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Über diesen Blog

Vielleicht überlegst du dir gerade ein Fernstudium zu beginnen, vielleicht bist du auch mittendrin. Vielleicht interessiert dich das Thema auch nur einfach so.

Ich bin aktive (bzw. pausierende) Fernstudierende und der Titel drückt schon aus, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die relative problemlos durch mein Studium stiefel, auch wenn dies zu Beginn ganz anders aussah.

Ich habe mein Studium im Jahr 2012 an der APOLLON Hochschule für Gesundheitswirtschaft in einem Bachelo Studiengang aufgenommen. Regulär wäre ich mittlerweile fertig oder in einem Master Studium. Doch die Realität ist anders und genau damit wird sich dieser Blog befassen mit der Thematik: Fernstudium trotz persönlicher, wirtschaftlicher und gesundheitlicher Unmöglichkeiten und warum Aufgeben keine Option ist.

Es wird um den Weg bis hierher gehen und auch wie die Begleitung durch die Hochschule (Studienservice, Tutoren, Dekane usw.) in den Zeiträumen bisher war und auch noch ist. Und da Aufgeben keine Option ist auch wie sich dann irgendwann der Weg zum Abschluss gestaltet und den werde ich machen, denn wer gibt schon 57 Credits vor Schluss und die unfertigen Module fertig hier zu Hause liegend auf?

 

Vielleicht geht es dir gerade in einem der Bereiche ja genau so wie mir, du hast Erfahrungen damit gemacht, was ein Hürdenlauf bei wirtschaftlichen Engpässen oder gravierenden gesundheitlicher Probleme oder einfach Aspekte in der persönlichen Lebensplanung bedeuten kann. Ich weiß nicht, wie regelmäßig ich es schaffe über die letzten 5 Jahre aber insbesondere die letzten zwei Jahre zu schreiben. Doch ich hoffe dir genau dann auch einmal Mut machen zu können, wenn es schwer wird, denn es geht weiter. Oder vielleicht hilft es dir auch dabei abzuwägen, ob deine persönlichen Umstände unbedingt ein Fernstudium ausschließen müssen oder es vielleicht einfach nur ein paar Stützräder benötigt. Was es auch ist fühle dich hier "wie zu Hause" stelle Fragen, hinterlasse Kommentare.

 

Nach Rücksprache mit Markus Jung noch einen wichtigen Hinweis  (dieser wird sich auch in ähnlicher Weise in jedem Beitrag finden). Dieser Blog wird weitestgehend annonymisiert ggf. mit veränderten Orten, geänderten Angaben und ohne Studiengangsspezifische Informationen geführt. Auch werde ich keine Angaben zu meiner Person machen, außer dem, was auf meinem Profil zu entnehmen ist. Es ist auch nicht wichtig für die Thematik. Da allerdings die Hochschule durchaus eine Nennswerte Rolle hat und es vielleicht für den ein oder anderen wichtig sein wird sie durchaus an entsprechenden Stellen benannt.

 

Viel Spaß beim Lesen

Ida_Pfeiffer (wer wissen will wer das war schaut doch einfach in das Über Mich meines Profils)

  Ich würde gerne anderen Mut machen auf eine humorvolle aber auch sehr realistische Weise, denn ich denke auch das gehört alles zum Fernstudium.

Einträge in diesem Blog

Ida_Pfeiffer

Die Sache mit dem Coaching :/

So, ich war ja recht leise in letzter Zeit, was nicht heißt, dass es langweilig wäre. Im Studium läuft es soweit. Der Endspurt zieht sich etwas und ich merke, dass mir eines überhaupt nicht gut tut und zwar der Zeitdruck, denn ich durch eine Deadline "Bis dann sollten Sie ihr Studium fertig haben" erhalten habe. Auch heißt es ab nächsten Monat auf in den Bewerbungskampf und gerade ist der Markt nicht so toll, wie ich es mir wünschen würde.

 

Ich habe mittlerweile eine Ziemlich gute Vorstellung welche Aufgabenprofile passen und welche Tätigkeitsbereiche es einschließt. Ich hätte mir zwar ursprünglich nach all der Zeit, in der ich nicht arbeiten konnte und mich beruflich neu finden musste eine Berufsorientierung gewünscht, bekommen habe ich ein Coaching bei einer Psychologin und Jobcoach. "Das entspricht ja eher ihren Wünschen". Das lasse ich jetzt einmal offen.

 

Diesen Monat war es dann auch so weit. Mir sind insgesamt drei Termine à 2 Stunden zugeteilt worden bzw. werden finanziert. Zwei davon habe ich gehabt und mir ist mehr als einmal fast der Kragen geplatzt. Ich kann aber noch nicht genau sagen woran es liegt. Der erste Termin war noch ganz okay, ich hatte das Gefühl selber viel gestalten zu können. Auch hat sie sich darauf eingelassen, dass ich gerne erst einmal darauf schauen wollte, was ich mitbringe, was mich interessiert, was vielleicht gesundheitlich sinnvoll ist und was nicht. Sie hatte erst Assessment und Selbsteinschätzungsbögen vorgesehen, was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht wollte, sondern, dass sie erst einmal mich kennenlernt. Im Ergebnis ist eine "Art" Mindmap entstanden. Es wurden Aspekte gesammelt, die ich mir vorstellen kann, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einschränkungen und am Rande auch schon mal betrachtet, was es für Stolpersteine in meinem Fall gibt. Nicht so gut für das Vertrauen war, dass ich im Gespräch erfahren habe, dass der Kostenträger tatsächlich dadurch erneut prüfen wollte, ob eine Finanzierung des Studiums als LTA so sinnvoll ist. Ehrlich, ich glaube ich bin fertig, bevor die mal Entschieden haben. Und ich kann auch nicht mehr hören, nächste Woche mache ich das fertig und schicke es zu (das höre ich nämlich seid nun 10 Wochen wöchentlich). 

 

Gestern der Termin, da bin ich tatsächlich etwas implodiert. Ich hatte zur Vorbereitung mögliche Stellen heraussuchen müssen und meine Bewerbungsmappe einreichen müssen. An sich erst mal okay, denn wenn mir jemand sagt er coached vom Akademiker bis... und macht das seit x Jahren sollte zumindest etwas passen. Ich bin wirklich nicht grundsätzlich ablehnend aber es gibt Dinge, da wusste ich nicht mehr liegt das jetzt an mir und was ist überhaupt noch richtig.

 

1. Anschreiben

Konkret diente ein Beispiel auf eine Stelle, wo ich mich beworben hatte und auch eingeladen worden war, dann aber kalte Füße bekommen habe. Es war in der Anzeige genau angegeben, wie die Kopfzeile und auch die Anschrift auszusehen hatte. Sprich etwas, was gar nicht in meinem Ermessen lag. Das war dann das erste lange Thema und man könne sich da schon drüber hinwegsetzen. Frage: Kann ich das wirklich, wenn es vorgegeben wird? 

Danach ging es weiter. Ich weiß, dass ich sehr nüchtern schreibe. Meinem Anschreiben wurde attestiert, es würde für eine wissenschaftliche Arbeit reichen, es müssten mehr Emotionen rein. Also z.B. sollte ich Anfangen mit "Sehr geehrter Herr Sowieso, mit großem Interesse und Freude habe ich ihre interessante Anzeige gesehen." Sorry, aber wenn ich eins nicht bin, dann jemand, der 1. etwas schreibt, was vor mir vermutlich 1 000 000 Menschen diesem Personaler auch geschrieben haben, weil es in einem Bewerbungsratgeber steht 2. Menschen erst den Bauch pinselt, anstelle in irgendeiner Form wertschätzend und taktvoll zum Punkt zu kommen und 3. Müssen da wirklich solche Flosken rein? 

Die Krönung war aber dann, das Diskutieren über ein einzelnes Komma und auch als ich deutlich machte, dass es okay ist, ich nehme das jetzt erst einmal so an und würde gerne weiter machen (ich war schon auf 200 °C) hörte es nicht auf. Am Ende das Resultat, das Komma war an der Stelle nie falsch, es fehlte einfach eins 4 Wörter vorher:blink:.

 

2. Lebenslauf

Der hatte in den letzten Monaten die umfassendste Veränderung erlebt und da muss ich sagen, war das austauschen mit jemandem, wie er es liest ganz spannend. Ich hätte z.B. nie mein noch laufendes Studium unter beruflichen Werdegang gepackt (bisher bei Aus- und Weiterbildung) und dann auch nicht an die 1. Stelle oder auch das Mentoring. Etwas eine Herausforderung war das Thema Chronologie, die ich über das Enddatum der Anstellung, bei überlappenden Anstellung habe. Sprich da, wo ich länger gerarbeitet habe, bei Stellen, die zur gleichen Zeit sind ist die weiter unten, wo ich eher aufgehört habe. Problem war, dass Chronologie wohl vielfach über das Eintrittsdatum läuft und das haben wir dann auch versucht. Dadurch wird mein Lebenslauf aber ein lückenhafter Flickenteppich, der den Bereich betont in dem ich nicht mehr arbeiten möchte.

 

Ansonsten hilft es mir schon auch einmal bestimmte Dinge auszusprechen oder zu schauen, was passt zu mir etc. Es ist nicht nur schlecht oder gut. Ich nehme es mit und hatte mir im Grund ja auch so was wie ein Coaching gewünscht. Ich sehe einiges Klarer, bei manchem bin ich verwirrter und anderes ist noch unter "Weiß sie wirklich was sie tut" und da ist das Problem, dass ich wirklich nur dieses eine eigene Beispiel habe, aber nichts zum vergleichen und manche Fragen leider unbeantwortet bleiben. Das entmutigt. 

 

Im Dritten Termin wird es dann konkret um das Thema Bewerbungsgespräch gehen, was mache ich mit der Schwerbehinderung und wie gehe ich damit um, dass ich nur Teilzeit arbeiten kann, mich aber auch auf Vollzeitstellen bewerben soll, ohne das zunächst zu thematisieren, sondern erst im Vorstellungsgespräch (was ich persönlich sehr schwierig finde und eher befürchte, dass das nicht gerade toll für den Personaler ist. Sie hat mir das einmal "vorgespielt" wie man es machen kann und da kommt dann ein großes Problem, ich bin ein grundlegend ehrlicher Mensch, ich bin kein Vertreter und schon gar nicht mag ich etwas als gut verkaufen so lange, bis jemand nur noch das positive sieht, obwohl er es gar nicht möchte (das wäre dann eine meiner Schwächen). Und die Empfehlung "Wenn sich der Personaler nicht darauf einlässt verabschieden Sie sich und bedanken sich für die Übung und gehen". 

 

Aber macht man das so? Da kann ich mich doch dann danach nie wieder bewerben? Oder sind das Coaching "Tricks", um mich aus der Reserve zu locken? Ich bin grad etwas ratlos. 

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Im Fazit ist es weiterhin turbulent, aber ich halte durch. Es sind jetzt übrigens nur noch weniger als eine handvoll Prüfungen und dann bin ich fertig. Das ist sehr positiv. Ich bin erstaunt, wie gut ich wieder in das Studieren reingekommen bin und kann nur sagen: "Auch wenn eine Pause noch so lang ist, wenn man die Popobacken zusammenkneift, wird auch das scheinbar Unmögliche eine Möglichkeit." (Zitat bei Meine eigenen Worte)

 

Ida_Pfeiffer

Mit einem Hauch Erleichterung

Es gibt ein bisschen etwas Neues. Zwar habe ich leider noch immer nichts Schwarz auf Ökopapier, was meine berufliche Zukunft angeht, weiß aber zumindest schon einmal die informelle Rückmeldung, dass gerade eine individuelle Maßnahme durch das BfW zur Berufsorientierung zusammengestellt wird.

 

Mehr Infos gibt es von der Uni. Am 24.09. hatte der Prüfungsausschuss getagt und entsprechend gab es auch eine Entscheidung zu meinem Antrag auf Nachteilsausgleich für die verbliebenen Klausuren und Thesis. Diesem wurde entsprochen. Bei den Klausuren kann ich mir aussuchen, ob ich an dem Standort in meinem Bundesland schreibe, dort ist aber nur eine Schreibzeitverlängerung von 25 Prozent möglich, durch den Wechsel zwischen den Klausuren oder eben in Bremen mit den bewilligten 50 Prozent. Ich habe mich für Bremen entschieden, da es logistisch keinen Unterschied macht.

 

Für die Thesis wurden ebenfalls die 50 Prozent mehr genehmigt wodurch mir 12 Wochen anstelle von 8 zur Verfügung stehen, was mich deutlich beruhigt. Ansonsten arbeite ich meine Module Stück für Stück ab, mal mit mehr und mal mit weniger Frust, gerade bin ich bei "neutral"

Ida_Pfeiffer

Die Uhr an der APOLLON dreht sich weiter

An der APOLLON passiert gerade hier und da was. Wenn man vorsichtig über den Campus stöbert, sieht man nicht nur das die Klausurtermine für 2018 online sind. Sonder, dass die APOLLON nun einen Wechsel in der "Führung" hat.

 

Ich kann mich noch gut an mein Einführungsseminar mit Prof. Kümmel erinnern und dieses Rollenspiel, dass wie man dann am Ende weiß, dem realen Leben entspringt. Um so seltsamer ist es, dass man sich vorstellt, dass die Altersfolge zuschlägt und er nun von Frau Prof. Pundt als Präsidentin abgelöst wird. Ein wenig fühlt es sich schon an, als ginge eine kleine Ära zu ende, da Prof. Dr. Kümmel unser Gründungspräsident ist. ABER auch Frau Pundt und das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, hat ihr Herz doch bei den Studierenden. 

 

Von daher bleibt es spannend zu beobachten, ob nur ein Stuhl getauscht wird, aber alles bleibt wie es ist oder um die Phrase zu nutzen, man den "Wind of Change" merkt.

 

Und da wird mir grade mal bewusst, wie lange ich nun schon studiere. Naja gut Ding will Weile haben. 

 

Ida_Pfeiffer

Ich hatte diese Woche mein Gespräch mit dem Rententräger, wo es ja nicht mehr um das, DAS einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben ging, sondern das WAS.

 

Ich möchte es ganz kurz zusammenfassen (naja mal sehen wie kurz). Fazit ist erst einmal, es war in etwa so wie eine Gehaltsverhandlung. Mit x Prozent extra reingehen und mit dem rauskommen, was man sich wünscht, inklusive Verhandlungsphase etc. (dafür bin ich dann zukünftig gewappnet).

 

Zunächst stellte sich aber doch etwas Panik ein, weil der Träger das Bezahlkonzept der Hochschule nicht verstanden hat. Sprich, warum ist den x Betrag offen das passt doch nicht zu den Prüfungen usw. das konnte ich aber zumindest ansatzweise aufklären und es entlockte dem Sachbearbeiter ein "ich glaube das Konstrukt Fernhochschule war uns noch nicht so ganz klar."

 

Er hat dann auch die ganzen Optionen aufgezählt und dann war es ein bisschen, wie das Baukastenprinzip, denn wenn ich eins in den letzten Jahren konsequent durchziehe, dann dass ich eine Fallkonstellation habe und persönliche Aspekte zeitgleich mitbringe, die so an Individualität systembedingt nicht vorgesehen sind :D und ich einfach konsequent MEINEN Weg gehe und den kann keiner in Berlin mit einem spitzen Bleistift und schönen Anzug mit ein paar Paragraphen beschreiben (deinen übrigens auch nicht).

