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Berufswunsch Psychotherapeutin durch Änderung des Psych.ThG. nun unerreichbar?


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Hallo in die Runde,

 

ich habe mich letzte Woche hier angemeldet und seither fleißig gelesen. (u.a. @Vicas Blogs)

 

Kurz zu mir: Ich habe bereits ein abgeschlossenes Studium, doch mein Herz schlägt seit jeher für die Psychologie und mein langfristiges Ziel ist es, in diesem Bereich auch zu arbeiten. Ein Studium der selbigen war mir zum damaligen Zeitpunkt aufgrund eines nicht-deutschen Abiturzeugnisses (Umzug ins Ausland durch berufliche Versetzung meines Vaters) mit nicht ausreichender NC Note leider nicht möglich.

 

Da für die Bewerbung an deutschen Universitäten immer noch die Abschlussnote des Abiturzeugnisses zählt, konnte ich bislang bei dem klassischen Bewerbungsverfahren nicht bestehen, trotz eines Magisterabschlusses mit der Note 1,0. Was zählt ist schlicht und ergreifend nur die Abiturnote. Außerdem sinken die Chancen auf einen Studienplatz drastisch, wenn man bereits ein Studium abgeschlossen hat.

 

Der Plan war also, nach abgeschlossener Familienplanung, ein Fernstudium der Psychologie an der PFH mit anschließender Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin zu absolvieren (ggf. Kinder und Jugend). Doch wie das Leben manchmal so spielt kam es erstens „anders“ und zweitens „als man denkt“ und das Studium musste aufgrund familiärer Umstände vertagt werden.

 

Nun ist in dem Bereich alles in trockenen Tüchern und ich endlich glückliche Mama eines wild-fröhlichen Nachwuchses, jedoch scheint mein berufliches Ziel durch die Änderung des Psychotherapeutengesetzes nun in unerreichbare Ferne gerückt. 

 

Fakt ist:

- Den B.Sc. Psychologie könnte ich an einer Fernhochschule absolvieren

- Den Master müsste ich dann jedoch nun an einer Präsenzuni studieren, wobei es offenbar quasi unmöglich ist, dort als externer Anwärter einen Studienplatz zu bekommen, ist das richtig?

 

Nun meine Frage an Euch: Gibt es eine reelle Chance, trotz der Änderung des Psychotherapeutengesetzes, meinen Wunschberuf jemals ausüben zu können? Welche Wege dorthin stehen mir ggf. doch (noch) offen? 

 

Ich freue mich über Anregungen, Einschätzungen und Ideen. 

 

Herzliche Grüße aus Niedersachsen 

Juuls

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Was hast du denn als erstes studiert?

 

Jetzt, da die Ausbildung zum Psychotherapeuten bereits umgestellt wurde, ist es leider unmöglich, Psychotherapeut zu werden, wenn man ein Bachelorstudium jetzt neu aufnimmt. Der Stichtag ist leider schon abgelaufen.

 

Entweder befindet man sich bereits in einem Bachelor, oder man kann aufgrund seines Erststudiums einen Master aufnehmen, der nach alten Regelungen die Ausbildung ermöglicht, die bis spätestens 2032 abgeschlossen sein muss oder man kann aufgrund seines Erststudiums nach der alten Regelung die Ausbildung machen. Deshalb die Frage, was du studiert hast.

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Es ist ja nicht so, dass es zukünftig unmöglich wird, Psychotherapeut zu werden. Der Weg dahin ändert sich aber. Ich weiß nicht, inwiefern es dir möglich sein wird, an einer Präsenzuniversität zu studieren. Aber wenn du noch ein wenig Geduld mitbringst, wird es sicher bald an den Universitäten Studiengänge geben, die dann zur neuen Psychotherapeuten-Ausbildung führen. Nur im Fernstudium wird es dann eher nicht mehr möglich sein (zumindest nach dem, was bisher bekannt ist).

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Durch den ersten Post bin ich davon ausgegangen, dass eine Präsenzuni wegen des NC eigentlich nicht mehr in Frage kommt 🙈

 

Aber es gibt Folgendes:

Zitat

Gesetzliche Erweiterungen für die Zulassung zur KJP-Ausbildung

Am 14.05.2020 hat der Bundestag und am 15.05.2020 der Bundesrat das „Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite” beschlossen. Es dient dazu, das Funktionieren des Gesundheitswesens in einem, die gesamte Bundesrepublik Deutschland betreffenden, seuchenrechtlichen Notfall zu gewährleisten.

Dazu gehört auch die Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Da beim Gesetzgeber Zweifel bestehen, dass mit der zukünftigen universitären Direktausbildung in den kommenden Jahren genügend Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ausgebildet werden, wird im Artikel 19 - „Änderung des Psychotherapeutengesetzes” - festgelegt, dass Personen, die vor dem 31.08.2026 ein Studium begonnen haben (bisher 31.08.2020), welches den Regelungen des alten Psychotherapeutengesetzes entspricht, die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nach der bis zum 31.08.2020 geltenden Fassung des PsychThG absolvieren können.

