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Über diesen Blog

Vielleicht überlegst du dir gerade ein Fernstudium zu beginnen, vielleicht bist du auch mittendrin. Vielleicht interessiert dich das Thema auch nur einfach so.

Ich bin aktive (bzw. pausierende) Fernstudierende und der Titel drückt schon aus, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die relative problemlos durch mein Studium stiefel, auch wenn dies zu Beginn ganz anders aussah.

Ich habe mein Studium im Jahr 2012 an der APOLLON Hochschule für Gesundheitswirtschaft in einem Bachelo Studiengang aufgenommen. Regulär wäre ich mittlerweile fertig oder in einem Master Studium. Doch die Realität ist anders und genau damit wird sich dieser Blog befassen mit der Thematik: Fernstudium trotz persönlicher, wirtschaftlicher und gesundheitlicher Unmöglichkeiten und warum Aufgeben keine Option ist.

Es wird um den Weg bis hierher gehen und auch wie die Begleitung durch die Hochschule (Studienservice, Tutoren, Dekane usw.) in den Zeiträumen bisher war und auch noch ist. Und da Aufgeben keine Option ist auch wie sich dann irgendwann der Weg zum Abschluss gestaltet und den werde ich machen, denn wer gibt schon 57 Credits vor Schluss und die unfertigen Module fertig hier zu Hause liegend auf?

 

Vielleicht geht es dir gerade in einem der Bereiche ja genau so wie mir, du hast Erfahrungen damit gemacht, was ein Hürdenlauf bei wirtschaftlichen Engpässen oder gravierenden gesundheitlicher Probleme oder einfach Aspekte in der persönlichen Lebensplanung bedeuten kann. Ich weiß nicht, wie regelmäßig ich es schaffe über die letzten 5 Jahre aber insbesondere die letzten zwei Jahre zu schreiben. Doch ich hoffe dir genau dann auch einmal Mut machen zu können, wenn es schwer wird, denn es geht weiter. Oder vielleicht hilft es dir auch dabei abzuwägen, ob deine persönlichen Umstände unbedingt ein Fernstudium ausschließen müssen oder es vielleicht einfach nur ein paar Stützräder benötigt. Was es auch ist fühle dich hier "wie zu Hause" stelle Fragen, hinterlasse Kommentare.

 

Nach Rücksprache mit Markus Jung noch einen wichtigen Hinweis  (dieser wird sich auch in ähnlicher Weise in jedem Beitrag finden). Dieser Blog wird weitestgehend annonymisiert ggf. mit veränderten Orten, geänderten Angaben und ohne Studiengangsspezifische Informationen geführt. Auch werde ich keine Angaben zu meiner Person machen, außer dem, was auf meinem Profil zu entnehmen ist. Es ist auch nicht wichtig für die Thematik. Da allerdings die Hochschule durchaus eine Nennswerte Rolle hat und es vielleicht für den ein oder anderen wichtig sein wird sie durchaus an entsprechenden Stellen benannt.

 

Viel Spaß beim Lesen

Ida_Pfeiffer (wer wissen will wer das war schaut doch einfach in das Über Mich meines Profils)

  Ich würde gerne anderen Mut machen auf eine humorvolle aber auch sehr realistische Weise, denn ich denke auch das gehört alles zum Fernstudium.

Einträge in diesem Blog

Ida_Pfeiffer

...TROTZ Unmöglichkeiten

“Hindernisse sollten Dich nicht aufhalten.

Wenn Du gegen eine Wand läufst, dreh Dich nicht um, gib nicht auf.

Finde heraus wie Du darüber klettern, hindurchgehen

oder außenrum gehen kannst.”

– Michael Jordan

 

Nach dem letzten Blog, ist es ja sehr still gewesen. Und ja @Tobse genau an die Filmszene hatte ich mich erinnert. Ich weiß jetzt auch, wie sich in Ping Pong Ball auf der Tischtennisplatte oder der kleine Ball im Kickertisch fühlt. 

 

Ich war wirklich einfach nur noch verzweifelt, da so etwas wie ein Studium bei Hartz IV nicht vorgesehen ist, zumindest dann nicht, wenn es grundsätzlich BAFöG förderungsberechtig wäre, ganz egal ob es dann real auch so ist. Die Gesetze sind noch nicht an dem Punkt angekommen, dass ein Fernstudium die Flexibilität ermöglicht, die dem allgemeinen Studenten abgesagt wird und ihn somit dem Arbeitsmarkt "nicht zur Verfügung stehend" deklariert.

 

Es sind sehr viele Horrorszenarien abgelaufen. Und viele viele Fragen. Letztendlich hat sich aber auch vieles geklärt, aus dem ich nun auch Rat an andere geben kann und möchte.

Wie ich heute weiß, gibt es Arbeitgeber, die Werkstudenten und wiss. Hilfskräfte komplett mit in der Sozialversicherung (inkl. Arbeitslosenversicherung) anmelden, dann gibt es die die darüber aufklären, dass die Freiwilligkeit besteht und dann gibt es die, die darauf vertrauen, dass man das alles selber weiß oder es für nicht wichtig ansehen.

 

Sogar das Jobcenter, dachte erst ich müsse doch ALG I bekommen, weil auch sie sahen, dass die Tätigkeit sozialversicherungspflichtig war. Ja war sie, pflege und rentenversicherungspflichtig nicht jedoch den wichtigen Teil Arbeitslosenversicherung. Deswegen wurden die EM-Rente auch nicht berücksichtigt und so bin ich in ALG II gerutscht. (ALSO bist du studentisch versichert oder übst nur eine Beschäftigung mit geringem Einkommen aus, empfehle ich durchaus sich Gedanken über freiwillige Beiträge in die AV zu machen).

 

Am Ende ist aber das Jobcenter der Argumentation des Arbeitsamtes gefolgt und weil ich da ansonsten trotz Studium berechtigt gewesen wäre, musste ich auch nicht so kurz vor Schluss alles hinwerfen oder wieder pausieren.

 

Und es ist noch etwas schönes passiert. Am Montag flatterte auf mein Drängen hin (geduldiges Warten habe ich im letzten Monat gelassen) die Entscheidung über den Widerspruch zur Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben rein. Die Ablehnung wurde aufgehoben. Gerade wird Art und Umfang der Maßnahme geprüft und ich habe allen Mut zusammengenommen und noch einmal (nun ja mit ganz anderen Argumenten) das Studium eingebracht. Ich bin mal gespannt, ob ich noch ein vollständiges Happy End bekomme. Aber egal was es wird, das ALG II wird ganz bald wieder durch Übergangsgeld von der Rentenversicherung abgelöst. Eigentlich sollte es ja egal sein ob A, B oder C zuständig sind, aber manchmal nervt es und raubt Ressourcen, die ich für das Studium gebrauchen könnte.

 

Aktuell steht bei der UNI auch noch eine Entscheidung zu einem Antrag auf Nachteilsausgleich für die letzten beiden Klausuren aus und die Thesis. Der Prüfungsausschuss tagt aber erst nach Ende des Urlaubs des Vorsitzenden Ende des Monats. Auch wenn ich mich Schritt für Schritt zurückkämpfe und versuche meine Konzentration und Leistung weiter zu steigern, gibt es da noch das ein oder andere Überbleibsel meiner Erkrankung. Ich durfte lernen, wie wichtig Pausen im Studium sind und was es bedeutet seinen persönlichen Pausenrhythmus zu finden. Alles dauert länger als vorher, weil es mehr Unterbrechungen braucht in denen ich einfach mal nichts tun muss. Nichts heißt in dem Fall nichts (keine Musik, nicht Handarbeit, nicht was anderes Lesen). Aktuell wechseln sich Arbeitsintervalle von 15-20 Minuten mit Pausenintervallen von 10 Minuten ab. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber mir macht das Studium wirklich wieder Freude und ich bin immer noch Froh so sehr dafür in den letzten Monaten gekämpft zu haben.

 

 

Ida_Pfeiffer

Plopp ,'`´

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Immer wenn alles gerade mal wieder droht in geregelte Bahnen zu gehen kommt von irgendwo ein Amt her, trifft eine Entscheidung und die Blase voller Hoffnungen, Wünschen und Träumen platzt. Plopp ,'`´

:blink:

All denjenigen, die irgenwann noch mal in einem Kündigungsschutzprozess mit seinem Chef steht rate ich, legt lieber eure neue Firma offen egal, wie schmutzig der Prozess war und nehmt das ganze Gehalt an, anstelle aus Angst vor dem was die Firma mit den Informationen machen könnte auf einen Teil zu verzichten. Es dankt euch am Ende keiner. Und es sind genau diese zwei Monate bzw. sogar nur einer davon, auf den ich freiwillig verzichtet habe, die gerade über meine Zukunft entschieden haben.

Ich habe keinen ALG I Anspruch, weil ich in den zwei Jahren vor der EM-R als studentische Hilfskraft zwar Rentenbeiträge aber keine sonstigen Abgaben gezahlt habe. Angestellt war ich von 02/2013 bis 02/2015 dem Monat der Berentung. Gehalt hätte ich noch bis April bekommen 2013. 


Es bleibt mir Hartz IV und da weiß ich aus der Vergangenheit, dass ich mich entscheiden muss zwischen Studium oder Lebensunterhalt. Ich hoffe, dass vielleicht eine Fachperson oder Anwalt noch Möglichkeiten sieht. Denn es gab noch eine Lektion, verlässt man sich auf die Ämter ist man verlassen. Auch das hängt mit dem Kündigungsschutzprozess zusammen, den ich gewonnen hatte. Der AG hatte mich zu Nov 2012 von der Sozialversicherung abgemeldet, dann sind Jobcenter und Arbeitsamt eingesprungen. Doch auch nach dem Prozess und bei Nachzahlung des Gehaltes im Mai hat der Arbeitgeber die Sozialabgaben nicht nachgezahlt und auch nicht mich entsprechend korrekt an und abgemeldet. Ich hatte das bereits bei der KK gemeldet gehabt, beim Jobcenter und Arbeitsamt damals und man sagte mir, sollte es relevant werden kümmere man sich. Tja das sehe ich dann heute. 

 

Meine Hoffnung hängt gerade an ein paar seidenen Fäden

  1. Es zählt das Zuflussprinzip, denn dann wäre das Gehalt im Mai eingegangen und noch im Rahmen
  2. Der Monat Februar 2015 Zählt voll als Rente dann müsste von Januar bis Januar gerechnet werden und da bestand das Sozialversichungerspflichtige Verhältnis
  3. Ich kann das Formular von der ARGE einreichen nachdem ich trotz Studium für die Vermittlung aufgrund der Modularitäten des Fernstudiums zugelassen war und dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung stehe
  4. Die Rentenversicherung kommt endlich mal abschließend aus dem Quark und kann, wenn sie doch entscheiden konnte, wie es um meine Rente bestellt ist auch abschließend etwas zum Wiederspruch und dem Thema Umschulung sagen
  5. Ich finde wieder erwartend eine Job (an der Stelle war nämlich gerade der Kurs auf Wiedereingliederung durch die ARGE gesetzt worden, die Beratung hatte ich ja vor der Katastrophe und auch die Beraterin hatte gesagt es käme aktuelle eigentlich nur eine Umschulung  in Frage, das ginge auch aufs Studium, da ich nach der Erkrankung bewiesen habe, dass es möglich ist und mich qualifiziert.
  6. Es kommt ein Prinz auf einem großen Esel um die Ecke der auch noch Geld produziert und trägt mich auf dem Rücken dieses tollen Tieres davon.


Für mich und das Studium heißt das aktuell, dass es nur noch die Optionen sehr schnell fertig werden auf Kosten der Gesundheit, Abbrechen, weil ich sonst meinen Lebensunterhalt nicht sicherstellen kann oder das Wunder der Umschulung und Einsicht bei einem der Behörden, die mich wie einen Ball durch die Gegend werfen gibt. Ich habe keine Unterbrechenszeiträume über. 

 

Vielleicht sollte ich doch eher mein Leben aller "Hartz TV" Manier gestalten, mich bequem aufs Sofa setzen, alles möglich mir zahlen lassen, mich in meiner Erkrankung sulen und ja bitte nicht für eine Berufsqualifizierung nach dem Berufsaus und den Weg ins Leben kämpfen.

 

Das Studium bedeutet mir wirklich viel, ich bin glücklich damit (auch wenn manches Modul nervt), mein Kopf ist gebraucht, ich habe Spaß an dem ganzen, motiviert und nach all der Zeit zu sehen, dass es noch geht ist einfach schön. Ich weiß nicht wie aber ich hoffe weiter, dass ich den Blog nicht umbennen muss in "Fernstudium das war's, dank Unmöglichkeiten". 

Ida_Pfeiffer

Was meint ihr, wenn man so überlegt, was stellt den häufigsten Grund dar, dass Menschen ihre gesteckten Ziele, Wünsche und Träume (sofern sie realistisch sind und durch eigenen Antrieb erreicht werden könnten) nicht erreichen? Es ist eine ganz einfache Antwort und gibt im wesentlichen zwei Gründe, von denen ich vermute, dass sie auch der Species Fernstudierender, Fernlerner, Fernabiturient nicht fremd sind. 