  

Im Endeffekt bekomme ich keine Umschulung. Da habe ich mich persönlich gegen entschieden, denn diese würde 2 Jahre Schulbank bedeuten und dann bin ich 2 Jahre älter, habe einen gesundheitsgerechten Abschluss (das Wort habe ich heute kennen gelernt und gehört jetzt direkt zu meinem Wortschatz), aber immer noch keine Arbeit und auch sprach für mich dagegen, dass die von der Entfernung für mich in Frage kommenden BFWs (denn aufgrund meiner Grunderkrankung käme nur ein solches in Frage), nicht wirklich auf mein Interessengebiet ausgelegt sind und für mich keine Internatsunterbringung an fünf Tagen in der Woche in Frage kommt. Aus vielen Gründen, wesentlich aber auch, dass meine hier geschaffenen Strukturen mich stabil halten und das ist dann wie noch mal entwurzeln. (Das war dann der Punkt, wo man ein Stück entgegen kommt, aber durchaus auch deutlich macht, dass man sein Gehalt nicht gnadenlos Einkürzen wird. Es ist irgendwie, wie ein Spiel, bei dem man eine heiße Kartoffel hin und her wirft, nur hatte ich Handschuhe mit).

 

Ich hatte mir im Vorfeld Gedanken gemacht, was ich anbieten und fordern kann, auch in Bezug auf das fast abgeschlossene Studium. Die Formulierung war klasse "Ein Fall, wie sie hat das SGB  nicht vorgesehen, wir müssen etwas basteln".  Wie bei der Wiederaufnahme des Studiums wurde individuell ein Super-Sonder-Gibtseigentlichnicht-Nicht zum Nachmachen empfohlen-Plan zusammengestellt, der aus mehreren Komponenten nach meinen Wünschen entspricht und wo gerade viel gebastelt, verhandelt und auch etwas organisiert werden muss, aber zum Glück nicht von mir :lol:.

 

Konkret heißt es aber:

  1. Sicherstellung des Bachelorabschlusses und somit einer gesundheitsgerechten beruflichen Qualifizierung bis zum Abschluss in Maximal 6 Monaten, vornehmlich in Bezug auf die Studiengebühren, die seit Wiederaufnahme und bis zum Studienabschluss aufgelaufen sind, bzw. anfallen würden. Eine volle Übernahme geht aus mehreren Gründen nicht u.a. dass manche Gebühren z.B. a.g. der Ratenhalbierung vor der Unterbrechung einfach dann angefallen sind und somit in meiner Verantwortung. (Ist aber okay so, ich sag ja, wie Gehaltsverhandlung man geht mit Prozent x rein, um am Ende mindestens mit dem raus zukommen, was man sich vorgestellt hat). Ich warte jetzt auf Post von der APOLLON, damit ich die Aufstellung weiterleiten kann und ergänzende Infos zu den beiden Klausuren (Fahrtkosten usw) beifügen kann
     
  2. Eine 6-Wöchige Berufsfindungsberatung, damit ich eine bessere Vorstellung davon bekomme, welche gesundheitsgerechten Arbeitsplätze und Tätigkeitsfelder, ich im Rahmen meines Abschlusses ausüben kann und auch, um mich etwas besser orientieren zu können. Und das war eins der Dinge, die ich mir wirklich gewünscht habe, weil ich mir beim Reflektieren meiner ganzen Bewerbungen sehr deutlich machen muss, dass ich noch im Nebel stochere, ohne wirklich zu wissen, was geht uns was nicht. Das ist aktuell noch etwas wackelig, weil nur 2 BfWs in Frage kommen, weil ich im Tagespendelbereich bleiben möchte. Auch ist das eigentlich so nicht vorgesehen, da normalerweise darauf eine Umschulung folgt, die in meinem Fall aber nicht vorgesehen ist und da heißt es jetzt auf kulanz des BfWs und Argumentationsgeschick des Rehaberaters zu hoffen.
      
  3. Einstiegsförderung oder wie man das nennt. Also im Rahmen des Wiedereinstiegs nach Bachelorabschluss ein Zuschuss zum Bruttoarbeitslohn für den neuen Arbeitgeber und alles was damit zusammenhängt inkl. eventuell weiter notwendiger (kleiner) Qualifizierungen.

 

Ich bin sehr erleichtert,  auch wenn ich so noch nichts schriftliches habe und es auch final noch abgesegnet werden muss und es sicherlich auch da mit eine Rolle spielt, was an Gebühr x jetzt anfällt und wie sie sich zusammensetzt. Aber das schön aufzuschreiben und nachvollziehbar, das macht der Studienservice, ich kann mich jetzt einfach mal entspannen und mit ganz viel Erleichterung aufatmen. Der Krimi bleibt also spannend, scheint aber nicht mehr zum Drama zu werden.

 

Ich glaube, wie es mir gerade geht und was das wirklich auch von den Emotionen gerade bedeutet fängt die Abschlussperformance aus dem Film "All Stars of Fame" sehr gut ein (und ja auch mit über 30 schau ich mir so was noch an ;)  ein Chickflick halt würde der Kanadier sagen) in dieser Szene ist alles drin (Warum habe ich eigentlich vorher alles geschrieben:rolleyes:)

 

 

Ida_Pfeiffer

Ich bin heute erneut in den Genuss eines Webinars meiner Studienförderung der Deutschen Bildung gekommen und, da es so gut war und das Konzept absolut meiner Lebensphilosophie entspricht (ich nur nicht wusste, dass man es so nennt), dachte ich, dass ich es gerne mit euch in Auszügen teilen möchte.

 

Konkret ging es um die Aspekte

  1. SLOW WORK - Was bedeutet das?
  2. Entlarvung der drei größten Arbeitsmythen
    1. warum Work-Life Balance Unsinn ist
    2. dass Glück und Erfolg anders geht, als man wahrscheinlich denkt
    3. warum zu viel Anstrengung kontraproduktiv ist
  3. 9 Tipps, wie man zum "Slow Worker" werden kann
  4. Die Persönliche Slow-Worker Geschichte der Dozentin "Wie ich das Hamsterrad verlassen habe

 

Wie beim letzten Mal, möchte ich euch ganz kurz vorstellen, wer das Webinar "verzapft" hat und mich heute wirklich in ihren Bann gezogen hat, ich bin auf jeden Fall gerade tiefen-entspannt und das war das, was ich aktuell brauchte.

 

Also das Who is Who? Tatjana Magda, Dipl. Kauffrau & Buisness Coach sowie digitale Nomadin, die sehr viel im Start-Up Bereich gemacht hat, bis sie nun rein als Business Coach tätig ist und internationale Klienten, mit allem was die Technik so hergibt überregional berät.

 

nun zu 1. Zunächst wurde herausgestellt, was Slow Work nicht ist, und da wäre es interessant, wenn du einen Moment mal überlegst, wer oder was das für dich sein könnte. Also ich kann schon mal sagen, dass es sich dabei nicht, um einen ständig zu spät kommenden Kollegen handelt und auch  nicht, um den ewig langsamen, der seine Projekte nicht im Zeitrahmen fertig bekommt. Ebenfalls absolut ungeeignet ist es für Erfolglose und Verlierertypen.

 

Bleibe ja die Frage was sich nun hinter diesem Begriffungetüm verbirgt. 

Zitat

"Slow Work" - ist eine Lebenseinstellung: Es geht nicht nur um langsamer arbeiten, sondern um bewusster arbeiten

 

Als Lebenseinstellung zeichnet es sich durch Achtsamkeit, die Frage danach, was einem im Leben wirklich wichtig ist und im Rahmen eines Umdenkprozesses, dahingehend, dass man sich bewusst macht, was Arbeit und Erfolg für einen ganz persönlich bedeuten, aus.

 

Der Nächste Abschnitt hat drei große Mythen entlarvt und mit ein paar Begrifflichkeiten wurde aufgeräumt. Zuerst ging es dem Thema Work-Life-Balance an den Kragen und ich bin jedem Menschen dankbar, der sich damit und der Unsinnigkeit des Begriffs einmal befasst. Was glaubt ihr wie viel Zeit bleibt einem wirklich abzüglich aller Sachen wie Arbeit, Schlaf, Verpflichtungen, Essen, Trinken Putzen etc. pro Werktag für Freizeit? Laut einer Studie von 2014 ganz 3 Stunden und 48 Minuten (macht dann beim Fernstudenten wohl eher 48 Minuten :lol:). Work-Life Balance besagt ja eigentlich, dass Arbeit und Leben Gegenpole sein müssen, die in ein Gleichgewicht gebracht werden müssen. Nur ist das leider ein Exklusionsgedanke, der Arbeit eben nicht als Teil des Lebens sieht, was sie aber ist und weil im Leben nichts stillsteht, gibt es auch kein Gleichgewicht.

 

Ein weiteres Manko diesen Prinzips ist, dass Arbeit das kleine :sneaky2: Teufelchen ist und Freizeit das :9_innocent: Engelchen. Und das führt leider dazu, dass es eine Einstellung fördert, die den Arbeitsplatz als unfrei erleben lässt und das Gefühl aufkommen lässt, dass sich das eigentliche Leben eben in der Freizeit abspiele. Und genau das ist auch ein Grund warum sich Menschen oft ausgelaugt fühlen, weil unsere Psyche und der Körper auf die Qualität unserer Gedanken reagieren.

 

Ich persönlich kann hier wirklich zustimmen, habe ich eine negative Grundeinstellung einem bestimmten Bereich gegenüber, in meinem Fall manchmal meiner Lebenssituation, dann stellt sich schnell dieses fatale Gefühl der Sinnlosigkeit ein. Dann wurde das Zusammenspiel von Arbeit und Leben noch im sinne des psychologischen Effekts dahingehend als positiv herausgestellt, dass ein Mensch eine Tätigkeit benötigt um glücklich zu sein und somit Arbeit auch Quality Time sein kann.

 

Nicht weniger spannend, war der nächste Mythos "Müssen wir erfolgreich sein, um glücklich zu sein". Dabei wurden Ergebnisse von Shawn Achor (Professor in Harvard) herausgestellt, der 45 Länder bereiste und feststellte, dass wir erfolgreicher sind, wenn wir glücklich sind. Ferner sei das Gehirn in einem positiven Zustand 31 Prozent produktiver, als in einem negativen Zustand. Warum viele Menschen nach Angabe der Dozentin nicht darauf zurückgreifen können liegt an der gesellschaftlichen Denkweise mit Glaubenssätzen, wie

  • Wir sind erfolgreicher, wenn wir härter arbeiten
  • Je härter wir arbeiten, desto erfolgreicher werden wir sein
  • Je erfolgreicher wir sind, desto glücklicher werden wir sein

Der Trugschluss ist nach Achor darin begründet, dass eben jedes Mal dann, wenn das Gehirn einen Erfolg verbucht, im Anschluss die Messlatte noch höher gehängt wird. Mich persönlich berührt dazu  hat die Aussage

Zitat

Wenn Glück auf der anderen Seite von Erfolg steht, wird das Gehirn nie dorthin gelangen. Wir schieben Glück hinaus, weil wir glauben, dass wir erfolgreich sein müssen, um glücklich zu sein. Unser Gehirn arbeitet jedoch genau anders herum. Anstatt unser Glück davon abhängig zu machen, welche Ziele wir in der Zukunft erreichen, können wir versuchen, im Hier und Jetzt Zufriedenheit zu finden. Denn, wenn wir einen Weg finden, im gegenwärtigen Moment positiv zu sein, dann funktioniert unser Gehirn besser, sodass wir in der Lage sind, besser und intelligenter zu arbeiten.

 

Der dritte Mythos betrifft so schöne Sätze, wie "Ohne Fleiß- Kein Preis", "Führer Vogel....", Erfolg ist das Resultat harter Arbeit. Dabei ging es um die Frage, warum zu viel Anstrengung kontraproduktiv sein kann. Im Endeffekt führt Stress dazu, dass das Blut von unserem Vorderhirn in die Gliedmaßen fließt und somit die Wahrnehmung eingeschränkt ist. Dazu haben Forscher ein Experiment gemacht. Man hat vorher Menschen nach Stressstatus in zwei Gruppen geteilt. Einmal gestresste einmal solche, die relativ entspannt waren. Dann mussten sie einen Weg zu einem Event abgehen. Auf dem Weg hatte man deutlich sichtbar Geldscheine platziert. Die Gruppe der gestressten hat diese nicht wahrgenommen.

 

Dann wurde noch einmal damit aufgeräumt, was Slow Work eben nicht ist und zwar bedeutet es nicht, dass man seine Arbeit einfach schleifen lässt. Auch bedeutet es nicht, dass man einfach nichts tut, um sein Leben zu sichern. Vielmehr geht es darum einen Rhythmus zu entwickeln, der auch PAUSEN beinhaltet und den Terminkalender bewusst zu entschlacken und sich zu zwingen, ihn nicht aufs Maximum auszulasten. Ziel dieser Lebenseinstellung ist es seine Ressourcen Achtsam wahrzunehmen und ein Bewusstsein für das eigene Wohlbefinden zu entwickeln, aber auch eine Arbeitsweise zu finden, die einen persönlich erfüllt. Und was bedeutet das persönlich Erfüllt zu sein?


Naja das ist so individuell, dass nur du selber dir das beantworten kannst frei nach: Für mich ist Erfüllung_____________

 

Doch Obacht, lebt man nach dem Slow Work Prinzip, dann verlieren Faktoren, wie Macht, Status und Geld an Bedeutung, denn man definiert sich nicht mehr über materielle Benefits. 

 

Heißt das jetzt etwa Slow Worker wollen nicht arbeiten oder auf Staatskasse leben, um zu reisen und sich zu entspannen. Nein natürlich nicht, im Gegenteil. 

Zitat

Slow Worker wollen arbeiten - nur anders und weniger

 

Wenn du jetzt bis hierher ausgehalten hast magst du denken, alles schön und gut, aber wie soll das bitte gehen. Dazu wurden uns 9 Tipps an die Hand gegeben, von denen man sich in Fingerfoodbuffetmanier rausnehmen sollte, was zu einem selber passt.
 

  1. Multitasking ist ein Mythos (auch wenn Frauen es gerne anders behaupten ABER) es ist Neurobiologisch nachgewiesen, dass das Gehirn das nicht kann. In einer Studie bei Harvard Studenten stellte man fesst, dass die Gedächstnisleistung durch Multitasking so weit rapide abfiel, dass sie dem Stand eines achtjährigen Kindes entsprach. Fazit: Multitasking senkt den IQ
  2. Body-Mind-Blance: Man soll lieber seine Energie, anstatt seines Terminkalenders managen und auf seinen Körper und die gesendeten Signale achten. Dazu kann man sich einmal folgende Fragen stellen
    1. Bekomme ich genügend Schlaf
    2. Mache ich ausreichend Pausen
    3. Bewege ich mich
    4. Kann ich mich noch Konzentrieren
    5. Anstelle zu fragen "Geht es noch?" - Wie geht es mir
  3. Achtsamkeit (mindfulness) einfach einmal auf das zu achten, was man gerade macht und zwar Objektiv, nicht wertend, beobachtend
  4. Glaube nicht alles, was du denkst. Ich bin ehrlich, ich habe die Zahl vergessen, ob es jetzt 80 000 oder noch ein paar Nullen an Denkprozessen täglich waren. Es ging darum, dass der Mensch dazu tendiert, dass die eigenen Gedanken oft nicht positiv sind und Bedauern, Ärger über die Vergangenheit oder Sorge um die Zukunft umfassen. Die Übung dazu war, dass man einmal morgens Aufschreiben sollte, welche Befürchtungen man hat, die alle an dem Tag eintreffen können, vom verpassten Bus bis zum Stimmverlust in Vorträgen und dann Abends diese Liste nehmen soll und einmal überprüfen soll, welche Befürchtungen nicht eingetroffen sind.
  5. Das Gehirn auf Glück und Erfolg programmieren. Das hat mich wirklich fasziniert. Laut einer Studie soll es möglich sein mit 2 Minuten Aufwand an 21 aufeinanderfolgenden Tagen, das Gehirn so zu konditionieren, dass es optimistischer und erfolgreicher arbeitet. Die Übung dazu ist, dass man jeden Tag drei neue Dinge aufschreibt, für die man dankbar ist. Nach 21 Tagen soll dann das Gehirn lt. der Studie beginnen, die Welt zuerst nach positiven und nicht negativen Dingen zu scannen.
  6. Wie wäre es gerade, wenn es einfach wäre. Dabei geht es darum, wenn wir im "Overthinking" und ggf. Katastrophisieren sind, sich einfach diese Frage zu stellen. Mit der Zeit lernt man sich die Frage schnell zu beantworten und mutig zu sein, einen einfachen Weg zu gehen.
  7. Bin ich ein "Ja-Sager"?  Sage ich also zu schnell und zu vielen Dingen zu und konzentriere mich so auf eine Menge vielversprechender Dinge, aber vielleicht nicht auf die wirklich richtig tollen Dinge. Zitat dazu
    Zitat

    Die Frage, ob du wirklich, wirklich Lust auf etwas hast, hilft dir also, zu sehr vielen Dingen nein zu sagen und schafft damit Raum für Aufgaben, die du wirklich spannend findest und bei denen du lernen kannst

  8. Es ist egal, wie andere Erfolg definieren, es ist nur wichtig, was für DICH ein Berufsleben erfolgreich macht

    Zitat

    Um zu wissen, ob du erflogreich bist, frage dich am besten selbst, wie sich deine Situation für dich anfühlt und was Erfolg für dich ist. Was sind deine Ziele und was hast du noch vor? Wie viele von uns sind ihrem erfolgreichen Leben schon wesentlich nährer als wir denken.

