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Über diesen Blog

Vielleicht überlegst du dir gerade ein Fernstudium zu beginnen, vielleicht bist du auch mittendrin. Vielleicht interessiert dich das Thema auch nur einfach so.

Ich bin aktive (bzw. pausierende) Fernstudierende und der Titel drückt schon aus, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die relative problemlos durch mein Studium stiefel, auch wenn dies zu Beginn ganz anders aussah.

Ich habe mein Studium im Jahr 2012 an der APOLLON Hochschule für Gesundheitswirtschaft in einem Bachelo Studiengang aufgenommen. Regulär wäre ich mittlerweile fertig oder in einem Master Studium. Doch die Realität ist anders und genau damit wird sich dieser Blog befassen mit der Thematik: Fernstudium trotz persönlicher, wirtschaftlicher und gesundheitlicher Unmöglichkeiten und warum Aufgeben keine Option ist.

Es wird um den Weg bis hierher gehen und auch wie die Begleitung durch die Hochschule (Studienservice, Tutoren, Dekane usw.) in den Zeiträumen bisher war und auch noch ist. Und da Aufgeben keine Option ist auch wie sich dann irgendwann der Weg zum Abschluss gestaltet und den werde ich machen, denn wer gibt schon 57 Credits vor Schluss und die unfertigen Module fertig hier zu Hause liegend auf?

 

Vielleicht geht es dir gerade in einem der Bereiche ja genau so wie mir, du hast Erfahrungen damit gemacht, was ein Hürdenlauf bei wirtschaftlichen Engpässen oder gravierenden gesundheitlicher Probleme oder einfach Aspekte in der persönlichen Lebensplanung bedeuten kann. Ich weiß nicht, wie regelmäßig ich es schaffe über die letzten 5 Jahre aber insbesondere die letzten zwei Jahre zu schreiben. Doch ich hoffe dir genau dann auch einmal Mut machen zu können, wenn es schwer wird, denn es geht weiter. Oder vielleicht hilft es dir auch dabei abzuwägen, ob deine persönlichen Umstände unbedingt ein Fernstudium ausschließen müssen oder es vielleicht einfach nur ein paar Stützräder benötigt. Was es auch ist fühle dich hier "wie zu Hause" stelle Fragen, hinterlasse Kommentare.

 

Nach Rücksprache mit Markus Jung noch einen wichtigen Hinweis  (dieser wird sich auch in ähnlicher Weise in jedem Beitrag finden). Dieser Blog wird weitestgehend annonymisiert ggf. mit veränderten Orten, geänderten Angaben und ohne Studiengangsspezifische Informationen geführt. Auch werde ich keine Angaben zu meiner Person machen, außer dem, was auf meinem Profil zu entnehmen ist. Es ist auch nicht wichtig für die Thematik. Da allerdings die Hochschule durchaus eine Nennswerte Rolle hat und es vielleicht für den ein oder anderen wichtig sein wird sie durchaus an entsprechenden Stellen benannt.

 

Viel Spaß beim Lesen

Ida_Pfeiffer (wer wissen will wer das war schaut doch einfach in das Über Mich meines Profils)

  Ich würde gerne anderen Mut machen auf eine humorvolle aber auch sehr realistische Weise, denn ich denke auch das gehört alles zum Fernstudium.

Einträge in diesem Blog

Ida_Pfeiffer

Eine Erfahrung reicher

Heute war das Vorstellungsgespräch. Es ging um eine Anstellung in der Berufsausbildungsprüfung bei einer regionalen IHK.

Voraussetzungen waren eine Berufsausbildung und Berufserfahrung im Ausbildungsberuf.

Ausgeschrieben war sie auf Stepstone mit flexiblen Arbeitszeitmodellen weshalb ich mich auf Teilzeit mit 30 Std. bewarb, was aich das Maximum darstellt aus Gründen die in den Bereich Schwerbehinderung fallen. Erst nach Absenden war mir dann auf der Seite aufgefallen, dass das Unternehmen selbst Vollzeit ausgeschrieben hatte.

Nachdem ich in den letzten Tagen bereits aufgrund eines externen Unterlagenchecks die Schwachstellen von Bewerbung und Lebenslauf vor allem in Inhalt, Ausdruck, DIN und der abweichenden Anordnung von Zeugnissen etc. zwischen Pflege und eher einer kaufmännischen Orientierung lernen durfte (Danke noch mal dafür!!) war ich dennoch zuversichtlich ins Gespräch gegangen.

Die Nervosität stieg als nicht die Ansprechpartnerin, sondern drei Sehr grimmig drein schauende Männer vor mir saßen, die zwar scheinbar einen teil meiner Unterlagen kannten aber zumindest das Anschreiben nicht wirklich gelesen hatten.

Nach dem üblichen Einstieg und erzählen sie von sich dem Studium und warum sie sich beworben haben ist der Personalchef das erste Mal in den Boxring getreten. Nach dem Satz „Wenn man ihre Qualifikationen sieht würde man Sie nicht in so einem Bereich sehen oder einladen“ wusste ich dass ich nicht zur engeren Auswahl wegen meiner durchaus vorhandenen Qualifikation gehöre, sondern es eine Pflichteinladung bei Schwerbehinderung war, eine die man machen muss.

Da habe ich begonnen mich unter Druck zu setzen, auch weil er immer um den Titel des Studiengangs kreiste. Ich hatte mich zwar auf die Frage „was haben Sie über unser Unternehmen gehört“ vorbereitet und auch warum ich auf die Stellenanzeige passe. Aber habe ein vollständiges Angstblackout bekommen so stark geschwitzt, dass es mir vom Kinn getropft ist und das macht unsichere.

Ich persönlich habe sehr schnell gemerkt, dass zwar das Aufgabenprofil passt nicht aber das Unternehmen und da ich keine Lust auf ewiges warten hatte habe ich dann gedacht ich kitzel mir die Tendenz raus indem ich das Thema Stellenumfang, so wie im Anschreiben beworben noch einmal aufgreife.

Das war der richtige Riecher. Liebe Unternehmen, wenn sich jemand bewirbt auch wenn er eine Schwerbehinderung hat und man weiß dass man zwar prinzipiell damit wirbt Teilzeitvarianten zu haben diese (offen zugegeben) für Neueinstellung aber gar nicht haben möchte dann reicht es kurz mit der Schwerbehindertenvertretung zu reden und dann abzusagen. Mir wurde ganz klar gesagt dass ich nur eine Möglichkeit hätte wenn ich 40 Stunden arbeiten würde, kann ich das nicht hätte man zwar die Modelle aber man wolle anderen nicht zumuten die Mehrarbeit zu machen. Solche Stellen erhalten nur Mitarbeiter nach langer Krankheit und Mutterschaft, wenn man sie schon kennt.

Insgesamt bin ich eine Erfahrung weiter. Ich sehe es einfach als Training an. Auch kamen auf die Stelle mehrere hundert Bewerbungen von denen 120 in die engere Auswahl kamen. Eine davon ich mit Mitleidseinladung.

So what es geht weiter und das Richtige kommt noch und hat dann auch keiner ein Problem mit jemandem der Teilzeit arbeiten möchte. Hatte mich übrigens auf 30 Stunden beworben gehabt.

Ida_Pfeiffer

Chronologie des Grauens

So viel zu, jetzt läuft alles mit dem Studium und da somit ja nicht mehr das Blogthema erfüllt werden kann, stelle ich das bloggen hierauf ein. Zunächst die APOLLON ist nicht das Problem und auch nicht die Studierendentätigkeit an sich. Aber alles hängt irgendwie zusammen und ich befinde mich mal wieder im bürokratischen luftleeren Raum und weiß nicht so ganz wie es gerade weitergeht, wenn...

 

Was ist passiert. Nunja als Zusammenfassung für alle die, die erst jetzt in den Blog einsteigen. 2014 bin ich krank geworden und dann wurde nach einer Reha 2015 eine Leistung zur Teilhabe empfohlen und zwar auf das Studium um das Studium zu beenden. Damals wurde es abgelehnt, weil ich noch arbeitsfähig genug sei und ehrenamtlich arbeiten könne (kopfschütteln erlaubt). Weil ich aber eben nicht arbeitsfähig war wurde dann 2016 nach einer Zeit X in Hartz IV (neben dem man kein bafögberechtigtes Fernstudium machen darf, weil man dann keinen Leistungsanspruch hat) die volle Erwerbsminderung festgestellt und eine Rente bis X bewilligt. Und ja damals auch berechtigt auch wenn es das letzte ist, was man in meinem Alter möchte. Ende 2016 wurde dann erneut eine LTA empfohlen, die beantragt wurde und noch Ende des Jahres abgelehnt wurde, weil nicht zu erwarten ist dass meine Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Seither habe ich ja dafür gekämpft, die LTA zu bekommen und/ oder mein Studium wieder aufnehmen zu können, weil ich das OK zur Belastungssteigerung und Schrittweisen Wiedereingliederung hatte. Die APOLLON hat mir dann ermöglicht das Studium wieder aufzunehmen, aber das Gutachten wegen der LTA ließ auf sich warten. Bis heute.

 

Und jetzt dürft ihr gerade mit mir staunen. Nachdem ich Ende des Jahres noch ein Hoffnungsloser Fall bin begehe ich aktuell Unrecht, weil ich unrechtmäßig Rente beziehe und 8 Stunden am Tag arbeiten kann. Die LTA ist damit auch zeitgleich abgelehnt, die Rente rückwirkend aufgehoben und alle Leistungen eingestellt. Und da fängt das ganze Dilemma jetzt an. 

 

Rutsche ich ins Hartz IV bedeutet das die Entscheidung zwischen Geld zum Leben oder dem Studium. Studiere ich erhalte ich keine Leistungen, weil ich ja Bafög bekommen könnte (naja aber wohl eher nicht im 10. Semester kurz vor Ende) das ist formal aber egal. Aber es könnte auch sein, dass ich ALG I bekomme und ich habe mich heute da auch direkt gemeldet. Absolut ärgerlich wäre dann nur, dass da ja nach Tagessatz berechnet wird mir die Rente aber rückwirkend gestrichen wurde (wohlgemerkt am 18. des Monats) und ich somit die Kosten für die Zeit davor selber tragen muss, für die Rückzahlung, weil ich mich ja nicht zum 01. arbeitssuchend gemeldet habe (wie denn auch). Nun kommt da aber der Haken. Alles steht und fällt jetzt mit meinem Letzten Arbeitsverhältnis. Ist es eine Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gewesen, dann alles gut. Wenn nein. Fehlen mir in der Rente genau ein Monat um den Anspruch auf ALG I zu haben. In allen Fällen ist die Situation gerade denkbar ungünstig. 

 

Ich fühle mich irgendwie ohnmächtig und es fällt mir schwer, die Kraft für das Studium dann aufzuwenden. Denn ich weiß schon wieder nicht wie es weitergeht. Am Ende fühlt es sich nicht wie ein Schritt nach Vorne an, der gewollt ist sondern für den man mit Problemen und Hindernissen belohnt werden, die einen daran behindern wieder im Leben Fuß zu fassen. Es ist nervig und auch traurig. 

 

Es ist somit auch nicht gerade hilfreich, dass jetzt noch mehr Hoffnung in dem Vorstellungsgespräch sitzt, auf das es sich gar nicht so leicht vorbereiten lässt, da ich online keine Wirklichen Infos zum Tätigkeitsprofil finde. Ich lasse mich sicherlich nicht unterkriegen. Aber der Unmöglichkeiten sind gerade wieder mehr geworden. Wenigstens muss ich mir jetzt keinen Kopf mehr machen, wie ich die RV dazu kriege mich wieder als arbeitend einzustufen. Ich habe jetzt 4 Wochen Zeit Stellung zu beziehen und werde angehört wegen dem unrechtmäßigen Leistungsbezug. Mal sehen. Aber ein Wiederspruch einzulegen ist ja auch sinnfrei, da es ja nicht die Rente ist die ich möchte, aber ich hätte mir durchaus Unterstützung dabei gewünscht wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten, zumal ich meinen Beruf ja lt. Rentengutachten nicht mehr ausüben darf. Diese Hilfe bekommt man als Mensch mit einer primär psychischen Erkrankung aber wohl nicht, weil man entweder nicht rehabilitiert werden kann oder dann ja so rehabilitiert ist, dass man sich doch bitte selber kümmert. 

