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antje0402

Mediacampus Fernlehrgang Grundlagen des Buchhandels

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich informiere mich gerade ueber einen Quereinstieg ins Buchwesen und bin dabei auf den Fernlehrgang "Die Grundlagen des Buchhandels" am Mediacampus Frankfurt gestossen. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

Lieben Dank fuer jegliche Meinungen, Empfehlungen & Kritik :-)

Antje

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Hallo Antje,

Erfahrungen mit diesem Fernlehrgang habe ich keine. Die Beschreibung des Kurses auf der Homepage unter http://www.mediacampus-frankfurt.de/fernlehrgang.html hört sich auf jeden Fall interessant an.

Darf ich Fragen, was genau du dann später im Buchwesen machen möchtest?

Viele Grüße

Markus

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Hallo

Ein Tipp als Schwester einer wunderbaren Buchhändlerin: Hast Du schon mal ein Praktikum im Buchhandel gemacht? Zum einen, damit Du das Berufsbild besser kennen lernst, und zum anderen, damit Du erste Kontakte knüpfst...?

Falls Du selbst eine Buchhandlung aufmachen willst: Das ist schon eine knackige (aber auch spannende) Aufgabe, sich gegen die "Großen" durchzusetzen. Bloß so richtig reich wird man dabei nicht. Aber das hast Du Dir sicherlich schon gedacht. ;)

Viele Grüße

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Hallo Markus & Anne,

mich packt in regelmaessigen Abstaenden die Idee des eigenen Buchladens - wahlweise auch in Kooperation mit langjaehrigen Freunden, sodass es sich zu einem Repair-Buch-Café entwickeln koennte. Grundvoraussetzung: Wir LIEBEN Literatur ;-) Da das aber leider nicht reicht, moechte ich mir gern neben meinem derzeitgen (Vollzeit-) Job im Ausland, die Grundlagen des Buchhandels, inkl. rechtlicher und kaufmaennischer Aspekte, aneignen. Es kommt momentan nur ein Fernlehrgang in Frage. Ein Praktikum waere natuerlich super, ist aber momentan (sprich solange ich beruflich ans Ausland gebunden bin) nicht moeglich. Aber man weiss ja nie, wie sich die Dinge so entwicklen - und auf lange Sicht nach Deutschland zurueckzukehren, ist auch nicht mehr ganz ausgeschlossen.

Nee, reich wird man sicher nicht, aber gluecklich ;-)

Lieben Dank,

Antje

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Hallo

Danke für Dein optimistisches Feedback... ;)

Was mir (aus den Erzählungen meiner Schwester) so in Erinnerung ist:

* Der Buchhändler-Job ist ein körperlich anstrengender Job.

* Der Buchhändler-Job ist ein beglückender Job; man kann (mit viel Einsatz) eine Art "literarischen Salon" in seiner Stadt aufbauen. (Hat meine Schwester mit seeeehr großem Aufwand geschafft...)

* Überlebenswichtig ist das Schulbuchgeschäft (was nun so gar nichts mit hoher Literatur zu tun hat, sondern mit Listen, Listen, Listen und mit ausliefern, ausliefern, ausliefern...)

* Ebenso überlebenswichtig ist ein gutes Weihnachtsgeschäft - erst nach dem Weihnachtsgeschäft wird klar, ob es ein "gutes" oder ein "bescheidenes" Jahr war.

* Im Weihnachtsgeschäft ist die Hölle los und die Hauptarbeit (neben dem Beraten) besteht darin, Schleifchen zu binden und Geschenke einzupacken.

* Das Netzwerken ist wichtig: Man sollte sich sehr gut stellen mit Großkunden (z.B. Bibliotheken) oder großen Firmen vor Ort, die ihre Buchgeschenke möglichst bei Dir ordern sollten - und nicht bei Deinen Mitbewerbern.

* Du hast (als Chefin) eine Menge Abendtermine (Lesungen), bei denen Du Büchertische machen musst. So richtig viel Geld kommt dabei selten rein, aber Du "musst" es machen, weil Du sonst in der Stadt nicht bekannt genug bist.

* Wenn ein neuer "Großer" (Thalia und co) in der Stadt aufmacht, geht die Existenz-Angst bei den örtlichen Buchhändlern um: Nicht jeder der "alten" wird ein oder zwei Jahre später noch am Markt sein.

* Was kannst Du / könnt Ihr besser als Amazon und Co? Die meisten Kunden schimpfen zwar auf Online-Händler - kaufen dann aber doch dort, weil es eben viel bequemer ist. Vielleicht bist Du ja sogar selbst auch Amazon-Kundin? ;)

Dir viel Erfolg bei Deinen Plänen und bei Deinem Traumjob!

Viele Grüße

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Danke an Anne für diese Einblicke - finde ich immer wieder enorm spannend :-)

Und ich glaube auch, dass es heute schon sehr ambitioniert ist, einen neuen Buchladen aufzumachen und zu etablieren.

Was ist denn unter dem Konzept eines Repair-Buch-Cafés zu verstehen? Geht es da um die Reparatur von Büchern, oder allgemein um Reparaturen von Gegenständen im DIY?

