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Franzinha

Master Wirtschaftspsychologie: Erfahrungen bei Euro-FH & SRH Fernhochschule?

Empfohlene Beiträge

Hallo,

nachdem ich nun eine Weile regelmäßig "heimlich" hier im Forum mitgelesen habe, möchte ich jetzt auch mal aktiv werden :-)

Erstmal kurz zu mir: Ich bin 22 Jahre alt und habe vor 1,5 Jahren mein Bachelor-Studium an der Dualen Hochschule BW in "International Business" abgeschlossen. Seitdem bin ich bei einem großen Unternehmen fest angestellt. Mit einem anschließenden Master habe ich schon lange geliebäugelt und nun scheint mir der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein (sofern meine Chefin auch von der Idee angetan sein wird).

Mein Erststudium der BWL habe ich zwar gut abgeschlossen, zu mehr reiner BWL in Form eines Wirtschaftsmasters kriegen mich aber keine 10 Mio. Pferde mehr!

Was mich jedoch absolut reizt ist ein Wirtschaftspsychologie-Master, angeboten bei der Euro-FH und der SRH Fernhochschule Riedlingen. SRH wäre von den Anfahrtswegen zu Präsenzveranstaltungen günstiger, der Euro-FH-Master interessiert mich aber mehr von der thematischen Ausrichtung.

Daher nun meine Frage:

Wer ist denn schon bei einem der beiden genannten Master eingeschrieben und könnte mir ein wenig von seinen Erfahrungen berichten? Gerne auch allgemeine Anmerkungen zu den beiden Fernhochschulen!

Ich freue mich auf eure Antworten!

Viele liebe Grüße,

Franzinha

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Du hast mit 20 den Bachelor gemacht? Alter Schwede, da war ich nach Abitur gerade mal 3 Monate beim Bund...

Ich empfehle dir ein Präsenzstudium und dann einfach mal das Leben genießen. Oder im Ausland studieren?

Danach nimmt dich sowieso jeder AG mit Kusshand.

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Naja ich bin auch schon fast 23 ;-) Aber ja, ich war mit 21 mit dem Bachelor fertig - Abi waren nur 12 Jahre, also mit 18 Abi und dann gleich angefangen zu studieren und nach 3 Jahren den Bachelor fertig gehabt.

Präsenzstudium ist jetzt eher keine Option für mich. Wenn, dann hätte ich wie einige meiner Kommilitonen gleich nach dem Bachelor den "Absprung" (vom Unternehmen) schaffen müssen, um einen Präsenzmaster zu machen. Da ich ein duales Studium gemacht habe -also in enger Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, wo regelmäßig Praxiseinsätze stattfanden- hatte ich aber das Glück, relativ einfach einen gut bezahlten und sehr interessanten Job zu bekommen. Das alles möchte ich ungern wieder aufgeben. Zumal ich mich auch schon total an die finanzielle Unabhängigkeit gewöhnt habe.

Mich auf meinem Bachelor ausruhen möcht ich aber auch nicht. Zumal das Erststudium ziemlich unbefriedigend war. Deshalb möcht ich mit dem Master nochmal eine andere Richtung einschlagen und etwas machen, das mich wirklich interessiert.

@stopherl: Ich habe gesehen, du machst den Bachelor in WiPsy. Bist du zufrieden mit dem Studium bei der Euro-FH? Finden die Präsenzseminare eher an Wochenenden oder Werktagen statt? Wär super, wenn du mir einen kleinen Einblick in das Euro-FH-Fernstudenten-Dasein gewähren könntest! :-)

Bearbeitet von Franzinha

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Jo, ist schon in Ordnung. Die Präsenztermine sind unterwöchig, aber bei insg. nur 4 Terminen im ganzen Studium ist das zu vernachlässigen.

Euro-FH-Fernstudenten-Dasein? Hm, ich sitze am Schreibtisch und lerne, lerne, lerne. Klausuren schreibe ich in Frankfurt/Main und naja, dann wird wieder gelernt...

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Danke für deine Antwort, stopherl!

Gibt's hier im Forum jemanden, der bereits im M. Sc. Wirtschaftspsychologie bei der Euro-FH eingeschrieben ist?

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Hallo Franzinha,

Mein Name ist Andre und ich studiere Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management (Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie & Human Resources Management) an der Fernhochschule Riedlingen seit 01.03.2012 im 4. und letzten Semester.

