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Jobchancen nach FH Psychologe

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HalliHallo liebe Forumfreunde!

 

Ich beginne gerade meine Studienlaufbahn an der Diploma FH. Im Bachelor "angewandte Psychologie" und im Master "klinische Psychologie".

Leider bin ich vielleicht etwas voreilig in die Sache gestartet, da ich nun erst feststelle wie gering ein FH Psychologe gewertschätzt wird.

Meines Erachtens spiegelt sich das nicht nur in der Psychotherapie wieder (in der man als Master Psychologe einer FH nur in einem Bundesland eine Approbation erhält), sondern auch in der Neuropsychologie (dort kann mir zB niemand bestätigen, ob man Chancen hat nach Studienabschluss zur Zertifizierung zugelassen zu werden).
Sogar in Stellenausschreibungen für Schulpsychologen wird trotz Bologna ein wissenschaftliches Studium (also Universität oder Hochschule; Fachhochschulen zählen als anwendungsorientierte Studiengänge nicht aber als wissenschaftliche Studiengänge) als Voraussetzung erwartet.

 

Da frage ich mich, was man als FH Psychologe überhaupt machen kann.
So wie ich die Situation derzeit (mit viel Recherche) überschauen kann sieht es schlecht aus.

Ich vermute, dass es die bessere Möglichkeit ist das Geld in Studienplatzklagen statt in private FHs zu investieren und Psychologie an einer HS/Uni zu studieren, oder wie seht ihr das? Kennt zufällig jemand einen FH Psychologen, der an einem dem Psychologen würdigen Arbeitsplatz tätig ist? Habt ihr anderweitige Erfahrungen im Bereich der FH Psychologie und mit FH Psychologen gemacht?

 

Danke, und an alle einen schönen Sonntag!!

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Forensiker
Zitat

wie gering ein FH Psychologe gewertschätzt wird

 

An welchen Fakten machst du das fest?

 

vor einer Stunde, Xycopath schrieb:

nur in einem Bundesland eine Approbation erhält

 

Die Approbation gilt bundesweit. Was du meinst, ist der Zugang zur Erwachsenen-PP-Ausbildung. Und da sind es zwei Bundesländer ganz sicher. Andere jeweils mit Einzelfallprüfung. Die Approbationsausbildung für KJP ist bundesweit zugänglich.

 

Zitat

Stellenausschreibungen für Schulpsychologen wird trotz Bologna ein wissenschaftliches Studium

 

 

Alte Satzbausteine, als es noch FH- und Uni-Diplome gab.

Jetzt ist mit "wissenschaftliche" der Master (oder halt noch ein Uni-Diplom) gemeint. Unabhängig von Hochschulform. Mit allem anderen ist der Bachelor (oder halt noch FH-Diplom) gemeint.

 

Zitat

Fachhochschulen zählen als anwendungsorientierte Studiengänge nicht aber als wissenschaftliche Studiengänge) als Voraussetzung erwartet.

 

Nein, der Schwerpunkt ist bei FHs ist anwendungsorientiert. Für eine wissenschaftliche Hochschulkarriere (und deine im anderen Thread angefragte Promotion) sollte man daher besser an der Uni studieren. Möchte man Psychologie anwenden (und später auch Psychotherapie machen), könnte eine FH für den Berufsalltag sogar besser vorbereiten...

 

vor einer Stunde, Xycopath schrieb:

private FHs zu investieren und Psychologie an einer HS/Uni zu studieren

 

FHs sind Hochschulen! (Du solltest dich noch etwas mehr mit der Hochschullandschaft beschäftigen). Btw. nennen sich fast alle FHs nur noch "Hochschule" oder "Hochschule für angewandte Wissenschaften". Selbst die DIPLOMA nennt sich nur noch "DIPLOMA Hochschule".

 

Ein Master in Psychologie (auch von einer FH) ist vollkommen anerkannt. Das zeigt sogar der BDP in seinen Listen.

