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Lia90

Hauptschulabschluss, Berufsausbildung...Abitur?

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Ich habe vor ungefähr 8 Jahren meinen Hauptschulabschluss erlangt (2,3 Notendurchschnitt). Davor war ich bis zur 9. Klasse auf der Realschule. Mittlerweile habe ich eine abgeschlossene Berufsausbildung und dadurch einen gleichwertigen Realschulabschluss. Beides war ohne großes Lernen erreicht. Ich muss auch dazu sagen das ich früher sehr faul war und die Schule für nicht sehr wichtig hielt. Da ich nun sehr unglücklich mit meiner momentanen beruflichen Situation bin möchte ich das Abitur nachholen. es stellt sich mir die Frage ob ich dafür überhaupt geeignet bin. Ich denke ich weiß noch kaum etwas aus der Realschule (bezogen auf die Mathematik) und da diese Fach mitunter das anspruchsvollste ist bin ich etwas skeptisch ob ich das schaffe. Momentan befasse ich mich mit dem Umfang der Themen die bearbeitet werden beim Abitur und stellte fest das ich von der Mathematik in der Oberstufe Garnichts verstehe.

 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und hat das Abitur per Fernstudium nachgeholt?

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Ich würde mir um Mathe erstmal nicht zu viele Sorgen machen. Ich war bis zur 10. auf dem Gymnasium, habe aber in der 9. und 10. in Mathe auch kaum noch was verstanden. Habe dann ca. 10 Jahre später mein Abitur per Fernlehrgang (ILS) nachgeholt, und da war Mathe kein Problem für mich. Selbst der höchste Einstieg beim ILS fängt bzgl. Mathe circa auf dem Niveau der 8. Klasse an, man wiederholt also viel, und ich habe dadurch viele Sachen überhaupt das erste Mal wirklich verstanden. Wenn du einen niedrigeren Einstieg wählst, dann ist das EInstiegslevel entsprechend noch niedriger. Solltest du nur in Mathe unsicher sein, kannst du auch einen höheren Einstieg wählen, dir aber die Mathehefte eines niedrigeren Einstiegs zusenden lassen.

Bevor ich mit dem Abitur angefangen habe hätte ich die Oberstufenmathematik auch nich verstanden, und hätte vermutlich sofort kapituliert;)

 

Was du allerdings bedenken solltest ist, dass es mitlerweile auch möglich ist, ohne Abitur zu studieren (sollte ein Studium dein Ziel sein). Voraussetzung dafür ist wohl in jedem Fall eine abgeschlossene Berufsausbildung, die du ja hast. Über dieses Thema können dir aber andere Leute hier viel mehr sagen als ich.

 

Und schließlich solltest du dir überlegen, ob nicht vielleicht auch eine Abendschule in Frage käme. Dies wäre die deutlich sicherere Variante, das Abitur nachzuholen (und idR auch die schnellere). Bei Fernlehrgängen ist das größte Problem, dass man sich über Jahre hinweg ständig selbst motivieren muss, dran zu bleiben, und viele schaffen das nicht und brechen ab. Bei einer Abendschule hättest du mehr äußere Struktur und "Zwang".

Bearbeitet von abitierchen

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vor 9 Stunden, Lia90 sagte:

Ich habe vor ungefähr 8 Jahren meinen Hauptschulabschluss erlangt (2,3 Notendurchschnitt). [...]Beides war ohne großes Lernen erreicht. Ich muss auch dazu sagen das ich früher sehr faul war und die Schule für nicht sehr wichtig hielt. [...] es stellt sich mir die Frage ob ich dafür überhaupt geeignet bin. Ich denke ich weiß noch kaum etwas aus der Realschule (bezogen auf die Mathematik) und da diese Fach mitunter das anspruchsvollste ist bin ich etwas skeptisch ob ich das schaffe. [...]