     

  9. Lass deine Vergangenheit nicht deine Gegenwart bestimmen. In diesem Punkt geht es darum, dass man sich nicht von Verletzungen aus der Vergangenheit in der Gegenwart beeinflussen lässt und überprüft, ob es sich um eine wichtige Lehre oder falsche Glaubenssätze handelt. Wer nicht weiß was Glaubenssätze sind, das können z.B. so Aussagen sein, wie ich kann kein Mathe, auch wenn es dafür vielleicht noch nicht mal Anhaltspunkte gibt. Es gilt dann sich das bewusst zu machen. Auch gehört in diese Kategorie die Frage "Wie wichtig ist für mein Jetzt, dass ich irgendwann mal im Leben gescheitert bin?

 

Und wer bis hierher durchgehalten hat, weiß jetzt bei Slow Work geht es um die Entschleunigung am Arbeitsplatz das kann bedeuten

  1. Teilzeit zu arbeiten (ggf. vorher das Leben zu vereinfachen mit der Frage, was brauche ich wirklich? Was will ich wirklich? Und es wurden konkrete Beispiele von Führungspositionen mit 3,5 Tagewochen genannt)
  2. Homeoffice (geht  nicht überall aber war eine genannte Option)
  3. Sabbatical

 

 

 

Als letztes wurde dann noch darüber gesprochen, ob Slow Work realistisch oder eine Wunschhvorstellung ist. Und da wurde dann auch thematisiert, dass es viele Branchen und Arbeitgeber gibt, die noch nicht davon überzeugt sind und dies sogar das Gros der Arbeitgeber aktuell darstellt. Auch gehört sicherlich eine Portion Mut dazu. Als Tipp wurde gegeben es jetzt nicht von jetzt auf gleich zu machen sondern subtil zu entschleunigen

 

________________________________________

*Alles Zitate und Inhalte und das Gedankengut sind den Vortragsfolien des Webinars entnommen, dass die uns bereitgestellt wurden.
 

Ida_Pfeiffer

Wasserstand und was so los ist

Ich habe im Moment eine nicht so gute Phase, weswegen es bei mir auch etwas ruhiger ist. Aber nach langem Warten und viel Ungeduld habe ich diese Woche mein Gespräch zur Maßnahmenplanung der Leistung zu Teilhabe. Ich weiß noch nicht wirklich was mich am Ende erwartet, aber wenigstens darf ich eigene Vorschläge auf Basis meines Lebenslaufs mit einbringen. Ich denke, dass ich Ende der Woche mehr sagen kann. Aktuell mag ich nicht hoffe, dass es das Studium wird und habe etwas Angst, dass es doch ein ganz anderer Ansatz oder etwas ganz anderes irgendwo entfernt wird, was nicht meinen Wünschen entspricht. Versuche mich aber an den Gedanken nicht festzuhalten.

 

Im Moment bin ich auch etwas angespannt der Hochschule gegenüber. Die Prüfungsordnung ist in einem Sachverhalt ganz klar (dachte ich) nur scheint es da noch Auslegungsaspekte zu geben und am Ende kann ich im Moment nur warten. Es ist das erste Mal, dass ich so gut wie keine Rückmeldung über den Sachstand bekomme und immer nur schwammige Aussagen, wenn ich mal Frage. Das erste Mal nach vier Wochen und jetzt sind wieder fast 14 Tage vergangen. Das nervt und kratzt zusätzlich an den nerven. Aber wo Menschen aufeinander treffen.....

 

Naja, ist gerade also weiter viel im Umbruch. Das Studium hängt grade was, weil ich es nicht so gut kompensieren kann an mehr als einer Stelle etwas in der Luft zu hängen. Da merke ich dann einfach mal wieder, es ist nicht, wie es einmal war. Und ich muss echt kämpfen, dann nicht frustriert einfach alles in die Ecke zu pfeffern.

 

Mehr kann ich eigentlich nicht berichten. Außer, dass ich gerade mal ausnahmslos den Papp aufhabe und darüber werde ich jetzt mal Achtsam nicht nachdenken :D.

Ida_Pfeiffer

...TROTZ Unmöglichkeiten

“Hindernisse sollten Dich nicht aufhalten.

Wenn Du gegen eine Wand läufst, dreh Dich nicht um, gib nicht auf.

Finde heraus wie Du darüber klettern, hindurchgehen

oder außenrum gehen kannst.”

– Michael Jordan

 

Nach dem letzten Blog, ist es ja sehr still gewesen. Und ja @Tobse genau an die Filmszene hatte ich mich erinnert. Ich weiß jetzt auch, wie sich in Ping Pong Ball auf der Tischtennisplatte oder der kleine Ball im Kickertisch fühlt. 

 

Ich war wirklich einfach nur noch verzweifelt, da so etwas wie ein Studium bei Hartz IV nicht vorgesehen ist, zumindest dann nicht, wenn es grundsätzlich BAFöG förderungsberechtig wäre, ganz egal ob es dann real auch so ist. Die Gesetze sind noch nicht an dem Punkt angekommen, dass ein Fernstudium die Flexibilität ermöglicht, die dem allgemeinen Studenten abgesagt wird und ihn somit dem Arbeitsmarkt "nicht zur Verfügung stehend" deklariert.

 

Es sind sehr viele Horrorszenarien abgelaufen. Und viele viele Fragen. Letztendlich hat sich aber auch vieles geklärt, aus dem ich nun auch Rat an andere geben kann und möchte.

Wie ich heute weiß, gibt es Arbeitgeber, die Werkstudenten und wiss. Hilfskräfte komplett mit in der Sozialversicherung (inkl. Arbeitslosenversicherung) anmelden, dann gibt es die die darüber aufklären, dass die Freiwilligkeit besteht und dann gibt es die, die darauf vertrauen, dass man das alles selber weiß oder es für nicht wichtig ansehen.

 

Sogar das Jobcenter, dachte erst ich müsse doch ALG I bekommen, weil auch sie sahen, dass die Tätigkeit sozialversicherungspflichtig war. Ja war sie, pflege und rentenversicherungspflichtig nicht jedoch den wichtigen Teil Arbeitslosenversicherung. Deswegen wurden die EM-Rente auch nicht berücksichtigt und so bin ich in ALG II gerutscht. (ALSO bist du studentisch versichert oder übst nur eine Beschäftigung mit geringem Einkommen aus, empfehle ich durchaus sich Gedanken über freiwillige Beiträge in die AV zu machen).

 

Am Ende ist aber das Jobcenter der Argumentation des Arbeitsamtes gefolgt und weil ich da ansonsten trotz Studium berechtigt gewesen wäre, musste ich auch nicht so kurz vor Schluss alles hinwerfen oder wieder pausieren.

 

Und es ist noch etwas schönes passiert. Am Montag flatterte auf mein Drängen hin (geduldiges Warten habe ich im letzten Monat gelassen) die Entscheidung über den Widerspruch zur Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben rein. Die Ablehnung wurde aufgehoben. Gerade wird Art und Umfang der Maßnahme geprüft und ich habe allen Mut zusammengenommen und noch einmal (nun ja mit ganz anderen Argumenten) das Studium eingebracht. Ich bin mal gespannt, ob ich noch ein vollständiges Happy End bekomme. Aber egal was es wird, das ALG II wird ganz bald wieder durch Übergangsgeld von der Rentenversicherung abgelöst. Eigentlich sollte es ja egal sein ob A, B oder C zuständig sind, aber manchmal nervt es und raubt Ressourcen, die ich für das Studium gebrauchen könnte.

 

Aktuell steht bei der UNI auch noch eine Entscheidung zu einem Antrag auf Nachteilsausgleich für die letzten beiden Klausuren aus und die Thesis. Der Prüfungsausschuss tagt aber erst nach Ende des Urlaubs des Vorsitzenden Ende des Monats. Auch wenn ich mich Schritt für Schritt zurückkämpfe und versuche meine Konzentration und Leistung weiter zu steigern, gibt es da noch das ein oder andere Überbleibsel meiner Erkrankung. Ich durfte lernen, wie wichtig Pausen im Studium sind und was es bedeutet seinen persönlichen Pausenrhythmus zu finden. Alles dauert länger als vorher, weil es mehr Unterbrechungen braucht in denen ich einfach mal nichts tun muss. Nichts heißt in dem Fall nichts (keine Musik, nicht Handarbeit, nicht was anderes Lesen). Aktuell wechseln sich Arbeitsintervalle von 15-20 Minuten mit Pausenintervallen von 10 Minuten ab. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber mir macht das Studium wirklich wieder Freude und ich bin immer noch Froh so sehr dafür in den letzten Monaten gekämpft zu haben.

 

 

Ida_Pfeiffer

Was meint ihr, wenn man so überlegt, was stellt den häufigsten Grund dar, dass Menschen ihre gesteckten Ziele, Wünsche und Träume (sofern sie realistisch sind und durch eigenen Antrieb erreicht werden könnten) nicht erreichen? Es ist eine ganz einfache Antwort und gibt im wesentlichen zwei Gründe, von denen ich vermute, dass sie auch der Species Fernstudierender, Fernlerner, Fernabiturient nicht fremd sind. 

 

  1. Szenario: Voller Entschluss, Elan und Freude hat man sich angemeldet zum Fernabi, Hobbykurs, eine Sprache soll es sein, der Bachelor, der Master, eine Weiterbildung. Man ist angenommen worden. Es kommt der Brief mit den Zugangsdaten zum Campus und dann "DING DONG" steht er da, mit einem großen Paket in der Hand - der Paketbote (mit dem du übrigens über die nächsten Monate und manchmal Jahre ein turnusmäßige Freundschaft eingehen wirst). Aber zurück, er steht da und da hast du es in der Hand, dein ERSTES Studienpaket. Feierlich machst du es auf, schaust alles an, freust dich und dann? .... DANN fängst du einfach nicht an. Jeden neuen Tag denkst du morgen ist auch noch ein Tag und ich habe ja auch noch Monate und Jahre Zeit um das alles zu schaffen.  
    Zwei Gründe warum ein Vorhaben scheitert
    Der erste und einer der Häufigsten Gründe warum ein Vorhaben scheitern, ist dass einfach die Motivation fehlt zu beginnen. Morgen halt und Übermorgen ist ja auch nur das Morgen von Morgen. 
  2. Szenario: Es läuft. Mittlerweile kennst du den Paketboten beim Namen und überlegst dir schon, wie du dich für seine langen treuen Dienste bedankst und ob das herangewachsene Sixpack wohl mit deinem Studium oder Kurs zusammenhängt. Und während du so nachdenkend in die Luft starrend durch die Gegend läufst, stolperst du über das letzte Paket, brichst dir beide Arme, der Laptop ist hin, und das Hauptventil vom Wasserhahn hast du mit dem dir aus den Armen fliegende Studienpaket auch noch getroffen und deine ganzen Materialien sind unbrauchbar. Tja da hilft wohl nur erst mal eine Pause, bis alles wieder in Ordnung ist. Aus einer Woche werden zwei, drei, vier,  Grund 1 setzt ein, fünf, sechs, sieben, acht Monate.

    Der zweite Grund, warum ein Vorhaben auch bei anfänglicher Motivation hoher Motivation und guten Leistungen scheitert ist, dass die Motivation fehlt, weiter zu machen wenn es schwierig wird. Und schon beginnt er der Kreislauf aus Grund 1 und Grund 2 (siehe Grafik - Eigene Darstellung)

 

Da stellt sich ja dann die Frage und nun? Wie schaffe ich es denn entweder anzufangen oder durchzuhalten. Als ich im vorherigen Blog so leichtfertig geschrieben habe, dass ich das mal eben hier aufschreibe, habe ich mich das auch gefragt. 

 

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei vermutlich die Frage: 

WARUM habe ich mich für das Studium, den Kurs, das Abi im Fernlernmodus entschieden bzw. überhaupt entschieden? 

  1. Bewusste Entscheidung
  2. Schnellschuss
  3. Gruppendynamik
  4. Das macht man heute so
  5. Familie, Arbeit etc. alles muss unter einen Hut passen
  6. Ergänzung zu meinem Beruf
  7. Kosten
  8. Dann habe ich mehr Freizeit
  9. ....

 

Auch ist die Frage von Bedeutung, ob es für einen persönlich überhaupt der richtige Weg ist. Das richtige Medium etc. Dazu sei an dieser Stelle auf die Checkliste Fernstudium von Fernstudium.de . Auch kann gerade bei der Frage der persönlichen Motivation und Willensstärke  auf den Willenstest der FUH hingewiesen werden.

 

Nach einem guten Start ins Fernstudium mit einigen Höhen und Tiefen, stand ich jetzt Anfang des Jahres immer wieder vor der Frage, weiter machen oder einfach als gescheitert abhaken. Als dann der Entschluss war weiterzumachen, ging es um die Frage, wann soll es los gehen. Und als auch das Formal geklärt war, hieß es wo sind bitte die Hefte und wie mache ich das jetzt. Nach zwei Jahren ist das Unterstützungsnetzwerk weg, die Studierenden sind oftmals weitergezogen, wie ging das noch mal mit dem Schreiben und kann ich das überhaupt noch ich möchte doch ERFOLGREICH sein.

 

Aber Moment mal, was heißt das eigentlich. Erfolg oder erfolgreich und wie kann mich das motivieren (wieder) in den Tritt zu finden. Bin ich mir meiner Motive bewusst und habe ich eine Entscheidung getroffen, egal welcher Art wird es notwendig das Ziel auszuloten. Aber was genau nehme ich. Oftmals legt man erst einmal Fest "Ein ERFOLGREICHER Abschluss". Aber was bedeutet für mich Erfolg, woran messe ich diesen?

 

Vielleicht nehme ich die gesellschaftliche Perspektive: Ich bin erfolgreich, wenn andere das so sagen und anerkennen - rein extrinsisch. Oder Erfolg ist, wenn ich danach ein gutes Einkommen habe, mir etwas Leisten kann. Und während ich da so lang gehe stelle ich fest, ja vielleicht erreiche so was, aber bin ich glücklich? Zufrieden? Oder muss ich noch höher schneller und weiter? Bin ich nur dann erfolgreich ich Studium, wenn ich von Tag eins zu den besten meines Studiengangs gehöre.

 

Ich denke, ihr merkt, worauf ich hinaus möchte. So eine Einstellung kann ein richtige Motivationsbremse sein. Okay magst du denken, aber ich möchte doch Erfolg haben, was ist es dann?