Ich bin war von 1997 bis 2011 bei der Bundeswehr. Im Zuge meiner Bundeswehrzeit hatte ich bereits ein Studium der Pädagogik absolviert. Ich suchte nach einem weiteren Aufbaustudium. Ich hatte bereits 2009 begonnen, an der Fernuni in Hagen Soziologie zu studieren, konnte dies aber aus beruflichen Gründen nicht fortführen. Auch war ich mit der Betreuung durch die FU Hagen nicht zufrieden („Massenabfertigung“, keine direkten Kontakte, etc.). Im Sommer 2010 suchte ich dann nach einer neuen Studienmöglichkeit. Meine Wahl fiel auf Fernhochschule Riedlingen, da ich im näheren Umfeld wohne und mich vor allem das (Fern-)Studienkonzept und der Inhalt des Studiengangs überzeugt hatten. Die Fernhochschule Riedlingen versucht durch größtmögliche Flexibilität sich den beruflichen und zeitlichen Möglichkeiten der Fernstudenten anzupassen (z.B. Anrechenbarkeit bisheriger Studienleistungen, Ersatzleistungen, etc.)

Im Vergleich zur FU Hagen bekommt man natürlich eine sehr gute Betreuung und die Dozenten sind immer für einen zu erreichen. Auch die Organisation hat bisher reibungslos funktioniert. Man bekommt die Gesetzestexte, Fachbücher und auch das für die Online-Präsenzen obligatorische Headset durch die Uni gestellt.

Die Qualität des Studiengangs überzeugt durch eine sehr hohe Praxisbezogenheit und gleichzeitige Interdisziplinarität. Forschungsfelder bzw. Probleme werden ganzheitlich betrachtet. Jeder Student kann hierbei sehr gut seinen individuellen beruflichen und universitären Background einbringen und sich diesbezüglich auch weiterentwickeln.

Im ersten Semester werden alle wichtigen Grundlagen für das weitere Studium gelegt (BWL, Recht, Empirie und Psychologie) – ab dem 2.Semester wird dann praxisbezogen darauf aufgebaut. Schwerpunkt hier liegt eindeutig im psychologischen Bereich (Führungskonzepte, Eignungsdiagnostik, Arbeitsgestaltung etc.).

Im 3. Semester wird dann sehr stark auf die gewählte Schwerpunktrichtung (Management & Culture, Arbeits- und Organisationspsychologie und Human Resources Management oder Markt- und Werbepsychologie) eingegangen. Hierbei werden einige Inhalte in Englisch unterrichtet (sowohl Studienbriefe, als auch Online Präsenzen und Seminare).

Die Schwierigkeitsstufe steigt jedes Semester an, dies zeigt sich auch an der Schwierigkeit der Klausuren. Auch wird im Studium stark auf den Erfahrungshintergrund der Studenten eingegangen. Hierbei kann man eigene Projekte und dementsprechend auch Fälle aus der eigenen beruflichen Praxis einfließen lassen.

Dies kann Arbeitgeber evtl. überzeugen, Teile des Studiums zu finanzieren. Ein Nutzengewinn für das Unternehmen wird in den meisten Fällen erreicht. Spätestens die Master-Thesis wird im beruflichen Kontext zu erstellen sein. Auch die empirischen Forschungsprojekte (2. und 3. Semester) eignen sich optimal um Aufgaben aus dem beruflichen Background zu bearbeiten.

Die Studienbriefe sind sehr gut aufgearbeitet und bieten einen einfachen & nachvollziehbaren Zugang zum Lerngebiet. Die Studienbriefe grenzen mögliche Klausurinhalte ab und geben so eine gute Richtungsweisung. Das Wissen der Studienbriefe baut aufeinander auf. So wird auch in späteren Semestern immer wieder auf die „einst“ gesetzten Grundlagen eingegangen. Die Dozenten steuern über die Online-Lern-Plattform noch genügend Zusatzmaterial bei, was gerade im Hinblick auf die Hausarbeiten sehr wertvoll ist.

Die Klausuren kann man an mehreren Studienzentren in ganz Deutschland und auch im Ausland schreiben (Klausur kann auch zu anderen Unis geschickt werden, und dort unter Aufsicht geschrieben werden). Meine Hausarbeit im 1.Semester habe ich z.B. aus Afghanistan nach Deutschland geschickt. Alles ganz unproblematisch.

