Springe zum Inhalt

Qual der Wahl: Welche Fernhochschule für BSc Psychologie - Erfahrungen von Wechslern?


Empfohlene Beiträge

Liebe Alle,

 

ich bin in den letzten Zügen der Entscheidung für eine Fernhochschule und möchte euch für meine letzten Überlegungen um Feedback und Input bitten.

Vielleicht ist ja auch jemand hier mit Erfahrungen an zwei Hochschulen und kann so dementsprechend direkt vergleichen?

 

Mir sind vor allem wichtig:

 

  • Vielfältige Lernmittel (dass mir also zum Lernen mehr zur Verfügung steht als gedruckte Skripte, wie zB Videos/Online-Veranstaltungen usw.)
  • Curriculum (u.a. möglichst viel klinisch)
  • Flexibilität - v.a. örtlich & zeitlich
  • Preis (aber auch: Preis/Leistung)
  • Qualität und Anspruch der Lehre sowie allg. Kompetenz und Seriosität der Hochschule
  • sehr gerne auch eine ausgewogene Mischung der Prüfungsform

 

 

In der Endauswahl sind IUBH, SRH, HFH und PFH.

Mein Vergleich sieht bisher so aus:

 

Preis

Lernmaterial

Curriculum

Prüfungsformen

Flexibilität

IUBH

315/Monat

=11.340

Druckskripte

Vod-&Podcasts

Online Tutorien

15-20 ECTS klinisch

Allg.sagt es mir nicht so zu, auch der Wahlbereich nicht

16 Klausuren

3 Hausarbeiten

5 sonstige schrftl. Arbeiten

= sehr klausurlastig

*top:Studium 100%online mgl.

*freie Modulwahl

(sogar mgl nur 1 Modul zu bearbeiten)

 

SRH

388/Monat

Plus optional 500/Druckflat

=14.468

Skripte

Online-Vorlesungen

Online-Sprechstunden

Optionale Präsenzseminare, kosten teilw.extra

24 ECTS klinisch

Für mich sehr interessanter Wahlbereich

2 Klausuren (+je nach Wahlbereich)

6 Einsendeaufg.

5 Hausarbeiten

= schreiblastig

*durch geringen Klausuranteil fast komplett online mgl

*freie Modulwahl

HFH

310/Monat +490 Prüfungsgeb.

=11.650

Druckskripte

Videos/weiterführende Links

Online Veranstaltungen

Komplexe Übungen vor Ort/online

18 ECTS klinisch

Weitere 12 ECTS für mich pers. Sehr spannend

7 Klausuren

10 Komplexe Übungen

9 Hausarbeiten

=angenehm ausgewogen

*“Semesterbetrieb“-vorgegebener Modulplan

*je 2 Klausurtermine pro Semester, max. 1 Monat vorher Anmeldung

*Komplexe Übungen vor Ort

PFH

Bei aktueller Rabattaktion ca.331/Monat

=ca. 12.000

Druckskripte

Kurze Filme/Erklärvideos

Online-Veranstaltungen

Präsenztage

15 ECTS klnisch

Mehr Statistik als andere HS?

Interessantes Nebenfach (7 ECTS)

16 Klausuren 11 Einsendeaufg

(wobei nur Klausuren benotet)

=klausurlastig

*pro Semester 1 verpflichtender Präsenztag in Göttingen

*“Semesterbetrieb“-vorgegebener Modulplan

*je 2 Klausurtermine/Semester – bis zu 14 Tage vorher Anmeldung

                     

 

 

 

Bisheriger Favorit bzgl. Flexibilität und Freiheit ist ganz klar die IUBH. Vielleicht auch im Bezug auf die hohe Studierendenzahl - u.a. gibt es eine aktive Facebookgruppe und entsprechend viele Mitstudierende, was ich mir wertvoll für einen regen Austausch vorstelle. Bzgl. der IUBH hat mir allerdings der Kontakt zu den Studienberatern bisher nicht so zugesagt, ich habe mich mit meinen Fragen und Anliegen nicht gut aufgehoben gefühlt. Zudem bin ich in online und Print Broschüren über widersprüchliche/unterschiedliche Angaben zu Curriculum&Wahlbereich gestolpert, die mich noch immer irritieren. Bzw. ein schales Gefühl bzgl. Qualität und Kompetenz der Hochschule hinterlassen.