 

Bearbeitet von Forensiker

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Xycopath
vor 30 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Was wäre denn ein "würdiger Arbeitsplatz" für einen Psychologen? Ihrer Meinung nach!

Gängige Arbeitsplätze für Psychologen. Verkehrspsychologen, Neuropsychologen, Schulpsychologen Berater in Suchtstellen etc.

 

@Forensiker Ausführliche Antwort, dankesehr!

Also, dass es auf dem Papier gleichgestellt ist mag ja sein.
Aber ob das auch so umgesetzt wird ist Meinung nach schon dadurch fragwürdig, eben weil in den Stellenausschreibungen immer noch "wissenschaftliches Studium" gefordert wird.
Klingt für mich nach "FH Psychologen dürfen sich laut Gesetz zwar bewerben, aber wir werden sie definitiv ablehnen, da wir es, Bologna hin oder her einfach nicht als ebenwürdig betrachten. Und das kann uns auch kein Gesetz dieser Welt vorschreiben."

In der Neuropsychologie ist es ebenso deutlich, dass FH Psychologen einfach keinen Stellenwert haben, da mir keiner sagen kann, ob diese überhaupt für ein ZERTIFIKAT zugelassen werden... Gleichstellung Haha... :(

 

Also KJP kann man mit einem reinen FH Master in Psychologie (egal ob mit oder ohne klinische im Master) machen?! Das wusste ich nicht. Aber das wäre ja schon mal schön!

 

Aber was ist mit denjenigen, die nach den 6 Jahren nicht noch mal 3 Jahre in PiA Ausbeute gehen möchten und einen FH Master der Psychologie haben. Gibt es Erfahrungen bei der Jobsuche?
Es ist ja im Bereich der Psychologie noch recht neu mit den FHs. Also geht man in unbekanntes Gebiet und daher wäre es schön wenn jemand dahingehend vielleicht Infos einreichen kann!

 

Danke an alle!

 

LG :)

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Forensiker
vor 14 Minuten, Xycopath schrieb:

Also KJP kann man mit einem reinen FH Master in Psychologie (egal ob mit oder ohne klinische im Master) machen?! Das wusste ich nicht. Aber das wäre ja schon mal schön!

 

Nein, man muss schon einen klinischen Master haben.

 

Gleich auf der (Psychologie) Startseite der DIPLOMA Homepage:

 

Zitat

Gut zu wissen:

Mit Aufnahme des Master-Studiengangs können Sie parallel die Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-in absolvieren.

 

 

Und im weiteren Verlauf:

 

Zitat

Der Masterabschluss der DIPLOMA Hochschule berechtigt zur Aufnahme der Ausbildung zur/zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-in, wenn er auf den Abschluss des DIPLOMA-Studiengangs Angewandte Psychologie [...] aufbaut.

 

vor 14 Minuten, Xycopath schrieb:

Aber ob das auch so umgesetzt wird ist Meinung nach schon dadurch fragwürdig, eben weil in den Stellenausschreibungen immer noch "wissenschaftliches Studium" gefordert wird.

 

Dazu schrieb ich ja schon. Hier ist einfach generell ein Master gemeint. Das hängt einfach mit der Eingruppierung (E9-12 vs. E13) im ö.D. zusammen. Das ist der Tarifvertrags-Text. Bitte lies dich einfach mal ein.

 

vor 14 Minuten, Xycopath schrieb:

n der Neuropsychologie ist es ebenso deutlich, dass FH Psychologen einfach keinen Stellenwert haben, da mir keiner sagen kann, ob diese überhaupt für ein ZERTIFIKAT zugelassen werden... Gleichstellung Haha.

 

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0ahUKEwjw8LWh-t_aAhUQesAKHdeEAAkQFghQMAM&url=http%3A%2F%2Fpsychologenakademie.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2013%2F09%2FWBO-NEUZertifikatKlinPsych.pdf&usg=AOvVaw2AHsiFyA-8dOI4_tDiOScD

 

Seite 4.

