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stefhk3

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  1. Was mir auffällt (und ich erlebe das auch anderswo) ist, dass der Erfolg/Misserfolg einer akademischen Arbeit (Promotion oder anderes) in Zusammenhang mit der darin vertretenen "Meinung" gebracht wird. Dazu kann ich aus meiner Erfahrung an mehreren Hochschulen sagen, dass das so nicht ist. Eine Dissertation oder andere Arbeit wird nicht schlecht bewertet, weil sie die (moralisch) "falsche" Meinung vertritt und nicht gut, weil sie die "richtige" Meinung vertritt. Zum Glück, muss man sagen. Es schützt den Prüfling vor Willkür, es heisst aber auch, dass niemand besteht, weil er etwas "wichtiges" zu sagen hat oder so. Eine Dissertation wird bestanden (jedenfalls grundsätzlich, wenn man Christine Aschbacher heisst, ist es was anderes) weil: - Aufgrund systematischer Untersuchung, u. a. der Literatur eine Forschungsfrage identifiziert wird und dabei Kenntnis des Standes der Forschung und des Faches gezeigt wird - Ein passende Methodik für die Beanwortung gefunden und begründet wird und dabei Kenntnis der Methoden des Faches gezeigt wird - Diese Methodik korrekt angewandt wird, unter Berücksichtigung aller Daten, Fakten usw. - Damit eine (Teil-)Antwort auf die Frage geliefert wird - Diese Antwort begründet und eingebettet wird in die anfangs dargelegte Theorie - Das ganze in angemessener Sprache und mit stringenter Argumentation dargelegt wird Das Ergebnis als solches ist "egal". Es wäre auch in Ordnung, wenn rauskommt, dass es den Klimawandel nicht gibt (allerdings dürfte das kaum ordentlich zu begründen sein). Das heisst natürlich nicht, dass Relevanz usw. irrelevant sind (haha), aber das entscheidet nicht. Zum Glück für den Prüfling, weil nicht jeder das Glück hat, revolutionäres zu finden. Und das heisst auch, dass alleine wichtige oder relevante Fragen oder Antworten nicht zur Promotion führen können. Wenn man es sich überlegt, gilt auch hier, zum Glück und logischerweise. Und nein, Akademiker sind nicht angehalten (auch schwedische nicht), Prüflinge durchfallen zu lassen, weil sie sich kritisch zu den USA äussern. Das ist eben Blödsinn. An Rande bemerkt, gab es auch Lehrstühle, bei denen man nur bestand, wenn man sich kritisch (was in diesem Falle das gleiche wie negativ war) zu den USA äusserte. Das war aber keine Wissenschaft.