 

  1. Szenario: Voller Entschluss, Elan und Freude hat man sich angemeldet zum Fernabi, Hobbykurs, eine Sprache soll es sein, der Bachelor, der Master, eine Weiterbildung. Man ist angenommen worden. Es kommt der Brief mit den Zugangsdaten zum Campus und dann "DING DONG" steht er da, mit einem großen Paket in der Hand - der Paketbote (mit dem du übrigens über die nächsten Monate und manchmal Jahre ein turnusmäßige Freundschaft eingehen wirst). Aber zurück, er steht da und da hast du es in der Hand, dein ERSTES Studienpaket. Feierlich machst du es auf, schaust alles an, freust dich und dann? .... DANN fängst du einfach nicht an. Jeden neuen Tag denkst du morgen ist auch noch ein Tag und ich habe ja auch noch Monate und Jahre Zeit um das alles zu schaffen.  
    Zwei Gründe warum ein Vorhaben scheitert
    Der erste und einer der Häufigsten Gründe warum ein Vorhaben scheitern, ist dass einfach die Motivation fehlt zu beginnen. Morgen halt und Übermorgen ist ja auch nur das Morgen von Morgen. 
  2. Szenario: Es läuft. Mittlerweile kennst du den Paketboten beim Namen und überlegst dir schon, wie du dich für seine langen treuen Dienste bedankst und ob das herangewachsene Sixpack wohl mit deinem Studium oder Kurs zusammenhängt. Und während du so nachdenkend in die Luft starrend durch die Gegend läufst, stolperst du über das letzte Paket, brichst dir beide Arme, der Laptop ist hin, und das Hauptventil vom Wasserhahn hast du mit dem dir aus den Armen fliegende Studienpaket auch noch getroffen und deine ganzen Materialien sind unbrauchbar. Tja da hilft wohl nur erst mal eine Pause, bis alles wieder in Ordnung ist. Aus einer Woche werden zwei, drei, vier,  Grund 1 setzt ein, fünf, sechs, sieben, acht Monate.

    Der zweite Grund, warum ein Vorhaben auch bei anfänglicher Motivation hoher Motivation und guten Leistungen scheitert ist, dass die Motivation fehlt, weiter zu machen wenn es schwierig wird. Und schon beginnt er der Kreislauf aus Grund 1 und Grund 2 (siehe Grafik - Eigene Darstellung)

 

Da stellt sich ja dann die Frage und nun? Wie schaffe ich es denn entweder anzufangen oder durchzuhalten. Als ich im vorherigen Blog so leichtfertig geschrieben habe, dass ich das mal eben hier aufschreibe, habe ich mich das auch gefragt. 

 

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei vermutlich die Frage: 

WARUM habe ich mich für das Studium, den Kurs, das Abi im Fernlernmodus entschieden bzw. überhaupt entschieden? 

  1. Bewusste Entscheidung
  2. Schnellschuss
  3. Gruppendynamik
  4. Das macht man heute so
  5. Familie, Arbeit etc. alles muss unter einen Hut passen
  6. Ergänzung zu meinem Beruf
  7. Kosten
  8. Dann habe ich mehr Freizeit
  9. ....

 

Auch ist die Frage von Bedeutung, ob es für einen persönlich überhaupt der richtige Weg ist. Das richtige Medium etc. Dazu sei an dieser Stelle auf die Checkliste Fernstudium von Fernstudium.de . Auch kann gerade bei der Frage der persönlichen Motivation und Willensstärke  auf den Willenstest der FUH hingewiesen werden.

 

Nach einem guten Start ins Fernstudium mit einigen Höhen und Tiefen, stand ich jetzt Anfang des Jahres immer wieder vor der Frage, weiter machen oder einfach als gescheitert abhaken. Als dann der Entschluss war weiterzumachen, ging es um die Frage, wann soll es los gehen. Und als auch das Formal geklärt war, hieß es wo sind bitte die Hefte und wie mache ich das jetzt. Nach zwei Jahren ist das Unterstützungsnetzwerk weg, die Studierenden sind oftmals weitergezogen, wie ging das noch mal mit dem Schreiben und kann ich das überhaupt noch ich möchte doch ERFOLGREICH sein.

 

Aber Moment mal, was heißt das eigentlich. Erfolg oder erfolgreich und wie kann mich das motivieren (wieder) in den Tritt zu finden. Bin ich mir meiner Motive bewusst und habe ich eine Entscheidung getroffen, egal welcher Art wird es notwendig das Ziel auszuloten. Aber was genau nehme ich. Oftmals legt man erst einmal Fest "Ein ERFOLGREICHER Abschluss". Aber was bedeutet für mich Erfolg, woran messe ich diesen?

 

Vielleicht nehme ich die gesellschaftliche Perspektive: Ich bin erfolgreich, wenn andere das so sagen und anerkennen - rein extrinsisch. Oder Erfolg ist, wenn ich danach ein gutes Einkommen habe, mir etwas Leisten kann. Und während ich da so lang gehe stelle ich fest, ja vielleicht erreiche so was, aber bin ich glücklich? Zufrieden? Oder muss ich noch höher schneller und weiter? Bin ich nur dann erfolgreich ich Studium, wenn ich von Tag eins zu den besten meines Studiengangs gehöre.

 

Ich denke, ihr merkt, worauf ich hinaus möchte. So eine Einstellung kann ein richtige Motivationsbremse sein. Okay magst du denken, aber ich möchte doch Erfolg haben, was ist es dann?

 

relaxing-hammock-beach.jpg.4de4899c43fd851c7c9b1c49381c0588.jpg(Quelle Bild)

Dazu habe ich eine ganz persönliche Aufgabe für dich, die dir auch vielleicht dabei helfen kann, dem Grund auf die Schliche zu kommen, warum deine Motivation gerade in der Karibik unter Palmen liegt und den Rückflug auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Stelle dir doch einfach einmal vor Erfolg wäre so sicher wie ein bestimmtes Gefühl, nach dem du dich sehnst? Was wäre dann deine ganz persönliche Definition von Erfolg.

 

Bei mir war es "Erfolg ist, wenn ich zufrieden bin, mit Freude auf die Zeit zurückblicken kann egal, ob ich das von mir gesteckte Ziel als Erste erreiche oder lange nachdem der Vorletzte durch das Ziel gegangen ist. Es ist nicht abhängig davon, wie stolz jemand anders auf mich ist, sondern nur wie stolz ich auf mich selber bin. Es ist Selbstachtung und der Wunsch sich selber in dem wiederzufinden, was ich tue."

 

Das ist meine persönliche Definition, die mich jeden Tag motiviert. Ich habe mich mittlerweile abgekapselt, von dem Gedanken, dass ich zwei verloren Jahre im Studium hatte und mein Abschluss vielleicht nicht die gleiche Wertigkeit hatte und war so einfach frei, wie am ersten Tag, neu die Motivation zu finden anzufangen. Dabei haben mir ein paar Schritte geholfen. Vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei, das dir hilft nicht Übermorgen als das Morgen von Morgen zu sehen.

 

  1. Überprüfe, ob das gesteckte Vorgaben, wirklich auch dein eigenes Ziel ist. Ob es etwas ist, was du dir überlegt hast, abgewägt hast und möchtest.
     
  2. Positives, zielorientiertes Denken - und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Als Forscher Hoffnung definierten und das ist nuneinmal positives Denken, stellten sie heraus, Hoffnung habe mit der Überzeugung zu tun, dass man es schafft, seine Ziele zu erreichen (Hoffnungstheorie aus der Psychologie)
     
  3. Ja..., aber Liste:  Ich  bin mir sicher, dass es nicht nur mir so geht, dass egal, welches Ziel ich mir setze es irgendwo diesen Gnom gibt der sagt. Ja, aber aus den und den Gründen wird das nichts. Und ratet mal was seine Hauptnahrung ist? Richtig er knuspert gerne Motivation und das ununterbrochen. Um diese Zweifel ein wenig auszuräumen, kann man eine "Ja, aber  - Liste" machen. Setze dich hin und schreibe alle Gründe auf, warum du denkst, dass du dein Vorhaben nicht, oder nicht mehr erreichen kannst. Und dann finde "aber Gründe" die das widerlegen. Als Bsp. Grund warum ich das nicht kann: Ich bin zu alt um noch mal zur Schule zu gehen. Die "Ja, aber" Antwort: Ja, ich bin älter, ABER meine Lebenserfahrung und berufliche Erfahrung sind eine Ressource, die mir in der erfolgreichen Bewältigung des Studiums helfen können.  Vermeintliche Schwächen in Stärken umwandeln kann einfach so motivierend sein.
     
  4. Willenskraft, also der feste Wunsch und die Entschlossenheit die gesteckten Ziele anzustreben und zwar weil ICH das möchte, nicht irgendwer von mir erwartet (außer ich selber)
     
  5. Bereits zu Beginn, verschiedene Wege überlegen mein Ziel zu erreichen , so dass, wenn meine favorisierte Methode (Studienform, Studiengang, Hochschule, Fernakademie, Lernform, Klausurform) vielleicht nicht funktioniert, ich die Möglichkeit habe, es mit einer anderen zu versuchen, ohne direkt dem Gefühl versagt zu haben oder bei null anfangen zu müssen zu haben. Denn auch wenn sich dieses Aufdrängt darf man nicht vergessen, dass Lebenserfahrung einen nie ganz an den Anfang zurücksetzt, sonder nur an die letzte Weggablung. Vielleicht muss ich mich fragen, ob mein Ziel so, wie ich es heute geplant habe realistisch ist. Wenn nein, dann muss ich vielleicht erst ein Zwischenziel plan.
     
  6. Planvoll vorgehen. Bevor du direkt das große ganze sieht's, was bei einem akademischen Vorhaben teils unüberschaubar sein kann, wenn sich mit schrecken fragt, werden jetzt alle Pakete so groß, wie soll ich das nur schaffen? Dann stecke dir doch für das reine Anfangen einfach ein kurzfristiges Ziel. Vielleicht nur für die nächste Woche. Dabei könntest du folgendermaßen vorgehen
    a - Ziel aufschreiben (z.B. Kapitel 1 lesen und die Übungen bearbeiten)
    b- Enddatum festlegen (Ein Ziel ohne Zeitvorgabe gleicht nämlich eher einem Wunschtraum)
    c- Einzelne Schritte zum Ziel überlegen (Kapitel eins hat 7 Unterkapitel mit jeweiligen Zwischenübungen. Jeden Tag bearbeite ich ein Unterkapitel mit den Übungen)
    d- Hindernisse einkalkulieren (Welche Störungen können passieren, was ist wenn sich mein Dienstplan ändert, die Kinder krank werden oder unerwarteter Besuch kommt? Welche Strategien habe ich dann)
    e- optional mache einfach einen Vertrag mit dir, als kleine Verpflichtung.

 

Es gibt sicherlich noch vieles andere ergänzende und fühlt euch frei, eure Motivationsbooster in das Kommentarfeld einzutragen. Jedes Mal, wenn du überlegst aufzugeben oder dich einfach hinzusetzen, weil du glaubst das Ziel ist unerreichbar. Geh noch einmal in dich und überlege, warum du bereit warst loszugehen und dann steh auf und geh los.

Ida_Pfeiffer

Wie läuft's eigentlich im Studium?

In den letzten Wochen und Monaten ging es ja sehr viel darum, was es für äußere Umstände gibt, die manchmal ein Studium erschweren können. Gerade kann ich noch hinzuwerfen, dass aktuell mein Krankenversichertenstatus nicht geklärt ist, aber das nehme ich am Rande mit, ist ja nichts neues ;) und bin da ja auch nicht die einzige.

 

Dennoch fragt sich der ein oder andere, der hier zufällig drüber stolpert und das Studium?  Das hier ist doch ein ein Portal für Fernstudierende und all das andere. Ein Einzelfall, trifft nicht auf mich zu, die Wahrscheinlichkeit ist gering, oh ah noch so jemand?

 

ALSO ich  habe bisher sehr wenig über die Module selbst geschrieben, weil ich einige sehr studiengangspezifische Module belegt. Als ich mein Studium 2012 begonnen habe gab es darüber hinaus einige Module aller Studiengänge, die gleich waren, so dass ich ein wenig davon erzählen kann, ohne direkt sagen zu müssen, was ich eigentlich studiere, weil es ja auch irgendwie nicht so ganz wichtig ist.

 

Als Zwischenstatus ist es so, dass ich seit Wiederaufnahme des Studiums im April (war es April?) wenn ich morgen oder übermorgen die nächsten zwei Fallaufgaben einsende und bestehe bei ein vollständiges Semester (Creditworkload) aufgeholt habe. Sicherlich dazu beigetragen hat, dass ich viele Studienhefte schon gelesen hatte und einfach nur noch schreiben muss und einige Fallaufgaben hier auch schon halb fertig lagen. Denn sonst ist es schon so, dass ich merke, dass es nicht mehr so ist, wie vor der Pause. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr. 

 

Meine zwei Klausuren waren eigentlich für nächsten und übernächsten Monat geplant, das habe ich angesichts der ganzen anderen Umstände gerade verschoben. Personalmanagement steht noch für September an und Empirische Sozialforschung habe ich jetzt für Oktober eingebucht. Das ist ja zum Glück alles recht unkompliziert.