 

Und somit bleibt der Blog anscheinend doch offen. Unmöglichkeiten halt.

 

Ida_Pfeiffer

Nun war der Termin beim IfD. Und ich hatte ja versprochen meine Erfahrungen damit aufzuschreiben, da es ja durchaus immer mal wieder Menschen gibt, die in einer gesundheitlichen Ausnahmesituation ihre Schulbildung oder Aus-/Weiterbildung im Fernstudium absolvieren und aufgrund ihre gesundheitlichen Probleme die Integration oder Reintegration in den Arbeitsmarkt als schwierig empfinden. Dabei soll dann eigentlich der Integrationsfachdienst helfen.

 

Wie ich heute weiß gibt es aber ein paar Ausschlusskritierien (bei der für mich zuständigen Stelle)

  1. Laufender Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  2. in letzter Zeit abgelehnter Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  3. Bezug von Voller oder Teilerwerbsminderungsrente
  4. Aktives Studium

 

Und herzlichen Glückwunsch ich habe alle Ausschlusskriterien voll erfüllt. Es ist ein Systemproblem und das wurde auch deutlich. Für einen Fall, wie mich gibt es keine wirkliche Stelle, die die Finanzierung dafür übernimmt. Der zuständige Landschaftsverband ist raus weil die Rentenversicherung drin ist, die Rentenversicherung ist raus, weil sie die LTA abgelehnt hat und der Widerspruch läuft. 

 

Mir wurde empfohlen, doch einfach die Zeit der bezahlten Rente zu nutzen, denn es habe ja einen Grund, dass ich sie vor einiger Zeit erhalten habe. Da kommt dann wieder dieses Gefühl gegen Windmühlen kämpfen zu müssen. Denn es darf mir einfach nicht so gut gehen, dass ich belastbar genug bin um zu arbeiten, weil ich ja zufrieden mit der Rente sein soll. Naja und ob es da wirklich Sinn macht jetzt schon das Studium zu beenden. 

 

Wesentlich weniger konnte ich dann noch mit drei kurzen Sätzen vom Lebenslauf anfangen und ich weiß jetzt gar nicht mehr was denn noch ein richtiger Lebenslauf ist. Das was mir als Änderung bei einer anderen Beratung empfohlen wurde, ist jetzt zu unübersichtlich. Ich soll mich auf Aushilfsstellen bewerben, aber bitte so viel aus dem Lebenslauf an Stellen und Qualifikationen streichen, dass nicht der Eindruck entsteht ich sei überqualifiziert. Es ist das erste Mal dass ich mir verkneifen musste zu fragen, ob wirklich der Lebenslauf das Problem ist oder mein bewegtes berufliches Leben. Natürlich kann es Zufall sein, dass die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kam nachdem ich den Lebenslauf so angepasst hatte vom Layout etc. wie mir geraten worden war, aber im Moment ist erst einmal Fakt, dass es mit dem neuen noch keine Absage gab :).

 

Ich persönlich hatte mir mehr versprochen. Musst heute aber einfach lernen, dass ich am besten meinen Wunsch arbeiten zu wollen begraben soll, weil das System es nicht vorsieht. Ich soll meine Belastbarkeit nicht überbewerten oder mir berufliche Ziele setzen, sondern mich damit abfinden, dass ich mit der Rente gut abgesichert bin. 

 

Ich bin gerade persönlich etwas geknickt. Es ist nicht leicht gegen Windmühlen zu kämpfen. Ob es ist, weil man sich rechtfertigen muss, warum man denn ein kostenpflichtiges Studium angefangen hat, warum man es nicht abbricht oder eben einfach warum man arbeiten möchte. Es ist eine verkehrte und verdrehte Welt. 

 

Ich werde weiter versuchen meinen Weg zu gehen. Und wenn gar nichts geht, dann vielleicht doch noch Geld in die Hand nehmen müssen und mich professionell außerhalb des Systems beraten lassen. Natürlich ist es dann ein andere Schwerpunkt aber in erster Linie geht es ja nicht darum sich neu zu erfinden, sondern sich angemessen zu präsentieren, seine Kompetenzen abzustecken.

 

@Markus Jung gab es eigentlich schon mal ein Video/ Interview zum Thema worum geht's beim Bewerbungscoaching und Unterlagencheck bzw. was macht ein Coach und was bringt mir so etwas, wenn ich mich beruflich weiterentwickeln möchte z.B. mit @KanzlerCoaching ? Wenn nein möchte ich das einfach einmal anregen. Denn im Forum ist es ja doch immer wieder Thema

 

Ida_Pfeiffer

Die 76. Bewerbung....

... und wieder dieses Betreff "Ihre Bewerbung" und das übliche förmliche Gerede. Ich mag es bald nicht mehr lesen und schon leicht frustriert, stellte ich dann fest MOMENT MAL - D   A    S   ist ja  gar keine Direktabsage. Nach 76 Bewerbungen und 74 Direktabsagen sowie nun 223 Tagen freue ich mich es endlich in die engere Auswahl geschafft zu haben und nächste Woche ein Vorstellungsgespräch zu haben. Es ist auch noch genau die Stelle von der ich schon mal berichtete, wo ich überlesen hatte, dass sie nur Vollzeit ausgeschrieben war.

 

Natürlich ist das noch keine Zusage, aber ich bin schon einmal 100 Prozent weiter als bei den anderen 74 Bewerbungen. Morgen ist auch der Termin beim Integrationsfachdienst. Ich bin mal gespannt wie da ist und vor allem, wie da auf das Fernstudium reagiert wird.

 

Also was bleibt als Lektion an alle die ähnlich frustriert auf die nächste Jobabsage schauen? 

  1. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  2. Seine Unterlagen noch einmal zu prüfen und überlegen, ob das gewählte Layout dem AG wirklich meine Stärken und Fähigkeiten zeigt oder eher ein nichtssagendes Infoblatt ist
  3. Bereit sein seine Unterlagen komplett neu aufzusetzen. 
  4. Bereit sein sich ggf. auch auf eine Stelle zu bewerben, die nicht direkt dem Wunschlevel entspricht
  5. Sich seine Qualifikationen noch einmal bewusst machen
  6. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  7. Geduld
  8. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  9. Geduld
  10. Sich einfach nicht unterkriegen lassen
  11. Geduld
  12. Punkte 6 bis 11 Stetig wiederholen

 

 

So long :D 

Ida_Pfeiffer

Ich habe gedacht es ist ein wenig Zeit für ein kleines Uni und Bewerbungsupdate. So langsam habe ich mich wieder in den Uni-Trott eingefunden. Auch geht mir das Schreiben und Formulieren der Fallaufgaben nach und nach wieder leichter von der Hand. Es ist ein bisschen, wie bei einer Fremdsprache - Hat man sie einmal gelernt, nutzt sie dann aber nicht, dann wird sie rostig, um so mehr man aber wieder darin eintaucht und sie Anwendet um so schneller ist es so, als hätte es das Aussetzen nie gegeben.

 

Manchmal stehe ich aber dennoch davor in überlege, was denn jetzt nun gemeint war, aber auch das wird immer weniger. Die größte Herausforderung nach all der Zeit und vor allem, wenn die Haupttätigkeit, nein ich korrigiere, die einzige Tätigkeit das Fernstudium ist, ist das Schaffen regelmäßiger Lernstrukturen, einer angemessenen Arbeitsumgebung und das Aufrechthalten von Konzentration und Motivation über ihren längsten Zeitraum. Ich habe für mich neue Strategien schaffen müssen - wenn Lernen alles ist und doch nicht alles ist.

 

Aktuell ist eine Bewerbung noch im Rennen und das Online Portal des Unternehmens hat mir Verraten, dass ich zumindest schon einmal nicht in der Vorauswahl raus geflogen bin. Ungeduldig bin ich dennoch und der Optimismus ist noch im Karibikurlaub. Heute ist dann noch eine Bewerbung rausgegangen. Eigentlich etwas, wo ich mir zunächst unsicher war, bei der Durchsicht der Stelle und der Abteilungsinformationen jedoch positiv überrascht. Stundenumfang und Tarifgruppe würden ebenso gut passen, wie das Stellenprofil. Aber es wäre ja nicht für diesen Blog, wenn es nicht doch noch ein paar Unmöglichkeiten gegeben hätte. Oder sagen wir mal Jammern auf hohem Niveau bei Technischen Herausforderungen.

 

Da 99 Prozent der Unternehmen bisher eine Online-Bewerbung wollten, habe ich eine komplette Digitale Bewerbungsmappe und dieses Unternehmen verwendet vielfach auch je nach Abteilung ein Online-Bewerbungsverfahren  nur für die ausgeschriebene stelle nicht. Also einmal das Layout auf Printanforderungen umgestellt, Seitenränder etc, so dass es bewerbungsmappenfreundlich wird. So alles auf den Stick auf zum Copy Shop. Wir haben einen im Ort, der auch Druckt, der nächste ist dann 25 km weit weg. Natürlich habe ich ein dezentes, aber stimmiges Farblayout und natürlich wird gerade der einzige Farblaserdrucker und zudem der Drucker für s/w Ausdrucke in hoher Qualität gewartet, aber es würde nicht lange dauern. Dann macht der Techniker neben mir die Klappe zu und man hört nur ein Opps. Ich formuliere es mal so. Hebel nicht umgelegt Papiertransportfeder und Stange elegant durchgebrochen, Farbdrucker unbrauchbar.  Also s/w. Ist dann so, gibt schlimmeres auch wenn ich eigentlich keine Beerdigungsmappe schicken wollte. Dann noch das Anschreiben drucken. Und natürlich hatte ich genau das falsch abgespeichert. So bin ich dann heute zwei mal die 2 km gelaufen, aber am Ende ist die Bewerbung dann trotz aller Widrigkeiten rausgegangen. Unmöglichkeiten halt, aber die gehören ja zu meiner Paradedisziplin ;).

Ida_Pfeiffer

Heute habe ich zum ersten Mal seit ich bei der Deutschen Bildung bin an einem Webinar teilgenommen. Es könnte ja aktuell nicht passender sein. Vom Ablauf hat es mich an die APOLLON Online-Vorträge erinnert. Es wurde über Adobe Connect abgewickelt und interaktiv vorgegangen. Ich war zunächst etwas skeptisch, weil ich erst das Gefühlt hatte es würde primär versuchen die zu motivieren, die unter Karriere hohe Ziele, Verdienst etc. verstehen. Dann wurde ich eines besseren belehrt. Die Dozenten hat das individuell und interaktiv gemacht und die Fragen, die man über den Chat einstellen konnte eingebaut.

 

Inhaltlich ging es neben der Definition, was Karriere beduetet und welche Gedanken man sich selber machen sollte auch, und das fand ich besonders interessant, weil es mir bisher nicht so deutlich war um das eigene USP und wie man es entwickelt bzw. definiert. Super war da die Aussage es doch mal auf 140 Zeichen im Twitter-Stil zu versuchen (aber nicht im Sinne von Abkürzungen). O-Ton Dozentin "Ich erlebe es mit meinen Studenten oft, dass sie es nicht schaffen mir konkrete Inhalte kurz und knapp zu vermitteln". Und da habe ich mich doch sehr drin wiedergefunden.

 

Intensiv wurde auch auf den Bereich der Karrierezielplanung mittels SMART eingegangen. Wieder aufgehorcht habe ich dann beim "Erfolgreich Scheitern". Hier wurde aufgearbeitet, wie auch Niederlagen Trittsteine auf dem Weg der eigenen Karriere sein können und es manchmal diese Niederlagen braucht als Lernerfahrungen. U-Turn bei heutzutage wohl immer weniger gradlinigen Lebensläufen, wenn man sich seiner Ziele bewusst ist und dies authentisch vermitteln kann, muss eben kein Karrierekiller sein.

 

Ein weiterer sehr großer Bereich war das Digital Marketing mit Do's and Don'ts in Sozialen Netzwerken, Trennung von Privat und Berufsaccounts, Nutzung von Xing und LinkedIn und ob es sinnvoll ist seinen Lebenslauf online Einzupflegen. Zum Lebenslauf dann selber auch noch ob sich ein Kompetenzprofil darin lohnt und Basis der vier Ebenen der Handlungskompetenz (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, persönliche Kompetenz) da dann aufgeführt werden sollte oder auch nicht.  Den Bereich Networking und die dort dargestellte 70-20-10 Regel  und die Bedeutung davon, sowie Möglichkeiten dies zu betreiben und wenn ja wie haben das Paket abgerundet.

