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Fragen zur ersten Hausarbeit


cyborg

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

ich fange kürzlich an meine erste Hausarbeit zu schreiben und stehe da etwas wie der Ochs' vorm Berg. Daher ein paar allgemeine Fragen, wo ich mich sehr über Antworten freuen würde :-)

Die Arbeit wird ca 15 Seiten umfassen zggl. Drumherum

1.) Wieviel Bücher muss man ungefähr dafür lesen? Zieht man viel Wissen aus einem Buch heraus oder lieber breiter streuen und dafür oberflächlicher?

2.) Wenn einem etwas gelesene gefällt, dann markiert man das ja sicherlich mit Textmarker und "Bagger" an der Seite. Wie behält man da den Überblick? Kurze Notiz auf einem extra Blatt, wo man was gefunden hat? Sonst such ich mir ja später einen Wolf beim schreiben.

3.)Wieviel kopiert ihr so? Erstmal alles durch den Kopierer und zu haus aussortieren oder in der Bib querlesen und versuchen, die wichtigsten Kapitel zu identifzieren, um Zeit und Geld zu sparen?

4.)Es wurden diverse Themen vorgegeben, wovon mir eines gut gefällt. Ich werde dies nehmen. Ich weiß aber auch schon soviel über das Thema, dass ich wahrscheinlich alleine schon 10 Seiten gefüllt kriege. Wie geht man damit um? Soll ich trotzdem noch Kapitel/Bücher darüber lesen um unbedingt zitieren zu können oder langt es, wenn ich das einfach weiß und fertig?

Das war es vorerst, über Antworten würde ich mich, wie gesagt, freuen :-)

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Für welche Hochschule und welchen Studiengang soll das ganze sein und... gibt es von der Hochschule keine Vorgaben, Richtlinien? Gibt es einen Betreuer?

Wieviele Bücher man lesen(!) muss? Kein einziges - man liest nicht 10 Bücher und schreibt dann eine Hausarbeit. Selbst die beste Monografie ist keine Lösung für eine wissenschaftliche Arbeit, denn du sollst ja nicht abschreiben sondern ein Thema bearbeiten/beleuchten/ergänzen/kritisieren.

Meine Hausarbeit mit 15-20 Seiten hat aktuell ca. 30 Quellen - zur Beantragung habe ich 15 angegeben, ich bin noch nicht am Ende. Es gibt Vorgaben z.B. stets die primäre Quelle zu verwenden und nicht ein Zitat eines Zitates. Zudem sind Bücher alleine keine Lösung, man sollte auch Zeitschriftenartikel berücksichtigen.

Die Quellenarbeit dient dazu deine These, deinen Standpunkt zu untermauern, zu ergänzen oder auch abzugrenzen. Immerhin darfst Du keine unbelegten Behauptungen aufführen.

Jegliche Argumentation in einer solchen Arbeit ist entweder logisch aus dem Text abzuleiten oder aber als Aussage durch eine Quelle zu belegen. Sprich, kannst/willst Du nicht ein Randthema argumentativ aufbauen, dann wird es zitiert. Begründest Du etwas (XYZ ist so weil sich ABC aus DEF ergibt) dann sollte das für jeden Aussenstehenden logisch sein, ansonsten ist es eine unbelegte Behauptung.

Wie man mit Text umgeht? Sieh Dich nach Literatur zum Thema wissenschaftlichen Schreiben um - dazu gibt es genügend Material mit nützlichen Tipps zur Ideenstrukturierung und Recherchearbeit.

Ich kopiere alles, bzw. lasse mir gleich Fernkopien anfertigen oder bestelle per Subito-doc. Wenn man sein Thema kennt und weiss was man schreiben möchte kann man mit 1-2 allgemeinen Arbeiten meist schnell die relevanten Quellen identifizieren. Zudem erkennt man am Inhaltsverzeichnis schnell welche Kapitel man benötigt.

In vielen Fällen ist das ganze Buch absolut uninteressant - wenn daraus nur ein Aufsatz wichtig ist, dann braucht man auch nur den.

Und zu 4. ... Wenn Du selbst eine anerkannte wissenschaftliche Quelle bist, kannst Du gerne auf Literatur verzichten. Wenn Du aber nicht durchfallen willst, solltest Du mit Literatur arbeiten, begründen und die Vorgaben wissenschaftlichen Arbeitens einhalten. So eine Arbeit ist kein Erlebnisbericht, sondern der Beleg dafür, dass man sich mit einem Thema wissenschaftlich auseinandergesetzt hat.

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Hey Chillie, vielen Dank für deine Antworten. Vieles hat mir erschöpfend weiter geholfen, einiges ist noch offen, ich hake deshalb nochmal nach, sofern in Ordnung:

Mir ist das ganze Thema noch etwas zu abstrakt. Ich komme zwar aus einem Akademikerhaushalt und mir ist auch klar, dass eine Problemstellung beleuchtet und auch gelöst werden soll.

Die Fragestellung beschäftigt sich mit den Finanzierungsformen für den Mittelstand auf Basis von Haftkapital. Damit ist klar, ich beleuchte einmal kurz, was überhaupt der Mittelstand ist und ich beleuchte auch einmal kurz, was überhaupt mit Finanzierungsformen auf Basis von haftkapital gemeint ist. Soweit so gut. Alle wissen, worum es gehen soll. Dazu schaue ich in die Fachpresse, finde im Handelsblatt einen Artikel zum Thema "Der Mittelstand in Deutschland", übernehme die Definition nach einer kritsichen Beleuchtung und fertig (mal ganz vereinfacht!) Damit stammt der Textinhalt ja aber nicht von mir, sondern von einem anderen und ich schaue nur, ob ich den für gut befinde und er in meine Argumentation passt bzw. diese natürlich auch in Frage stellt.

Also trage ich dort eigentlich nur Informationen aus anderen Quellen zusammen, beleuchte diese kritisch und versuche daraus eine Problemstellung und dann auch Lösung abzuleiten? Wie gesagt, nicht schimpfen, aber ich verstehe sonst den Sinn nicht einer solchen Arbeit.

Die Lösung für meine Fragestellung ist damit optimalerweise das richtige Finanzierungsprodukt auf Haftkapitalbasis für den Mittelstand nach einer gründlichen Abwägung. Dafür ziehe ich mir dann 20 Autoren heran, die 20 Meinungen haben, beleuchte diese alle, stelle diese alle in meinem Text dar und treffe auf Basis meiner Meinung die Entscheidung, welches die richtige ist?

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