigermassen damit umgehen kann.

Die HTK legt den Schwerpunkt eher auf Kenntnisse in Grafiksoftware und die technische Umsetzung von Aufgabenstellungen. Die gestalterische Theorie kam mir persönlich hier eher zu kurz.

Ich finde deswegen die Idee, Module aus beiden Angeboten zu verbinden, recht gut, und würde es an deiner Stelle genauso machen.

Wenn du möchtest, scanne ich dir ein paar Aufgabenstellungen der HTK ein und lasse sie dir als PDF zukommen, damit du eine Vorstellung bekommst. Richtige Kursunterlagen gibt es - oder gab es damals - bei der HTK eigentlich nicht. Du bekommst einfach der Reihe nach eine kurze Einführung in ein Thema und hierzu eine Aufgabe, die du einsenden mußt.

Ich kann dir Aufgaben von den Modulen: 1. Modul Grafikdesign Grundlagen, Verlagsgrafik (Quark-Xpress) und Illustration (Freehand) zukommen lassen. Teil mir mit, welche Module dich interessieren.

Grüße

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Hallo Elke,

erst einmal möchte ich mich für deine ausführliche Antwort bedanken.

Gerne nehme ich dein Angebot an, ich interessiere mich vor allem für die Desktop-Publishing Module der HTK und wäre dir dankbar, wenn du mir vielleicht Unterlagen zu "Illustration" zukommen lassen würdest. Ich sende dir meine E-Mail-Adresse als PM.

Allerdings haben sich ein paar Fragen beim Lesen deines Beitrags aufgetan und ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du sie mir beantworten könntest:

1. Wie lange dauert so ein HTK-Kurs (z.B. Verlagsgrafik) in etwa und wie hoch ist der wöchentliche Zeitaufwand?

2. Aus wieviel Lektionen besteht solch ein Modul bei der HTK?

3. Wieviel Zeit hast du in etwa pro Woche bei der grafikakademie investiert? Die Aufgaben sollen ja schon 4-6 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen, wenn ich das recht verstanden habe (Internetauftritt).

4. Mit welcher Richtung ist es sinnvoller anzufangen? HTK oder grafikakademie?

5. Was verstehst du unter einer kurzen Einführung? Werden einfach nur kurz auf ein paar Seiten relevante Bedienelemente beschrieben?

6. Denkst du das erste Seminar bei der grafikakademie wäre auch für meine Zwecke nützlich? Es kommt mir eher wie eine kleine Einführung, wie ich sie schon in meiner Ausbildung in Marketing und PR hatte, vor.

7. Warum hast du damals das Studium gemacht? Hat es dich beruflich weitergebracht oder hast du es zum Spaß an der Freude sozusagen gemacht?

Ich bedanke mich schon im Voraus für deine Antwort

Grüsse

Michèle

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1. Wie lange dauert so ein HTK-Kurs (z.B. Verlagsgrafik) in etwa und wie hoch ist der wöchentliche Zeitaufwand?

Das weiß ich leider nicht mehr, vor allem habe ich mich nie an die regulären Zeiten gehalten. Das müßte aber auf der Homepage der HTK zu finden sein. Die Angaben dort müßten in etwa passen.

2. Aus wieviel Lektionen besteht solch ein Modul bei der HTK?

Verlagsgrafik waren 18 Lektionen / Aufgaben; Illustration waren 17 Aufgaben. (Ich habe gerade nachgesehen).

3. Wieviel Zeit hast du in etwa pro Woche bei der grafikakademie investiert? Die Aufgaben sollen ja schon 4-6 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen, wenn ich das recht verstanden habe (Internetauftritt).

Wie gesagt, ich habe mich nie an Zeitpläne gehalten (und deshalb auch die Betreuungsfrist überzogen). Wenn du wirklich kontinuierlich daran sitzt, halte ich 6 Stunden pro Woche schon für realistisch.

4. Mit welcher Richtung ist es sinnvoller anzufangen? HTK oder grafikakademie?

Ich würde an deiner Stelle eher mit der HTK anfangen, da du die Softwarekenntnisse gut für die grafikakademie brauchen kannst. Es sei denn, du kannst schon einigermassen mit der Software umgehen oder findest dich in fremde Software gut ein, dann kann es anders herum auch gehen.

5. Was verstehst du unter einer kurzen Einführung? Werden einfach nur kurz auf ein paar Seiten relevante Bedienelemente beschrieben?

Eine kurze Einführung in ein Thema, z.B. "Visitenkarten", hier wird z.B. beschrieben, wie die Visitenkarteneinteilung berechnet wird, etc. Die Programmtechnische Umsatzung folgt dann.

Gestalterische Theorie ist in diesen Sofware-Lektionen jedenfalls sehr gering oder kaum vorhanden. Es geht hier rein um die praktische Umsetzung einer Aufgabenstellung.

6. Denkst du das erste Seminar bei der grafikakademie wäre auch für meine Zwecke nützlich? Es kommt mir eher wie eine kleine Einführung, wie ich sie schon in meiner Ausbildung in Marketing und PR hatte, vor.

Das kann ich dir nicht wirklich beantworten, weil ich nicht weiß, was du in deiner Marketing-Ausbildung gelernt hast. Ich fand es ganz toll, weil u. a. solche Aufgaben drankamen, dass eine Werbeanzeige abgebildet war und man anhand der Theorie, die man zuvor gelernt hatte, die gestalterischen "Fehler" aufzeigen sollte. In der nächsten Aufgabe sollte man dann selbst den Entwurf nach den gewonnenen Kenntnissen optimieren.

Da ich vorher mit der Thematik noch nie zu tun hatte, war es für mich unheimlich interessant.

7. Warum hast du damals das Studium gemacht? Hat es dich beruflich weitergebracht oder hast du es zum Spaß an der Freude sozusagen gemacht?

Das Thema hat mich sehr interessiert und tut es noch. Ich war eine Zeit lang nicht sicher, ob ich beruflich in diese Richtung gehen soll. Inzwischen habe ich mich für meine Zweite Leidenschaft Sprachen entschieden.

(Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich im Alter - soweit möglich - auch gerne noch etwas arbeiten möchte und ich nicht weiß, ob man mit über 60 Jahren noch Designaufträge bekommt oder die Sehkraft gut genug ist - muß alles bedacht werden, wenn man mit über 40 nochmals neu startet).

Ich kann nur sagen, ich bereue kein Modul, das ich bei der HTK oder grafikakademie belegt habe, da ich sehr viel dabei gelernt habe und gerade die grafikakademie hat mir unheimlich gut gefallen. Bei dieser sind die Beispiele im Kurs übrigens nicht ausschließlich auf Werbung bezogen, sondern auch Beispiele aus der Malerei werden analysiert. Bestimmte Bereiche wie Komposition und Farbe lassen sich ja auf mehrere kreative Gebiete (z.B. Fotografie, Malerei, etc.) anwenden und haben nicht nur mit Werbung zu tun.

Grüße

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

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Zarko Petan

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Hallo Elke,

vielen Dank für die fleissige Beantwortung meiner Fragen, ich werde jetzt erst einmal die Materialien sichten und etwas herumplanen, wie ich es machen könnte. Sobald ich mich entschieden habe, werde ich meine Entscheidung mit Begründung hier posten, damit dies anderen vielleicht bei der Entscheidungsfindung hilft (ist ja immer nett mehrere pro und kontra aufgezeigt zu bekommen).

Erst mal lieben Dank für die detaillierten Infos, das war echt klasse von dir!

Grüsse

Michèle

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