 

Schade war, dass es nur eine Stunde war, aber es war wirklich gut. Gehostet von WissenPlus | Deutschen Bildung wurde es gehalten von Sabine Hahn (promovierte Medienwissenschaftlerin, Dozentin, Business Coach). Ich war positiv überrascht und es war wirklich interessant. Und freue mich schon auf mein nächste Webinar nächsten Monat dann zum Thema "Die Gehaltsverhandlung" mal sehen wie das wird, es macht ein Dozent aus dem Segment Personalberatung.

Ida_Pfeiffer

...und lohnt sich das überhaupt. Manchmal folgt auf den Wunsch ein Fernstudium zu machen, die Ernüchterung der Kosten oder im Studium ergeben sich Umstände, die es notwendig machen sich um ein Stipendium oder eine Förderung zu bewerben. Doch leider ist die Stipendienlandschaft vielfach noch ausschließlich auf den Präsenzbereich ausgerichtet und wenn man sich sowohl aus politischen Förderungen raushalten möchte, als auch religiösen wird es schon schwierig.

 

Wer sich so ein bisschen durch meinen Blog gelesen hat, weiß ja auch, dass ich einiges Unternommen hatte, um nach einigen Rückschlägen vor Unterbrechung des Studiums das Studium aufrecht halten zu können. Leider bin ich bei den Stipendien rausgerutscht und zunächst auch bei der Deutschen Bildung 2013. Ein Jahr später habe ich mich erneut auf die Studienförderung beworben. Doch wie ist der Ablauf und worum handelt es sich eigentlich genau.

 

Die Deutsche Bildung ist eine Mischung aus Kredit und ideeller Förderung. Wird man in das Programm aufgenommen, wird eine Rückzahlvereinbarung über einen Zeitraum X mit Prozentsatz Y vom monatlichen Bruttogehalt festgelegt. Man kann immer zwischen drei Modellen wählen. 

 

Doch bevor es soweit ist steht da die Bewerbung. Das läuft alles über das Online Portal. Es sind nachweise über den Studiengang ebenso einzureichen, wie Infos darüber, was man mit dem Studiengang bzw. danach vor hat. Hat man die erste Prüfung erfolgreich durchlaufen und wird weiter zugelassen erfolgt ein persönliches Gespräch wo noch einmal Eignung, Motivation aber auch individuelle Aspekte zur möglichen Förderung geklärt werden.

 

Neben einer Einmalzahlung von Betrag X, den man über die individuelle Fördersumme festlegt erfolgt dann über einen Zeitraum X eine Monatliche Auszahlung. Dabei wird die genehmigte Fördersumme in monatlichen Tranchen bereitgestellt. 

 

Soweit so gut. Danach folgt das Angebot und man kann sich entscheiden. Doch was bekommt man in dem Paket. Nicht nur Geld sondern auch Webinare, Seminare ein jährliches Symposium, wie ich jetzt gesehen habe auch Bewerbungscheck und Bewerbungscoaching. 

 

Doch was ist, wenn der Rückzahlzeitraum beginnt und dann findet man keinen Job, beginnt einen Master oder wird wie ich während des Studiums krank. Ich bin zunächst in einen zweijährigen Zeitpuffer gerutscht, der für Berufsunfähigkeit, Krankheit, Jobverlust und Suche vorgesehen ist, in dem keine Raten fällig werden. Jetzt, als ich das Studium wieder aufgenommen habe, bin ich auf dem Papier ja im 10. Semester und somit für jemanden, der die Info "alles in Regelzeit" nicht hat, erst einmal deutlich über der Regelstudienzeit. Im September wäre ich obendrein auch noch am Ende des Zeitpuffers, der auch dafür greift, wenn man zu lange studiert, denn im Vertrag ist eine Überschreitung von max. einem Semester vorgesehen. Die Deutsche Bildung hat dann ein Sonderkündigungsrecht, dass die gesamte Fördersumme auf einmal in Rechnung stellt. Und nun?


Auch da hat sich die Deutsche Bildung, wie bisher immer sehr kulant gezeigt. Der Vertrag wird aktuell angepasst. Ich erhalte dadurch einen neuen Zeitpuffer, so dass ich auch ein neues Kapitel jetzt wirklich anfangen kann und nicht immer die Angst des fehlenden Zeitpuffers im Nacken haben muss. Auch habe ich nicht mehr den Druck wirklich im September fertig sein zu müssen, was für mich sehr positiv ist und etwas Entspannung reinbringt. Manchmal ist der Kontakt zwar etwas chaotisch (so waren mehrfach geschickte Nachweise nicht auffindbar) insgesamt aber doch persönlich.

 

Die Frage, die sich manch einer stellt ist lohnt sich das denn, oder zahle ich am Ende drauf. Nach meiner alten Vereinbarung und wäre alles gut gelaufen hätte ich das bei dem vorraussichtlichen Verdienst und dem Prozentanteil nicht getan sondern weniger zurückgezahlt, als ich erhalten habe bzw. maximal genau gleich. Jetzt musste ich mich entscheiden, was ich mache, lasse ich alles, wie es ist, habe aber keinerlei Puffer mehr oder nehme ich ein neues Angebot an. Da die Laufzeit insgesamt dadurch vom Zeitpunkt der Auszahlung gesehen länger ist, wird es sich dann leider nicht mehr so rechnen, wie ursprünglich, sondern egal wie viel oder wenig verdiene, werde ich leider einen guten Batzen oben drauf legen müssen.

 

Eine solche einkommensabhängige Förderung birgt also auch Risiken, die mit in die Berechnung einfließen sollten. Nun muss es ja nicht jedem so ergehen, wie mir, dass am Ende dieses Szenario eintritt und man die Förderung umstellen muss. Rückblickend kann ich als Fazit nur sagen, dass ich mich auch wieder auf die Förderung einlassen würde. 


Doch da wäre noch die Frage, was ist denn wenn ich einen Master machen wollte, wie sieht es dann aus, dann Verdiene ich ja vielleicht nicht so viel oder kann nicht so viel zurückzahlen und dann ist der Puffer schon wieder um. Nein das ist er nicht. Die Deutsche Bildung unterstützt die weitere Bildung der geförderten. Und das heißt, während eines Masters würde alles einfach pausieren ohne dass man in den Zeitpuffer rutscht. Im Gegensatz zum KfW ist das Wirklich ein Vorteil, denn beim Bildungskredit interessiert es keinen, was nach der Förderung kommt, sondern nur, wann Zeitpunkt x nach Ende der geförderten Maßnahme ist.

 

Was man sich bei der Deutschen Bildung bewusst machen sollte ist, dass es sich um eine längerfristige Bindung handelt (Rückzahlung über X Jahre zum Prozentsatz X) es aber eben Mechanismen gibt, die dafür sorgen, dass die Rückzahlmodalitäten sozial verträglich sind und auch Situationen berücksichtigen, die eben passieren können, wie Jobverlust, zu geringer Verdienst, Krankheit oder das Masterstudium. 

 

Mein Fazit: Eine gute Alternative zum Studienkredit der KfW mit einem guten Portfolio an Individueller Förderung und sich den Bedürfnissen des Studierenden anpassend, ABER eben ein Arrangement auf Zeit, dass sich gerade, wenn eine lange Krankheit dazu kommt am Ende ggf. nicht Rechnet, sobald man aus der Rückzahlphase rausrutscht, das sollte man einfach im Hinterkopf behalten und doch auch da wird man nicht alleine gelassen. Ach ja, über die Rückzahlung erfolgt die Vergabe der neuen Förderungen, also sehe ich es jetzt als eine Investition in die Bildung von Menschen, die vielleicht nur so ein Studium stemmen können :D

 

Ida_Pfeiffer

Auf besonderen Wunsch von @Henryette 

 

Das Studium neigt sich nach und nach dem Ende und das Bewerben geht weiter und das Kuriosum der Woche möchte ich euch nicht vorenthalten.

 

Das Kuriosum der letzten Tage war wohl die Absage einer Bildungseinrichtung, die mir mitteilte, dass selbst wenn mein Studium jetzt abgeschlossen wäre (die Stelle ist übrigens für Beginn Ende des Jahres ausgeschrieben, also realistisch bin ich dann fertig und zudem mit Qualifikation Berufsausbildung ohne Verwaltungslehrgang etc.) ich ja auch mit dem Studium keine kaufmännischen Grundkenntnisse vorweisen kann. Soweit so gut, aber es geht noch weiter. Die Stellenbeschreibung war für den Bereich Personalentwicklung Schwerpunkt Planung von Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Ich weiß zwar nicht, wie viel die kaufmännische Ausbildung im Bereich BGM vermittelt, aber ich bin mir sicher, dass das deutlich weniger ist als die Anteile kaufmännischen Inhalts in meinem Studiengang. :blink:

Es sei denn und da möge man mich doch bitte in das Universum der Einrichtung holen und es mir erklären ABWL, Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Finanzierung, Controlling, Personalentwicklung, VWL, Organisation haben mit kaufmännischen Inhalten nichts zu tun und auch keinen Bezug dazu. Zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement sag ich gar nichts mehr ist ja nur Teil von so ein zwei oder mehr Studieninhalten,  aber hey, man lernt ja nie aus :4_joy::lol: Ich hoffe ihr merkt, dass mein Humor doch erheblich an ist.

 

Gerade ist mir dann direkt selber ein Fettnäpfchen geglückt. Da erweckt eine Stelle meine Aufmerksamkeit. In einem Anflug von Wahnsinn habe ich auch meinen kompletten Lebenslauf umgestaltet, neu strukturiert, optisch verschönert und das Anschreiben auch vom Layout angepasst um eine vollständige digitale Bewerbungsmappe zusammen zu stellen, die besonders nach der Auszeit nicht mehr so die nervige Lücke betont sondern die im Beruf bisher erlangten Qualifikationen. Der geht gleich noch an die Uni. Ich nutze im Moment auch einmal den externen Blick vom Studienservice, die Karriereberatung anbieten und einen Unterlagencheck machen.

Aber  Zurück zu der Stelle. Sie war über eine Stellenbörse von dem Unternehmen geschaltet worden und man landete auch auf einer Unternehmenswebsite mit der Stelle. In der Ausschreibung wurden flexible Arbeitszeitmodelle betont, also müsste ja eine Teilzeitbewerbung passen. DENKSTE!!! NACHDEM ich eins dieser lästigen Online Formulare ausgefüllt habe und die Bewerbung dann abgeschickt wurde, wurde man zurück auf das Stellenangebot gelenkt. NUR, dass es diesmal scheinbar auf einem anderen Teil der Homepage in anderem Layout war mit der FETTEN Überschrift VOLLZEIT. Aber was soll ich machen, das muss ich jetzt hinnehmen. Habe auch noch mal geschaut, ob ich das vorher übersehen hatte, aber dem war nicht der Fall.

 

Mal sehen, entweder es folgt eine weitere Absage, oder man kann sich mit der Stundenanzahl arrangieren. Wir werden sehen. Aber es zeigt, dass es selbst dann, wenn man sich versucht gut vorzubereiten und genau auf die Anzeige einzustellen manchmal diese kleinen Stolperfallen geben kann, die man nur über genaue Recherche umgehen kann. Hätte ich nämlich den Zugang nicht über die Stellenbörse sondern nur über die Website des Unternehmens gewählt, hätte ich gleich die Angabe bekommen. Wobei, da wäre wieder die Frage, ob es so abwegig ist, sich nicht doch auch in bestimmten begründeten Fällen mit einem realistischen Teilzeitwunsch auf eine Vollzeitstelle zu bewerben. Ich liege mit meiner Wunscharbeitszeit je nach Branche mit 5 bis 10 Wochenstunden unter der Vollzeitstundenzahl. Googelt man das landet man in doch eher zweifelhaften Mamiforen (nichts gegen Mamis, aber teilweise sind die Empfehlungen und Antworten da doch eher wenig hilfreich).

 

Mal sehen. Wir werden sehen. 

Ida_Pfeiffer

Ein Update

Schon wieder eine Weile vergangen. Und man merkt der Blog ist deutlich ruhiger geworden. Es hat sich einfach so viel verändert. Fernstudium trotz Unmöglichkeiten, hat sich durch die Regelung mit APOLLON, durch die ich das Studium wieder aufnehmen konnte zu Fernstudium mit vielen Möglichkeiten verändert.


