Tchiack

Anerkennung der HAF-Kurse

5 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin 25 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker - Systemintegration gemacht, anschließend in dem Beruf weitergearbeitet, zudem habe ich "nur" die Fachhochschulreife.

Nun bekomme ich das Gefühl, dass ich mich weiterbilden muss/möchte, das ganze aber berufsbegleitend.

Und da kommen drei Varianten für mich in Frage:

1. Ein Studium an der FOM Wirtschaftsinformatik (mit Vorlesungen 3x die Woche abends), Fertig nach ca 3,5 Jahren

2. Ein Fernstudium an der FernUni Hagen. Studiengang Informatik, Fertig nach ca 5,5 Jahren

3. Ein Fernlehrgang an der HAF zum geprüften Netzwerkadministrator HAF, fertig nach ca 2 Jahren

Alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile:

1. Vorteil: ich habe Vorlesungen und muss mir nicht alles ganz alleine aneignen

Nachteil: hohe Kosten von ca 360 Euro im Monat

2. Vorteil: Niedrigere Kosten

Nachteil: dauert sehr lange, 5,5 Jahre (ca 4,5 Jahre fürs Studium+ Vorbereitungen (1 Jahr) weil ich nur die Fachhochschulreife habe)

3. Vorteil: Niedrige Kosten, und für mich am interessantesten aller drei Varianten

Nachteil: ist der Kurs anerkannt?

Und das ist meine eigentliche Frage: sind diese Kurse anerkannt? Nützen diese mir was, wenn ich mich bewerben will? Oder lachen da die Firmen drüber? Es ist mir klar, dass es nicht das gleiche ist wie ein Bachelor. Nur mir wäre es zu viel Geld (und natürlich Zeit), wenn es hinterher nicht anerkannt wird.

Könnt ihr mir da helfen?

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Hmm, Du vergleichst hier ein wenig Äpfel mit Birnen. Zum einem vergleichst Du akademisch/nicht-akademisch und dann auch noch Informatik mit Netzwerkadministration (was nahezu null miteinander zu tun hat).

Zur Anerkennung der HAF-Kurse kann ich nichts sagen, aber DIr sollte klar sein, dass das eine ganz andere Ebene als ein akademisches Studium ist. Mit einem akad. Studium bist Du natürlich auf der sicheren Seite.

Du solltest Dir überlegen wo Du hinmöchtest. Möchtest Du Netzwerke administrieren, ist der Kurs sicher nicht schlecht (unabhängig von der Anerkennung). Möchtest Du etwas weiter hinaus, belege Wirtschaftsinformatik. Möchtest Du viel weiter hinaus, belege Informatik an einer Universität. Die Schwierigkeitsgrade werden sich immens unterscheiden.

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Mit dem Ansehen und der mit diesem Bereich zusammenhängenden Anerkennung ist das so eine Sache.

Kaum ein Begriff wird im Bildungsbereich inflationärer benutzt als der Begriff der Anerkennung, der gleichzeitig aber objektive Kriterien schuldig bleibt.

Ich würde Dir daher empfehlen, Deine Bildungsentscheidung nicht vorrangig davon abhängig zu machen, sondern Dich davon leiten zu lassen, welcher Lehrgang bspw. die Erreichung Deines Bildungszieles optimal

gewährleistet.


Assessorreferent jur. (FSH) - Abschluss Mai 2011

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Bist Du Dir sicher, dass der HAF-Kurs überhaupt nennenswert Dinge vermittelt, die über Deine Ausbildung hinausgehen? Es steht zu befürchten, dass auch Arbeitgeber sich diese Frage stellen und bei einem FISI so einen Kurs als belanglos betrachten. "Nur" das Wissen auf dem laufenden halten, solltest Du sowieso. Dafür mag der Kurs geeignet sein, nur darfst Du dann nicht damit rechnen, dass dies als mehr als eine Selbstverständlichkeit angesehen wird.

Beim Studium (egal ob Wirtschaftsinformatik oder Informatik) muss Dir klar sein, dass das was anderes ist als Systemadministration und nicht den Anspruch erhebt, Dir unmittelbar im Beruf zu nutzen. Langfristig aber kann es für die Karriere sehr wichtig sein.

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Die Dauer der geregelten Berufsabschlüsse ist abhängig von der Abschlussart. Geregelte Abschlüsse enthalten i.d.R. allerdings auch allgemeinbildende Inhalte, wie Sozialkunde, Deutsch in betrieblicher Verwendung, Wirtschaftsenglisch, Präsenzphasen, und ein Schwerpunktfach. So ist es zum Beispiel beim staatlich geprüften Betriebswirt, der zweifelsohne eine Hausnummer im Bereich der BWL ist. Das dehnt den Zeitrahmen natürlich aus.

Die institutsinternen Lehrgänge beinhalten regelmäßig den rein auf die Disziplin ausgerichteten Unterrichtsstoff, ohne Schwerpunktfach. Der institutsinterne Betriebswirt bringt die reine BWL. Ich kann es mir durchaus vorstellen, dass zahlreiche Lehrbriefe sowohl im einen Bereich, als auch im anderen Verwendung finden, und kein Unterschied im Schwierigkeitsgrad feststellbar ist.

Bei obigen Studienabschlüssen dürften ebenfalls Präsenzphasen und die Zeit für die Erstellung der Abschlussarbeit eingerechnet sein, die Dauer des Netzwerkadministrators enthält diese Zeitbestandteile sicher nicht. Gerade für die Absteckung der Schwierigkeitsgrade wird sicherlich kein Abstand zwischen den einzelnen Studiengängen festzustellen, sondern eher von großen Bandbreiten der Überschneidung auszugehen sein. Außerdem kochen alle nur mit Wasser, egal wie das Menü nachher heißen soll.


Assessorreferent jur. (FSH) - Abschluss Mai 2011

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