Sandy2000

Personalfachkaufmann im Selbststudium?

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich habe mich bei verschiedenen Anbietern über die Weiterbildung zur Personalfachkauffrau informiert.

Meine finanziellen Möglichkeiten sind sehr begrenzt und somit kommen 140€

monatl. für mich nicht in Frage.

Ich hätte zwar Anspruch auf Meisterbafög, habe aber Angst hinterher auf einen Haufen Schulden zu sitzen....ich weiß ja nicht ob ich gleich eine Anstellung in dem Beruf bekomme und ob es mir überhaupt sobald möglich ist

wieder arbeiten gehen zu können mit zwei Kindern.

Daher meine Frage: Theoretisch müsste es doch möglich sein sich im Selbststudium mit entsprechender Literatur auf die Prüfung vorzubereiten,

was meint ihr?

Allerdings lese ich bei den Fernstudienanbietern immer, dass die Präsenzphasen Pflicht seien um an der Prüfung teilnehmen zu können...

Mir scheint nicht ganz klar zu sein warum die alle auf die Präsenzphasen bestehen, wo doch die Zulassungsvorrausetzung für die Prüfung sind:

-Berufsausbildung + 2 Jahre Berufserfahrung in dem entsprechenden Bereich,

was ich erfülle.

Was denkt ihr???

Viele Grüße

Sandy

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Hi Sandy,

Du erfüllst die Zulassungsvoraussetzungen für die PFK? Das ist die einzige Hürde um sich zu einer IHK Prüfung anzumelden. Die ganzen Vorbereitungslehrgänge die von den IHKs und anderen Bildungsträgern angeboten werden sind nicht obligatorisch ... zur Prüfungsanmeldung muss man nur die Voraussetzungen (je nach Prüfung eben Ausbildung, Berufspraxis oder spezifische Berufserfahrung) mitbringen.

Somit ist es natürlich möglich sich auch hier vorzubereiten - allerdings ist das Thema sehr wandelbar, gerade was Normen und Gesetze angeht.

Generell erhält man von der prüfenden IHK jederzeit den Rahmenstoffplan - allerdings halte ich es schon für ein sehr gewagtes Unterfangen ohne die entsprechenden Skripte sich das selbst zu erarbeiten.

Ich selbst habe einen Fachwirt bei der IHK absolviert und hätte nicht gewusst wie ich mir das alles hätte aneignen können ohne entsprechenden Fahrplan (der Fachwirt endete mit 6 Prüfungen in 2 Tagen).

Was die Fernstudiumsanbieter als Präsenz hier verpflichtend anbieten sind Vorbereitungslehrgänge die eben direkt zum Angebot dazugehören - haben aber mit der Anmeldung zur Prüfung nichts zu tun (siehe oben).

Bezüglich Meister Bafög erhältst Du neben dem Darlehen (das 2 Jahre nach der Prüfung erst zurückzuzahlen ist... dann auch erst in den Raten in denen man es erhalten hat) auch eine 30% Förderung - hinzu kommt das die Weiterbildungsgebühren voll als Werbungskosten abgesetzt werden können - somit ergibt sich hier auch eine Ersparnis.

Ist man nicht in der Lage den Kredit sofort abzulösen kann man jederzeit von der KfW einen Tilgungsplan zu günstigen Konditionen vereinbaren (insg. ist der Kredit ja nach der Auszahlungsphase zinsfrei).

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Hallo Chillie!

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Deine Aussage bestätigt dann meine Vermutung, dass es grundsätzlich möglich ist auch ohne an einem Lehrgang teilzunehmen, die Prüfung abzulegen, soweit man die Voraussetzungen erfüllt.

Also, ich habe mir gedacht, ich werde mir erst einmal den Rahmenlehrplan zukommen lassen und dann die Fachliteratur zu diesem Lehrgang durchforsten und schließlich zur Prüfung anmelden.

