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OldSchool1966

Zwischenzeugnis - und nun?

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OldSchool1966

Ich habe mir mal ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen.

Im ersten Teilabschnitt sind all meine Tätigkeiten gelistet (die passen im Grunde soweit - schaue aber auch da nochmals genauer drüber).

Viel iteressanter war / ist für mich der zweite Abschnitt. Und mit dem hadere ich irgendwie.

Ist das nun eine eher mittelmäßige Beurteilung?

Was meint ihr?

Frau XXX zeigt stets viel Initiative, großen Fleiß und Leistungswillen. Dazu ist sie eine belastbare und ausdauernde Mitarbeiterin, die ihren Arbeitsbereich umfassend und sicher beherrscht. Ihre schnelle Auffassungsgabe ermöglicht ihr, sich zügig und erfolgreich in neue Tätigkeitsfelder einzuarbeiten. Frau XXX zeichnet sich durch selbständiges Arbeiten, hohe Sorgfalt und Zuverlässigkeit aus. Ihre Aufgaben erfüllt sie stets zur vollen Zufriedenheit. Sie ist eine verantwortungsbewusste und respektierte Mitarbeiterin. Durch ihre fachliche Leistung und ihre sehr gute soziale Kompetenz erwarb sie sich in kürzester Zeit den Respekt und Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten , Kollegen und Kunden ist stets vorbildlich.

Dieses Zwischenzeugnis wurde auf Wunsch von Frau XXX erstellt. Wir danken Frau XXX für die sehr guten Leistungen und wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg.


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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OldSchool1966

Über diesen Abschnitt ist lediglich eine Auflistung meiner Tätigkeiten zu finden.

Das hier oben sind die einzigen Sätze zu meiner "Leistung".


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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KanzlerCoaching

Ein Zeugnis wird aber nur in seiner Gesamtheit gelesen und beurteilt. Da die Leistungsbeurteilungen sich zunehmend angleichen (weil Zeugnisentwürfe eingereicht werden, weil Zeugnisse auf dem Klageweg entstehen, weil man eher routiniert als individuell Zeugnisse erstellt etc.), ist die Leistungsbeurteilung ein Teil, der an Wichtigkeit enorm verloren hat.

Entscheidend ist also für die meisten Empfänger einer Bewerbung, was davor steht - in der Aufgabenbeschreibung. Das wird Ihnen jeder sagen, der seriöse Zeugnisinterpretationen macht und nicht nur Kaffeesatzlesen betreiben will.

Es tut mir leid, etwas anderes kann ich Ihnen nicht dazu sagen. Vor allem will ich nicht zu Texten Stellung nehmen, die ich nicht in Gänze kenne.

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OldSchool1966

Vielen Dank für die Ausführungen.

Ich dachte in meiner Naivität, dass die Inhalte nur sekundär (sprcih stellenspezifisch) relevant seien.

Ich habe kein Problem damit das Ganze hier zu posten.

PN... :)

Bearbeitet von OldSchool1966

B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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physiogirl76

Das mag jetzt vielleicht etwas Offtopic sein, aber ich persönlich konnte mich mit den deutschen Arbeitszeugnissen mit all seinen standardisierten Phrasen und "Geheimcodes" noch nie richtig anfreunden. Ich denke auch, wie Fr. Kanzler dies schon erwähnte, dass Arbeitgeber vor allem Wert auf die Aufgabenbeschreibung legen. Diese "Lobhudelei" (sorry...) kann ich manchmal einfach nicht ernst nehmen, zumal es in der Praxis auch nicht unüblich ist, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitszeugnisse selbst schreiben. Und wenn dann das Wörtchen "stets" fehlt, legt man Beschwerde ein... Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, ein "wohlwollendes" Zeugnis zu erstellen - daher ist es in der Praxis oft üblich, nur gute Zeugnisse zu erteilen, da es sonst zu Widerspruch kommen könnte. Ein solches Zeugnis liegt dann wohl vor allem im Interesse des Arbeitgebers, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Ich befinde mich gerade im Bewerbungsprozess und habe in meinen Bewerbungen so gut wie nie Arbeitszeugnisse mitgeschickt. Ein Grund ist, dass ich einige Jahre im englischsprachigen Ausland gearbeitet habe, wo diese nicht üblich sind - statt dessen arbeitet man dort mit Referenzen. Dies habe ich nun auch für meine deutschen Bewerbungen übernommen: Ich habe zwei Personen (z.B. aktueller Vorgesetzter, ehemalige Professoren, etc) mit Kontaktdaten genannt (natürlich nachdem ich deren Erlaubnis eingeholt hatte) und in meinem Anschreiben auch erwähnt, dass meine Referenzen bei Fragen zu meinen Leistungen etc. gerne zur Verfügung stehen. In einem direkten Gespräch bzw. Emailkontakt erfolgen oft authentischere Bewertungen als über Arbeitszeugnisse :)