 

Bearbeitet von Forensiker

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KanzlerCoaching

Ich denke auch, mit einem Master sieht das anders aus als mit dem Bachelor. Grundsätzlich steht eben den vielen Psychologen ein vergleichsweise beschränkter Arbeitsmarkt zur Verfügung. Es gibt nun mal nicht so viele Stellen wie Studieninteressierte.

 

Und als Folge suchen sich Arbeitgeber natürlich die bestqualifizierten Bewerber aus.

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Forensiker

Die Problematik ist hier einfach, dass es nie ein FH-Diplom in Psychologie gab, was jetzt quasi mit dem Bachelor (=FH-Diplom Äquivalenz) in Psychologie zwangsweise geschaffen wurde. Daher ist es mit Psychologiebachelor (auch Uni) extra schwer, einen entsprechenden Job zu finden, weil es solche Jobs gar nie gab. Mit einem Master ist es wieder wie mit einem Diplom (Uni). Und da ist es ohne Approbation (egal Uni-Diplom, Master von Uni oder FH) auch schwer, einen klinischen Arbeitsplatz zu bekommen.

 

Bei Sozialarbeit z. B. war der Regelabschluss ja Diplom (FH). Daher gibt es hier auch keine Probleme mit dem "Nur-Bachelor".

 

Das sollte man bei der ganzen Sache bedenken. Das betrifft alle Studienrichtungen, wo es vorher kein FH-Diplom gab.

 

Da wundert man sich nicht, wenn sich die Ärzteschaft so gegen das BA+MA-System auflehnt und beim StEx bleiben möchte.

 

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Xycopath
vor 50 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

Ich denke auch, mit einem Master sieht das anders aus als mit dem Bachelor. Grundsätzlich steht eben den vielen Psychologen ein vergleichsweise beschränkter Arbeitsmarkt zur Verfügung. Es gibt nun mal nicht so viele Stellen wie Studieninteressierte.

 

Und als Folge suchen sich Arbeitgeber natürlich die bestqualifizierten Bewerber aus.

 

Genau. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Betrieb einen HS/Uni Absolventen (im Bereich der Psychologie!) bevorzugen wird, selbst wenn der Schnitt 1 ganze Note schlechter sein sollte bei sonst gleicher Eignung.
Aus Prestige, aus Sicherheit an Altbewehrten und vielleicht aus schlechtem Ruf der FHS im Bereich der Psychologie als der verteufelte Bruder... Siehe Psy.ThG

 

 

@Forensiker
 

Zu der Formulierung "wissenschaftliches Studium":
http://www.xn--tvd-k-kua.de/Entgeltordnung-Bund/tveo7.htm

 

Der Text besagt einerseits, dass der Msc zählt.
Andererseits sagt er, dass die Hochschule MINDESTENS eine Hochschulreife bzw einschlägige FH-Reife zur Aufnahme voraussetzen muss. Die Diploma uÄ nehmen auch MSA Absolventen mit Berufserfahrung an, daher kann ich ausgehend von dem Text dazu gar nichts sagen. Vielleicht ist es dir weniger kryptisch, dann bitte ich um Aufklärung.

Des Weiteren konnte ich eine Stellenausschreibung finden, die konkret angab auch FH Psychologen als Schulpsychologen einzustellen, aber nur unter der Voraussetzung, dass das Studium mit mindestens "sehr gut" oder "gut" abgeschlossen worden ist. (Wörtlich genau so in der Ausschreibung). Dh man hat einen klaren Nachteil seinen Uni und HS Konkurrenten gegenüber.
 

Selbiges gilt für Neuropsychologen. Die haben in ihrer Ausschreibung zwar keine Spezifizierung angeben, aber im Telefonat wurde ganz klar deutlich. dass FH Absolventen die Türe nicht genauso offen steht, wie es für Hochschul/Uniabsolventen der Fall ist. Wie gesagt, am Freitag möchte mich die VNN informieren, wie der Ausschuss darüber entschieden hat. Also, ob sie FH Absolventen zulassen möchten oder nicht.

