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psycCGN

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  1. Ich glaube, bei der Euro-FH ist etwas BGM im Bachelor-Modul "Arbeitspsychologie und Gesundheitsmanagement". Etwas genauer wird dort im Master Psychologie mit dem Schwerpunkt Gesundheitspsychologie eingegangen. Und Schulpsychologie ist i.d.R. kein Bestandteil des regulären Psychologie-Bachelors. Die pädagogische Psychologie deckt die absoluten Basics in diesem riesigen Themengebiet ab. Und das Modul "Schulpsychologie" der HFH deckt auch nur die absoluten Basics für den Bereich der Schulpsychologie ab. Hierfür hat die Euro-FH den Master Psychologie mit dem Schwerpunkt Pädagogische Psychologie. Die Module und die einzelnen Inhalte hören sich ziemlich spannend an für Leute, die im Bereich Schule arbeiten wollen :)
  2. Bei der SRH kann man sich auch super sein eigenes Profil zusammenstellen. Als Schwerpunkt können A&O sowie pädagogische Psychologie gewählt werden und im Wahlpflichtbereich können noch zusätzliche wirtschaftsnahe Module gewählt werden. Dann wäre man auch super vorbereitet für einen Master in Wirtschaftspsychologie oder mit einem Schwerpunkt in pädagogischer Psychologie. 🤗
  3. Ist eigentlich gehopst wie gesprungen. Mit einem Bachelor in Psychologie kann im Master Wirtschaftspsychologie studiert werden und mit einem Bachelor in Wirtschaftspsychologie, kann im Master ein regulärer Studiengang in Psychologie studiert werden. Was dann nicht ausbleibt, sind Brückekurse oder eine eingeschränkte Auswahl von Hochschulen. Von daher muss sich unser TE nur überlegen, wo er sich im Moment einen reibungsloseren Übergang vom Bachelor in den Master wünscht. Und nicht vernachlässigt werden sollte die Überlegung, dass sich das Ziel während des Studiums leicht ändern kann. Eventuell wäre man deshalb mit einem Bachelor in Psychologie besser aufgestellt.
  4. Hey @Capucchina, ich würde dir auch zu einem allgemeinen Bachelor für Psychologie raten. Damit ebnest du dir den Weg, einen Psychologiemaster zu machen mit einem Schwerpunkt deiner Wahl. Würdest du Wirtschaftspsychologie im Bachelor studieren, käme es stark auf die Hochschule an, ob du einen Master in Psychologie machen kannst, oder zuerst Brückenkurse besuchen musst oder keinen Master in Psychologie, sondern nur einen in Wirtschaftspsychologie. Deine anfänglichen Interessen sind ziemlich breit gestreut. Aber bis auf den Teil mit der Verkehrspsychologie gibt es einen Master bei der HFH, der die Themen "Arbeit" und "Bildung" in einem Studiengang vereint. Ansonsten kann auch ein Psychologe mit dem Schwerpunkt der Arbeits- und Organisationspsychologie beim schulpsychologischen Dienst eine Stelle bekommen. Die Arbeit hat ja auch mit Schul- und Oganisationsentwicklung zu tun. Es wird beraten, gecoacht und supervidiert. Und die Arbeitspsychologie beschäftigt sich auch mit der Gesundheit am Arbeitsplatz. Nichtsdestotrotz sind Inhalte aus der pädagogischen oder klinischen Psychologie oft sehr gerne gesehen. Genau so auch Praktika. Die Schule und das Schulsystem sind ein Kosmos für sich. Praxiserfahrung in diesem Bereich empfinde ich als sehr wichtig. In dem Artikel steht, dass man Lehramt studiere kann und Schulpsychologie als eines der Fächer wählt und am Ende Schulpsychologe ist. Das trifft nur auf Bayern zu. Dort kommen Lehrer mit Schulpsychologie als eines der beiden Fächer in den schulpsychologischen Dienst. In den anderen Bundesländern übernehmen Psychologen den Job.
