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Über diesen Blog

Mein Online-MSc-Studium an der Management School der University of Liverpool. Von Deutschland aus in England studieren mit Kommilitonen aus der ganzen Welt.

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der Pate

A Day in the Life

Ja, eigentlich war der letzte Dienstag, der 18. Juli 2017 nur ein Tag in meinem Leben. Aber es war ein Tag den ich nie mehr vergessen werde. Es war der Tag meiner "Graduation Ceremony". Bereits am Montag kamen wir in Liverpool an und schon auf der Fahrt in die Stadt (wir sind bis Manchester geflogen und am Flughafen Manchester in einen Bus nach Liverpool gestiegen) hat man überall Studenten in ihren Talaren gesehen. In Liverpool gibt es neben der University of Liverpool noch die John Moores University und die Hope University. Die University of Liverpool ist davon die älteste, die angesehenste und die größte Universität. Die John Moores University hat mit Brian May, dem ehemaligen Gitarristen der Rockgruppe Queen, wohl den bekanntesten Kanzler. Die Hope University hat einen starken christlichen Hintergrund, ist erst seit 2005 als Universität anerkannt. Was sie einzigartig macht ist die Tatsache, dass sie die einzige ökumenische Universität Europas ist und mit einer Beschäftigungsrate von 97,3% ihrer Absolventen innerhalb des ersten Jahres nach Abschluß ist sie die erfolgreichste Uni des englischen Nordwesten.

Alle drei Universitäten haben ihre Graduation Ceremonys in der Woche vom 17.07. - 21.07. gefeiert. Somit war in der Stadt auch für mich sofort ein Gefühl für meinen großen Tag da. Die Stadt ist überhaupt sehr auf ihre Studenten fixiert. An sehr vielen Pubs, Restaurants etc. gab es Sonderangebote für frisch graduierte Studenten. Beispielsweise ein kostenloses Essen, oder der Sekt zum Frühstück. Ebenso war die Innenstadt überall mit Fahnen und Plakaten geziert, auf denen den "Graduations" gratuliert wurde. Das habe ich so noch in keiner deutschen Stadt gesehen. Nachdem wir am ersten Tag mal zum Unigelände sind (das der University of Liverpool ist riesig) und ich meinen Talar geholt habe (der Mitarbeiter der Ausgabe war sehr witzig, hat mich erstmal "klein gemacht" warum ich ihm schon einen Tag vor meiner Feier belästige um dann laut loszulachen, mir zu gratulieren und mir den gesamten Talar auszuhändigen). Außerdem haben wir natürlich Sightseeing gemacht, aber das gehört hier nicht zum Blog. Was ich allerdings sagen möchte, ich war schon in einigen britischen Städten. Liverpool ist von der Atmosphäre her die schönste Stadt gewesen bisher und dies unabhängig von meiner Feier. Wer also mal ne schöne Stadt besichtigen möchte, Liverpool hat mich nicht das letzte Mal gesehen.

 

Somit war ich nach dem ersten Tag schon im Bilde wo ich am nächsten Tag überall hin muss und habe auch schon einiges von der Stadt gesehen gehabt. Außerdem bekam ich von meinen Eltern ein Longsleeve und ein Polo der Universität als Erinnerung geschenkt. Ich habe mir selbst noch für die Urkunde eine Urkundenrolle der Uni gekauft.

Am nächsten Tag dann bin ich alleine zur Uni. Habe dort die Eintrittskarten für meine Angehörigen geholt und erfahren wo diejenigen hin mussten die keine Eintrittskarten hatten. Die Feier fand in der "Liverpool Philharmonic" (http://www.liverpoolphil.com/) statt. In einem Nebenraum mit Monitoren auf denen die Feier übertragen wurde, konnte der restliche Teil der Gruppe sich kostenlos aufhalten. Von Montag bis Freitag fanden an jedem Tag drei Zeremonien der University of Liverpool statt. Ich war am Dienstag in der dritten und somit letzten dran. Die fand um 4:30 pm örtliche Zeit statt. Außerdem habe ich vom Stand der Alumni eine Anstecknadel mit dem Wappen der Uni für den Anzug und einen Kugelschreiber "Class of 2017" geschenkt bekommen. Witzig fand ich einen Stand bei dem man sich selbst als 3 D-Figur ausdrucken lassen konnte. Dies natürlich im Talar und auf dem Sockel steht dann welche Uni, der Name, Abschlußgrad und welches Jahr. Die günstigste Version mit 150 Pfund nicht gerade geschenkt und sind wir ehrlich, wer schaut sich das in zwei Jahren noch an. Also kam das für mich nicht in Frage.

Da ich nach dem Empfang der Karten noch etwas Zeit hatte, habe ich mir den Innenhof der alten Hauptuni (das original Redbrick Gebäude) angeschaut und war auch in einem Institut. Durch meinen Studentenausweis hatte ich überall hin Zutritt. Es war ein tolles Gefühl und ich muss schon sagen, dort hätte ich zumindest gerne mal vielleicht zwei Wochen zum Studieren verbringen dürfen. Die Management School ist leider genau auf der anderen Seite des Campus und somit hatte ich keine Zeit mir die noch anzuschauen, denn ich musste ins Hotel und mich fertig machen. War laut Wetter-App das Wetter auf ca. 16 Grad und bewölgt vorhergesagt, war es an dem Tag 24 Grad und fast keine Wolke am Himmel. Ich habe im Anzug und Talar total geschwitzt. Wir waren aber frühzeitig dran und sind dann erstmal zum Fototermin. Da war etwas los..... Die hatten ca. 12 Fotoecken. Man konnte im Vorgespräch auswählen (Wartezeit in der Schlange ca. 20 Minuten) ob man vor dem grauen Hintergrund oder der Bücherwand (Fototapete) das Foto möchte. Ich habe mich beim Foto von mir alleine für die Bücherwand entschieden. Das Foto mit der Familie vor dem grauen Hintergrund.

Dann sind wir zur Feier. Da war extra die Straße der Hope Street, in der die Philharmonie ist, gesperrt. Als wir rein durften fand ich erstmal meinen Platz nicht. Ich durfte in der Reihe Z Platz nehmen. In der Halle vor der Bühne war aber an keiner Reihe der Buchstabe Z angebracht. Also gefragt und siehe da, bei meiner Feier waren die Bachelor auf den Plätzen vor der Bühne untergebracht und wir Masterabsolventen oben auf der Bühne, hinter den Offiziellen, dem Rednerpult und der Orgel. Da war es wieder ziemlich warm. Als man auf den Platz ging hat sich jeder begrüßt und jeder gegenseitig vorgestellt. Ich habe mich mit einer Niederländerin, einem Kommilitonen aus Katar, einem Österreicher, einem Pakistani und einer Jordanierin unterhalten. Die saßen direkt neben mir, oder vor mir oder zwei Plätze weiter und es war sofort überall Small Talk. Um mich herum waren alles Online-Studenten. Lustig war z.B. das die Jordanierin und der aus Katar mitten im Gespräch festegestellt haben, dass sie schon seit 2 Jahren miteinander über Whats App schreiben. Auch wenn um mich herum nur Online-Studenten waren muss man sagen, dass Präsenzstudenten und Fernstudenten an der Feier waren (allein die Bachelor waren alles Präsenzstudenten). Dann ging es bald auch schon los, die Orgel spielte und die Offiziellen kamen herein. Was an meiner Feier besonders war, normal werden die Feiern von einem der Zwei Vice-Chancellor abgehalten. Meine Feier und somit auch später die Glückwünsche und der Händedruck auf der Bühne wurde von  Colm Tóibín durchgeführt. Der ist seit Anfang 2017 der neue Kanzler der University of Liverpool. Er ist Ire, Schrifsteller und durch seine Bücher auf der Insel sehr bekannt. Er hat in seiner Rede auch die Internationalität der Uni hervorgehoben und erwähnt, wie stolz die gesamte Uni auf ihr Fernstudentenprogramm ist. Er hat betont das beide Wege absolut gleichwertig in ihrem Abschluß sind. Nach seiner Rede ging es los. Erst waren wir Master dran. Es waren alles Master der Fakultät für "Humanities and Social Sciences" (siehe auch meine Urkunde weiter unten). Dies aus verschiedenen Schwerpunkten. In Sachen Onlinestudium waren es sehr viele "International Management". Dies waren einige die letzten Absolventen dieses Studiengangs. Denn der wurde ja neu konzipiert zum "MSc in Management". Den habe ich gemacht und wir waren nicht sehr viele, denn wir waren die ersten Absolventen die diesen Studiengang beendet haben. Praktisch die die im ersten Start waren und die es ohne Pause, so schnell als möglich, durchgezogen haben. Auf dem Weg von oben nach unten wurde man zweimal mit dem Vornamen angesprochen, auf der Kontrollliste abgehakt, und dann nach dem Aufrufen des Namens ging man zur MItte der Bühne, bekam vom Kanzler die Hand geschüttelt und wurde von ihm beglückwünscht, dann ging man weiter über die Bühne, bekam am anderen Ende seine Ernennungsurkunde und hat wieder Platz genommen. Meine sieht so aus:IMG_6201.thumb.JPG.84a2e746c9d32ec8ef31ea9ee400ed06.JPG

 

MIt Wasserzeichen im Hintergrund, Hologramm etc., um sie Fälschungssicher zu machen. Ich habe mal so im Umfeld drauf geschaut, außer mir habe ich auf ca. 12-15 Urkunden nur 2 x das "with merit" entdeckt. Gemäß dem Programmheft in dem alle Absolventen drauf sind gibt es "with distinction" (was noch besser wäre) in den Masterprogrammen so gut wie gar nicht und bei den Bachelor war es je Fachgebiet von "sehr viele" bis "fast keiner" absolut verteilt. Bei uns hatte beim Master nur eine "with distinction" und die ist vom Namen her aus einem englisch sprechenden Land. Von daher kann ich glaube ich mit meinem "with merit" wirklich stolz sein.

Dieser Teil der Feierlichkeiten dauerte insgesamt sehr lange, bis alle Absolventen die Hand geschüttelt bekommen haben. Außerdem wurde noch eine "Ehrendoktorwürde" erteilt und noch zwei andere Menschen wurden für ihre Dienste an der Wissenschaft hervorgehoben. Nach 90 Minuten war diese tolle Feier vorbei. Vor allem meine Eltern waren geflasht wie das ablief. So etwas hatten sie nicht erwartet.

 

Drausen wurden dann die Hüte geworfen, ich habe auch meine Kinder mal werfen lassen. Der restliche Tag waren für Bilder machen und Feiern fest verplant und wurde ausgiebig genutzt. Besonders rührend fand ich die Ansprache meines Vaters im Pub der mir, auch im Namen meiner Mutter, gesagt hat wie stolz sie sind und das auch mein verstorbener Opa sehr stolz auf mich ist. Das hat mir sehr viel bedeutet.

 

Das Zeugnis kommt kommende Woche. Dann ist die University of Liverpool für mich endgültig Geschichte. Nein, eigentlich nicht, denn ich bin Alumni, ich werde dieses Studium nie vergessen, gemäß Universität bin ich Liverpudlian, weil ich dort studiert habe und ich werde mein Leben lang von dieser Erfahrung und dieser persönlichen Weiterentwicklung profitieren. Auf dem Rückflug saß ich neben einer Deutschen, die seit 20 Jahren in Manchester lebt und arbeitet. Wir hatten ein tolles Gespräch und haben auch Kontaktdaten ausgetauscht. Sie ist Architektin und sagte, das ich mit dem Abschluss auch in UK immer sehr gute Chancen haben werde, denn die University of Liverpool genießt sehr hohes Ansehen, ich habe mich für eine der besten Unis des Landes entschieden. Ja, ich bin stolz darauf es geschafft zu haben. Es kommt mir wie gestern vor als ich das Motivationsschreiben abgeschickt habe und hoffte überhaupt genommen zu werden. Jetzt bin ich Master of Science, jetzt bin ich ein Liverpudlian und das kann mir Niemand mehr nehmen.

 

In diesem Blog wird es noch einen Beitrag geben, in dem ich ein Fazit ziehe, dann wird dieser Blog (leider) für immer geschlossen. Dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

 

Euch allein eine gute Zeit. Ich habe bestimmt schon wieder die Hälfte nicht geschrieben und ärgere mich später. Wenn ihr Fragen habt dann stellt sie unten, gerne beantworte ich auch dann Fragen was mir an der Städtetour besonders gefallen hat. Denn das wollte ich hier jetzt nicht so schreiben, da es nicht zum Studium gehört. Aber wenn Interesse ist, ich antworte.

 

Euer

Don Vito Corleone

der Pate

Come together

Ich versuche nun ja schon die ganze Zeit sämtliche Blog-Titel mit Songs der Beatles zu versehen. Das ist immer gar nicht so einfach. Heute, wenn ich zur Vorbereitungen auf die Graduation Ceremony am 18. Juli in Liverpool berichten möchte, war es einfach.

 

Wie ich schon im letzten Blogbeitrag "free as a bird"

mitgeteilt habe, habe ich bestanden und liefere heute die angekündigten Infos für die Vorbereitungen zur Graduation Ceremony hiermit nach.

 

Auf das "come together" freue ich mich. Zwar ist von den Kommilitonen mit denen ich auch über Whats App Kontakt gehalten habe und habe, beispielsweise Peninah, niemand in Liverpool vor Ort und ich werde keine der Menschen real kennenlernen mit denen sich so etwas wie eine Bekanntschaft entwickelt hat, aber das trübt die Freude nur ein bisschen.

 

Also, nachdem am Anfang noch nicht klar war wieviele letztendlich mitgehen, sind wir inzwischen schon zu viele. Nachdem wir für Nürnberg - Manchester hin und zurück je 48,50 Euro zahlen, für den Bus Manchester Flughafen nach Liverpool hin zun zurück je 7 Euro zahlen und ich ein Sonderangebot für eine Unterkunft, 80 Meter vom berühmten Cavern Club, der jedem der die Beatles kennt ein Begriff sein könnte, entfernt gefunden habe. Hierfür zahlen wir je Zimmer (inkl. Bad und WC auf dem Zimmer) mit 4 Betten 166 Euro für 4 Übernachtungen. Die Unterkunft liegt auch 1,5 km von der Uni entfernt und somit können wir da gut hinlaufen.

Daher haben sich (mit mir) 11 Leute bereit erklärt mitzugehen. Die Hälfte hätte mir persönlich auch gereicht, das gibt vor Ort bei der Stadtbesichtigung nur Stress alle unter einen Hut zu bekommen. Vor allem habe ich nur 3 Tickets für meine Abschlußfeier erhalten. 2 Freitickets und eines habe ich für 10 Pfund kaufen können. Ich könnte maximal noch zwei für je 10 Pfund haben, aber sollte es hier noch Kontingente geben, werde ich erst noch informiert. Der restliche Clan kann dann in einem Extraraum sich aufhalten, in dem sie die Feier via TV mitverfolgen können.

 

Apropos, wer Lust hat mich auf meiner Feier zu begleiten und wissen möchte wie so eine Feier an der Universität von Liverpool aussieht, der kann sich am 18.07.2017 um 17:30 Uhr (MEZ) auf diesem Link hier: https://www.liverpool.ac.uk/graduation/the_ceremony/ceremony_webcast/

meine Feier live oder später Re-Live anschauen.

