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Wie ein Phönix aus der Asche...


duke1976
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Es es schon unglaubliche 10 Jahre her, seit ich mich hier angemeldet habe. Damals noch voller Zuversicht, ein Fernstudium beginnen zu können, wurde dieser Traum doch schnell von der Realität zunichte gemacht. Die finanziellen Voraussetzungen waren ebenso wenig vorhanden, wie die Work-Life-Balance meiner damaligen Beschäftigung. Als dann noch eine längere Krankheit ins Spiel kam, war die “Niederlage” besiegelt. Doch Gott sei Dank ging ich hier sehr langsam vor und belegte lediglich ein Zertifikatsstudium bei der HFH. Das war 2009. Die knapp 500.- EUR habe ich zwar in den Sand gesetzt , da ich nie eine Klausur geschrieben habe, aber eine interessante Erfahrung war es dennoch.

 

Die Blogs von einigen Leute habe ich damals sehr aufmerksam verfolgt. Nebenbei auch so ein bisschen selbst zum ersten Mal in meinem Leben gebloggt. Im Fokus war vor allem Chillie, der mein besonderes Interesse weckte, da er, so wie ich damals, zu den Studierenden ohne Abitur gehörte. Ich erinnere mich noch, als er Vater wurde. Das war dann auch so der Zeitpunkt, wo ich erst mal aufhörte, das Thema Fernstudium weiter zu verfolgen.

 

Im Hinterkopf habe ich das Thema aber doch immer wieder gehabt. Durch Markus’ Youtube Kanal wurde ich auch in unregelmäßigen Zeitabschnitten auf dem Laufenden gehalten.

 

Was ist in den letzten zehn Jahren geschehen? Andere können in diesem Zeitraum locker einen Bachelor samt Master nachweisen. Ich leider nicht. Doch ganz untätig blieb ich auch nicht. Ich habe in dieser Zeit (im Rahmen einer Umschulung) eine IT-Ausbildung gemacht. Und seit Anfang Juli habe ich auch die Fachhochschulreife in der Tasche, die ich über das Telekolleg erreicht habe. Und wie man sich vielleicht denken kann, bin ich wieder voll motiviert und denke über ein Fernstudium nach.

 

Die Voraussetzungen sind heute auf jeden Fall wesentlich besser. Durch das Telekolleg bin ich auf ein selbstständiges Fernlernen mit komplexerem und umfangreicherem Stoff konditioniert worden. Daher ist auch die Zuversicht entsprechend gewachsen, ein Fernstudium erfolgreich abschließen zu können.

 

Im Augenblick stellt sich die Frage nach dem was und wo. Das Wann setze ich mal vorsichtig auf den 01.01.19. In diesem Jahr werde ich definitiv nichts mehr beginnen. Früher galt mein großes Interesse dem Wirtschafsingenieurwesen. Ich sah es als Veredelung meiner sowohl technischen, also auch kaufmännischen Berufserfahrung an. Mittlerweile habe ich mich aber davon distanziert. Zu groß ist der Respekt vor Mathematik und Physik, zudem sind die Gehälter für Ingenieure (und nicht nur die Einstiegsgehälter) auch nicht mehr das, was sie mal waren. (Wirtschafts-)Informatik liegt aufgrund meiner genannten Umschulung nahe, jedoch ist mein Interesse, was IT angeht, auch nicht mehr so groß, dass ich das weiter vertiefen möchte.

 

Es gibt ja Gott sei Dank aber noch so viele andere Studiengänge. Im Moment habe ich zwei weitere, interdisziplinäre/wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge auf den Schirm: Wirtschaftspsychologie bzw. Wirtschaftsrecht. Ersteres interessiert mich im Moment am meisten, zweiteres könnte ich beruflich am schnellsten verwerten, da ich viel mit rechtlichen Fragen am Arbeitsplatz konfrontiert bin. Aber das alleine ist auch kein Kriterium, sonst müsste ich Immobilienmanagement studieren, was ich aber auch wieder nicht möchte, da ich mich dann zu sehr festlegen würde. Kostenmäßig liegen WP bzw. WR sehr weit auseinander, da letzterer bei der HFH als deutlich vergünstigter Online-Studiengang angeboten wird.