  5. Wenn @Kindheitspädagoge schon mehrfach die Rückmeldung bekommen hat, zusätzlich zum Pädagogikstudium Psychologie aufzusatteln, würde ich mir den M.Sc. Psychologische Diagnostik, Evaluation und Beratung der Uni Koblenz-Landau etwas genauer anschauen. Zugegeben, das ist ein Master mit 90 ECTS und auch mit einem anerkannten psychologischen Bachelor führt er nicht zur Bezeichnung "Psychologe", aber unser TE hat bereits einen Bachelor und Master in Pädagogik. Für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien müsste er(?) bereits bestens qualifiziert sein. Der Master der Uni Koblenz würde die genannten psychologischen Bereiche noch weiter vertiefen. Außerdem ist dieser Master ein ganzes Stück billiger als derjenige der Diploma und an der Uni Koblenz kann sehr viel flexibler studiert werden als an der Diploma. Damit ließe sich ein drittes Studium sehr viel besser mit der Arbeit vereinbaren. Und wenn beide Master für einen studierten Pädagogen eh nicht zur Vollbezeichnung "Psychologe" führen, würde ich mir auch nochmals überlegen, ob es die teure Variante der Diploma sein muss. Außerdem gibt es an der Uni Koblenz zwei Spezialisierungen im Master, die für unseren TE auch ganz interessant sein sollten: "Beratung in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit" sowie "Umgang mit ausgewählten klinischen Störungsbildern in Beratungskontexten"
  6. Der Studiengang der Apollon Hochschule ist aber beispielsweise ein vom BDP anerkannter psychologischer Studiengang. Und wenn dann der Master der Diploma draufgesattelt wird, gibt es an der Bezeichnung "Psychologe" überhaupt nichts zu beanstanden 🙃
  7. Ich habe nicht geschrieben, dass es nicht mehr Bereiche gibt :) Naja, ich habe geschrieben, dass für Psychologenstellen in der Regel Leute genommen werden, die sowohl den Bachelor als auch den Master in Psychologie haben. Das schließt auch diejenigen ein, die nach ihrem Psychologie-Bachelor den Master an der Diploma gemacht haben. Und meine Formulierung schließt nicht aus, dass es auch mal anders geht. Aber immer wenn ich auf Jobportalen geschaut habe, wurde neben dem Master auch stets der Bachelor in Psychologie verlangt. Und wie gesagt, als Schulpsychologe für den schulpsychologischen Dienst weis ich ganz genau, dass dort ausschließlich vollwertige Psychologen genommen werden.
  8. Ich schätze, du hast im Bachelor -deinem Namen zufolge- Kindheitspädagogik studiert? Problem ist folgendes: Wenn du im psychologischen Bereich arbeiten möchtest und entsprechende Stellen nur für Psychologen ausgeschrieben sind, dann wirst du mit dem Master der Diploma leider nichts daran ändern, dass du Pädagoge bist und kein Psychologe. Auf Psychologenstellen kannst du dich in der Regel erst dann bewerben, wenn du sowohl den Bachelor als auch den Master in Psychologie gemacht hast. Für eine Anstellung als Schulpsychologe weis ich definitiv, dass du sowohl den Bachelor als auch den Master in Psychologie brauchst. Pädagogen sind zwar auch beim schulpsychologischen Dienst, aber ich habe bisher immer nur Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogen dort gesehen. Wenn Stellen, die dich interessieren, für Pädagogen und Psychologen ausgeschrieben sind, hättest du mit dem Master in Psychologie gute Karten. Das Studium der Kindheitspädagogik prädestiniert dich allerdings eher für Stellen in der Frühförderung, dem Elementarbereich und für den Primarbereich. Wärst du bereit, umzuziehen? Mit dem Master der Diploma wärst du in mehreren Bundesländern berechtigt, die KJP-Ausbildung zu machen. Du könntest die KJP-Ausbildung am Ausbildungsinstitut, das der Diploma angeschlossen ist, eventuell parallel mit Beginn des Masters in Psychologie anfangen. Da müsstest du dich aber erkundigen. Zwar steht bei der Diploma, dass so etwas bei Pädagogen ginge, aber Pädagoge ist irgendwie nicht immer gleich Pädagoge. In Sachen KJP-Ausbildung wird meine Berufsgruppe lustigerweise nicht mehr als Pädagoge angesehen 🙈
  9. In welche berufliche Richtung würdest du denn mit einem Master in Psychologie gehen wollen? Vielleicht wäre es auch noch interessant zu wissen, ob und wenn ja, welchen Schwerpunkt dein derzeitiger Master setzt?