 

Ansonsten habe ich ein Mail erhalten auf der verschiedene Links waren. Der eine war zu einer Seite der Universität (https://payments.liv.ac.uk/graduation/login.asp)

auf der man die Tickets buchen konnte, Visaanträge für sich und Angehörige runterladen kann (für die internationalen Kommilitonen außerhalb der EU) usw. Hier konnte ich mich erst gar nicht einloggen. Warum? Weil ich da erst erfahren habe dass ich zwei Mailadressen der Universität habe. Kommuniziert habe ich immer mit (Beispiel zu meinem Nick) vito.corleone@online.liverpool.ac.uk. Mit der konnte ich mich aber nicht einloggen, denn wie ich erfahren habe wird diese nur über Laureate verwaltet, da die ja alles rund ums Studium mit Service etc. machen. Ich habe aber auch eine der Uni direkt. Bsp. v.corleone@liverpool.ac.uk. Mit der konnte ich mich dann einloggen. Die von Laureate werde ich wohl mein Leben lang behalten, die der Uni direkt wird demnächst deaktiviert. Lustig auf dieser Seite war auch, man konnte einen Anruf bei sich bestellen. Bei diesem Anruf kann man sagen, wie der eigene Name korrekt ausgesprochen wird, damit dieser bei der Ceremony auch dann richtig ausgesprochen wird. :D Das habe ich nicht gemacht.

Auch habe ich eine Einladung in den Alumni der Universität erhalten (https://alumni.liv.ac.uk/)

seitdem bekomme ich von dort sehr viele Informationen. Im Mai beispielsweise war ein internationales Alumni-Treffen an der Universität, zu dem habe ich mich aber nicht angemeldet. Besonders toll war diese Seite von Ede & Ravencroft (https://www.edeandravenscroft.com/graduation-services/)

 

Ich zitiere Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Ede_%26_Ravenscroft)

"Ede & Ravenscroft ist ein Londoner Maßschneider mit Ladengeschäft unweit der Savile Row. Das Familienunternehmen ist zudem in Oxford, Cambridge und Edinburgh vertreten.

Das Unternehmen existiert seit 1689 und ist damit der älteste noch existierende britische Herrenschneider. Ede & Ravenscroft ist Beinahe-Monopolist für die zeremonielle Kleidung der britischen Gesellschaft. Seit 1689 hat jeder britische Monarch Roben des Schneiders getragen, ebenso wie die Mitglieder der englischen Ritterorden und des britischen Oberhauses. Lokale und regionale zeremonielle Gewänder, unter anderem für die City of London, stammen oft von Ede & Ravenscroft. Für viele britische Universitäten fertigt Ede & Ravenscroft die Roben für die Abschlussfeiern. Neben den Roben schneidert und verkauft Ede & Ravenscroft auch Herren- und Damenkleidung für Geschäft und Alltag."

 

Das finde ich schon der Hammer, kann man evtl. nicht nachvollziehen und mich für einen Spinner halten, aber ich werde von so einem berühmten Maßschneider meinen Talar tragen. Was der mich mieten kostet möchtet ihr gar nicht wissen und ich hätte ihn auch kaufen können, aber das ist für mich derzeit unbezahlbar und da ich ihn eh nie mehr trage stand das auch gar nicht zur Debatte. Auf jeden Fall habe ich versucht mich einzuloggen und auch hier ein ähnliches Problem wie oben bei den Tickets. Meine Studenten-ID auf dem Ausweis ist die von Laureate. Ich habe aber auch direkt eine Immatrikulationsnummer der Universität, die stand am Ende der Mail. Damit konnte ich mich beim Schneider einloggen, wurde direkt namentlich begrüßt. Mein Abschluß stand da, wann meine Feier ist und mir wurde direkt gezeigt welche Farbkombination mein Talar haben wird. Ich musste Kopfumfang eingeben, Körpergröße und Brustumfang. Wobei beim Brustumfang gibt es "bis 120 cm" und "über 120 cm". Hier konnte man die verschiedenen Maßeinheiten auswählen. Danach, dies wird auch über den Schneider organisiert, konnte ich mein Fotoset bestellen. Dies wird vor Ort gemacht und mir dann nach Deutschland nachgeschickt. Hierfür blutet man finanziell auch nochmal richtig, aber hey, das hat man 1 x im Leben.

Da ich den M.Sc. gemacht habe, trage ich diesen Talar mit hellblauer Farbe.

http://www.laureate.net/~/media/Images/LGG/Institutions/Liverpool/feature_uol_3_380.ashx

Talar.jpg

 

An der Farbe erkennt man den Abschluß, hier die Übersicht für die University of Liverpool:

https://www.chester.ac.uk/graduation/liverpool-academic-dress

 

Ansonsten laufen überall gerade die Drähte via Whats App heiß. Jeder der ein Modul hinter mir ist und mit dem ich via Whats App Gruppe Uni Liverpool Kontakt halte möchte wissen wie lange ich auf Note etc. warten musste. Die sind alle in der gleichen Wartephase wie ich und zittern. Die haben am 28.5. abgeben müssen und bekommen ihre Note erst im November. Da hatte ich ja noch richtig Glück.

 

Auch wurde ich zu einer Online Research Community der Uni zugelassen, habe mich aber wieder abgemeldet da ich den Verpflichtungen zeitlich nicht nachkommen konnte. Meine Geschäftsführerin packt mich voll mit Aufgaben. Aber ok, Forschen kann ich ja jetzt im Doktorat.

 

So, das war die Geschichte zu den Vorbereitungen. Der nächste Blogbeitrag wird sich dann mit der Feier ansich beschäftigen, ich werde ein Bild der Urkunde und evtl. ein kleines Video hochladen. Mal schauen. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit. Man liest sich.

 

Fragen beantworte ich gerne unten in den Kommentaren.

 

Euch alles Liebe

Don Vito Corleone

 

PS: Leider kann ich oben die beiden Bilder nicht direkt einfügen, daher nur der Link. Evtl. kannst du Markus mir da als Admin helfen?

der Pate

Free as a bird

Hat man alle Prüfungsleistungen abgelegt, hat man auch seine Thesis abgegeben, so fällt einem ein großer Stein vom Herzen. Die Abende kann man wieder ganz anders genießen und auch mal einen Film ohne schlechtes Gewissen schauen. Trotzdem schlummert ganz tief in einem noch die Gedanken an die letzte Note. So ganz frei ist man noch nicht. Am 28. Februar habe ich meine Master-Thesis, quasi in letzter Sekunde (ganz so schlimm war es nicht, ich hatte noch ein paar Stunden) fertig bekommen. Das ich vorher viel Stress im beruflichen und privaten Umfeld hatte (Ausfall wichtiger MItarbeiter die ich mit kompensieren musste, Anbau am Haus, zwei Todesfälle in der Familie etc.) musste ich eben die Arbeit in 6 Wochen, statt den 9 Monaten schreiben. Aber da bin ich auch ein stückweit selbst schuld gewesen, hätte manchmal egoistischer sein müssen.

Nun ja, letztendlich habe ich die Arbeit gerade noch rechtzeitig abgegeben und hätte dies wohl ohne Ermahnung durch meinen Betreuer Robin nicht geschafft, da ich nicht mehr daran geglaubt habe es zu packen. Seit der Abgabe nun fühlte ich mich wie gesagt freier, aber auch nicht ganz so frei, denn das letzte Gefühl "wie ist diese last Minute Arbeit wohl ausgegangen" nagte mal mehr mal weniger in mir. Da ich ja noch promovieren möchte und mir im Promotionskolleg gesagt wurde es solle auf jeden Fall eine gute Arbeit werden, denn die Thesis ist das wichtigste Merkmal für die Promotion, egal wie gut ich vorher war, kam dieser kleine Druck natürlich hinzu. Nun liest man hier bei FI.de immer häufiger von Usern die ihre Note erhalten haben, nur ich warte und warte. Die Info, dass die Note im Juni kommt erhöhte die Nervosität ab 1.6. umso mehr. Per E-Mail hat es geheißen und so löste jede neue Benachrichtung über eine E-Mail auf dem entsprechenden Mailkonte auf meinem Handydisplay kurz meine Aufmerksamkeit auf dieses um dann gleich zu sehen, nicht meine Note. Besonders schlimm waren Mails von der Universität die mir Infos über News haben zukommen lassen. Da liest man "University of Liverpool" und dann irgendwas das bestimmt viele Menschen total interessant finden, ich in dem Moment aber ganz und gar nicht, ich will doch nur meine Note.

Gestern war es dann soweit. Um 17:07 Uhr erscheint auf meinem Display "Confirmation of final research project mark and academic award", ganz unscheinbar und ohne "University of Liverpool" vorne dran, sondern nur der Name des Mitarbeiters der mir diese heiß ersehnte Nachricht geschickt hat. Sofort sucht man nach einer Zahl, aber keine hervorgehoben. Also die ganze Mail gelesen und auch da, ganz unscheinbar zwischen vielen Worten steht meine Note und ich bin ab da erstmal nur leer. Ja, ich habe bestanden, ja ich habe eine Note die locker für die Promotion reicht, ja ich bin durch meine Noten in Zukunft ein M.Sc. in Management with "Merit" und ja, ich bin viel besser als ich erwartet hätte und insgesamt viel besser als es vor dem Studium mein Ziel war. Trotzdem fühlte ich mich einfach nur leer. Denn, was hätte da für eine Arbeit rauskommen können, wenn ich mehr als diese 6 Wochen nutzen können hätte. Das hat mich dann echt etwas nachdenklich gemacht. Heute, eine Nacht später sehe ich es positiv. Ich habe alle meine Ziele übertroffen und meiner Promotion steht nichts im Wege. Ich habe aus dieser Thesis viel gelernt und kann dies für die Promotion nutzen. Wenn ich einen neuen Job gefunden habe ist spätestens dann auch egal ob ich noch ein paar Zehntel hätte besser sein können. Es ist rum, ich werde M.Sc. sein und das obwohl mir vorher so davon abgeraten wurde (Vorgesetzter in der Schweiz etc.). Gestern Abend habe ich meine zwei Töchter bespasst und sie ins Bett gebracht, meine Frau hat gerarbeitet und erst als diese geschlafen haben, habe ich mir mal ein Glas Wein gönnen können und aus der Leere wurde Stück für Stück ein Verarbeitungsprozess, so dass ich nun wirklich frei wie ein Vogel bin, zumindest was den Master betrifft. Habe gestern auch noch via Whats App mit einer afrikanischen Kommilitonin geschrieben, deren Muttersprache Englisch ist und die in Genf lebt und arbeitet. Obwohl sie viele Monate an der Arbeit gearbeitet hat, ist sie umgerechnet auch nur in etwa 0,1 in deutscher Note besser als ich. Von daher kann ich wirklich zufrieden sein.

 

Ich habe es geschafft. Kann mich jetzt voll und ganz den anderen Aufgaben widmen.

 

Eigentlich wollte ich in diesem Blogbeitrag noch erzählen was in der Zwischenzeit so passiert ist, die Vorbereitungen auf die Abschlußfeier am 18. Juli zu denen ich definitiv gehen werde. Aber gerade kommt mir das unpassend vor. Dieser Beitrag soll dazu dienen euch zu informieren, dass ich es geschafft habe und über die anderen Begebenheiten werde ich zeitnah einen extra Bericht schreiben.

 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ich widme mich nun wieder meinen Töchter, da ich gerade wieder alleinerziehend bin, und egal ob es mal Streit gibt oder eine etwas zickig wird. Ihr Papa ist total relaxt, denn er ist frei wie ein Vogel.

der Pate

I’ll Be on My Way

Es ist jetzt fast einen Monat her. Am 28.2. habe ich meine Master Thesis abgegeben. Inzwischen geht es mir diesbezüglich auch richtig gut. Habe ich Anfangs häufiger mal in den Notenbereich geschaut ob es eine vorläufige Note wie bei den Wochenaufgaben gibt, so hat sich das inzwischen erledigt.

 

Es kam eine Mail mit der Info, dass die nächste Notenkonferenz (es gibt 2 im Jahr) im Mai ist. Dies wusste ich schon, zuzüglich wurde ich auch informiert, dass es für die Thesis keine vorläufige Note gibt und, was mich etwas erschreckt hat, ich die Note erst ca. 4 Wochen NACH der Notenkonferenz mitgeteilt bekomme. Das war jetzt am Anfang schon etwas ein Schock, man möchte schliesslich wissen wie es ausgegangen ist. Aber ich muss sagen auch das lässt mich zur Zeit relativ unberührt, nachdem ich ein paar Tage drüber geschlafen habe. Die Thesis ist geschrieben und ich gehe fest davon aus bestanden zu haben. Ich habe vorher mir einen großen Puffer erarbeitet und werde die Note die ich insgesamt für eine Promotion brauche definitiv erhalten. Da bin ich mir sicher. Der Rest ist zweitrangig und irgendwann auch nicht mehr relevant. Von daher alles ok, ich zerbreche mir wirklich nicht den Kopf über das was ich nicht mehr ändern kann, sondern über das was ich noch selbst in der Hand habe.

 

Dazu gehört auch das Planen und buchen des Trips nach Liverpool. Am Anfang wurde mir ja ein Zeitraum von einer Woche für die Feierlichkeiten mitgeteilt. Dies hat sich inzwischen konkretisiert, am 18.07. um 16:30 Uhr (englische Zeit) wird meine Graduation-Zeremonie stattfinden. Ich freue mich total drauf. Die Begeisterungsstürme innerhalb der Familie hält sich bisher zurück, mal sehen wer letztendlich mit hingeht. Ich könnte mich auch für die Feier im Dezember anmelden, aber nein, ich möchte mein Zeugnis erhalten und mich dann auf alles weitere was ansteht konzentrieren können. Zur Zeit schaue ich mir häufiger mal Videos von vergangenen Zeromonien an, weil ich mich so drauf freue. So sieht das dann aus (ich werde eine hellblaue Schulterfarbe haben, das steht für Master of Sciene, man erkennt den Abschluss anhand der Kleidung. Die im Startbild schwarz-roten Gewänder sind PhDs):

 

Zitat

 

 

Wer meinen Blog bisher verfolgt hat weiß wie sehr ich auf so etwas abfahre. So eine traditionelle, vielleicht auch etwas kitschige, Feier. Die bei der AKAD wird ja inzwischen auch sehr toll gemacht, bei mir war sie noch sehr dürftig und an meiner ist auch noch die Musik ausgefallen. Es war in großer Hitze eine sehr schmale Angelegenheit bei der trotz allem die Freude nach dem zuvor bestandenen Kolloquium mit der Wunschnote überwogen hat. Diesmal wird das ganz anders. Ich komme dahin, freue mich seit Wochen drauf und nach alledem was in der Endphase war habe ich mir auch verdient daran teilnehmen zu dürfen. Es ist eigentlich unglaublich dass ich trotz dieses straffen Konzepts durchgehalten habe, aber es hat mir auch so viel Spaß gemacht, der Druck war gewaltig und ich würde jederzeit wieder an dieser wundervollen Universität studieren.