 

relaxing-hammock-beach.jpg.4de4899c43fd851c7c9b1c49381c0588.jpg(Quelle Bild)

Dazu habe ich eine ganz persönliche Aufgabe für dich, die dir auch vielleicht dabei helfen kann, dem Grund auf die Schliche zu kommen, warum deine Motivation gerade in der Karibik unter Palmen liegt und den Rückflug auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Stelle dir doch einfach einmal vor Erfolg wäre so sicher wie ein bestimmtes Gefühl, nach dem du dich sehnst? Was wäre dann deine ganz persönliche Definition von Erfolg.

 

Bei mir war es "Erfolg ist, wenn ich zufrieden bin, mit Freude auf die Zeit zurückblicken kann egal, ob ich das von mir gesteckte Ziel als Erste erreiche oder lange nachdem der Vorletzte durch das Ziel gegangen ist. Es ist nicht abhängig davon, wie stolz jemand anders auf mich ist, sondern nur wie stolz ich auf mich selber bin. Es ist Selbstachtung und der Wunsch sich selber in dem wiederzufinden, was ich tue."

 

Das ist meine persönliche Definition, die mich jeden Tag motiviert. Ich habe mich mittlerweile abgekapselt, von dem Gedanken, dass ich zwei verloren Jahre im Studium hatte und mein Abschluss vielleicht nicht die gleiche Wertigkeit hatte und war so einfach frei, wie am ersten Tag, neu die Motivation zu finden anzufangen. Dabei haben mir ein paar Schritte geholfen. Vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei, das dir hilft nicht Übermorgen als das Morgen von Morgen zu sehen.

 

  1. Überprüfe, ob das gesteckte Vorgaben, wirklich auch dein eigenes Ziel ist. Ob es etwas ist, was du dir überlegt hast, abgewägt hast und möchtest.
     
  2. Positives, zielorientiertes Denken - und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Als Forscher Hoffnung definierten und das ist nuneinmal positives Denken, stellten sie heraus, Hoffnung habe mit der Überzeugung zu tun, dass man es schafft, seine Ziele zu erreichen (Hoffnungstheorie aus der Psychologie)
     
  3. Ja..., aber Liste:  Ich  bin mir sicher, dass es nicht nur mir so geht, dass egal, welches Ziel ich mir setze es irgendwo diesen Gnom gibt der sagt. Ja, aber aus den und den Gründen wird das nichts. Und ratet mal was seine Hauptnahrung ist? Richtig er knuspert gerne Motivation und das ununterbrochen. Um diese Zweifel ein wenig auszuräumen, kann man eine "Ja, aber  - Liste" machen. Setze dich hin und schreibe alle Gründe auf, warum du denkst, dass du dein Vorhaben nicht, oder nicht mehr erreichen kannst. Und dann finde "aber Gründe" die das widerlegen. Als Bsp. Grund warum ich das nicht kann: Ich bin zu alt um noch mal zur Schule zu gehen. Die "Ja, aber" Antwort: Ja, ich bin älter, ABER meine Lebenserfahrung und berufliche Erfahrung sind eine Ressource, die mir in der erfolgreichen Bewältigung des Studiums helfen können.  Vermeintliche Schwächen in Stärken umwandeln kann einfach so motivierend sein.
     
  4. Willenskraft, also der feste Wunsch und die Entschlossenheit die gesteckten Ziele anzustreben und zwar weil ICH das möchte, nicht irgendwer von mir erwartet (außer ich selber)
     
  5. Bereits zu Beginn, verschiedene Wege überlegen mein Ziel zu erreichen , so dass, wenn meine favorisierte Methode (Studienform, Studiengang, Hochschule, Fernakademie, Lernform, Klausurform) vielleicht nicht funktioniert, ich die Möglichkeit habe, es mit einer anderen zu versuchen, ohne direkt dem Gefühl versagt zu haben oder bei null anfangen zu müssen zu haben. Denn auch wenn sich dieses Aufdrängt darf man nicht vergessen, dass Lebenserfahrung einen nie ganz an den Anfang zurücksetzt, sonder nur an die letzte Weggablung. Vielleicht muss ich mich fragen, ob mein Ziel so, wie ich es heute geplant habe realistisch ist. Wenn nein, dann muss ich vielleicht erst ein Zwischenziel plan.
     
  6. Planvoll vorgehen. Bevor du direkt das große ganze sieht's, was bei einem akademischen Vorhaben teils unüberschaubar sein kann, wenn sich mit schrecken fragt, werden jetzt alle Pakete so groß, wie soll ich das nur schaffen? Dann stecke dir doch für das reine Anfangen einfach ein kurzfristiges Ziel. Vielleicht nur für die nächste Woche. Dabei könntest du folgendermaßen vorgehen
    a - Ziel aufschreiben (z.B. Kapitel 1 lesen und die Übungen bearbeiten)
    b- Enddatum festlegen (Ein Ziel ohne Zeitvorgabe gleicht nämlich eher einem Wunschtraum)
    c- Einzelne Schritte zum Ziel überlegen (Kapitel eins hat 7 Unterkapitel mit jeweiligen Zwischenübungen. Jeden Tag bearbeite ich ein Unterkapitel mit den Übungen)
    d- Hindernisse einkalkulieren (Welche Störungen können passieren, was ist wenn sich mein Dienstplan ändert, die Kinder krank werden oder unerwarteter Besuch kommt? Welche Strategien habe ich dann)
    e- optional mache einfach einen Vertrag mit dir, als kleine Verpflichtung.

 

Es gibt sicherlich noch vieles andere ergänzende und fühlt euch frei, eure Motivationsbooster in das Kommentarfeld einzutragen. Jedes Mal, wenn du überlegst aufzugeben oder dich einfach hinzusetzen, weil du glaubst das Ziel ist unerreichbar. Geh noch einmal in dich und überlege, warum du bereit warst loszugehen und dann steh auf und geh los.

Ida_Pfeiffer

Wie läuft's eigentlich im Studium?

In den letzten Wochen und Monaten ging es ja sehr viel darum, was es für äußere Umstände gibt, die manchmal ein Studium erschweren können. Gerade kann ich noch hinzuwerfen, dass aktuell mein Krankenversichertenstatus nicht geklärt ist, aber das nehme ich am Rande mit, ist ja nichts neues ;) und bin da ja auch nicht die einzige.

 

Dennoch fragt sich der ein oder andere, der hier zufällig drüber stolpert und das Studium?  Das hier ist doch ein ein Portal für Fernstudierende und all das andere. Ein Einzelfall, trifft nicht auf mich zu, die Wahrscheinlichkeit ist gering, oh ah noch so jemand?

 

ALSO ich  habe bisher sehr wenig über die Module selbst geschrieben, weil ich einige sehr studiengangspezifische Module belegt. Als ich mein Studium 2012 begonnen habe gab es darüber hinaus einige Module aller Studiengänge, die gleich waren, so dass ich ein wenig davon erzählen kann, ohne direkt sagen zu müssen, was ich eigentlich studiere, weil es ja auch irgendwie nicht so ganz wichtig ist.

 

Als Zwischenstatus ist es so, dass ich seit Wiederaufnahme des Studiums im April (war es April?) wenn ich morgen oder übermorgen die nächsten zwei Fallaufgaben einsende und bestehe bei ein vollständiges Semester (Creditworkload) aufgeholt habe. Sicherlich dazu beigetragen hat, dass ich viele Studienhefte schon gelesen hatte und einfach nur noch schreiben muss und einige Fallaufgaben hier auch schon halb fertig lagen. Denn sonst ist es schon so, dass ich merke, dass es nicht mehr so ist, wie vor der Pause. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr. 

 

Meine zwei Klausuren waren eigentlich für nächsten und übernächsten Monat geplant, das habe ich angesichts der ganzen anderen Umstände gerade verschoben. Personalmanagement steht noch für September an und Empirische Sozialforschung habe ich jetzt für Oktober eingebucht. Das ist ja zum Glück alles recht unkompliziert.

 

Die APOLLON ist hinsichtlich Klausuren einfach sehr komfortabel. Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Prüfungsstandorten, sondern auf dem Campus kann ich beim Buchen diesen selber auswählen, sehe die Auslastung für den Prüfungstag und kann bis 9 Tage vor der Prüfung auch noch im Campus stornieren und bis drei Tage vorher bei Prüfungsservice. Anfahrtsbeschreibung und alles weitere inklusive.

 

Insbesondere mein Lernumfeld immer gesundheitsbewusst zu gestalteten ist manchmal einfach wirklich schwer. Und ich entdecke mich selbst, wie ich mit krummen Rücken, verschrenkten Beinen am liebsten irgendwo auf dem Boden sitze (hätte ich einen Teppich in der Wohnung wäre es noch besser aber dann müsste ich wahrscheinlich Studienhefthürdenlauf machen - Leistungssport für Fernstudierende).

 

Die nächste Fallaufgabe ist Soziologie. Es ist noch eine die hier schon etwas länger liegt und befasst sich mit der alternden Bevölkerung und entsprechenden Herausforderungen. Ein spannendes Thema und die meiste Literatur habe ich auch noch inklusive der Stichpunkte, die ich mir damals als Grundskizze für die Aufgabe gemacht habe. Ich merke jetzt dass das Gold wert war und ich mich auch nach drei Jahren sofort wieder in die Thematik reindenken konnte.

 

Was mir aber enorm fehlt ist der Kontakt zu Kommilitonen meines Studiengangs. Die Zeit hat einfach nicht angehalten. Alle mit denen ich in engem Kontakt stand und regelmäßigen Austausch gepflegt habe sind entweder bereits fertig, haben sich beruflich enorm weiterentwickelt, sind in einem neuen Bachelor Studiengang oder auch im Master an anderen Hochschulen oder haben abgebrochen. Da ich kein Facebook habe ist es manchmal Glückssache noch jemanden aufzutreiben oder auch einmal in den Austausch oder Fragen gehen zu können, ohne dass es wirkt als wolle man an die Lösungen, denn das ist gar nicht mein Ziel.

 

So ist das Fernstudium gerade etwas einsam und es braucht enorm viel Kraft sich zu motivieren. Da ich hier beim stillen Lesen oft sehe, dass genau dass ein Konflikt ist, der auf so einige Zutrifft bzw. es große Probleme gerade bei der Motivation am Anfang und auf den Endkilometern gibt, gibt es heute noch einen weiteren Blog, wo ich gerne einfach meine Erfahrungen und Motivationshilfen teilen möchte. Vielleicht ist ja auch für andere etwas dabei

Ida_Pfeiffer

Eine Erfahrung reicher

Heute war das Vorstellungsgespräch. Es ging um eine Anstellung in der Berufsausbildungsprüfung bei einer regionalen IHK.

Voraussetzungen waren eine Berufsausbildung und Berufserfahrung im Ausbildungsberuf.

Ausgeschrieben war sie auf Stepstone mit flexiblen Arbeitszeitmodellen weshalb ich mich auf Teilzeit mit 30 Std. bewarb, was aich das Maximum darstellt aus Gründen die in den Bereich Schwerbehinderung fallen. Erst nach Absenden war mir dann auf der Seite aufgefallen, dass das Unternehmen selbst Vollzeit ausgeschrieben hatte.

Nachdem ich in den letzten Tagen bereits aufgrund eines externen Unterlagenchecks die Schwachstellen von Bewerbung und Lebenslauf vor allem in Inhalt, Ausdruck, DIN und der abweichenden Anordnung von Zeugnissen etc. zwischen Pflege und eher einer kaufmännischen Orientierung lernen durfte (Danke noch mal dafür!!) war ich dennoch zuversichtlich ins Gespräch gegangen.

Die Nervosität stieg als nicht die Ansprechpartnerin, sondern drei Sehr grimmig drein schauende Männer vor mir saßen, die zwar scheinbar einen teil meiner Unterlagen kannten aber zumindest das Anschreiben nicht wirklich gelesen hatten.

Nach dem üblichen Einstieg und erzählen sie von sich dem Studium und warum sie sich beworben haben ist der Personalchef das erste Mal in den Boxring getreten. Nach dem Satz „Wenn man ihre Qualifikationen sieht würde man Sie nicht in so einem Bereich sehen oder einladen“ wusste ich dass ich nicht zur engeren Auswahl wegen meiner durchaus vorhandenen Qualifikation gehöre, sondern es eine Pflichteinladung bei Schwerbehinderung war, eine die man machen muss.

Da habe ich begonnen mich unter Druck zu setzen, auch weil er immer um den Titel des Studiengangs kreiste. Ich hatte mich zwar auf die Frage „was haben Sie über unser Unternehmen gehört“ vorbereitet und auch warum ich auf die Stellenanzeige passe. Aber habe ein vollständiges Angstblackout bekommen so stark geschwitzt, dass es mir vom Kinn getropft ist und das macht unsichere.

Ich persönlich habe sehr schnell gemerkt, dass zwar das Aufgabenprofil passt nicht aber das Unternehmen und da ich keine Lust auf ewiges warten hatte habe ich dann gedacht ich kitzel mir die Tendenz raus indem ich das Thema Stellenumfang, so wie im Anschreiben beworben noch einmal aufgreife.

Das war der richtige Riecher. Liebe Unternehmen, wenn sich jemand bewirbt auch wenn er eine Schwerbehinderung hat und man weiß dass man zwar prinzipiell damit wirbt Teilzeitvarianten zu haben diese (offen zugegeben) für Neueinstellung aber gar nicht haben möchte dann reicht es kurz mit der Schwerbehindertenvertretung zu reden und dann abzusagen. Mir wurde ganz klar gesagt dass ich nur eine Möglichkeit hätte wenn ich 40 Stunden arbeiten würde, kann ich das nicht hätte man zwar die Modelle aber man wolle anderen nicht zumuten die Mehrarbeit zu machen. Solche Stellen erhalten nur Mitarbeiter nach langer Krankheit und Mutterschaft, wenn man sie schon kennt.

Insgesamt bin ich eine Erfahrung weiter. Ich sehe es einfach als Training an. Auch kamen auf die Stelle mehrere hundert Bewerbungen von denen 120 in die engere Auswahl kamen. Eine davon ich mit Mitleidseinladung.

So what es geht weiter und das Richtige kommt noch und hat dann auch keiner ein Problem mit jemandem der Teilzeit arbeiten möchte. Hatte mich übrigens auf 30 Stunden beworben gehabt.

Ida_Pfeiffer

Nun war der Termin beim IfD. Und ich hatte ja versprochen meine Erfahrungen damit aufzuschreiben, da es ja durchaus immer mal wieder Menschen gibt, die in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation ihre Schulbildung oder Aus-/Weiterbildung im Fernstudium absolvieren und aufgrund ihre gesundheitlichen Probleme die Integration oder Reintegration in den Arbeitsmarkt als schwierig empfinden. Dabei soll dann eigentlich der Integrationsfachdienst helfen.

 

Wie ich heute weiß gibt es aber ein paar Ausschlusskritierien (bei der für mich zuständigen Stelle)

  1. Laufender Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  2. in letzter Zeit abgelehnter Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  3. Bezug von Voller oder Teilerwerbsminderungsrente
  4. Aktives Studium

 

Und herzlichen Glückwunsch ich habe alle Ausschlusskriterien voll erfüllt. Es ist ein Systemproblem und das wurde auch deutlich. Für einen Fall, wie mich gibt es keine wirkliche Stelle, die die Finanzierung dafür übernimmt. Der zuständige Landschaftsverband ist raus weil die Rentenversicherung drin ist, die Rentenversicherung ist raus, weil sie die LTA abgelehnt hat und der Widerspruch läuft. 