Wenn das nicht reicht, kann ich die Prüfung 2x wiederholen...allerdings kann ich dann ja immer noch den Lehrgang machen falls es beim ersten Versuch nicht klappt, somit hätte ich mich schon vorbereitet und kann evtl. das Fernstudium verkürzen.

... was mich aber immer noch beschäftigt sind die horenden Kosten für Weiterbildungslehgänge. Außerdem habe ich das Gefühl, das die Lehrgangsinstitute ganz schöne Abzocker sind (ich hoffe ich mache mich jetzt nicht unbeliebt in diesem Forum).

Es wird wirklich in den Beschreibungen so dargestellt, als müsse man unbedingt an den Präsenzveranstaltungen teilnehmen um die Prüfung abzulegen, was gerade wenn man kein finazielles Polster hat eine große zusätzliche Belastung ist- Fahrtkosten- Unterbringung- Kinderbetreuung.

Zudem kann man z.B. bei den niederländischen Fotbildungsangeboten sehen

dass es auch billiger geht, die kosten ca. nur ein viertel der deutschen Lehrgänge. Inwiefern die jedoch von der Qualität vergleichbar sind weiß ich nicht,....vielleicht gibt's ja hier jemanden der Erfahrung hat?

Jedenfalls werde ich zunächt den unkonventionellen Weg wählen, mich auf die

AEVO Prüfung vorbereiten, auch im Alleingang,....habe die Unterlagen eines Fernlehrinstitutes ersteigert .....und wenn das klappt werde ich den PFK auch auf diesen Weg bestreiten.

Viele Grüße

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Hallo Sandy,

also wenn das klappt - Hut ab!!!

Ich hätte da allerdings so meine Bedenken... wie sollten sich dann tausende von Menschen für teures Geld durch jahrelange Fortbildungen mit Abend- oder Wochendpräsenzen quälen?! Die wären ja dann praktisch doof dies zu tun, wenn das so einfach wäre... hätte sich sowas nicht schon längst rumgesprochen, wenn man einfach anhand einiger ersteigerter Fernlehrbriefe, Zusatzliteratur und ggf. alter Prüfungsaufgaben den Abschluss ohne jahrelangen Zeitaufwand und dementsprechend hohe Kosten absolvieren könnte?!

Vor allem würde dies ja dann im Umkehrschluss für so ziemlich alle von der IHK angebotenen Abschlüsse gelten... sprich jeder der einen entsprechenden Beruf erlernt hat und die zur Prüfung notwendige Berufserfahrung mitbringt könnte sich mit einiger Zusatzliteratur auf die Prüfung vorbereiten und dann anmelden... klingt irgendwie nicht nach besonders hohem Anspruch...

ehrlich gesagt kenne ich auch niemanden, der eine anspruchsvolle Fortbildung mit gutem IHK-Abschluss machen wollte, der diesen Weg ernsthaft in Erwägung gezogen hätte...

Zitat Sandy2000: "Wenn das nicht reicht, kann ich die Prüfung 2x wiederholen...allerdings kann ich dann ja immer noch den Lehrgang machen falls es beim ersten Versuch nicht klappt, somit hätte ich mich schon vorbereitet und kann evtl. das Fernstudium verkürzen."

Äh... ich glaube nicht, dass der Fernlehrgangsanbieter ein Selbststudium zu Hause anhand eines ersteigerten Lehrmaterials auf die Lehrgangszeit anrechnet, wenn dann werden ja nur nachweisbare Leistungen angerechnet.

So wie ich das verstanden habe, möchtest du dir den Lehrplan zukommen lassen, danach entsprechende Zusatzliteratur besorgen, und wenn du dann meinst, du wärst bereit für die Prüfung meldest du dich an... und wenn´s dann nicht klappt, auch egal... dann hast du ja noch zwei Versuche, und weißt wenigstens schonmal was so ungefähr drankommt und worauf du dich für den zweiten Versuch vorbereiten mußt - ist das in etwa so?