 

Die APOLLON ist hinsichtlich Klausuren einfach sehr komfortabel. Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Prüfungsstandorten, sondern auf dem Campus kann ich beim Buchen diesen selber auswählen, sehe die Auslastung für den Prüfungstag und kann bis 9 Tage vor der Prüfung auch noch im Campus stornieren und bis drei Tage vorher bei Prüfungsservice. Anfahrtsbeschreibung und alles weitere inklusive.

 

Insbesondere mein Lernumfeld immer gesundheitsbewusst zu gestalteten ist manchmal einfach wirklich schwer. Und ich entdecke mich selbst, wie ich mit krummen Rücken, verschrenkten Beinen am liebsten irgendwo auf dem Boden sitze (hätte ich einen Teppich in der Wohnung wäre es noch besser aber dann müsste ich wahrscheinlich Studienhefthürdenlauf machen - Leistungssport für Fernstudierende).

 

Die nächste Fallaufgabe ist Soziologie. Es ist noch eine die hier schon etwas länger liegt und befasst sich mit der alternden Bevölkerung und entsprechenden Herausforderungen. Ein spannendes Thema und die meiste Literatur habe ich auch noch inklusive der Stichpunkte, die ich mir damals als Grundskizze für die Aufgabe gemacht habe. Ich merke jetzt dass das Gold wert war und ich mich auch nach drei Jahren sofort wieder in die Thematik reindenken konnte.

 

Was mir aber enorm fehlt ist der Kontakt zu Kommilitonen meines Studiengangs. Die Zeit hat einfach nicht angehalten. Alle mit denen ich in engem Kontakt stand und regelmäßigen Austausch gepflegt habe sind entweder bereits fertig, haben sich beruflich enorm weiterentwickelt, sind in einem neuen Bachelor Studiengang oder auch im Master an anderen Hochschulen oder haben abgebrochen. Da ich kein Facebook habe ist es manchmal Glückssache noch jemanden aufzutreiben oder auch einmal in den Austausch oder Fragen gehen zu können, ohne dass es wirkt als wolle man an die Lösungen, denn das ist gar nicht mein Ziel.

 

So ist das Fernstudium gerade etwas einsam und es braucht enorm viel Kraft sich zu motivieren. Da ich hier beim stillen Lesen oft sehe, dass genau dass ein Konflikt ist, der auf so einige Zutrifft bzw. es große Probleme gerade bei der Motivation am Anfang und auf den Endkilometern gibt, gibt es heute noch einen weiteren Blog, wo ich gerne einfach meine Erfahrungen und Motivationshilfen teilen möchte. Vielleicht ist ja auch für andere etwas dabei

Ida_Pfeiffer

Während ich mir noch über den Titel Gedanken mache, erspare ich euch das aktuelle wer, jetzt wie, wo warum und vor allem wann zuständig ist, damit die Schreibtischleuchte auch noch am 01. brennt :lol:.

 

Die Tage flatterte dafür aber die nächste Einladung zum Vorstellungsgespräch rein. Wieder mit besagter "UN"-Bewerbung laut IfD. Das macht dann 2:2 im Gegensatz zu 0:74. In diesem Fall fühle ich mich insofern sicher, weil es wirklich auch ein Stelle ist, die meinen Bezugsberuf hervorragend mit dem Studium kombiniert und man dann auch wirklich eine Kompetenzerweiternde Vernetzung sehen kann.

 

Das ist ohnehin eine Frage, mit der ich mich noch einmal eingehender befasst habe. WARUM habe ich damals das Studium begonnen, dass auf den ersten Blick bloß bei Titelbetrachtung wie ein Treppengang aufwärts wirkt (überspitzt gesagt).

 

Ich habe mich noch einmal versucht zurück zu erinnern an den einen Tag, als ich gedacht hab, ich rufe da einmal an und auch heute noch weiß, wen unserer Damen, ich am Telefon hatte ganze 5 Jahre später. Wollte ich aufsteigen, führen und leiten oder war es etwas anderes. Um so mehr ich darüber nachdenke, auch dahingehend, wo in meinem persönlichen Studierendenleben meine Stärken liegen, dann weiß ich eins, es ging nie auch nicht unbewusst um Aufstieg. 

 

Vielleicht ging es ja um Ausstieg. Ausstieg aus einem Knochenjob, dessen Arbeitsbedingungen mit den Reformen definitiv nicht besser geworden sind, aber dessen Kunden auch nicht ausgehen und nein es ist nicht der Bestatter. Hmm, aber den einen Ausstieg habe ich ja nach der Ausbildung gewählt. Denn auf Station wollte ich nicht arbeiten, aber dann der Bereich in dem ich war. Nein, das hat mir wirklich gelegen und ein Ausstieg nein, das war es auch nicht.

 

Um so mehr ich darüber nachdenke, was eigentlich das Studium bedient, dann muss ich gestehen ist es in erster Linie meinen nicht stillbaren Wissenshunger mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, damit der Rest nicht höchst geistig unterernährt und damit grouchy, grumpy und völlig ungenießbar ist. Ein Hobbystudium also? Naja, so kann man das wohl auch nicht sagen, denn nur Hobby, ne das auch nicht.

 

Also weiter suchen, warum studiere ich, was sage ich wenn mich ein potentieller Arbeitgeber fragt, wo ich denn in 2,3,5 oder zehn Jahren sein möchte. Habe ich die Säge schon in der Tasche um seinen Stuhl, um die Stuhlbeine zu kürzen und meinen hinzustellen. Wohl eher nicht, dazu bin ich glaube ich zu nett und, wenn ich ehrlich bin, Führen und Leiten hat mir zwar gem. den Rückmeldungen gelegen, aber wirklich Freude hatte ich nicht. Ich glaube ich weiß, was mein höchst persönlicher Grund war. Weiterentwicklung, Wissens- und Qualifikationserweiterung. Ich bin relativ zufrieden damit mit einer kleinen Nussschale um die Welt zu segeln, und habe mir dennoch einen ganz kleinen Motor eingebaut, damit ich auch mal andere Länder erreichen kann. Vielleicht gefällt mir eins und ich bleibe da, baue ein Haus, pflanze einen riesen großen Garten und spanne meine Hängematte zwischen zwei großen starken Bäumen. 

 

Naja so kann ich es vielleicht nicht gerade in dem nächsten Vorstellungsgespräch sagen, aber die Stelle selber hilft da auch nach. Ausbildung in gerne mit Erweiterung durch...

 

Auch feile ich immer noch daran, das ganze Thema anders anzugehen. Und habe für mich feststellen können, dass ich noch nicht ganz das Thema Fähigkeiten, Kompetenzen, Interessen, Persönliche "Special Effects" und bestimmte Branchen und Stellen übereinander habe. Diese Spannung hat sich bei der persönlichen Reflektion verschiedener Situationen gezeigt. Aber es wird. Ich merke auch, dass manche Arbeitgeber mit manchen Studiengängen angesichts der Angebotsvielfalt erst einmal wenig anfangen können oder aus der bloßen Bezeichnung nichts schließen können. Und das kann man ihnen auch nicht vorwerfen, denn ich glaube das könnte eine eigene Stelle in einem Unternehmen besetzen nur das herauszufinden. Ich bin mal gespannt, was noch so auf mich zu kommt. 

 

Und das Studium angesichts des wer, was, wann wie wo und Licht im Kühlschrank. Da kann ich einfach nur die APOLLON noch einmal Loben, dass man auch da wieder eine Lösung parat hat, die die veränderten Umstände so aufgreift, dass ich meine monatlichen Vertragspflichten, so wie vor einigen Monaten vereinbart erfüllen kann, ohne Stress. So kann es im Studium weiter stetig Schritt für Schritt zum Ziel gehen und irgendwann heißen. ICH HAB DEN HUT.

Ida_Pfeiffer

Eine Erfahrung reicher

Heute war das Vorstellungsgespräch. Es ging um eine Anstellung in der Berufsausbildungsprüfung bei einer regionalen IHK.

Voraussetzungen waren eine Berufsausbildung und Berufserfahrung im Ausbildungsberuf.

Ausgeschrieben war sie auf Stepstone mit flexiblen Arbeitszeitmodellen weshalb ich mich auf Teilzeit mit 30 Std. bewarb, was aich das Maximum darstellt aus Gründen die in den Bereich Schwerbehinderung fallen. Erst nach Absenden war mir dann auf der Seite aufgefallen, dass das Unternehmen selbst Vollzeit ausgeschrieben hatte.

Nachdem ich in den letzten Tagen bereits aufgrund eines externen Unterlagenchecks die Schwachstellen von Bewerbung und Lebenslauf vor allem in Inhalt, Ausdruck, DIN und der abweichenden Anordnung von Zeugnissen etc. zwischen Pflege und eher einer kaufmännischen Orientierung lernen durfte (Danke noch mal dafür!!) war ich dennoch zuversichtlich ins Gespräch gegangen.

Die Nervosität stieg als nicht die Ansprechpartnerin, sondern drei Sehr grimmig drein schauende Männer vor mir saßen, die zwar scheinbar einen teil meiner Unterlagen kannten aber zumindest das Anschreiben nicht wirklich gelesen hatten.

Nach dem üblichen Einstieg und erzählen sie von sich dem Studium und warum sie sich beworben haben ist der Personalchef das erste Mal in den Boxring getreten. Nach dem Satz „Wenn man ihre Qualifikationen sieht würde man Sie nicht in so einem Bereich sehen oder einladen“ wusste ich dass ich nicht zur engeren Auswahl wegen meiner durchaus vorhandenen Qualifikation gehöre, sondern es eine Pflichteinladung bei Schwerbehinderung war, eine die man machen muss.

Da habe ich begonnen mich unter Druck zu setzen, auch weil er immer um den Titel des Studiengangs kreiste. Ich hatte mich zwar auf die Frage „was haben Sie über unser Unternehmen gehört“ vorbereitet und auch warum ich auf die Stellenanzeige passe. Aber habe ein vollständiges Angstblackout bekommen so stark geschwitzt, dass es mir vom Kinn getropft ist und das macht unsichere.

Ich persönlich habe sehr schnell gemerkt, dass zwar das Aufgabenprofil passt nicht aber das Unternehmen und da ich keine Lust auf ewiges warten hatte habe ich dann gedacht ich kitzel mir die Tendenz raus indem ich das Thema Stellenumfang, so wie im Anschreiben beworben noch einmal aufgreife.

Das war der richtige Riecher. Liebe Unternehmen, wenn sich jemand bewirbt auch wenn er eine Schwerbehinderung hat und man weiß dass man zwar prinzipiell damit wirbt Teilzeitvarianten zu haben diese (offen zugegeben) für Neueinstellung aber gar nicht haben möchte dann reicht es kurz mit der Schwerbehindertenvertretung zu reden und dann abzusagen. Mir wurde ganz klar gesagt dass ich nur eine Möglichkeit hätte wenn ich 40 Stunden arbeiten würde, kann ich das nicht hätte man zwar die Modelle aber man wolle anderen nicht zumuten die Mehrarbeit zu machen. Solche Stellen erhalten nur Mitarbeiter nach langer Krankheit und Mutterschaft, wenn man sie schon kennt.

Insgesamt bin ich eine Erfahrung weiter. Ich sehe es einfach als Training an. Auch kamen auf die Stelle mehrere hundert Bewerbungen von denen 120 in die engere Auswahl kamen. Eine davon ich mit Mitleidseinladung.

So what es geht weiter und das Richtige kommt noch und hat dann auch keiner ein Problem mit jemandem der Teilzeit arbeiten möchte. Hatte mich übrigens auf 30 Stunden beworben gehabt.

Ida_Pfeiffer

Chronologie des Grauens

So viel zu, jetzt läuft alles mit dem Studium und da somit ja nicht mehr das Blogthema erfüllt werden kann, stelle ich das bloggen hierauf ein. Zunächst die APOLLON ist nicht das Problem und auch nicht die Studierendentätigkeit an sich. Aber alles hängt irgendwie zusammen und ich befinde mich mal wieder im bürokratischen luftleeren Raum und weiß nicht so ganz wie es gerade weitergeht, wenn...

 

Was ist passiert. Nunja als Zusammenfassung für alle die, die erst jetzt in den Blog einsteigen. 2014 bin ich krank geworden und dann wurde nach einer Reha 2015 eine Leistung zur Teilhabe empfohlen und zwar auf das Studium um das Studium zu beenden. Damals wurde es abgelehnt, weil ich noch arbeitsfähig genug sei und ehrenamtlich arbeiten könne (kopfschütteln erlaubt). Weil ich aber eben nicht arbeitsfähig war wurde dann 2016 nach einer Zeit X in Hartz IV (neben dem man kein bafögberechtigtes Fernstudium machen darf, weil man dann keinen Leistungsanspruch hat) die volle Erwerbsminderung festgestellt und eine Rente bis X bewilligt. Und ja damals auch berechtigt auch wenn es das letzte ist, was man in meinem Alter möchte. Ende 2016 wurde dann erneut eine LTA empfohlen, die beantragt wurde und noch Ende des Jahres abgelehnt wurde, weil nicht zu erwarten ist dass meine Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Seither habe ich ja dafür gekämpft, die LTA zu bekommen und/ oder mein Studium wieder aufnehmen zu können, weil ich das OK zur Belastungssteigerung und Schrittweisen Wiedereingliederung hatte. Die APOLLON hat mir dann ermöglicht das Studium wieder aufzunehmen, aber das Gutachten wegen der LTA ließ auf sich warten. Bis heute.

