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Hendriks

Master of Business Administration oder Wirtschaftsinformatik

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Hendriks

Hallo Community,

ich würde gerne mal eure Einschätzung zu diesen beiden Studiengängen hören?

Also ich habe einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik(Uni) und arbeite momentan als Systemintegrator. Die Arbeit als Schnittstelle zwischen Fachbereich und IT macht Spaß.

Jetzt möchte ich neben dem Beruf im Fernstudium meinen Master machen. Dabei ist jetzt die Frage welcher der beiden Studiengänge mir die bessere Perspektive bietet? Mein Ansatz war jetzt zum MBA zu tendieren im Hinblick auf Führungskompetenz und stärker auf den wirtschaftlichen Teil bezogen, weil man das "Handwerk" in der Praxis ganz gut lernt?

Ich hatte mir bei der Fernuni Hagen den Master Wirtschaftsinformatik oder bei der Uni-Kassel den MBA herausgesucht.

Wie würdet ihr das einschätzen? Habt ihr Tipps?

Vielen Dank schon mal.

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philm

Die Frage nach besseren Perspektiven ist zu unscharf. MBA ist ein Studiengang eher für die reine Managerlaufbahn und Informatik, auch die Wirtschaftsinformatik ist doch recht technisch.

Nach beidem gibt es genug Nachfrage (Perspektive) und wenn Du gut bist erst recht. Überlege, ob Du auf Technik zugunsten einer Karriere evtl. verzichten willst, und dann mach den MBA ggf. Eine Garantie für Karriere ist das natürlich nicht. Als Wirtschaftsinformatiker würde ich mal sagen, bist Du bodenständiger mit breiterem Jobangebot, aber mit nicht so viel Gehaltsluft nach oben.

Noch ist man in Deutschland nicht so weit, das technisches Verständnis in (höheren) Führungspositionen anerkannt wird, ich würde sogar sagen, wer sich technisch gut auskennt, bleibt in der Karriere schnell stecken, wer sich nicht durch viel Ahnung unverzichtbar macht, darf weiter aufsteigen.

Speziell im Vertrieb kann man auch auf unteren Ebenen so viel verdienen, wie in sonst kaum Angestelltenjobs. Allerdings mit hohem Verschleiß und wenig Sicherheit.

Ich bin reiner Informatiker, und selbständig. Ich vergleiche mal stärker den "Informatik"-Teil der Wirtschaftinformatik.

Mir sind die meisten Führungsjobs aus Erfahrung mit zu viel Verwaltung und unangenehmen Aufgaben (sinnlose Meetings, etc.) vollgestopft. Gut, CEO einer großen oder sehr innovativen Firma fände ich auch spannend, aber da muss man erstmal hinkommen.

Was man den meisten Ingenieuren oder Technikern in Deutschland zahlt, halte ich für oft wenig, zumal lebenslanges Lernen oft hinzukommt, was zu wenig gezählt wird. Technisch auf der Höhe zu bleiben ist anstrengender, aber macht (mir) mehr Spaß. Ab 50 (ich bin kurz davor) denkt man nochmal drüber nach, als Führungskraft kann man sich das Leben doch auch mal einfacher machen, was nicht heißt, dass es nicht auch seine Tücken hat. Ist halt wie Trainer vs. Spieler, als Spieler kann man seine Tore selber schießen. Aber wer mit Menschen, seien es Mitarbeiter oder Kunden umgehen kann und dafür bezahlt wird, hat in der zweiten Berufshälfte m.E. weniger Streß, als wer noch mit 60J. mit Uni-Abgängern um das Wissen konkurrieren muss, wie man ein iPhone programmiert, o.ä. z.B. Klar, als Systemintegrator liegst Du dazwischen, aber technisch musst Du da auch mithalten.

Als Wirtschaftinformatiker kannst Du Dich leichter selbständig machen, dass ist die Lösung, die ich für mich gefunden habe, mehr Kohle als als Angestellter und trotzdem einen interessanten Job. Als MBA bleibt Dir außer mitschwimmen, um auf der Karriereleiter ggf. hochzusteigen oder alternativ der Vertrieb wenig übrig.

Karriere, Führung (andere leiten, und die Probleme nicht selbst zu lösen) als hauptsächlich mögliches Ziel (MBA) oder die Mögl. auch mit selbstbestimmtes Lösen techn. Herausforderungen zu arbeiten; nimm, was Dir mehr Spaß verspricht oder Deinen Zukunftszielen näher kommt.

Wo meine Präferenzen liegen, ist ja wohl klar geworden :-) Aber ich kann es ja auch begründen. Die ersten Führungsebenen halte ich eben für nicht so spaßig, dann glaube ich wiegen die nicht so schlechte Bezahlung und besseren Möglichkeiten zur Work-Life-Balance (delegier an Andere) doch eher für die Führungsposition auf die Länge des Berufslebens. Aber es gibt halt keine Beförderungsgarantien, es werden auch meist nicht die Besten befördert, nirgendwo. Bei der Karriere geht es um Machtspiele, Seilschaften, Abneigungen, Politik, Emotionen, nicht um die Sache. Als Integrator oder Techniker bist Du Deines Erfolges stärker eigener Schmied, aber mit limitierten Gehaltsaussichten außerhalb der Selbständigkeit m.E.

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