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yoshua

Warum sehen viele den Kostenfaktor beim Master als Hindernis?

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yoshua

Hallo,

 

ich habe hier hin und wieder gelesen, dass geschrieben wurde wie teuer der Ein oder Andere Master-Studiengang ist.

 

Mich würde interessieren aus welchem Grund ihr das so seht? Meinem Kenntnisstand zufolge sind die Kosten eines Weiterbildungsstudiums (und dazu zählt ein Master) steuerlich voll absetzbar.

 

Ich nehme mal an, weil man das Geld erst sozusagen vorstrecken muss und erst im Folgejahr erstattet bekommt oder wo genau liegt das "Problem"? Oder denke ich falsch und Mastergebühren sind doch nicht absetzbar?

 

Gruß

 

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yoshua

Ich zitiere mal beispielhaft von der Seite www.vawi.de:

 

"Der Staat unterstützt Sie bei der Umsetzung Ihres Weiterbildungswunschs in Form von Steuererleichterungen. Dabei unterscheidet der Gesetzgeber Ausbildungskosten und die von der Einkommenssteuer in voller Höhe als Werbungskosten absetzbaren Fort- und Weiterbildungskosten. 

Aufgrund der Zulassungsvoraussetzungen (abgeschlossenes Erststudium) sollte VAWi prinzipiell als Bildungsmaßnahme gelten, deren Aufwendungen den Fort- und Weiterbildungskosten zuzurechnen und somit in voller Höhe absetzbar sind..."

Quelle: https://www.vawi.de/live/Foerderung-Studium-Wirtschaftsinformatik/modalitaeten.aspx

Dort steht in voller Höher als Werbungskosten absetzbar. 

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paulaken

Das stimmt aber nur bedingt. Voll absetzbar sind die Kosten nur, wenn es sich um eine aufbauende Qualifizierung handelt. Wenn man also beruflich in diesem Feld unterwegs ist, ist es eine aufbauende Qualifizierung. Ist man dies nicht, sind die Kosten Sonderausgaben und damit in der Höhe gedeckelt.

Und zusätzlich kommt der, bereits genannte, Punkt dazu, dass es nur das steuerpflichtige Einkommen mindert. Nur wer überhaupt Steuern zahlt, reduziert die Steuerlast. 

Grob kann man, je nach Voraussetzungen, sagen, dass man, mit etwas Glück, vielleicht 1/3 der Kosten erstattet bekommt. Und das auch nur, wenn es als Werbungskosten anerkannt wird. Dies ist aber, üblicherweise, bei einem nicht-konsekutiven Master nicht der Fall.

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N-rg

Wie bereits gesagt, bekommt du das Geld nicht erstattet, sondern es verringert dein zu versteuerndes Einkommen.

 

Einfaches Beispiel:

Gehalt 30.000€

Steuern 30%

macht 9000€ zu zahlende Steuern

 

Gehalt 30.000€ mit 5.000 Werbungskosten 

macht 25.000€ zu versteuerndes Einkommen

macht 7.500€ zu zahlende Steuern 

 

 

 

Also hier eine Erstattung von 1500€

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andreas1983

Wie schon geschrieben wurde, kann man nur die Kosten zu 100 Prozent ansetzen, bekommt aber "nur" seinen Steuersatz erstattet. Also so um die 30 Prozent.  Also bei einem Masterstudium, welches 12.000 Euro kostet so ca. 3.600 Euro.

 

Dann kommt ja für viele noch dazu, dass der Master für 4 Semester das gleiche kostet, wie ein Bachelor mit 6-7 Semester.

So werden nicht mehr 200-250 Euro monatlich abgezogen, sondern 500 Euro und mehr.

 

Und man muss ja auch bedenken, dass viele im Fernstudium alles neben der Arbeit machen und ggf. noch in einer "normal-bezahlten" Stelle arbeiten. Und so ja auch neben Miete, Mobilität, Kleidung, Versicherungen, Nahrung usw.  nicht mehr viel bleibt. Und da fehlen nach dem Bachelor ja schon einmal 10.000 Euro und mehr.