  2. Dissertationen gibt's auch bei der British Library: https://ethos.bl.uk/ und nach KMU suchen gibt 47 Einträge.
  3. Hier kann ich etwas beitragen: Das tut sicher die KMU. Das folgt einfach aus dem System dieser "Abschlüsse von dritten Einrichtungen". Im UK, wo das verbreitet und auch gesetzlich reguliert ist, gibt es denjenigen, der die Abschlüsse verleiht (sog. recognized body). Das ist eine Universität (oder, in England gibt es immer komische Regeln, der Erzbischof von Canterbury). Dann gibt es denjenigen, der den Studiengang anbietet. Im UK braucht derjenige auch eine staatliche Zulassung (sog. listed body), wie das bei ausländischen Kooperationspartner ist, weiss ich nicht (also ob die auch listed bodies sein müssen). Zuständig für die Durchführung des Studienganges ist immer der listed body/Kooperationspartner, dieser stellt insbesondere das Lehrpersonal und führt Prüfungen durch. Der recognized body ist nur für die Überwachung zuständig und das Ausstellen der Urkunde. In seinem Blog beschwert sich karomi auch, dass niemand von Middlesex bei der Prüfung war. Das ist aber in Ordnung und so zu erwarten, es ist die Aufgabe der KMU, die Prüfer zu stellen (ausser natürlich dem External, der muss von aussen kommen). Es ist auch nicht ganz richtig, davon zu sprechen, dass die Doktoranden der KMU an der Middlesex University studieren. Jedenfalls nach englischen Verständnis tun sie das nicht. Sie erwerben ein "Middlesex degree" an der KMU. Im englischen könnte jemand z. B. sagen "I'm studying at KMU for a Middlesex degree". Wer da davon spricht, dass er an der Middlesex studieren würde, würde wahrscheinlich schief angeschaut werden. Von daher sind auch immer wieder aufflammende Diskussionen um das Aussehen der Urkunde erklärbar. Die deutschen Studenent möchten natürlich etwas, wo KMU (oder irgendein anderer Kooperationspartner) möglichst gar nicht vorkommt, sondern nur Middlesex (oder eine andere britische Hochschule). Aus britischer Sicht ist das aber, naja, ungewöhnlich, denn die Studenten studieren nun mal an de KMU. Wem das nicht gefällt, der sollte, platt gesagt, woanders studieren. Die KMU (oder ähnliche Kooperationspartner) sind eben nicht nur Subunternehmer oder so der Uni und stellen etwa Räumlichkeiten zur Verfügung oder so etwas. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Vertrag mit der KMU abgeschlossen wird. Also studiert man eben auch an der KMU, wenn man einen Vertrag mit denen schliesst. Dann zu verlangen, dass die KMU nicht in Erscheinung tritt, ist eigentlich schräg.
  4. Nur um jegliches Missverständnis zu vermeiden: Ich gönne jedem seinen Doktor und ich bin auch nicht daran interessiert, (in BWL oder sonst etwas) zu promovieren, ich bin nämlich schon Doktor. So. Ich finde es auch gut und wichtig, dass Du hier Deine Erfahrungen berichtest. Ich wehre mich allerdings gegen die Aussage, dass nur Absolventen legitimerweise eine Meinung haben dürfen. Erfolgreiche Absolventen sind meist mit ihrer Hochschule zufrieden, das ist wenig überraschend. Man kann sich aber auch ohne "dabeigewesen zu sein" eine Meinung bilden, und man muss es in vielen Fällen sogar. Das gilt auch für andere Bereiche. Und dann sehe ich z. B.: Angeblich muss jeder Doktorand fünf wissenschaftliche Publikationen veröffentlichen (was per so schon problematisch ist, denn ein typischer Doktorand kann in drei Jahren nebenberuflich nicht fünf ernstzunehmende Publikationen schreiben. Ein überflieger kann das, aber auf den kann man ein Program nicht ausrichten). Gleichzeitig findet sich weder bei wos, noch bei Scopus, noch bei pubmed ein einziges Paper der Triagon (abgesehen von dem genannten, aber das stammt nicht von einem Doktoranden). Und was da nicht enthalten ist, ist keine wissenschaftliche Veröffentlichung. Damit ist dieses Qualitätsmerkmal fragwürdig. So. Und um das sagen zu können, muss ich nicht immatrikuliert gewesen sein.
  5. Hm, dann ist es aber merkwürdig, dass die Triagon ihre Qualität damit begründet, dass ja ihre Professoren gar nicht von der Triagon wären (und das sagt sie immer, in jeder Diskussion und jedem Erfahrungsbericht taucht dieses Argument auf, die Qualität sei genau deswegen gesichert). Wenn aber die Einrichtungen, von denen sie kommen, eigentlich die gleiche ist, fällt das ganze Argument doch in sich zusammen. Und dass die ganze Konstruktion dazu geeignet ist, gerade bei Laien ungerechtfertigte Bewunderung auszulösen ("wow, der ist Professor an fünf Universitäten"), ist auch so (der "Mann auf der Strass" hat keine Ahnung, was Hochschule, Universität, Fachhochschule, Professor, Doktor überhaupt bedeutet, das auszunutzen ist eben unseriös). Für mich wirkt das alles unseriös, aber da kann man natürlich anderer Meinung sein.