 

Mir wurde empfohlen, doch einfach die Zeit der bezahlten Rente zu nutzen, denn es habe ja einen Grund, dass ich sie vor einiger Zeit erhalten habe. Da kommt dann wieder dieses Gefühl gegen Windmühlen kämpfen zu müssen. Denn es darf mir einfach nicht so gut gehen, dass ich belastbar genug bin um zu arbeiten, weil ich ja zufrieden mit der Rente sein soll. Naja und ob es da wirklich Sinn macht jetzt schon das Studium zu beenden. 

 

Wesentlich weniger konnte ich dann noch mit drei kurzen Sätzen vom Lebenslauf anfangen und ich weiß jetzt gar nicht mehr was denn noch ein richtiger Lebenslauf ist. Das was mir als Änderung bei einer anderen Beratung empfohlen wurde, ist jetzt zu unübersichtlich. Ich soll mich auf Aushilfsstellen bewerben, aber bitte so viel aus dem Lebenslauf an Stellen und Qualifikationen streichen, dass nicht der Eindruck entsteht ich sei überqualifiziert. Es ist das erste Mal dass ich mir verkneifen musste zu fragen, ob wirklich der Lebenslauf das Problem ist oder mein bewegtes berufliches Leben. Natürlich kann es Zufall sein, dass die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kam nachdem ich den Lebenslauf so angepasst hatte vom Layout etc. wie mir geraten worden war, aber im Moment ist erst einmal Fakt, dass es mit dem neuen noch keine Absage gab :).

 

Ich persönlich hatte mir mehr versprochen. Musst heute aber einfach lernen, dass ich am besten meinen Wunsch arbeiten zu wollen begraben soll, weil das System es nicht vorsieht. Ich soll meine Belastbarkeit nicht überbewerten oder mir berufliche Ziele setzen, sondern mich damit abfinden, dass ich mit der Rente gut abgesichert bin. 

 

Ich bin gerade persönlich etwas geknickt. Es ist nicht leicht gegen Windmühlen zu kämpfen. Ob es ist, weil man sich rechtfertigen muss, warum man denn ein kostenpflichtiges Studium angefangen hat, warum man es nicht abbricht oder eben einfach warum man arbeiten möchte. Es ist eine verkehrte und verdrehte Welt. 

 

Ich werde weiter versuchen meinen Weg zu gehen. Und wenn gar nichts geht, dann vielleicht doch noch Geld in die Hand nehmen müssen und mich professionell außerhalb des Systems beraten lassen. Natürlich ist es dann ein andere Schwerpunkt aber in erster Linie geht es ja nicht darum sich neu zu erfinden, sondern sich angemessen zu präsentieren, seine Kompetenzen abzustecken.

 

@Markus Jung gab es eigentlich schon mal ein Video/ Interview zum Thema worum geht's beim Bewerbungscoaching und Unterlagencheck bzw. was macht ein Coach und was bringt mir so etwas, wenn ich mich beruflich weiterentwickeln möchte z.B. mit @KanzlerCoaching ? Wenn nein möchte ich das einfach einmal anregen. Denn im Forum ist es ja doch immer wieder Thema

 

Ida_Pfeiffer

Die 76. Bewerbung....

... und wieder dieses Betreff "Ihre Bewerbung" und das übliche förmliche Gerede. Ich mag es bald nicht mehr lesen und schon leicht frustriert, stellte ich dann fest MOMENT MAL - D   A    S   ist ja  gar keine Direktabsage. Nach 76 Bewerbungen und 74 Direktabsagen sowie nun 223 Tagen freue ich mich es endlich in die engere Auswahl geschafft zu haben und nächste Woche ein Vorstellungsgespräch zu haben. Es ist auch noch genau die Stelle von der ich schon mal berichtete, wo ich überlesen hatte, dass sie nur Vollzeit ausgeschrieben war.

 

Natürlich ist das noch keine Zusage, aber ich bin schon einmal 100 Prozent weiter als bei den anderen 74 Bewerbungen. Morgen ist auch der Termin beim Integrationsfachdienst. Ich bin mal gespannt wie da ist und vor allem, wie da auf das Fernstudium reagiert wird.

 

Also was bleibt als Lektion an alle die ähnlich frustriert auf die nächste Jobabsage schauen? 

  1. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  2. Seine Unterlagen noch einmal zu prüfen und überlegen, ob das gewählte Layout dem AG wirklich meine Stärken und Fähigkeiten zeigt oder eher ein nichtssagendes Infoblatt ist
  3. Bereit sein seine Unterlagen komplett neu aufzusetzen. 
  4. Bereit sein sich ggf. auch auf eine Stelle zu bewerben, die nicht direkt dem Wunschlevel entspricht
  5. Sich seine Qualifikationen noch einmal bewusst machen
  6. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  7. Geduld
  8. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  9. Geduld
  10. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  11. Geduld
  12. Punkte 6 bis 11 Stetig wiederholen

 

 

So long :D 

Ida_Pfeiffer

Ich habe gedacht es ist ein wenig Zeit für ein kleines Uni und Bewerbungsupdate. So langsam habe ich mich wieder in den Uni-Trott eingefunden. Auch geht mir das Schreiben und Formulieren der Fallaufgaben nach und nach wieder leichter von der Hand. Es ist ein bisschen, wie bei einer Fremdsprache - Hat man sie einmal gelernt, nutzt sie dann aber nicht, dann wird sie rostig, um so mehr man aber wieder darin eintaucht und sie Anwendet um so schneller ist es so, als hätte es das Aussetzen nie gegeben.

 

Manchmal stehe ich aber dennoch davor in überlege, was denn jetzt nun gemeint war, aber auch das wird immer weniger. Die größte Herausforderung nach all der Zeit und vor allem, wenn die Haupttätigkeit, nein ich korrigiere, die einzige Tätigkeit das Fernstudium ist, ist das Schaffen regelmäßiger Lernstrukturen, einer angemessenen Arbeitsumgebung und das Aufrechthalten von Konzentration und Motivation über ihren längsten Zeitraum. Ich habe für mich neue Strategien schaffen müssen - wenn Lernen alles ist und doch nicht alles ist.

 

Aktuell ist eine Bewerbung noch im Rennen und das Online Portal des Unternehmens hat mir Verraten, dass ich zumindest schon einmal nicht in der Vorauswahl raus geflogen bin. Ungeduldig bin ich dennoch und der Optimismus ist noch im Karibikurlaub. Heute ist dann noch eine Bewerbung rausgegangen. Eigentlich etwas, wo ich mir zunächst unsicher war, bei der Durchsicht der Stelle und der Abteilungsinformationen jedoch positiv überrascht. Stundenumfang und Tarifgruppe würden ebenso gut passen, wie das Stellenprofil. Aber es wäre ja nicht für diesen Blog, wenn es nicht doch noch ein paar Unmöglichkeiten gegeben hätte. Oder sagen wir mal Jammern auf hohem Niveau bei Technischen Herausforderungen.

 

Da 99 Prozent der Unternehmen bisher eine Online-Bewerbung wollten, habe ich eine komplette Digitale Bewerbungsmappe und dieses Unternehmen verwendet vielfach auch je nach Abteilung ein Online-Bewerbungsverfahren  nur für die ausgeschriebene stelle nicht. Also einmal das Layout auf Printanforderungen umgestellt, Seitenränder etc, so dass es bewerbungsmappenfreundlich wird. So alles auf den Stick auf zum Copy Shop. Wir haben einen im Ort, der auch Druckt, der nächste ist dann 25 km weit weg. Natürlich habe ich ein dezentes, aber stimmiges Farblayout und natürlich wird gerade der einzige Farblaserdrucker und zudem der Drucker für s/w Ausdrucke in hoher Qualität gewartet, aber es würde nicht lange dauern. Dann macht der Techniker neben mir die Klappe zu und man hört nur ein Opps. Ich formuliere es mal so. Hebel nicht umgelegt Papiertransportfeder und Stange elegant durchgebrochen, Farbdrucker unbrauchbar.  Also s/w. Ist dann so, gibt schlimmeres auch wenn ich eigentlich keine Beerdigungsmappe schicken wollte. Dann noch das Anschreiben drucken. Und natürlich hatte ich genau das falsch abgespeichert. So bin ich dann heute zwei mal die 2 km gelaufen, aber am Ende ist die Bewerbung dann trotz aller Widrigkeiten rausgegangen. Unmöglichkeiten halt, aber die gehören ja zu meiner Paradedisziplin ;).

Ida_Pfeiffer

Heute habe ich zum ersten Mal seit ich bei der Deutschen Bildung bin an einem Webinar teilgenommen. Es könnte ja aktuell nicht passender sein. Vom Ablauf hat es mich an die APOLLON Online-Vorträge erinnert. Es wurde über Adobe Connect abgewickelt und interaktiv vorgegangen. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil ich erst das Gefühlt hatte es würde primär versuchen die zu motivieren, die unter Karriere hohe Ziele, Verdienst etc. verstehen. Dann wurde ich eines besseren belehrt. Die Dozenten hat das individuell und interaktiv gemacht und die Fragen, die man über den Chat einstellen konnte eingebaut.

 

Inhaltlich ging es neben der Definition, was Karriere beduetet und welche Gedanken man sich selber machen sollte auch, und das fand ich besonders interessant, weil es mir bisher nicht so deutlich war um das eigene USP und wie man es entwickelt bzw. definiert. Super war da die Aussage es doch mal auf 140 Zeichen im Twitter-Stil zu versuchen (aber nicht im Sinne von Abkürzungen). O-Ton Dozentin "Ich erlebe es mit meinen Studenten oft, dass sie es nicht schaffen mir konkrete Inhalte kurz und knapp zu vermitteln". Und da habe ich mich doch sehr drin wiedergefunden.

 

Intensiv wurde auch auf den Bereich der Karrierezielplanung mittels SMART eingegangen. Wieder aufgehorcht habe ich dann beim "Erfolgreich Scheitern". Hier wurde aufgearbeitet, wie auch Niederlagen Trittsteine auf dem Weg der eigenen Karriere sein können und es manchmal diese Niederlagen braucht als Lernerfahrungen. U-Turn bei heutzutage wohl immer weniger gradlinigen Lebensläufen, wenn man sich seiner Ziele bewusst ist und dies authentisch vermitteln kann, muss eben kein Karrierekiller sein.

 

Ein weiterer sehr großer Bereich war das Digital Marketing mit Do's and Don'ts in Sozialen Netzwerken, Trennung von Privat und Berufsaccounts, Nutzung von Xing und LinkedIn und ob es sinnvoll ist seinen Lebenslauf online Einzupflegen. Zum Lebenslauf dann selber auch noch ob sich ein Kompetenzprofil darin lohnt und Basis der vier Ebenen der Handlungskompetenz (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, persönliche Kompetenz) da dann aufgeführt werden sollte oder auch nicht.  Den Bereich Networking und die dort dargestellte 70-20-10 Regel  und die Bedeutung davon, sowie Möglichkeiten dies zu betreiben und wenn ja wie haben das Paket abgerundet.

 

Schade war, dass es nur eine Stunde war, aber es war wirklich gut. Gehostet von WissenPlus | Deutschen Bildung wurde es gehalten von Sabine Hahn (promovierte Medienwissenschaftlerin, Dozentin, Business Coach). Ich war positiv überrascht und es war wirklich interessant. Und freue mich schon auf mein nächste Webinar nächsten Monat dann zum Thema "Die Gehaltsverhandlung" mal sehen wie das wird, es macht ein Dozent aus dem Segment Personalberatung.

Ida_Pfeiffer

...und lohnt sich das überhaupt. Manchmal folgt auf den Wunsch ein Fernstudium zu machen, die Ernüchterung der Kosten oder im Studium ergeben sich Umstände, die es notwendig machen sich um ein Stipendium oder eine Förderung zu bewerben. Doch leider ist die Stipendienlandschaft vielfach noch ausschließlich auf den Präsenzbereich ausgerichtet und wenn man sich sowohl aus politischen Förderungen raushalten möchte, als auch religiösen wird es schon schwierig.

 

Wer sich so ein bisschen durch meinen Blog gelesen hat, weiß ja auch, dass ich einiges Unternommen hatte, um nach einigen Rückschlägen vor Unterbrechung des Studiums das Studium aufrecht halten zu können. Leider bin ich bei den Stipendien rausgerutscht und zunächst auch bei der Deutschen Bildung 2013. Ein Jahr später habe ich mich erneut auf die Studienförderung beworben. Doch wie ist der Ablauf und worum handelt es sich eigentlich genau.

 

Die Deutsche Bildung ist eine Mischung aus Kredit und ideeller Förderung. Wird man in das Programm aufgenommen, wird eine Rückzahlvereinbarung über einen Zeitraum X mit Prozentsatz Y vom monatlichen Bruttogehalt festgelegt. Man kann immer zwischen drei Modellen wählen. 

 

Doch bevor es soweit ist steht da die Bewerbung. Das läuft alles über das Online Portal. Es sind nachweise über den Studiengang ebenso einzureichen, wie Infos darüber, was man mit dem Studiengang bzw. danach vor hat. Hat man die erste Prüfung erfolgreich durchlaufen und wird weiter zugelassen erfolgt ein persönliches Gespräch wo noch einmal Eignung, Motivation aber auch individuelle Aspekte zur möglichen Förderung geklärt werden.

 

Neben einer Einmalzahlung von Betrag X, den man über die individuelle Fördersumme festlegt erfolgt dann über einen Zeitraum X eine Monatliche Auszahlung. Dabei wird die genehmigte Fördersumme in monatlichen Tranchen bereitgestellt. 

 

Soweit so gut. Danach folgt das Angebot und man kann sich entscheiden. Doch was bekommt man in dem Paket. Nicht nur Geld sondern auch Webinare, Seminare ein jährliches Symposium, wie ich jetzt gesehen habe auch Bewerbungscheck und Bewerbungscoaching. 

 

Doch was ist, wenn der Rückzahlzeitraum beginnt und dann findet man keinen Job, beginnt einen Master oder wird wie ich während des Studiums krank. Ich bin zunächst in einen zweijährigen Zeitpuffer gerutscht, der für Berufsunfähigkeit, Krankheit, Jobverlust und Suche vorgesehen ist, in dem keine Raten fällig werden. Jetzt, als ich das Studium wieder aufgenommen habe, bin ich auf dem Papier ja im 10. Semester und somit für jemanden, der die Info "alles in Regelzeit" nicht hat, erst einmal deutlich über der Regelstudienzeit. Im September wäre ich obendrein auch noch am Ende des Zeitpuffers, der auch dafür greift, wenn man zu lange studiert, denn im Vertrag ist eine Überschreitung von max. einem Semester vorgesehen. Die Deutsche Bildung hat dann ein Sonderkündigungsrecht, dass die gesamte Fördersumme auf einmal in Rechnung stellt. Und nun?


Auch da hat sich die Deutsche Bildung, wie bisher immer sehr kulant gezeigt. Der Vertrag wird aktuell angepasst. Ich erhalte dadurch einen neuen Zeitpuffer, so dass ich auch ein neues Kapitel jetzt wirklich anfangen kann und nicht immer die Angst des fehlenden Zeitpuffers im Nacken haben muss. Auch habe ich nicht mehr den Druck wirklich im September fertig sein zu müssen, was für mich sehr positiv ist und etwas Entspannung reinbringt. Manchmal ist der Kontakt zwar etwas chaotisch (so waren mehrfach geschickte Nachweise nicht auffindbar) insgesamt aber doch persönlich.

 

Die Frage, die sich manch einer stellt ist lohnt sich das denn, oder zahle ich am Ende drauf. Nach meiner alten Vereinbarung und wäre alles gut gelaufen hätte ich das bei dem vorraussichtlichen Verdienst und dem Prozentanteil nicht getan sondern weniger zurückgezahlt, als ich erhalten habe bzw. maximal genau gleich. Jetzt musste ich mich entscheiden, was ich mache, lasse ich alles, wie es ist, habe aber keinerlei Puffer mehr oder nehme ich ein neues Angebot an. Da die Laufzeit insgesamt dadurch vom Zeitpunkt der Auszahlung gesehen länger ist, wird es sich dann leider nicht mehr so rechnen, wie ursprünglich, sondern egal wie viel oder wenig verdiene, werde ich leider einen guten Batzen oben drauf legen müssen.