  10. Ich habe zwei Jahre sehr motiviert studiert und bin auch ganz gut voran gekommen. Aber ich habe gemerkt, dass mir die Zeit, die ich für das Studium aufgewendet habe, zum Erholen fehlt. Zum Erholen zählt für mich zum Beispiel Sport und einfach mal daddeln und den Abend auf der Couch liegen und Trash gucken ^^ Genau das hole ich gerade etwas nach und es tut mir gut. Und nachdem ich meinen "Urlaub" vor kurzem für das Praktikum aufgewendet habe und es im nächsten "Urlaub" mit dem Rest des Praktikums weiter geht, wird mehr als das in diesem Jahr auch nicht mehr laufen ☺️
  11. @IBK Schau dir vielleicht auch mal Heilpädagogik an. Die IU bietet diesen Studiengang als Fernstudium an.
  12. Ich glaube, ich habe mich in meinem Post nicht richtig ausgedrückt ^^ In der Schule genügt auch der Bachelor in Sozialer Arbeit, um als Schulsozialarbeiter tätig zu werden. Ich sehe aber, dass Sozialarbeiter auch Aufgaben übernehmen müssen, für die sie eigentlich nicht ausgebildet sind. Deshalb würde ich neben dem Bachelor einen Master empfehlen, der relevant für den Arbeitsplatz Schule ist ☺️
  13. Ja ^^ Habe meinen Post mit einem kleinen Zusatz angepasst. Wollte die Schule nicht als alleinige Bildungsstätte hervorheben 🙈
  14. Ich habe mal eben einen Blick in eine Jobbörse geworfen und ich bin positiv überrascht, dass anscheinend mehr Stellen für Sozialarbeiter/Sozialpädagogen auch für Psychologen geöffnet sind. Vor einer ganzen Weile ist mir das in dem Ausmaß wie jetzt zumindest nicht aufgefallen. Und was Bildungsstätte angeht, kann ich meinen Senf zur Institution Schule dazugeben. Als Psychologe in Schule selbst aktiv zu werden läuft entweder über eine Stelle beim schulpsychologischen Dienst oder indem man sich durch zahlreiche Fort- und Weiterbildungen selbstständig macht und vom Jugendamt oder der Erziehungs- und Jugendhilfe "angeheuert" wird. Beim schulpsychologischen Dienst ist es wechselhaft, ob eher Schwangerschaftsvertretungen, Teilzeitstellen oder tatsächlich mal Vollzeitstellen ausgeschrieben werden. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Deutschland hinkt ziemlich hinterher bei der Versorgung mit Schulpsychologen. Dadurch gibt es nicht massenhaft Stellen zur Auswahl. Schulpsychologen müssen aber auch ein Stück weit Massenabfertigung liefern, eben wegen des schlechten Verhältnisses von Schulpsychologen und Schülern/Eltern/Lehrern. In der Schule selbst und mit mehr Möglichkeiten der Beziehungsarbeit würdest du als Sozialarbeiter erhalten. Hier fände ich aber ebenfalls gezielte Aus- und Fortbildungen hilfreich bzw. ein Masterstudium, das eher in Richtung Heil-/Sonderpädagogik, psychosoziale Beratung oder Diagnostik geht. Zumindest hier in NRW empfinde ich es so, dass die Anforderungen an Schulsozialarbeiter nicht unbedingt dem Curriculum des Studiums entsprechen. Beispielsweise müssen sonderpädagogische Aufgaben übernommen werden, für die Sozialarbeiter einfach nicht ausgebildet sind.