  6. Stimmt, das ist Frontiers in, die gelten natürlich als hart an der Grenze zum Predatory Publishing. Übrigens ist hier Herr Werner mit dem HSSH University Institute Schaffhausen und der Seeburg Castle University affiliated, beides Namen, die im Triagon-Umfeld öfters auftauchen. Die HAM ist hier dagegen nicht enthalten. Evtl. wird es irgendwann schwierig mit den vielen Affiliations.
  7. Also, wenn man auf https://www.triagon.mt/academy/staff/ geht, stellt man fest: - Der Herr Präsident Prof. Dr. Dr. Christian Werner ist gleichzeitig Geschäftsführer der HAM, einer privaten FH in Ismaning. - Gleiches gilt für den Full Professor Prof. Dr. Florian Kainz - Die zwei weiteren Full Professors von oben sind ebenfalls im Hauptberuf in Deutschland bzw. Österreich tätig - Bei manchen sind gleich Münchener Telefonnummern aufgeführt, aber auch die mit Nummern aus Malta können eigentlich als hauptberuflich in Deutschland oder Österreich tätige dort nicht lehren. Insgesamt scheint es sich bei der Triagon um eine Art Briefkastenuni zu handeln. Im wesentlichen ist es wohl die HAW in anderem Gewand. Stellt sich natürlich die Frage, warum das ganze? Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um einen Trick handelt, das Promotionsrecht zu bekommen. Als deutsche FH haben sie keines, und eine Privatuni in Deutschland ist aufwendig. Da geht es in Malta einfacher, praktischerweise gleich für Hochschule und Student, Bezüglich Veröffentlichungen: Da in ich skeptisch, seitdem ich gesehen habe, was bei Privat-FHs als "peer reviewed" und "seriöses Journal" bezeichnet wird. Web of science kennt Stand heute keine einzige Veröffentlichung mit Affiliation Triagon in irgendeier Schreibweise. Der Herr Prof. Dr. Dr. Christian Werner findet sich übrigens mit einer Publikation, Affiliation ist Univ Appl Management. Die hat tatsächlich 46 Veröffentlichungen. Ich wäre ernstlich an den beiden Veröffentlichten Arbeiten interessiert - sollte ja eigentlich kein Geheimnis sein.
  8. Ich sehe das ähnlich wie die anderen Teilnehmer, die Leistung wurde objektiv nicht erreicht. So sehr ich die Enttäuschung verstehen kann, die Universität kann nur die abgelierferte Leistung bewerten, nicht den guten Willen, den Aufwand o. ä. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Bewertung irgendwie unzureichend war, z. B. meint der Doktorand in seinem Blog, die Prüfer hätten nur Einleitung und Schluss gelesen - dagegen spricht, dass das erste Gutachten detailliertes Feedback, spezifisch für diese Arbeit, auch zu den Kapiteln Literatur, Methoden, Diskussion usw. liefert. Das geht nicht, ohne sie gelesen zu haben. Wiederum, ich kann die Enttäuschung nachvollziehen, aber auch die Benotung. Was mich etwas erstaunt, ist allerdings, dass das nicht früher aufgefallen ist. Wenn überhaupt der Hochschule ein Vorwurf zu machen ist (aber dazu müsste man die Details von beiden Seiten kennen), dann hier. Normalerweise hätte der Betreuer nach dem Erhalt des ersten Entwurfes von Einleitung, Methodenteil usw. schon sagen müssen, hier muss grundlegend anders gearbeitet werden, damit eine Chance besteht. Aber wir wissen natürlich nicht, wie das ablief und ob es nicht der Fall war. Ich möchte nochmal das Thema Rassismus ansprechen. Ich lebe ja nun seit längerem im Ausland, und ich empfinde es nicht als hilfreich, überall Rassismus zu sehen. Ich glaube, man tut sich selbst und dem Land keinen Gefallen damit. Hier spreche ich jetzt nicht von