sandrablume

Fernuni Hagen und Akzeptanz in der Wirtschaft

16 Beiträge in diesem Thema

Hallo alle zusammen,

ich interessiere mich für den Studiengang B.Sc. Psychologie an besagter Fernuni.

Nun zu meinen Fragen:

- Wie sieht die Reputation dieser Uni aus?

- Wird ein Abschluß an der Fernuni gleichgesetzt mit dem an einer Präsenzuni?

- Haben auch "ältere" Menschen mit diesem Abschluß eine Chance auf eine Stelle? Klar, hängt natürlich auch von einem selber ab.

- ISt ein Master im Anschluß zwingend? In Bezug auf die Wirtschaft...

Zu meiner Person nur ganz kurz: ich bin 37 Jahre alt, befinde mich im Moment noch in Elternzeit (bis 04/2010) und versuche schon seit 2 Monaten eine Arbeitsstelle in meinem gelernten Beruf Chemielaborantin an Land zu ziehen. Welches nicht an der Qualifikation scheitert, sondern dass ich 2 Kinder habe :mad:

Viele Grüße und schon einmal vielen Dank

Sandra

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Hallo Sandra,

Wie sieht die Reputation dieser Uni aus?
Das ist schwierig bis gar nicht zu beantworten. Es gibt ja nicht den einen Ruf sondern viele Meinungen. Die dürften bei den Arbeitgebern grundsätzlich auseinander gehen.

Ziemlich sicher ist, dass die Fernuni Hagen wohl die bekannteste Fernhochschule in D sein dürfte. Zudem ist es die einzige Universität.

Wird ein Abschluß an der Fernuni gleichgesetzt mit dem an einer Präsenzuni?
Formal ja. Praktisch ist bestimmt von "mehr anerkannt" bis "weniger anerkannt" alles dabei.

Haben auch "ältere" Menschen mit diesem Abschluß eine Chance auf eine Stelle? Klar, hängt natürlich auch von einem selber ab.
Auch kaum zu beantworten. Wenn Du bislang in Deinem erlernten Beruf Chemielaboratin gearbeitet hast, wird das sicher schwierig. Das ist schon was komplett anderes. Ein Studium bietet leider keine Jobgarantie.

ISt ein Master im Anschluß zwingend? In Bezug auf die Wirtschaft...
Nö, zwingend nicht. Hilfreich allemal. Aber das ist ein weiter Weg, insbesondere im Fernstudium.

versuche schon seit 2 Monaten eine Arbeitsstelle in meinem gelernten Beruf Chemielaborantin an Land zu ziehen. Welches nicht an der Qualifikation scheitert, sondern dass ich 2 Kinder habe
Was stört die Arbeitgeber an den Kindern? Das ist ja traurig, wenn es wahr ist. Allerdings finde ich Deine Suchzeit noch nicht besonders lang. Sollte das der einzige Grund für den Studiumgedanken sein, würde ich es eher noch weiter probieren. Insbesondere, wenn Du gerne in Deinem Beruf arbeitest.

Viel Erfolg!

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Vielen lieben Dank für deine Antworten.

Der Grund für die Absagen sind wirklich die Kinder - ist traurig aber wahr. Klar ist die Suchzeit noch nicht lange.

Mein Traumberuf war Chemielaborant am Anfang nicht, bin da eher "aus VErsehen" reingerutscht. Ich wollte ursprünglich studieren gehen, und habe mich nicht getraut meinem Vater die Stirn zu bieten (Würde mir heute auch nicht mehr passieren). Habe mich dann auf 3 Lehrstellen beworben gehabt und 2 Zusagen gekriegt...

Der Wunsch zu Studieren ist nach wie vor vorhanden. Ein Chemie/Pharmaziestudium kommt leider nicht in Frage, da ich dafür definitv zu alt bin. Wirtschaftschemie wird zwar in Münster angeboten, aber nur mit abgeschlossenem Studium möglich...

Daher habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Und was spricht dagegen etwas zu studieren, was im ersten Blick komplett fachfremd ist. Auf dem zweiten nicht, da:

- ich Berufserfahrung in der freien Wirtschaft sammeln konnte

- mein Chemiewissen mit Sicherheit auch von Vorteil sein kann in den entsprechenden Sparten.

Und Einsatzgebiete sind nunmal auch in der Industrie möglich (HR, MArketing...). Selbst eine eigene Beraterfirma wäre möglich - Fachgebiet hätte ich schon.

Werde wohl mal einen Termin bei der Studienberatung ausmachen, mich weiter bewerben und mich wohl zum WS2010/2011 einschreiben.