 

Eine solche einkommensabhängige Förderung birgt also auch Risiken, die mit in die Berechnung einfließen sollten. Nun muss es ja nicht jedem so ergehen, wie mir, dass am Ende dieses Szenario eintritt und man die Förderung umstellen muss. Rückblickend kann ich als Fazit nur sagen, dass ich mich auch wieder auf die Förderung einlassen würde. 


Doch da wäre noch die Frage, was ist denn wenn ich einen Master machen wollte, wie sieht es dann aus, dann Verdiene ich ja vielleicht nicht so viel oder kann nicht so viel zurückzahlen und dann ist der Puffer schon wieder um. Nein das ist er nicht. Die Deutsche Bildung unterstützt die weitere Bildung der geförderten. Und das heißt, während eines Masters würde alles einfach pausieren ohne dass man in den Zeitpuffer rutscht. Im Gegensatz zum KfW ist das Wirklich ein Vorteil, denn beim Bildungskredit interessiert es keinen, was nach der Förderung kommt, sondern nur, wann Zeitpunkt x nach Ende der geförderten Maßnahme ist.

 

Was man sich bei der Deutschen Bildung bewusst machen sollte ist, dass es sich um eine längerfristige Bindung handelt (Rückzahlung über X Jahre zum Prozentsatz X) es aber eben Mechanismen gibt, die dafür sorgen, dass die Rückzahlmodalitäten sozial verträglich sind und auch Situationen berücksichtigen, die eben passieren können, wie Jobverlust, zu geringer Verdienst, Krankheit oder das Masterstudium. 

 

Mein Fazit: Eine gute Alternative zum Studienkredit der KfW mit einem guten Portfolio an Individueller Förderung und sich den Bedürfnissen des Studierenden anpassend, ABER eben ein Arrangement auf Zeit, dass sich gerade, wenn eine lange Krankheit dazu kommt am Ende ggf. nicht Rechnet, sobald man aus der Rückzahlphase rausrutscht, das sollte man einfach im Hinterkopf behalten und doch auch da wird man nicht alleine gelassen. Ach ja, über die Rückzahlung erfolgt die Vergabe der neuen Förderungen, also sehe ich es jetzt als eine Investition in die Bildung von Menschen, die vielleicht nur so ein Studium stemmen können :D

 

Ida_Pfeiffer

Ich glaube ich muss gerade einmal ein neu entstandenes Dilemma in Worte fassen. Es ist gar nicht mal so, dass es die äußeren Umstände sind, sondern es ist etwas, was wirklich am Freitag angestoßen wurde, als ich mit einer Freundin über den geplanten Weg gesprochen habe.

 

Sie war nicht die Erste, die fragte, "aber wenn du doch dein Studium weiter machen kannst und es auch beenden kannst (vorher war es könntest), wozu brauchst du die Umschulung". Seitdem frage ich mich, ob ich für den richtigen Weg kämpfe, denn nein der Umschulungsberuf ist nicht mein Traumberuf, aber er würde eine gute sichere Basis bieten. Aber zwei Jahre noch mal jeden Tag die Schulbank drücken und noch weitere zwei Jahre aus dem Arbeitsmarkt raus bleiben... Ich glaube mein größtes Problem ist die Angst vor dem, was ist, wenn alles schief geht und am Ende die DRV mich nicht noch mal durch den Prozess durchlässt. 

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht in etwa genau so viel Sinn machen würde, die zeit- und arbeitsintensiven Elemente des Studiums als erstes nach Wiederaufnahme zu machen im April und mich auf eine Teilzeitstelle bis 75 Prozent ab August/September zu bewerben und bis dahin ein wenig die Füße flach zu halten. Klar ist meine volle Erwerbsminderung noch für mehr als zwei Jahre bewilligt und ich könnte es mir "gut" gehen lassen mit Übergangsgeld und so, aber das bin ich nicht.

Für die Zeit, in der es mir schlecht ging, war es gut und wichtig, aber jetzt frage ich mich, ob es nicht am Ende auf das Selbe rauskommt entweder vollzeit die Umschulung zu machen oder teilzeit zu arbeiten und die letzten Etappen im Studium  zu nehmen, aber schon zu versuchen, in eine Entsprechende Stelle zu kommen.

 

Nachteil ist die Ungewissheit des Arbeitsmarktes, aber die habe ich ja danach auch. Auch muss ich genau abwägen, welche Stellen hinsichtlich meiner Einschränkungen (raus aus dem Helferbereich, Wechselschicht etc) in Frage kommen. Auch habe ich meinen Abschluss noch nicht in der Tasche.

 

Vorteil, ich würde am Ende mit etwas weitermachen, wo wirklich mein Herz drin steckt, ich kann wesentlich schneller wieder aus der Sonderreglung mit der APOLLON raus und rechnerisch nicht erst in ca.3 Jahren etwas mit dem Abschluss machen, sondern ca. in einem Jahr.

 

@Hep2000 hast du nicht mal in einer ähnlichen Situation gesteckt. Ich glaube ich brauche mal vernünftiges Schwarmwissen

Ida_Pfeiffer

Gestern war ich noch fröhlich angesichts der zugesandten Unterlagen gewesen. Heute habe ich sie mir genauer angesehen und leider komme ich für das Stipendium doch  nicht in Frage. Man konnte vorab nur wenig Informationen erhalten. Und weil das schade ist ein kurzer Blog dazu.

 

Die Willi Rebelein Stiftung fördert ausschließlich Studierende mit einer entsprechenden Behinderung. Dabei sind Art und Grad der Behinderung ausschlaggebend. Leider werden nur Studierende mit einer Körperbehinderung gefördert, die die Regelstudienzeit nicht oder nur minimal überschreiten sowie keinen Ausgleich durch andere Stellen halten. Es werde dabei Kosten getragen für Anschaffungen und finanzielle Auffwendungen, die zum Ausgleich der Behinderung dienen und so erst das studieren Möglich machen, sowie wenn durch die körperliche Behinderung eine entsprechend problematische Wirtschaftliche Lage besteht.

 

Es ist also kein pauschales Stipendium für Studierende mit Behinderung, wie es auf den Seiten, die darüber kurze Infos listen steht. Und eben leider auch  nicht für Menschen die zwar einen entsprechenden Grad der Behinderung haben, dieser im Schwerpunkt jedoch Psychisch ist und somit keine nennenswerten Nachteile z.B. wie bei Erblindung (Spezieller Computer, Studienmaterialen), Taubheit (Dolmetschter) etc. auftreten.

 

So traurig ich auf der einen Seite bin, denke ich dennoch, dass auch das ein gutes und sinnvolles Vorgehen ist und kann es verstehen.

Ida_Pfeiffer

Das Taxi ist da. Das ist das Synonym für so vieles. Es geht los, zwar ist der Weg zum Flughafen was das andere Drumherum (Umschulung, Begutachtung, Aushilfstätigkeit IRGENDWAS) noch weit, aber das Taxi ist da und fährt mit mir über die Autobahn.

 

Oder kurz, als ich heute nicht mehr damit gerechnet habe, war sie da, die lang ersehnte Mail vom Studienservice. Die Hochschule ist mir enorm entgegen gekommen in einer Einzelfallentscheidung (aus diesem Grund habe ich aus vergangenen Blogs genaue Modalitäten entfernt) und ich kann mein Studium ab April wieder aufnehmen.

 

Ich freue mich wahnsinnig und bin auch gespannt wie es ist, wieder ganz dabei zu sein. Es ist enorm hart sich in die Normalität zu Boxen aber heute habe ich ein Stück mehr Normalität und Leben geschenkt bekommen. In den letzten Wochen und Monaten habe ich diese Momente und Bereiche wirklich zu schätzen gelernt in denen sich mal ausnahmsweise rein gar nichts um irgendeine Erkrankung oder deren Therapie dreht. Oder wie sage ich im Moment gerne, wer unterhält sich schon gerne den ganzen Tag über einen entzündeten Zehnagel, macht den Menschen nicht viel mehr aus.

 

So jetzt gehe ich meine Freude relaxend im Schlaf feiern :D.

Ida_Pfeiffer

Hätte miche jemand vor 3 Jahrne gefragt hätte ich bestimmt nicht gesagt ich möchte so schnell wieder irgendwelche Dinge Kategoriesieren auswerten etc. Damals habe ich mir die Student Version von SPSS gegönnt und es war relativ entspannt. Bei einer anderen Erhebung hatte ich zuvor PSPP verwandt und es war mir dann doch noch etwas zu viel an Kenntnissen für meine Matrizen etc notwendig bzw. auch meine Informatik Master Mitarbeiter hatten mit mir zu kämpfen.

 

Im Moment übe ich die Auswertung mit Excel (Irgendwas muss man ja während des wartens machen, leider habe ich immer noch nichts vom Studienservice gehört, auch nicht auf meine Nachfrage vom Montag aber wie ich schon mal geschrieben habe, werte ich das erst mal positiv). Das händische Formeleingeben ist zwar nervig auf der einen Seite aber auch interessant und macht Spaß. Für mich ist es ein Probelauf auf meine Thesis. Ich hatte noch mit dem Gedanken gespielt meinen SPSS Account zu reaktivieren, merke aber, um so mehr man sich einfuchst ist es zwar mit zunächst mehr Arbeit verbunden am Ende aber annähernd genau so effektiv. Natürlich gibt es noch die vielen Schönen Add Ins aber ich hab mir Gedacht, wenn ich schon die Zeit habe, dann doch von A bis Z.

 

Arbeitet von Euch jemand mit Excel für Statistische Auswertungen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ida_Pfeiffer

Aktuell residiere ich in einer alten Villa in einer durchaus Luxuriösen Ferienwohnung, die ich mir definitiv eigentlich nicht leisten kann. Der Weg dahin passt eigentlich mal wieder zu mir. Das mit dem Wasserschaden bzw. dem Geräuschpegel hat mich psychisch an meine Belastungsgrenze gebracht. Ich hatte ja am Rande schon einmal geschrieben, dass ich Hochsensibel bin (Nein das ist keine Krankheit, man würde ja auch niemanden als Krank bezeichnen nur weil er 1,90 groß oder 1,50 klein ist).

Um nicht einfach mit Wörtern um mich zu werfen, ganz nach dem Vorbild wissenschaftlicher Arbeiten, in denen man bestimmte Begriffe definiert hier eine kurze Erklärung dazu.

 

Zitat

Hochsensibilität - Was ist das? (Auszüge aus dem Flyer des IFHS e.V. Bochum)

Jeder Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf und verarbeitet sie. Bei fast allen Menschen wird ein Großteil der Informationen jedoch aus der Wahrnehmung herausgefiltert. Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen (HSP)  weniger stark ausgeprägt. Hochsensible nehmen viel mehr Informationen auf. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem größeren Spektrum wahr. Manche HSP nehmen z. B. Gerüche, optische und akustische Eindrücke intensiver oder facettenreicher wahr, andere bemerken beispielsweise feine Nuancen in zwischenmenschlichen Beziehungen, können manchmal gar fühlen, ob eine Person lügt. Wenn HSP nun permanent wesentlich mehr Informationen aufnehmen als normal sensible Menschen, so liegt es in der Natur der Sache, dass bei ihnen die Speicher schneller voll und die Akkus schneller leer sind. Die hohe Anzahl an Informationen, die sie aufnehmen, will verarbeitet ("verdaut") werden. Ihre Nerven brauchen nach Zeiten der intensiven Stimulierung früher eine Phase der Regeneration. Da die Intensität ihrer Informationsaufnahme höher ist als bei anderen Menschen, geraten sie schneller an ihre "Schmerzgrenze". Der Ausdruck passt in der Tat: Überstimulation kann Schmerzen verursachen. Bei HSP sind schneller Leitungen überlastet - der Körper wehrt sich. Infolge dieser Begrenzungen sind Hochsensible, von außen betrachtet, scheinbar weniger belastbar - laute Musik, der Andere ohne Probleme zuhören können, führt bei ihnen zu Unwohlsein, gar zu Schmerzen.

 

(Wer mehr Infos sucht, oder sich belesen möchte, der Link zum Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. in Bochum findet sich im Text.  Und wer sich noch fragt, ob das sich das nicht wie das Autismus vom Asperger Typ anhört (da bin ich in einer Diagnostik tatsächlich gelandet u.a.wegen Gefühlen der Überforderung in sozial schwierigen Situationen, häufige Abneigung gegen Smalltalk ) dem empfehle ich die Seite oder die Literatur von Zartbesaitet )

 

Tja und das, was für jeden normalen Menschen schon anstrengend ist ist für jemanden wie mich gleich einem Dauerbeschuss. Da man die Kondensatoren und Überdruckpumpe nicht wegzaubern kann und sie eine gewissen Zeit laufen müssen, bin ich in die letzten Tage immer wieder in eine extreme Überstimulierung gerutscht, die bei mir in massiven Depressiven Erschöpfungszuständen und dem Körperlichen Schmerz geendet hat, bis ich eben den Schlussstrich gezogen habe. Ich hatte am Wochenende ausprobiert, ob es mir besser geht, wenn ich in einer ruhigen Umgebung bin und dem war so. Ich konnte mich wieder auf Dinge konzentrieren, meine Studienhefte lesen, denken. Gestern bin ich in 8 Stunden so abgerutscht naja. Ende vom Lied, nach einem Hin und Her, weil das Hotel eine Vorauszahlung der Kosten für 14 Tage oder für die Ferienwohnung für 14 Tage wollte (sie bieten beides an) und dies mehr als mein Monatseinkommen umfasst musste ich weitersuchen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon die Deckungszusage der Versicherung und es wurde mir ein nicht unerheblicher Betrag angewiesen, auch stand in den AGBs des Hotels, dass die Rechnungsstellung bei längerem Auftenhalt ohne Vorkasse möglich sei (nicht aber für mich, man hatte der Drachen heute Haare auf den Zähne, die Absprachen von gestern mit der Kollegin, die auch einen Vermerk gemacht hatte galten nicht nicht mehr. ALso neu gesucht. Angerufen und am Ende fünf mal besser gelandet in einer geräumigen Maisonettewohnung in einer alten Villa mit einer so unkomplizierten Menschen, alles kein Problem und kein Zeitdruck dass ich in 14 Tagen raus muss, falls es länger dauert und die Versicherung hat auch mitgespielt. Jetzt mache ich Buchstäblich Urlaub im eigenen Wohnort. Ich verfüge aktuell über eine Dachterasse und viele andere Gimmiks.

 

 

Aber in meinem Titel steckt ja noch mehr. Unter anderem auch das Thema Fernstudium als HSP. Seit ich weiß, dass ich die Veranlagung habe, kann ich manches auch anders und besser einordnen. Ich musste z.B. lernen anders zu Lernen und mir meine Lernumgebung anders zu gestalten, damit ich mich nicht reizüberflute. Ich habe immer im ÖPNV, während meiner Nachtdienste oder auch in einem Café und ich habe mich gewundert, WARUM ich zwar viel weiß, aber danach oft vor allem nach intensiven Intervallen massive und lange Regenerationsphasen oft von einigen Wochen brauche. Als HSP musste ich ein anderes Gefühl für Grenzen kennenlernen und auch, wie ich diese identifiziere, denn oft merkt man die Erschöpfung erst, wenn es schon "zu spät" ist. Ich lerne nur noch mit Wecker, nur noch in Stillen Räumen und nur noch in Maximalintervallen von 40 Minuten mit danach mind. 1 Stunde Pause. Auch achte ich darauf einen Methodenmix beim Lernen zu haben, der unterschiedliche Sinne zu unterschiedlichen Zeiten anspricht, damit nicht immer das gleiche Sinnesorgan belastet wird und Störquellen wie Handy, Telefon, Email und Türklingel sind tatsächlich ausgeschaltet.