tatsächlichen Übergriffen oder klarer Benachteiligung, sondern von dem Gefühl, an jeder Ecke Rassismus am Werke zu sehen. Ich habe z. B. erlebt, dass ein deutscher Kollege (also Ausländer) meinte, es sei Rassismus, dass er nicht Dekan wurde. So etwas ist doch Unsinn und vergiftet das Klima. Und man muss nicht immer nur das Negative sehen. karomi konnte immerhin kostenlos an einer Spitzenuni studieren (und die TU Berlin ist auch im internationalen Vergleich sehr gut) und der deutsche Staat hat ihn während Corona unterstützt. Das ist das, was ich alleine der kursorischen Lektüre entnehme. Das ist nicht nichts, und wäre dem überall auf der Welt so? Wäre dem im Irak so? Das gilt selbstverständlich auch für mich, ich finde, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ich in einem fremden Land alle Möglichkeiten habe. Auch karomi hat sich, soweit ich das sehe, in Deutschland ein gutes Leben aufgebaut. Sicher mit eigener Anstrengung, aber Deutschland hat dafür (offensichtlich) den richtigen Rahmen geboten. Das kann man auch mal sehen. Es ist nicht immer alles nur schlecht.
  9. Auffällig sind auch die Zahlen zu den Bewerbern, etwa beim Bacheloar BWL 2.498 Bewerber bei 82 Studienanfängern. Da muss AKAD eigentlich jeden, der Informationsmaterial angefordert hat, als Bewerber gezählt haben.
  10. Ich weiss nicht, ob das ein sinnvoller Vergleich ist. Online und "in echt" hat eben unterschiedliche Dynamiken. Und es wird normalerweise auch nicht so viel über die Person (die kennt ja keiner) spekuliert (etwa deren Aussehen), sondern über deren Äusserungen. Und letzteres schiesst natürlich gerade dann ins Kraut, wenn die Fragesteller sich in vornehmer Zurückhaltung üben. Und dass sich weitergehende Diskussionen entspinnen, ist ja auch gut fürs Leben im Forum. Also ich habe eigentlich noch keine extremen Fälle wahrgenommen, bei denen ich dachte, das ist zuviel. Es muss natürlich der Fragesteller auch nicht jede Äusserung auf sich selbst beziehen, ist ja ein mehr oder weniger anonymes Forum.
  11. Ein Studienanfänger mag das denken. Wir sprechen aber von Therapeuten und das sind keine Studienanfänger. Thereapeuten wiederum haben im Studium gelernt, was eine klinische Depression ist. Und ja, man kann etwas lernen, auch durch Theorie. Und ehrlich gesagt klingt "geh nur lange genug i Wald spazieren" sehr nach "reiss Dich zusammen". Ich weiss nicht, ob mir da ein gut ausgebildeter Therapeut nicht liebe wäre. Und es gibt ja auch noch andere Krankheiten als Depression. Kein Therapeut kann sie alle selbst gehabt haben. Von einem Arzt würde das doch auch niemand ernsthaft verlangen, warum also von einem Therapeuten?
  12. Ich will das jetzt nicht überbewerten und bin mir sicher, dass es nicht viel aussagt und will keinesfalls Deine Eignung in Frage stelllen (Disclaimer Ende), aber eigentich ist diese Aussge so nicht haltbar. Du weisst bestenfalls, dass Dir Spaziergänge im Wald geholfen haben. Dass sie bei Depressionen allgemein helfen, ist damit nicht gesagt. Und selbst bei Dir ist die Wirkung natürlich alles andere als klar - vielleicht war es die Bewegung und ins Fitnessstudio gehen hätte auch geholfen? Oder die Depression ging von alleine weg, schliesslich heilt die Zeit (jedenfalls dem Volksmund nach) alle Wunden. Ich denke, hier haben den Unterschied zwischen Erlebnis und Wissenschaft. Gerade im Bereich der Lebenshilfe wird viel Unsinn verkündet auf der Basis von "ich habe es selbst erlebt".
