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NicoleJ

Zwei Eltern, zwei Kinder, zwei Studien

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Neben der Arbeit zu studieren ist immer anstrengend. Mein erstes Fernstudium an der Fernuni Hagen ist jetzt gut 10 Jahre her und wurde nach 2 Semestern wegen mangelnder Motivation und fehlender Unterstützung durch die Umgebung aufgegeben.

Trotzdem wagte ich vor einem guten Jahr einen zweiten Anlauf, diesmal mit einem Studiengang als IT-Betriebswirt bei der ILS.

Als unsere erste Tochter vor 3 Jahren geboren wurde nahm mein Mann ein Jahr Elternzeit, zur Betreuung und um ein Studium zu beginnen. Das es nicht leicht werden würde wusste ich also, als ich, schwanger mit unserer zweiten Tochter, den Fernkurs begann. Ich wusste aber auch, dass ich es schaffen kann, der praktische Nutzen für meine spätere Karriere war gegeben, und die wöchentliche Arbeitszeit sollte zu bewältigen sein.

Wenn man die Geschichten der anderen Eltern hier im Forum liest steigt der Respekt für alle, die es wagen neben Kind, Karriere, Partnerschaft und Hobbys noch ein Studium zu beginnen. Wir alle scheinen gemeinsam zu haben, dass die Zeit immer begrenzt ist und man ein gutes Maß an Selbstorganisation und -motivation mitbringen muss.

Einen festen Lernplan konnte ich bisher kaum aufstellen, zu schnell ändern sich bei uns die Gegebenheiten.

Während ich im ersten halben Jahr des Studiums noch Vollzeit arbeitete, mein Mann intensiv studierte und die Große natürlich auch Zeit brauchte war nur ein geringes Pensum möglich. Im Mutterschutz wollte ich dann richtig loslegen, aber die Tagesmutter wurde krank, so dass in der Woche auch wieder die Zeit fehlte. Dann kam das zweite Kind und wieder war alles anders.

Davon darf man sich aber nicht entmutigen lassen, sondern muss einfach am Ball bleiben. Es ist dann besser, nur etwas zu lernen, als gar nichts zu machen.

Für mich war und ist es immer motivierend, wenn ich eine Einsendeaufgabe verschicken kann und ein gutes Ergebnis zurück bekomme.

Zum Lernen selber nehme ich mir immer Etappenweise Lernstoff vor. Wenn ich etwa weiß, dass mein Mann Urlaub hat, nehme ich mir mehr vor. Wichtig hierbei finde ich auch zu sagen "Heute arbeite ich Kapitel 2 durch" und nicht "Heute lerne ich 2 Stunden". Somit habe ich ein besseres Ziel vor Augen und weiß genau, wann ich das erreicht habe, auch wenn ich dafür abends länger am Schreibtisch sitze.

Ich habe mir auch angewöhnt Zusammenfassungen oder wichtige Definitionen auf Karteikarten zu schreiben. Wenn ich beim Lernen öfter unterbrochen werde (etwa, weil der Mittagsschlaf der Kinder kürzer ausfällt als gedacht), kann ich später besser wieder an ein Thema anknüpfen, indem ich die Karten wiederhole.

Eine weitere große Erleichterung für mich ist das Lernen mit Smartphone oder Tablet. Hier kann ich alle Studienhefte speichern, und arbeiten, wo ich gerade gehe und stehe.

Ganz wichtig ist auch, Hilfe von außen anzunehmen. So ist unsere ältere Tochter immer wieder gerne zum Spielen bei einer Nachbarin. Diese Zeit nutze ich dann entweder für das Baby oder zum Lernen. Umgekehrt kommt auch die Tochter der Nachbarin zu uns, wenn diese arbeiten muss.

Wer also kann, sollte die Hilfe von Omas, Opas, Nachbarn, Freunden und (wenn finanziell möglich) Babysittern und Putzhilfen dankbar annehmen.

Allen Miteltern noch viel Erfolg für Kind & Karriere!

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Liebe NicoleJ

ich finde auch, dass man (wenn man kann) jede Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Ohne Oma und 3 Stunden Reinigungshilfe/Woche hätte ich das wohl nicht gepackt. Kindergärten sind auch Gold wert (wer nen Platz ergattert) :)

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Liebe greenheart,

um die Putzhilfe beneide ich dich. :-) Kindergarten fängt bei uns für die Große im Oktober an, mal schauen, wie viel ich am Tag dann gelernt bekomme.

Meiner Meinung nach ist es auch ganz förderlich für das spätere Berufsleben, besonders wenn man nach dem Fernstudium eine Führungsposition anstrebt, jetzt schon das Delegieren zu üben. Auch das kann einem nur zu Gute kommen.

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Liebe NicoleJ

ich weiß, dass Putzholfe Luxus ist- zu Beginn haben ich mir keine geleistet (leisten können). Mit derZeit habe ich gemerkt, dass ich (wenne s geht) leiber an anderen Ecken spare. Klar mache ich das Meiste selber, aber 3 Stunden helfen uns WIRKLICH weiter. Sie kostet nicht viel (denn sie ist bei unserer Nachbarin für viele Stunden eingestellt und zu uns kommt sie wann immer es ihr passt, quasi als Zusatz).

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Liebe NicoleJ, beeindruckend und aller Unterstützung wert - darum trommeln wir auch für Sie, und zwar hier auf der ILS Facebook-Seite! ;-)

Und wenn Sie mal eine Motivationsspritze brauchen oder Tipps für die Organisation Ihres Lernalltags unter so besonderen Bedingungen, dann kommen Sie jederzeit gern in eines unserer Lernmethoden-Webinare (Infos und Termine im Online-Studienzentrum) oder vereinbaren Sie eine individuelle telefonische Lernberatung mit einem/r unserer Lernberater/innen - auch dafür finden Sie alle Infos im OSZ!

Viele Grüße aus Hamburg!

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