 

Fast schon schade, dass ich nicht in Liverpool meinen Doktor machen werde, aber letztendlich habe ich das für mich beste Konzept für die Promotion gefunden. Was eventuell schrullig klingt ist meine hohe emotionale Verbundenheit zur University of Liverpool. Es war etwas ganz besonderes für mich dort (wenn auch "nur" Fernstudent) studiert zu haben. Ja, ich bin stolz darauf und werde auch versuchen als Alumni Kontakt zur Uni zu halten. Aber eines nach dem anderen....

 

Es war auf jeden Fall richtig und wichtig die Thesis durchgezogen zu haben. Hier nochmal Danke an @SebastianL und @klausu die mir in der Endphase noch bei einem Formartierungsproblem in Word geholfen haben. Die Dissertation werde ich definitiv nicht in Word schreiben WOLLEN. Fest vornehmen kann ich mir aber nichts. 

 

Ich werde diesen Blog jetzt wahrscheinlich einmal ruhen lassen, bis ich meine Ergebnisse habe. Es sind noch drei Einträge geplant. Der erste wenn ich mein Ergebnis habe und ich schreibe ob ich defintiv zur Feier gehen kann. Der zweite Eintrag nach der Feier und der letzte Eintrag dann nochmal mit einem Gesamtfazit, welches aber sehr positiv ausfallen wird. Ich bin ein stolzer Liverpudlian. Gemäß der Universität darf ich mich als Liverpooler bezeichnen, weil die Universität so stark mit der Stadt verbunden ist und das Fernstudenten genauso dazu gehören wie Präsenzstudenten wird in diesem Video deutlich:

 

https://www.youtube.com/watch?v=tEApyIEMBb8&t=464s

 

Ich wünsche euch einen schönen Abend und verzeiht mir, dass ich so emotional werde, aber als ich damals eine Ausbildung begonnen habe nach der Schule dachte ich nie im Leben daran mal einen Master-Abschluss an solch einer tollen Universität zu absolvieren. Ich bin einfach nur total stolz und erleichtert.

 

der Pate

She said she said

Liebe Blogleser,

 

wie bereits im Blog

beschrieben, habe ich vor inzwischen fast einer Woche meine Master Thesis abgegeben. Seitdem ist einiges passiert. Erstmal habe ich viel Schlaf nachgeholt. Aber auch zwischen den Schlafphasen hat sich viel getan. Bereits am 01.03. hatte ich am späten Nachmittag ein Gespräch mit dem Studiengangsleiter der dualen Hochschule, an der die Studtenten unserer Hauses ihre theoretische Ausbilung gerhalten. Da ich für diese zuständig bin, habe ich seit einem Jahr häufiger mit ihm zu tun und wir verstehen uns recht gut. Von unserer Studentin weiß ich auch, dass er mich immer in hohen Tönen lobt. Aber das kann ja auch "politisches Geplänkel" sein, da man an einer guten Zusammenarbeit interessiert ist. Zumindest hält er definitiv so viel von mir, dass ich ab dem Wintersemester freiberuflich an der Hochschule Dozent werde. Da meine Schwerpunkte derzeit besetzt sind gibt er mir von seinen Fächern eines ab, das ich gut unterrichten kann. Er will mich unbedingt an der Hochschule und hat mich auch schon in die Zukunftspläne eingeweiht. Das ist eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen möchte und ich freue mich darauf.

Außerdem habe ich noch erfahren, dass ich nicht nur eine Mailadresse von Laureate habe bsp. vito.corleone@online.liverpool.ac.uk sondern auch direkt eine von der University hatte: v.corleone@liverpool.ac.uk. Das habe ich dadurch erfahren, dass ich kurz nachdem ich die Masterthesis fortgeschickt habe eine Mail von einem Recruiting-Unternehmen aus UK bekommen habe, die nach Masterabsolventen suchen. Ist für mich jetzt weniger interessant, da meine Familie nicht nach UK möchte, aber habe mich dort mal angemeldet, nur um zu sehen ob überhaupt ein Angebot kommt.

Was aber ganz wichtig war, ich habe viel Zeit mit meinen Kindern verbracht. Meine große Tochter (5 Jahre) hat mir auch inzwischen gesagt "Papa, du weißt doch eh immer alles, viel mehr als Mama und die Omas und Opas, du brauchst doch jetzt nicht mehr zur Schule gehen". Das ist so süß, sie geniesst es, dass ich derzeit völlig stressbefreit mit ihnen spiele, lange Gute Nacht-Geschichten erzähle und im Schwimmbad war etc., Es ist gerade wirklich schön und ich kann mich so richtig fallen lassen ohne Lernen im Hinterkopf zu behalten.

 

Ich habe inzwischen so viele Ideen entwickelt was ich hätte besser machen können an der Dissertation, aber auch das Bewusstsein, dass ich alle Punkte bearbeitet habe ist stärker geworden. Es ist wie es ist und ich freue mich das ich es hinter mir habe. Gerade kläre ich ab wann wir im Juli in Urlaub gehen, denn die Feierlichkeiten in Liverpool sind vom 17.07.-21.07. angesetzt. Ob ich da jetzt die ganze Woche vor Ort sein muss, oder die ganze Woche Feierlichkeiten stattfinden und an einem der Tage ich betroffen bin weiß ich noch nicht. Werde jetzt mal für die ganze Woche ein Zimmer für die Familie reservieren und dann mal abwarten. Liverpool hat auch nur einen kleinen Flughafen und die Flüge muss ich auch noch planen. Desweiteren wurde ich in den Alumni-Club eingeladen. Dort habe ich mich registriert und werde jetzt ein Leben lang mit Liverpool in Verbindung stehen. Im Mai ist beispielsweise ein Alumni-Treffen, welches ich aber nicht besuchen werde/kann.

 

Ansonsten hat mich der allgemeine Wahnsinn wieder, nur mit dem Unterschied, ich bin befreiter um mich diesem stellen zu können.

der Pate

All Things Must Pass

So liebe Blogleser,

 

wer meinen Blog verfolgt hat weiß, dass ich zwischendurch Bedenken hatte meine Masterthesis zu schaffen, weil einfach so viel los war. Dies hat leider nie aufgehört. Zwischendurch hat mich mein Dissertation Advisor (Betreuer der Master-Thesis) angeschrieben da er in Sorge war wie ich das alles schaffen soll. Die letzten Tage habe ich mich nochmal richtig reingehängt. Heute war Abgabetag und seit 18 Uhr nach der Arbeit bin ich alleinerziehender Vater. Die letzten 4-5 Tage habe ich Nachts nur 2-3 h geschlafen. Heute Morgen bin ich um 4:30 Uhr ins Bett und um 6:30 Uhr aufgestanden. Heute Morgen war ich noch nicht ganz fertig mit der Arbeit. Es fehlten noch ca. 4.000 Wörter. Gestern hat mein Word kurz gesponnen, zum Glück habe ich alles zigfach abgespeichert. Ab heute Nachmittag war unser Betrieb quasi geschlossen und ich habe mir erlaubt im Büro zu bleiben und an der Arbeit zu schreiben. Habe sowieso noch viele Überstunden. Was soll ich sagen, um kurz vor 17 Uhr habe ich meine Arbeit via Turnitin an die University of Liverpool übertragen. Ich habe es tatsächlich geschafft.

 

Derzeit überwiegt noch nicht die Erleichterung, sondern während ich mich um meine Kinder kümmere geht mir nur im Kopf rum was ich alles hätte besser machen können. Ich hoffe die Note zerstört mir nicht meinen Schnitt. Ich stehe ziemlich gut da und auch mit einer 4 (umgerechnet) hätte ich noch einen entsprechenden Schnitt um den Doktor machen zu können, aber ich möchte mich ja auch so mit dem Abschluss sehen lassen können und hoffe die Arbeit ist gut genug. Ich kann dies gar nicht so alles einschätzen gerade. Bin total müde, habe dumpfe Kopfschmerzen und Sodbrennen. Die letzten Tage waren wirklich nicht lustig. Ich denke wenn ich mal ausgeschlafen habe sieht die WElt schon wieder ganz anders aus.

 

Ich werde das jetzt alles mal sacken lassen und euch die Tage dann mal einen Bericht von meiner jüngeren Vergangenheit schreiben. Jetzt möchte ich einfach nur ins Bett, aber wollte euch allen mitteilen. Ich habe es geschafft. Wenn alles gut geht bin ich mit dem Master-Studium fertig.

 

Schlaft gut

der Pate

der Pate

Don’t Let Me Down

als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.

Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.

 

Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.

der Pate

Help

Ja, eigentlich wollte ich es noch letztes Jahr veröffentlichen um das Jahr damit abzuschliessen und das neue Jahr anders einzuleiten, aber das war nicht möglich da wir Gäste hatten und einiges zum Vorbereiten anstand. So also heute und da ich nicht abergläubisch bin ist dies auch kein Problem.

 

Das erste Mal in meiner Fernstudiums"karriere" stehe ich vor einem richtigen Problem. Meine Master Thesis. Ich habe ja schon im letzten Blogbeitrag beschrieben was alles los war und es reisst nicht ab. Kurz nachdem ich den letzten Blogbeitrag geschrieben habe ist mein Opa gestorben. Eine Pneumonie hat ihn so sehr mitgenommen, dass er letztendlich an dieser verstorben ist. Eine Woche später eine Verwandte mit Mitte 40 an einem Tumor verstorben. Viel Arbeit auf das Jahresende im Geschäft, meine Frau musste häufiger auf Arbeit einspringen und ich war alleine mit den Kindern und und und. Mir läuft die Zeit davon und ich bin praktisch nur ein kleines Stück weitergekommen. Ob ich die Deadline halten kann? Ich habe Bedenken. Dabei hängt alles nur noch von dieser letzten Hürde ab. Aber nach den stressigen Wochen sich Abends noch hinzusetzen und die Literatur auf Englisch etc. zu lesen und dabei produktiv zu sein....aktuell für mich zu viel. Ich lerne in den letzten Monaten meine Grenzen kennn mit Hausanbau, stellv. Geschäftsführerposten, Papa zweier Kinder, Verpflichtungen mit dem Hund (Gassiegehen etc. kostet alles wertvolle Zeit) und so weiter. Aber daran wächst man, ich denke diese Zeit wird mich, trotz gefühlter Rückschläge, auch persönlich weiter reifen lassen. 

 

Manchmal denkt man hinterher, warum nur bin ich eingeschlafen? Aber ich denke das dies einfach Anzeichen meines Körpers sind, dass er wirklich die Grenzen des Machbaren erreicht hat nach 5 Jahren Fernstudium ohne Pause. Es ist einfach auch schwierig in einer Wohnung auf einer Ebene sich so abzukapseln, dass man seine Ruhe hat. Na ja, wer mich hier kennengelernt hat weis, ich möchte nicht jammern, sondern angreifen. Daher werde ich jetzt das Abendessen für die Familie kochen und weiter daran kämpfen die Deadline noch zu halten. Denn sobald diese Thesis abgegeben ist könnte ich in einen Winterschlaf verfallen, ohne schlechtes Gewissen..... ich wäre fertig und könnte mich dem nächsten Projekt widmen.... aber erstmal Kraft sammeln.

 

Euch allein ein schönes neues Jahr.

der Pate

I’ll Follow the Sun

Diesen Blogbeitrag wollte ich eigentlich schon früher schreiben, aber mir fehlte schlichtweg die Motivation dazu. Ich bin aktuell in meiner letzten Urlaubswoche, mein erster Urlaub seit ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber begonnen habe und somit Resturlaub aus dem Vorjahr der nach diesem noch nicht aufgebraucht ist. Nach 15 Monaten ohne Urlaub war der Akku auch total leer und dies schlägt sich bei mir auf viele Arten nieder. Im Urlaub hätte ich jetzt fast nur schlafen können. Im Studium komme ich zu nichts. Besser gesagt, ich kam zu nichts. Zumindest im Vergleich zu dem was ich mir vorgenommen habe. Aber der Reihe nach. Den Samstag meiner letzten Arbeitswoche habe ich auch noch gearbeitet. Wir hatten wieder eine öffentliche Veranstaltung und an der musste ich als hauptverantwortlicher mich auch blicken lassen und mithelfen. Von dieser war ich um 22 Uhr zurück, habe das Auto gepackt, mich 2 h hingelegt und dann die Familie eingepackt und wir sind Richtung Italien losgefahren. Da wir wieder in das gleiche Hotel sind, wie bereits in einem Blogbeitrag von vor zwei Jahren geschrieben, wusste ich auch welche Strecke genau mich erwartet. Ich fahre gerne die Nacht durch und es lief auch Staufrei. Bis Bologna, ca. 150 km vor unserem Ziel. Die Stadtumfahrung hat mich 2 h gekostet. Der Urlaub war wieder wundervoll. Nachdem mein Akku so leer war wollte ich vor allem eines im Urlaub, nichts von der Arbeit mitbekommen und einfach mal nichts tun. Daher wurde der bereits bekannte Urlaubsort und das bekannte Hotel gewählt, denn wir wissen uns gefällt es allen dort, der Service ist super, das Essen fein und der Strand so kinderfreundlich und übersichtlich, dass ich mich auch mal ohne schlechtes Gewissen ausruhen kann und die Kinder sich auch mal ne zeitlang zusammen alleine am Strand im Sand beschäftigen. Meine Große ist sowieso absoluter Muschelfan und hat Stunden damit verbracht ihre Muschelsammlung zu erweitern.

Dies habe ich sowieso genossen. Meine Kinder waren total auf mich fixiert, da sie es gar nicht gewohnt sind, dass ihr Papa so viel Zeit hat. Beide sind noch sehr jung (gerade 5 geworden und 2). Mir ist es wichtig beiden auch schon in diesem Alter spielerisch die Freude am Lernen und am neuen erfahren zu vermitteln. Wir haben also beispielsweise lebende Venusmuscheln, lebende Krebse, lebende Fische etc. gefangen und dann einfach zusammen mal beobachtet wie diese sich in unserem durchsichtigen Gefäß so verhalten. Die Fragen meiner Kinder habe ich mir dann notiert und sie Abends recherchiert und ihnen so kindgerecht als möglich erläutert. Vor allem die Große (ist ja klar) hatte da total Spaß dran. Der aktuelle Berufswunsch ist nun von Ballettlehrerin auf Meeresbiologin gewechselt, mal sehen wie lange :D . Aber das hat mir sehr gut gefallen. An einem regnerischen Tag waren wir auch in einem kleinen Meerespark mit Delfinen, Rochen und anderen Tieren. Hier habe ich mich vorher informiert, welche Angebote auch wirklich tiergerecht sind und wir haben uns für das entschieden, welches sehr gute Bewertungen erhalten hat. Vor allem die Delfine haben es meinen Mädels angetan. Auch hier haben sie viel gelernt, beispielsweise waren ein lebensgroßer Blauwal und Pottwal (nachgebildet in Plastik) ausgestellt, die eine Seite von Außen, auf der anderen Seite ein Blick ins Innere. Meine Töchter waren fasziniert. Was mich besonders fasziniert hat war eine Darstellung der wichtigsten Punkte der Entstehung der Erde. Zunächst haben wir einen ca. 10 Minütigen 3D-Film gesehen, von dem „Kinosaal“ ging es von Raum zu Raum. In jedem Raum eine Videosequenz einer Erdentstehungs- und Entwicklungsperiode vor uns und rund um uns alles auf den Film abgestimmt. Beispielsweise als der Meteorit auf die Erde in einen Ozean stürzte wurden wir von Vorne, von der Leinwand her mit Wasser bespritzt und Wind ins Gesicht geblasen. In der Eiszeit war der Raum kälter, es schneite im Raum (Badeschaum) und so weiter. Geschichte zum Anfassen, auf sowas stehe ich total.

