hotknife

Schwierigkeitsgrad Sonderstudiengang Technik

9 Beiträge in diesem Thema

Liebe Zyndi,

lieber Michael Knight,

bzw. all Ihr Lieben, die den Sonderstudiengang Technik belegen.

Wie ich sehe, habe Ihr ja nun schon eine gewisse Zeit vom Sonderstudiengang Technik zum Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) oder auch Bachelor of Engineering hinter Euch gebracht.

Könnt Ihr mal bitte kurz sagen, ob der Lernstoff (vor allen Dingen Mathe & Co.) in diesem doch anspruchsvollen Studiengang zu bewältigen ist. Da mein Diplom nun mehr als 9 Jahre her ist u. ich um meine Mathe-/Physikfähigkeiten weiß, bin ich nicht so optimistisch ob ich dies selbst mit Fleißeinsatz zu kompensieren vermag.

Ich weiß was ich für die BWL-Mathe üben mußte (und das war die "billige FH-BWL Mathe") mit Intensivnachhilfe usw.. Wenn man das Netz bezüglich Meinungen über die beiden Fächer Mathe/Physik beim FH Ingenieur durchkämmt ist doch die Tendenz zu schwer bis sehr schwer. Möchte noch vorausschicken, dass ich leider aus Faulheit niemals das Abi gemacht habe, sondern mit mittl. Reife + kaufm. Berufsausb. + Meisterbrief die Zugangsberechtigung erhalten hatte.

BWL ist eben doch sehr viel mit "auswendig lernen", man muss es nicht unbedingt verstehen (siehe VWL), beim Ingenieur wohl eher das Gegenteil.

Vielen Dank für Eure ehrliche Meinung. Ich möchte keinesfalls 1-2 Jahre jede Woche 15-20 Std. investieren, nur um dann zu erkennen, dass ich doch einfach zu blöd für die höhere Mathematik bin.

hotknife


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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Hallo Hotknife,

soweit ich das am Ende des ersten Semesters einschätzen kann, ist es, sofern man dranbleibt, gut machbar. Im Sonderstudiengang schreibt man in Mathematik nur die PL, und ich habe da viele Überschneidungen mit meinem Abiturstoff und Unistoff. Ich denke so viel Unterschied kann es da zum FH Stoff auch nicht geben. Technische Mechanik kann ich nicht so gut einschätzen. Scheint mir schon anspruchsvoll zu sein, beginnt aber auch von 0 an, wie alles andere auch (z.B. fängt geht der erste Studienbrief Werkstofftechnik sogar ausführlich auf die Atombindung ein).

Was mir allerdings aufgefallen ist, dass mit der Stoffumfang mit Umstellung zum Diplom nicht gekürzt wurde, die Studienzeit aber um 2 Semster. Allerdings ist es ja auch problemlos möglich die Studienzeit zu überziehen. Z.B. sich erstmal mehr auf die mathematischen Fächer konzentrieren, und z.B. (auswendig)lernintensive Fächer, wie WFT oder FER zu schieben. Außerdem liegt Mathe im ersten Semester, und mit TEM beginnt man auch im ersten Semester, und schreibt die Prüfung im zweiten. Deshalb sollte es wohl nicht dazu kommen, dass man 1 bis 2 Jahre in den Sand setzt!

Viele Grüße,

Zyndi


______________________________________

fast fertig!

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@Hotknife:

Es kommt eig. kaum Höhere Mathematik in WMT dran. Zu 90% kommen in Mathe Sachen dran, die man auch in BWL schon hatte und die Prüfung nennt sich ja auch Wirtschaftsmathe und nicht Höhere Mathematik oder Ingenieurmathe. Im übrigen darfst du nicht vergessen, dass es ja "nur" Wirtschaftsingenieurwesen ist und kein "richtiges" Ingenieurstudium, bei dem man den Dipl.-Ing. bekommt. Will sagen Mathe in E-Technik, Maschinenbau & Co. ist definitiv um einiges schwerer als bei Wirtschaftsingenieurwesen.

Also m.E. ist es gut, wenn sich matheintensive und lernintensive Fächer in einem Semester die Wage halten, da damit unterschiedliche Hirnregionen angesprochen werden und man somit leichter für verschiedene Fächer lernen kann, als man es jetzt beispielsweise könnte, wenn man für 2 Auswendiglernfächer lernen würde.