Weiterhin bin ich mit dem Curriculum der IUBH nicht ganz glücklich, da gefallen mir die von SRH und HFH besser.

 

Die SRH wäre auch eine klasse Alternative, allerdings lässt mich der doch deutlich höhere Preis zurückschrecken. Ich bin mir momentan noch nicht ganz sicher, ob dieser im Vergleich zu den anderen Optionen gerechtfertigt ist. Flexibilität und Curriculum wären jedenfalls die Punkte, die mir an der SRH positiv auffallen, sowie ein kompetenter erster Eindruck im persönlichen Gespräch sowie über Webseite und Testzugang.

 

Die HFH ist mir sehr sympathisch, u.a. auch aufgrund der Gemeinnützigkeit. Der erste persönliche Kontakt war auch angenehm, hilfreich und kompetent. Der Onlinecampus, den ich per Testzugang sehen konnte, gefiel mir nun nicht ganz so gut, da gewöhnt man sich aber sicherlich nach einer Weile. Das Curriculum gefällt mir recht gut, vor allem auch die bunte Mischung an Prüfungsformen, die dann auch wieder einiges an Flexibilität erlaubt (um die 7 Klausuren im gesamten Semester kriege ich organisatorisch hin, der Rest, also EA und HA, werden ja eh ortsunabhängig bearbeitet).

Im Vergleich zu IUBH und SRH verliert die HFH nunmal v.a. bei den Punkten Freiheit der Modulwahl

 

Die PFH, merke ich gerade während des Schreibens, fällt so langsam raus. Sie erscheint eigentlich vor allem in der Liste weil sie mir anfangs sehr vertrauenserweckend und renommiert erschien.

 

 

Im Grunde steht nun für mich an, mir über meine Prioritäten klar zu werden und mich dementsprechend zu entscheiden; ich würde mich trotzdem sehr über eure Erfahrungen und Meinungen zu o.g. Hochschulen freuen. Vllt habe ich ja noch etwas übersehen oder falsch verstanden.

Freu mich schon auf eure Antworten 🙂

 

 

Bearbeitet von Empuriae
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Hallo, ich studiere Psychologie (B.Sc.) an der SRH und kann dir zu dieser Hochschule vielleicht einige Infos geben.

 

Lernmittel:

Neben den Studienbriefen (als PDF, ePub und optional als Skript) gibt es Vertiefungsfragen mit Lösungsvorschlägen, Vorlesungsvideos, Quiz und Begleitveranstaltungen (online und nach Corona auch bestimmt wieder live vor Ort).

 

Curriculum

Klinische ist als Wahlmodul mit insgesamt mit 24 LP vorhanden. Innerhalb dessen müssen 4 verschiedene Prüfungsleistungen absolviert werden. Wer Klinische mag, kommt nicht zu kurz. Ich habe mich allerdings für 2 andere Wahlmodule entschieden.

 

Flexibilität

Da habe ich ausschließlich gute Erfahrungen mit gemacht. Module können in beliebter Reihenfolge gewählt werden. Zu Orientierungshilfe gibt es aber die Empfehlung des Curriculum. Prüfungsleistungen können (wenn es nicht gerade Klausuren oder mündliche Prüfungen sind), rund um die Uhr abgeschlossen und eingereicht werden. Hat man ein Modul gewählt, kann man sich die Zeit frei einteilen. Es gibt quasi keine Vorgaben, in welchem Zeitraum ein Modul abgeschlossen sein muss. Hast Du ein Modul bestanden, kannst Du ein neues Modul wählen (maximal 5 Module zeitgleich). Formal ist es also möglich, mehr als nur 30 LP pro Semester zu absolvieren. Ob das realistisch ist, ist aber fraglich. Genauso ist es auch möglich, nur 6 LP im Semester zu absolvieren. Ob das sinnvoll ist, ist aber ebenso fraglich.