 

Es ist gerade manchmal, wie das Studium neu anzufangen und das Lernen wieder neu zu lernen und gewiss auch nicht leicht, aber durchaus leichter als das Gefühl vorher einfach nicht mehr kognitiv Leistungsfähig zu sein aufgrund einer Psychischen oder Somatischen Erkrankung. Fluch und Segen zugleich. Aber ich versuche das Positive in dem Ganzen zu sehen, vor allem dieses Geschenk Informationen intensiver aufzunehmen, welches mir oft dabei hilft Sachverhalten nur einmal lesen zu müssen und sie dann verinnerlicht zu haben vorausgesetzt ich gebe den Informationen (Modulinhalten) die notwendige Zeit zum sacken.

 

Ich werde bestimmt noch einmal ausführlicher auf einzelne Aspekte des Themas HSP und Fernstudium und worauf man (naja ich) achten sollten eingehen, da ich mir sehr sicher bin, dass es noch den ein oder anderen draußen gibt, der noch in der Phase des "wunderns ist".

 

Ansonsten trainiere ich weiter die Geduld in Ungeduld. Ich hatte am Montag Morgen noch mal die APOLLON angeschrieben, ob mitterlweile alle Entscheidungsträger erreicht werden konnten. Leider habe ich darauf noch keine Rückmeldung, aber angesichts der noch bis heute herrschenden Jahreszeit und der Tatsache, dass heute wohl die Telefonanlage umfangreich gewartet wurde und eine entsprechende schlechterer Erreichbarkeit angekündigt wurde übe ich mich dann weiter in Geduld.

 

Aber ich Habe mich schon mal mit meinen Gepackten Koffern vor die Haustür gesetzt, denn jetzt könnte das Taxi wirklich mal bald kommen, denn ich habe im Prinzip, was die Thesis geht den Startschuss fürs Exposé und die Erstellung der konkreten Forschungsfrage bekommen, im Moment warten sowohl Frau Dettmann, die mein Erstgutachten macht, als auch ich darauf, dass es endlich los gehen kann. Ich bin wirklich froh, dass sie so geduldig mit mir ist und mich nach fast zwei Jahren Pause weiter betreut (wobei jetzt sind es ziemlich genau 2 Jahre).

 

 

upps das war lang und nicht nur auf das Fernstudium bezogen, aber manchmal ist das so vielschichtig, dass ich gar nicht weiß, wie ich es am besten Verpacke, um doch die Zusammenhänge klar zu machen. Aber was solls, das bin eben ich :D.

Ida_Pfeiffer

Bitte was? Klausureinsicht am Telefon?

Das Thema Klausureinsicht am Telefon und wie das gehen soll hat sich ja in den letzten Tagen aufgetan, als ich unter @Hep2000 s  Blog, schrieb, dass das eine Option ist. Und da es für andere leichter zu finden ist, wenn es irgendwo spezifisch auftaucht, bietet sich doch ein kurzer Blogbeitrag dazu an ( @Markus Jung ggf. kann ich dazu auch noch mal was ins Apollon Forum werfen, mal sehen :) ).

 

Ich wohne recht weit von Bremen weg, dem Standort der APOLLON und zu dem Zeitpunkt an dem es mir wichtig war eine Klausur einzusehen, war in nächster Zeit kein Seminar geplant. Wir haben ja nur sehr wenig in unserem Studiengang um genau zu sein mit Healthmarketing Projekt sind es 5. Ich war mit Pauken und Trompeten durch Empi und Statistik durchgefallen un hatte das Gefühl gehabt mich aufgrund ungünstiger Formulierung für einen falschen Weg entschieden zu haben und wollte für die Wiederholungsklausur (die nach einigen Jahren immer noch aussteht) wissen, worauf ich noch einmal achten muss.

 

In der Regel ist nach der Klausur nur ein begrenzte Zeit möglich in der man die Einsicht geltend machen kann. Die Apollon (vielleicht auch andere Hochschulen) bietet für ihre Studierenden, die ja teilweise auch auf anderen Kontineten wohnen (USA, China, Afrika) die Option der telefonischen Klausureinsicht an. Zunächst zum Ablauf.

 

Wenn die Note im OC auftaucht meldet man sich per Telefon oder Mail beim Studienservice und meldet an, dass man Klausureinsicht wünscht und wenn möglich vereinbart man einen Termin bzw. erhält einen Terminvorschlag. (Mich hatte es leider in einem 18 Tägigen 12er Schicht Block erwischt, also war es für mich dann nicht nur Einsicht am Telefon, sondern Einsicht am Telefon mit Headset nach dem  Nachtdienst vorm Schlafen (würde ich  nicht unbedingt empfehlen :D).

 

Zu der Vereinbarten Zeit ruft dann jemand vom Studienservice, i.d.R. Frau Schuster, die für den Bereich Prüfungsservice und Klausuren zuständig ist, an. Sie hat die Klausur mit den entsprechenden Anmerkungen dabei vorliegen. Deswegen dauert es manchmal auch etwas zwischen dem Anmelden der Einsicht und dem Termin, da die korrigierte Klausur vom korrigierenden Tutor erst wieder zur Hochschule gesandt worden und eingetroffen sein muss. Unsere Klausuren werden von Tutoren Quer durch Deutschland je nach Modul korrigiert.

 

In der konkreten Einsicht ist es so, dass Frau Schuster noch einmal kurz angibt um welche Aufgabenstellung es sich gehandelt hat (gerade in der Klausur ist es wichtig, weil sie sehr detailreich ist). Danach hebt sie hervor, wo die Defizite waren, was genau der Tutor angemerkt hatte und wo genau der Fehler war. Ich konnte auch rückfragen Stellen, die sie anhand der Angaben des Tutors beantworten konnte und sie konnte erklären, wo ich noch einmal hinschauen muss.

Beispielsätze für eine Telefonische Klausureinsicht könnten sein: Bei Aufgabe 1 sollten sie Median und Modus berechnen und sich dabei auf die angegebenen Frauen und Männergruppen beziehen. Sie haben dabei jedoch nicht die entsprechende Formel angwandt sondern eine für...

 

oder

 

Bei der Definition und Erkärung der einzelnen Skalierungen und Verteilungen, haben Sie die Definitionen von Nominal und Ordinal vertauscht.

 

Die Berechnung der Varianz ist fehlerhaft, weil sie in der Anwendung Parameter die falschen Bezugsgrößen gewählt haben.

 

Reicht einem diese Aussage nicht oder es ist noch unklar, kann man weiter nachfragen. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass in der Frage mein Kopf einen Knoten hatte und ich es nicht geschafft habe mir die Grundgesamtheit korrekt zu definieren. Auch da konnte sie entsprechend unterstützen, so dass ich sollte mir diese Aufgabe noch mal begegnen die Formulierung nun auch verstehe (nach dieser langen Zeit ist das durchaus möglich, die APOLLON schließt es nicht aus, dass man die gleiche Klausur noch einmal bekommt, das wurde mir damals bei Klausureinsicht schon gesagt).

 

Man hat zwar die Klausur nicht vorliegen, aber kann bei Unklarheiten durch Rückfragen auch erkennen, ob ggf. ein Fehler seitens der Bewertung vorliegt. Dann wäre das Vorgehen so, dass der Studienservice, wenn es definitiv ein Fehler ist Rücksprache halten würde etc und so etwas dann geprüft wird. Im Vergleich zur reinen Klausureinsicht (Vis-à-Vis), die ich vor meiner Examensprüfung in der GKP machen durfte muss ich sogar sagen, dass ich diese sehr effektiv finde, denn es ist nicht dieses reine Betrachten, sondern ein Dialog, aus dem ich dann wertvolle Informationen mitnehmen konnte, die ich im Eigenstudium der Einsicht nicht konnte vor allem, wenn es ein Fehlversuch aufgrund von Verständnisproblemen war oder auch ungeahnten Defiziten (Denn ihr dürft lachen, ich habe zu dem Zeitpunkt beruflich schon in dem Bereich gearbeitet).

 

Wenn alle Fragen geklärt sind und die Klausur komplett eingesehen wurde ist das Telefonat beendet. Meine Einsicht hat ca. 20-30 Minuten gedauert und Frau Schuster hat sich wirklich Zeit genommen. Für jemanden, der vielleicht nicht so schnell nach Bremen kommt ist es durchaus eine Möglichkeit, die ich empfehlen kann.

 

Ich hoffe, dass hat es  etwas erklärt, wie das Funktioniert. Gibt es das denn an anderen Fernhochschulen nicht? Und wenn doch, wie läuft es denn da ab? Gerne im Kommentar!

Ida_Pfeiffer

Im Moment habe ich ein wenig einen Hänger, weshalb es auch nicht so mit dem Bloggen klappt: Theman hätte ich eigentlich noch genug, denn bisher gab es ja nur so die ein oder anderen Rahmenfakten. Das größte Problem ist im Moment die Geduld mit der Ungeduld oder auch das gewissenhafte Aktualisieren meines APOLLON Postkorbes in der Hoffnung auf Rückmeldung. Diese Woche sollte das alles den Entscheidungsträgern vorgelegt werden zur Prüfung, da letzte Woche wie ich ja berichtet nicht alle da waren, um über die Wiederaufnahme meines Studiums bei weiterer Herabsetzung der Rate zu entscheiden.Jetzt haben wir Freitag und auch nahezu Büroschluss. Und ich merke, wie meine Ungeduld gerade die Geduld überholt.

Das liegt aber nicht ausschließlich an der Sache an sich. Von dem Zeitpunkt an, dass ich gemerkt habe nach zwei Jahren kann es weitergehen im Leben, es kann wieder an Arbeit, Studium und auch an eine neue Berufsqualifikation gedacht werden dauert es gerade einfach zu lange und das macht es mir einfach Schwer meinen positiven Geist aufrecht zu halten. Und ich glaube, da würde es dem ein oder anderen Ähnlich gehen. Quasi Koffer gepackt, die Reise kann losgehen und dann kommt das Taxi nicht, das eigene Auto ist in der Werkstatt, das Fahrrad in der Nacht geklaut worden, der Nachbar hat keine Zeit und im Funkloch sitzt man auch noch. Oder noch plastischer (auch das ist mir passiert) in der Einfahrtsschneise zum Bahnhof im IC Nachts stehen und weil man vorher Verzögerung hatte zu hören, dass man jetzt hier die Fahrt einstellt (Bahnsteig in sicht ca. 500 m) weil sonst die Lenkzeit überschritten wird und jetzt erst der neue Lokführer aus einem Ort ca. 80 km entfernt kommen muss. Naja wenigstens gab es gratis Kaffee.

 

Aber ihr sollt auch ungefähr genau so Lachen dürfen, wie ich heute, als ich einen Brief aus dem Briefkasten zog und dacht ich lese nicht richtig. Ich bin als eine von 30 Personen zu einem Fach Disputium eingeladen worden in einem Fachbereich in dem ich mit einer anderen Dame eine Studie veröffentlicht habe und damit was die Perspektivwahl anging zu der Erkrankung in Deutschland die erste repräsentative Studie waren. (Den Status haben wir uns nicht selbst gegeben, denn wir waren zwar Mutig und haben auch so einiges einstecken dürfen, aber da ist man dann doch etwas demütig). So sehr mich doch die Einladung geehrt hat und ein wenig auch Stolz macht, dass es besagtem renommierten Arzt (tatsächlich- hat er mittlerweile bestätigt) nicht aufgefallen ist, dass es sich weder bei mir noch meiner Freundin um Medizinier handelt (wir sind beide aus dem gleichen Pflegesektor ;) also am eigentlich am anderen Ende der Kette, aber eben nie als solche sondern studierende aufgetreten) musste ich auch mit Humor eben deshalb ein wenig mein Lachen unterdrücken. Wenn ich doch jetzt noch eben den Medizinierabschluss mitgeschickt bekomme :D.

Naja ich habe die Einladung ausgeschlagen, denn ich glaube unter 29 Fachärzten in eine Fachdiskussion zu treten ohne medizinisches Hintergrundwissen, wäre schon etwas sehr mutig für meinen Geschmack und die Perspektive ist einfach auch immer anders gewesen. Es ging uns nie um die Diagnose sondern, um den Einfluss auf das Leben der Betroffenenen etwas, was oft in Budgetstreits Leistungskatalogen und auch bei der Frage ob eine Leistung in den Leistungskatalog aufgenommen wird in Deutschland nur sehr wenig Berücksichtigung findet (LEIDER).

 

Das Erinnert mich an etwas. Als ich mal gar nicht wusste, was gerade wie und wo und auch, ob ich meine Träume erreichen kann bzw. wir zweifelten es gegen den Sturm der Fachwelt, die erst seit Veröffentlichung uns wohlgesonnen ist und nicht mehr darauf pocht, dass Studierende erst einmal lernen sollen wissenschaftlich zu arbeiten bevor sie eine groß angelegte Studie machen (das waren noch die Netten kommentare), in den Situationen sandte mir meine Dekanin den Link zu einem Lied. Vielleicht kennt ihr es ja auch es ist von Ryan Shupe & the Rubberband "Dream Big". Wenn ihr Zeit habt hört es euch mal an mit dem Video dazu ich bin mir sicher, da wird sich der ein oder andere wiederfinden! Denn ist es das nicht manchmal, ein Fernstudium, vielleicht auch schon nach einigen Jahren im Beruf, ein Traum, den man sich noch erfüllen möchte EGAL was das Umfeld sagt! Und ich kann nur sagen, egal wie viele Täler, der Kampf lohnt sich, auch wenn der Ausgang wie bei mir im Moment gerade einmal ungewiss ist.

Ida_Pfeiffer

Einfach wäre ja auch zu schön gewesen

Ich habe gerade mal wieder mein wöchentliches Telefonat mit der DRV gehabt, weil es aktuell noch Formalitäten zu klären gibt. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es tatsächlich so glatt gelaufen wäre, wie es ursprünglich aussieht. Die hatten etwas wegen der Lernvariante 50/50 am Comcave gezickt, weil bei psychische Erkrankungen gerne eine Vollzeit vor Ort Variante gesehen wird. Ich habe aber ziemlich gute Argumente, da ich auch noch eine andere chronische Erkrankung habe mit der ich zwei mal die Woche zur Lymphe darf und auch die Unterstützenden Dienste, auf Empfehlung derer, die mich kennen nicht abrupt sondern ausschleichend beendet werden sollen, um sicherzustellen, dass die Veränderungen durch die Umschulung keinen Rückschlag verursachen. Alles Befundet etc. ABER da die ja im Moment gegen ihre eigene Argumentationsgrundlage arbeiten (die hatten in Ihrer Begründung immer alle AKTUELLEN Befunde und Gutachten rausgelassen aber sich voll auf mein Rentengutachten von vor nem Jahr gestützt darf ich mal wieder zur medizinischen Begutachtung.

 

Ist natürlich ein Fortschritt aber sorgt nicht gerade für Erleichterung, da ich Angst habe, dass auf der Zielgerade doch noch die Umschulung gekippt wird. Mündlich ist eben nicht schriftlich.

 

Ansonsten laufen seit heute Vormittag auf 32 qm 6 Trocknungsgeräte und ich drehe nach 10 Minuten in der WOhnung schon druch. Da helfen auch keine Kopfhörer und Ohropax. So dann machen wir das in Kombination. Rentengutachten+ 4 Wochen die Geräte mit jetzt schon absehbar schlechtem Schlaf und schlechter Laune (Danke an meine Hochsensibilität (was ja zum glück nicht nur eine doof Veranlagung ist). Ich muss sagen meine Stimmung ist grad unterirdisch genervt und ich habe auch Bammel. Ich hasse diese Gutachten einfach, obwohl ich da schon Übung haben müsste. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.