Die Präsenzseminare (3 pro Semester – Freitag 16-21Uhr, Samstag 08-16Uhr) bieten jeweils einen gestrafften Überblick über ein bis zwei Semesterthemen. Die Präsenzseminare finden in Heidelberg statt. Pflicht ist davon nur ein Präsenzseminar pro Semester (im Falle einer Präsentation zum Erwerb von Credit Points – nur im 1. und 3. Semester). Aber gerade im Hinblick auf den Austausch mit Mitstudenten und das Kennenlernen der Dozenten und ihrer individuellen Schwerpunkte (für die Klausuren, Hausarbeiten etc.)) haben diese Präsenzen einen hohen informellen Wert. Wichtiger ist da die Rolle der Online-Seminare zu sehen (3 pro Semester – über Adobe Connect - Mischung aus Skype und PowerPoint via Internet). Hier wird viel Stoff vermittelt.

Zusammenfassend bin ich sehr zufrieden, da mir das Studium eine perfekte Voraussetzung für meine berufliche Weiterentwicklung bietet.

Ich hoffe, Ihnen einen "kleinen" Überblick verschafft zu haben.

MfG

Andre

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich würde auch zum Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie neigen, sollte ich mich für die SRH entscheiden. Wobei mich, wie gesagt, die Studieninhalte des Euro-FH-Masters irgendwie mehr reizen und ansprechen. Großer Vorteil der SRH wäre jedoch, dass die Präsenzseminare in Heidelberg sind, wo ich innerhalb von 2 Stunden mit dem Zug hinkomme. Nach Hamburg würde ich immer fliegen und das ist natürlich auch eine Geldfrage... Ich bin noch ziemlich hin- und hergerissen, wie man sieht. Ihr Bericht aus erster Hand ist auf jeden Fall sehr hilfreich. Ich werde mich wohl heute Abend mal hinsetzen und die obligatorische Plus-Minus-Liste für beide Fernhochschulen erstellen...

Das Einzige, was mir in Ihrem Bericht etwas Bauchschmerzen bereitet, ist die Tatsache, dass die Master-Thesis im beruflichen Kontext erstellt werden soll. In meinem Job (Lizenzierung externer Fachinformationen für die Nutzung im gesamten Konzern, insb. in F&E-Bereichen) sehe ich da recht wenige Anknüpfungspunkte. Ist das tatsächlich eine Anforderung der SRH oder wird es "nur" empfohlen?

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Hallo Franzinha,

Ich glaube, ich kann Ihre "Bauchschmerzen" reduzieren. Das Schreiben der Masterthesis im beruflichen Kontext ist natürlich nur eine Möglichkeit. Die Professoren bieten z.B. auch an, die Masterthesis im Rahmen Ihrer Forschungsprojekte zu schreiben. Man kann natürlich auch einen eigenen Themenkomplex erstellen. Demnach bietet Ihnen die Hochschule größtmögliche Freiheiten.

Ich wünsche Ihnen ein aufschlussreiches Abwägen, und hoffe natürlich, dass Sie sich für ein Studium an der SRH Fernhochschule Riedlingen entscheiden, welche neben einen nicht-konsekutiven Master of Arts in "Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management" auch einen konsekutiven Master of Science in "Wirtschaftspsychologie & Change Management" anbietet.

Freundliche Grüße

Andre

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Wenn du dich für den Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie interessiert, wäre dann evtl. der gleichnamige Fernstudiengang der Bergischen Uni Wuppertal eine Alternative? Da fallen ca. 3 Präsenzphasen pro Semester an (immer freitags/samstags) im Raum Hagen. Wenn du willst, brauchst du keine Klausuren schreiben sondern kannst alle (Semesterabschluss)Leistungen als Hausarbeiten absolvieren (eine pro Semester), der Rest an Leistungsnachweisen sind dann Einsendeaufgaben.

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Hallo, Goewyn!

Ja, über den Master bei der Uni Wuppertal bin ich auch schon gestolpert. Ich wohne nur leider so ziemlich am anderen Ende Deutschlands. Die Unterstützung meiner Chefin hab ich zwar sicher, was den Master angeht, aber der Gedanke an die langen Anfahrtswege macht mir irgendwie ein wenig Angst. Ich werd mir den Master in Wuppertal aber nochmal genauer ansehen. Danke, dass du ihn mir zurück in Erinnerung gerufen hast, Goewyn!

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