Markus Jung

Interview mit der PFH in Göttingen (Prof. Sierke, Prof. Mörstedt)

27 Beiträge in diesem Thema

Am 13. Oktober 2009 war ich auf Einladung der PFH an der Hochschule in Göttingen und habe ein gut einstündiges Interview mit dem Präsidenten der PFH, Herrn Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke sowie der Leiterin des Fernstudien-Bereichs, Frau Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt geführt.

Hier eine Übersicht über die behandelten Themen:

  • Vorstellung der PFH
  • Fernstudienkonzept
  • Durchlässigkeit/Anerkennung von Vorleistungen
  • Wechsel zwischen Präsenz- und Fernstudium
  • Besonderheiten des BWL-Fernstudiums an der PFH (Schwerpunkte)
  • Neuerungen im Bachelor-Fernstudiengang
  • Die drei Master-Fernstudiengänge
  • - Master für Wirtschafts-Bachelor
  • - Master für Wirtschafts-Diplom (verkürzt)
  • - MBA für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler
  • Strategische Bedeutung des Fernstudiums für die PFH
  • Reaktion auf die bei Fernstudium-Infos.de geäußerten Kritikpunkte
  • Betreuungsstrukturen im Fernstudium
  • Personalanbau
  • Qualitätsziele
  • Bevorzugung telefonischer Anfragen
  • Ansprechpartner bei Problemen
  • Grenzen der Betreuung
  • Abbrecherquote und Gründe für den Abbruch
  • Planungen für einen Ingenieur-Fernstudiengang
  • Ausbau der Internet-Plattform
  • E-Learning Konzept der PFH
  • Inhalte der freiwilligen Präsenzveranstaltungen
  • Kostenlose Zusatzangebote
  • Tchibo-Aktion
  • Der Claim "Premium for high potentials"
  • CHE-Ranking der Fernstudiengänge
  • Karrierebeispiele von Fernstudium-Alumnis
  • Ausbau des Netzes an Fernstudienzentren
  • Qualität der Studienbriefe
  • Warum an der PFH fernstudieren?

Abschließend noch ein Foto von der Interview-Situation:

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bearbeitet von Markus Jung

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Markus Jung: Herr Professor Sierke, bitte stellen Sie zunächst die PFH vor.

Prof. Dr. Sierke: Die PFH Private University ist eine Privathochschule, die 1994 gegründet wurde. 1995 haben wir mit dem Studienbetrieb als Präsenzhochschule in den Bereichen Ökonomie, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik angefangen,.

Nachdem die Hochschule in der Öffentlichkeit bekannter wurde, haben wir dann eine strategische Entwicklung vollzogen, indem wir 2005 eine ingenieurwissenschaftliche Fakultät gegründet haben. Darüber hinaus haben wir die Erfahrung als Präsenzhochschule in einem Fernstudiengang „Betriebswirtschaftslehre“ verankert, mit dem wir im 2005 gestartet sind.

Die Hochschule ist als Präsenzhochschule stark aufgestellt mit vielen Unternehmenskontakten, wie man zum Beispiel an unserem Kuratorium erkennen kann. Dort sind namhafte, international tätige Unternehmen vertreten, die mit daran arbeiten, dass wir praxisorientiert ausbilden. Und dieses Know-how haben wir auf den Fernstudiengang übertragen. Ich glaube, das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt. Durch die Präsenzstudiengänge haben wir hauptberufliche Lehrende, also Professoren, die eigene Professoren der Hochschule sind. Das ist bei reinen Fernhochschulen oftmals nicht der Fall. Diese bedienen sich oftmals Hochschullehrer anderer Institutionen.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.


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Markus Jung: Ich möchte nun auf die Qualitätsziele der Hochschule zu sprechen kommen. In welcher Zeit können die Studierenden mit einer Antwort auf eine Anfrage an die PFH rechnen?

Prof. Dr. Mörstedt: Wenn die Anfragen telefonisch gestellt werden, dann antworten wir innerhalb von 48 Stunden. Ganz wichtig, diese Regel gilt nicht für Anfragen per Mail, sondern nur für Anrufe bei der Hotline oder unter der normalen Rufnummer der Hochschule. Und hier haben wir unser Ziel bis auf zwei Ausnahmen auch immer eingehalten.