 

Hallo Lia90,

 

ich hatte einen 3er Schnitt im Hauptschulabschluss und kann auch sagen dass ich dies ohne lernen erreicht hatte da ich mich, genau wie Du, schlichtweg dafür nicht interessiert habe. Bei mir lag das im Gegensatz zu Dir 20 Jahre her. Wenn Du Dir vornimmst etwas zu schaffen und weist wofür Du das machst, dann sieht die Welt heute anders aus. Ich hatte das Abi nicht nachgeholt und mich entschlossen direkt zu studieren. Dafür musste ich extrem viel Mathestoff nachholen, zusätzlich zum Hochschulstoff. Ich musste dann die Hochschulzugangsprüfung machen um Immatrikuliert zu werden. Alles war möglich weil ich mich hingesetzt habe und gelernt habe, weil ich wusste wofür. Du wirst feststellen, ja es ist schwer, aber man schafft es, weil man reifer geworden ist! Von dem her, hab keine Angst. Alles ist machbar, es ist nur eine Frage des Aufwandes. Notfalls brauchst Du halt ggf. ein paar Stunden länger um etwas zu verstehen als andere die das nötige Vorwissen mitbringen. Vielleicht findest Du ja auch jemanden der das mit Dir machen möchte und der Dich unterstützen kann, ggf. glänzt Du in anderen Fächern und ihr könnt euch ergänzen.

 

Im Nachhinein bereuhe ich nur eins, dass ich nicht schon früher damit angefangen habe, dann wäre ich heute schon mit meinem Master fertig :-)

 

Sebastian


Wilhelm Büchner Hochschule in Kooperation mit der Fernuniversität in Hagen: Promotion in Informatik (02.01.2017 - tbd)

Wilhelm Büchner Hochschule: M.Sc. Wirtschaftsinformatik (01.07.2015 - 13.12.2016)

Wilhelm Büchner Hochschule: B.Sc. Wirtschaftsinformatik (16.11.2012 - 20.06.2015)

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vor 56 Minuten, abitierchen sagte:

Was du allerdings bedenken solltest ist, dass es mitlerweile auch möglich ist, ohne Abitur zu studieren (sollte ein Studium dein Ziel sein). Voraussetzung dafür ist wohl in jedem Fall eine abgeschlossene Berufsausbildung, die du ja hast.

 

Das war auch mein erster Gedanke..was ist das Ziel des Abiturs? Die Berechtigung zum Studium oder persönliches Interesse?

Auch interessant wäre zu wissen, welche Ausbildung Du gemacht hast, und welche Tätigkeit Du aktuell ausübst.

Was stört Dich an Deiner beruflichen Situation? Gehalt? Aufgabenstellung? Unterfordrung? Stillstand?

Und, wo willst Du hin (beruflich)?

Bearbeitet von OldSchool1966

B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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Erstmals vielen Dank für die ganzen Antworten!

 

Um auf einige Fragen zu antworten, erkläre ich meine momentane Situation vielleicht etwas besser. Ich habe leider nur eine Ausbildung zur Köchin absolviert. Und ich bin sehr unzufrieden mit meiner stupiden Tätigkeit, den Arbeitszeiten und dem Gehalt ( der völlig unproportional zu der geleisteten Arbeit ist) Sehr viele Überstunden sind nicht bezahlt...usw.

Ich erhoffte mir das ich meine kreative Ader mehr ausleben konnte und das ich mit diesem Beruf viel reisen kann. Beides Fehlanzeige. Man ist meist nur Funktionär statt Künstler und reisen kann ich nicht da ich an Diabetes Melitus Typ 1 leide. Da ich großes Interesse an Ernährung/Medizin habe möchte ich Ökotrophologie(Ernährungswissenschaften) studieren.

Da mein beruflicher und privater Lebensweg schon in diese Richtung geht möchte ich auch gerne darauf *aufbauen*. Auch wenn es nur ein sehr oberflächliches Fundament ist. Eine Frage stellt sich mir da kann man dies auch mit Fachabitur auch studieren? Soweit ich weiß nicht. Denn an manchen Universitäten brauch man sogar das NC.

Mein Traum wäre es danach in Richtung Forschung zu gehen. Was ganz klar sehr hohe Ziele sind. Aber Schritt für Schritt.