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Hallo Hotknife,

ich habe Deinen Beitrag erst eben gelesen. Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Bevor ich die Beiträge von Zyndi und Simpson79 gelesen habe, dachte ich mir, genau das zu antworten ! Ich stimme also vollkommen mit deren Meinungen überein. Ich habe mit Werkstofftechnik und Fertigungstechnik ebenfalls erst zwei Klausuren geschrieben und die waren beide nicht sonderlich mathematisch, dafür aber sehr sehr (auswendig-)lernintensiv. Ich vermute, dass ich viel mehr Probleme mit den mathematischen/physikalischen Fächern bekommen werden. Habe jetzt mit technischer Mechanik begonnen und einen Blick in die SB von Elektrotrechnik geworfen. Das sieht nicht soooo angenehm aus .... aber andere schaffen, also schaffen wir es auch !

Viel Erfolg,

Michael

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Hallo zusammen,

ich möchte die Frage zum Schwierigkeitsgrad gerne aufgreifen.

Ich interessiere mich für den Sonderstudiengang Technik, habe aber ebenfalls bedenken, ob ich es schaffe. Ich mache mir allerdings nicht so viel Sorgen um Mathe sondern eher um die anderen Fächer.

Sind diese Fächer auch ohne technisches Vorwissen zu schaffen? Wie sieht es bei euch aus, habt ihr schon durch den Beruf einen hohen praktischen Bezug? Wie schätz ihr den Schwierigkeitsgrad für jemanden ein, der bis jetzt mit Technik noch nicht so viele Berührungspunkte hatte?

Ich freue mich auf eure Antworten. :)

Danke,

Meike

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Hallo Meike,

ich habe zwar einen technisch geprägten Beruf, aber das hat mit den Studienfächern nicht soooo viel zu tun (Schiffbau). Wenn Du keine Angst vor Mathe hast, ist das schon mal eine gute Basis. Ich denke die anderen Fächer sind auch ohne Vorkenntnisse zu schaffen. Die Studienbriefe fangen ziemlich weit vorne an. Dennoch empfinde ich es als sehr hilfreich noch andere Quellen hinzuziehen. Wirklich erforderlich ist es für die meisten aber in nur in wenigen Fällen. Einfach ist es garantiert nicht, aber ich hoffe es mit viel Fleiß zu packen !

Und Du schaffst es auch !

Wenn Du noch Fragen hast - nur zu !

Viel Erfolg !

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@Simpson79: Nö, die Mathe in E-Technik, Maschinenbau, Informatik usw. ist genau dieselbe. Sogar die Prüfungsaufgaben sind gleich. Die Ingenieursmathe als höhere Mathematik zu bezeichnen ist aber ohnehin irreführend. Ist immer alles nur Kampfrechnen. Aber Du hast recht, die Prüfung ist deswegen einfach, weil es immer einen Anteil an einfachen Integralen und an billiger BWL-Mathe hat. Aber Differenzieren und Integrieren ist nunmal auch bei den BWLern derselbe Vorgang.

Die schwierigere Mathe-Prüfung ist die SL, eigentlich nur Stoff der 12ten Klasse bzw. der Fh-Reife, die bleibt dem Sonderstudiengang aber erspart (warum auch immer).

Du must also sagen, die "höhere" Mathe (ganz genau diesselbe wie an jeder anderen FH) ist schwierig, aber die Prüfung ist leicht (fliegen aber immer noch min. 30% durch).

Man sollte aber, leichte Prüfung hin oder her, zumindest dass wichtigste Verstanden haben, sonst werden andere Fächer sehr unverständlich.

Das eine Wirtschaftsingenieur kein richtiger Ingenieur ist, ist Falsch. Ein Wirtschaftsingenieur ist ein Wirtschaftsingenieur, ein Maschinenbauingenieur ist ein Maschinenbauingenieur und ein Verfahrensingenieur ist ein Verfahrensingenieur. Jeder hat ganz andere Schwerpunkte. Aber alle sind Ingenieure und Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Gruß

Jörg

@Hotknife:

Es kommt eig. kaum Höhere Mathematik in WMT dran. Zu 90% kommen in Mathe Sachen dran, die man auch in BWL schon hatte und die Prüfung nennt sich ja auch Wirtschaftsmathe und nicht Höhere Mathematik oder Ingenieurmathe. Im übrigen darfst du nicht vergessen, dass es ja "nur" Wirtschaftsingenieurwesen ist und kein "richtiges" Ingenieurstudium, bei dem man den Dipl.-Ing. bekommt. Will sagen Mathe in E-Technik, Maschinenbau & Co. ist definitiv um einiges schwerer als bei Wirtschaftsingenieurwesen.


ehemaliger Fernstudent.