Fürs Studium war ich auch nicht ganz untätig. Ich habe das Grundgerüst (Proposal) für meine Thesis vorbereitet und will es diese Woche noch fertig machen und an meinen Betreuer schicken. Wird jetzt auch echt Zeit, ich bin schon 3 Wochen hinter meinem Plan. Aber ich packe das und diese längere Auszeit habe ich jetzt echt gebraucht und das Wetter hat weitesgehend gepasst, zumindest waren die schwersten Schuhe die ich in der Zeit anhatte meine Flip Flops.

Punkte welche ich für meine geplante Promotion gebrauchen kann, habe ich noch in das Proposal eingearbeitet, ich bin auf die Rückmeldung meines Master-Betreuers gespannt. Leider habe ich in diesem Urlaub weniger geschafft als vorgenommen, das belastet mich schon sehr, auf der anderen Seite wie bereits mehrfach beschrieben, ich habe es einfach gebraucht.

Unser Anbau ist in den letzten Zügen, das kam ja zur Arbeit und Studium dazu, wenn dieser endgültig fertig ist habe ich einen noch freieren Kopf, auch wenn ich weiß was auf Arbeit alles ansteht.

Morgen bin ich Prüfer beim Kolloquium einer Hochschule für einen Bachelorstudiengang. Hier hoffe ich ja zum neuen Semester als freier Dozent arbeiten zu dürfen, das wurde mir auch schon zugesagt, man will mich gerne im Team haben, sobald es freie Vakanzen gibt und da sieht es nicht so schlecht aus.

Ach ja, apropos Hochschule. Auf dem Heimweg haben wir noch Bologna besucht und ich habe es mir nicht nehmen lassen einen Abstecher zur Universität von Bologna zu machen. Diese ist immerhin die älteste bestehende Universität der westlichen Welt. Viel gesehen habe ich leider nicht, da ich nur von außen mir alles anschauen konnte, aber ich liebe dieses Flair alter Universitätsgebäude und die Atmosphäre die auf dem Campus herrscht. Wobei es hier sehr ruhig war. Über Bologna wird ja schon durch Bachelor und Master sehr viel gesprochen, ich war jetzt zumindest mal vor Ort. Die Stadt ist auch sehr schön, hält allerdings mit meinen Lieblingsstädten nicht ganz mit.

So, ich werde mich jetzt an meine Master-Thesis, beziehungsweise das Proposal machen um das nächste Mal endlich große Fortschritte vermelden zu können. Tretet mir bitte mal virtuell in den Allerwertesten um hier voran zu kommen.

Schöne Grüße

Don Vito Corleone

der Pate

Dont't Bother Me

ich dachte ja eigentlich mit der Thesis habe ich etwas mehr Zeit. So falsch kann man liegen, im Gegenteil, dadurch dass ich vieles auf die Zeit der Thesis geschoben habe komme ich derzeit gar nicht zum Arbeiten an der Thesis. Bin nun schon 2,5 Wochen hinten dran. Zeitlich ist das nicht so ein Problem, bisher. Aber ich hoffte am Anfang einen guten Start zu erwischen um dann, wenn es zwischendurch mal stressiger ist oder ich ein Tief habe nicht zu sehr in Bedrängnis zu kommen. Ein schlechtes Gewissen habe ich vor allem meinem Betreuer gegenüber. Bisher sagt er es passt alles, aber ich habe ein ungutes Gefühl im Magen. Heute Abend möchte ich auf jeden Fall anfangen und ihm mal ein Lebenszeichen von mir schicken. Aber es war auch so viel los. Schöne Dinge auf die ich mich gefreut habe, wie z.B. Besuch von Brechts 3 Groschenoper im Staatstheater Stuttgart. Aber auch weniger schöne Dinge wie viele Überstunden auf Arbeit, während der starken Regenfälle bei uns in Baden-Württemberg hatten wir Wasser im Keller. Dies hatten wir noch nie, aber die Kanalisation hat das Wasser gar nicht so schnell abführen können, so dass es über einen Bodenabluss im Keller in den Keller nur so reinfloss. Auch sonst wurde ich ständig von etwas unvorhersehbaren gestört. Daher auch der Blogtitel.

 

Mein Thema habe ich zumindest mit dem Betreuer endgültig festgelegt und dies auch an die Universität gemeldet. Es wurde angenommen. Überrascht bin ich wie viele sich vorher nicht um einen Betreuer gekümmert hatten. Es gab im Diskussionsforum des aktuellen Klassenraumes einen Thread in dem man sich mit seinem Wunschthema den möglichen Betreuern anbieten konnte. Über die Hälfte hat dort gepostet. Zumindest also von der Vorbereitung war ich gut mit dabei. In den letzten Wochen wurde auch nochmals viel an der Software des Klassenzimmers gemacht. Wurde vor ein paar Wochen bereits die sehr gute Onlinebibliothek noch besser gemacht, ist dies auch im Klassenraum der Fall. Es wurde vieles moderner und übersichtlicher gestaltet. Ein Bug der zwischen der letzten Version und dieser bestand wurde behoben usw. Dies ist wirklich noch besser geworden. Ich hoffe euch das nächste Mal ausführlicher über die Fortschritte in meiner Thesis berichten zu können.

 

Habe ich schon geschrieben, dass ich eine mündliche Zusage für ein Ph.D.-Programm an einer britischen Uni habe? Falls nicht sei es hiermit nachgeholt. Die Uni ist in den Rankings im hinteren Feld, hat aber ein Ph.D.-Programm welches für mich mit meinem privaten und beruflichen Leben absolut vereinbar wäre. Auch ist das Ranking in diesem Falle nicht ganz so aussagekräftig, denn es wird vor allem bemängelt, dass die Universität sehr praxisorientiert ausgerichtet ist. Dies wäre für mich absolut in Ordnung, zumal ich viele Berichte von Erasmus-Studenten gelesen habe die mit der Lehre dort sehr zufrieden waren. Aber inzwischen hat sich noch etwas ergeben, was sich für mich absolut traumhaft anhört. Seminare wie in einem englischen Ph.D.-Programm, ständiger austausch der berufsbegleitenden Doktoranten untereinander und die Möglichkeit mit Doktorvätern (in diesem Fall ist das Geschlecht einheitlich, da akutell keine Doktormütter kooperieren) von drei verschiedenen deutschen Universitäten die explizit über diese Seminare ihre Studenten aussuchen in Kontakt zu kommen. Es ist quasi garantiert dort einen Doktorvater zu finden, da in dieses Programm nur so viele Personen aufgenommen werden, wie auch Promotionsplätze zur Verfügung stehen. Ich habe heute von meinem Wunschdoktorvater die Einladung bekommen zum nächsten Seminar am ersten Juliwochenende zu kommen und wir werden uns dort direkt über eine Zusammenarbeit austauschen. Wir haben schon telefoniert und es hat zwischen uns gepasst, auch mögliche Themen haben wir schon angesprochen und einige Schnittmengen gefunden. Über ihn würde ich an eine der hoch angesehendsten Universitäten Deutschlands kommen, er arbeitet direkt mit der University of Oxford zusammen etc.. Eventuell hätte ich da auch über ihn die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Dies hört sich selbst für mich alles absolut irreal an, aber es ist wirklich so. Drückt mir die Daumen, dass ich am 1.7. & 2.7. in diesem Seminar mit ihm endgültig einig werde. Ich hätte also einen ähnlichen Aufbau wie beim Ph.D., hätte eine sehr gute Deutsche Universität als Träger, mein Abschluß wäre also, egal was komme in D anerkannt und ich hätte noch meine Schnittmenge nach UK. Allerdings würde ich nicht an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingeschrieben werden, sondern an der Sozialwissenschaftlichen. Aber mein Thema wäre absolut BWL-lastig. Somit würde es nicht der Dr. rer. oec oder Dr. rer. pol., sondern der Dr. phil. werden. Aber das ist mir sowieso nicht so wichtig. Hier stimmt einfach alles und ich bin mir sicher bei der Dissertation werde ich mir in der Muttersprache leichter tun. Auch wenn ich absolut überzeugt vom Studium in UK bin, wägt man alles ab, habe ich hier ein Programm in Aussicht, dass für mich wie die Faust aufs Auge passt und ich nur die Seminare bei der Stiftung zahlen muss und somit 50% gegenüber dem Ph.D. an einer nicht so hoch angesehenen englischen Universität spare. Und nur ca. 33% gegenüber den DBA-Gebühren an der günstigen und guten Heriot-Watt-University zahle. Also für mich ein absoluter Volltreffer und da es eine öffentliche Stiftung ist, habe ich auch die Garantie, dass es alles seriös ist. Hatte mich dort vor ein paar Wochen beworben. Nachdem ich nun die erforderlichen Unterlagen eingereicht habe gab es letzte Woche ein Telefoninterview mit dem Vorstandsvorsitzenden, der für den wissenschaftlichen Bereich zuständig ist und er hat mir am Telefon sofort zugesagt. Ich hatte schon von meinen Noten und meiner Bewerbung her sehr gute Chancen und nachdem ich an diesem Tage einer der letzten Interviewpartner war und dort auch überzeugen konnte, gab es direkt die telefonische Zusage. Die nächsten Tage sollte ich Post mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Ich bin gespannt.

 

So, nun werde ich aber mal was für die Thesis machen, denn diese muss ich noch bestehen und sie ist die letzte Hürde für die Promotion, denn wenn ich da total schlecht bin kann mir dies trotz bisheriger Ergebnisse noch ein Bein stellen, da diese besonders wichtig ist. Aber an Motivation mangelt es mir nicht. Zudem bin ich auch durch die fußballfreie Zeit nicht so abgelenkt. Viele werden jetzt denken "häh?", aber ich bin riesiger Vereinsfussballfan und viele machen sich da über mich lustig wie sehr ich auf meinen Verein spinne, genau die haben jetzt während der EM das Gefühl die größten Fussballfans überhaupt zu sein. Nicht mein Ding, ich schaue es nebenbei, bin aber lange nicht so gefesselt wie wenn mein Verein spielt.

der Pate

Help!

Hallo liebe Userinnen und User,

 

auch mal wieder ein Blogbeitrag von mir. Am letzten Mittwoch habe ich das letzte Modul mit dem Titel "Research Methods" abgeschlossen. Meine bisherige schlechteste Note. Wird umgerechnet auf so ca. 2,8 hinauslaufen. Meinen Schnitt habe ich dadurch verschlechtert. Dürfte umgerechnet nach den Modulen jetzt bei so 1,8 stehen. Aber dies als reine Schätzung. Der Professor hatte sehr hohe Anforderungen. Dazu kam dass wir zu Beginn des Moduls mit dem Anbau am Haus begonnen haben, es in den Ortsvereinen unseres Kreisverbandes sehr viel Jahreshauptversammlungen gab, von diesen musste ich als Vertreter der Geschäftsführung einige besuchen, dies natürlich alle am Abend nach der normalen Arbeitszeit und noch ein paar andere Dinge des normalen Wahnsinns. Die Rückmeldungen waren gewohnt gut bis sehr gut, nur die Benotung nicht wie gewohnt. Auf Rückfrage wurde mir gesagt, dass ich viel Potenzial habe, er aber noch mehr aus uns herauskitzeln will. Wissenschaftliches Arbeiten wird in Liverpool sehr groß geschrieben und er möchte dass wir alles aus uns herausholen. Da wäre bei mir eine gute Note als Motivation aber gewinnbringender als seine Methode. Na ja, es ist halt so. Macht mich jetzt vor der Thesis etwas nervös. Nervös macht mich auch, dass ich mir bezüglich meines Themas unsicher wurde. Nach dem Modul "Organizational Design & Change" habe ich mich etwas in das Thema Change Management verschaut. Habe mir auch ein Thema für die Thesis überlegt, bin jetzt aber gerade etwas unsicher ob dies für meine weiteren beruflichen und akademischen Pläne das richtige Thema ist. Ob ich mir innerhalb der Thematik "Change Management" was Neues überlege oder wieder in den Bereich Marketing gehe. Die Zeit wird knapp, aber da muss ich jetzt durch. Ansonsten haben wir im letzten Modul sämtliche "Research Designs" akademisch kennengelernt und kritisch reflektieren müssen. Insgesamt war es für mich etwas weniger greifbar im Vergleich zu den vorherigen Modulen in denen man häufig auch Bezug zu den beruflichen Erfahrungen nehmen konnte.

Letzten Mittwoch habe ich das Modul abgeschlossen, am Donnerstag gab es eine Live-Videoveranstaltung für alle Studenten die nun zur Thesis übergehen. Angemeldet für die Veranstaltugn waren über 1000 Studenten, in der Spitzenzeit waren ca. 250 online. Man war nämlich wie immer interaktiv dabei. Hat gesehen wie viele von den insgesamt gemeldeten Personen online sind, konnte die Namensliste nach "Bekannten" durchschauen, hat die via Fragechat eingebrachten Fragen direkt gesehen. Diese werden von einer Mitarbeiterin nämlich parallel zur Videoveranstaltung schriftlich beantwortet. Teilgenommen haben eine Professorin, zwei Mitarbeiterinnen des Studentenservices und eine Studentin die ihren Master vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen hat. Es ging um alles rund um die Thesis. Nochmal bereits bekanntes vorgestellt, was nun noch wichtiger wird für die Thesis, bis hin zu Tipps wie man vorgehen kann, alle paar Minuten der Hinweis dass man sich jederzeit melden kann und explizite Warnungen, dass man sein Zeitmanagement gut planen soll, da natürlich die Thesis einen größeren Freiraum bietet als die Module in denen man fast jeden Tag was abgeben musste. Dieser Freiraum bietet auch die Gefahr am Anfang zu lasch an die Sache ranzugehen und am Ende in Zeitnot zu kommen. Also genau das Problem, welches wohl sehr viele Studenten (inkl. mir) im Studium schon hatten. Ich in der Bachelor-Thesis.

Schön ist, man bekommt das Video auch nochmals zur Verfügung gestellt. Für kommenden Dienstag wurde eine Mail zugesagt, mit der man Zugang zur Aufzeichnung erhält.

 

Ansonsten arbeite ich gerade auch schon an meinem nächsten Studium. Hierzu könnte ich vieles erzählen, aber dazu schreibe ich dann wenn es konkret wird genaueres.

