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Vortrag: Mosaik statt Leiter - So macht man heute Karriere


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  • Admin

Die Euro-FH hat die Aufzeichnung des Vortrags "Berufliche Umbrüche als Chance" von Caterine Schwierz auf dem Alumni-Jahrestreffen 2018 veröffentlicht.

 

 

Ich habe mir den 25-minütigen Vortrag selbst auch angeschaut und finde ihn sehr interessant und sehenswert. Es ist keine Werbung für die Euro-FH enthalten - abgesehen davon, dass allgemein Weiterbildung als sehr wichtig für die Karriere betont wird.

 

Caterine Schwierz ist für die Karriereberatung von Rundstedt tätig und schreibt dort auch im Firmenblog unter https://www.karriere-blog.de/author/schwierz/.

 

Es geht darum, dass die berufliche Karriere mittlerweile immer wieder von gewollten oder auch unerwarteten Umbrüchen geprägt ist. Es wird davon ausgegangen, dass die Generation Z bis zu 19 berufliche Veränderungen (intern und extern) innerhalb ihres Beufslebens erleben wird.

 

Neben verschiedenen Tätigkeiten, Unternehmen und Positionen können dazu auch Wechsel zwischen Zeiten der Selbstständigkeit und des Angestelltendaseins liegen, aber auch Phasen der Weiterbildung oder der Auszeiten um sich neu zu orientieren oder auch zu regenerieren, weil diese Veränderungen spannend sein können, aber auch anstrengend sind.

 

Es wurde dann auf das Konzept der VUCA-Welt eingegangen, in der wir heute leben: https://de.wikipedia.org/wiki/VUCA

 

Veränderungen ergeben sich unter anderem auch durch die Digitalisierung und Globalisierung und es ist wichtig, die Unsicherheit als Chance für Veränderungen zu sehen und darauf zu achten, kein Dinosaurier zu werden. Es gilt Freundschaft mit der Unsicherheit zu schließen, neugierig zu bleiben und immer wieder neue Erfahrungen zu machen und neue Menschen kennen zu lernen und dabei auch sich selbst besser kennen zu lernen und zu überlegen, was ich der Welt zu bieten habe.

 

Chancen: Finde was du liebst und werde richtig gut darin. Das ist das Fundament und bildet die Wurzeln, um dann flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

 

Dann folgte eine praktische Aufgabe. Die Teilnehmer sollten vier Minuten lang überlegen, was sie beruflich machen würden, wenn sie drei Monate lang alles ausprobieren könnten, ohne finanzielle oder sonstige Einschränkungen. Nur der Schlüssel für das aktuelle Büro wird ihnen für diese Zeit abgenommen.

 

Anschließend ging es darum, dass es wichtig ist einen Startup-Spirit zu entwickeln, durchaus auch im eigenen Unternehmen. In diesem Zusammenhang wurde das Buch Das 4-Stunden-Startup: Wie Sie Ihre Träume verwirklichen, ohne zu kündigen (Affiliate-Link*) von Felix Plötz erwähnt und das eigene Projekt der Vortragenden, die Monday Makers (http://www.mondaymakers.de/). Es kann durchaus sein, dass man in seiner Freizeit Nebenprojekte angeht, um dann auch wieder mehr für die eigentliche Kernarbeit brennen zu können.

 

Karriere früher:

  • planen und implementieren

Karriere heute:

  • testen und lernen
  • experimentieren und Erkenntnisse daraus gewinnen
  • kleine Schritte machen
  • ausprobieren

Dann wurde noch auf die Bedeutung von Netzwerken eingegangen: Beziehungen bestimmen Karrieren. Netzwerken als säen sehen und irgendwann geht die Saat auf. Gastgeber und kein Gast im eigenen Leben sein. Kontakte knüpfen und Menschen miteinander in Verbindung bringen. Netzwerk als Risikoversicherung für die Karriere.

 

Netzwerken ist zunächst geben. Dazu sollte auch gleich eine Übung mit dem Sitznachbar gemacht werden:

  • Was bewegt dich gerade in Bezug auf deine Karriere?
  • Was brauchst du?
  • Wie kann ich dir helfen?