 

Und jetzt dürft ihr gerade mit mir staunen. Nachdem ich Ende des Jahres noch ein Hoffnungsloser Fall bin begehe ich aktuell Unrecht, weil ich unrechtmäßig Rente beziehe und 8 Stunden am Tag arbeiten kann. Die LTA ist damit auch zeitgleich abgelehnt, die Rente rückwirkend aufgehoben und alle Leistungen eingestellt. Und da fängt das ganze Dilemma jetzt an. 

 

Rutsche ich ins Hartz IV bedeutet das die Entscheidung zwischen Geld zum Leben oder dem Studium. Studiere ich erhalte ich keine Leistungen, weil ich ja Bafög bekommen könnte (naja aber wohl eher nicht im 10. Semester kurz vor Ende) das ist formal aber egal. Aber es könnte auch sein, dass ich ALG I bekomme und ich habe mich heute da auch direkt gemeldet. Absolut ärgerlich wäre dann nur, dass da ja nach Tagessatz berechnet wird mir die Rente aber rückwirkend gestrichen wurde (wohlgemerkt am 18. des Monats) und ich somit die Kosten für die Zeit davor selber tragen muss, für die Rückzahlung, weil ich mich ja nicht zum 01. arbeitssuchend gemeldet habe (wie denn auch). Nun kommt da aber der Haken. Alles steht und fällt jetzt mit meinem Letzten Arbeitsverhältnis. Ist es eine Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gewesen, dann alles gut. Wenn nein. Fehlen mir in der Rente genau ein Monat um den Anspruch auf ALG I zu haben. In allen Fällen ist die Situation gerade denkbar ungünstig. 

 

Ich fühle mich irgendwie ohnmächtig und es fällt mir schwer, die Kraft für das Studium dann aufzuwenden. Denn ich weiß schon wieder nicht wie es weitergeht. Am Ende fühlt es sich nicht wie ein Schritt nach Vorne an, der gewollt ist sondern für den man mit Problemen und Hindernissen belohnt werden, die einen daran behindern wieder im Leben Fuß zu fassen. Es ist nervig und auch traurig. 

 

Es ist somit auch nicht gerade hilfreich, dass jetzt noch mehr Hoffnung in dem Vorstellungsgespräch sitzt, auf das es sich gar nicht so leicht vorbereiten lässt, da ich online keine Wirklichen Infos zum Tätigkeitsprofil finde. Ich lasse mich sicherlich nicht unterkriegen. Aber der Unmöglichkeiten sind gerade wieder mehr geworden. Wenigstens muss ich mir jetzt keinen Kopf mehr machen, wie ich die RV dazu kriege mich wieder als arbeitend einzustufen. Ich habe jetzt 4 Wochen Zeit Stellung zu beziehen und werde angehört wegen dem unrechtmäßigen Leistungsbezug. Mal sehen. Aber ein Wiederspruch einzulegen ist ja auch sinnfrei, da es ja nicht die Rente ist die ich möchte, aber ich hätte mir durchaus Unterstützung dabei gewünscht wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten, zumal ich meinen Beruf ja lt. Rentengutachten nicht mehr ausüben darf. Diese Hilfe bekommt man als Mensch mit einer primär psychischen Erkrankung aber wohl nicht, weil man entweder nicht rehabilitiert werden kann oder dann ja so rehabilitiert ist, dass man sich doch bitte selber kümmert. 

 

Und somit bleibt der Blog anscheinend doch offen. Unmöglichkeiten halt.

 

Ida_Pfeiffer

Nun war der Termin beim IfD. Und ich hatte ja versprochen meine Erfahrungen damit aufzuschreiben, da es ja durchaus immer mal wieder Menschen gibt, die in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation ihre Schulbildung oder Aus-/Weiterbildung im Fernstudium absolvieren und aufgrund ihre gesundheitlichen Probleme die Integration oder Reintegration in den Arbeitsmarkt als schwierig empfinden. Dabei soll dann eigentlich der Integrationsfachdienst helfen.

 

Wie ich heute weiß gibt es aber ein paar Ausschlusskritierien (bei der für mich zuständigen Stelle)

  1. Laufender Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  2. in letzter Zeit abgelehnter Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  3. Bezug von Voller oder Teilerwerbsminderungsrente
  4. Aktives Studium

 

Und herzlichen Glückwunsch ich habe alle Ausschlusskriterien voll erfüllt. Es ist ein Systemproblem und das wurde auch deutlich. Für einen Fall, wie mich gibt es keine wirkliche Stelle, die die Finanzierung dafür übernimmt. Der zuständige Landschaftsverband ist raus weil die Rentenversicherung drin ist, die Rentenversicherung ist raus, weil sie die LTA abgelehnt hat und der Widerspruch läuft. 

 

Mir wurde empfohlen, doch einfach die Zeit der bezahlten Rente zu nutzen, denn es habe ja einen Grund, dass ich sie vor einiger Zeit erhalten habe. Da kommt dann wieder dieses Gefühl gegen Windmühlen kämpfen zu müssen. Denn es darf mir einfach nicht so gut gehen, dass ich belastbar genug bin um zu arbeiten, weil ich ja zufrieden mit der Rente sein soll. Naja und ob es da wirklich Sinn macht jetzt schon das Studium zu beenden. 

 

Wesentlich weniger konnte ich dann noch mit drei kurzen Sätzen vom Lebenslauf anfangen und ich weiß jetzt gar nicht mehr was denn noch ein richtiger Lebenslauf ist. Das was mir als Änderung bei einer anderen Beratung empfohlen wurde, ist jetzt zu unübersichtlich. Ich soll mich auf Aushilfsstellen bewerben, aber bitte so viel aus dem Lebenslauf an Stellen und Qualifikationen streichen, dass nicht der Eindruck entsteht ich sei überqualifiziert. Es ist das erste Mal dass ich mir verkneifen musste zu fragen, ob wirklich der Lebenslauf das Problem ist oder mein bewegtes berufliches Leben. Natürlich kann es Zufall sein, dass die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kam nachdem ich den Lebenslauf so angepasst hatte vom Layout etc. wie mir geraten worden war, aber im Moment ist erst einmal Fakt, dass es mit dem neuen noch keine Absage gab :).

 

Ich persönlich hatte mir mehr versprochen. Musst heute aber einfach lernen, dass ich am besten meinen Wunsch arbeiten zu wollen begraben soll, weil das System es nicht vorsieht. Ich soll meine Belastbarkeit nicht überbewerten oder mir berufliche Ziele setzen, sondern mich damit abfinden, dass ich mit der Rente gut abgesichert bin. 

 

Ich bin gerade persönlich etwas geknickt. Es ist nicht leicht gegen Windmühlen zu kämpfen. Ob es ist, weil man sich rechtfertigen muss, warum man denn ein kostenpflichtiges Studium angefangen hat, warum man es nicht abbricht oder eben einfach warum man arbeiten möchte. Es ist eine verkehrte und verdrehte Welt. 

 

Ich werde weiter versuchen meinen Weg zu gehen. Und wenn gar nichts geht, dann vielleicht doch noch Geld in die Hand nehmen müssen und mich professionell außerhalb des Systems beraten lassen. Natürlich ist es dann ein andere Schwerpunkt aber in erster Linie geht es ja nicht darum sich neu zu erfinden, sondern sich angemessen zu präsentieren, seine Kompetenzen abzustecken.

 

@Markus Jung gab es eigentlich schon mal ein Video/ Interview zum Thema worum geht's beim Bewerbungscoaching und Unterlagencheck bzw. was macht ein Coach und was bringt mir so etwas, wenn ich mich beruflich weiterentwickeln möchte z.B. mit @KanzlerCoaching ? Wenn nein möchte ich das einfach einmal anregen. Denn im Forum ist es ja doch immer wieder Thema

 

Ida_Pfeiffer

Die 76. Bewerbung....

... und wieder dieses Betreff "Ihre Bewerbung" und das übliche förmliche Gerede. Ich mag es bald nicht mehr lesen und schon leicht frustriert, stellte ich dann fest MOMENT MAL - D   A    S   ist ja  gar keine Direktabsage. Nach 76 Bewerbungen und 74 Direktabsagen sowie nun 223 Tagen freue ich mich es endlich in die engere Auswahl geschafft zu haben und nächste Woche ein Vorstellungsgespräch zu haben. Es ist auch noch genau die Stelle von der ich schon mal berichtete, wo ich überlesen hatte, dass sie nur Vollzeit ausgeschrieben war.

 

Natürlich ist das noch keine Zusage, aber ich bin schon einmal 100 Prozent weiter als bei den anderen 74 Bewerbungen. Morgen ist auch der Termin beim Integrationsfachdienst. Ich bin mal gespannt wie da ist und vor allem, wie da auf das Fernstudium reagiert wird.

 

Also was bleibt als Lektion an alle die ähnlich frustriert auf die nächste Jobabsage schauen? 

  1. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  2. Seine Unterlagen noch einmal zu prüfen und überlegen, ob das gewählte Layout dem AG wirklich meine Stärken und Fähigkeiten zeigt oder eher ein nichtssagendes Infoblatt ist
  3. Bereit sein seine Unterlagen komplett neu aufzusetzen. 
  4. Bereit sein sich ggf. auch auf eine Stelle zu bewerben, die nicht direkt dem Wunschlevel entspricht
  5. Sich seine Qualifikationen noch einmal bewusst machen
  6. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  7. Geduld
  8. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  9. Geduld
  10. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  11. Geduld
  12. Punkte 6 bis 11 Stetig wiederholen

 

 

So long :D 

Ida_Pfeiffer

Ich habe gedacht es ist ein wenig Zeit für ein kleines Uni und Bewerbungsupdate. So langsam habe ich mich wieder in den Uni-Trott eingefunden. Auch geht mir das Schreiben und Formulieren der Fallaufgaben nach und nach wieder leichter von der Hand. Es ist ein bisschen, wie bei einer Fremdsprache - Hat man sie einmal gelernt, nutzt sie dann aber nicht, dann wird sie rostig, um so mehr man aber wieder darin eintaucht und sie Anwendet um so schneller ist es so, als hätte es das Aussetzen nie gegeben.

 

Manchmal stehe ich aber dennoch davor in überlege, was denn jetzt nun gemeint war, aber auch das wird immer weniger. Die größte Herausforderung nach all der Zeit und vor allem, wenn die Haupttätigkeit, nein ich korrigiere, die einzige Tätigkeit das Fernstudium ist, ist das Schaffen regelmäßiger Lernstrukturen, einer angemessenen Arbeitsumgebung und das Aufrechthalten von Konzentration und Motivation über ihren längsten Zeitraum. Ich habe für mich neue Strategien schaffen müssen - wenn Lernen alles ist und doch nicht alles ist.

 

Aktuell ist eine Bewerbung noch im Rennen und das Online Portal des Unternehmens hat mir Verraten, dass ich zumindest schon einmal nicht in der Vorauswahl raus geflogen bin. Ungeduldig bin ich dennoch und der Optimismus ist noch im Karibikurlaub. Heute ist dann noch eine Bewerbung rausgegangen. Eigentlich etwas, wo ich mir zunächst unsicher war, bei der Durchsicht der Stelle und der Abteilungsinformationen jedoch positiv überrascht. Stundenumfang und Tarifgruppe würden ebenso gut passen, wie das Stellenprofil. Aber es wäre ja nicht für diesen Blog, wenn es nicht doch noch ein paar Unmöglichkeiten gegeben hätte. Oder sagen wir mal Jammern auf hohem Niveau bei Technischen Herausforderungen.

 

Da 99 Prozent der Unternehmen bisher eine Online-Bewerbung wollten, habe ich eine komplette Digitale Bewerbungsmappe und dieses Unternehmen verwendet vielfach auch je nach Abteilung ein Online-Bewerbungsverfahren  nur für die ausgeschriebene stelle nicht. Also einmal das Layout auf Printanforderungen umgestellt, Seitenränder etc, so dass es bewerbungsmappenfreundlich wird. So alles auf den Stick auf zum Copy Shop. Wir haben einen im Ort, der auch Druckt, der nächste ist dann 25 km weit weg. Natürlich habe ich ein dezentes, aber stimmiges Farblayout und natürlich wird gerade der einzige Farblaserdrucker und zudem der Drucker für s/w Ausdrucke in hoher Qualität gewartet, aber es würde nicht lange dauern. Dann macht der Techniker neben mir die Klappe zu und man hört nur ein Opps. Ich formuliere es mal so. Hebel nicht umgelegt Papiertransportfeder und Stange elegant durchgebrochen, Farbdrucker unbrauchbar.  Also s/w. Ist dann so, gibt schlimmeres auch wenn ich eigentlich keine Beerdigungsmappe schicken wollte. Dann noch das Anschreiben drucken. Und natürlich hatte ich genau das falsch abgespeichert. So bin ich dann heute zwei mal die 2 km gelaufen, aber am Ende ist die Bewerbung dann trotz aller Widrigkeiten rausgegangen. Unmöglichkeiten halt, aber die gehören ja zu meiner Paradedisziplin ;).