 

Preis

Da habe ich die Teilzahlung gewählt. Eine Einschränkung bezüglich der Modulbelegung gibt es dabei aber nicht. Egal ob ich den vollen Preis oder die Teilzahlung wähle, ich kann immer bis zu 5 Module zeitgleich belegen. Die Prüfungsleistungen, die ich im Semester absolvieren kann, werden bei Teilzahlung nicht auf eine bestimmte Anzahl an Modulen reduziert.

 

Qualität

Insgesamt bin ich zufrieden. Die Studienbriefe sind - aus meiner Perspektive betrachtet- meist umfangreich und geben die Grundlagen der jeweiligen Module wieder. Zu den Modulprüfungen erhält man ein Feedback, welches gelungene als auch weniger gelungene Aspekte umfasst. An Vorlesungen habe ich bisher nicht teilgenommen. Da kann ich also nichts zu sagen.

 

Prüfungsformen

Eine große Anzahl der Prüfungen besteht aus Einsendearbeiten, Hausarbeiten oder Fallstudien. Sie unterscheiden sich dabei in der Anzahl an anzufertigenden Seiten (zwischen 15 und 20) und dem Aufbau der Arbeit. Ansonsten sind die Prüfungsformen aber ähnlich. Wer an der SRH studiert, sollte in jedem Fall das Anfertigen solcher Arbeiten nicht scheuen, sonst ist man dort falsch. Daneben gibt es als Prüfungsformen auch noch Klausuren, Einsendepräsentationen oder auch Simulationen (hatte ich aber nicht). Ansonsten gibt es aber auch ein Forum, in dem sich die Studierenden gengenseitig helfen, Fragen beantworten und sich gegenseitig bei Prüfungen unterstützen.

 

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

VG

Anja

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 15 Stunden hat Empuriae geschrieben:

Zudem bin ich in online und Print Broschüren über widersprüchliche/unterschiedliche Angaben zu Curriculum&Wahlbereich gestolpert, die mich noch immer irritieren. Bzw. ein schales Gefühl bzgl. Qualität und Kompetenz der Hochschule hinterlassen.

 

Nach meiner Erfahrung kannst du dich auf die Studienablaufpläne und die Modulhandbücher verlassen, diese sind verbindlich, was die Inhalte angeht (die Reihenfolge der Belegung der einzelnen Module ist natürlich flexibel).

 

Das Gefühl der Inkompetenz in der Beratung kann ich nachvollziehen – hier habe ich zuletzt auch extrem schlechte Erfahrungen gemacht, als ich mich über diverse Master informiert habe. Ich schiebe das auf das extreme Wachstum, das die IUBH zuletzt hingelegt hat. Denn meiner Erfahrung nach läuft es dann in der Studierendenbetreuuung etc. ziemlich rund, wenn man "einmal drin" ist (ich habe da einen Bachelor-Studiengang letztes Jahr abgeschlossen). Daran würde ich es also nicht festmachen.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
  • Admin

Zur PFH möchte ich noch anmerken, dass die Studienmaterialien in Zusammenarbeit mit dem Hogrefe-Verlag entwickelt wurden und die PFH der erste Anbieter war, der Psychologie mit klinischer Psychologie im Fernstudium angeboten hat und nach der FernUni Hagen der zweite Anbieter überhaupt mit Psychologie. Dort besteht also schon relativ lange Erfahrung damit.