  13. Also ich verwende so was nicht, aber es gibt Diktiergeräte für unter 100 Euro, sogar "Markenprodukte", z. B. https://www.amazon.de/-/en/VN-541-Omnidirectional-Microphone-One-Touch-Cancellation/dp/B01N7MVRZM/ Man sollte eigentlich erwarten, dass die so was können, scheint mir für ein Diktiergerät eine Standardfunktion. Die Preise sind natürlich nach oben offen.
  14. Also wenn man auf https://www.macromedia-fachhochschule.de/de/bachelor/cluster-management/ geht, scheint es einen Studiengang Management zu geben ("BA in Management", würde es in England heissen), der in verschiedenen Spezialisierungen angeboten wird. Finde ich fragwürdig, weil Management eigentlich eine Untereinheit von BWL ist (auch wenn es oft mehr oder weniger synonym aufgefasst wird) und Wirtschaftspsychologie eigentlich keine Management-Spezialisierung ist. Ausserdem ist eh fraglich, ob frühe Spezialisierung sinnvoll ist. Und wahrscheinlich kommt im Studiengang auch BWL allgemein vor (habe ich nicht nachgeschaut). Letztlich ist es alles Marketing und Bullshit-Bingo. "Ich studieren Management und Psychologie" (und sowas in der Art wird bei den Studenten doch rauskommen) klingt cooler als "ich studiere BWL", was jeder macht. Für die Privat-FHs ist es halt schick, jede Wahlmöglichkeit als eigenes Studium zu präsentieren. Wahlfächer gibt es an jeder verschnarchten staatlichen Uni seit 100 Jahren (geschätzt). Da hat nie jemand ein grosses Bohei drum gemacht.
  15. Also die x-te FH, die BWL unter verschiedenen Namen anbietet, ist jetzt nicht so die Innovation...
  16. Realistisch dürfte ein Studiengang in VR etc. vor allem für den Bereich VR etc. qualifizieren. Wenn Du Dich auf andere Stellen bewirbst, kommt es wohl vor allem auf die Wettbewerbssituation an. Das dürfte aber nicht nur im öD so sein. Mit einem allgemeinen Informatikstudium oder z. B. Wirtschaftsinformatik bist Du einfach breiter aufgestellt.
  17. Letztlich sind US-Stellen (Universitäten, Zulassungsbehörden, Berufsverbände) doch die, die am zuverlässigsten Auskunft geben können. Dass Du in Deutschland überhaupt eine bessere Auskunft bekommst, scheint eher unwahrscheinlich. Wenn jemand tatsächlich in den USA praktizieren will, sollte es auch möglich sein, diese Infos zu erfragen. Vicas Link gibt sicher gute Hintergründe, aber wirklich sicher sind doch nur Auskünfte von den zuständigen Stellen.
  18. Am besten fragst Du bei der IU, die müssen es wissen. Ich sehe es allerdings als problematisch, da die Berufserfahrung normalerweise nach der Lehre liegen muss (also auf die Lehre aufbauen muss). Aber die IU wird Dir da weiterhelfen können, wenn es Möglichkeiten gibt.
  19. Ist in Estnisch auch so. Flughafen heisst lennujaam. Service (also im Restaurant oder so) heisst teenus. Universität heisst ülikool. Hauptstadt heisst pealinn (konequenterweise heisst der Bürgermeister linnapea, also Stadthaupt). Da versteht man auch kein Wort.