Als Zusammenfassung und Take-Away am Ende:

  • Finde was du liebst und werde richtig gut darin
  • Schließe Freundschaft mit der Unsicherheit
  • Werde Netzwerker - Helfe und lasse dir helfen

>>> Sinn und Erfüllung in der Karriere finden

 

* Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wird über diese kostenloses Infomaterial angefordert, ein Studienangebot gebucht oder ein Kauf durchgeführt, erhält Fernstudium-Infos.de eine Vergütung, ohne dass es für euch teurer wird.

Bearbeitet von Markus Jung
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  • 1 Jahr später...
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

  • 2 Wochen später...

@KanzlerCoaching Entsprich das der Realität? Sie haben da ja ein breiteren Einblick als ich in meiner "Filterblase". Ich würde mal die provokante Behauptung aufstellen, dass das ein schöner Vortrag ist. Aber in Deutschland ist davon nichts bisher groß zu sehen hinsichtlich der Akzeptanz von Menschen mit gebrochenen Lebensläufen.

Bearbeitet von Muddlehead
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Ich finde das Beispiel auch "harmlos". Der Mann ist schließlich immer noch Geschäftsführer in einer grundsoliden Branche. Ich hatte jetzt gedacht, er hätte dann wirklich ein Yoga-Studio eröffnet und würde das immer noch erfolgreich führen, DAS wäre ein Umbruch, der diesen Namen verdient ;) Aber dass das Verlassen einer Konzernkarriere an sich schon als total ungewöhnlich gilt, zeigt wohl, WIE unflexibel und "spießig" der deutsche Arbeitsmarkt im Allgemeinen so ist...

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Ich hätte mir eher auch die Perspektive eines Angestellten, in Bezug auf einer Neuanstellung, vorgestellt unter "extremen Bedingungen" (Lange Auszeit, Branchenwechsel, Familie im Rücken, ...) . Selbstständigkeit ist zwar sehr mutig, inbsondere wenn man zuvor abhängig angestellt war, aber dann interessiert auch niemanden mein Lebenslauf.

 

Das ganze Thema ist auch nicht wirklich neu und geistert seit x Jahren durch die Medien/Coaches blabla, aber mit der Realität hat es meiner Meinung nach wenig zu tun.  Insbesondere wenn ich das Ganze dann messbar machen möchte. Klar, wenn ich mit 3,50 Euro/h (überspitzt!) klar komme, kann ich einiges anstellen und der Selbstverwirklichung fröhnen.

Bearbeitet von Muddlehead
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Also ich habe darunter etwas anderes verstanden. Habe auch Online etwas gefunden, was das wiederspiegelt:

 

"Als Mosaik-Karriere wird eine andere Form der Karriere als die klassische Aufstiegs- oder "Schornstein"-Karriere umschrieben. Gemeint ist vielmehr das Sammeln unterschiedlicher Erfahrungen in verschiedenen Rollen (z.B. als Projektleiter, Spezialist, Teamleiter etc.) und in diversen Funktionsbereichen. Die verschiedenen Erfahrungen fügen sich dann wie ein Mosaik zusammen - Karriere wird in diesem Sinne als persönlicher Entwicklungsweg einer Person gesehen. Diese Form des Karriereverständnisses wird oft der Generation Y zugeschrieben." 

 

Um mich mal als Beispiel zu nehmen. Gelernte Wirtschaftsassistentin Fremdsprachen und Reiseverkehrskauffrau: Zuerst tätig in einer Kurverwaltung, dann Sachbearbeiterin für einen Touristikkonzern am Flughafen. Danach tätig als Backoffice Manager und Projektmanager für die Messeorganisation bei einem bekannten Uhren und Schmuck Unternehmen. Danach Consultant und Teamleiter im Social Media Marketing bei einer Unternehmensberatung. Dann Marketing, Healthcare Compliance und Event Management bei einem Pharmakonzern... Und aktuell bewege ich mich immer mehr in den Bereich der Unternehmenskommunikation, allerdings im gleichen Unternehmen. Dazwischen viele Weiterbildungen.  

 

Klassisch wäre mein Lebenslauf wahrscheinlich dem meiner ehemaligen Kollegin gefolgt. Im gleichen Betrieb: Ausbildung, dann der Fachwirt, übernahme einer Abteilung, nach einigen Jahren Leitung einer Aussenstelle und dann Leitung der Kurverwaltung und ggf. Wechsel in eine andere Stadt und dort die Übernahme der Leitung. 