Der Rest meines Studiums beträgt 25cm. Und grob überschlagen 180 Seiten zu schreiben. (exkl. etwaige Anhänge und Verzeichnisse). 

 

Nächste Woche steht dann "auch schon" die Begutachtung von der DRV an, um zu schauen, was die jetzt noch aus dem Umschulungsthema machen, was ich habe erst mal weiterlaufen lassen. Ganz zu meiner Freude darf ich mitten im Berufsverkehr und Uniansturmzeitraum pendeln naja Augen zu und durch, auch wenn es nervt, dass mir nicht die offizielle Begutachtungsstelle, die für mich in der Vergangenheit zuständig war zugeteilt ist sondern eine 70 km weiter. Aber als "Rentner" hat man ja die Zeit und Muße. (Das ist jetzt kein Jammern). 

 

Ansonsten werde ich zu diesem Blog hiermit meinen vorerst vorletzten Beitrag schreiben. Es wird noch einen geben wenn die Thesis abgegeben ist und dann vielleicht noch einem mit einem Rückblickenden Fazit. Ich hoffe einfach, dass es bei Möglichkeiten bleibt und auch die Unmöglichkeiten in meinem beruflichen Wiedereinstieg in Möglichkeiten wachsen. @KanzlerCoaching Danke auch einfach zu Ihren Worten im Forumsbeitrag. 

 

Im Moment ist der aktuelle Stand so, dass ich nun erst einmal maximale Energie in das Studium stecke und die Augen offen halte. Ich bin auch noch einmal genau die Stellen, auf die ich mich beworben hatte durchgegangen bzw. habe die Ausschreibung der Jobbörse oder AA einmal mit den Originalausschreibungen abgeglichen und auch noch einmal nach links und rechts geschaut, was in den Bereichen an häufigen Anforderungen auftauchen, ohne, dass es unbedingt in dem Jobangebot genannt wurde.

 

Ein grobes Defizit, was ich leider für viele der Jobprofile/ Bereiche habe  ist, dass ich absolut keinerlei SAP Kenntnisse vorweisen kann. Zwar bietet auch eine Uni hier in der nähe das an, leider aber zu sehr hohen Kosten, die neben dem Studium und mit Rente aktuell nicht drin sind. Ich habe daher erst einmal geschaut, ob ich, bis ich eine andere Möglichkeit finde, oder klar ist, dass es wirklich auf die Notwendigkeit hinausläuft, mir ein Basiswissen und Hintergrundwissen aneignen kann. Dazu bin ich auf ein für mich erst einmal passendes Angebot aufmerksam geworden und werde dazu einen eigenen Blog schreiben.

 

Ein weiteres Problem sind fehlende Berufserfahrung und Branchenwechsel sowie die lange Pause. Es sind mir noch sehr viele andere Aspekte aufgefallen und auch mein Lebenslauf an sich hat auch noch Schwächen gezeigt, weswegen ich den gerade neu aufstelle.

 

Ansonsten habe ich im Juli das Beratungsangebot mit dem IFD. Ich möchte zwar nicht zu hohe Erwartungen da rein setzen, dennoch freue ich mich darauf. Ich musste schon meine aktuelle Bewerbungsmappe einreichen. Darauf aufbauen erfolgt auch ein Bewerbungsunterlagen Check und noch einmal spezifische Hinweise. 

 

Vielleicht werde ich da noch einmal berichten. 

 

So das also ganz grob zum Thema Job. Es ist noch wesentlich komplexer und die Beiträge im Forum haben mich positiv zum Nachdenken angeregt. Manchmal löst sich dann auch ein Knoten von selbst.

 

 

Ida_Pfeiffer

Seit zwei Wochen habe ich nun wieder meinen offiziellen Studentenstatus. Auch wenn ich vorher schon ein wenig angefangen hatte zu machen, merke ich dass es jetzt eine ganz andere Qualität hat. Da bisher meine Bewerbungsversuch (vielleicht auch ganz gut zu diesem Zeitpunkt) ohne nennenswerten Erfolg verlaufen, stellt das Studium meine Haupttätigkeit dar. Entsprechend viel Zeit investiere ich. Was ich aber schon merke, ist, dass ich nach der ganzen Zeit erst einmal mein Pensum wieder finden muss. Ich rede da jetzt nicht von der Schreibschnelligkeit, Lesegeschwindigkeit sondern dem Wohlfühlpensum, bei dem man sieht das es vorwärts geht, ohne sich selber unter Stress und Druck zu setzen. So ein wenig wie das Flow-Erlebnis in den Prozessorientierten Motivationstheorien.

 

Im Moment muss ich noch ziemlich basteln. auch hat sich jetzt mal die DRV gemuckt und ich habe den Hinweis bekommen, dass für die Begutachtung jetzt ein Arzt zugeteilt wurde. Jetzt heißt es wieder warten auf den Termin. Aber das ist nachrangig. Mal sehen, wie es so weiter geht. Alles in Allem bin ich aber schon wieder voll "angefixt", was das Studieren angeht. 

Ida_Pfeiffer

Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind über eine Tüte Bonbons, dass ich wieder nahezu voll auf meinen Studiengang zugreifen kann. Doch aufgrund von technischen Problemen werde ich noch etwas ausgebremst.

 

Das muss ich jetzt aber bis Montag erst mal mit Geduld hinnehmen. 2015 ist der Campus umstrukturiert worden. Zu dem Zeitpunkt war ich in Pause und habe deswegen nicht bemerkt, dass auch bei mir ein Problem in der Studiengangübersicht bestand, was das Fehlen des Einsendebuttons für Fallaufgaben betraf. Ich habe vorhin erst gedacht ich wäre zu blöd gewesen herauszufinden, wie ich die Aufgabe freischalte (war mir aber auch sicher es gemacht zu haben). Die Suchfunktion auf dem OC hat mir dann die Antwort geliefert. Bei einigen Studierenden musste es damals jeweils individuell korrigiert werden. Wie ich heute feststellen durfte, hätte bzw. gehöre ich wohl auch dazu. Aber es gibt schlimmeres. Die Tutoren sollen ja auch ein wenig Wochenende haben.

 

Immerhin kann ich aber schon mal wieder auf die Modulforen etc. zugreifen und es fühlt sich GUT an!

Ida_Pfeiffer

Sorry, dass es im Moment etwas ruhiger ist. Ich komme irgendwie nicht so zum bloggen. Aber es war ein so schönes Gefühl, als vor etwas über einer Woche der Studentenausweis und die offizielle Bestätigung, dass ich nach 24 Monaten Pause mein Studium wieder aufnehme ins Haus geflattert sind.  Es mag sich paradox anhören, aber trotz der langen Zeit werde ich mein Studium vermutlich in der Regelstudienzeit abschließen. Da ich auf Attest pausiert habe, wird das nicht mit in die Regelstudienzeit rein gerechnet.

Die Frage, die sich mir dazu natürlich stellt, ich denke ihr ahnt es schon, wie macht man das bitte einem potentiellen Arbeitgeber klar ohne zu sehr aus dem "Nähkästchen" zu plaudern und vor allem, wie mache ich das, ohne, dass es für mich negativ ist, im Lebenslauf kenntlich.

 

Ansonsten habe ich das Thema Umschulung mittlerweile (ich warte nun ja schon seit fast 6 Wochen auf die Einladung zur ärztlichen Begutachtung, die mir angekündigt wurde) als Plan Z sehr weit nach hinten geschoben. Meine Bewerbungen laufen und ich hoffe irgendwann mal etwas anderes in meinem E-Mail Postfach zu finden, als die üblichen Standardfloskeln, die es vermutlich als Textvorlage im Standardmanual für Absagen 101 gibt, vorzufinden. 

 

Ansonsten versuche ich mich mehr und mehr an das Lernen  heranzutasten. Auch versuche ich gerade noch eine sinnvolle Reihenfolge festzulegen für den Endspurt.

 

Mal sehen.

Ida_Pfeiffer

Anmerkung zum Thema, bevor es zu Irritationen kommt. Wie bereits geschrieben lese ich primär nicht auf Rechtschreibfehler Korrektur, aber ich weiß auch, dass man auf Basis meiner Beiträge und Blogs entsprechendes von mir nicht erwarten würde. Ich verfasse diese auf dem Smartphone und lese diese wenn überhaupt flüchtig Korrektur. Im Realleben, sieht das Ganze durchaus anders aus, auch gehörte das vollständige Korrekturlesen inklusive Rechtschreibung zu meinen beruflichen Tätigkeiten. Aber ich werde mich bemühen auch die Blogs und Beiträge nicht nebenher zu schreiben. :D

 

Gerade ist es anscheinend mal wieder soweit, der allgemeine leidgeplagte und sowieso gequälte Student muss mal wieder eine Hausarbeit verfassen. Dabei geht es gar nicht mal um mich. Schon seit einigen Jahren lese ich ebensolche sowie Thesen auf korrektes wissenschaftliches Arbeiten, roter Faden und den ein oder anderen (jedoch nicht primär) Rechtschreibfehler Korrektur.

 

An sich ist es durchaus interessant, von Dingen zu lesen, die man zuvor noch nie gehört hat. Gerade habe ich mal wieder zwei parallel hier liegen, einmal eine aus einem APOLLON Bachelostudiengang und eine andere von einer Präsenzlerin in Vechta, die grundständig Gerontologie studiert.

 

Beides ist gerade nicht prickelnd, bei der einen weil, sie sich im Moment nicht gut konzentrieren kann und über ein literaturarmes Thema schreibt  und bei der anderen, weil sie einen weit entfernten Bereich mit streift. Und da ist dann oft der rote Faden in Loopings gelegt. Zwischendurch habe ich wirklich Probleme bei beiden Sinnzusammenhänge zu finden und dann teilweise auch die Belege zuzusortieren. Naja, ich weiß aber auch, dass ich was wissenschaftliches Arbeiten angeht recht hohe Ansprüche ansetze und manchmal vielleicht etwas gnädiger sein darf. Aber bei manchen Sachen muss ich doch manchmal denken "Mädel" was  hast du die letzten x Jahre in deinem Studium gemacht.

 

Naja ich werde dann mal weiterlesen, entweder es kommt noch ein Highlight oder ich will Schmerzensgeld in Form von Eis mit Karamellsoße und ne Nackenmassage

 

:22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Ida_Pfeiffer

Ich glaube ich muss gerade einmal ein neu entstandenes Dilemma in Worte fassen. Es ist gar nicht mal so, dass es die äußeren Umstände sind, sondern es ist etwas, was wirklich am Freitag angestoßen wurde, als ich mit einer Freundin über den geplanten Weg gesprochen habe.

 

Sie war nicht die Erste, die fragte, "aber wenn du doch dein Studium weiter machen kannst und es auch beenden kannst (vorher war es könntest), wozu brauchst du die Umschulung". Seitdem frage ich mich, ob ich für den richtigen Weg kämpfe, denn nein der Umschulungsberuf ist nicht mein Traumberuf, aber er würde eine gute sichere Basis bieten. Aber zwei Jahre noch mal jeden Tag die Schulbank drücken und noch weitere zwei Jahre aus dem Arbeitsmarkt raus bleiben... Ich glaube mein größtes Problem ist die Angst vor dem, was ist, wenn alles schief geht und am Ende die DRV mich nicht noch mal durch den Prozess durchlässt. 

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht in etwa genau so viel Sinn machen würde, die zeit- und arbeitsintensiven Elemente des Studiums als erstes nach Wiederaufnahme zu machen im April und mich auf eine Teilzeitstelle bis 75 Prozent ab August/September zu bewerben und bis dahin ein wenig die Füße flach zu halten. Klar ist meine volle Erwerbsminderung noch für mehr als zwei Jahre bewilligt und ich könnte es mir "gut" gehen lassen mit Übergangsgeld und so, aber das bin ich nicht.

Für die Zeit, in der es mir schlecht ging, war es gut und wichtig, aber jetzt frage ich mich, ob es nicht am Ende auf das Selbe rauskommt entweder vollzeit die Umschulung zu machen oder teilzeit zu arbeiten und die letzten Etappen im Studium  zu nehmen, aber schon zu versuchen, in eine Entsprechende Stelle zu kommen.