  15. Hmm, ich muss gestehen, dass ich das etwas anders sehe. Meine ganz subjektive Ansicht ist, dass unsere Sprache grundsätzlich nicht diskriminierend ist und dass es auch kein guter Weg ist, unsere Sprache zu ändern, um Diskriminierung ein Stück weit zu lösen. Seit Jahren werden Debatten um eine gendergerechte Sprache geführt, bisher ohne klares Ergebnis. Sprache verändert sich, aber Veränderungen sollten nicht von oben gegeben werden. Zusammenhänge mag es geben aber ob sie kausal begründet sind, ist eine andere Sache. Die Studie, die ich hier mal gepostet habe zeigt, welchen großen Einfluss Kontextfaktoren haben. Und ich finde, Geschlechterdiskriminierung (sowohl bei Frauen als auch bei Männern) ist in unserem Land eher eine Sache, die in den Köpfen der Leute zu finden ist, als im Sprachsystem. Ich bin eher weniger mit Gender und Genderforschung in Kontakt gekommen. Ausnahmen bildeten ein Seminar darüber und meine Abschlussarbeit (da gendergerechte Sprache gefordert war). Deshalb assoziiere ich beim Lesen von Fachtexten das generische Maskulinum nicht automatisch mit Männern. Ich assoziiere es mit Menschen. Und hier ist für mich vor allem die Pluralform mit dem generischen Maskulinum eher geschlechtsneutral besetzt. Also wenn jemand von "Ärzten" spricht, ist es für mich eben keine Gruppe ausschließlich männlicher Ärzte. Und würde ich gefragt werden, wie viele Männer und Frauen ich mir vorstelle, müsste ich antworten, dass es mir komplett egal ist und ich die Frage nicht beantworten kann. Und irgendwie will ich mir dann keine gendergerechte Sprache überstülpen lassen und das biologische Geschlecht ständig so sehr in den Mittelpunkt rücken lassen. Ich finde es fürchterlich, dass so vieles immer auf die Sexualität reduziert wird. Aber das ist alles meine subjektive Meinung. Und Meinungen können ja sehr stark auseinander gehen 🙈
  16. Das ist alles ein ziemlich komplexes Thema. Insgesamt gehen bei Beidnennung die Schätzungen des Frauenanteils von 27% bis 74%, bei der Neutralform von 23% bis 53% und beim generischen Maskulinum von 17% bis 65%. Dabei gibt es mal signifikante und mal keine signifikanten Unterschiede der Schätzungen je nach Kontext und Geschlecht der Versuchsteilnehmer. Nicht vergessen sollte man außerdem die zunehmende Sensibilisierung und Sozialisierung in Bezug auf das Thema der gendergerechten Sprache. Und entwicklungsbedingte Gegebenheiten in Bezug auf Geschlechterstereotype sowie erzieherische Reaktionen darauf müssen auch bedacht werden. Insgesamt sind die Ergebnisse meiner Meinung nicht konsistent genug, um klar zu sagen, dass beispielsweise eine Beidnennung die Unterrepräsentation von Frauen stets aufhebt. Das geschieht nur in Abhängigkeit von vielen weiteren Faktoren. Insofern frage ich mich, ob die Energien über die Diskussion um eine vermeintlich gendergerechte Sprache richtig investiert sind. Gendergerecht ist so eine Sprache doch nur formal. Wobei auch hier schnell Grenzen erreicht sind, wenn man eine Geschlechterdiverität über das typische binäre System hinaus mit einbezieht.
  17. Zumindest im Bildungsmonitor stehen Sachsen und Bayern auf Platz 1 und 2 im Gesamtranking der dortigen Kategorien. https://www.insm-bildungsmonitor.de/
  18. Ich habe 2005 Abi an einem regulären Gymnasium gemacht. Von der Endlosliste an Literatur hier im Thread haben wir in der Oberstufe nur einen Bruchteil gelesen. Bei mir ging die Gymnasialzeit noch bis zur 13. Klasse. An folgende Bücher kann ich mich aus den letzten zwei Schuljahren noch erinnern: - Die Leiden des jungen Werthers - In der Sache J.Robert Oppenheimer - Kassandra Ansonsten haben wir davor pro Schuljahr ein Buch gelesen, glaube ich. Aber definitiv nicht so viel, wie in der Liste da oben 🙈 An sich ist es auch total unsinnig, so eine Fülle von Büchern zu lesen. Schließlich wird ein Buch für eine Klausur genutzt. Da noch mehr auf dem Lehrplan steht, als sich nur durch Literatur zu wälzen, würde diese Masse an Büchern die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit komplett sprengen.