 

Und da sind wir auch schon bei dem wo. Wichtig ist mir eine Fernhochschule, die in relativer Nähe zu meinem Wohnort (in meinem Fall Würzburg) ist. Bisher habe ich drei Fernhochschulen ausfindig gemacht. Die HFH, die IUBH und die SRH. Die HFH ist in Würzburg direkt mit einem Studienzentrum vertreten, die IUBH mit einem Prüfungszentrum. Die SRH hat ein Studienzentrum im Wertheim. Das sind gute 40 km von hier. Eine für mich noch akzeptable Entfernung.

 

Ich möchte nicht alles vom Geld abhängig machen. Die SRH ist bei Wirtschaftspychologie mit am teurersten. Aber die Bewertungen bei Fernstudiumcheck.de erreichen den besten Durchschnitt. Hier tue ich mich ehrlich gesagt etwas schwer. Die Bewertungen mit den 5 Sternen erinnert doch sehr an Amazon. Kann ich hier den selben Maßstab anlegen? Ist eine Hochschule mit 4,4 Sternen aber 10% höheren Kosten vielleicht doch die bessere Wahl als die günstigere Hochschule, die jedoch “nur” auf 4,1 Sterne kommt?

 

Ich müsste mir auch Gedanken machen, ob eine Reduzierung der Arbeitsszeit von 40 Stunden auf vielleicht 35-30 Stunden Sinn machen würde, damit die Lebensqualität in der Zeit nicht zu sehr leidet, ich das Studium aber dennoch zügig abschließen kann.

 

Es beschäftigen mich also noch einige Fragen, die ich hoffentlich in den nächsten Monaten für mich beantworten kann.

 

Viele Grüße

 

Sascha

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Ich bin immer weider beeindruckt und freue mich, wenn Benutzer zum Teil nach Jahren wieder hier rein schauen.

 

Willkommen zurück 🙂 und danke für dein Update, was in den letzten Jahren so bei dir passiert ist.

 

Was die Bewertungen angeht, würde ich nicht nur auf die Sterne schauen, sondern auch auf die qualitativen Bewertungen. Was kritisieren die Studierenden, die weniger Sterne bewertet haben und sind diese Kriterien für dich überhaupt relevant? 

 

Ausführliche Eindrücke findest du außerdem natürlich auch hier in den Blogs.

 

Was die Entfernung zu den Prüfungszentren angeht ist ja immer auch die Frage, wie viele Prüfungen überhaupt noch dort abzulegen sind und wie viele Präsenzen noch vor Ort durchgeführt werden. Tendenziell hat sich dies in den letzten Jahren ja deutlich reduziert. Mittlerweile findet ja doch einiges online statt.

 

Was genau möchtest du mit den Studiengängen Wirtschaftspsychologie bzw. Wirtschaftsrecht denn dann später anfangen?

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Hallo Markus,

 

ich erhoffe mir vor allen bessere Arbeitsverhältnisse. Nicht nur finanziell, sondern auch Aufgaben, die mich intellektuell mehr fordern. Bisher erledige ich leider viel administrative Aufgaben, die mehr zu meiner geistigen Ermüdung als zu meiner Motivation beitragen. Ich könnte mir vorstellen, mich in Sachen Wirtschaftsrecht zum Wirtschaftsprüfer hin zu entwickeln. Bzw. bei Wirtschaftspsychologie im Bereich Arbeitsorganisation tätig zu sein.

 

 

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Hallo Duke,

 

wenn deine Jahreszahl tatsächlich deinem Geburtsjahr entspricht, dann bist du für den Weg zum WP leider schon zu alt. http://www.wirtschaftsprüfer.de/Studium_und_Ausbildung/Ausbildungswege/klassischerWeg Schau dir das am besten mal in ruhe an, ob du das in den nächsten Jahren machen möchtest. Der Weg über einen Bachelor/Master und Prüfungstätigkeit als Prüfungsassistent, wo du von Unternehmen zu Unternehmen gesendet wirst, ist nicht ganz einfach äußerst anspruchsvoll. Ich kenne Professoren, die am WP Examen gescheitert sind. https://www.wpk.de/uploads/tx_templavoila/WPK--Ergebnisse_WP-Pruefung_I-2018.pdf

 

Vielleicht liegt dir ja grundsätzlich das Rechnungswesen. Vielleicht kannst du deine IT Kenntnisse mit Buchhaltungskenntnissen aufwerten und in einer Schnittstellenfunktion arbeiten. Oder bei der Einführung neuer ERP Systeme. Dann hast du auch etwas mehr Ruhe vor administrativen Aufgaben :)

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Hallo ExReWe87,

 

danke für die Info. Es mag durchaus sein, dass ich für irgendwelche Wege schon zu alt sind. Mit Wirtschaftsprüfer meinte ich aber auch eher die lockere Bezeichnung als Angestellter, ohne die entsprechende staatliche Zusatzprüfung abgelegt zu haben. Ist auch auf jeden Fall eine Zeitfrage. Das muss man alles bei der Entscheidung mit berücksichtigen.