 

Und ich empfehle dir einen Blick in die Blogs, um einige Erfahrungen aus erster Hand zu den verschiedenen Anbietern zu erhalten.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten!

Die Blogs habe ich mir zu Gemüte geführt und auch sämtliche Bewertungsplattformen durchgelesen.

So langsam tendiere ich somit zum information overload und gehe dann besser mal in mich :)

 

Heute vormittag habe ich übrigens an einer online Infoveranstaltung der PFH teilgenommen und etwas erfahren, das für mich ein direktes Ausschlusskriterium darstellt:
Als StudentIn der PFH ist es wohl noch nicht (so ohne weiteres) möglich, BAföG zu beantragen, weil die Studiengänge ganz klar berufsbegleitend konzipiert wurden. Sie arbeiten allerdings an der Förderfähigkeit der Vollzeit-Studiengänge. Zumindest habe ich es so verstanden.

 

Am 28.12.2020 um 10:46 hat developer geschrieben:

 

Nach meiner Erfahrung kannst du dich auf die Studienablaufpläne und die Modulhandbücher verlassen, diese sind verbindlich, was die Inhalte angeht (die Reihenfolge der Belegung der einzelnen Module ist natürlich flexibel).

 

 

Genau dieser Studienablaufplan hat bei mir Verwirrung gestiftet, weil die Angaben darin von denen im mir zugesandten Infomaterial abwichen. Danke dir in jedem Fall für die Links!

 

 

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
  • Admin
Am 29.12.2020 um 13:08 hat Empuriae geschrieben:

nicht (so ohne weiteres) möglich, BAföG zu beantragen, weil die Studiengänge ganz klar berufsbegleitend konzipiert wurden.

 

Das würde ich dann auch bei den anderen Anbietern abklären, da ein Großteil der Fernstudiengänge berufsbegleitend konzipiert ist, auch wenn der (dennoch kleine) Anteil der Vollzeit-Studierenden nach meinem Eindruck die letzten Jahre etwas zugenommen hat und ich weiß, dass einige auch BAföG  bekommen, wenn bestimmte Voraussetzungen (unter anderem ein Vollzeit-Pensum) erfüllt sind.

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
  • 2 Wochen später...
Am 29.12.2020 um 13:08 hat Empuriae geschrieben:

Heute vormittag habe ich übrigens an einer online Infoveranstaltung der PFH teilgenommen und etwas erfahren, das für mich ein direktes Ausschlusskriterium darstellt:
Als StudentIn der PFH ist es wohl noch nicht (so ohne weiteres) möglich, BAföG zu beantragen, weil die Studiengänge ganz klar berufsbegleitend konzipiert wurden. Sie arbeiten allerdings an der Förderfähigkeit der Vollzeit-Studiengänge. Zumindest habe ich es so verstanden.

 

Das würde ich mit dem Bafög-Amt abklären.

 

https://studieren.de/psychologie-pfh-private-hochschule-goettingen.studienprofil.t-0.a-380.c-178.html

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo, 

 

also ich bin seinerzeit von der FernUni zur PFH gewechselt. 

 

Der Grund war, dass letztere klinische Psychologie als Master-Schwerpunkt enthielt und es möglich war, damit die Psychotherapeutenausbildung zu machen. 

 

Von einer Problematik mit BAfög habe ich noch nichts gehört - möglicherweise bezieht sich das auf ein Teilzeit-Studium; meine Kollegen in Vollzeit konnten dies beantragen. Auch Studienkredite waren bei einigen vorhanden. 

Druckskripte hatte ich bei der PFH gar keine - sie arbeiten ja mit Hogrefe zusammen und entsprechend gibt es Fernlehrbriefe, die zum Teil aus größeren Standardwerken kommen. Die kommen im Paket. Das einzige, was man manchmal bekommt, sind Seminar-Folien bei den Präsenz-Vorlesungsveranstaltungen. 


LG

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden


×
×
  • Neu erstellen...