Liebe Grüße

SAndra

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Hallo Sandra,

ich studiere selber an der Fernuni Hagen den Studiengang Bildungswissenschaft und gehöre auch zu denen, die erst sehr spät angefangen haben :-)

Da "wir" Bildungswissenschaftler zwei Module mit den "Psychologen" teilen, kenne ich dort einige und etliche davon sind Mitglied in meiner Community für Selbstorganisiertes Lernen. Stell doch dort im Forum mal die Frage, vielleicht kannst Du dort Antworten von denen bekommen, die diesen Studiengang schon belegen. Und nicht davon abhalten lassen, dass dort noch ziemlich leer ist, das Forum ist erst letzte Woche neu dazugekommen :-)

Liebe Grüße

Sabine

Siemsens Selbstlerner Community

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hallo sandra.

ich selbst bin noch eine handlänge älter als du, übrigens.

ich denke nicht,dass es zu spät ist. aber es gibt natürlich auch viele stimmen, die sagen würden, dass es absolut zu spät ist.

ich bin seit kurzem jedenfalls für psychologie in hagen eingeschrieben.

ob ich dieses studium beruflich eines tages nutzen kann, das weiss ich nun wirklich nicht.

persönlich denke ich, dass ich vor zehn jahren oder noch früher besser begonnen hätte. oder natürlich noch besser bereits abgeschlossen hätte.

nur damals hatte ich eben anderes zu tun. und das hatte auch seine berechtigung.

dieses studium dauert jedenfalls 12 semester im fernstudium und 6 im präsenzstudium, wenn ich richtig informiert bin.

und leicht ist es ganz sicher auch nicht (schaun ma mal).

vielleicht hilft dir ja meine ganz persönliche sichtweise:

ich studiere jetzt für mich! weil das thema ohnehin schon immer mein hobby war und weil ich gut wäre in dem job (sagen andere...).

zwar bin ich schon ü 40 gestempelt, aber dennoch habe ich schliesslich noch mehr arbeitsjahre vor mir, als bereits hinter mir. nicht wahr (also warum jetzt schon an rente denken?)?;)

zur prognose für den "older generation" student fällt mir folgendes ein:

in einer studentenzeitschrift las ich kürzlich wieder, dass die "wirtschaft" lügt, wenn sie schreibt, sie suche händeringend nach ingenjeuren und informatikern, beispielsweise. denn es gibt davon genug bei uns. nur ist es so, dass die wirtschaft die über vierzig nicht unbedingt möchte (so bestätigten es viele zuschriften dem verlag).

Ich denke, wenn man in einer berufung gut ist, dann finden sich wege.

die fernuni hagen hat, wie ich höre, einen guten ruf. meines wissens ist psychologie nur hier staatlich in teilzeit studierbar. die privaten fernhochschulen kosten davon abgesehen etwa sechs mal so viel. sind dafür aber zwei jahre kürzer, soweit ich informiert bin.

viel glück, sandra.

und mir auch.

Desmond :)

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Hallo Desmond,

ich studiere auch an der Fernuni Hagen, Bildungswissenschaft. Ich bin mir aber sehr sicher dass Du auch bei Psychologie zwischen Teilzeit und Vollzeit wählen kannst, von einem Studiengang der nur Teilzeit studiert werden kann habe ich noch nicht gehört.

Ich bin auch Ü40 und ich bin fest überzeugt davon, dass die Entscheidung für das Studium die Richtige war - und wie Du sagst, auch uns bleiben noch viele Jahre, in denen wir das neue Wissen anwenden können.

Viele Grüße

Sabine

bearbeitet von Markus Jung
Ungültigen Link entfernt.

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Danke Sabine, ich freue mich über Deine Antwort.

Und vielen Dank für den Community - Tip!:thumbup:

Da schau ich doch gleich mal rein.

Du hast natürlich recht.

Und in Freiburg, wo ich wohne, kann man Psychologie als Präsenzstudium ja auch machen.

Freiburg ist ne tolle Stadt, übrigens. Aber ich arbeite natürlich Vollzeit und deshalb kommt für mich nur ein Fernstudium in Frage.

schöne Grüsse,

Desmond

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Hallo Desmond,

ist ja witzig ;-) ich habe lange in der Nähe von Freiburg gelebt, die Welt ist doch klein :-)

Hagen als Uni kann ich persönlich nur empfehlen, ich bin jetzt im 6. Semester und von meinem Studiengang, der Abwicklung, Betreuung und allem Rundum wirklich mehr als zufrieden - mittlerweile bin ich ein echter Fernlern-Fan und könnte mir ein Studium mit Stundenplänen und vorgeschriebenen Lernrhythmus gar nicht mehr vorstellen.