 

Meine beste Freundin hat ihren Ausbildungsbetrieb auch nicht verlassen und ist da nun auch schon bald 18 Jahre... Das wäre für mich der Horror, aber sie ist dort zufrieden. 

 

Geschadet hat mir mein nicht sehr geradliniger Lebenslauf übrigens nicht. Ich bin sehr zufrieden in meinem Job und auch über den Lohn kann ich in keinster Weise klagen.

 

Ich kann aber nicht ausschliessen, die ein oder andere Absage bekommen zu haben habe, weil mein Lebenslauf etwas durchmischt ist und sich der Recruiter gefragt hat, was ich eigentlich machen möchte und ob ich in 2 Jahren überhaupt noch da bin.

 

Auch wenn eine Mosaik Karriere der Trend ist, vor allem bei der Generation Y (zu der ich ja auch gehöre), mögen die Personaler das nicht so wirklich. Aber vielleicht ändert sich auch hier etwas. 

 

Rückblickend macht mein Lebenslauf (der ja wohl noch 30 Jahre weitergeht) für mich Sinn und die Bereiche sind auch sehr miteinander verbunden (Marketing, Event Management, Kommunikation, Touristik) und ich kann von all meinen Erfahrungen profitieren. Ich habe dadurch auch gemerkt, dass für mich nur grosse Unternehmen in Frage kommen, in denen es immer viele Veränderungen gibt. 

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vor 4 Minuten, Muddlehead schrieb:

Das ganze Thema ist auch nicht wirklich neu und geistert seit x Jahren durch die Medien/Coaches blabla, aber mit der Realität hat es meiner Meinung nach wenig zu tun. 

 

Ja, ich denke auch, die realen Arbeitsmarktbedingungen spiegelt das nicht wirklich wider. Oder sagen wir: Nicht in dem Bereich, um den es hier geht (also "Karriere" im traditionellen Sinne).

 

Aber es gibt natürlich Menschen, die schon immer eher wechselhafte, z.T. prekäre und "brüchige" Lebensläufe hatten. Ich denke da z.B. an alleinerziehende Eltern, Menschen (vor allem Frauen) mit familienbedingten Berufsauszeiten, Menschen in künstlerischen Berufen, Menschen in generell prekären Beschäftigungsfeldern... Diese Gruppen von Menschen leben schon seit langer Zeit mit der Unsicherheit und (erzwungenen) "Flexibilität", die jetzt (angeblich) für alle gelten soll. Das wäre doch mal richtig interessant: Wenn Menschen mit sicheren, gut bezahlten, gut geplanten Karrieren, die plötzlich einen Einschnitt erleben, etwas von denjenigen lernen würden, die das eigentlich schon lange so erleben. Und wenn sich Arbeitgeber öffnen würde für Menschen, die bereits brüchige Lebensläufe mitbringen. Solange das nicht passiert, bleibt das für mich eigentlich nur ein fancy Lifestyle-Thema, das sicher vielen Coaches ihr Auskommen sichert...

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Das berechenbare Mitarbeiter gesucht werden bzw. das System vllt. auch noch die nächsten 100 Jahre so bleiben wird, könnte ich mir dahingehend erklären: wenn ich Manager bin trage ich Risiken bei der Einstellung, schließlich verantworte ich das Ziel einen reibungslosen Team/Abteilung/Betrieb sicherzustellen. Also warum soll ich, bei aller Herzensgüte, Personen einstellen die mir im Lebenslauf kein Gefühl der "Berechenbarkeit" geben, hinsichtlich der Erreichung meiner renditeorientierten Ziele. Ich hätte noch x-andere Themen auf den Tisch und da brauch ich keine weitere Risiken. Klar, werde ich hier vllt. mal experimentieren, sofern ich einen mgl. Fehlschlag im "Grundrauschen" verstecken kann, aber das sicherlich nicht als Standardverhalten einphasen.

 

Ggf. würde ich mich bei einem reduzierten Gehalt ,als üblich für die Stelle veranschlagt, darauf einlassen, aber sowas sehe ich dann eher in kleinen Unternehmen als möglich.

 

Innovation entsteht so sicherlich nicht, das muss ich klar sagen. Dafür brauch es Querdenker/interdisziplinäre Erfahrungen - die ganze Firma müsste dahingehend eine Kultur pflegen und dazugehöriges Risikokapital bereithalten. Sehe ich in Deutschland (leider) nicht.

Bearbeitet von Muddlehead
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