Wäre auch noch interessant welchen Zeitrahmen du dir für die Vorbereitung bis zur Prüfung gesetzt hast?

Zu den Präsenzphasen... diese dienen der Wiederholung und Vertiefung des Stoffs, zur Klärung eventueller Fragen und der spezifischen Prüfungsvorbereitung. Ob man als Normalsterblicher auch ohne diese zusätzlichen Infos auskommt entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Gruß Katja

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Hallo,

hier geht´s zur Verordnung über diese Fortbildung, welche die zu prüfenden Inhalts kurz darstellt:

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/docroot/r2/blobs/pdf/recht/r_01840.pdf

Einschlägige Fachliteratur zur Prüfungsvorbereitung gibt es bei Amazon.de

Ich wünsche Dir viel Erfolg im Selbststudium. Nach meiner Ansicht ist das mit viel Fachliteratur, gute Themenvorbereitung, alten Abschlussprüfung und rund 1 bis 1,5 Jahre Vorbereitungszeit auch im Selbststudium schaffbar.

Aber nicht vergessen, nach der beigefügten Verordnung ist der Ausbilderschein auch Prüfungsvoraussetzung. Siehe § 2 Abs. 2!

Ob der Fernstudienanbieter eine Verkürzung beim Nichtbestehern anbietet ist sicher fraglich. Fakt bleibt aber, dass zurvor bestandene Prüfungsteile von Dir in einer weiteren Prüfungsteilnahme vor der IHK nicht wiederholt werden müssen. Siehe § 7 Abs. 2!

Viel Erfolg!


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo,

@Katja:

Also einfach stelle ich mir das Selbststudium jetzt auch nicht vor und mein zeitlicher Rahmenplan beläuft sich auch auf ca 2 Jahre, muss ich dann mal anhand der Literatur abschätzen.

Bei meiner Recherche bin ich auf die aww-brandenburg gestoßen, die auch

Studienhefte aus dem Personalbereich anbietet für ca 10 € das Heft. Da lasse ich mir mal eins zukommen und schaue ob die zum Einstieg geeignet sind.

Du schreibst, dass es nicht nach einem besonders hohen Anspruch klingt, wenn man sich also ohne Lehrgang auf die IHK Prüfungen vorbereiten könnte.

Das sehe ich nicht so, denn es wird ja eine bestimmte Leistung gefordert, die eben nicht ohne entsprechendes Wissen erbracht werden kann.

Ich habe aber nach meiner Ausbildung im Personalbereich gearbeitet, dies ist ja auch die Vorraussetzung um zur Prüfung zugelassen zu werden. Die wichtigsten Kenntnisse aus dem Arbeitsrecht sind mir noch geläufig, ich müsste mich dort allerdings auf den neuesten Stand bringen.

Aber im Grunde müsste es möglich sein sich das Wissen selbst anzueignen, sonst bestünde ja eine "Schulpflicht" um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Sollte ich dennoch einen Fernlehrgang erwägen, könnte ich doch laut Anbieter die Studienzeit meinem Lerntempo anpassen. Ich weiß, dass ich das ganze Lehrmaterial beziehen/bezahlen müsste aber sie könnten mir es in einem kürzeren Zeitraum zusenden.

@Holger Schwarz:

Vielen Dank für die motivierenden Worte!

An den Ausbilderschein habe ich gedacht, der steht als erstes an.

Es ist gut zu wissen, dass bestandene Prüfungsteile nicht wiederholt werden müssen.

Viele Grüße

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@Holger Schwarz:

Vielen Dank für die motivierenden Worte!

An den Ausbilderschein habe ich gedacht, der steht als erstes an.

Es ist gut zu wissen, dass bestandene Prüfungsteile nicht wiederholt werden müssen.

Viele Grüße

... ich helfe doch gerne... ;)


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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