 

Grüße

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Hey duke1976,

 

die Personen, die ich aus der Wirtschaftsprüfung kenne, die machen das ganze nur ein paar Jahre, weil sie dann mehr oder weniger aufgebraucht sind. Das ist nicht so erstrebenswert. Durchschnittliches Absolventengehalt und viel Reisen gehört dazu.

 

Schau mal, ob du Buchhaltung (ab Bilanzbuchhalter Ebene) oder etwas wie SAP Key-User in Betracht ziehen kannst. Zumindest beim ersteren herrscht ein Arbeitnehmermarkt, was ich persönlich sehr angenehm finde.

 

Bei WP konkurrierst du mit jungen und günstigen Absolventen.

Bei WR kann ich zumindest für meinen Teil nur behaupten, dass ich meine 20 CP nie benötigt habe. Bis jetzt wurde bei der Frage "hab ich Recht?" immer die Kundenseite mit berücksichtigt, wo dann gefragt wurde "kann ich es mir leisten Recht zu haben?". Dafür braucht man kein WR studieren.

[Wie du merkst, ich halte von den beiden Studiengängen nicht so viel, also nicht überbewerten :) ]

 

Hast du mal überlegt, einfach einen regulären BWL-Bachelor zu beginnen und dann im Verlauf des Studiums zu schauen, ob du wirklich Interesse an gewissen Fachrichtungen hast?

 

VG

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Hallo ExReWe87,

 

mit Buchhaltung habe ich mich bisher noch nicht so auseinandergesetzt. Als als Buchhalter braucht man meines Wissens ja kein Studium. Zumindest diejenigen, die in unserem Unternehmen beschäftigt sind, arbeiten alle ohne. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ich den ganzen Tag nur Belege/Rechnungen/Konten und dergleichen vor der Nase haben will. Ich denke, WR bietet auch noch andere Wege. Ich kann mir ja grundsätzlich vieles vorstellen, weil mich auch grundsätzlich viel interessiert. Ich möchte mich aber vor dem Studium auch nicht zu sehr festlegen, da die Entscheidung für die Schwerpunkte ja gewöhnlich auch erst während dem Studium fallen. Ein reines BWL-Studium kommt für mich nicht in Frage. Wirtschaftswissenschaftlich ja. Dann aber auf jeden Fall etwas interdisziplinäres.

 

Grüße

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Hi duke1976,

 

vor 6 Minuten, duke1976 schrieb:

Als als Buchhalter braucht man meines Wissens ja kein Studium. Zumindest diejenigen, die in unserem Unternehmen beschäftigt sind, arbeiten alle ohne. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ich den ganzen Tag nur Belege/Rechnungen/Konten und dergleichen vor der Nase haben will.

 

Und das ist genau der weit verbreitete Irrglaube dabei. Das Debitoren/Kreditoren oder Finanzbuchhalter beschäftigst du dich mit Belegen, Rechnungen und ähnlichen Fragestellungen -> korrekt. Der geprüfte Bilanzbuchhalter (IHK) beschäftigt sich i.d.R. mehr mit Jahresabschlüssen, Prozessen und Reporting. Den Bachelor den man mitbringt, der muss schon speziell sein, also mit 5 CP in Accounting kommt man da nicht weiter. Da du ja erwähnt hattest, dass du weniger Administrativ arbeiten möchtest, hätte ich dich zur Ebene 3(als Ziel) zugeordnet.

 

Ebene 4 - Leiter Buchhaltung/ Leiter Finanzen -> Aufstiegsfortbildung (IHK) / Bachelor / Master

Ebene 3 - Bilanzbuchhalter/ Key-User/ Projekt Manager -> Aufstiegsfortbildung IHK / Bachelor / Master

Ebene 2 - Finanzbuchhalter-/ Lohn- und Gehaltsbuchhalter -> Fachweiterbildung IHK / Fachschulen

Ebene 1 - Debitoren-/Kreditoren- und Bankbuchhalter -> Ausbildung, Einarbeitung oder ähnliches.

 

Die Ebenen sollen nur verdeutlichen, wie ungefähr das Niveau unterschieden werden kann. Das wäre jetzt der Aufbau aus meinen Erfahrungswerten.


VG

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