 

Daher auch meine Bedenken und die Suche nach Leuten, die einen Msc über eine FH erhalten haben und auch tatsächlich damit ins Berufsleben gegangen sind und wie deren Erfahrung war.

Kennst du keinen FH Psychologen, der schon im Berufsalltag sitzt?! Denn im Gesetz kann vieles stehen, aber was die einzelnen Institutionen entscheiden ist zum Schluss allein der Hand desjenigen Menschen im Personalwesen überlassen...

 

Lieben Gruß und danke für das Zusammentragen.
Ich hoffe bloß noch auf Erfahrungsberichte, vielleicht findet sich ja noch jemand!

 

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Forensiker
vor 31 Minuten, Xycopath schrieb:

schlechtem Ruf der FHS

 

Woher nimmst du diese Annahme?

 

vor 31 Minuten, Xycopath schrieb:

Die Diploma uÄ nehmen auch MSA Absolventen mit Berufserfahrung

 

Das ist Hochschulgesetz in Hessen und macht auch jede Uni. Und "nur" Berufserfahrung reicht ja nicht. https://www.diploma.de/zulassungsvoraussetzungen

 

vor 31 Minuten, Xycopath schrieb:

FH Absolventen die Türe nicht genauso offen steht, wie es für Hochschul/Uniabsolventen

? Die DIPLOMA (und auch alle anderen staatlich anerkannten und staatlichen FHs) ist eine Hochschule und unterliegt den gleichen Hochschulgesetzen wie eine Uni. Man könnte es auch umgekehrt sagen. Ich verstehe daher nicht, was du mit "Hochschule" meinst? Eine FH ist eine Hochschule.

 

vor 31 Minuten, Xycopath schrieb:

Neuropsychologen

 

Es gibt keine "Neuropsychologen". Alle Fachbezeichungen werden durch Weiterbildungen vergeben.

Meist von Ausbildungsakademien der Berufsverbände. Heißt z. B. "Fachpsychologe für Rechtspsychologie (BDP/DGPs)". Aber der Zugang dazu ist klar geregelt und es wird nur ein MSc. Psychologie verlangt.

 

vor 31 Minuten, Xycopath schrieb:

Kennst du keinen FH Psychologen, der schon im Berufsalltag sitzt?! Denn im Gesetz kann vieles stehen, aber was die einzelnen Institutionen entscheiden ist zum Schluss allein der Hand desjenigen Menschen im Personalwesen überlassen...

 

Ja, ich kenne viele. Habe gar Kollegen in meiner Klinik. Aber hier entscheidet nicht das Personalwesen, sondern der Fachmann/Vorgesetzte aus dem jeweiligen zukünftigen Einsatzgebiet. Und dabei ist es wurscht, ob von FH oder Uni. Es geht um Praktika, Erfahrungen im Berufsfeld usw. Es ist wie überall in allen Jobs!

 

 

 

 

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Xycopath

Warum beantwortest du dann nicht direkt die Frage mit der Antwort "Ja, ich kenne viele FH Psychologen, die bereits in festen psychologischen Berufen stehen" :D Egal...

 

Abgesehen davon, schreibe ich nun nocheinmal, dass mir weder GNP noch VNN (beide zertifizieren zu Neuropsychologen) keine Auskunft erteilt werden konnte, ob sie auch FHS`ler zur Zertifizierung zulassen möchten.
Erfahre ich nachdem der Ausschuss bis Freitag darüber entschieden hat, teile auch gerne das Ergebnis dann hier auch mit.

 

@Forensiker Also deiner Erfahrung nach haben FH Psychologen abgesehen im therapeutischen Bereich (hier siehst du zB den Unterschied zwischen FH Absolventen und Hochschulabsolventen, die einen dürfen nämlich PP werden, die anderen nicht) also keine Probleme bei der Suche nach dem passenden Job gehabt. Wie viele sind das insgesamt gewesen?

 

Lieben Gruß!!

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