  19. Die meisten Krankheitsbilder, die ich jetzt mitbekommen habe, waren Schlaganfall, Tumor, Gehirnblutungen und Schädel-Hirn-Traumata. Und je nach dem, welchen Bereich des Gehirns es betroffen hat, waren verschiedene funktionelle Störungen assoziiert (Aufmerksamkeitsstörungen, Neglect, Gedächtnisstörungen, Beeinträchtigungen der Exekutivfunktionen). LongCovid-Patienten waren wohl auch schon viele dort. In den bisherigen vier Wochen habe ich aber nur einen gesehen.
  20. Ich hatte zu Beginn des Studiums mal überlegt, beruflich in den klinischen Bereich zu gehen aber das ganze Gedöns um die neue Psychotherapeutenausbildung hat mich insgesamt einfach wahnsinnig gestresst. Mit der zunehmenden Erfahrung freunde ich mich auch besser mit einigen Unzufriedenheiten an bzw. kann besser damit umgehen 🙈 Von daher nehme ich das Praktikum als weitere Erfahrung mit, lasse es mit Psychologie entspannter angehen und schaue mal hier und da, was sich für den pädagogischen Bereich sonst noch mitnehmen lässt :)
  21. Hi @Kaja. Das Praktikum wird als Praxisprojekt verbucht ☺️ Die Klinik befindet sich in meiner Nähe. Mit dem Auto bin ich nur ein paar Minuten entfernt.
  22. Eigentlich wollte ich erst zum Ende meines Praktikums einen Eintrag schreiben aber da es in meinem Blog und generell um meine Aktivität hier im Forum eher etwas ruhiger geworden ist, schreibe ich jetzt mal etwas ☺️ Vor nun schon zwei Wochen endete der erste Teil meines Praktikums. Ich war in einer neurologischen Rehaklinik, die auch eine neuropsychologische Abteilung beinhaltet, in der ich hauptsächlich tätig war. Ich habe das Praktikum direkt mit dem ersten Tag der Sommerferien für vier Wochen begonnen und werde den zweiten Teil beginnend mit dem ersten Tag der Herbstferien fortführen und dann zwei Wochen später komplett abschließen. So ein Praktikum neben der Arbeit einzubauen ist schon eine ordentliche Hausnummer. Es war teilweise recht anstrengend aber nicht immer, weil ich so sehr aktiv gefordert war 😅 Der erste Tag hat mich ehrlich gesagt erst einmal etwas abgeschreckt. In der Neuropsychologie war nur eine Fachkraft anwesend und den Tag über wurde ein kognitives Funktionstraining mit Kleingruppen durchgeführt. Stündlich sind neue Patienten in maximal 5er-Gruppen in den Raum gekommen und wurden an die PCs gesetzt, wo sie mit Trainingsprogrammen für verschiedenste kognitive Funktionen trainiert haben, also beispielsweise zu verschiedenen Aspekten der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, der visuellen Wahrnehmung, des logischen Denkens, etc. Ich habe den Tag damit verbracht, die Programme am PC auszuprobieren, Übungsmaterial in Form von Arbeitsblättern zu sichten und die Patienten beim Arbeiten am PC zu beobachten 🙈 Am zweiten Tag war dann mehr los. Zunächst begann der Tag mit einer Teamsitzung bestehend aus Vertretern aller dort arbeitenden Professionen, um die Neuaufnahmen zu besprechen. Alle Neuropsychologen waren da, wodurch ich bei Gesprächen mit Patienten dabei sein konnte und ich erhielt eine kleine Einweisung zu Brandschutz etc. Die ersten zwei Wochen waren relativ unspektakulär. Ich habe viel in Einzelgesprächen zwischen Therapeut und Patient hospitiert. Die Patienten waren glücklicherweise immer einverstanden damit, dass ein stiller Beobachter dabei war. Nach den Patientengesprächen konnte ich mit den Therapeuten Fragen klären und erhielt auch immer wieder interessanten Input zu einigen Störungsbildern. Ich war in einer Stressbewältigungsgruppe anwesend und habe