Markus Jung: Welches Zeitziel gilt dann für Anfragen, die per E-Mail gestellt werden?

Prof. Dr. Mörstedt: Hier antworten wir innerhalb von drei Tagen.

Prof. Dr. Sierke: Dabei ist es uns wichtig, dass die Studierenden auch bei Fragen per E-Mail ihre Telefonnummer mit angeben. Denn viele Fragen lassen sich viel schneller per Telefon beantworten, als wenn man sich hinsetzten und per E-Mail eine Antwort geben muss.

Markus Jung: Wie ist die Erreichbarkeit in den Abendstunden geregelt, in denen die berufstätigen Studierenden sich ja oft um ihr Fernstudium kümmern?

Prof. Dr. Sierke: Wir haben bewusst keine Abendsprechzeiten von Professoren. Das könnte man ja machen, indem man sagt, von montags bis mittwochs haben die und die Professoren von 20 Uhr bis 22 Uhr Sprechzeiten, und von Donnerstag bis Freitag andere. Ich glaube, wir sind gut beraten, das Konzept der offenen Türen an der Hochschule, das wir im Präsenzbereich praktizieren, auch auf das Fernstudium zu übertragen. Die Präsenzstudierenden können auch zu jeder Tageszeit zu den Professoren gehen und quasi ins Zimmer reinkommen und sofort ihre Frage loswerden. Diese Idee haben wir auch auf das Fernstudium übertragen, dass eigentlich jeder jederzeit ansprechbar ist.

Nun muss man ganz klar sagen, wenn mich dann jemand um 20 Uhr abends erreichen will, dann kann es natürlich durchaus sein, dass ich eben um 20 Uhr nochmal einen anderen Termin habe, und dann bin ich leider in dem Fall nicht erreichbar. Ich bemühe mich dann aber, sehr schnell den Studierenden zurückzurufen. Das hat natürlich zur Konsequenz, dass dann der Studierende, gerade wenn er da um 20 Uhr nun gerade über einem Problem sitzt, nicht immer unmittelbar seine Frage loswerden kann.

Markus Jung: Wenn Studierende Probleme haben einen Kontakt herzustellen. An wen können sie sich dann wenden?

Prof. Dr. Mörstedt: Es gibt eine ganz klare Regel. Meine Handynummer steht für alle Fernstudierenden zugänglich im Intranet. Und wenn einer ein Problem hat, kann er jederzeit diese Handynummer oder die Hotline-Nummer anrufen. Die Hotline endet um 20 Uhr, meine Bereitschaft endet nicht. Wir haben schon Telefonate abends um 23 Uhr entgegen genommen, das ist kein Problem, das können die Studierenden gerne tun.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.


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Hallo

Solche telefonischen Bereitschaftszeiten "23.00+ Uhr" finde ich schon recht beeindruckend. Bei uns liefe dann, ehrlich gesagt, eher der AB... ;)

Aber um solche Zeit telefonieren unsere Teilnehmer eh nicht mehr - wenigstens nicht mit uns... ;)

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Ich denke, das werden auch Ausnahmefälle sein, dass jemand um eine solche Zeit anruft. Also ich persönlich finde es bei aller Flexibilität auch schon als etwas unverschämt, um diese Zeit noch anzurufen. Wäre ich wirklich in der Situation, dass ich nur zu so späten Zeiten lernen könnte und einen Rat benötige, würde ich zumindest vorher zu normalen Zeiten bzw. per Mail abklären, ob denn ausnahmsweise auch ein Telefonat zu dieser Zeit möglich ist.


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Markus Jung:

Prof. Dr. Mörstedt: Es gibt eine ganz klare Regel. Meine Handynummer steht für alle Fernstudierenden zugänglich im Intranet. Und wenn einer ein Problem hat, kann er jederzeit diese Handynummer oder die Hotline-Nummer anrufen. Die Hotline endet um 20 Uhr, meine Bereitschaft endet nicht. Wir haben schon Telefonate abends um 23 Uhr entgegen genommen, das ist kein Problem, das können die Studierenden gerne tun.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.