Ida_Pfeiffer

Heute habe ich zum ersten Mal seit ich bei der Deutschen Bildung bin an einem Webinar teilgenommen. Es könnte ja aktuell nicht passender sein. Vom Ablauf hat es mich an die APOLLON Online-Vorträge erinnert. Es wurde über Adobe Connect abgewickelt und interaktiv vorgegangen. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil ich erst das Gefühlt hatte es würde primär versuchen die zu motivieren, die unter Karriere hohe Ziele, Verdienst etc. verstehen. Dann wurde ich eines besseren belehrt. Die Dozenten hat das individuell und interaktiv gemacht und die Fragen, die man über den Chat einstellen konnte eingebaut.

 

Inhaltlich ging es neben der Definition, was Karriere beduetet und welche Gedanken man sich selber machen sollte auch, und das fand ich besonders interessant, weil es mir bisher nicht so deutlich war um das eigene USP und wie man es entwickelt bzw. definiert. Super war da die Aussage es doch mal auf 140 Zeichen im Twitter-Stil zu versuchen (aber nicht im Sinne von Abkürzungen). O-Ton Dozentin "Ich erlebe es mit meinen Studenten oft, dass sie es nicht schaffen mir konkrete Inhalte kurz und knapp zu vermitteln". Und da habe ich mich doch sehr drin wiedergefunden.

 

Intensiv wurde auch auf den Bereich der Karrierezielplanung mittels SMART eingegangen. Wieder aufgehorcht habe ich dann beim "Erfolgreich Scheitern". Hier wurde aufgearbeitet, wie auch Niederlagen Trittsteine auf dem Weg der eigenen Karriere sein können und es manchmal diese Niederlagen braucht als Lernerfahrungen. U-Turn bei heutzutage wohl immer weniger gradlinigen Lebensläufen, wenn man sich seiner Ziele bewusst ist und dies authentisch vermitteln kann, muss eben kein Karrierekiller sein.

 

Ein weiterer sehr großer Bereich war das Digital Marketing mit Do's and Don'ts in Sozialen Netzwerken, Trennung von Privat und Berufsaccounts, Nutzung von Xing und LinkedIn und ob es sinnvoll ist seinen Lebenslauf online Einzupflegen. Zum Lebenslauf dann selber auch noch ob sich ein Kompetenzprofil darin lohnt und Basis der vier Ebenen der Handlungskompetenz (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, persönliche Kompetenz) da dann aufgeführt werden sollte oder auch nicht.  Den Bereich Networking und die dort dargestellte 70-20-10 Regel  und die Bedeutung davon, sowie Möglichkeiten dies zu betreiben und wenn ja wie haben das Paket abgerundet.

 

Schade war, dass es nur eine Stunde war, aber es war wirklich gut. Gehostet von WissenPlus | Deutschen Bildung wurde es gehalten von Sabine Hahn (promovierte Medienwissenschaftlerin, Dozentin, Business Coach). Ich war positiv überrascht und es war wirklich interessant. Und freue mich schon auf mein nächste Webinar nächsten Monat dann zum Thema "Die Gehaltsverhandlung" mal sehen wie das wird, es macht ein Dozent aus dem Segment Personalberatung.

Ida_Pfeiffer

...und lohnt sich das überhaupt. Manchmal folgt auf den Wunsch ein Fernstudium zu machen, die Ernüchterung der Kosten oder im Studium ergeben sich Umstände, die es notwendig machen sich um ein Stipendium oder eine Förderung zu bewerben. Doch leider ist die Stipendienlandschaft vielfach noch ausschließlich auf den Präsenzbereich ausgerichtet und wenn man sich sowohl aus politischen Förderungen raushalten möchte, als auch religiösen wird es schon schwierig.

 

Wer sich so ein bisschen durch meinen Blog gelesen hat, weiß ja auch, dass ich einiges Unternommen hatte, um nach einigen Rückschlägen vor Unterbrechung des Studiums das Studium aufrecht halten zu können. Leider bin ich bei den Stipendien rausgerutscht und zunächst auch bei der Deutschen Bildung 2013. Ein Jahr später habe ich mich erneut auf die Studienförderung beworben. Doch wie ist der Ablauf und worum handelt es sich eigentlich genau.

 

Die Deutsche Bildung ist eine Mischung aus Kredit und ideeller Förderung. Wird man in das Programm aufgenommen, wird eine Rückzahlvereinbarung über einen Zeitraum X mit Prozentsatz Y vom monatlichen Bruttogehalt festgelegt. Man kann immer zwischen drei Modellen wählen. 

 

Doch bevor es soweit ist steht da die Bewerbung. Das läuft alles über das Online Portal. Es sind nachweise über den Studiengang ebenso einzureichen, wie Infos darüber, was man mit dem Studiengang bzw. danach vor hat. Hat man die erste Prüfung erfolgreich durchlaufen und wird weiter zugelassen erfolgt ein persönliches Gespräch wo noch einmal Eignung, Motivation aber auch individuelle Aspekte zur möglichen Förderung geklärt werden.

 

Neben einer Einmalzahlung von Betrag X, den man über die individuelle Fördersumme festlegt erfolgt dann über einen Zeitraum X eine Monatliche Auszahlung. Dabei wird die genehmigte Fördersumme in monatlichen Tranchen bereitgestellt. 

 

Soweit so gut. Danach folgt das Angebot und man kann sich entscheiden. Doch was bekommt man in dem Paket. Nicht nur Geld sondern auch Webinare, Seminare ein jährliches Symposium, wie ich jetzt gesehen habe auch Bewerbungscheck und Bewerbungscoaching. 

 

Doch was ist, wenn der Rückzahlzeitraum beginnt und dann findet man keinen Job, beginnt einen Master oder wird wie ich während des Studiums krank. Ich bin zunächst in einen zweijährigen Zeitpuffer gerutscht, der für Berufsunfähigkeit, Krankheit, Jobverlust und Suche vorgesehen ist, in dem keine Raten fällig werden. Jetzt, als ich das Studium wieder aufgenommen habe, bin ich auf dem Papier ja im 10. Semester und somit für jemanden, der die Info "alles in Regelzeit" nicht hat, erst einmal deutlich über der Regelstudienzeit. Im September wäre ich obendrein auch noch am Ende des Zeitpuffers, der auch dafür greift, wenn man zu lange studiert, denn im Vertrag ist eine Überschreitung von max. einem Semester vorgesehen. Die Deutsche Bildung hat dann ein Sonderkündigungsrecht, dass die gesamte Fördersumme auf einmal in Rechnung stellt. Und nun?


Auch da hat sich die Deutsche Bildung, wie bisher immer sehr kulant gezeigt. Der Vertrag wird aktuell angepasst. Ich erhalte dadurch einen neuen Zeitpuffer, so dass ich auch ein neues Kapitel jetzt wirklich anfangen kann und nicht immer die Angst des fehlenden Zeitpuffers im Nacken haben muss. Auch habe ich nicht mehr den Druck wirklich im September fertig sein zu müssen, was für mich sehr positiv ist und etwas Entspannung reinbringt. Manchmal ist der Kontakt zwar etwas chaotisch (so waren mehrfach geschickte Nachweise nicht auffindbar) insgesamt aber doch persönlich.

 

Die Frage, die sich manch einer stellt ist lohnt sich das denn, oder zahle ich am Ende drauf. Nach meiner alten Vereinbarung und wäre alles gut gelaufen hätte ich das bei dem vorraussichtlichen Verdienst und dem Prozentanteil nicht getan sondern weniger zurückgezahlt, als ich erhalten habe bzw. maximal genau gleich. Jetzt musste ich mich entscheiden, was ich mache, lasse ich alles, wie es ist, habe aber keinerlei Puffer mehr oder nehme ich ein neues Angebot an. Da die Laufzeit insgesamt dadurch vom Zeitpunkt der Auszahlung gesehen länger ist, wird es sich dann leider nicht mehr so rechnen, wie ursprünglich, sondern egal wie viel oder wenig verdiene, werde ich leider einen guten Batzen oben drauf legen müssen.

 

Eine solche einkommensabhängige Förderung birgt also auch Risiken, die mit in die Berechnung einfließen sollten. Nun muss es ja nicht jedem so ergehen, wie mir, dass am Ende dieses Szenario eintritt und man die Förderung umstellen muss. Rückblickend kann ich als Fazit nur sagen, dass ich mich auch wieder auf die Förderung einlassen würde. 


Doch da wäre noch die Frage, was ist denn wenn ich einen Master machen wollte, wie sieht es dann aus, dann Verdiene ich ja vielleicht nicht so viel oder kann nicht so viel zurückzahlen und dann ist der Puffer schon wieder um. Nein das ist er nicht. Die Deutsche Bildung unterstützt die weitere Bildung der geförderten. Und das heißt, während eines Masters würde alles einfach pausieren ohne dass man in den Zeitpuffer rutscht. Im Gegensatz zum KfW ist das Wirklich ein Vorteil, denn beim Bildungskredit interessiert es keinen, was nach der Förderung kommt, sondern nur, wann Zeitpunkt x nach Ende der geförderten Maßnahme ist.

 

Was man sich bei der Deutschen Bildung bewusst machen sollte ist, dass es sich um eine längerfristige Bindung handelt (Rückzahlung über X Jahre zum Prozentsatz X) es aber eben Mechanismen gibt, die dafür sorgen, dass die Rückzahlmodalitäten sozial verträglich sind und auch Situationen berücksichtigen, die eben passieren können, wie Jobverlust, zu geringer Verdienst, Krankheit oder das Masterstudium. 

 

Mein Fazit: Eine gute Alternative zum Studienkredit der KfW mit einem guten Portfolio an Individueller Förderung und sich den Bedürfnissen des Studierenden anpassend, ABER eben ein Arrangement auf Zeit, dass sich gerade, wenn eine lange Krankheit dazu kommt am Ende ggf. nicht Rechnet, sobald man aus der Rückzahlphase rausrutscht, das sollte man einfach im Hinterkopf behalten und doch auch da wird man nicht alleine gelassen. Ach ja, über die Rückzahlung erfolgt die Vergabe der neuen Förderungen, also sehe ich es jetzt als eine Investition in die Bildung von Menschen, die vielleicht nur so ein Studium stemmen können :D

 

Ida_Pfeiffer

Auf besonderen Wunsch von @Henryette 

 

Das Studium neigt sich nach und nach dem Ende und das Bewerben geht weiter und das Kuriosum der Woche möchte ich euch nicht vorenthalten.

 

Das Kuriosum der letzten Tage war wohl die Absage einer Bildungseinrichtung, die mir mitteilte, dass selbst wenn mein Studium jetzt abgeschlossen wäre (die Stelle ist übrigens für Beginn Ende des Jahres ausgeschrieben, also realistisch bin ich dann fertig und zudem mit Qualifikation Berufsausbildung ohne Verwaltungslehrgang etc.) ich ja auch mit dem Studium keine kaufmännischen Grundkenntnisse vorweisen kann. Soweit so gut, aber es geht noch weiter. Die Stellenbeschreibung war für den Bereich Personalentwicklung Schwerpunkt Planung von Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Ich weiß zwar nicht, wie viel die kaufmännische Ausbildung im Bereich BGM vermittelt, aber ich bin mir sicher, dass das deutlich weniger ist als die Anteile kaufmännischen Inhalts in meinem Studiengang. :blink:

Es sei denn und da möge man mich doch bitte in das Universum der Einrichtung holen und es mir erklären ABWL, Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Finanzierung, Controlling, Personalentwicklung, VWL, Organisation haben mit kaufmännischen Inhalten nichts zu tun und auch keinen Bezug dazu. Zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement sag ich gar nichts mehr ist ja nur Teil von so ein zwei oder mehr Studieninhalten,  aber hey, man lernt ja nie aus :4_joy::lol: Ich hoffe ihr merkt, dass mein Humor doch erheblich an ist.

 

Gerade ist mir dann direkt selber ein Fettnäpfchen geglückt. Da erweckt eine Stelle meine Aufmerksamkeit. In einem Anflug von Wahnsinn habe ich auch meinen kompletten Lebenslauf umgestaltet, neu strukturiert, optisch verschönert und das Anschreiben auch vom Layout angepasst um eine vollständige digitale Bewerbungsmappe zusammen zu stellen, die besonders nach der Auszeit nicht mehr so die nervige Lücke betont sondern die im Beruf bisher erlangten Qualifikationen. Der geht gleich noch an die Uni. Ich nutze im Moment auch einmal den externen Blick vom Studienservice, die Karriereberatung anbieten und einen Unterlagencheck machen.