Danke schon mal im Voraus!!!

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Ohne Abitur könnt es da tatsächlich schwierig sein, an einen Studienplatz zu kommen - selbst wenn es formal auch ohne Abitur möglich sein sollte. Erkundigen könntest du dich dennoch mal. Selbst wenn es einen NC gibt, wird ja zum Beispiel ein Teil der Studienplätze oft auch auf anderem Weg vergeben. Ggf. lohnt es sich da auch, direkt mit den jeweiligen Hochschulen Kontakt aufzunehmen und zu klären, was mit deiner Konstellation an Schule und Ausbildung sowie Berufspraxis möglich ist. 

 

Dass du von dem Oberstufen-Stoff in Mathe noch nichts verstehst finde ich normal, da du den ja noch nicht bearbeitet hast. Wichtig ist, dass du die Grundlagen hast, um dich damit beschäftigen zu können - oder dir diese Grundlagen erarbeitest.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Über mich: markus-jung.de

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Ich kenne mich in Deinem Bereich zwar überhaupt nicht aus, aber ich weiß, dass man auch versuchen kann, über eine Eignungsfeststellungsprüfung die Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Da gibt es je nach Bundesland und Hochschule unterschiedliche Vorgaben.

Vielleicht könnte ja der Bachelorstudiengang Ernährungstherapie an der Hochschule Anhalt etwas für Dich sein.

Ich würde auf jeden Fall man anrufen, und nach den Möglichkeiten eines Zugangs fragen.

Und nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Ganz wichtig! ;)

 

 


B.A. Betriebswirtschaft (Projektmanagement & Organisationspsychologie) - IUBH (Abschluss 02/2016)

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Ich würde dir ähnliches raten wie Markus und OldSchool. Als ersten Schritt erkundige dich bei den für dich in Frage kommenden Unis, FHs und ggf. Fernunis nach Möglichkeiten, ohne Abitur ein Studium aufzunehmen.

Soweit ich weiß (Achtung, Laien-Wissen;)) ist es bei Aufnahme eines Studiums ohne Abitur ja (u.a.) wichtig, dass die Ausbildung, die man hat, in irgend einer Weise mit dem gewählten Studiengang zutun hat. Köchin und Ökotrophologie könnte diese Voraussetzungen ja erfüllen.

 

Sollte ein Studium ohne Abi nicht / nur sehr schwer möglich sein, kannst du als zweiten Schritt ja immer noch überlegen, ob du dein Abitur über eine Fernschule oder doch lieber per Abendschule (o.ä.) nachholst.

 

Ergänzung: Um auf eine deiner Fragen zu antworten: Ökotrophologie kann man auch an FHs studieren, und dazu reicht ja ein Fachabi. Zumindest war dies bei einer Bekannten von mir vor circa 3 Jahren so der Fall. Ich würde aber trotzdem hier die in Frage kommenden FHs fragen, die können dir eine verbindliche Auskunft geben.

Dass es für Studiengänge einen NC gibt sagt eigentlich nur etwas über die "Beliebtheit" des Studiengangs an einer bestimmten Uni etwas aus, nichts über FH/Uni, Schwierigkeit, etc. Ich kenne nur das Beispiel Jura, aber dort ist es so, dass an manchen Unis ein NC von 1,6 oder höher besteht, an anderen Unis der Studiengang NC-frei ist (Berlin, Köln vs. Greifswald, Trier u.ä. - hat eher was mit den Städten zu tun als mit dem Studiengang). Lass dich daher nicht davon abschrecken, dass ggf. an manchen Unis ein NC besteht, das hat nichts zu sagen.

Bearbeitet von abitierchen

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Als Köchin könntest du die Hochschulzulassung über den "Küchenmeister" erreichen.

 

Da ich großes Interesse an Ernährung/Medizin habe möchte ich Ökotrophologie(Ernährungswissenschaften) studieren.

 

Schonmal über Lebensmittel/Chemie/Technik  bzw. vielleicht auch gleich was technischeres wie Verfahrenstechnik nachgedacht? 

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