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Morinhou

Fernstudium "Informatik" oder Weiterbildungen im IT-Bereich

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Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, daher hoffe ich dass ich hier auch richtig gelandet bin und mein Thema bzw. meine Frage im richtigen Thread gelandet ist.

Kurz etwas zu mir:

Ich bin 28 Jahre alt wohnhaft in Berlin, habe 2005 meine Ausbildung zum Informatikkaufmann abgeschlossen, wurde anschließend nicht übernommen und habe mich danach entschlossen, mich beruflich anderweitig zu orientieren, da ich damals auch das Gefühl hatte, nicht im richtigen Bereich gelandet zu sein.

Anschließend habe ich mein Fachabitur im Bereich Sozialwesen gemacht und darauffolgend "Soziale Arbeit" studiert. Ich schreibe grade meine Bachelorarbeit und werde in sehr naher Zukunft das Studium abgeschlossen haben, einen Job habe ich auch sehr schnell gefunden. Leider muss ich mir eingestehen, mit meiner Studienwahl einen Fehler begangen zu haben. (Aus welchen vielfältigen Gründen es ein Fehler war, lass ich jetzt einfach mal außen vor) Dies war mir bereits in der Mitte des Studiums mehr oder weniger bewusst, wollte aber (auch um nicht mit gar nichts dazustehen) das Studium nicht mehr abbrechen.

Mir ist auch bewusst, dass ich nicht mehr jünger werde, aber ich bin der Meinung lieber später als nie. Jetzt, nach einigen Jahren, bin ich auch der Meinung dass ich eher weiß was ich vom Leben will und wo ich beruflich Fuß fassen will und bin daher zu dem Entschluss gekommen, unbedingt wieder in den IT-Bereich einzusteigen.

Die Problematik liegt aber auf der Hand:

1. Ich bin 28 Jahre alt

2. Ich habe außer der Ausbildung keinerlei Berufserfahrung

2. Die Ausbildung ist mittlerweile fast 8 Jahre her

Ich gehe davon aus, dass ich die Zugangsvorraussetzungen für ein Fernstudium erfüllen würde, da ich bereits ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Soziale Arbeit) hinter mir habe.

Meine Frage(n) lautet wie folgt:

- Ist es ratsam, ein Informatikstudium in meinem Alter (evtl. werde ich es auch erst mit 29 starten können und nebenher Teilzeit im sozialen Bereich arbeiten) zu beginnen oder ist es eher sinnvoll einige IT-Weiterbildungen (aufbauend auf meine Ausbildung) zu machen und dann zu hoffen, wieder für den Arbeitsmarkt attraktiv zu sein ?

- Wenn ja, dann welche ? Es gibt soviele IT-Weiterbildungen, dass man leicht den Überblick verliert...

- Würden diese Weiterbildungen evtl. vom Arbeitsamt getragen oder kann ich das vergessen, da ich ja bereits in einem Bereich ein Studium hinter mir habe, in dem es unproblematisch ist, einen Job zu bekommen.

Der letzte Punkt wäre übrigens kein Ausschlusskriterium. Wenn mir jemand gute Weiterbildungen empfehlen könnte, womit ich auf den Job-Markt gute Chancen habe, können diese auch ein wenig kostspielig sein, da ich, denke ich, auch ein wenig auf familiäre Unterstützung bauen könnte.

So, das wärs fürs erste. Falls in meinen Ausführungen irgendwas fehlt oder meine Ausführungen in irgendeiner Weise unlogisch sind, sagt bitte Bescheid. Für konstruktive Kritik, Tipps und Entscheidungshilfen jeglicher Art, wäre ich sehr dankbar !!

Mfg und Dank im Voraus

Morinhou

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Ich kenne mich im IT-Bereich nicht aus, vermute aber, dass nicht primär Dein Alter beim Berufseinstieg nach einem weiteren Studium das Problem wäre, sondern die fehlende Praxis.
Doch, der Jugendwahn im IT-Bereich ist schon extrem. In Kombination mit Vorbehalten gegenüber Quereinsteigern. In den 90ern war da noch einiges möglich. Aber die vielen "umgeschulten Bäcker" während des Internetbooms haben ga Akzeptanzgrenzen verschoben. Ich würde auf jeden Fall in den ungeliebten Job einsteigen: 28 Jahre, Bachelor mit Ausbildung, das ist ok. Sonst wird es: 32 Jahre erst A, dann B und schließlich wieder A. So kann man sich den Lebenslauf ruinieren. Ich würde auch versuchen Vollzeit arbeiten, auch wenn man in Wirklichkeit "jobt", um das nächste Studium zu finanzieren. Sieht besser aus, wenn man mit 28 mal richtig tritt fast.