  20. Wenn jemand eine Herausforderung sucht, empfehle ich Estnisch.
  21. Kannte ich bisher nicht. Auf den ersten Blick scheint es eine der inzwischen vielen privaten Fern-FHs zu sein. Sie ist staatlich anerkannt, also sind die Grade führbar. Wie gut die FH wirklich ist, weiss ich nicht, aber das "digital" usw. ist natürlich reine Werbung, das kriegst Du bei jeder anderen Fern-FH genauso. Sie sitzt in Berlin, das kann Zufall sein, aber auch daran liegen, dass Berlin grosszügig ist, was Anerkennungen betrifft. Ich persönlich finde schon den Namen bescheuert, aber das ist Geschmackssache. Unseriös ist es wohl nicht. Welchen Master meinst Du denn? Für mich klingt das alles nach Modethemen.
  22. Wobei Linguistik schon was anderes ist. Wenn man es etwas weiter fasst, gibt es natürlich als "Klassiker" im Fernstudium International Business Communication bei der Akad. Und die IST hat z. B. Kommunikation & Medienmanagement. Aber Linguistik im eigentlichen Sinne ist das alles nicht. Schade, dass das Angebot in Marburg nicht mehr oder nicht mehr voll existiert, das hätte hier gepasst.
  23. Agrarsubventionen auszahlen und überwachen, Düngemittel-, Saatgutvorschriften überwachen (für Tierhaltung sind eher die Veterinärämter zuständig), das was man früher Flurbereinigung nannte (heisst heute anders), generell Wertermittlungen und bestimmte rechtliche Dinge in der Landwirtschaft, sowas halt. Ich weiss nicht, wie wörtlich man so einen Infoabend nehmen sollte. Dass es keinen Anspruch auf Einsatz am Wunschort gibt, sollte Dir vorher klargewesen sein. Dass es in der Praxis vieleicht oft klappt, wird eher nicht so offen gesagt werden, um keine falschen Erwartungen zu schüren. Insofern vielleicht erst mal sacken lassen und weitere Recherchen anstellen? Das aber das Referendariat eben noch Ausbildung ist und nicht immer vergnüglich, scheint mir generell so zu sein. Das "schöne Leben" beginnt erst danach. Und Übernahmegarantie gibt es m. W. in keiner Laufbahn. In der Praxis kann es aber anders aussehen, auch hier mag die Situation schlechter klingen als sie ist. Das Problem, dass es einesteils Personalmangel gibt, andererseits alles sehr entmutigend klingt, kenne ich vom Lehramt. In der Zeitung liest man, das vom Bundesland X händeringend Lehrer gesucht werden, geht man auf die Website, liest man als erstes, dass auf das Staatsexamen nur im absoluten Ausnahmefall verzichtet werden kann, dass Quereinsteiger nur im Notfall genommen werden usw. Da wundert man sich auch.
  24. Klar, es gibt Fälle, wo es wirklich schlecht ist. Aber das sind nicht die 20 Millionen Menschen, die (so die Angabe in diesem Thread) statistisch auf dem Land leben. Wenn hiervon 3 oder 5 Millionen nicht Auto fahren müssen und es trotzdem tun, macht es auch was aus. Und oft wird eben mit "ich wohne ja auf dem Land" argumentiert, wenn die Anbindung in Wirklichkeit gut ist. Und gerade der Schulweg ist ein klassisches Beispiel - heute gibt es vor den Schulen Parkprobleme, obwohl zumindest in meinem Bundesland der Schülertransport vom Landkreis organisiert wird und wirklich aus jedem Dorf möglich ist. Aber da fahren morgens aus einem Dorf fünf Autos praktisch gleichzeitig zur gleichen Schule (und parallel zum Schulbus) und wieder zurück, weil "im Bus könnte ja was passieren" (letzteres ist oft die Begründung, ich habe bis heute nicht verstanden, was im Bus passieren soll, Unfällle passieren mit Privatautos wahrscheinlich häufiger).
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