Viel Erfolg beim Studium und ich würde mich freuen, wenn Du in der Community viellicht auch Deine Geschichte erzählen würdest - entweder als freier Artikel oder unter dem Punkt Umfragen (li Sidebar) Bildungsbiografien. Dort sind bisher die Männer noch ganz massiv unterrepräsentiert :-)

LG Sabine

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Hi Sabine,

danke, ich hab heut gleich was reingeschrieben.

Schau bald wieder in die SSC Community rein.

Mir liegt die freie Einteilung auch ganz gut.

War schon immer lieber Autodidakt.

Und dazu die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, was gibts besseres?

LG Desmond.

P.S.

Wo in der Nähe von Freiburg hast du denn gewohnt?

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Der Wunsch zu Studieren ist nach wie vor vorhanden. Ein Chemie/Pharmaziestudium kommt leider nicht in Frage, da ich dafür definitv zu alt bin. Wirtschaftschemie wird zwar in Münster angeboten, aber nur mit abgeschlossenem Studium möglich...

Hallo sandrablume!

Aus Deinem Beitrag wird für mich noch nicht ganz klar, ob Dein Ziel darin besteht "ganz allgemein" ein Studium zu absolvieren oder ob Psychologie wirklich Dein Wunschfach ist.

Ich selbst habe vor knapp 20 Jahren Chemisch-technischer Assistent gelernt. Leider war der Arbeitsmarkt damals (Anfang der 90er Jahre) ziemlich tot und ich bin in eine ganz andere Branche gewechselt. Mein Traum war es aber immer, Chemie zu studieren. Die Dauer des Chemiestudiums und insbesondere der Zeitaufwand (40 Stunden / Woche und mehr) ließen sich aber mit meinen Rahmenbedingungen (Familienvater und Hauptverdiener) überhaupt nicht vereinbaren.

Ich hatte mich auch immer mal über Fernstudien informiert, konnte aber zum Bereich Chemie ebenfalls nichts finden. (Damals war es auch noch nicht so einfach, über das Internet entsprechende Infos zu finden - vieles war gar nicht online verfügbar.) Erst mit 34 Jahren ist mir bekannt geworden, dass es im Bereich Chemieingenieurwesen bzw. Verfahrenstechnik berufsbegleitende Studiengänge bzw. sogar ein Fernstudium gibt.

Ich will mich nicht beklagen, weil ich gerade in den letzten Jahren an vielen interessanten Sachen gearbeitet habe und wahnsinnig viel gelernt habe (auch über mich selbst ;)). Trotzdem hätte ich wahrscheinlich schon Jahre früher mit dem Fernstudium angefangen, wenn ich von den Möglichkeiten gewusst hätte.

Inzwischen habe ich mich für ein Fernstudium der Verfahrenstechnik an der HS Anhalt entschieden. Früher konnte ich mir unter Verfahrenstechnik nicht so richtig viel vorstellen. Nachdem ich mich näher damit befasst hatte, finde ich den breiten Querschnitt durch die verschiedenen Fächer (Physik, Chemie, Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, BWL, Recht) sehr reizvoll. (Das mag daran liegen, dass ich diese Teilbereiche schon immer interessant fand.)

Der zweite entscheidende Punkt für mich war, dass die HS Anhalt die Verfahrenstechnik als Fernstudium anbietet. Es gibt zwar Präsenzphasen (4x Fr/Sa + 1 Woche pro Semester), aber im Vergleich zu anderen Angeboten halten sich die Präsenzzeiten in Grenzen. Folglich muss ich meine berufliche Tätigkeit nicht so stark einschränken und kann den bisherigen Lebensstandard meiner Familie voll aufrecht erhalten.

Natürlich stelle ich mir auch die Frage, ob die Welt auf mich gewartet hat, wenn ich mit ca. 40 Jahren als frisch gebackener Bachelor auf dem Arbeitsmarkt mit 23-jährigen FH-Absolventen konkurriere. :laugh:

Ich studiere aber ja nicht in erster Linie, um danach mehr zu verdienen. Sondern ich tue das, um mir meinen Traum zu erfüllen und auch die Chance zu haben, beruflich noch einmal etwas ganz anderes zu machen.

Falls also neben Psychologie auch ein chemisch-technisches Studium in Frage kommt (Berufserfahrung hast Du ja), dann schau Dir doch auch mal die berufsbegleitenden Angebote der Provadis Hochschule (Chemical Engineering, 7 Semester) und der FH Aachen (Prozesstechnik) an. Und natürlich die Verfahrenstechnik an der HS Anhalt (9 Semester). ;)

Gruß flox

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