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Erstmal danke für die Antwort.

Zu deiner ersten Frage: Ich glaube, dass ich am Anfang bzw. am Ende meiner Ausbildung vielleicht einfach noch nicht so weit war, wirklich zu erkennen was ich will. Ich denke, dass es damals auch viel mit der allgemeinen Arbeitsatmosphäre zusammenhing, die alles andere als gut war. Besonders im Rückblick kann ich aber sagen, dass mir die Arbeit an sich Freude bereitete.

Die Idee, Sozialarbeit zu studieren, basierte auf meine Erfahrungen während des Zivildienstes, irgendwie ging danach auch alles sehr schnell, muss aber auch sagen, dass ich damals ein völlig falsches (und naives) Bild von der Sozialarbeit hatte und dem System im Allgemeinen. Jetzt habe ich auch einige Jahre Berufserfahrungen auf dem Buckel (durch Praktikas, mehrere Nebenjobs etc.) und kann sagen, dass ich mittlerweile ein gewisses Bild von der Sozialarbeit habe welches nicht gerade positiv ist. Ich will einfach raus aus diesem System, zum Einen wegen meiner Einstellung zu der Arbeit\Arbeitsweise und zum Anderen auch wegen der finanziellen Situation. Wenn man einfach vergleicht, wieviel Geld ich verdiene und wieviel Verantwortung man trägt in Verbindung mit schlechten (und nicht besser bezahlten) Arbeitszeiten, steht dies einfach in keinem Verhältnis...noch dazu sind die Aufstiegschancen gleich Null!

Ich möchte an dieser Stelle aber betonen, dass der finanzielle Aspekt NICHT mein Hauptgrund ist, mich wieder im IT-Bereich anzusiedeln. Ich bin auch nicht so naiv, zu denken, dass ich jetzt 1-2 Weiterbildungen mache und dann ein Bombengehalt bekomme, falls ich auf diesen Weg überhaupt nur eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätte.

Vielleicht auch nochmal was zu meiner damaligen Ausbildung:

Wie gesagt, Ausbildung als Informatikkaufmann in einem größerem Unternhemen (ca. 1500 Rechner)

Zu meinen Aufgaben gehörte die Hard- und Softwarekonfiguration und Pflege, die Einrichtung von Netzwerken und dem allgemeinen Support der User. Man kann auch sagen, dass ich in der Ausbildung der EDV-Assi war, d.h. wenn irgendjemand der knapp 2.000 Mitarbeiter ein Problem mit seinem Rechner hatte, bin ich hingegangen und habe das Problem gelöst (bsp. Drucker funktioniert nicht, kein Zugriff auf Netzlaufwerke, Softwareinstallation, Hardwaretausch, Einüben neuer Mitarbeiter in die Softwarestruktur, telefonische Beratung bei Außendienstarbeitern etc.)

Da ich kein Fachinformatiker war, kam ich mit Programmiersprachen nur in kurzer Form in der Berufsschule in Verbindung, muss auch sagen, dass mir das auch Spaß gemacht hat, es waren aber auch wirklich nur die Basics und jeder Fachinformatiker oder Hobby-Programmierer würde mich mit meinen Kentnissen auslachen..

Deine Idee, dass ich immer genau dann wechseln will wenn es an die praktische Berufstätigkeit geht kann ich nachvollziehen, muss dir aber auch sagen dass dem nicht so ist! Wenn mir jemand (theoretisch) einen Job anbieten würde, indem ich die gleichen Aufgaben hätte, wie in der Ausbildung würde ich sofort zuschlagen, wobei das Problem wohl wieder in der fehlenden Praxis liegt.

Das Interesse im IT-Bereich ist defintiv vorhanden und ich habe auch kein Problem damit, ein großen Teil meiner Freizeit dafür zu opfern. Was mir in den Sinn kommen würde, wären Bereiche der IT-Systemadministration, Netzwerkadministration etc. Möchte aber auch sagen, dass ich auch interessiert wäre, Programmiersprachen zu lernen um bsp. Softwareentwickler zu werden, obwohl bei Letzterem ein Studium wohl besser wäre..

Perfekt wäre es natürlich, ein Fernstudium der Informatik zu beginnen und nach einiger Zeit innerhalb des Studiums, mich innerhalb eines Nebenjobs im IT-Bereich schonmal praktisch weiterzubilden..