Bis jetzt hat noch niemand meine fehlenden Arbeitszeugnisse beanstandet. Aber das ist nur meine persönliche Situation und Vorgehensweise und mir ist klar, dass Arbeitszeugnisse in einigen Branchen bzw. Unternehmen noch sehr wichtig sind (bzw. mit höherer Hierarchiestufe auch notwendig sind).

Trotzdem arbeite ich lieber mit Referenzen als mit Arbeitszeugnissen.

Ich bin jetzt auch kein Experte, und wie Fr. Kanzler schon erwähnte, ist das gesamte Zeugnis relevant, aber der Satz "Ihre Aufgaben erfüllt sie stets zur vollen Zufriedenheit." ist eine 2 (=gut). Eine 1 (=sehr gut) wäre "zu unserer vollsten Zufriedenheit".

Gruß, Melanie

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KanzlerCoaching

Ich bin jetzt auch kein Experte, und wie Fr. Kanzler schon erwähnte, ist das gesamte Zeugnis relevant, aber der Satz "Ihre Aufgaben erfüllt sie stets zur vollen Zufriedenheit." ist eine 2 (=gut). Eine 1 (=sehr gut) wäre "zu unserer vollsten Zufriedenheit".

Gruß, Melanie

Das stimmt so nicht ganz: Ebenso wichtig ist die zeitliche Komponente. Bei Bewertungen in Zeugnissen findet eine Einstufung in einem Koordinatensystem statt. Die eine Koordinate ist die Ausprägung der Leistung (zufriedenstellend, gut, sehr gut, zur Zufriedenheit ...), die andere ist die Dauer, in der diese Ausprägung auftritt (immer).

Wenn die fehlt, dann stuft das die Note herunter. Die Kombination von beiden Bestandteilen (die variieren kann) ergibt dann die Gesamtbewertung.

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physiogirl76
Bei Bewertungen in Zeugnissen findet eine Einstufung in einem Koordinatensystem statt. Die eine Koordinate ist die Ausprägung der Leistung (zufriedenstellend, gut, sehr gut, zur Zufriedenheit ...), die andere ist die Dauer, in der diese Ausprägung auftritt (immer).

Die Ausprägung der Leistung ist dann also im o.g. Fall "zur vollen Zufriedenheit", die zeitliche Ausprägung "stets", wenn ich das richtig verstanden habe?

Ich hatte das nur etwas abgekürzt, aber demzufolge wäre also

"stets zur vollen Zufriedenheit = gut"

"stets zur vollsten Zufriedenheit = sehr gut" ?

Wenn "stets" also z.B. mit "im Großen und Ganzen" ersetzt wird bzw. die zeitliche Komponente ganz fehlt, sieht es also wieder anders aus, trotz "voller/vollster Zufriedenheit"?

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KanzlerCoaching

Richtig!

"Zur vollsten Zufriedenheit" ist also ohne die zeitliche Komponente "immer" oder "stets" ein Stufe tiefer als "sehr gut".

Wenn jemand "im Großen und Ganzen" in seinem Zeugnis findet, dann sollten die Warnlampen angehen. Das ist keine zeugnisübliche Formulierung.

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OldSchool1966

Es war genau dieser Satz, den ich im Auge hatte.

Ich kannte die Unterscheidung wie eben beschrieben nämlich auch.


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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