dort selbst nocheinmal mein Wissen zu Stress und dessen Folgen auffrischen dürfen und konnte auch konstruktive Kommentare im Gespräch mit den Patienten äußern. In der anschließenden Entspannungsgruppe lernte ich dann noch die Progressive Muskelrelaxation kennen. Außerdem wurde ich noch in eine computerbasierte Aufmerksamkeitsdiagnostik eingearbeitet und konnte mich selbst etwas damit durchtesten. Meine Aufmerksamkeitsleistungen liegen zum Glück im oberen Bereich und die Reaktionsgeschwindigkeit stets bei knapp unter 100% 😅 Also wenn ich mal irgendwo nicht folgen kann, dann ist es doch nur das pure Desinteresse meinerseits 😂 Die dritte Woche empfand ich als ziemlich anstrengend, da ich privat an einer harten Sache zu knabbern hatte. Am Montag war ich ersteinmal durch einen unbeabsichtigten Fehler in der Kommunikation den Tag über allein in der Neuropsychologie anwesend und habe das kognitive Funktionstraining organisiert und durchgeführt. Das war gar kein Problem. Ich wusste, wo die Akten stehen, konnte die passenden Programme zuweisen, habe alles fein dokumentiert, Patienten freundlich in Empfang genommen und wieder verabschiedet, habe fleißig desinfiziert und am Ende des Tages ordnungsgemäß alle PCs wieder heruntergefahren. Mittwoch war mein Horrortag, da ich nachts kaum schlafen konnte. Ich hatte am Vormittag überlegt, mich für die letzten Stunden "krank" zu melden aber ich habe mich durchgeboxt. Die Rückengymnastik nach der Mittagspause hat mir gut getan. Ich habe mir Sportklamotten angezogen und die Bewegungen mit geschlossenen Augen durchgeführt. Das hat mir geholfen, wieder etwas Kraft für die letzten Stunden zu tanken. An zwei Tagen habe ich in der Ergotherapie hospitiert. Diese Tage waren die Höhepunkte, an denen ich gemerkt habe, wie unglaublich anstrengend es sein kann, 8 Stunden lang die Aufmerksamkeit zu halten um zuzuschauen, wie sich andere Leute bewegen/bewegt werden/massiert werden. Zwischendurch gab es Phasen, in denen ich Trainingsmaterial ausprobieren konnte, also beispielsweise Muttern auf Schrauben drehen für die Feinmotorik der Hände oder mit den Patienten ein Spiel spielen, um die Konzentration zu trainieren. Ein spannendes Highlight war, dass ich in dieser Woche die Aufmerksamkeitsdiagnostik allein durchführen durfte und auch so manches Einzelgespräch zwischen Patient und Therapeut war sehr interessant. Die vierte Woche war dann die beste Woche überhaupt. Es war ein guter Mix aus selbständigem Durchführen des kognitiven Funktionstrainings, Anwesend sein bei Patientengesprächen, eigenständiges Durchführen mehrerer Diagnostiken (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Handlungsplanung), Teilnahme an einem Gedächtnistraining, selbstständiges Anleiten zweier Entspannungsgruppen mit eigenen zusammengestellten Achtsamkeitsübungen, ein Anamnesegespräch, das ich unter Supervision auch selbst durchführen konnte und ich habe diejenige Patientin, mit der ich das Gespräch führte, in der Teamsitzung den anderen Kollegen im Teamgespräch vorstellen können. Außerdem hatte ich mir angewöhnt, während der Mittagspausen ein ruhiges Fleckchen im Grünen aufzusuchen, mich auf die Bank zu legen und die Augen zu schließen. Diese Auszeit von anderen Menschen und dem Gewusel war sehr wohltuend ☺️ Zu den Therapeuten kann ich sagen, dass diese wahnsinnig nett, offen und freundlich sind. Der Umgang untereinander ist sehr entspannt. Nach dem Praktikum konnte ich noch zwei teilweise freie Wochen genießen und morgen geht es dann wieder richtig los 🙈 Ich bin gespannt auf die letzten beiden Wochen des Praktikums. Die Zeit bis dahin wollte ich nutzen um meine 25 Seiten Praktikumsbericht zu schreiben oder zumindest größtenteils zu schreiben. Ich freue mich, am Ende des Praktikums 12 ECTS mehr auf meinen Studienkonto verbuchen zu können 🤗 Feature Foto: pixabay.com