Wenn mir aber jemand sagt, dass ich mit einigen Weiterbildungen (bsp. Systemadministration etc.) eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätte, wäre das auch schon etwas. Momentan stellen sich mir aber weitaus mehr Fragen als Antworten

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Was mir in den Sinn kommen würde, wären Bereiche der IT-Systemadministration, Netzwerkadministration etc.
Gerade im Bereich der Systemadministration sind Zertifikate nur das Tüpfelchen auf dem I. Hier ist zunehmend praktische Erfahrung vorausgesetzt. Die Komplexität ist ebenso rasant gestiegen, wie die Kritikalität der Systeme. Da läßt man einen, auch zertifizierten, Newbie nicht ran. Ok. Floorwalker oder Service Desk das geht, aber sorry du bist Bachelor.

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Puh, du befindest dich in der Tat in einer schwierigen Situation. Ich bin Softwareentwickler und kann dir deshalb bzgl. sinnvoller Weiterbildungen im Adminbereich nicht viel sagen. Ich würde es jedoch eher mit einer fundierten Weiterbildung anstatt eines Studiums versuchen. Der CCNA von Cisco ist mir von damals noch ganz gut in Erinnerung geblieben. Die ganzen IT-IHK Weiterbildungen sind sicher auch nicht verkehrt, vor allem nicht so zeitaufwendig wie ein Studim und wahrscheinlich besser auf deine vorhergehende Ausbildung zugeschnitten.

Wichtig ist es vermutlich auch, dass du dir schon während deiner Weiterbildung einen Nebenjob im IT-Bereich suchst. Und wenn es sich nur um einfache Tätigkeiten handelt.

Ein Studium hingegen macht dich nicht zum Softwareentwickler. Du hast zwar in der Regel die Möglichkeit dein Studium individuell auf Bereiche der Softwareentwicklung zuzuschneiden, programmieren wird dir im Studium aber nicht beigebracht. Zumindest nicht in der Form, dass man dich danach auf die Menschheit loslassen könnte ;-)

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Ich würde den Neustart wagen.

A) http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/it-fachkraefte-nerds-sind-mangelware-auf-dem-arbeitsmarkt-a-831872.html

B) ich habe selber mit 28 noch mal studiert (allerdings nicht IT) und habe jetzt eine leitende Position

C) ich arbeite im IT-Bereich und bei uns schert sich niemand um das Alter der Bewerber, nur um die Qualifikation und Motivation etc.

Mich persönlich würde Admin null interessieren, da gibt es meiner Meinung nach echt spannenderes/qualifizierenderes im IT-Bereich, z.B. Software-Entwicklung, aber ich bin der Meinung, wenn man mit Leib und Seele dabei ist und das wirklich machen will, dann vermittelt man das in seinen Bewerbungen und kommt auch unter.

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Also ich würde es an Deiner Stelle wagen.

Ich werde jetzt mit 38 Jahren auch noch einmal anfangen zu studieren an der WBH.

Bin noch am Überlegen ob Informatik oder "Informations- und Wissensmanagment"

Auch kann kann ich nicht den Jugenwahn oder mit Vorbehalten von Quereinsteigern bestätigen.

In unserer Firma schätze ich den Alters Druchschnitt auf Ende 30.

Zur Zeit ist es schwierig zumindest hier in Franken/Bayern Mitarbeiter zu bekommen.

Deswegen würde ich DIr empfehlen gleich in Deinem alten Job zu arbeiten und nebenbei zu Studieren wenn möglich.

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Zur Zeit ist es schwierig zumindest hier in Franken/Bayern Mitarbeiter zu bekommen.
Im gesamten Osten einschließlich Berlin sieht das aber anders aus. Die letzte Gehaltsstudie der iX sieht die aktuellen Gehälter immer noch unter denen von 2005/2006. Ein allgemeiner IT-Fachkräftemangel sieht anders aus! Natürlich kann man später auch noch unterkommen, aber mit Ende 20 sollte mal richtige Berufserfahrung dazukommen. Die ewigen Studenten haben ein Akzeptanzproblem, welches der TO momentan noch abbiegen kann.

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Wie wäre es, wenn Du versucht einen Job zu finden aufgrund Deiner damaligen Ausbildung und wenn Du den dann hast, über eine Weiterbildung zum Beispiel in Form eines berufsbegleitenden Informatik-Studiums (Fernstudium) nachzudenken?

Falls Dich die Sozialbranche nicht völlig abschreckt, würde es vielleicht helfen, Dich in diesem Umfeld zu orientieren, denn da würde es Dir bei Bewerbungen eventuell zu Gute kommen können, dass Du Dich in diesem Bereich mit Gewohnheiten und Strukturen schon auskennst, die sich ja auch in IT-Systemen und den Mitarbeitern wiederspiegelt usw. Solltest Du diesem ganzen System natürlich völlig abgeneigt sein, macht das natürlich keinen Sinn.

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