Aber  Zurück zu der Stelle. Sie war über eine Stellenbörse von dem Unternehmen geschaltet worden und man landete auch auf einer Unternehmenswebsite mit der Stelle. In der Ausschreibung wurden flexible Arbeitszeitmodelle betont, also müsste ja eine Teilzeitbewerbung passen. DENKSTE!!! NACHDEM ich eins dieser lästigen Online Formulare ausgefüllt habe und die Bewerbung dann abgeschickt wurde, wurde man zurück auf das Stellenangebot gelenkt. NUR, dass es diesmal scheinbar auf einem anderen Teil der Homepage in anderem Layout war mit der FETTEN Überschrift VOLLZEIT. Aber was soll ich machen, das muss ich jetzt hinnehmen. Habe auch noch mal geschaut, ob ich das vorher übersehen hatte, aber dem war nicht der Fall.

 

Mal sehen, entweder es folgt eine weitere Absage, oder man kann sich mit der Stundenanzahl arrangieren. Wir werden sehen. Aber es zeigt, dass es selbst dann, wenn man sich versucht gut vorzubereiten und genau auf die Anzeige einzustellen manchmal diese kleinen Stolperfallen geben kann, die man nur über genaue Recherche umgehen kann. Hätte ich nämlich den Zugang nicht über die Stellenbörse sondern nur über die Website des Unternehmens gewählt, hätte ich gleich die Angabe bekommen. Wobei, da wäre wieder die Frage, ob es so abwegig ist, sich nicht doch auch in bestimmten begründeten Fällen mit einem realistischen Teilzeitwunsch auf eine Vollzeitstelle zu bewerben. Ich liege mit meiner Wunscharbeitszeit je nach Branche mit 5 bis 10 Wochenstunden unter der Vollzeitstundenzahl. Googelt man das landet man in doch eher zweifelhaften Mamiforen (nichts gegen Mamis, aber teilweise sind die Empfehlungen und Antworten da doch eher wenig hilfreich).

 

Mal sehen. Wir werden sehen. 

Ida_Pfeiffer

Ein Update

Schon wieder eine Weile vergangen. Und man merkt der Blog ist deutlich ruhiger geworden. Es hat sich einfach so viel verändert. Fernstudium trotz Unmöglichkeiten, hat sich durch die Regelung mit APOLLON, durch die ich das Studium wieder aufnehmen konnte zu Fernstudium mit vielen Möglichkeiten verändert.


Der Rest meines Studiums beträgt 25cm. Und grob überschlagen 180 Seiten zu schreiben. (exkl. etwaige Anhänge und Verzeichnisse). 

 

Nächste Woche steht dann "auch schon" die Begutachtung von der DRV an, um zu schauen, was die jetzt noch aus dem Umschulungsthema machen, was ich habe erst mal weiterlaufen lassen. Ganz zu meiner Freude darf ich mitten im Berufsverkehr und Uniansturmzeitraum pendeln naja Augen zu und durch, auch wenn es nervt, dass mir nicht die offizielle Begutachtungsstelle, die für mich in der Vergangenheit zuständig war zugeteilt ist sondern eine 70 km weiter. Aber als "Rentner" hat man ja die Zeit und Muße. (Das ist jetzt kein Jammern). 

 

Ansonsten werde ich zu diesem Blog hiermit meinen vorerst vorletzten Beitrag schreiben. Es wird noch einen geben wenn die Thesis abgegeben ist und dann vielleicht noch einem mit einem Rückblickenden Fazit. Ich hoffe einfach, dass es bei Möglichkeiten bleibt und auch die Unmöglichkeiten in meinem beruflichen Wiedereinstieg in Möglichkeiten wachsen. @KanzlerCoaching Danke auch einfach zu Ihren Worten im Forumsbeitrag. 

 

Im Moment ist der aktuelle Stand so, dass ich nun erst einmal maximale Energie in das Studium stecke und die Augen offen halte. Ich bin auch noch einmal genau die Stellen, auf die ich mich beworben hatte durchgegangen bzw. habe die Ausschreibung der Jobbörse oder AA einmal mit den Originalausschreibungen abgeglichen und auch noch einmal nach links und rechts geschaut, was in den Bereichen an häufigen Anforderungen auftauchen, ohne, dass es unbedingt in dem Jobangebot genannt wurde.

 

Ein grobes Defizit, was ich leider für viele der Jobprofile/ Bereiche habe  ist, dass ich absolut keinerlei SAP Kenntnisse vorweisen kann. Zwar bietet auch eine Uni hier in der nähe das an, leider aber zu sehr hohen Kosten, die neben dem Studium und mit Rente aktuell nicht drin sind. Ich habe daher erst einmal geschaut, ob ich, bis ich eine andere Möglichkeit finde, oder klar ist, dass es wirklich auf die Notwendigkeit hinausläuft, mir ein Basiswissen und Hintergrundwissen aneignen kann. Dazu bin ich auf ein für mich erst einmal passendes Angebot aufmerksam geworden und werde dazu einen eigenen Blog schreiben.

 

Ein weiteres Problem sind fehlende Berufserfahrung und Branchenwechsel sowie die lange Pause. Es sind mir noch sehr viele andere Aspekte aufgefallen und auch mein Lebenslauf an sich hat auch noch Schwächen gezeigt, weswegen ich den gerade neu aufstelle.

 

Ansonsten habe ich im Juli das Beratungsangebot mit dem IFD. Ich möchte zwar nicht zu hohe Erwartungen da rein setzen, dennoch freue ich mich darauf. Ich musste schon meine aktuelle Bewerbungsmappe einreichen. Darauf aufbauen erfolgt auch ein Bewerbungsunterlagen Check und noch einmal spezifische Hinweise. 

 

Vielleicht werde ich da noch einmal berichten. 

 

So das also ganz grob zum Thema Job. Es ist noch wesentlich komplexer und die Beiträge im Forum haben mich positiv zum Nachdenken angeregt. Manchmal löst sich dann auch ein Knoten von selbst.

 

 

Ida_Pfeiffer

Seit zwei Wochen habe ich nun wieder meinen offiziellen Studentenstatus. Auch wenn ich vorher schon ein wenig angefangen hatte zu machen, merke ich dass es jetzt eine ganz andere Qualität hat. Da bisher meine Bewerbungsversuch (vielleicht auch ganz gut zu diesem Zeitpunkt) ohne nennenswerten Erfolg verlaufen, stellt das Studium meine Haupttätigkeit dar. Entsprechend viel Zeit investiere ich. Was ich aber schon merke, ist, dass ich nach der ganzen Zeit erst einmal mein Pensum wieder finden muss. Ich rede da jetzt nicht von der Schreibschnelligkeit, Lesegeschwindigkeit sondern dem Wohlfühlpensum, bei dem man sieht das es vorwärts geht, ohne sich selber unter Stress und Druck zu setzen. So ein wenig wie das Flow-Erlebnis in den Prozessorientierten Motivationstheorien.

 

Im Moment muss ich noch ziemlich basteln. auch hat sich jetzt mal die DRV gemuckt und ich habe den Hinweis bekommen, dass für die Begutachtung jetzt ein Arzt zugeteilt wurde. Jetzt heißt es wieder warten auf den Termin. Aber das ist nachrangig. Mal sehen, wie es so weiter geht. Alles in Allem bin ich aber schon wieder voll "angefixt", was das Studieren angeht. 

Ida_Pfeiffer

Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind über eine Tüte Bonbons, dass ich wieder nahezu voll auf meinen Studiengang zugreifen kann. Doch aufgrund von technischen Problemen werde ich noch etwas ausgebremst.

 

Das muss ich jetzt aber bis Montag erst mal mit Geduld hinnehmen. 2015 ist der Campus umstrukturiert worden. Zu dem Zeitpunkt war ich in Pause und habe deswegen nicht bemerkt, dass auch bei mir ein Problem in der Studiengangübersicht bestand, was das Fehlen des Einsendebuttons für Fallaufgaben betraf. Ich habe vorhin erst gedacht ich wäre zu blöd gewesen herauszufinden, wie ich die Aufgabe freischalte (war mir aber auch sicher es gemacht zu haben). Die Suchfunktion auf dem OC hat mir dann die Antwort geliefert. Bei einigen Studierenden musste es damals jeweils individuell korrigiert werden. Wie ich heute feststellen durfte, hätte bzw. gehöre ich wohl auch dazu. Aber es gibt schlimmeres. Die Tutoren sollen ja auch ein wenig Wochenende haben.

 

Immerhin kann ich aber schon mal wieder auf die Modulforen etc. zugreifen und es fühlt sich GUT an!

Ida_Pfeiffer

Sorry, dass es im Moment etwas ruhiger ist. Ich komme irgendwie nicht so zum bloggen. Aber es war ein so schönes Gefühl, als vor etwas über einer Woche der Studentenausweis und die offizielle Bestätigung, dass ich nach 24 Monaten Pause mein Studium wieder aufnehme ins Haus geflattert sind.  Es mag sich paradox anhören, aber trotz der langen Zeit werde ich mein Studium vermutlich in der Regelstudienzeit abschließen. Da ich auf Attest pausiert habe, wird das nicht mit in die Regelstudienzeit rein gerechnet.

Die Frage, die sich mir dazu natürlich stellt, ich denke ihr ahnt es schon, wie macht man das bitte einem potentiellen Arbeitgeber klar ohne zu sehr aus dem "Nähkästchen" zu plaudern und vor allem, wie mache ich das, ohne, dass es für mich negativ ist, im Lebenslauf kenntlich.

 

Ansonsten habe ich das Thema Umschulung mittlerweile (ich warte nun ja schon seit fast 6 Wochen auf die Einladung zur ärztlichen Begutachtung, die mir angekündigt wurde) als Plan Z sehr weit nach hinten geschoben. Meine Bewerbungen laufen und ich hoffe irgendwann mal etwas anderes in meinem E-Mail Postfach zu finden, als die üblichen Standardfloskeln, die es vermutlich als Textvorlage im Standardmanual für Absagen 101 gibt, vorzufinden. 

 

Ansonsten versuche ich mich mehr und mehr an das Lernen  heranzutasten. Auch versuche ich gerade noch eine sinnvolle Reihenfolge festzulegen für den Endspurt.

 

Mal sehen.

Ida_Pfeiffer

Anmerkung zum Thema, bevor es zu Irritationen kommt. Wie bereits geschrieben lese ich primär nicht auf Rechtschreibfehler Korrektur, aber ich weiß auch, dass man auf Basis meiner Beiträge und Blogs entsprechendes von mir nicht erwarten würde. Ich verfasse diese auf dem Smartphone und lese diese wenn überhaupt flüchtig Korrektur. Im Realleben, sieht das Ganze durchaus anders aus, auch gehörte das vollständige Korrekturlesen inklusive Rechtschreibung zu meinen beruflichen Tätigkeiten. Aber ich werde mich bemühen auch die Blogs und Beiträge nicht nebenher zu schreiben. :D

 

Gerade ist es anscheinend mal wieder soweit, der allgemeine leidgeplagte und sowieso gequälte Student muss mal wieder eine Hausarbeit verfassen. Dabei geht es gar nicht mal um mich. Schon seit einigen Jahren lese ich ebensolche sowie Thesen auf korrektes wissenschaftliches Arbeiten, roter Faden und den ein oder anderen (jedoch nicht primär) Rechtschreibfehler Korrektur.

 

An sich ist es durchaus interessant, von Dingen zu lesen, die man zuvor noch nie gehört hat. Gerade habe ich mal wieder zwei parallel hier liegen, einmal eine aus einem APOLLON Bachelostudiengang und eine andere von einer Präsenzlerin in Vechta, die grundständig Gerontologie studiert.

 

Beides ist gerade nicht prickelnd, bei der einen weil, sie sich im Moment nicht gut konzentrieren kann und über ein literaturarmes Thema schreibt  und bei der anderen, weil sie einen weit entfernten Bereich mit streift. Und da ist dann oft der rote Faden in Loopings gelegt. Zwischendurch habe ich wirklich Probleme bei beiden Sinnzusammenhänge zu finden und dann teilweise auch die Belege zuzusortieren. Naja, ich weiß aber auch, dass ich was wissenschaftliches Arbeiten angeht recht hohe Ansprüche ansetze und manchmal vielleicht etwas gnädiger sein darf. Aber bei manchen Sachen muss ich doch manchmal denken "Mädel" was  hast du die letzten x Jahre in deinem Studium gemacht.

 

Naja ich werde dann mal weiterlesen, entweder es kommt noch ein Highlight oder ich will Schmerzensgeld in Form von Eis mit Karamellsoße und ne Nackenmassage

 

:22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Ida_Pfeiffer

Ich glaube ich muss gerade einmal ein neu entstandenes Dilemma in Worte fassen. Es ist gar nicht mal so, dass es die äußeren Umstände sind, sondern es ist etwas, was wirklich am Freitag angestoßen wurde, als ich mit einer Freundin über den geplanten Weg gesprochen habe.

 

Sie war nicht die Erste, die fragte, "aber wenn du doch dein Studium weiter machen kannst und es auch beenden kannst (vorher war es könntest), wozu brauchst du die Umschulung". Seitdem frage ich mich, ob ich für den richtigen Weg kämpfe, denn nein der Umschulungsberuf ist nicht mein Traumberuf, aber er würde eine gute sichere Basis bieten. Aber zwei Jahre noch mal jeden Tag die Schulbank drücken und noch weitere zwei Jahre aus dem Arbeitsmarkt raus bleiben... Ich glaube mein größtes Problem ist die Angst vor dem, was ist, wenn alles schief geht und am Ende die DRV mich nicht noch mal durch den Prozess durchlässt. 