 

 

Ida_Pfeiffer

Da sind sie, ich sehe sie. Wen? Na die Fragezeichen, die sich angesichts der Überschrift formieren und die Frage "Was will sie denn nun schon wieder damit sagen".

 

Die meisten von uns, die eine Pause gemacht haben wissen, dass sich das auch auf  das Lernverhalten danach auswirken kann. Außerdem hat das autodidaktische Lernen bzw. so ein Fernstudium einen gewissen Gewöhnungscharakter. Problematisch wird es aber dann, wenn es auf einmal heißt "Vollbremsung", kein Studium, Pause, Hefte nicht anrühren, krank heißt krank, nicht über das Lernen Ausweichen, keine Vermeidung über Faktenpauken. Und am meisten von mir gehasst "bevor Sie sich damit befassen anderen Unterstützungsangebote zu kreeiren sollten Sie sich erst einmal damit befassen, wie Sie sich selbst unterstützen."

 

Zähneknirschend habe mich dem irgendwann ergeben. Erst habe ich es mir nicht nehmen lassen noch eine Studie auszuwerten und diese auch in einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlichen (nein nicht die Apotheken Bravo :D ) aber dann musste ich mir eingestehen, es geht wirklich nicht. Den Frust darüber vor der Brust habe ich gedacht ich finde verbündete an der Hochschule (das war gerade vor und zu Beginn der Pause) ABER Pustekuchen, denn auch da folgte der sanfte, wertschätzende Hinweis von jemandem vom Studienservice und gleich zwei Dekanen, dass ich mich um mich kümmern muss und nur dann auch wieder fit werde für das Studium.

 

Nunja. Das habe ich dann akzeptiert und es tat gut. Die Entzugserscheinungen am Anfang waren grausam. Nachher ging es, aber sobald ich auch wieder kognitiv Leistungsfähiger wurde, war es wieder da. Also Schublade auf, Hefte raus...Mist ERWISCHT und wieder eingepackt. HEfte wo anders hingepackt ABER - EINS, nur EINS könnte ich doch rausnehmen.  Da das da aber noch nicht zielführend war, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht mal das Thema Umschulung geschweigedenn wiederaufnahme des Studiums im Raum stand musste etwas anderes her.

 

Fragt mich nicht warum ich auf die Idee gekommen bin. Naja doch. Zunächst habe ich mit Polnisch angefangen, da ich es aber für einen anderen wichtigen Bereich in meinem Leben hier in Deutschland wenig verwende und nicht so viel Spaß daran habe ist es Persisch (Farsi) geworden. Ich habe mir gedacht, wenn meine Nichte das Lernen kann (okay sie wächst blilingual auf) dann kann ich das auch. Es macht wirklich Spaß auch wenn es ungewohnt ist. Ich denke jeder, der schon einmal eine Sprache mit einem anderen Schriftsystem und oder Kehllauten gelernt hat kann das etwas nachvollziehen. Und für die Anderen, ads ist ein bisschen so, wie Matheaufgaben nur in Formeln geschrieben zu haben die Auf dem Kopf stehen und anstelle der Buchstaben gibt es Punkte und Dreiecke.

 

Aber es wird. Wenn man dann mal alle Regeln verstanden hat. Jetzt bin ich gespannt, wann ich auch wirklich mal in Richtung Conversation komme, denn so lerne ich nun mal Sprachen- Durch Sprechen :D.

 

Aber der Suchtersatz hat wirklich auch dazu beigetragen mich wieder auf ein autodidaktisch akzeptables Niveau für das Studium zu bekommen. Jetzt muss es nur noch wieder Anfangen, aber das ist ja ein anderes Thema :D

Ida_Pfeiffer

FAQ - Hier bitte Fragen Stellen :D

Sooo, da wir ja gerade erfolgreich einen anderen Blog gesprengt haben und ihr einiges an Fragen habt bzw. zwischendurch habt. Hier ist Platz dafür. Sozusagen ein FAQ zu mir meiner Situation, der APOLLON Finanzierung in meinem Fall und was auch immer. Ich werde die Fragen nach und nach aus dem anderen Blog hierher übertragen.

 

WICHTIGER HINWEIS: Ist euer Kommentar unten verschwunden, nicht böse sein, er ist dann vermutlich im Hauptbeitrag gelandet :)

 

  • Was studierst du eigentlich?

 

Aufgrund des Bloginhalts und der Offenheit müssen dazu die Angaben: Bachelor of Arts "Studiengangsname" an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, Bremen mit einem Schwerpunkt im Gesundheitswesen genügen.

 

  • Ratenhalbierung und Bekomme ich mein Zeugnis dann trotzdem wenn ich fertig bin oder erst, wenn ich alles bezahlt habe

 

Zitat

Zitat von @psychodelix

Apollon bietet ja auch an, die Raten zu Halbieren bei doppelter Laufzeit. Das ist etwas, was bei mir für den Master in Frage käme.

Aber ich gehe davon aus, dass es ein Vertrag ist und ich das Masterzeugnis nach meinem Abschluss bekomme - auch wenn die Raten noch weiter laufen.

 

Bei dir ist die gesamte Laufzeit inzwischen wohl länger. (?)

 

 Bei der Normalen Ratenhalbierung (CAVE: Im Teilzeitstudium nicht möglich), wird die Rate entsprechend der Laufzeit und dem Gesamtbetrag auf die Hälfte bei entsprechender Verlängerung der Finanzierungslaufzeit angepasst. Anders als z.B. an der IUBH (mein Kenntnisstand ist 2014 @IUBH Kevin Moeller bitte korrigiere wenn falsch) erhältst du dein Zeugnis allerdings nicht erst, wenn die Gesamtsumme begilichen ist, sondern wenn du deinen Abschluss hast und zahlst dann weiter die Raten. Würde man das im Bachelor machen, kann man an der APOLLON noch den Master anschließen und es wird hinten dran gehangen.

 

So nun zu meinem Fall. Ich habe bis zu meiner Gesundheitspause Vollzeit studiert und entsprechend die Ratenhalbierung gewählt. Diese ist mir aktuell jedoch nicht möglich aufrecht zu erhalten aufgrund der niedrigen Rente (mit minimal über 30 auch nicht verwunderlich) und dem geringen Grundsicherungsbetrag zur Aufstockung) nicht stemmen. Aufgrund meiner persönlichen Situation müsste ich das Studium zudem weitere 2,5 Jahre (ab heute) pausieren, wenn ich mit der Umschulung beginne, da ich aktuell beides parallel einfach nicht schaffe. . Alle andere Möglichkeiten sind ausgeschöpft und deswegen wird aktuell versucht eine individuelle Lösung zu finden, die es mir ermöglicht das Studium zu beenden vor der Umschulung, nach und nach mit der Rückzahlung meiner Studiengebühren wieder zu beginnen (das pausiert aufgrund der Pause auf Attest auch seit 2 Jahren) und so auch meinen Vertragspflichten soweit möglich wieder nachzukommen. Dazu und das ist mir wichtig bin ich von der Apollon nie gedrängt worden, sondern da ist sehr verständnisvoll damit umgegangen worden, dass die Situation so ist, wie sie ist.

 

  • Warum denn noch Umschulung und nicht einfach Studium beenden?
Zitat

@psychodelix schrieb: Und die Umschulung muss sein / ist wichtiger, als die Beendigung des Studiums?

 

Ein sehr gute Frage, die ich glaube ich bisweilen noch nicht beantwortet habe. Auch hier ist die Lage etwas vielschichtiger. Aufgrund von meiner Erkrankung kann ich meinen Bezugsberuf nicht mehr ausüben (Bestätigte vollständige Leistungsunfähigkeit für die Tätigkeit) und gelte zudem aktuell als voll erwerbsgemindert. Als es jetzt soweit war, dass ich das Thema Umschulung erneut angehen konnte (hatte es 2015 ja schon einmal deswegen versucht), habe ich natürlich zuerst an die Beendigung des Studiums gedacht, um möglichst schnell auch wieder mit einer Qualifikation in den Arbeitsmarkt eintreten zu können. Das ist leider aufgrund des Bezuges zum Gesundheitswesen und Bezugsberuf, sowie des reinen Fernstudiums von der DRV abgelehnt worden neben dem Grund Leistungsfähigkeit kann nicht wieder hergestellt werden ganz oder teilweise. Im Widerspruch habe ich mich daher nach einer entsprechenden Fachberatung entschieden mich auf einen der beiden Aspekte zu konzentrieren, ohne am Ende mit leeren Händen dazustehen. Mir ist das Studium sehr wichtig und auch der Abschluss. Aber das ist nicht die Frage ebenso wenig, wie  ist die Umschulung wichtiger. Sie ist aktuell die Option, die mir angeboten wird und finanziert wird und während der mein Lebensunterhalt auch gesichert ist. Würde ich sagen ich studiere nur und mache die Umschulung nicht habe ich das Problem des aktuellen Status "voll Erwerbsgemindert" und der Kombination Rente + Grundsicherung sowie (Hinzuverdienstgrenze). (Grundsicherung - Hinzuverdienstgrenze + Rente = 30 Euro mehr als jetzt, aber immer noch nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Studienfinanzierung und ohne Studium aktuell keine Berufsqualifikation mit der ich arbeiten kann. Ich strebe den Wechsel aus der Pflegebranche an und habe zwar einiges Profilbildendes aber da ich in den Kaufmännischen Bereich möchte nicht hinreichende Kenntenisse. Zwar habe ich Managementinhalte und würde mich bestimmt irgendwann reingefuchst haben  erachte es aber als Sinnvoll die Kenntniss zu erlangen.

 

Es ist kompliziert und auch  nicht leicht gewisse Entscheidungen zu treffen, aber im Moment geht es auch darum meine Situation nicht durch eine Schnellschussentscheidung (dann mache ich eben das Studium, was die DRV sagt ist mir egal und mache mein Ding) am Ende zu verschärfen.

 

Und weil das Studium zu beenden wichtig ist und die Umschulung leider auch, versuche ich ja gerade auch deshalb eine Lösung zu finden, die es mir ermöglicht es sinnvoll zu gestalten, im Rahmen der Regeln, die ich einhalten muss, aber ohne dass sich beides groß überschneidet. D.h. das Studium formal zügig zu Ende zu bringen.

 

Danke auch an @Hep2000 für die entsprechende Ergänzung, die ich als Erfahrungsbericht zur Verdeutlichung noch einmal hier zitieren möchte

Zitat

Leider ist es mit der Rentenversicherung nicht ganz einfach. Wenn Du für Deinen erlernten Beruf bestätigt erwerbsunfähig bist, dann gilt als Umschulung oder Neuqualifizierung nur eine Maßnahme in einem komplett anderen Berufsfeld. Und das ist ein Studium im Gesundheitswesen für eine Pflegekraft eben nicht.

Andererseits kann man das auch nicht einfach trotzdem machen, weil die Rentenversicherung im Normalfall eigene Maßnahmen anleiert um den Betroffenen wenigstens teilweise wieder in Lohn und Brot zu bringen, und wenn man die nicht annimmt, wird im Extremfall die Rente gestrichen. 

 

Ich hing auch mal in diesem Verfahren, das Auftauchen von Sohn1 auf einem Ultraschallbild führte zur Einstellung des Ganzen und nach 2x Elternzeit habe ich dann für mich entschieden einen anderen Weg zu gehen.

Ich hätte damals Sozialversicherungskauffrau werden sollen.

 

  • Alter, Zeit im Vorberuf und warum habe ich meine Forschungsstelle nicht mehr auch wenn sie mir Spaß gemacht hat?

@csab8362 schrieb

Zitat

Wie alt bist du?

Wie lange hast du in deinen vorherigen Berufen gearbeitet?

Warum hast du die Forschungsstelle nicht mehr, die hatte dir doch Spaß gemacht?

 

Naja, wie das so ist Frauen reden nicht immer über ihre alter ;). Auch wenn ich mich aktuell wie 100+ fühle bin ich zwischen 30 und 35 Jahren alt. Ich habe in der Pflegebranche von 2006 bis 2015 gearbeitet, darin eingeschlossen sind 1 Jahr Praktikum und 3 Jahre Ausbildung. Mein Schwerpunkt lag außerhalb des Krankenhauses in einem Zweig der durch 12 Stundendienste, hohen Verantwortungsgrad, Lebenserhaltende Maßnahmen und viel emotional-pädagogisch-familientherapeutische Begleitung geprägt ist. In dieser Zeit habe ich 2 Jahre als Teamleitung  in mehreren Teams gearbeitet, Dientspläne geschrieben und koordiniert etc.


Den Wechsel in die Stelle am Forschungsinstitut habe ich in einem meiner ersten Blogbeiträge "Warum eigentlich das Studium" beschrieben. Bei dieser Stelle hat es sich um eine Stelle als wiss. Hilfskraft gehandelt, die ich aus mehreren Gründen nicht mehr aussführe bzw. aktuell kann.

  1. Stellen als wiss. Hilfskraft, stud. Hilfskraft, Werkstudententätigkeitn sind an die Ausübung eines Studiums und oftmals die Durchführung in Regelstudienzeit geknüpft.
    Dadurch, dass ich mein Studium pausiere, kann ich diese auch nicht ausführen
  2. Ich war nahezu 2 Jahre vollkommen Leistungsunfähig, d.h. konnte max < 3 Std. am Tag arbeiten. Aktuell sind solche Stellen in der Reglung mit der DRV nicht vorgesehen, so lange man Rente bezieht
  3. Die Stelle war zeitlich befristet. Ich hätte zwar noch eine Verlängerung bekommen, wusste aber, dass ich aktuell nicht Einsatzfähig war. Mein Kollege (Masterstudent) hatte bei der Verlängerung davor auf einen Teil seiner Stelle verzichtet und ich auch, damit unsere Stellen bei Umstrukturierung der Abteilung zunächst erhalten bleiben konnten. Dann ging es aber Tastächlich darum er oder ich, was an der Hauptgesellschaft und der Zusammenlegung von Instituten lag. Da ich einfach nur krank war und nicht wusste, was der nächste Tag verbringt, war das eine sozialverträgliche Entscheidung. Er war gerade in der Thesis und so konnte er bis zum Ende des Studiums in Lohn und Brot bleiben, dafür habe ich auf meinen Stellenanteil verzichtet
  4. Meine Abteilung gibt es heute nicht mehr und da ich aktuell einfach erst einmal wieder berflich Fuß fassen möchte, der Arbeitgeber aber eine wissenschaftliche Forschungskarriere bei den Mitarbeiter vorsieht (Promotion) ist es aktuell auch nicht zielführend.

 

  • Was erhoffe ich mir vom Studienabschluss?

Nunja, ich habe irgendwann einmal die Entscheidung für das Studium in meinem Bereich aus einem Bestimmten Grund getroffen. Und diese Gründe bestehen auch weiterhin bzw. die Perspektiven auch wenn sich die aktuellen Hoffnungen doch etwas angepasst haben. Neben dem Akademischen Grad ist es Primär die nachgewisene Fachkenntnis in ganz bestimmten Bereichen meines Studiengangs auf denen ich in Kombination mit der angestrebten Umschulung mein berufliches Profil weiter aufbauen möchte. Das wären z.B. Stellen im Bereich der privaten Versicherungsbranche im Innendienst, die sich mit der Einführung und Erstattung von Leistungen aus dem gesundheitswissenschaftlichen Bereich befassen oder Betriebe in der Etablierung bestimmter Gesundheitsleistungen für Mitarbeiter unterstützen.

 

  • Wie viele ECT habe ich?

Aktuell habe ich 127 von 180 ECT und hier Fallaufgaben im Umfang von ca. 25 ECT liegen, die nur noch einmal einen Feinschliff bekommen müssen, da ich natürlich auch nach der langen Pause meinen Schnitt von 1,x aufrechthalten möchte bis zum Abschluss besonders in den Profilfächern.



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