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@Simpson79: Nö, die Mathe in E-Technik, Maschinenbau, Informatik usw. ist genau dieselbe. Sogar die Prüfungsaufgaben sind gleich. Die Ingenieursmathe als höhere Mathematik zu bezeichnen ist aber ohnehin irreführend. Ist immer alles nur Kampfrechnen. Aber Du hast recht, die Prüfung ist deswegen einfach, weil es immer einen Anteil an einfachen Integralen und an billiger BWL-Mathe hat. Aber Differenzieren und Integrieren ist nunmal auch bei den BWLern derselbe Vorgang.

Die schwierigere Mathe-Prüfung ist die SL, eigentlich nur Stoff der 12ten Klasse bzw. der Fh-Reife, die bleibt dem Sonderstudiengang aber erspart (warum auch immer).

Du must also sagen, die "höhere" Mathe (ganz genau diesselbe wie an jeder anderen FH) ist schwierig, aber die Prüfung ist leicht (fliegen aber immer noch min. 30% durch).

Man sollte aber, leichte Prüfung hin oder her, zumindest dass wichtigste Verstanden haben, sonst werden andere Fächer sehr unverständlich.

Das eine Wirtschaftsingenieur kein richtiger Ingenieur ist, ist Falsch. Ein Wirtschaftsingenieur ist ein Wirtschaftsingenieur, ein Maschinenbauingenieur ist ein Maschinenbauingenieur und ein Verfahrensingenieur ist ein Verfahrensingenieur. Jeder hat ganz andere Schwerpunkte. Aber alle sind Ingenieure und Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Gruß

Jörg

Naja, wenn man an der TU eine "richtige" Ingenieurwissenschaft (also ned nur a bissal reinschnuppern in die einzelnen technischen Fächer wie beim WI) studiert, dann hat man 4 Semester Höhere Mathematik. Glaub mir das ist ein komplett anderes Niveau als das WMT an der HFH. Mag natürlich sein, dass es ganz normales FH-Niveau ist. Aber ich war echt erstaunt über die WMT-Klausur, weil ich meine BWL-Mathe-Klausuren damals um einiges schwerer fand, aber vermutlich hab ich einfach unterschätzt, dass es zwischen Uni & FH doch einen beträchtlicheren Niveau- bzw. Schwierigkeitsunterschied gibt, als ich dachte.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich denke es gibt bei uns genügend andere schwierige Fächer, die über Bestehen oder Scheitern des Studiums entscheiden, aber m.E. ganz sicher nicht Mathe.

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Also eine Feld-Wald-Wiesen FH mit der TU Berlin (Exellenzcluster) zu vergleichen ist schon fast unfair ;-)

Am besten schreibst Du mal an die HFH, sie sollen WMT mal gefälligst schwerer machen, du fühlst dich nicht so richtig gefordert *g*

Und klar wenn man Kampfrechnen als höhere Mathematik bezeichnet dann hat man in jedem Fachspezifischen Ingenieursstudium deswegen mehr davon, weil man eben dauernd aufeinander aufbauende Fächer hat, die diese benötigen. Aber vom Niveau wird es trotzdem nie über z.B. das totale Differenzial, Partitielle Ableitungen höherer Ordnung usw. herauskommen. Dahinter kommt eben das Mathestudium und das Kampfrechnen endet.

Daß man aber auch innerhalb dieses Niveaus leichte und schwere Prüfungen gestalten kann ist auch klar. Und ich glaub Dir aufs Wort... eine schwere BWL-Prüfung kann schwieriger sein als eine leichte Ingenieursmathe-Prüfung. Aber dies liegt nunmal in der Hand der Uni/FH bzw. des Erstellers. Das die Mathe-PL an der HFH so leicht ist liegt an der schweren SL. Wer diese nicht schreiben muß hat eben Glück gehabt.

Es ist ja gerade der Witz an einem WI-Studium daß er in alle möglichen Disziplinen "hineinschnuppert", daß er statt 10 E-Technikfächer nur die Grundlagen lernt, aber dafür mit BWL, VWL, Rechnungswesen, Jura und auch Zeug wie AWS und MKP usw. konfrontiert wird, ist ja gerade das Ziel der Übung. Das Ziel ist ein Generalist, kein Spezialist.

Wenn Du dich jahrelang in einer winzigen Fachrichtung vergraben willst, dann bist Du eben bei den Wirsching falsch, oder du hängst nochmal ein Aufbaustudium (oder Master) dran.

Gruß

Jörg


ehemaliger Fernstudent.

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