 

Ich mache mir jetzt Gedanken über mein Thema der Thesis und hoffe dies bald zu finden um nicht "Help" schreien zu müssen. Euch wünsche ich ein schönes Pfingstwochenende. Wir lesen uns.

der Pate

Dig it

So, auch von mir mal wieder ein Blog-Lebenszeichen. Die Hälfte meines letzten Moduls ist rum und von den Ergebnissen bisher mein schlechtestes. Aber ich habe ja noch 4 Wochen um das hinzubiegen. Derzeit ist einfach noch mehr los. Wir haben seit 1.4. eine neue Geschäftsführerin, seit 1.4. bin ich offizieller stellv. Geschäftsführer und ich muss sie auf vielen Terminen begleiten. Dies geht von meiner Lernzeit ab und das merke ich. Schlecht ist auch relativ, denn ich habe bisher im Schnitt noch eine 2 vor dem Komma. Jedoch hoffe ich das hinzubiegen, denn meinen aktuellen Schnitt von in etwa 1,7 würde ich schon gerne halten.

 

Ich habe immer mehr Zweifel was mein Thema für die Masterarbeitn anbelangt. Werde dieses WE zu meinem Betreuer Kontakt aufnehmen. Er meinte ich solle mich nach der vierten Woche bei ihm melden. Da bleibt es spanned und ich wäre froh wenn es weniger persönliche Unsicherheit gäbe.

 

Dig it passt diese Woche perfekt zu meinem Studienmodell. Denn es zeigt sich diese Woche sehr exemplarisch welche Anforderungen Liverpool hat. Ich habe am Donnerstag die Aufgaben bekommen, zusätzlich die "Must read - Literatur". Es geht diese Woche um die Analyse von quantitaiven Daten anhand verschiedener statistischer Modelle. Es gibt 4 verschiedene Datensammlungen, von denen muss man sich 2 wählen und die dazu gestellen Analysefragen durchführen. Die Modelle werden in der Must-read-Literatur nur grundsätzlich erklärt. Die Analyse kann man nur durch Recherche zu den jeweiligen Modellen durchführen. Ich habe mir bis jetzt gerade alles angelesen, werde jetzt bis 7 Uhr schlafen gehen und dann versuchen alles niederzuschreiben, denn ab 12:30 Uhr muss meine Frau arbeiten und ich bin dann alleine für meine Töchter zuständig, da komme ich nicht zum lernen. Mein oben genannter Schnitt könnte wesentlich besser sein, wäre das Studium in meiner Muttersprache (auch wenn es "nur" Englisch ist, kostet es mich hin und wieder Punkte weil ich in einer Fremdsprache eine wissenschaftliche Arbeit einfach nicht so genau schreiben kann, wie es mir in meiner Muttersprache möglich wäre) und wenn ich nicht jedes 2. Wochenende zu wenig Zeit für die wissenschaftliche Arbeit hätte. Aber ich möchte mich nicht beschweren, das Problem war mir vorher schon bewusst.

 

Ansonsten hat sich diese Woche noch eine tolle Sache ergeben. Wir sind Partner der dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) für den Studiengang Gesundheitsmanagement. Ich war als stellv. Geschäftsführer dort auf Tagung bezüglich Reakkreditierung des Studiengangs, allgemeine Informationen und Planungen für die Zukunft. Außerdem wurden die neuen medialen Möglichkeiten in den "Klassenräumen" vorgestellt. Hierbei kam ich im Anschluss an die Veranstaltung mit dem Studiengangsleiter ins Gespräch. Wir hatten einen sehr intensiven Austausch. Was dabei rauskam? Ich werde Anfang August als einer der Vertreter "aus der Praxis" Prüfer am Kolloquium für angehende Bachelor sein und wenn es freie Vakanzen gibt möchte er auf mich zukommen ob ich an den freien Themen interressiert bin (und vor allem ob ich mich darin auskenne). Es besteht für mich als angehenden Master die Möglichkeit dort als freiberuflicher Dozent an der Hochschule anzufangen. Natürlich will man mich noch etwas kennenlernen, aber das Kolloquium ist der erste Schritt. Witzig ist, dass unsere Studentin nach dem Gespräch sofort zu dem Professor und einem Kollegen ins Arbeitszimmer gerufen wurde. Er hat sie nach mir gefragt und ihr empfohlen mein Know How zu nutzen (sie hat sich sehr lobend über mich ausgedrückt). Hat ihr auch gleich erzählt, er hätte Interesse an mir als Dozenten, da das erste Gespräch ihm sehr gefallen hätte. Ich kann das jetzt noch nicht richtig einschätzen, aber schaden wird es mir auf keinen Fall. Weitere Netzwerke, neue Erfahrungen und eine sinnvolle neue Stufe in meinem Lebenslauf würde ich auf jeden Fall bekommen. Aber einmal abwarten, erst einmal möchte ich in den kommenden 4 Wochen noch eine 1 vors Komma in dem Modul bekommen und ich möchte mein Thema für die Masterarbeit finden. Wenn ich dann bis Oktober diese hoffentlich schon ein großes Stück geschrieben habe, ist der Kopf wieder etwas freier für neue Herausforderungen.

 

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, freue mich jetzt auf meinen Schlaf, in 2 h wecken mich meine Töchter.

 

Gute Nacht

der Pate

Carry that weight

Gestern Abend habe ich mein Key Concept Exercise der 6. von 8 Wochen im 7. von 8 Modulen abgesendet. Somit fehlen mir für diese Woche nur noch die Diskussionsbeiträge. In den letzten beiden Wochen ab Donnerstag muss ich dann noch insgesamt: 2 x Key Concept Exercise, 1 x Individual Assignment, 1 x Personal Development Portfolio und 6-10 Diskussionsbeiträge bringen. Das Ende ist also absehbar. MIt dem 7. Modul enden dann auch die Fachmodule die mir Know How für die tägliche Arbeit bringen. Das 8 Modul ist das "Research Modul" und bereits die 1. Stufe der Masterthesis. Dieses geht auch nochmals 8 Wochen und hier entscheidet sich ob ich zur Thesis zugelassen werde. Es ist komisch, ich muss mich manchmal echt kämpen Abends noch Beiträge zu erstellen die mich selbst zufrieden stellen. Den Professor stellen sie bisher auf jeden Fall zufrieden, habe in jeder Benotung der Diskussionsbeiträge bisher ein A in diesem Modul produziert. Aber was komisch ist, auch wenn ich wie heute den "freien" Tag geniesse, so bin ich jetzt schon wehmütig, dass ich in absehbarer Zeit fertig bin. Dieses Studium gibt mir so viel. Auf der Arbeit bin ich unterfordert und für mich ist dieses Studium wirklich eine absolute Anforderung die für mich ein intellektueller Ausgleich ist. Einer den ich so beispielsweise in meiner Beziehung nicht finde. Leider ist es auch schwierig dieses Niveau auch sonst im Leben zu finden.

Ich habe die Uni Liverpool wirklich lieben gelernt und sollte sich das mit dem PhD Part-Time Programm (hier ist Liverpool auf meiner Liste) sich nicht ergeben war es das wohl. Ich weiss, man könnte jetzt denken der Pate spinnt. Schliesslich habe ich noch ein Jahr Studium, nimmt man die verbleibenden 10,5 Wochen Module und die Thesis zusammen. Aber nach den Modulen werde ich den täglichen Austausch mit anderen Studenten schon vermissen und ich werde die Universität Liverpool vermissen. Ich kann jetzt schon sagen, dass in den Fachmodulen alle meine Erwartungen erfüllt wurden und ich mir für mich keine bessere Uni für den Master und die persönliche Weiterentwicklung hätte vorstellen können.

Jobmässig komme ich mir ziemlich verkohlt vor. Manche werden sich denken, "der wird doch stellv. GF", was will er mehr? Dies kommt natürlich so rüber, wenn man nur meine Beiträge liest und sonst die Hintergründe dazu nicht kennt. Ich persönlich bin enttäuscht von der Entwicklung, werde aber das Beste daraus machen, es zumindest versuchen und meine Augen nach meinem Traum offen halten. Irgendwie ist das komische, am 22.02. soll der Bagger für den Baubeginn des Umbaus anrollen. Meine Frau freut sich wie sonst was darauf und ich sehe nur meine Zukunft hier in dieser Region zementiert, dass sind so Unterschiede die zwischen meiner Frau und mir stehen. Ich bin mir bewusst, dass es mit Kindern nicht so einfach ist flexibel zu sein, aber den Job in England hätte ich gerne angenommen. Mir wurde sogar inzwischen noch eine Umzugsbeihilfe angeboten. Nun ja, evtl. habe ich gerade nur etwas den Blues im Blut und dies wird auch wieder besser werden, aber mit dem sichtbaren Ende meines Studiums bricht mir etwas weg, was mich durch den Alltag trägt.

 

Aber wie sagt der Kölner: es kütt wies kütt

der Pate

I'm so tired

Hallo Zusammen,

 

Woche drei meines aktuellen Moduls Innovation & Entrepreneurship ist zur Hälfte rum. Zeit für ein erstes Fazit. Der Professor wieder sehr gut, tolle Rückmeldungen und sehr bemüht. Nicht ganz in der gleichen Liga wie der im Marketingmodul, aber ich bin sehr zufrieden. Was diesmal nicht so toll ist, ist der Klassenraum. Es gibt kleine technische Probleme. Über den Jahreswechsel wurden einige kleine Veränderungen (und Verbesserungen) eingebaut, aber hin und wieder hakt es ein bisschen. So können wir bisher noch nicht (seit Gestern wäre es notwendig) auf das Diskussionsforum für Woche 3 zugreifen. Ok, halb so wild man hat direkt eine Ausweichmöglichkeit geschaffen, aber solche Probleme kannte ich bisher in Liverpool noch garnicht.

Als ich ja noch für das letzte Wahlmodul zwischen "International Business" und "Innovation & Entrepreneurship" überlegt habe, hatte ich ja gesagt ich denke es würde mir in International Business leichter fallen gute Noten zu schreiben. Die erste Woche im Modul ist ja immer unbenotet. Ich habe ein sehr gutes schriftliches Feedback bekommen und war da schon guter Dinge. Jetzt kam für Woche 2 am Wochenende die ersten Benotungen und das schriftliche Feedback. Das schriftliche Feedback war wieder sehr positiv. Ich hätte wichtige Diskussionsbeiträge gebracht die die Klasse insgesamt nach Vorne gebracht hätten. Mein Key Concept Exercise hat alle bedeutenden Punkte sehr gut abgearbeitet, ich solle nur noch etwas mehr persönliche Erfahrung aus dem Berufsalltag einfliessen lassen und hätte das Just-in-Time-Modell von Toyota (ich habe ein Beispiel für Innovation und den daraus resultierenden Vorteilen für das Unternehmen anhand JIT gebracht) noch etwas tiefer erklären können. Insgesamt aber eine sehr gute Arbeit. Als Note erhielt ich für die Diskussionsbeiträge ein B und für das Key Concept Exercise ein C. Insgesamt kam ich auf nichtmal 57 Punkte. Zum Vergleich, ab 60 spricht man von einem B. Das Key Concept Exercise fliesst stärker in die Benotung ein als die Diskussionsbeiträge. Ich war geschockt und hatte eine schlaflose Nacht. So einen schlechten Punkteschnitt hatte ich noch nie in Liverpool. Ok, dies kann immer mal vorkommen, aber die angesprochenen Kritikpunkte im Feedback reichen doch nie im Leben für diesen "schlechten" Punkteschnitt aus. Ich habe die ganze Nacht gegrübelt und am nächsten Morgen habe ich dem Prof eine persönliche Mitteilung geschrieben. Ich habe mich für sein Feedback bedankt und gefragt ob er dies nochmals etwas differenzierter mitteilen könnte, da ich noch zu wenig Punkte mitgeteilt bekommen habe um die nächste Noten wesentlich besser gestalten zu können. Ich würde gerne seine Rückmeldung in meine zukünftigen Arbeiten einfliessen lassen können, da ich seinen Ansprüchen gerecht werden möchte und die erreichte Punktzahl meinen eigenen Ansprüchen an mich selbst nicht genügt.

 

Gestern Abend dann kam seine Antwort. Es war ihm unheimlich peinlich und er hat bei der Notenvergabe mir die Noten eines Kommilitonen online gestellt. Ich habe in beiden Bereichen ein A. In der Notenübersicht wurde es noch nicht geändert (wir haben ja gerade das Problem mit dem nicht möglichen Zugang zum Diskussionsforum und dies ist wichtiger, verstehe ich ja) aber ich bin jetzt echt froh nachgefragt zu haben. Insgesamt ist es kein Problem, die Noten die vergeben wurden werden nach dem Modul immer noch von einer 3. Kraft überprüft und da wäre es dann wohl aufgefallen, aber für mich und mein Gefühl auf der richtigen Spur zu sein ist es unheimlich wichtig. Habe heute Nacht auch schon wieder besser geschlafen.

 

Ich wünsche euch eine gute Arbeitswoche. Wir lesen uns.

 

Gruß

Don Vito Corleone

der Pate

Think for Yourself

Das Jahr 2015 ist zwar noch nicht komplett rum, aber ich denke es ist nicht zu früh um einen kleinen Jahresrückblick zu starten. Es begann hoffnungsvoll, mein Traum schien erfüllt: Leiter Marketing & Sales. Doch aus dem Traum wurde nichts, sooo viel versprochen, sooo wenig davon gehalten. Es war trotz allem eine lehrreiche Zeit und letztendlich habe ich recht behalten in den Punkten die damals diskutiert wurden. Von daher muss ich es als Lehre abhaken und die richtigen Schlüsse daraus für die Zukunft ziehen. Seit 1.5. einen neuen Job. Hier nicht nur Marketing und Vertrieb, sondern vielmehr allgemeines Management mit Berührungspunkten zu allem, was im Unternehmen geboten ist. Es war kein schlechter Schritt und ich merke, dass es richtig war den Master in Management und nicht rein in Marketing begonnen zu haben. Ich kann dieses Studium für meinen Job absolut super nutzen und sehe auch meine berufliche Zukunft eher im allgemeinen Bereich. Dafür gibt es derzeit ein paar Optionen und ich werde sehen wie es weitergeht. Ansonsten war es auch so spannend. Zurück nach Deutschland gezogen, Jobangebot aus England und und und.

 

Das Fazit meines Studiums ist sehr positiv. Derzeit habe ich ja kein Modul, es geht erst am 7.1.16 wieder weiter und ich freue mich schon darauf. Auch wenn ich gerade die freie Zeit sehr gut gebrauchen kann. Es kribbelt schon wieder und ich freue mich auf das letzte Wahlmodul. Es war ja nicht sicher ob ich mein Wunschmodul "Entrepreneurship & Innovation Management" belegen kann, da ich zu spät dran war und das Modul bereits überbucht. Doch es konnte wohl wirklich ein zweiter Dozent gefunden werden. Ich habe die offizielle Einladung zum Modulstart per Mail kurz vor Weihnachten bekommen. Wieder eine Sorge weniger. Ebenso habe ich per Mail eine Einladung zum Telefonat/Mailkontakt von einer englischen Uni bekommen an der ich gerne promovieren würde, wenn das Part-Time-Programm mit meinem Leben vereinbar ist. Ich habe denen alles beschrieben was ich gerade mache etc. und vom verantwortlichen Leiter des Promotionsprogramms kam einen Tag vor Weihnachten die Mail, dass wir uns doch mal austauschen sollten. Ich bin mir hier nicht sicher, ob ich mich in da was verrenne. Die Uni ist wirklich top und so werden wohl auch die Herausforderungen dort sein. Ich stelle mich dem gerne, aber dabei muss halt Job und Privatleben noch mit reinpassen. Aber man kann ja mal miteinander sprechen, dafür habe ich ja den Kontakt gesucht. Es wäre aber auf jeden Fall ein Traum an solch einer Uni studieren zu dürfen. Wir werden es sehen.