 

Nachteil ist die Ungewissheit des Arbeitsmarktes, aber die habe ich ja danach auch. Auch muss ich genau abwägen, welche Stellen hinsichtlich meiner Einschränkungen (raus aus dem Helferbereich, Wechselschicht etc) in Frage kommen. Auch habe ich meinen Abschluss noch nicht in der Tasche.

 

Vorteil, ich würde am Ende mit etwas weitermachen, wo wirklich mein Herz drin steckt, ich kann wesentlich schneller wieder aus der Sonderreglung mit der APOLLON raus und rechnerisch nicht erst in ca.3 Jahren etwas mit dem Abschluss machen, sondern ca. in einem Jahr.

 

@Hep2000 hast du nicht mal in einer ähnlichen Situation gesteckt. Ich glaube ich brauche mal vernünftiges Schwarmwissen

Ida_Pfeiffer

Gestern war ich noch fröhlich angesichts der zugesandten Unterlagen gewesen. Heute habe ich sie mir genauer angesehen und leider komme ich für das Stipendium doch  nicht in Frage. Man konnte vorab nur wenig Informationen erhalten. Und weil das schade ist ein kurzer Blog dazu.

 

Die Willi Rebelein Stiftung fördert ausschließlich Studierende mit einer entsprechenden Behinderung. Dabei sind Art und Grad der Behinderung ausschlaggebend. Leider werden nur Studierende mit einer Körperbehinderung gefördert, die die Regelstudienzeit nicht oder nur minimal überschreiten sowie keinen Ausgleich durch andere Stellen halten. Es werde dabei Kosten getragen für Anschaffungen und finanzielle Auffwendungen, die zum Ausgleich der Behinderung dienen und so erst das studieren Möglich machen, sowie wenn durch die körperliche Behinderung eine entsprechend problematische Wirtschaftliche Lage besteht.

 

Es ist also kein pauschales Stipendium für Studierende mit Behinderung, wie es auf den Seiten, die darüber kurze Infos listen steht. Und eben leider auch  nicht für Menschen die zwar einen entsprechenden Grad der Behinderung haben, dieser im Schwerpunkt jedoch Psychisch ist und somit keine nennenswerten Nachteile z.B. wie bei Erblindung (Spezieller Computer, Studienmaterialen), Taubheit (Dolmetschter) etc. auftreten.

 

So traurig ich auf der einen Seite bin, denke ich dennoch, dass auch das ein gutes und sinnvolles Vorgehen ist und kann es verstehen.

Ida_Pfeiffer

Das Taxi ist da. Das ist das Synonym für so vieles. Es geht los, zwar ist der Weg zum Flughafen was das andere Drumherum (Umschulung, Begutachtung, Aushilfstätigkeit IRGENDWAS) noch weit, aber das Taxi ist da und fährt mit mir über die Autobahn.

 

Oder kurz, als ich heute nicht mehr damit gerechnet habe, war sie da, die lang ersehnte Mail vom Studienservice. Die Hochschule ist mir enorm entgegen gekommen in einer Einzelfallentscheidung (aus diesem Grund habe ich aus vergangenen Blogs genaue Modalitäten entfernt) und ich kann mein Studium ab April wieder aufnehmen.

 

Ich freue mich wahnsinnig und bin auch gespannt wie es ist, wieder ganz dabei zu sein. Es ist enorm hart sich in die Normalität zu Boxen aber heute habe ich ein Stück mehr Normalität und Leben geschenkt bekommen. In den letzten Wochen und Monaten habe ich diese Momente und Bereiche wirklich zu schätzen gelernt in denen sich mal ausnahmsweise rein gar nichts um irgendeine Erkrankung oder deren Therapie dreht. Oder wie sage ich im Moment gerne, wer unterhält sich schon gerne den ganzen Tag über einen entzündeten Zehnagel, macht den Menschen nicht viel mehr aus.

 

So jetzt gehe ich meine Freude relaxend im Schlaf feiern :D.

Ida_Pfeiffer

Hätte miche jemand vor 3 Jahrne gefragt hätte ich bestimmt nicht gesagt ich möchte so schnell wieder irgendwelche Dinge Kategoriesieren auswerten etc. Damals habe ich mir die Student Version von SPSS gegönnt und es war relativ entspannt. Bei einer anderen Erhebung hatte ich zuvor PSPP verwandt und es war mir dann doch noch etwas zu viel an Kenntnissen für meine Matrizen etc notwendig bzw. auch meine Informatik Master Mitarbeiter hatten mit mir zu kämpfen.

 

Im Moment übe ich die Auswertung mit Excel (Irgendwas muss man ja während des wartens machen, leider habe ich immer noch nichts vom Studienservice gehört, auch nicht auf meine Nachfrage vom Montag aber wie ich schon mal geschrieben habe, werte ich das erst mal positiv). Das händische Formeleingeben ist zwar nervig auf der einen Seite aber auch interessant und macht Spaß. Für mich ist es ein Probelauf auf meine Thesis. Ich hatte noch mit dem Gedanken gespielt meinen SPSS Account zu reaktivieren, merke aber, um so mehr man sich einfuchst ist es zwar mit zunächst mehr Arbeit verbunden am Ende aber annähernd genau so effektiv. Natürlich gibt es noch die vielen Schönen Add Ins aber ich hab mir Gedacht, wenn ich schon die Zeit habe, dann doch von A bis Z.

 

Arbeitet von Euch jemand mit Excel für Statistische Auswertungen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ida_Pfeiffer

Aktuell residiere ich in einer alten Villa in einer durchaus Luxuriösen Ferienwohnung, die ich mir definitiv eigentlich nicht leisten kann. Der Weg dahin passt eigentlich mal wieder zu mir. Das mit dem Wasserschaden bzw. dem Geräuschpegel hat mich psychisch an meine Belastungsgrenze gebracht. Ich hatte ja am Rande schon einmal geschrieben, dass ich Hochsensibel bin (Nein das ist keine Krankheit, man würde ja auch niemanden als Krank bezeichnen nur weil er 1,90 groß oder 1,50 klein ist).

Um nicht einfach mit Wörtern um mich zu werfen, ganz nach dem Vorbild wissenschaftlicher Arbeiten, in denen man bestimmte Begriffe definiert hier eine kurze Erklärung dazu.

 

Zitat

Hochsensibilität - Was ist das? (Auszüge aus dem Flyer des IFHS e.V. Bochum)

Jeder Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf und verarbeitet sie. Bei fast allen Menschen wird ein Großteil der Informationen jedoch aus der Wahrnehmung herausgefiltert. Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen (HSP)  weniger stark ausgeprägt. Hochsensible nehmen viel mehr Informationen auf. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem größeren Spektrum wahr. Manche HSP nehmen z. B. Gerüche, optische und akustische Eindrücke intensiver oder facettenreicher wahr, andere bemerken beispielsweise feine Nuancen in zwischenmenschlichen Beziehungen, können manchmal gar fühlen, ob eine Person lügt. Wenn HSP nun permanent wesentlich mehr Informationen aufnehmen als normal sensible Menschen, so liegt es in der Natur der Sache, dass bei ihnen die Speicher schneller voll und die Akkus schneller leer sind. Die hohe Anzahl an Informationen, die sie aufnehmen, will verarbeitet ("verdaut") werden. Ihre Nerven brauchen nach Zeiten der intensiven Stimulierung früher eine Phase der Regeneration. Da die Intensität ihrer Informationsaufnahme höher ist als bei anderen Menschen, geraten sie schneller an ihre "Schmerzgrenze". Der Ausdruck passt in der Tat: Überstimulation kann Schmerzen verursachen. Bei HSP sind schneller Leitungen überlastet - der Körper wehrt sich. Infolge dieser Begrenzungen sind Hochsensible, von außen betrachtet, scheinbar weniger belastbar - laute Musik, der Andere ohne Probleme zuhören können, führt bei ihnen zu Unwohlsein, gar zu Schmerzen.

 

(Wer mehr Infos sucht, oder sich belesen möchte, der Link zum Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. in Bochum findet sich im Text.  Und wer sich noch fragt, ob das sich das nicht wie das Autismus vom Asperger Typ anhört (da bin ich in einer Diagnostik tatsächlich gelandet u.a.wegen Gefühlen der Überforderung in sozial schwierigen Situationen, häufige Abneigung gegen Smalltalk ) dem empfehle ich die Seite oder die Literatur von Zartbesaitet )

 

Tja und das, was für jeden normalen Menschen schon anstrengend ist ist für jemanden wie mich gleich einem Dauerbeschuss. Da man die Kondensatoren und Überdruckpumpe nicht wegzaubern kann und sie eine gewissen Zeit laufen müssen, bin ich in die letzten Tage immer wieder in eine extreme Überstimulierung gerutscht, die bei mir in massiven Depressiven Erschöpfungszuständen und dem Körperlichen Schmerz geendet hat, bis ich eben den Schlussstrich gezogen habe. Ich hatte am Wochenende ausprobiert, ob es mir besser geht, wenn ich in einer ruhigen Umgebung bin und dem war so. Ich konnte mich wieder auf Dinge konzentrieren, meine Studienhefte lesen, denken. Gestern bin ich in 8 Stunden so abgerutscht naja. Ende vom Lied, nach einem Hin und Her, weil das Hotel eine Vorauszahlung der Kosten für 14 Tage oder für die Ferienwohnung für 14 Tage wollte (sie bieten beides an) und dies mehr als mein Monatseinkommen umfasst musste ich weitersuchen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon die Deckungszusage der Versicherung und es wurde mir ein nicht unerheblicher Betrag angewiesen, auch stand in den AGBs des Hotels, dass die Rechnungsstellung bei längerem Auftenhalt ohne Vorkasse möglich sei (nicht aber für mich, man hatte der Drachen heute Haare auf den Zähne, die Absprachen von gestern mit der Kollegin, die auch einen Vermerk gemacht hatte galten nicht nicht mehr. ALso neu gesucht. Angerufen und am Ende fünf mal besser gelandet in einer geräumigen Maisonettewohnung in einer alten Villa mit einer so unkomplizierten Menschen, alles kein Problem und kein Zeitdruck dass ich in 14 Tagen raus muss, falls es länger dauert und die Versicherung hat auch mitgespielt. Jetzt mache ich Buchstäblich Urlaub im eigenen Wohnort. Ich verfüge aktuell über eine Dachterasse und viele andere Gimmiks.

 

 

Aber in meinem Titel steckt ja noch mehr. Unter anderem auch das Thema Fernstudium als HSP. Seit ich weiß, dass ich die Veranlagung habe, kann ich manches auch anders und besser einordnen. Ich musste z.B. lernen anders zu Lernen und mir meine Lernumgebung anders zu gestalten, damit ich mich nicht reizüberflute. Ich habe immer im ÖPNV, während meiner Nachtdienste oder auch in einem Café und ich habe mich gewundert, WARUM ich zwar viel weiß, aber danach oft vor allem nach intensiven Intervallen massive und lange Regenerationsphasen oft von einigen Wochen brauche. Als HSP musste ich ein anderes Gefühl für Grenzen kennenlernen und auch, wie ich diese identifiziere, denn oft merkt man die Erschöpfung erst, wenn es schon "zu spät" ist. Ich lerne nur noch mit Wecker, nur noch in Stillen Räumen und nur noch in Maximalintervallen von 40 Minuten mit danach mind. 1 Stunde Pause. Auch achte ich darauf einen Methodenmix beim Lernen zu haben, der unterschiedliche Sinne zu unterschiedlichen Zeiten anspricht, damit nicht immer das gleiche Sinnesorgan belastet wird und Störquellen wie Handy, Telefon, Email und Türklingel sind tatsächlich ausgeschaltet.

 

Es ist gerade manchmal, wie das Studium neu anzufangen und das Lernen wieder neu zu lernen und gewiss auch nicht leicht, aber durchaus leichter als das Gefühl vorher einfach nicht mehr kognitiv Leistungsfähig zu sein aufgrund einer Psychischen oder Somatischen Erkrankung. Fluch und Segen zugleich. Aber ich versuche das Positive in dem Ganzen zu sehen, vor allem dieses Geschenk Informationen intensiver aufzunehmen, welches mir oft dabei hilft Sachverhalten nur einmal lesen zu müssen und sie dann verinnerlicht zu haben vorausgesetzt ich gebe den Informationen (Modulinhalten) die notwendige Zeit zum sacken.