  23. Eigentlich ist der Post schon längst überfällig und mittlerweile wohl auch nicht mehr nötig, aber der Vollständigkeit wegen schreibe ich doch noch einmal kurz und knapp etwas hierzu: Ich habe mich vom Kurs zum Ende des Testmonats abgemeldet. Als ich das erste Studienheft zu lesen angefangen habe, ist mir immer wieder aufgefallen, dass es stellenweise sehr abstrakt geschrieben ist. Direkte Zitate aus anderen Quellen wurden mehrfach eingebaut, ohne diese näher zu erläutern. Dies machte es schwer, sich dem Thema auf einer konkreteren Ebene zu nähern. Auch die erste Fallaufgabe hat mir nicht gefallen, da es um Adipositas in der Schule ging. Der Themenbereich rund ums Gewicht und Ernährung hat zwar auch starke Verbindungen zur psychischen Gesundheit aber es ist nicht derjenige Themenbereich, der mich brennend interessiert. Von daher war auch keine Motivation vorhanden, mich an die Fallaufgabe zu setzen. Themenbereiche rund im die emotional-soziale Entwicklung und körperlich-motorische Entwicklung in Zusammenhang mit der kognitiven Entwicklung hätten mich viel mehr interessiert. Ansonsten sind die Inhalte zur psychischen Gesundheit teilweise Wiederholung aus meinem Modul zur klinischen Psychologie. Die zweite Hälfte des Kurses konnte ich leider nicht in den ersten vier Wochen einsehen. Mehr kann ich nicht zum Kurs schreiben. Die oben genannten Punkte in Verbindung mit dem hohen Preis des Kurses haben irgendwie schon ausgereicht, dass ich nach einem langen Arbeitstag leider keine Motivation mehr hatte, mich an diesen Kurs zu setzen 🙈 Aber das ist auch völlig in Ordnung so. Ich habe den Kurs ja angefangen, weil ich zunächst konkreter wissen wollte, welche Inhalte thematisiert werden. Ich konnte mir die Inhalte anschauen und habe dann festgestellt, dass meine Erwartungen von den Zielen des Kurses abweichen. 🙃 Feature Foto: pixabay.com
  24. Ich glaube, ich habe in meinem letzten Kommentar nichts anderes ausgesagt als du gerade. Und bei der SRH müsstest du nochmal genauer ins Curriculum schauen. Nicht nur diejenigen Module, die mit "klinische Psychologie" beginnen, lassen sich der klinischen Psychologie zuordnen. Und wenn du doch überall das Praxisprojekt hinzuzählst, müsstest du dies auch bei der SRH tun.
  25. Ich würde sagen, wenn es einen FH-Master für Psychotherapie geben sollte, würde ich zusehen, im Bachelor ein Praktikum im klinischen Bereich zu machen. Das ist nach Approbationsordnung vorgeschrieben. Ansonsten, was die anderen Module angeht, ersetzt das Praktikum diese nicht, nein. Aber es würde bei entsprechender Praktikumsstelle inhaltlich auf jeden Fall zum klinischen Bereich gehören. Die die ganzen Unis kann ich nicht sprechen. Die Euro FH verlangt in ihrem Master für klinische Psychologie mindestens 10 ECTS klinische Psychologie aus dem Bachelor. Die Diploma gibt keine ECTS an, dafür aber die Möglichkeit von Brückenkursen. Und bei der SRH braucht man für den Master auch keine ausgewiesenen Kenntnisse in klinischer Psychologie aus dem Bachelor. Die Euro FH hat 14 ECTS in klinischer ^^ Damit hat die IU schon ein ganzes Modul mehr im klinischen Bereich :)
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