 

Ich habe dieses Jahr zu wenig für mich und meine Gesundheit gemacht, da muss ich 2016 mehr machen und auch wieder gesünder leben. Wie organisiert ihr das so? Muss nur mal sehen, wie ich das auch noch unter den Hut bekomme. Zumindest bin ich etwas flexibler wenn die letzten beiden Module abgeschlossen sind und ich an der Thesis sitze. So hoffe ich zumindest. Für die Thesis bin ich derzeit noch auf Themensuche. Das Thema soll zum Job passen und auch in die Richtung für eine etwaige Promotion passen. Sprich schon mit dem Thema dem ich mich da widmen möchte verknüpft sein. Grob habe ich schon einige Ideen, diese muss ich noch feiner fertig denken. Dies war beim Bachelor einfacher, da bin ich mit Rücksprache des Unternehmens für das ich die Arbeit geschrieben habe zum Thema gekommen. 

 

Es ist also noch viel zu tun. 2016 wird ein wichtiges Jahr für mich werden. Es kann sich sehr vieles grundlegendes entscheiden. Zum Teil beeinflusse dass nur ich, bei andren Themen bin ich auf das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen. Ich hoffe der nächste Jahresrückblick wird positiv ausfallen....

 

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, Mögen eure Träume in Erfüllung gehen

der Pate

Happiness is a warm gun

Seit Donnerstag ist es soweit, ich habe zumindest im Studium eine Auszeit. Es sind 6 von 8 Modulen erfolgreich beendet und ich freue mich sehr darüber. Mindestziel um einiges übertroffen und die Pause brauche ich auch gerade. Die Motivation fürs Studium war auf Reserve. Ich habe aber bis zum Schluß alles gegeben und in der letzten Woche nochmals meinen Modulschnitt angeheben können. Was ich sehr nett finde, der Professor des Moduls, der ja auch mein Betreuer für die Thesis wird hat mir eine sehr nette Botschaft zum Feedback der letzten Woche geschrieben. Er hat sich für die sehr lehrreichen letzten 8 Wochen bedankt und mir für die kommenden Module alles Gute gewünscht. Da es schon klar ist, dass sich unsere Wege wieder kreuzen werden hat er mir nochmals mitgeteilt wie sehr er sich darauf freut und er auf meine Mitteilung zum Start der Thesis wartet. Hat mich sehr gefreut.

Letztes Mal wusste ich ja noch nicht ob ich als letztes Wahlmodul "International Business" oder "Entrepreneurship & Innovation" wählen soll. Auch wenn ich von mir persönlich erwarte vom Thema her in "International Business" leichter gute Noten zu erzieln habe ich mich für das andere Modul entschieden. Ich denke ein Studium in England mit Kommilitonen aus über 100 Ländern der Welt, in dem in jedem Modul auf Globalisierung und deren Herausforderung eingegangen wird ist schon international ausgerichtet und das Thema grundlegend abgedeckt. Mit "Entrepreneurship & Innovation" stelle ich mich hier noch etwas breiter aus und ich denke die Themen bringen mir zusätzlich auch für mein theoretisches Know How insgesamt mehr. Allerdings war ich diesmal mit der Modulanmeldung spät dran, da ich bis zum Schluss überlegt habe und daher bekam ich die Nachricht dass dieses Modul überbucht ist und ich bereits Nr. 4 auf der Warteliste. Man bemüht sich derzeit um einen zweiten Professor um einen zweiten Klassenraum eröffnen zu können. Es könnte sein, ich muss mich nochmals ummelden. Inzwischen wurde bei mir der Klassenraum mit Startdatum zumindest als nächstes Modul angelegt, daher gehe ich davon aus nochmals Glück gehabt zu haben und ein zweiter Dozent konnte gefunden werden.

 

Zum Thema neuer Job weiß ich bisher nur inoffzielles und daher noch keine Statusmeldung von mir. Offiziell wurde die Entschediung aufs kommende Jahr verlegt.

 

"Happiness is a warm gun", ein vielsagender Titel. Eine warme Pistole wurde gerade abgefeuert und hat viel Energie freigesetzt und verbraucht. Denke das passt daher ganz gut, ich habe dieses Jahr im Studium sehr viel Energie freigesetzt und verbraucht und bin gerade einfach glücklich eine kurze Auszeit zu haben um den Akku wieder zu laden. Für 2016 habe ich eine wichtige Entscheidung vor mir die ich treffen muss und schon lange vor mir herschiebe.... Die Auszeit brauche ich auch zum nachdenken...

 

Sollten wir uns nicht mehr hören wünsche ich euch allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Geniesst die Zeit, nehmt euch auch mal eine Auszeit. Wir haben dieses Jahr viel geschafft und kommendes Jahr viel vor. Ich liebe diesen Zustand zwischen schlafen und wach sein....

der Pate

Come and get it

Ja, Gestern war es. Mein Vorstellungsgespräch als Geschäftsführer. Ich war den ganzen Tag nervös und hatte die Nacht zuvor schlecht geschlafen. Außerdem ging mir noch eine andere Sache durch den Kopf. Aber das gehört dazu. Ich wurde empfangen. Es hat ca. 2 Minuten gedauert bis ich auf Betriebstemperatur war. Dann war die Stimme wieder fester und ich war Don Vito Corleone, dem man nachsagt kommunikativ stark zu sein. Ich hatte mich auf das Gespräch vorbereitet. Bin mir immerwieder durchgegangen was drankommen könnte an Fragen. Ich muss sagen, jetzt mit ein paar Stunden Abstand bin ich relativ zufrieden. 1-2 mal hätte ich noch besser antworten können, aber angesichts der Nervosität ist das für mich jetzt vollkommen in Ordnung. Sie wollten den Paten näher kennenlernen und wenn ich dann 1-2 mal im Gespräch nicht 100%ig gut war, dann ist das eben auch der Pate und so sollen sie mich beurteilen.

Ich wurde also gefragt wie mein bisheriger beruflicher Lebensweg war. Warum ich aus der CH weg bin, warum ich bei der Vorgängerfirma nur so kurz war. Wo ich die Firma jetzt sehe, wo in 10 Jahren. Was meine ersten Handlungsabläufe wären. Wie mein Führungsstil ist. Was mich kommunikativ so stark macht. Ob ich denke, als bisheriger Assistent als Führungsperson anerkannt zu werden etc.

 

Dann habe ich ein zweifelhaftes "Kompliment" bekommen. Man würde merken dass ich mit Vollblut ein Marketingmensch bin. Ich wäre auch perfekt für den Vertrieb, denn ich könnte gut verkaufen, wie hier im Gespräch gerade mich selbst.

 

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wurmt mich dieses "Vorwerkvertreterlob". Aber wenigstens hat diese Person nach dem Gespräch noch gesagt, dass ich gut vorbereitet war, man hätte es gemerkt. Das schwächt mein schlechtes Gefühl schonmal ab. Vorhin hat mir auch nochmal der Präsident eine Mail geschrieben, dass ich mich gut präsentiert hätte und am Dienstag die nächsten Vorstellungsgespräche laufen, bevor man dann in die Entscheidung geht wer in die nächste Runde kommt. Es werden wohl 3 Bewerber ausgewählt, die sich dann nochmals vor dem ganzen Präsidium vorstellen dürfen. Mal sehen ob ich diese Hürde genommen habe. Ich habe es versucht und kann mir selbst nichts vorwerfen. Wenn nicht, hat es einfach nicht sollen sein.

 

Es gab diese Woche noch eine sehr gute Nachricht. Ich bin ja sehr vom aktuellen Professor begeistert. Diesen habe ich am Mittwoch angeschrieben ob er sich vorstellen kann mein Betreuer für die Masterthesis zu werden. Am Donnerstag hat er mir Morgens gleich geantwortet dass es ihm eine Ehre wäre und er mich sehr gerne betreut. Ich solle jetzt noch meine zwei Module fertig machen und ihn dann via Mail kontaktieren. Ich bin glücklich. Er hat sehr hohe Anforderungen, dass suche ich. Er ist zuverlässig, motivierend und schnell mit Antworten. Ich glaube einen besseren Betreuer hätte ich nicht finden können. Bin echt froh dieses Thema so schnell abhaken zu können.

 

Egal wie es weitergeht, im Leben hat man es immer in der eigenen Hand. Ich bin mir sicher dass sich alles auszahlt, was ich gerade investiere. Ich habe mir selbst zu lange Grenzen gesetzt die ich als "aktuell ist das nichts" oder "wie soll das funktionieren" oder "das schaffe ich nicht" gesetzt habe. Völlig falscher Ansatz. ich selbst habe mein Glück in der Hand und ich werde jeden Tag aufs Neue für das Arbeiten und Kämpfen was mir wichtig ist. Denn geben kann ich viel, beim nehmen habe ich mir zu lange Grenzen gesetzt.

der Pate

Hey Jude

"Hey Jude, don't be afraid
You were made to go out and get her
The minute you let her under your skin
Then you begin to make it better"

 

Ich habe seit kurzem Kontakt zu einem sehr faszinierenden Menschen. Wir sind in vielen Bereichen total auf einer Ebene und ich kann mich über sehr vieles mit diesem Menschen austauschen was in letzter Zeit leider viel zu kurz kam. Lustigerweise studiert diese Person ebenfalls im Fernstudium und kann daher vieles sehr gut nachvollziehen was mich so bewegt. Es ist wirklich eine tolle Motivation und einfach schön.

 

Schön ist auch, dass es nur noch 2,5 Wochen bis zum Modulende ist. Bedeutet noch ca. 15 Diskussionsbeiträge und 4 Assignments. Es ist also ein Ende in Sicht. Ich freue mich sehr darüber, denn aktuell kann ich die Pause kaum noch erwarten. Aber wenn ich dann mal etwas Luft zum nachdenken habe vermisse ich es auch irgendwie. Fast schon eine bipolare Störung :D . Diese Woche ist eine wichtige Woche. Ich habe wie ja schon im Thread geschrieben am Freitag ein fast schon überraschendes Vorstellungsgespräch und hätte mir am 31.12.14, als ich meinen letzten Einsatz im Rettungsdienst hatte gesagt, dass ich so ein Vorstellungsgespräch für so einen Posten nichtmal ein Jahr später hätte, hätte ich diese Person ausgelacht. Wenn es nichts wird, werde ich enttäuscht sein, aber es ist jetzt schon eine Bestätigung für mich. So wie ich dieses Jahr viele Bestätigungen erhalten habe. Selbst die berufliche "Krise" der ersten 4 Monate dieses Jahres hat sich im nachhinein für mich ganz anders dargestellt und hat mir in vielen nachträglich Recht gegeben. Ich kann an mich glauben und das werde ich weiter tun. Was mir Liverpool jetzt schon beigebracht hat? Für jedes Problem gibt es eine Lösung und die habe ich selbst in der Hand. Das habe ich so noch nie im Leben erlebt und alleine dafür hat sich dieses Studium gelohnt. Es gibt mir das Gefühl alles schaffen zu können was ich möchte. Rückschläge gehören im Leben dazu, aber wer es schafft diese einzustecken und seinen Weg weiterzugehen kann fürs Leben viel mitmachen. Glück gehört immer dazu, Glück hatte ich letztendlich um an das Vorstellungsgespräch zu kommen. Aber für dieses Glück habe ich hart gearbeitet und werde es weiter tun.

 

Es liegt in unseren Händen. Ich wünsche euch eine schöne Woche

der Pate

Birthday

Gestern hatte meine kleine Tochter ihren 2. Geburtstag. Soweit so gut, ein schönes Ereignis und dafür habe ich mir einen Tag Überstundenabbau genehmigt. Doch wenn man Mittwoch den Abschluß der Studienwoche hat und gerade in dieser Woche am Mittwoch ein zweites Assignment als Wochenaufgabe ansteht ist dies für einen Fernstudenten mit Stress verbunden. Bedeutet, ich habe gestern Morgen bevor meine FAmilie um 7 Uhr wach wurde die letzten zwei Diskussionsbeiträge für die Woche vorbereitet und erstellt als ich Gelegenheit hatte. Dann mit der Hündin laufen und im Anschluß hatte ich bei einer Arbeitskollegin die Reitlehrerin ist für meine "Geburtstagstochter" ihr große Schwester und dem Cousin Ponyreiten organisiert. Danach ging es noch in ein bei Kindern beliebtes Schnellrestaurant, dass dem Namen nach einem gebürtigen Schotten gehört und in dem es Einwohner einer norddeutschen Großstadt als "Spezialität" in verschiedenen Varianten gibt.

 

Dann habe ich eine Stunde Literaturrecherche für das Assignment reinschieben können, bevor es ans Herrichten der Wohnung für die Geburtstagsgäste (Großeltern, Onkel & Tanten mit Anhang). Während diese dann feierten nochmals 2 h für Literaturrecherche. Als dann die Gäste daheim waren noch von 20 Uhr bis 23:40 Uhr weitere Recherche und Niederschrift. 1500 Wörter für drei Fragestellungen. Wurde also "locker" 20 Minuten vor Abgabefinish fertig und danach war ich happy. Heute Morgen schon die Noten für die vergangene Woche da und da war ich dann noch glücklicher. Heute kann passieren was möchte, ich bekomme das Grinsen nicht aus dem Gesicht.

 

Mein Professor hat mir schon vor 3 Wochen per persönlicher Nachricht geschrieben, dass ich so weitermachen solle. Ich hätte "exzellente Voraussetzungen". Das hat mich natürlich sehr motiviert und das kann ich derzeit auch gut gebrauchen die Motivation.

 

Ansonsten bin ich mir noch immer nicht sicher was ich im letzten Wahlmodul nehmen soll. Es steht zur Auswahl:

- Human Ressource Management (habe im September erst meinen Personalreferenten gemacht, daher bin ich da eigentlich schon abgedeckt)

- International Business (finde ich hoch spannend, nur hätte ich da derzeit berufsmässig gar keine Verwendung dazu)

- Entrepreunership & Innovation Mangement (finde ich ebenfalls spannend, habe nur das GEfühl bei international Business würde es mir leichter fallen gute Noten zu schreiben)

 

Da werde ich mir noch Gedanken machen müssen, da bald Deadline für die Anmeldung ist. Ansonsten bin ich im Modul Marketing jetzt in Woche 6 von 8. Hier ist also auch das Ende in Sicht. Bin echt vom Professor begeistert. Ich lerne so vieles. Muss mich mal informieren wie das genau mit dem Betreuer für die Thesis aussieht. Wenn man da selbst wieder schauen darf werde ich ihn fragen. Da kann ich nur von profitieren.