 

Ich werde bestimmt noch einmal ausführlicher auf einzelne Aspekte des Themas HSP und Fernstudium und worauf man (naja ich) achten sollten eingehen, da ich mir sehr sicher bin, dass es noch den ein oder anderen draußen gibt, der noch in der Phase des "wunderns ist".

 

Ansonsten trainiere ich weiter die Geduld in Ungeduld. Ich hatte am Montag Morgen noch mal die APOLLON angeschrieben, ob mitterlweile alle Entscheidungsträger erreicht werden konnten. Leider habe ich darauf noch keine Rückmeldung, aber angesichts der noch bis heute herrschenden Jahreszeit und der Tatsache, dass heute wohl die Telefonanlage umfangreich gewartet wurde und eine entsprechende schlechterer Erreichbarkeit angekündigt wurde übe ich mich dann weiter in Geduld.

 

Aber ich Habe mich schon mal mit meinen Gepackten Koffern vor die Haustür gesetzt, denn jetzt könnte das Taxi wirklich mal bald kommen, denn ich habe im Prinzip, was die Thesis geht den Startschuss fürs Exposé und die Erstellung der konkreten Forschungsfrage bekommen, im Moment warten sowohl Frau Dettmann, die mein Erstgutachten macht, als auch ich darauf, dass es endlich los gehen kann. Ich bin wirklich froh, dass sie so geduldig mit mir ist und mich nach fast zwei Jahren Pause weiter betreut (wobei jetzt sind es ziemlich genau 2 Jahre).

 

 

upps das war lang und nicht nur auf das Fernstudium bezogen, aber manchmal ist das so vielschichtig, dass ich gar nicht weiß, wie ich es am besten Verpacke, um doch die Zusammenhänge klar zu machen. Aber was solls, das bin eben ich :D.

Ida_Pfeiffer

Bitte was? Klausureinsicht am Telefon?

Das Thema Klausureinsicht am Telefon und wie das gehen soll hat sich ja in den letzten Tagen aufgetan, als ich unter @Hep2000 s  Blog, schrieb, dass das eine Option ist. Und da es für andere leichter zu finden ist, wenn es irgendwo spezifisch auftaucht, bietet sich doch ein kurzer Blogbeitrag dazu an ( @Markus Jung ggf. kann ich dazu auch noch mal was ins Apollon Forum werfen, mal sehen :) ).

 

Ich wohne recht weit von Bremen weg, dem Standort der APOLLON und zu dem Zeitpunkt an dem es mir wichtig war eine Klausur einzusehen, war in nächster Zeit kein Seminar geplant. Wir haben ja nur sehr wenig in unserem Studiengang um genau zu sein mit Healthmarketing Projekt sind es 5. Ich war mit Pauken und Trompeten durch Empi und Statistik durchgefallen un hatte das Gefühl gehabt mich aufgrund ungünstiger Formulierung für einen falschen Weg entschieden zu haben und wollte für die Wiederholungsklausur (die nach einigen Jahren immer noch aussteht) wissen, worauf ich noch einmal achten muss.

 

In der Regel ist nach der Klausur nur ein begrenzte Zeit möglich in der man die Einsicht geltend machen kann. Die Apollon (vielleicht auch andere Hochschulen) bietet für ihre Studierenden, die ja teilweise auch auf anderen Kontineten wohnen (USA, China, Afrika) die Option der telefonischen Klausureinsicht an. Zunächst zum Ablauf.

 

Wenn die Note im OC auftaucht meldet man sich per Telefon oder Mail beim Studienservice und meldet an, dass man Klausureinsicht wünscht und wenn möglich vereinbart man einen Termin bzw. erhält einen Terminvorschlag. (Mich hatte es leider in einem 18 Tägigen 12er Schicht Block erwischt, also war es für mich dann nicht nur Einsicht am Telefon, sondern Einsicht am Telefon mit Headset nach dem  Nachtdienst vorm Schlafen (würde ich  nicht unbedingt empfehlen :D).

 

Zu der Vereinbarten Zeit ruft dann jemand vom Studienservice, i.d.R. Frau Schuster, die für den Bereich Prüfungsservice und Klausuren zuständig ist, an. Sie hat die Klausur mit den entsprechenden Anmerkungen dabei vorliegen. Deswegen dauert es manchmal auch etwas zwischen dem Anmelden der Einsicht und dem Termin, da die korrigierte Klausur vom korrigierenden Tutor erst wieder zur Hochschule gesandt worden und eingetroffen sein muss. Unsere Klausuren werden von Tutoren Quer durch Deutschland je nach Modul korrigiert.

 

In der konkreten Einsicht ist es so, dass Frau Schuster noch einmal kurz angibt um welche Aufgabenstellung es sich gehandelt hat (gerade in der Klausur ist es wichtig, weil sie sehr detailreich ist). Danach hebt sie hervor, wo die Defizite waren, was genau der Tutor angemerkt hatte und wo genau der Fehler war. Ich konnte auch rückfragen Stellen, die sie anhand der Angaben des Tutors beantworten konnte und sie konnte erklären, wo ich noch einmal hinschauen muss.

Beispielsätze für eine Telefonische Klausureinsicht könnten sein: Bei Aufgabe 1 sollten sie Median und Modus berechnen und sich dabei auf die angegebenen Frauen und Männergruppen beziehen. Sie haben dabei jedoch nicht die entsprechende Formel angwandt sondern eine für...

 

oder

 

Bei der Definition und Erkärung der einzelnen Skalierungen und Verteilungen, haben Sie die Definitionen von Nominal und Ordinal vertauscht.

 

Die Berechnung der Varianz ist fehlerhaft, weil sie in der Anwendung Parameter die falschen Bezugsgrößen gewählt haben.

 

Reicht einem diese Aussage nicht oder es ist noch unklar, kann man weiter nachfragen. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass in der Frage mein Kopf einen Knoten hatte und ich es nicht geschafft habe mir die Grundgesamtheit korrekt zu definieren. Auch da konnte sie entsprechend unterstützen, so dass ich sollte mir diese Aufgabe noch mal begegnen die Formulierung nun auch verstehe (nach dieser langen Zeit ist das durchaus möglich, die APOLLON schließt es nicht aus, dass man die gleiche Klausur noch einmal bekommt, das wurde mir damals bei Klausureinsicht schon gesagt).

 

Man hat zwar die Klausur nicht vorliegen, aber kann bei Unklarheiten durch Rückfragen auch erkennen, ob ggf. ein Fehler seitens der Bewertung vorliegt. Dann wäre das Vorgehen so, dass der Studienservice, wenn es definitiv ein Fehler ist Rücksprache halten würde etc und so etwas dann geprüft wird. Im Vergleich zur reinen Klausureinsicht (Vis-à-Vis), die ich vor meiner Examensprüfung in der GKP machen durfte muss ich sogar sagen, dass ich diese sehr effektiv finde, denn es ist nicht dieses reine Betrachten, sondern ein Dialog, aus dem ich dann wertvolle Informationen mitnehmen konnte, die ich im Eigenstudium der Einsicht nicht konnte vor allem, wenn es ein Fehlversuch aufgrund von Verständnisproblemen war oder auch ungeahnten Defiziten (Denn ihr dürft lachen, ich habe zu dem Zeitpunkt beruflich schon in dem Bereich gearbeitet).

 

Wenn alle Fragen geklärt sind und die Klausur komplett eingesehen wurde ist das Telefonat beendet. Meine Einsicht hat ca. 20-30 Minuten gedauert und Frau Schuster hat sich wirklich Zeit genommen. Für jemanden, der vielleicht nicht so schnell nach Bremen kommt ist es durchaus eine Möglichkeit, die ich empfehlen kann.

 

Ich hoffe, dass hat es  etwas erklärt, wie das Funktioniert. Gibt es das denn an anderen Fernhochschulen nicht? Und wenn doch, wie läuft es denn da ab? Gerne im Kommentar!

Ida_Pfeiffer

Im Moment habe ich ein wenig einen Hänger, weshalb es auch nicht so mit dem Bloggen klappt: Theman hätte ich eigentlich noch genug, denn bisher gab es ja nur so die ein oder anderen Rahmenfakten. Das größte Problem ist im Moment die Geduld mit der Ungeduld oder auch das gewissenhafte Aktualisieren meines APOLLON Postkorbes in der Hoffnung auf Rückmeldung. Diese Woche sollte das alles den Entscheidungsträgern vorgelegt werden zur Prüfung, da letzte Woche wie ich ja berichtet nicht alle da waren, um über die Wiederaufnahme meines Studiums bei weiterer Herabsetzung der Rate zu entscheiden.Jetzt haben wir Freitag und auch nahezu Büroschluss. Und ich merke, wie meine Ungeduld gerade die Geduld überholt.

Das liegt aber nicht ausschließlich an der Sache an sich. Von dem Zeitpunkt an, dass ich gemerkt habe nach zwei Jahren kann es weitergehen im Leben, es kann wieder an Arbeit, Studium und auch an eine neue Berufsqualifikation gedacht werden dauert es gerade einfach zu lange und das macht es mir einfach Schwer meinen positiven Geist aufrecht zu halten. Und ich glaube, da würde es dem ein oder anderen Ähnlich gehen. Quasi Koffer gepackt, die Reise kann losgehen und dann kommt das Taxi nicht, das eigene Auto ist in der Werkstatt, das Fahrrad in der Nacht geklaut worden, der Nachbar hat keine Zeit und im Funkloch sitzt man auch noch. Oder noch plastischer (auch das ist mir passiert) in der Einfahrtsschneise zum Bahnhof im IC Nachts stehen und weil man vorher Verzögerung hatte zu hören, dass man jetzt hier die Fahrt einstellt (Bahnsteig in sicht ca. 500 m) weil sonst die Lenkzeit überschritten wird und jetzt erst der neue Lokführer aus einem Ort ca. 80 km entfernt kommen muss. Naja wenigstens gab es gratis Kaffee.

 

Aber ihr sollt auch ungefähr genau so Lachen dürfen, wie ich heute, als ich einen Brief aus dem Briefkasten zog und dacht ich lese nicht richtig. Ich bin als eine von 30 Personen zu einem Fach Disputium eingeladen worden in einem Fachbereich in dem ich mit einer anderen Dame eine Studie veröffentlicht habe und damit was die Perspektivwahl anging zu der Erkrankung in Deutschland die erste repräsentative Studie waren. (Den Status haben wir uns nicht selbst gegeben, denn wir waren zwar Mutig und haben auch so einiges einstecken dürfen, aber da ist man dann doch etwas demütig). So sehr mich doch die Einladung geehrt hat und ein wenig auch Stolz macht, dass es besagtem renommierten Arzt (tatsächlich- hat er mittlerweile bestätigt) nicht aufgefallen ist, dass es sich weder bei mir noch meiner Freundin um Medizinier handelt (wir sind beide aus dem gleichen Pflegesektor ;) also am eigentlich am anderen Ende der Kette, aber eben nie als solche sondern studierende aufgetreten) musste ich auch mit Humor eben deshalb ein wenig mein Lachen unterdrücken. Wenn ich doch jetzt noch eben den Medizinierabschluss mitgeschickt bekomme :D.

Naja ich habe die Einladung ausgeschlagen, denn ich glaube unter 29 Fachärzten in eine Fachdiskussion zu treten ohne medizinisches Hintergrundwissen, wäre schon etwas sehr mutig für meinen Geschmack und die Perspektive ist einfach auch immer anders gewesen. Es ging uns nie um die Diagnose sondern, um den Einfluss auf das Leben der Betroffenenen etwas, was oft in Budgetstreits Leistungskatalogen und auch bei der Frage ob eine Leistung in den Leistungskatalog aufgenommen wird in Deutschland nur sehr wenig Berücksichtigung findet (LEIDER).