 

 

Ist halt leider ein Punkt, dass man hier bestraft wird, wenn man das Studium nicht gleich in "jungen Jahren" nach dem Abitur macht. Studenten nach dem Abitur studieren so gut wie kostenlos  und das arbeitende Volk  bittet man leider so richtig zur Kasse. Unsere normale staatliche FH bietet jetzt auch einen berufsbegleitenden Studiengang an, aber dafür wollen sie satte 19.800 Euro...  Also 9 Semester und pro Semester 2.200 Euro.

Und ich finde, dass da die steuerliche Absetzbarkeit  und das man das Geld ja dann später bei einer höherwertigen Stelle zurückbekommt auch ein wenig eine Ausrede.

 

Weil ein normaler Student zahlt für das Studium so gut wie nichts, und bekommt ja dann auch die hohe Stelle.

Dann müsste eigentlich jeder einen staatlichen Kredit bekommen und nach beruflicher Übernahme dann die Kosten an den

Staat zurückzahlen.

Aber das ist ja ein anderes Thema ;-)

 

 

 

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SirAdrianFish

@andreas1983

Deine Annahme geht davon aus, dass ein junger Mensch an einer staatlichen Institution studiert, welche zum überwiegenden Teil durch Steuergelder finanziert wird und keine Studiengebühren erhoben werden. Dies mag für eine Mehrheit der studierenden jungen Mensch zutreffen, jedoch nicht für alle.

 

"Ältere" Studenten, z.B. Fernstudenten, studieren in der Regel an privaten Institutionen, welche sich selber finanzieren müssen und in der Regel gewinnorientiert agieren. 

 

Auch im hohen Alter steht es dir frei, dass Angebot einer staatlichen Institution, z.B. in Form eines Vollzeitpräsenzstudiums, in Anspruch zu nehmen. Die wenigsten älteren Semester werden jedoch gewillt oder in der Lage sein. einen bereits erworbenen Lebensstandard, sowie eingegangene Verpflichtungen (Familie, sicherer Job, Karriere, etc.), hierfür aufzugeben. 

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StefanK
vor 1 Stunde, SirAdrianFish schrieb:

@andreas1983

Auch im hohen Alter steht es dir frei, dass Angebot einer staatlichen Institution, z.B. in Form eines Vollzeitpräsenzstudiums, in Anspruch zu nehmen. Die wenigsten älteren Semester werden jedoch gewillt oder in der Lage sein. einen bereits erworbenen Lebensstandard, sowie eingegangene Verpflichtungen (Familie, sicherer Job, Karriere, etc.), hierfür aufzugeben. 

 

Oder an der FernUni Hagen ... dort zahlt man auch nur eine sehr geringe Gebühr.

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andreas1983

@ SirAdrianFish

 

Ja aber deshalb auch mein zweites Beispiel.  Ich finde knapp 20.000 Euro für einen berufsbegleitenden Studiengang an einer staatlichen FH völlig übertrieben.

 

Der Staat will doch Fachkräfte. Einen solchen Studiengang könnte man dann genauso wie die anderen Studiengänge auch aus dem Steuertopf ausgleichen und es auch "älteren" Studenten ermöglichen, "fast kostenlos" neben der Arbeit das Studium zu absolvieren.

 

In der heutigen Zeit spricht man doch immer von Diskriminierung. Von daher finde ich es hier schon zutreffend, wenn die einen ihr Studium vom Steuerzahler bezahlt bekommen, und Berufstätige, welche als Ledige fast sowieso die Hälfte des Bruttolohnes abgeben müssen und eben verspätet ihr Studium beginnen werden an der gleichen staatlichen FH mit 20.000 Euro zur Kasse gebeten.

Ausländische Studenten können ja ebenfalls so gut wie kostenlos hier studieren.

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