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht in etwa genau so viel Sinn machen würde, die zeit- und arbeitsintensiven Elemente des Studiums als erstes nach Wiederaufnahme zu machen im April und mich auf eine Teilzeitstelle bis 75 Prozent ab August/September zu bewerben und bis dahin ein wenig die Füße flach zu halten. Klar ist meine volle Erwerbsminderung noch für mehr als zwei Jahre bewilligt und ich könnte es mir "gut" gehen lassen mit Übergangsgeld und so, aber das bin ich nicht.

Für die Zeit, in der es mir schlecht ging, war es gut und wichtig, aber jetzt frage ich mich, ob es nicht am Ende auf das Selbe rauskommt entweder vollzeit die Umschulung zu machen oder teilzeit zu arbeiten und die letzten Etappen im Studium  zu nehmen, aber schon zu versuchen, in eine Entsprechende Stelle zu kommen.

 

Nachteil ist die Ungewissheit des Arbeitsmarktes, aber die habe ich ja danach auch. Auch muss ich genau abwägen, welche Stellen hinsichtlich meiner Einschränkungen (raus aus dem Helferbereich, Wechselschicht etc) in Frage kommen. Auch habe ich meinen Abschluss noch nicht in der Tasche.

 

Vorteil, ich würde am Ende mit etwas weitermachen, wo wirklich mein Herz drin steckt, ich kann wesentlich schneller wieder aus der Sonderreglung mit der APOLLON raus und rechnerisch nicht erst in ca.3 Jahren etwas mit dem Abschluss machen, sondern ca. in einem Jahr.

 

@Hep2000 hast du nicht mal in einer ähnlichen Situation gesteckt. Ich glaube ich brauche mal vernünftiges Schwarmwissen

Ida_Pfeiffer

Gestern war ich noch fröhlich angesichts der zugesandten Unterlagen gewesen. Heute habe ich sie mir genauer angesehen und leider komme ich für das Stipendium doch  nicht in Frage. Man konnte vorab nur wenig Informationen erhalten. Und weil das schade ist ein kurzer Blog dazu.

 

Die Willi Rebelein Stiftung fördert ausschließlich Studierende mit einer entsprechenden Behinderung. Dabei sind Art und Grad der Behinderung ausschlaggebend. Leider werden nur Studierende mit einer Körperbehinderung gefördert, die die Regelstudienzeit nicht oder nur minimal überschreiten sowie keinen Ausgleich durch andere Stellen halten. Es werde dabei Kosten getragen für Anschaffungen und finanzielle Auffwendungen, die zum Ausgleich der Behinderung dienen und so erst das studieren Möglich machen, sowie wenn durch die körperliche Behinderung eine entsprechend problematische Wirtschaftliche Lage besteht.

 

Es ist also kein pauschales Stipendium für Studierende mit Behinderung, wie es auf den Seiten, die darüber kurze Infos listen steht. Und eben leider auch  nicht für Menschen die zwar einen entsprechenden Grad der Behinderung haben, dieser im Schwerpunkt jedoch Psychisch ist und somit keine nennenswerten Nachteile z.B. wie bei Erblindung (Spezieller Computer, Studienmaterialen), Taubheit (Dolmetschter) etc. auftreten.

 

So traurig ich auf der einen Seite bin, denke ich dennoch, dass auch das ein gutes und sinnvolles Vorgehen ist und kann es verstehen.

Ida_Pfeiffer

Das Taxi ist da. Das ist das Synonym für so vieles. Es geht los, zwar ist der Weg zum Flughafen was das andere Drumherum (Umschulung, Begutachtung, Aushilfstätigkeit IRGENDWAS) noch weit, aber das Taxi ist da und fährt mit mir über die Autobahn.

 

Oder kurz, als ich heute nicht mehr damit gerechnet habe, war sie da, die lang ersehnte Mail vom Studienservice. Die Hochschule ist mir enorm entgegen gekommen in einer Einzelfallentscheidung (aus diesem Grund habe ich aus vergangenen Blogs genaue Modalitäten entfernt) und ich kann mein Studium ab April wieder aufnehmen.

 

Ich freue mich wahnsinnig und bin auch gespannt wie es ist, wieder ganz dabei zu sein. Es ist enorm hart sich in die Normalität zu Boxen aber heute habe ich ein Stück mehr Normalität und Leben geschenkt bekommen. In den letzten Wochen und Monaten habe ich diese Momente und Bereiche wirklich zu schätzen gelernt in denen sich mal ausnahmsweise rein gar nichts um irgendeine Erkrankung oder deren Therapie dreht. Oder wie sage ich im Moment gerne, wer unterhält sich schon gerne den ganzen Tag über einen entzündeten Zehnagel, macht den Menschen nicht viel mehr aus.

 

So jetzt gehe ich meine Freude relaxend im Schlaf feiern :D.

Ida_Pfeiffer

Hätte miche jemand vor 3 Jahrne gefragt hätte ich bestimmt nicht gesagt ich möchte so schnell wieder irgendwelche Dinge Kategoriesieren auswerten etc. Damals habe ich mir die Student Version von SPSS gegönnt und es war relativ entspannt. Bei einer anderen Erhebung hatte ich zuvor PSPP verwandt und es war mir dann doch noch etwas zu viel an Kenntnissen für meine Matrizen etc notwendig bzw. auch meine Informatik Master Mitarbeiter hatten mit mir zu kämpfen.

 

Im Moment übe ich die Auswertung mit Excel (Irgendwas muss man ja während des wartens machen, leider habe ich immer noch nichts vom Studienservice gehört, auch nicht auf meine Nachfrage vom Montag aber wie ich schon mal geschrieben habe, werte ich das erst mal positiv). Das händische Formeleingeben ist zwar nervig auf der einen Seite aber auch interessant und macht Spaß. Für mich ist es ein Probelauf auf meine Thesis. Ich hatte noch mit dem Gedanken gespielt meinen SPSS Account zu reaktivieren, merke aber, um so mehr man sich einfuchst ist es zwar mit zunächst mehr Arbeit verbunden am Ende aber annähernd genau so effektiv. Natürlich gibt es noch die vielen Schönen Add Ins aber ich hab mir Gedacht, wenn ich schon die Zeit habe, dann doch von A bis Z.

 

Arbeitet von Euch jemand mit Excel für Statistische Auswertungen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ida_Pfeiffer

Aktuell residiere ich in einer alten Villa in einer durchaus Luxuriösen Ferienwohnung, die ich mir definitiv eigentlich nicht leisten kann. Der Weg dahin passt eigentlich mal wieder zu mir. Das mit dem Wasserschaden bzw. dem Geräuschpegel hat mich psychisch an meine Belastungsgrenze gebracht. Ich hatte ja am Rande schon einmal geschrieben, dass ich Hochsensibel bin (Nein das ist keine Krankheit, man würde ja auch niemanden als Krank bezeichnen nur weil er 1,90 groß oder 1,50 klein ist).

Um nicht einfach mit Wörtern um mich zu werfen, ganz nach dem Vorbild wissenschaftlicher Arbeiten, in denen man bestimmte Begriffe definiert hier eine kurze Erklärung dazu.

 

Zitat

Hochsensibilität - Was ist das? (Auszüge aus dem Flyer des IFHS e.V. Bochum)

Jeder Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf und verarbeitet sie. Bei fast allen Menschen wird ein Großteil der Informationen jedoch aus der Wahrnehmung herausgefiltert. Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen (HSP)  weniger stark ausgeprägt. Hochsensible nehmen viel mehr Informationen auf. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem größeren Spektrum wahr. Manche HSP nehmen z. B. Gerüche, optische und akustische Eindrücke intensiver oder facettenreicher wahr, andere bemerken beispielsweise feine Nuancen in zwischenmenschlichen Beziehungen, können manchmal gar fühlen, ob eine Person lügt. Wenn HSP nun permanent wesentlich mehr Informationen aufnehmen als normal sensible Menschen, so liegt es in der Natur der Sache, dass bei ihnen die Speicher schneller voll und die Akkus schneller leer sind. Die hohe Anzahl an Informationen, die sie aufnehmen, will verarbeitet ("verdaut") werden. Ihre Nerven brauchen nach Zeiten der intensiven Stimulierung früher eine Phase der Regeneration. Da die Intensität ihrer Informationsaufnahme höher ist als bei anderen Menschen, geraten sie schneller an ihre "Schmerzgrenze". Der Ausdruck passt in der Tat: Überstimulation kann Schmerzen verursachen. Bei HSP sind schneller Leitungen überlastet - der Körper wehrt sich. Infolge dieser Begrenzungen sind Hochsensible, von außen betrachtet, scheinbar weniger belastbar - laute Musik, der Andere ohne Probleme zuhören können, führt bei ihnen zu Unwohlsein, gar zu Schmerzen.

 

(Wer mehr Infos sucht, oder sich belesen möchte, der Link zum Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. in Bochum findet sich im Text.  Und wer sich noch fragt, ob das sich das nicht wie das Autismus vom Asperger Typ anhört (da bin ich in einer Diagnostik tatsächlich gelandet u.a.wegen Gefühlen der Überforderung in sozial schwierigen Situationen, häufige Abneigung gegen Smalltalk ) dem empfehle ich die Seite oder die Literatur von Zartbesaitet )

 

Tja und das, was für jeden normalen Menschen schon anstrengend ist ist für jemanden wie mich gleich einem Dauerbeschuss. Da man die Kondensatoren und Überdruckpumpe nicht wegzaubern kann und sie eine gewissen Zeit laufen müssen, bin ich in die letzten Tage immer wieder in eine extreme Überstimulierung gerutscht, die bei mir in massiven Depressiven Erschöpfungszuständen und dem Körperlichen Schmerz geendet hat, bis ich eben den Schlussstrich gezogen habe. Ich hatte am Wochenende ausprobiert, ob es mir besser geht, wenn ich in einer ruhigen Umgebung bin und dem war so. Ich konnte mich wieder auf Dinge konzentrieren, meine Studienhefte lesen, denken. Gestern bin ich in 8 Stunden so abgerutscht naja. Ende vom Lied, nach einem Hin und Her, weil das Hotel eine Vorauszahlung der Kosten für 14 Tage oder für die Ferienwohnung für 14 Tage wollte (sie bieten beides an) und dies mehr als mein Monatseinkommen umfasst musste ich weitersuchen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon die Deckungszusage der Versicherung und es wurde mir ein nicht unerheblicher Betrag angewiesen, auch stand in den AGBs des Hotels, dass die Rechnungsstellung bei längerem Auftenhalt ohne Vorkasse möglich sei (nicht aber für mich, man hatte der Drachen heute Haare auf den Zähne, die Absprachen von gestern mit der Kollegin, die auch einen Vermerk gemacht hatte galten nicht nicht mehr. ALso neu gesucht. Angerufen und am Ende fünf mal besser gelandet in einer geräumigen Maisonettewohnung in einer alten Villa mit einer so unkomplizierten Menschen, alles kein Problem und kein Zeitdruck dass ich in 14 Tagen raus muss, falls es länger dauert und die Versicherung hat auch mitgespielt. Jetzt mache ich Buchstäblich Urlaub im eigenen Wohnort. Ich verfüge aktuell über eine Dachterasse und viele andere Gimmiks.

 

 

Aber in meinem Titel steckt ja noch mehr. Unter anderem auch das Thema Fernstudium als HSP. Seit ich weiß, dass ich die Veranlagung habe, kann ich manches auch anders und besser einordnen. Ich musste z.B. lernen anders zu Lernen und mir meine Lernumgebung anders zu gestalten, damit ich mich nicht reizüberflute. Ich habe immer im ÖPNV, während meiner Nachtdienste oder auch in einem Café und ich habe mich gewundert, WARUM ich zwar viel weiß, aber danach oft vor allem nach intensiven Intervallen massive und lange Regenerationsphasen oft von einigen Wochen brauche. Als HSP musste ich ein anderes Gefühl für Grenzen kennenlernen und auch, wie ich diese identifiziere, denn oft merkt man die Erschöpfung erst, wenn es schon "zu spät" ist. Ich lerne nur noch mit Wecker, nur noch in Stillen Räumen und nur noch in Maximalintervallen von 40 Minuten mit danach mind. 1 Stunde Pause. Auch achte ich darauf einen Methodenmix beim Lernen zu haben, der unterschiedliche Sinne zu unterschiedlichen Zeiten anspricht, damit nicht immer das gleiche Sinnesorgan belastet wird und Störquellen wie Handy, Telefon, Email und Türklingel sind tatsächlich ausgeschaltet.

 

Es ist gerade manchmal, wie das Studium neu anzufangen und das Lernen wieder neu zu lernen und gewiss auch nicht leicht, aber durchaus leichter als das Gefühl vorher einfach nicht mehr kognitiv Leistungsfähig zu sein aufgrund einer Psychischen oder Somatischen Erkrankung. Fluch und Segen zugleich. Aber ich versuche das Positive in dem Ganzen zu sehen, vor allem dieses Geschenk Informationen intensiver aufzunehmen, welches mir oft dabei hilft Sachverhalten nur einmal lesen zu müssen und sie dann verinnerlicht zu haben vorausgesetzt ich gebe den Informationen (Modulinhalten) die notwendige Zeit zum sacken.