Als Ausbildungsstätten sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften vorgeschrieben, an denen die KJP-Ausbildung mit einem Masterstudiengang verzahnt ist.

Voraussetzung ist, dass die jeweilige Länderbehörde dies für die Sicherstellung des Versorgungsauftrages für notwendig hält.

Da SIMKI eines der wenigen Institute in Deutschland ist, das diese Kriterien erfüllt, werden wir uns umgehend mit den sächsischen Ministerien in Beziehung setzen und einen entsprechenden Antrag stellen, damit wir im Rahmen der gesetzlichen Fristverlängerung unsere bewährten Ausbildungskurse nach der bisher geltenden Regelung durchführen können.

Wie begrüßen diese Erweiterung, da sie für die Versorgung dringend notwendig ist.

 

Notwendig wäre der Bachelor in Sozialer Arbeit sowie der Master, um anschließend den Master mit der verzahnten KJP-Ausbildung studieren zu können. Das ist ein ordentliches Programm. 

 

Bearbeitet von psycCGN
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vor 20 Minuten hat TomSon geschrieben:

Aber wenn du noch ein wenig Geduld mitbringst, wird es sicher bald an den Universitäten Studiengänge geben, die dann zur neuen Psychotherapeuten-Ausbildung führen.

 

Aber die gibt es doch schon: den polyvalenten Bachelor in Psychologie. Der entsprechende Master kommt noch. Diesen schon jetzt einzuführen, damit sind die Unis überfordert.

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Hallo TomSon,

 

danke für Deine Wortmeldung. Bachelor und Master an einer Präsenzuni mit Kleinkind kann ich mir leider tatsächlich nicht vorstellen. Ich hatte da voll und ganz auf das Studium (zumindest Bachelor) via Fernhochschule gesetzt, zumal ich, durch nicht Erreichen des deutschen NC an einer Präsenzuni wohl auch nicht zugelassen werde, bzw. bereits frühere Ablehnungen erhalten habe. 

 

 

PsycCGN, mit Deiner Annahme liegst Du richtig. Der NC an Präsenzunis ist seit jeher das Hindernis. 

 

Das Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage [...]" ist ein sehr interessanter Beschluss. Der Weg, den dieser ebnet, ebenfalls. Jedoch, wie Du sagst, ein sehr "ordentliches Programm", welches in meiner aktuellen Situation für mich nicht umsetzbar ist.

 

 

 

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vor 15 Minuten hat Juuls geschrieben:

Jedoch, wie Du sagst, ein sehr "ordentliches Programm", welches in meiner aktuellen Situation für mich nicht umsetzbar ist.

 Aber was ist denn daran anders als dein bisheriger Plan, an der PFH Psychologie zu studieren. Für den Weg über Psychologie hättest du Bachelor, Master und dann 3-5 Jahre Ausbildung machen müssen.

Für den Weg über Soziale Arbeit musst du auch Bachelor, Master und dann halt nochmal einen Master machen. Es dauert nich länger als, wenn du Psychologie studieren würdest. Soziale Arbeit kannst du auch über Fernhochschule studieren. Für den KJP-Master musst du allerdings recherchieren, ob es so etwas in deinem Bundesland gibt und welche Master-Abschlüsse der Sozialen Arbeit für die Ausbildung anerkannt werden. NRW ist beispielsweise sehr streng und hier wird der Master der IUBH anerkannt. Ein Institut, das so einen mit der KJP-Ausbildung verzahnten Master anbietet, gibt es auch nochmal in Hamburg, meine ich. Dort müsste man anrufen, ob die Ausbildung wie im zitierten Beitrag ebenso möglich ist. Der Weg über das Psychologie-Studium ist nicht minder anstrengend und zeitaufwändig.

Bearbeitet von psycCGN
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Zitat

Aber was ist denn daran anders als dein bisheriger Plan, an der PFH Psychologie zu studieren

 

Danke für Deine Frage und die Denkanstöße.

Anders ist vor allem, dass ich mich jetzt noch nicht auf den KJP festlegen möchte und ich mich gedanklich sehr auf die Inhalte des Psychologiestudiums eingeschossen und gefreut habe. Bei der IUBH hatte ich mir vor einiger Zeit auch den Studiengang zur Sozialen Arbeit angeschaut, aber konnte mich nicht ausreichend dafür begeistern.

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Für den psychologischen Psychotherapeuten ist der Zug leider abgefahren, wenn man nicht Psychologie über eine Uni studiert. Da du geschrieben hast, dass die Arbeit mit  Kindern und Jugendlichen ggf. in Frage kommt, dachte ich, dass es eine Alternative wäre. Und was soziale Arbeit angeht, gibt es ja nicht nur die IUBH. Aber die Entscheidung liegt dann bei dir :)

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