 

So, ich wünsche euch noch einen schönen Tag. Immer dran denken, bald ist WE.

der Pate

Can you take me back

Das neue Modul "Marketing" macht sehr viel Spaß. Der Professor leistet ein unglaubliches Pensum. Freitag Morgens sind schon die Noten da für die Woche die Donnerstag Abend zu Ende ging. Bei den anderen Professoren war es immer Samstag, manchmal sogar Sonntag. Zu JEDEM Key Concept Exercise schreibt er Fragen im Diskussionsforum, ständig neue Artikel die den Horizont erweitern. Der lebt für das was er macht. Ich bin begeistert.

 

Allerdings hat er leider auch seine persönliche Richtlinie. War es bei den anderen Professoren völlig ok, dass man (so ist es auch vorgegeben) Frist hat bis in der letzten Zeitzone MIttarnacht am Stichtag ist, so besteht er auf Abgabetermin Mitternacht eigene Zeitzone. Sprich für mich zählt MEZ. Das bedeutet für mich unheimlich Stress. Konnte ich bei den anderen Profs warten bis Ruhe im Haus ist und meine Mädels schlafen, so habe ich nun die Pflicht schon früher anzufangen um die Zeitforderungen einzuhalten. Aber ich sehe es positiv, ich habe in diesem Modul 2 h mehr Schlaf je Nacht als in den anderen Modulen :D .

 

Fachlich merkt man dass er schon lange Zeit sehr aktiv im Bereich Marketing ist, ich lerne sehr viel und darauf kommt es an.

 

Wie treue Leser(innen) meines Blogs wissen nagt ja der Wunsch einer Promotion in mir. Hier schaue ich aktuell über den Horizont "Fernstudium" hinaus. Warum? Weil ich alle Möglichkeiten prüfen möchte. UK ist noch immer Favorit. Ich bin ja wehmütig dass der DBA im Fernstudium an der University of Liverpool so teuer geworden ist. Schaut man aber auf deren Homepage fällt man vom Glauben ab. DBA im Fernstudium für Alumni 54.000 Euro. PhD in Management als Teilzeitstudium am Campus für ca. 8.000 Euro und dass ohne Alumni-Rabatt. Ich bin so happy meinen Master "in" Liverpool machen zu dürfen. Gerne würde ich da auch Promovieren. Ich werde mir definitv mal den Rahmen anschauen in dem so ein Teilzeitstudium abläuft. Auch wenn das Programm dann 6 Jahre dauert, mir ist das egal. Ich mache es nicht des Grades wegen, sondern weil ich das zusätliche Know How möchte und in Liverpool weiß ich was ich habe. Gerne würde ich von der Uni für die Promotion wieder angenommen werden. Aber auch da werde ich mir dann noch den Rahmen anderer Unis anschauen. Bei diesem Preisunterschied kann ich häufig hin und herfliegen. Dann habe ich ja auch meine geregelte Aufenthaltszeit auf der Insel :D . Meine Frau ist zwiegespalten, aber wenn das Studium auf diese Dauer gestreckt wird und ich dann während der Promotion mehr Zeit für Familie habe als wenn ich es wieder so schnell als möglich durchziehe ist sie auch offen dafür. Na ja, noch ist nicht mal der Master geschafft, aber ich bin auf gutem Wege. Vom aktuellen Modul sind auch schon wieder 25% geschafft. Noch nicht Zielgerade, aber doch schon ein Stück hinter mir. Danach freue ich mich auf die Weihnachtsfeiertage. Am 16.12. endet das Modul, danach kann ich die Feiertage gut gebrauchen.

 

Euch wünsche ich noch einen schönen Arbeitstag und ein schönes Wochenende.

der Pate

Don't Pass Me By

Gestern schneite es herein, ein Jobangebot aus Newcastle/England. Ich weiß es wäre unvernünftig es anzunehmen. Ich habe den Vertrag für den Anbau unseres Hauses bereits unterschrieben, wir sind erst seit einem halben Jahr wieder in Deutschland und und und.... Aber es war schon lange ein Traum in England mal für 2-3 Jahre zu leben. Meine Frau lief direkt "Amok" :D was ich auch verstehen kann. Ich werde dieses Jobangebot auch nicht annehmen, aber es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl. Ich denke Viele von Euch können meine Frau verstehen und ja, irgendwie bin ich schon ein Spinner. Der Kopf sagt Nein, das Herz möchte nochmals drüber entscheiden dürfen. Es wäre absolut unvernünftig.

Seit heute bin ich im 6. Modul von 8 meines Master-Studiums. Ich habe die Literatur für die erste Woche heute Morgen gesichert (habe heute frei, Abbau von Überstunden und verschiedene Termine mit Handwerkern wegen der Planungen Anbau), außerdem das Modullehrbuch auf die Software geladen. Den Lehrplan für die kommenden 8 Wochen angeschaut und auf dieses Modul freue ich mich so richtig. Vertiefung zum Bachelorstudium und Themen die mich absolut interessieren. Die erste Woche ist dem strategischen Marketing gewidmet. Weitere Themen sind z.B. die Einbindung des Marketings zum Erreichen Gesamtunternehmerischer Ziele oder die richtige Auswahl des Marketingsmixes usw. Es wird also sehr auf die globale Unternehmenssicht geachtet. Das unterscheidet meinen MSc in Management sicherlich vom reinen Marketingmaster den ich vorher ja auch in Betracht gezogen hatte. Bin einmal gespannt wie dieses Modul wird und ob meine Vorfreude und meine hohen Erwartungen erfüllt werden.

Den Tag heute werde ich mit den Terminen verbringen und Zeit mit den Kids. Sobald diese heute Nacht im Bett sind werde ich die Literatur lesen, mal sehen wie weit ich komme. Habe ja zwei Tage dafür. Aber was ich heute schon schaffe bleibt mir Morgen erspart :D

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche und ein schönes Wochenende. Ich halte euch auf dem Laufenden, spätestens zur Mitte des Moduls möchte ich mal einen Zwischenbericht verfassen. Euch bis dahin alles Gute und bleibt stets motiviert.

 

der Pate

Bad Boy

Ich habe es ja bereits im letzten Blogeintrag beschrieben, der Professor des Moduls "Organisational Design & Change" und ich hatten einen schlechten gemeinsamen Start und so zog es sich jetzt auch quer durch das Modul. Ich habe meine Mindestzielergebnis erreicht, aber dafür habe ich hart kämpfen müssen und auch Rückschläge einstecken müssen. Ich bin dem Professor nicht böse, sondern habe viel gelernt und letztendlich mein Mindestziel erreicht. Leider nicht mein Wunschziel. Doch es bleibt dabei, ich habe noch immer in jedem Modul mindestens das geholt, was ich bräuchte um vom Ergebnis her an einer Business School wie der der University of Manchester promovieren zu dürfen. Nein, das habe ich nicht vor. Aber ich habe mich an den sehr guten Universitäten im Königreich mal umgeschaut welche Anforderungen die haben und Manchester hat konkrete Ergebnisse des Masters beschrieben und die erfülle ich in jedem Modul mindestens. Daher bin ich zufrieden mit meiner bisherigen Leistung. Modul 5 ist rum und ich habe jetzt 1,5 Wochen Studienfrei gehabt und dies auch wirklich gebraucht. Am kommenden Donnerstag geht es bereits wieder mit "Marketing" weiter. Ich hätte gerne noch eine Woche länger Pause gehabt, da noch so Vieles ansteht. Die Baufreigabe für unseren Anbau ist gekommen. Dort wollen wir bis Weihnachten alles fertig haben, nein nicht den Anbau, sondern die Angebote der Firmen sondieren und Aufträge erteilen. Start soll nach Fasching (oder je nach Region Karneval oder Fastnacht) sein. Bin ich froh, wenn alles fertig ist. Pünktlich zum Beginn der Masterarbeit werde ich dann wieder ein eigenes Büro haben. Aktuell muss ich mir immer ein ruhiges Eck suchen. Laptop sei Dank ist es nicht soooo ein Hindernis.

Auf Arbeit ist derzeit auch viel Streß. Ich bin ja in 3 Positionen beschäftigt:

- Assistent der Geschäftsführung

- Personalverwalter

- Kommisarischer Leiter einer Abteilung

In allen drei Funktionen gibt es sehr viel zu tun. Teilweise muss ich noch Missstände meines Vorgängers aufarbeiten. Zusätzlich hat die Projektleiterin für das Projekt "Einführung neue ERP-Software" das Projekt niedergelegt und ratet mal wer sich kurzfristig darum kümmern muss? Mir ist also nicht langweilig.

Was ich zum Modul "Organisational Design & Change" sagen muss, das Thema war super. Das hat mir so viel Spaß gemacht. Change Management wäre auch ein Thema welches mich interessieren würde. Mal sehen wie sich mein berufliches Leben entwickelt, evtl. wäre das ja was für die Masterarbeit.

Die Promotion werde ich definitv nicht in Liverpool machen. Habe jetzt nochmals Kontakt mit denen gehabt. Ich als Alumni müsste, wenn ich den Betrag auf einmal zahle (günstigste Variante) als Alumni (inkl. Rabatt) 54.000 Euro zahlen. Nach heutigem Stand. Ich werde 2017 mit dem Master fertig, da wird das noch teurer sein. Für mich steht das in keinem Verhältnis, selbst wenn ich das Geld hätte. Ich liebe diese Uni und es war die beste Entscheidung den Master dort zu machen, aber das ist mir zu teuer, wenn ich sehe was andere sehr gute Unis an Geld verlangen. Mir geht es in erster Linie um das was ich dabei lerne. Dieses Geld könnte ich meiner Familie gegenüber so nicht verantworten. Zumal ich sowieso sehen möchte wie ich beruflich nach dem Master stehe und ob das Geld für die Promotion angelegt wird. Da wird wieder der Familienrat tagen. Eventuell habe ich dann ja auch gar keine Lust mehr. Ja, die letzten 1,5 Wochen habe ich so viel geschlafen und Zeit mit der Familie verbracht, dass war schon schön. Außerdem habe ich mir ein neues Rad gekauft und fahre aktuell täglich. Wenn es geht fahre ich zur Arbeit mit dem Rad (ca. 14 km einfacher Weg) oder Abends wenn ich mit der Hündin raus gehe. Die liebt das Rad schon, so wird sie viel mehr ausgepowert wie zu Fuß. Es ist mein Ziel auch das regelmäßig zu machen wenn wieder Modulphase ist.

Jetzt stehen noch zwei Wahlmodule an. Marketing ist gewählt, das letzte Wahlmodul muss noch entschieden werden. Danach gibt es noch ein Pflichtmodul. Wie ich gelesen habe (hier per PN über einen Kommilitonen der schon länger als ich dabei ist und zusätzlich im Modulkatalog) startet die Masterthesisphase erst einmal mit einem weiteren Pflichtmodul über 8 Wochen. Hier geht es wohl konkret nochmals um eine Vorbereitung für die Thesis. Wenn dieses bestanden ist, geht es wirklich an die Thesis. Das ist ein "Nachteil", ich muss Modul für Modul machen. Gemäß meinem Plan muss ich die Thesis im Februar 2017 abgeben. Den Abschluß hätte ich an anderen Universitäten wahrscheinlich schneller haben können, aber wie schon beschrieben, jede Minute die man investieren kann bemerkt man am Ergebnis und so wird mir da Druck genommen, außerdem ist das "Lernerlebnis" einzigartig. Noch immer.....

Euch eine gute Woche. Man liest sich.

der Pate

Good Night

ja, es ist 0:15 Uhr und eigentlich Zeit zum Schlafen. Morgen muss ich wieder früh raus, doch ich habe ein kleines Problem. Meine Frau war auf "Mädelsabend" und meine kleine Tochter wollte und wollte nicht einschlafen. Die Zeit fehlt mir für die Uni und die muss ich nun noch nacharbeiten.

Das Modul "Organisational Design & Change" macht sehr viel Spaß, jedoch könnte man sagen der Prof. hat "ein Problem mit mir". Nein nicht direkt, aber so fühlt es sich an. In der ersten Woche musste meine Frau arbeiten und meine kleine Tochter war krank. Außerdem viel auf Arbeit zu tun. Ich habe daher gefragt ob ich das Key Concept Exercise 2-3 h später abgeben dürfte. Man muss dazu wissen das dieses in der ersten Woche eines Moduls noch nicht bewertet wird. Dies hat er mir genehmigt, es jedoch als schlechten Start ins Modul bezeichnet und gemeint er hofft da kommt dann mehr in Zukunft. Ich hoffe er hat bemerkt das ich es trotz aller Widrigkeiten rechtzeitig abgegeben habe. Dann habe ich (ok das war doof von mir) die Vorstellung in der ersten Woche vergessen. Weil einfach zu viel los war. Das hat er mir dann im Feedback der ersten Woche sehr negativ Rückgemeldet. In der zweiten Woche habe ich sehr viel Lob für meine Beiträge und mein Key Concept Exercise bekommen. ABER er hat was anderes zu kritisieren gehabt, nämlich weil ich "nur" die drei Mindestbeiträge in den Diskussionen geschrieben habe. Er hat von mir mehr gefordert. Bin auf das kommende Feedback gespannt, diesmal (die letzte Woche war ruhiger) habe ich fünf Beiträge geschafft. Je Beitrag habe ich 2-3 h gebraucht, wegen der Recherche und dem zielgenauen niederschreiben. Denn bisher war es z.B. in den Key Concept Exercise nie ein Problem wenn man um die 800 Wörter hatte. Habe nur einmal als ich leicht über 1000 war gesagt bekommen ich müsse kürzen. Gefordert sind ca. 500 Wörter. Dieser Professor hat mir in der ersten Woche die 800 angekreidet und in der zweiten Woche die 620. Er hält sich sehr genau an die Vorgaben. Geht jetzt in Rente und hat als Manager in England, den USA, Australien und Neuseeland gearbeitet. Er hat ein riesiges Know How, das merkt man in seinen Diskussionsbeiträgen wenn er Denkanstösse gibt, ist aber im Gegensatz zu den anderen Profs bisher "Preussisch korrekt". Die haben wie gesagt einen gewissen Freiraum gelassen, wenn es der Sache dienlich war. Daher versuche ich auch in den Diskussionsbeiträgen direkt auf den Punkt zu kommen.

Im letzten Key Concept Exercise hatte ich nun 522 Wörter und hoffe das er diesmal zufrieden ist :D . Die Noten passen bisher, von daher stresst mich das jetzt nicht so sehr.

Ich werde jetzt noch etwas Literatur zum Thema recherchieren und dann Good Night sagen. Es wird langsam schwer passende Titel der Beatles für die Blogüberschriften zu finden :blushing: .