 

Das Erinnert mich an etwas. Als ich mal gar nicht wusste, was gerade wie und wo und auch, ob ich meine Träume erreichen kann bzw. wir zweifelten es gegen den Sturm der Fachwelt, die erst seit Veröffentlichung uns wohlgesonnen ist und nicht mehr darauf pocht, dass Studierende erst einmal lernen sollen wissenschaftlich zu arbeiten bevor sie eine groß angelegte Studie machen (das waren noch die Netten kommentare), in den Situationen sandte mir meine Dekanin den Link zu einem Lied. Vielleicht kennt ihr es ja auch es ist von Ryan Shupe & the Rubberband "Dream Big". Wenn ihr Zeit habt hört es euch mal an mit dem Video dazu ich bin mir sicher, da wird sich der ein oder andere wiederfinden! Denn ist es das nicht manchmal, ein Fernstudium, vielleicht auch schon nach einigen Jahren im Beruf, ein Traum, den man sich noch erfüllen möchte EGAL was das Umfeld sagt! Und ich kann nur sagen, egal wie viele Täler, der Kampf lohnt sich, auch wenn der Ausgang wie bei mir im Moment gerade einmal ungewiss ist.

Ida_Pfeiffer

Einfach wäre ja auch zu schön gewesen

Ich habe gerade mal wieder mein wöchentliches Telefonat mit der DRV gehabt, weil es aktuell noch Formalitäten zu klären gibt. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es tatsächlich so glatt gelaufen wäre, wie es ursprünglich aussieht. Die hatten etwas wegen der Lernvariante 50/50 am Comcave gezickt, weil bei psychische Erkrankungen gerne eine Vollzeit vor Ort Variante gesehen wird. Ich habe aber ziemlich gute Argumente, da ich auch noch eine andere chronische Erkrankung habe mit der ich zwei mal die Woche zur Lymphe darf und auch die Unterstützenden Dienste, auf Empfehlung derer, die mich kennen nicht abrupt sondern ausschleichend beendet werden sollen, um sicherzustellen, dass die Veränderungen durch die Umschulung keinen Rückschlag verursachen. Alles Befundet etc. ABER da die ja im Moment gegen ihre eigene Argumentationsgrundlage arbeiten (die hatten in Ihrer Begründung immer alle AKTUELLEN Befunde und Gutachten rausgelassen aber sich voll auf mein Rentengutachten von vor nem Jahr gestützt darf ich mal wieder zur medizinischen Begutachtung.

 

Ist natürlich ein Fortschritt aber sorgt nicht gerade für Erleichterung, da ich Angst habe, dass auf der Zielgerade doch noch die Umschulung gekippt wird. Mündlich ist eben nicht schriftlich.

 

Ansonsten laufen seit heute Vormittag auf 32 qm 6 Trocknungsgeräte und ich drehe nach 10 Minuten in der WOhnung schon druch. Da helfen auch keine Kopfhörer und Ohropax. So dann machen wir das in Kombination. Rentengutachten+ 4 Wochen die Geräte mit jetzt schon absehbar schlechtem Schlaf und schlechter Laune (Danke an meine Hochsensibilität (was ja zum glück nicht nur eine doof Veranlagung ist). Ich muss sagen meine Stimmung ist grad unterirdisch genervt und ich habe auch Bammel. Ich hasse diese Gutachten einfach, obwohl ich da schon Übung haben müsste. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.

 

 

Ida_Pfeiffer

Da sind sie, ich sehe sie. Wen? Na die Fragezeichen, die sich angesichts der Überschrift formieren und die Frage "Was will sie denn nun schon wieder damit sagen".

 

Die meisten von uns, die eine Pause gemacht haben wissen, dass sich das auch auf  das Lernverhalten danach auswirken kann. Außerdem hat das autodidaktische Lernen bzw. so ein Fernstudium einen gewissen Gewöhnungscharakter. Problematisch wird es aber dann, wenn es auf einmal heißt "Vollbremsung", kein Studium, Pause, Hefte nicht anrühren, krank heißt krank, nicht über das Lernen Ausweichen, keine Vermeidung über Faktenpauken. Und am meisten von mir gehasst "bevor Sie sich damit befassen anderen Unterstützungsangebote zu kreeiren sollten Sie sich erst einmal damit befassen, wie Sie sich selbst unterstützen."

 

Zähneknirschend habe mich dem irgendwann ergeben. Erst habe ich es mir nicht nehmen lassen noch eine Studie auszuwerten und diese auch in einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlichen (nein nicht die Apotheken Bravo :D ) aber dann musste ich mir eingestehen, es geht wirklich nicht. Den Frust darüber vor der Brust habe ich gedacht ich finde verbündete an der Hochschule (das war gerade vor und zu Beginn der Pause) ABER Pustekuchen, denn auch da folgte der sanfte, wertschätzende Hinweis von jemandem vom Studienservice und gleich zwei Dekanen, dass ich mich um mich kümmern muss und nur dann auch wieder fit werde für das Studium.

 

Nunja. Das habe ich dann akzeptiert und es tat gut. Die Entzugserscheinungen am Anfang waren grausam. Nachher ging es, aber sobald ich auch wieder kognitiv Leistungsfähiger wurde, war es wieder da. Also Schublade auf, Hefte raus...Mist ERWISCHT und wieder eingepackt. HEfte wo anders hingepackt ABER - EINS, nur EINS könnte ich doch rausnehmen.  Da das da aber noch nicht zielführend war, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht mal das Thema Umschulung geschweigedenn wiederaufnahme des Studiums im Raum stand musste etwas anderes her.

 

Fragt mich nicht warum ich auf die Idee gekommen bin. Naja doch. Zunächst habe ich mit Polnisch angefangen, da ich es aber für einen anderen wichtigen Bereich in meinem Leben hier in Deutschland wenig verwende und nicht so viel Spaß daran habe ist es Persisch (Farsi) geworden. Ich habe mir gedacht, wenn meine Nichte das Lernen kann (okay sie wächst blilingual auf) dann kann ich das auch. Es macht wirklich Spaß auch wenn es ungewohnt ist. Ich denke jeder, der schon einmal eine Sprache mit einem anderen Schriftsystem und oder Kehllauten gelernt hat kann das etwas nachvollziehen. Und für die Anderen, ads ist ein bisschen so, wie Matheaufgaben nur in Formeln geschrieben zu haben die Auf dem Kopf stehen und anstelle der Buchstaben gibt es Punkte und Dreiecke.

 

Aber es wird. Wenn man dann mal alle Regeln verstanden hat. Jetzt bin ich gespannt, wann ich auch wirklich mal in Richtung Conversation komme, denn so lerne ich nun mal Sprachen- Durch Sprechen :D.

 

Aber der Suchtersatz hat wirklich auch dazu beigetragen mich wieder auf ein autodidaktisch akzeptables Niveau für das Studium zu bekommen. Jetzt muss es nur noch wieder Anfangen, aber das ist ja ein anderes Thema :D

Ida_Pfeiffer

FAQ - Hier bitte Fragen Stellen :D

Sooo, da wir ja gerade erfolgreich einen anderen Blog gesprengt haben und ihr einiges an Fragen habt bzw. zwischendurch habt. Hier ist Platz dafür. Sozusagen ein FAQ zu mir meiner Situation, der APOLLON Finanzierung in meinem Fall und was auch immer. Ich werde die Fragen nach und nach aus dem anderen Blog hierher übertragen.

 

WICHTIGER HINWEIS: Ist euer Kommentar unten verschwunden, nicht böse sein, er ist dann vermutlich im Hauptbeitrag gelandet :)

 

  • Was studierst du eigentlich?

 

Aufgrund des Bloginhalts und der Offenheit müssen dazu die Angaben: Bachelor of Arts "Studiengangsname" an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, Bremen mit einem Schwerpunkt im Gesundheitswesen genügen.

 

  • Ratenhalbierung und Bekomme ich mein Zeugnis dann trotzdem wenn ich fertig bin oder erst, wenn ich alles bezahlt habe

 

Zitat

Zitat von @psychodelix

Apollon bietet ja auch an, die Raten zu Halbieren bei doppelter Laufzeit. Das ist etwas, was bei mir für den Master in Frage käme.

Aber ich gehe davon aus, dass es ein Vertrag ist und ich das Masterzeugnis nach meinem Abschluss bekomme - auch wenn die Raten noch weiter laufen.

 

Bei dir ist die gesamte Laufzeit inzwischen wohl länger. (?)

 

 Bei der Normalen Ratenhalbierung (CAVE: Im Teilzeitstudium nicht möglich), wird die Rate entsprechend der Laufzeit und dem Gesamtbetrag auf die Hälfte bei entsprechender Verlängerung der Finanzierungslaufzeit angepasst. Anders als z.B. an der IUBH (mein Kenntnisstand ist 2014 @IUBH Kevin Moeller bitte korrigiere wenn falsch) erhältst du dein Zeugnis allerdings nicht erst, wenn die Gesamtsumme begilichen ist, sondern wenn du deinen Abschluss hast und zahlst dann weiter die Raten. Würde man das im Bachelor machen, kann man an der APOLLON noch den Master anschließen und es wird hinten dran gehangen.

 

So nun zu meinem Fall. Ich habe bis zu meiner Gesundheitspause Vollzeit studiert und entsprechend die Ratenhalbierung gewählt. Diese ist mir aktuell jedoch nicht möglich aufrecht zu erhalten aufgrund der niedrigen Rente (mit minimal über 30 auch nicht verwunderlich) und dem geringen Grundsicherungsbetrag zur Aufstockung) nicht stemmen. Aufgrund meiner persönlichen Situation müsste ich das Studium zudem weitere 2,5 Jahre (ab heute) pausieren, wenn ich mit der Umschulung beginne, da ich aktuell beides parallel einfach nicht schaffe. . Alle andere Möglichkeiten sind ausgeschöpft und deswegen wird aktuell versucht eine individuelle Lösung zu finden, die es mir ermöglicht das Studium zu beenden vor der Umschulung, nach und nach mit der Rückzahlung meiner Studiengebühren wieder zu beginnen (das pausiert aufgrund der Pause auf Attest auch seit 2 Jahren) und so auch meinen Vertragspflichten soweit möglich wieder nachzukommen. Dazu und das ist mir wichtig bin ich von der Apollon nie gedrängt worden, sondern da ist sehr verständnisvoll damit umgegangen worden, dass die Situation so ist, wie sie ist.

 

  • Warum denn noch Umschulung und nicht einfach Studium beenden?
Zitat

@psychodelix schrieb: Und die Umschulung muss sein / ist wichtiger, als die Beendigung des Studiums?

 

Ein sehr gute Frage, die ich glaube ich bisweilen noch nicht beantwortet habe. Auch hier ist die Lage etwas vielschichtiger. Aufgrund von meiner Erkrankung kann ich meinen Bezugsberuf nicht mehr ausüben (Bestätigte vollständige Leistungsunfähigkeit für die Tätigkeit) und gelte zudem aktuell als voll erwerbsgemindert. Als es jetzt soweit war, dass ich das Thema Umschulung erneut angehen konnte (hatte es 2015 ja schon einmal deswegen versucht), habe ich natürlich zuerst an die Beendigung des Studiums gedacht, um möglichst schnell auch wieder mit einer Qualifikation in den Arbeitsmarkt eintreten zu können. Das ist leider aufgrund des Bezuges zum Gesundheitswesen und Bezugsberuf, sowie des reinen Fernstudiums von der DRV abgelehnt worden neben dem Grund Leistungsfähigkeit kann nicht wieder hergestellt werden ganz oder teilweise. Im Widerspruch habe ich mich daher nach einer entsprechenden Fachberatung entschieden mich auf einen der beiden Aspekte zu konzentrieren, ohne am Ende mit leeren Händen dazustehen. Mir ist das Studium sehr wichtig und auch der Abschluss. Aber das ist nicht die Frage ebenso wenig, wie  ist die Umschulung wichtiger. Sie ist aktuell die Option, die mir angeboten wird und finanziert wird und während der mein Lebensunterhalt auch gesichert ist. Würde ich sagen ich studiere nur und mache die Umschulung nicht habe ich das Problem des aktuellen Status "voll Erwerbsgemindert" und der Kombination Rente + Grundsicherung sowie (Hinzuverdienstgrenze). (Grundsicherung - Hinzuverdienstgrenze + Rente = 30 Euro mehr als jetzt, aber immer noch nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Studienfinanzierung und ohne Studium aktuell keine Berufsqualifikation mit der ich arbeiten kann. Ich strebe den Wechsel aus der Pflegebranche an und habe zwar einiges Profilbildendes aber da ich in den Kaufmännischen Bereich möchte nicht hinreichende Kenntenisse. Zwar habe ich Managementinhalte und würde mich bestimmt irgendwann reingefuchst haben  erachte es aber als Sinnvoll die Kenntniss zu erlangen.