Ergänzend zu den Punkten von Anne könnte ich mir vorstellen, dass es gut wäre, auch die Bedeutung der digitalen Medien zu nutzen und Angebote aus dem Bereich mit aufzunehmen. Vielleicht einen eBook-Reader-Verleih, auf dem die aktuellen Beststeller gleich installiert sind oder sowas in der Richtung. Oder Beratungsdienstleistungen aus diesem Bereich - wobei man dann sicher schauen muss, damit auch Geld zu verdienen.

Als theoretische Basis scheint mir jedenfalls der von dir genannte Fernkurs gut geeignet zu sein wenn er das hält, was er verspricht. Es gehören ja auch regelmäßige Präsenzphasen dazu. Könntest du diese wahrnehmen?

Was machst du denn aktuell und was hast du gelernt? Vielleicht könnte das ja auch später nützlich sein, zum Beispiel um Fachbücher aus einem bestimmten Segment mit Beratung anzubieten, vielleicht sogar auch über das Internet?

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Hallo

Noch zu den E-Book-Readern... Wenn man es da nicht mit einer besonders technikaffinen Kundschaft zu tun hat und wenn man vielleicht auch selbst nicht so besonders technikaffin ist, hat man u.U. das Problem, dass die Kunden bei allen Fragen ("Das Ding tut es nicht!" oder "Wie kriege ich eine andere Schriftgröße?") bei ihrer Buchhändlerin auftauchen, denn sie hat ihnen den Reader ja schließlich verkauft/verliehen. Die Hotline ist da meist nur eine Notlösung für viele Käufer.

Beim Kindle weiß man, dass man bei Amazon anrufen muss - bei einem vom Buchhändler verkauften/verliehenen Reader weiß man das u.U. nicht, an wen man sich wenden muss. So geht u.U. eine ganze Menge Zeit in die Beratung der Kunden, wobei man ihnen vielleicht gar nicht mal immer helfen konnte.

Buchverleih ist auch so eine Sache: Die meisten Bibliotheken haben das im Angebot - kostenlos. Wie soll da ein Buchhändler mithalten können?

Was ich aber schon noch für wichtig halte: In den sozialen Medien sollte man vertreten sein. (Da rede ich mir bei meiner Schwester den Mund fusselig...;)) Ist das auch Thema in dem Fernkurs?

Viele Grüße

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Was die E-Book Reader angeht, sehe ich das anders.

Ich würde mich (eigenes technisches Interesse und Fähigkeiten vorausgesetzt) hier bewusst an die nicht so technik-affinen Anwender richten - für die anderen ist es eh praktischer, sich direkt bei Amazon und Co zu versorgen.

Wenn es gut läuft, ist man nicht nur persönlicher Berater, sondern die Leser kaufen auch die Bücher für das E-Book direkt im Laden, zum Beispiel weil sie einerseits inhaltlich dazu beraten werden und andererseits das Buch auch gleich auf dem Gerät installiert wird. Und weil sie für Rückfragen zur Bedienung ja eh auch schon mal da sind und die neuesten Bestseller sehen ;-)

Was den Verleih angeht dachte ich auch nicht daran, die Bücher zu verleihen, sondern die Lesegeräte. Zum Beispiel, wenn jemand das erstmal ausprobieren möchte oder nur im Urlaub nutzen möchte usw. Und wenn er dann doch ein Gerät kaufen möchte, wird es das ja wahrscheinlich auch im Laden tun.

Ich bin ja nicht in der Branche - keine Ahnung, ob das so funktionieren könnte. Allerdings glaube ich, dass es immer mehr in Richtung E-Books gehen wird. Mir fällt jetzt schon auf, dass zum Beispiel mittlerweile auch viele Senioren mit ihrem Kindle etc. in der Straßenbahn sitzen und nicht mehr nur die Trendsetter. Nur auf gedruckte Bücher zu setzen wird meiner Meinung nach daher immer schwieriger werden - gerade wenn man mit einem ganz neuen Laden in den Markt einsteigen will.

Bei Social Media angeht stimme ich dir zu. Zum Beispiel um auf Lesungen, Aktionen etc. hinzuweisen. Ob dieser Bereich in dem Lehrgang abgedeckt wird, kann ich aus der Beschreibung der Inhalte nicht entnehmen.

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Hallo Markus

Ist ja schon fast eine Fachdiskussion.... ;)

Zum E-Book-Reader-Verleih - auch wieder die Erfahrungen aus zweiter Hand: Bei einem Treffen von Buchhändlern wurde ein solcher Reader nur so zum Angucken rumgereicht. Ca. 20 TeilnehmerInnen, die alle ein paar Minütchen mit dem Dingen rumprobieren sollten. Danach sah der Reader dermaßen angegrabbelt und zerkratzt aus, dass man den unmöglich noch hätte weiter verkaufen /weiter verleihen können.

Kann natürlich auch Reader-Modell liegen... ;)

Ich glaube schon, dass es einen Trend in Sachen E-Book gibt - aber inweiweit die BuchhändlerInnen dann auch die technische Beratung / Unterstützung für nicht so besonders technikaffine LeserInnen anbieten können, ist schon noch eine Frage wert. Liegt vielleicht auch an der persönlichen Erfahrung, die der jeweilige Händler mit den Geräten hat.

Viele Grüße

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