Euch eine gute Zeit. Im Hintergrund stelle ich derzeit einige Überlegungen an, sollte da etwas geregelt werden, werde ich euch davon berichten.

der Pate

Hallo Zusammen,

wie versprochen einmal ein Vergleich von etablierter deutscher Fernhochschule und renommierter britischer Präsenzuniversität, hierbei aber das Onlineprogramm für Fernstudenten. Den Bachelor of Arts in BWL mit Schwerpunkt Marketing habe ich an der AKAD Hochschule Stuttgart (neu AKAD University) von Juli 2011 bis Juni 2014 absolviert. Seit September mache ich meinen Master of Science in Management im Onlineprogramm der University of Liverpool. Bisher habe ich 4 von insgesamt 8 Modulen erfolgreich beendet. Ich möchte nachdrücklich darauf verweisen das dies meine persönlichen Erfahrungen sind. Die AKAD hat seit meinem Abschluss einen Wandel hinter sich und ist daher nicht mehr vergleichbar mit der AKAD inkl. Präsenzunterricht die ich erleben durfte. Die Programme der University of Liverpool werden ebenfalls ständig weiterentwickelt. Dazu ist jeder Mensch ein Individuum mit persönlichen Vorlieben und Abneigungen.

Ich versuche das alles so objektiv als möglich darzustellen und hoffe mir gelingt dies.

Betreuung:

Die Betreuung vor dem Studium ist vergleichbar. Man meldet sich und wird zurückgerufen, bei der University of Liverpool binnen 24 h und die Gespräche finden direkt in Englisch statt. Jedoch nicht direkt mit Mitarbeitern der Universität, sondern das Onlineprogramm wird durch einen holländischen Partner betreut. Dieser hat noch andere Universitäten als Partner und kümmert sich um das Know How. Die Professoren etc. werden meines Wissens nach komplett von der Universität gestellt. Man hat einen Zugang zur Onlinebibliothek der Universität und wird da absolut mit allen nötigen Fachartikeln und Fachbüchern versorgt um sehr gute Noten schreiben zu können. Laureate der niederländische Partner ist auf dem Studentenausweis auf der Rückseite zwar aufgeführt, die Kontaktadresse ist aber direkt die Universität Liverpool und dort gibt es eine extra Abteilung für die Online-Studienangebote. Wenn man den Professor oder die Betreuung anschreibt dauert es maximal 24 h bis man eine adäquate Auskunft erhält. Von daher sehr vorbildlich. An der AKAD war dies früher auch so, als man noch einen persönlichen Betreuer hatte. Letztendlich stimmen hier meine Erfahrungen nicht mit den aktuellen überein. Ich bitte hierfür die Diskussionen im Forum AKAD und auch die aktuellen Interviews mit Markus bezüglich Betreuung zu schauen. Für andere deutsche Fernhochschulen zählt dies entsprechend den Erfahrungsberichten zu diesen Hochschulen.

Flexibilität:

Ein Studium muss auch immer den persönlichen Lebensumständen angeglichen werden. Für uns Fernstudenten ist dies häufig eine Berufstätigkeit und nicht selten eine Familie. Hier muss ich sagen ist die deutsche Fernhochschule definitiv flexibel. Man kann in seinem eigenen Tempo studieren. Manche haben etwas mehr Zeit und können daher mehr Module pro Jahr belegen, andere haben aufgrund ihrer persönlichen Situation weniger Freiraum und müssen daher etwas Tempo rausnehmen. Kein Problem, jeder bucht sich selbst die Module die er sich zutraut. Das kenne ich von der AKAD so, dass kenne ich von anderen deutschen Fernhochschulen aufgrund der Blogs und Berichte anderer Studenten hier auf F-I.de. An meiner britischen Uni ist dies etwas starrer. Man hat Module die man absolvieren muss. In diesen ist eine gewisse Flexibilität. So kann ich bereits Donnerstags und Freitags am Assignment schreiben, welches am Samstag abgegeben werden muss. Diese Tage braucht man allerdings für die Literaturrecherche. Auch hat man jeweils von Donnerstag bis zum folgenden Mittwoch Zeit an den Zusatzarbeiten (2 x je Modul ein individuelles Assignment und 2 x ein Personal Development Portfolio) zu schreiben. So ist eine gewisse Flexibilität gegeben. Man kann auch mal eine Verlängerung beantragen. Zum Beispiel das am Samstag abzugebende Assignment (offiziell: Key Concept Exercise) erst am Sonntag abgeben zu müssen. Dies richtig begründet hat man mir bisher immer (2 x bisher) genehmigt. Zwischen den Modulen hat man zwischen 2-3 Wochen Pause. Die sind wirklich super zum Erholen bestens geeignet. Ich arbeite in dieser Zeit dann Dinge ab wie z.B. Steuererklärung usw.. Das erste Modul ging 12, die restlichen 7 Module gehen 8 Wochen.

Studieninhalte/Lernmethode:

Neben der „Fernhochschule“ hat man auch häufig noch den „Makel“ in den Köpfen mancher dass man „nur“ auf einer Fachhochschule studiert. Vergleicht man mal das System „Deutschland“ gegen „England“ kommen weitere Unterschiede hinzu.

Fangen wir länderspezifisch an. Hier bin ich ganz klar ein Fan des englischen Modells geworden. In Deutschland habe ich aus den Heften auswendig gelernt und versucht dieses in den Klausuren möglichst nahe am Geschehen niederzuschreiben. In England ist das viel lebendiger. Aufgabenstellungen für die man zum lösen in den Welten der Fachliteratur recherchieren muss. Je Modul bekommt man ein festes Modulfachbuch, je Woche eine Liste von „must-read“ und häufig eine Liste von „nice-to-read“ Fachartikeln. Diese findet man alle in der Onlinebibliothek. Zusätzlich gibt es häufig noch mind. ein Video mit einem Interview zum Wochenthema. Zusätzlich liest man sich für das Key Concept Exercise noch durch die Welten des www, der Bibliothek und evtl. vorhandene Fachliteratur zu Hause. Man ist angehalten alles kritisch zu hinterfragen und das angelesene Wissen mit eigenen Erfahrungen zu untermauern. Andere Arbeiten liest man kritisch und darf wissenschaftlich und auf eigenen Erfahrungen basierend Gegenthesen aufstellen und somit entstehen spannende Diskussionen, die stets fair und mit gegenseitigem Respekt geführt werden. Der Professor stellt häufig selbst kritische Fragen zu einzelnen Arbeiten oder stellt Zusatzfragen im „Diskussionsforum“ an dem man von Montag bis Mittwoch mit einer Mindestbeitragszahl von drei Beiträgen insgesamt teilnehmen muss. Dadurch lenkt er die Aufmerksamkeit geschickt auch in Bereiche die ihm bisher zu sehr vernachlässigt wurden und die Klasse dadurch auf der ganzen Themenbreite gefordert ist. In dieses Diskussionsforum stellt man jede Woche sein Key Concept Exercise als Diskussionsgrundlage für Andere. Es ist interessant wie sehr sich häufig die Ansichten unterscheiden, da merkt man schon kulturelle Unterschiede. Mit mir haben am 4.9.14 Studenten aus über 100 Ländern der Erde ihr Onlinestudium in Liverpool aufgenommen.

Für die Berufswelt konnte ich bisher aus beiden Studiengängen voll profitieren. Hier komme ich nun zur Philosophie des Lernens. An der Fachhochschule war es ein absoluter Praxisbezug. Man hat z.B. verschiedene Theorien gehört (z.B. Führungsstile) und dies anhand von Beispielen aufgezeigt. In der Klausur wurden dann Definitionen abgefragt und es gab auch Aufgaben in denen man dann begründet dass vorher gelernte einbringen musste. An der Universität ist dies nicht so direkt. Man spricht auch viel über verwandte Themen und es ist viel theoretischer, wobei es wiederrum durch die Erfahrungswerte auf die Praxis direkt bezogen wird. Beispielsweise ging es in „Leadership“ auch mal um die Auswirkungen der Theorien von Kant auf die heutigen Führungsstile. Ich muss sagen, dass macht mir absolut Spaß und ich würde mich inzwischen eher als „Uni-Student“ vom Typ her beschreiben. Aber ich würde in der Qualität keinen Abstrich an der Fachhochschule machen. Es ist eine andere Philosophie die ihre Berechtigung hat und die sicherlich vielen eher vom Typ her entspricht.

Ich freue mich sogar beide Erfahrungen gemacht zu haben. Der Bachelor mit höherem Praxisbezug hat mich sehr gut auf die Arbeit vorbereitet. Nun im Master mit „höheren“ Ansprüchen finde ich das Universitäts-Modell auch sehr passend. Wie es mit umgekehrten Abschlüssen, sprich erst Uni und dann Fachhochschule, wäre kann ich so nicht beurteilen. Evtl. würde ich da zum gleichen Ergebnis mit anderen Begründungen kommen ;) .

Kommilitonen:

Ganz klar, hier war im Präsenzunterricht an der deutschen Fachhochschule der Kontakt intensiver. Wir hatten je Modul eine Pflichtveranstaltung, dies ist inzwischen an der AKAD geändert worden, für andere Hochschulen kann ich an dieser Stelle nicht sprechen. Zusätzlich gab es ein Portal im www und eine Facebookgruppe. Der Kontakt war sehr intensiv und es sind sogar Freundschaften daraus entstanden. In Liverpool ist dies nicht so der Fall, da die Mitstudenten auch auf der ganzen verteilt sind und das Studium Online abläuft. Jedoch bekommt man in den Modulen zu den „Klassenkameraden“ sehr gut Kontakt und es gibt auf LinkedIn eine Liverpool-Gruppe. Also auch hier kann man soziale Kontakte knüpfen. Auf Grund des Studienmodells wäre eine Lerngruppe jedoch sinnlos. Hier geht es mehr ums netzwerken und gegenseitig motivieren.

Anforderungen:

Geschenkt bekommt man nirgends etwas, das soll es auch in einem akademischen Studium nicht geben. Für eine 1 vor dem Komma (wenn man das für England so sagen kann) muss man an der Universität jedoch mehr machen. Hier merkt man wirklich jede Zeit die man zusätzlich investieren kann an der Note. In Deutschland musste man es auswendig können. Ich habe hier häufig mit Studenten gesprochen die nur 1,x hatten, wenn man aber in eine lebendige Diskussion ging hatten sie keine Ahnung. Ja, hier bin ich definitiv England-Fan geworden.

Ich hoffe mein Vergleich ist interessant für euch und gibt einen kleinen Überblick über die Unterschiede. Für Fragen bin ich jederzeit offen, stellt sie einfach in den Kommentaren.

der Pate

Yes it its

HALFTIME.... Bergfest... Die Thesis am Horizont sichtbar. Am Mittwoch habe ich meine letzten Diskussionsbeiträge und mein letzts Personal Development Portfolio abgeschickt und somit Modul Nr. 4 von 8 beendet. Es kommt mir vor wie Gestern als ich auf die Zusage an der University of Liverpool gehofft habe und nun ist die Modulphase schon in der Halbzeit. Natürlich noch nicht Halbzeit im Studium, aber ich komme voran. Jetzt geniesse ich die freien Tage die ich aber nicht in Ruhe verbringe. Im Job derzeit viel zu tun. Habe Donnerstag z.B. dann bis 21:30 Uhr im Büro verbracht. Gestern dafür einen Tag frei und mit der Familie im Freizeitpark verbracht. Ein schöner Tag. Heute hat meine Frau gearbeitet, war also alleine mit den Mädels. Morgen auch nochmal. Werde mich jetzt auch nochmal an die Arbeit fürs Büro setzen. Diese Woche haben wir den Bauantrag für den Anbau offiziell eingereicht. Es werden also noch sehr stressige Tage auf mich zukommen. Urlaub ist dieses Jahr leider keiner drin. :(

Morgen kommen die letzten Bewertungen für die Abschlusswoche des Moduls "Management strategic Operations". Dann ist es endgültig abgeschlossen. Bestanden habe ich es auf jeden Fall. Dafür waren die Noten bisher zu gut, als ob da noch was schief gehen könnte, zumal ich auch in Woche 8 noch ein schönes Thema hatte. Ich werde in dieser Pause mal noch einen Blogeintrag schreiben der die Erfahrungen im Bachelor an deutscher (Fern-)Hoschule zu Erfahrungen im Master an britischer Uni (Onlinestudium an Präsenzuni) miteinander vergleicht. Solltet ihr daran Interesse haben.

Zum aktuellen Studium. Man lernt die Leute die mit einem studieren zwar nicht so gut kennen wie bei Präsenzveranstaltungen, jedoch hat man in jedem Modul ein paar bekannte Namen. Mit manchen schreibe ich über Whats App oder LinkedIn. Auf der Plattform ist sowieso eine offizielle Plattform der University of Liverpool. Ich bin etwas entäuscht das ich in Englisch noch viel besser werden muss, weil ich es möchte. Damit würde ich noch etwas Zeit einsparen, vor allem bei der Recherche für meine Argumentation. Trotzdem bereue ich keinen Tag im Studium. Noch immer nicht. Ich könnte mir wirklich vorstellen danach an der University of Liverpool weiter zu studieren. Aber nur wenn die Rahmendaten stimmen, sprich das Gehalt im Job und die Aussicht den Doktor auch beruflich nutzen zu können. Denn ich denke je nach Job (aktuell offiziell Assistent der Geschäftsführung) würde das Promotionsprogramm eher komisch wirken, wenn man bedenkt das meine Chefin Bachelor ist. Sollte ich allerdings innerhalb der nächsten 18 Monate offiziell (inoffiziell bin ich es bereits) stellv. Kreisgeschäftsführer werden sieht das schon wieder anders aus. Rein vom Titel her. Versteht ihr was ich meine? Aber aktuell geniesse ich den Status Quo. Im Geschäft läuft es auch super. Habe diese Woche eine Weiterbildung für September genehmigt bekommen. Da ich auch fürs Personal zuständig bin mache ich den "Personalreferenten". Hatte da ja nur die Grundlagenmodule im Studium und praxisnahes Wissen wird mir defintiv nicht schaden. Werde nach Düsseldorf gehen (möglich wäre noch München oder Wiesbaden gewesen), dass ich mal wieder näher an Köln dran bin und werde die Tage auch definitv Zeit in Köln verbringen.

Ich habe ja noch drei Wahlmodule offen. Angemeldet habe ich mich bereits für "Organisational Design and Change". Das war am Anfang Nr. 5 und wäre rausgefallen, aber bei den aktuellen Problemen im Betrieb muss ich sagen, ist dies absolut passend. Daher fällt derzeit von den 5 Modulen die mich absolut interessieren "Innovation and Entrepreunership" raus. Wobei ich derzeit mit mir hadere ob in meiner Situation "Internatioal Business" nicht unnötig ist. Mich interessiert das Thema absolut, aber ich habe derzeit keine Anhaltspunkte diesen Bereich in meinem Berufsleben zu benötigen. Auch wenn ich es gerne können würde. Meiner Meinung nach sollte ich jedoch Module belegen die mir jetzt schon was bringen. Denn in 7-8 Jahren fragt wahrscheinlich Niemand mehr nach den belegten Modulen, sondern den tatsächlichen Erfahrungen. Aber ich habe ja noch etwas Zeit. 11 Wochen bis das nächste Modul rum ist. 14 bis das übernächste beginnt und da werde ich Marketing belegen. Das ist sicher, da noch immer mein Lieblingsthema.

So, ich arbeite jetzt noch etwas und der Vergleich deutsche Hochschule vs. britische Uni kommt in absehbarer Zeit.

Euch bis dahin alles Gute.

Don Vito Corleone