 

Ich werde bestimmt noch einmal ausführlicher auf einzelne Aspekte des Themas HSP und Fernstudium und worauf man (naja ich) achten sollten eingehen, da ich mir sehr sicher bin, dass es noch den ein oder anderen draußen gibt, der noch in der Phase des "wunderns ist".

 

Ansonsten trainiere ich weiter die Geduld in Ungeduld. Ich hatte am Montag Morgen noch mal die APOLLON angeschrieben, ob mitterlweile alle Entscheidungsträger erreicht werden konnten. Leider habe ich darauf noch keine Rückmeldung, aber angesichts der noch bis heute herrschenden Jahreszeit und der Tatsache, dass heute wohl die Telefonanlage umfangreich gewartet wurde und eine entsprechende schlechterer Erreichbarkeit angekündigt wurde übe ich mich dann weiter in Geduld.

 

Aber ich Habe mich schon mal mit meinen Gepackten Koffern vor die Haustür gesetzt, denn jetzt könnte das Taxi wirklich mal bald kommen, denn ich habe im Prinzip, was die Thesis geht den Startschuss fürs Exposé und die Erstellung der konkreten Forschungsfrage bekommen, im Moment warten sowohl Frau Dettmann, die mein Erstgutachten macht, als auch ich darauf, dass es endlich los gehen kann. Ich bin wirklich froh, dass sie so geduldig mit mir ist und mich nach fast zwei Jahren Pause weiter betreut (wobei jetzt sind es ziemlich genau 2 Jahre).

 

 

upps das war lang und nicht nur auf das Fernstudium bezogen, aber manchmal ist das so vielschichtig, dass ich gar nicht weiß, wie ich es am besten Verpacke, um doch die Zusammenhänge klar zu machen. Aber was solls, das bin eben ich :D.

Ida_Pfeiffer

Bitte was? Klausureinsicht am Telefon?

Das Thema Klausureinsicht am Telefon und wie das gehen soll hat sich ja in den letzten Tagen aufgetan, als ich unter @Hep2000 s  Blog, schrieb, dass das eine Option ist. Und da es für andere leichter zu finden ist, wenn es irgendwo spezifisch auftaucht, bietet sich doch ein kurzer Blogbeitrag dazu an ( @Markus Jung ggf. kann ich dazu auch noch mal was ins Apollon Forum werfen, mal sehen :) ).

 

Ich wohne recht weit von Bremen weg, dem Standort der APOLLON und zu dem Zeitpunkt an dem es mir wichtig war eine Klausur einzusehen, war in nächster Zeit kein Seminar geplant. Wir haben ja nur sehr wenig in unserem Studiengang um genau zu sein mit Healthmarketing Projekt sind es 5. Ich war mit Pauken und Trompeten durch Empi und Statistik durchgefallen un hatte das Gefühl gehabt mich aufgrund ungünstiger Formulierung für einen falschen Weg entschieden zu haben und wollte für die Wiederholungsklausur (die nach einigen Jahren immer noch aussteht) wissen, worauf ich noch einmal achten muss.

 

In der Regel ist nach der Klausur nur ein begrenzte Zeit möglich in der man die Einsicht geltend machen kann. Die Apollon (vielleicht auch andere Hochschulen) bietet für ihre Studierenden, die ja teilweise auch auf anderen Kontineten wohnen (USA, China, Afrika) die Option der telefonischen Klausureinsicht an. Zunächst zum Ablauf.

 

Wenn die Note im OC auftaucht meldet man sich per Telefon oder Mail beim Studienservice und meldet an, dass man Klausureinsicht wünscht und wenn möglich vereinbart man einen Termin bzw. erhält einen Terminvorschlag. (Mich hatte es leider in einem 18 Tägigen 12er Schicht Block erwischt, also war es für mich dann nicht nur Einsicht am Telefon, sondern Einsicht am Telefon mit Headset nach dem  Nachtdienst vorm Schlafen (würde ich  nicht unbedingt empfehlen :D).

 

Zu der Vereinbarten Zeit ruft dann jemand vom Studienservice, i.d.R. Frau Schuster, die für den Bereich Prüfungsservice und Klausuren zuständig ist, an. Sie hat die Klausur mit den entsprechenden Anmerkungen dabei vorliegen. Deswegen dauert es manchmal auch etwas zwischen dem Anmelden der Einsicht und dem Termin, da die korrigierte Klausur vom korrigierenden Tutor erst wieder zur Hochschule gesandt worden und eingetroffen sein muss. Unsere Klausuren werden von Tutoren Quer durch Deutschland je nach Modul korrigiert.

 

In der konkreten Einsicht ist es so, dass Frau Schuster noch einmal kurz angibt um welche Aufgabenstellung es sich gehandelt hat (gerade in der Klausur ist es wichtig, weil sie sehr detailreich ist). Danach hebt sie hervor, wo die Defizite waren, was genau der Tutor angemerkt hatte und wo genau der Fehler war. Ich konnte auch rückfragen Stellen, die sie anhand der Angaben des Tutors beantworten konnte und sie konnte erklären, wo ich noch einmal hinschauen muss.

Beispielsätze für eine Telefonische Klausureinsicht könnten sein: Bei Aufgabe 1 sollten sie Median und Modus berechnen und sich dabei auf die angegebenen Frauen und Männergruppen beziehen. Sie haben dabei jedoch nicht die entsprechende Formel angwandt sondern eine für...

 

oder

 

Bei der Definition und Erkärung der einzelnen Skalierungen und Verteilungen, haben Sie die Definitionen von Nominal und Ordinal vertauscht.

 

Die Berechnung der Varianz ist fehlerhaft, weil sie in der Anwendung Parameter die falschen Bezugsgrößen gewählt haben.

 

Reicht einem diese Aussage nicht oder es ist noch unklar, kann man weiter nachfragen. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass in der Frage mein Kopf einen Knoten hatte und ich es nicht geschafft habe mir die Grundgesamtheit korrekt zu definieren. Auch da konnte sie entsprechend unterstützen, so dass ich sollte mir diese Aufgabe noch mal begegnen die Formulierung nun auch verstehe (nach dieser langen Zeit ist das durchaus möglich, die APOLLON schließt es nicht aus, dass man die gleiche Klausur noch einmal bekommt, das wurde mir damals bei Klausureinsicht schon gesagt).

 

Man hat zwar die Klausur nicht vorliegen, aber kann bei Unklarheiten durch Rückfragen auch erkennen, ob ggf. ein Fehler seitens der Bewertung vorliegt. Dann wäre das Vorgehen so, dass der Studienservice, wenn es definitiv ein Fehler ist Rücksprache halten würde etc und so etwas dann geprüft wird. Im Vergleich zur reinen Klausureinsicht (Vis-à-Vis), die ich vor meiner Examensprüfung in der GKP machen durfte muss ich sogar sagen, dass ich diese sehr effektiv finde, denn es ist nicht dieses reine Betrachten, sondern ein Dialog, aus dem ich dann wertvolle Informationen mitnehmen konnte, die ich im Eigenstudium der Einsicht nicht konnte vor allem, wenn es ein Fehlversuch aufgrund von Verständnisproblemen war oder auch ungeahnten Defiziten (Denn ihr dürft lachen, ich habe zu dem Zeitpunkt beruflich schon in dem Bereich gearbeitet).

 

Wenn alle Fragen geklärt sind und die Klausur komplett eingesehen wurde ist das Telefonat beendet. Meine Einsicht hat ca. 20-30 Minuten gedauert und Frau Schuster hat sich wirklich Zeit genommen. Für jemanden, der vielleicht nicht so schnell nach Bremen kommt ist es durchaus eine Möglichkeit, die ich empfehlen kann.

 

Ich hoffe, dass hat es  etwas erklärt, wie das Funktioniert. Gibt es das denn an anderen Fernhochschulen nicht? Und wenn doch, wie läuft es denn da ab? Gerne im Kommentar!

Ida_Pfeiffer

Im Moment habe ich ein wenig einen Hänger, weshalb es auch nicht so mit dem Bloggen klappt: Theman hätte ich eigentlich noch genug, denn bisher gab es ja nur so die ein oder anderen Rahmenfakten. Das größte Problem ist im Moment die Geduld mit der Ungeduld oder auch das gewissenhafte Aktualisieren meines APOLLON Postkorbes in der Hoffnung auf Rückmeldung. Diese Woche sollte das alles den Entscheidungsträgern vorgelegt werden zur Prüfung, da letzte Woche wie ich ja berichtet nicht alle da waren, um über die Wiederaufnahme meines Studiums bei weiterer Herabsetzung der Rate zu entscheiden.Jetzt haben wir Freitag und auch nahezu Büroschluss. Und ich merke, wie meine Ungeduld gerade die Geduld überholt.

Das liegt aber nicht ausschließlich an der Sache an sich. Von dem Zeitpunkt an, dass ich gemerkt habe nach zwei Jahren kann es weitergehen im Leben, es kann wieder an Arbeit, Studium und auch an eine neue Berufsqualifikation gedacht werden dauert es gerade einfach zu lange und das macht es mir einfach Schwer meinen positiven Geist aufrecht zu halten. Und ich glaube, da würde es dem ein oder anderen Ähnlich gehen. Quasi Koffer gepackt, die Reise kann losgehen und dann kommt das Taxi nicht, das eigene Auto ist in der Werkstatt, das Fahrrad in der Nacht geklaut worden, der Nachbar hat keine Zeit und im Funkloch sitzt man auch noch. Oder noch plastischer (auch das ist mir passiert) in der Einfahrtsschneise zum Bahnhof im IC Nachts stehen und weil man vorher Verzögerung hatte zu hören, dass man jetzt hier die Fahrt einstellt (Bahnsteig in sicht ca. 500 m) weil sonst die Lenkzeit überschritten wird und jetzt erst der neue Lokführer aus einem Ort ca. 80 km entfernt kommen muss. Naja wenigstens gab es gratis Kaffee.

 

Aber ihr sollt auch ungefähr genau so Lachen dürfen, wie ich heute, als ich einen Brief aus dem Briefkasten zog und dacht ich lese nicht richtig. Ich bin als eine von 30 Personen zu einem Fach Disputium eingeladen worden in einem Fachbereich in dem ich mit einer anderen Dame eine Studie veröffentlicht habe und damit was die Perspektivwahl anging zu der Erkrankung in Deutschland die erste repräsentative Studie waren. (Den Status haben wir uns nicht selbst gegeben, denn wir waren zwar Mutig und haben auch so einiges einstecken dürfen, aber da ist man dann doch etwas demütig). So sehr mich doch die Einladung geehrt hat und ein wenig auch Stolz macht, dass es besagtem renommierten Arzt (tatsächlich- hat er mittlerweile bestätigt) nicht aufgefallen ist, dass es sich weder bei mir noch meiner Freundin um Medizinier handelt (wir sind beide aus dem gleichen Pflegesektor ;) also am eigentlich am anderen Ende der Kette, aber eben nie als solche sondern studierende aufgetreten) musste ich auch mit Humor eben deshalb ein wenig mein Lachen unterdrücken. Wenn ich doch jetzt noch eben den Medizinierabschluss mitgeschickt bekomme :D.

Naja ich habe die Einladung ausgeschlagen, denn ich glaube unter 29 Fachärzten in eine Fachdiskussion zu treten ohne medizinisches Hintergrundwissen, wäre schon etwas sehr mutig für meinen Geschmack und die Perspektive ist einfach auch immer anders gewesen. Es ging uns nie um die Diagnose sondern, um den Einfluss auf das Leben der Betroffenenen etwas, was oft in Budgetstreits Leistungskatalogen und auch bei der Frage ob eine Leistung in den Leistungskatalog aufgenommen wird in Deutschland nur sehr wenig Berücksichtigung findet (LEIDER).

 

Das Erinnert mich an etwas. Als ich mal gar nicht wusste, was gerade wie und wo und auch, ob ich meine Träume erreichen kann bzw. wir zweifelten es gegen den Sturm der Fachwelt, die erst seit Veröffentlichung uns wohlgesonnen ist und nicht mehr darauf pocht, dass Studierende erst einmal lernen sollen wissenschaftlich zu arbeiten bevor sie eine groß angelegte Studie machen (das waren noch die Netten kommentare), in den Situationen sandte mir meine Dekanin den Link zu einem Lied. Vielleicht kennt ihr es ja auch es ist von Ryan Shupe & the Rubberband "Dream Big". Wenn ihr Zeit habt hört es euch mal an mit dem Video dazu ich bin mir sicher, da wird sich der ein oder andere wiederfinden! Denn ist es das nicht manchmal, ein Fernstudium, vielleicht auch schon nach einigen Jahren im Beruf, ein Traum, den man sich noch erfüllen möchte EGAL was das Umfeld sagt! Und ich kann nur sagen, egal wie viele Täler, der Kampf lohnt sich, auch wenn der Ausgang wie bei mir im Moment gerade einmal ungewiss ist.



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