 

Es ist kompliziert und auch  nicht leicht gewisse Entscheidungen zu treffen, aber im Moment geht es auch darum meine Situation nicht durch eine Schnellschussentscheidung (dann mache ich eben das Studium, was die DRV sagt ist mir egal und mache mein Ding) am Ende zu verschärfen.

 

Und weil das Studium zu beenden wichtig ist und die Umschulung leider auch, versuche ich ja gerade auch deshalb eine Lösung zu finden, die es mir ermöglicht es sinnvoll zu gestalten, im Rahmen der Regeln, die ich einhalten muss, aber ohne dass sich beides groß überschneidet. D.h. das Studium formal zügig zu Ende zu bringen.

 

Danke auch an @Hep2000 für die entsprechende Ergänzung, die ich als Erfahrungsbericht zur Verdeutlichung noch einmal hier zitieren möchte

Zitat

Leider ist es mit der Rentenversicherung nicht ganz einfach. Wenn Du für Deinen erlernten Beruf bestätigt erwerbsunfähig bist, dann gilt als Umschulung oder Neuqualifizierung nur eine Maßnahme in einem komplett anderen Berufsfeld. Und das ist ein Studium im Gesundheitswesen für eine Pflegekraft eben nicht.

Andererseits kann man das auch nicht einfach trotzdem machen, weil die Rentenversicherung im Normalfall eigene Maßnahmen anleiert um den Betroffenen wenigstens teilweise wieder in Lohn und Brot zu bringen, und wenn man die nicht annimmt, wird im Extremfall die Rente gestrichen. 

 

Ich hing auch mal in diesem Verfahren, das Auftauchen von Sohn1 auf einem Ultraschallbild führte zur Einstellung des Ganzen und nach 2x Elternzeit habe ich dann für mich entschieden einen anderen Weg zu gehen.

Ich hätte damals Sozialversicherungskauffrau werden sollen.

 

  • Alter, Zeit im Vorberuf und warum habe ich meine Forschungsstelle nicht mehr auch wenn sie mir Spaß gemacht hat?

@csab8362 schrieb

Zitat

Wie alt bist du?

Wie lange hast du in deinen vorherigen Berufen gearbeitet?

Warum hast du die Forschungsstelle nicht mehr, die hatte dir doch Spaß gemacht?

 

Naja, wie das so ist Frauen reden nicht immer über ihre alter ;). Auch wenn ich mich aktuell wie 100+ fühle bin ich zwischen 30 und 35 Jahren alt. Ich habe in der Pflegebranche von 2006 bis 2015 gearbeitet, darin eingeschlossen sind 1 Jahr Praktikum und 3 Jahre Ausbildung. Mein Schwerpunkt lag außerhalb des Krankenhauses in einem Zweig der durch 12 Stundendienste, hohen Verantwortungsgrad, Lebenserhaltende Maßnahmen und viel emotional-pädagogisch-familientherapeutische Begleitung geprägt ist. In dieser Zeit habe ich 2 Jahre als Teamleitung  in mehreren Teams gearbeitet, Dientspläne geschrieben und koordiniert etc.


Den Wechsel in die Stelle am Forschungsinstitut habe ich in einem meiner ersten Blogbeiträge "Warum eigentlich das Studium" beschrieben. Bei dieser Stelle hat es sich um eine Stelle als wiss. Hilfskraft gehandelt, die ich aus mehreren Gründen nicht mehr aussführe bzw. aktuell kann.

  1. Stellen als wiss. Hilfskraft, stud. Hilfskraft, Werkstudententätigkeitn sind an die Ausübung eines Studiums und oftmals die Durchführung in Regelstudienzeit geknüpft.
    Dadurch, dass ich mein Studium pausiere, kann ich diese auch nicht ausführen
  2. Ich war nahezu 2 Jahre vollkommen Leistungsunfähig, d.h. konnte max < 3 Std. am Tag arbeiten. Aktuell sind solche Stellen in der Reglung mit der DRV nicht vorgesehen, so lange man Rente bezieht
  3. Die Stelle war zeitlich befristet. Ich hätte zwar noch eine Verlängerung bekommen, wusste aber, dass ich aktuell nicht Einsatzfähig war. Mein Kollege (Masterstudent) hatte bei der Verlängerung davor auf einen Teil seiner Stelle verzichtet und ich auch, damit unsere Stellen bei Umstrukturierung der Abteilung zunächst erhalten bleiben konnten. Dann ging es aber Tastächlich darum er oder ich, was an der Hauptgesellschaft und der Zusammenlegung von Instituten lag. Da ich einfach nur krank war und nicht wusste, was der nächste Tag verbringt, war das eine sozialverträgliche Entscheidung. Er war gerade in der Thesis und so konnte er bis zum Ende des Studiums in Lohn und Brot bleiben, dafür habe ich auf meinen Stellenanteil verzichtet
  4. Meine Abteilung gibt es heute nicht mehr und da ich aktuell einfach erst einmal wieder berflich Fuß fassen möchte, der Arbeitgeber aber eine wissenschaftliche Forschungskarriere bei den Mitarbeiter vorsieht (Promotion) ist es aktuell auch nicht zielführend.

 

  • Was erhoffe ich mir vom Studienabschluss?

Nunja, ich habe irgendwann einmal die Entscheidung für das Studium in meinem Bereich aus einem Bestimmten Grund getroffen. Und diese Gründe bestehen auch weiterhin bzw. die Perspektiven auch wenn sich die aktuellen Hoffnungen doch etwas angepasst haben. Neben dem Akademischen Grad ist es Primär die nachgewisene Fachkenntnis in ganz bestimmten Bereichen meines Studiengangs auf denen ich in Kombination mit der angestrebten Umschulung mein berufliches Profil weiter aufbauen möchte. Das wären z.B. Stellen im Bereich der privaten Versicherungsbranche im Innendienst, die sich mit der Einführung und Erstattung von Leistungen aus dem gesundheitswissenschaftlichen Bereich befassen oder Betriebe in der Etablierung bestimmter Gesundheitsleistungen für Mitarbeiter unterstützen.

 

  • Wie viele ECT habe ich?

Aktuell habe ich 127 von 180 ECT und hier Fallaufgaben im Umfang von ca. 25 ECT liegen, die nur noch einmal einen Feinschliff bekommen müssen, da ich natürlich auch nach der langen Pause meinen Schnitt von 1,x aufrechthalten möchte bis zum Abschluss besonders in den Profilfächern.

Ida_Pfeiffer

Geduld und was studiert die eigentlich

 

Zitat

 

Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

 

 

Als Studierende sind wir ja eigentlich gut vertraut mit dem Thema Geduld. Wenn ich persönlich an mein Fernstudium denke, habe ich in meiner aktiven Zeit und auch jetzt in der Zeit des "Ich will wieder loslegen" umfangreiche Kompetenzen in den folgenden Geduldsbereichen erlangen können:

  1. Warten auf die Studienpakete
  2. Warten auf das Fertigstellen neuer Module (ich habe miterlebt, wie ein neuer Studiengang nach und nach aufblüht)
  3. Warten auf das Feedback bei Fragen an den Modul-Tutor
  4. Warten auf die Bewertungen von EAs/ FAs
  5. Überregionale, studiengangsübergreifende Realprojektentwicklung in Healthmarketing
  6. Warten auf Klausurnoten (besonders in Mathe ;) )
  7. Warten auf Exposé Genehmigungen (Praktikum, Hausarbeit, Thesis steht ja noch an)
  8. Warten auf Rückmeldungen vom Studienservice, die aufgrund der Art der Anfrage länger dauern (manche Dinge müssen eben geprüft werden)
  9. Warten auf Stipendiumszusage oder BaföG-Sachen

 

Ich glaube jeder von euch könnte die Liste persönlich noch ergänzen. Bei all diesen Geduldsmodulen sollte man doch wohl meinen, dass ich mittlerweile der gelassenste Mensch bin. Aber ich bin ehrlich, ich weiß nicht wie oft ich die APOLLON Campus Seite mit F5 aktualisiere Mo-Fr 9-16:30 in der kleinen Hoffnung, dass es bald weitergehen kann. Aber genau hier sind wir bei Punkt 8. Ich habe jedes Mal das Bedürfnis, wenn sich Frau Menneken von Studienservice entschuldigt, dass es noch dauert, oder dass es ihr Leid tut, dass Sie sich länger (wir reden Hier von max 7 Tagen) nicht gemeldet hat zu sagen, dass sie es nicht muss. Und zugleich erinnert es mich immer doch daran, dass versucht wird das Serviceversprechen vom Beantworten von Anfragen innerhalb von max. 3-5 Tagen aufrecht zu halten. Und ich bin ehrlich ich habe noch nie länger, als notwendig gewartet. Heute hatte ich dann gleich zwei Mal die kleine (1) bei E-Mails stehen.

 

Die erste war aber zumindest, was die Pause angeht falscher Alarm. Aber auch da freue ich mich wieder drauf, weil ich nach einiger Zeit Pause, wieder Mentorin für Studierende in der Einstiegsphase des Fernstudiums sein werde. Die zweite war dann von Frau Menneken. Ich kann euch aber noch nichts neues sagen, außer dass es noch dauert, weil nicht alle Entscheidungsträger in dieser Angelegenheit diese Woche vor Ort waren. Dennoch merke ich, dass es mich nich beunruhigt. Egal, was am Ende dabei rumkommt ich bin mit meiner Zuversicht auf Reisen und mir sicher, dass es weiterhin einen Weg gibt und so lange werde ich Suchen. Nach Rom gibt es ja auch nicht nur einen Weg und wenn ich über den Nordpol nach Australien durch China über Stockholm und Island durch das Mittelmehr nach Rom reisen muss.

 

Ich hatte in den letzten Tagen einen kurzen Austausch mit einem Member, die sich fragte, was ich eigentlich studiere, auch um manches im Blog besser einsortieren zu können. Da ich in diesem Blog Themen anspreche, die durchaus sehr persönlich sind, aber eben wie ich mir sicher bin nicht nur auf mich zutreffen und obendrein jedoch nicht in einem Vorstellungsgespräch mit meinem Blog konfrontiert werden möchte muss dazu leider die Aussage, dass ich einen Bachelor Studiengang an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft mit einem Schwerpunkt im Gesundheitswesen studiere, ausreichen. Ich hoffe auf Verständnis dafür.

 

LG

Ida

 

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Ida_Pfeiffer

Mein Studium oder besser mein "Ich gehe davon aus, dass ich bald wieder studieren kann/darf Beschäftigungsmodus" hat gerade nach 50 Fragezeichen Angesichts des Satzes

Zitat

Erwartungsnutzen ist nichts anderes als  Nutzen, der mit einem Ereignis verbunden ist, gewichtet mit der Wahrscheinlichkeit, mit der dieses Ereignis eintritt.

(ergänzt durch zu kompliziert geschriebenes Lotto Beispiel um 100 Euro Gewinn und einer risikoneutralen Gewinneintscheidung)

(HTAAM01 S.68)

 

und der ernsthaften Überlegung, was sie mir sagen will gefolgt von den Grundannahmen der Von-Neumann-Morgenstern-Theorie mit folgender Galgenhumorfußnote der Autorin als erklärendes Beispiel der Grundannahme risikoavers in enem kurzen Lachflash geendet

 

Zitat

Wenn Sie lieber die Lotterie als die 50 sicheren Euro nehmen, sind Sie ein risikofreudiges Individuum. Wenn Sie die Lotterie auch lieber als 75 oder gar 100 sichere Euro nehmen, dann sollten Sie mir versprechen, dass Sie niemals am Steuerknuppel eines Flugzeuges sitzen werden, in dem ich als Passagier sitze- ökonomisch wäre Ihre hohe Risikobereitschaft dann nämlich besorgniserregend.

(HTAAM01 S.68 Fn.

 

Natürlich ist das angesichts der vorfälle der letzten 3 Jahre nicht witzig, aber wenn der Stoff sonst so kompliziert staubtrocken ist kann so ein bisschen temperamentvolle Persönlichkeit doch "Krampflösend" sein. Den Stoff habe ich jetzt verstanden.

 

Eigentlich hätte ich gerade mal Lust zu hören, welche seltsamen, komischen, verstörenden Beispiel euch in euren Studienmaterialien schon begegnet sind. Na noch jemand was in Petto?