Ui, also das ist ja sehr nett, aber ich würde das nie von einem Professor erwarten, dass er auch um 23 Uhr noch erreichbar ist... Ich würde einen Professor auch nie um 23 Uhr stören wollen, das Meiste hat dann doch Zeit bis um 8 Uhr am nächsten Morgen ;)

LG Steffi


BWL an der PFH 2007-2010 - Dipl.-Betriebswirtin (FH)

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....das ist wirklich super nett und wir hoffentlich nicht ausgenutzt.....

Ansich sollte die Eigenorganisation so sein, dass das nicht notwendig ist....

Gruß

Lernfix

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Markus Jung: Einige Studierende bemängeln, dass die Studienbriefe viele Fehler enthalten würden, sowohl Rechtschreibfehler und Tippfehler als zum Teil auch Rechenfehler. Andere kommen mit dem Aufbau nicht gut zurecht. Was tun Sie, um die Qualität der Studienbriefe zu optimieren und wie gehen Sie hier mit dem Feedback der Studierenden um?

Prof. Dr. Mörstedt: Konkretes Feedback der Studierenden wird immer mit aufgenommen. Die Studierenden sind hier sehr fleißig. Wenn jemand einen Fehler findet, teilt er uns den mit, und das wird innerhalb von einer Stunde korrigiert und neu ins Netz gestellt. Also, wenn eine Summenformel nicht stimmt oder wenn in einem Rechenweg ein Fehler ist, ist das gar kein Thema. Wenn natürlich manche Leute, und das sind wenige, mit der Struktur nicht klar kommen und dann anrufen und sagen: "Die Fernlehrbriefe sind schlecht!" und ich dann frage: "Was ist denn schlecht?" und ich dann keine Antwort kriege, außer "sie sind schlecht", dann kann ich nicht handeln. Also, es muss schon eine fundierte Kritik sein, an der wir arbeiten können. Wir überarbeiten die Fernlehrbriefe kontinuierlich. Fehleranmerkungen werden eingearbeitet, und dann ist es für uns auch sehr wichtig, kontinuierlich Veränderungen bei den gesetzlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. So haben wir etwa die Studienbriefe zur Wirtschaftsprüfung/Konzernrechnungslegung innerhalb von einem Jahr zwei Mal überarbeiten lassen.

Für unsere Fernlehrbriefe sind die Professoren verantwortlich, Prof. Sierke hat schon angedeutet, das sind erfahrene theorie-geleitete Praktiker. Und da ist jeder Fernlehrbrief durch die Hand des Professoren gegangen, die werden gemeinsam mit einem Professor erstellt, zum Teil schreiben diese sie auch komplett selber, zum Teil gibt es Mitarbeiter, die zuarbeiten. Wenn ein Professor den Fernlehrbrief inhaltlich und didaktisch freigegeben hat, geht er durch ein Lektorat, dessen Rückmeldungen dann eingearbeitet werden. Und dann geht es noch mal zum Professor und erste dann werden die Studienhefte freigegeben. Das ist das Verfahren, das sich bewährt hat.

Dieser Beitrag ist Teil eines Interviews mit der PFH, das ich für Fernstudium-Infos.de am 13.10.2009 in Göttingen geführt habe.


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Hallo

Dieses Verfahren ist wirklich sehr aufwändig und engagiert. Was mir aber so ein bisschen fehlt, ist ein "Zwischengang" vor der veröffentlichung: Wir bemühen deshalb bei "unseren" Lehrbriefen immer einen "Beta-Leser" , der aus der späteren Zielgruppe des Lehrgangs entstammt.

Dieser Beta-Leser ist dabei allerdings so ausgewählt, dass er seine Kritik und sein Feedack auch in klare Worte fassen kann, so dass man echte Anhaltspunkte hat, was man denn am Text und seinem Aufbau noch verbessern kann.

Mit diesem Vorgehen fahren wir bislang recht gut.

Noch ein Nachtrag: Ich glaube, wir als Anbieter subakademischer Fern-Weiterbildungen haben es auch etwas leichter: Wir müssen ja (anders als "echte" Fernstudienanbieter) jeden Kurs durch die ZFU bringen. Wenn man denn doch mal einen inhaltlichen oder didaktischen "Bock geschossen" haben sollte, dann wird das spätestens (!) bei der Zertifizierung durch die ZFU auffallen, so dass dann der externe Gutachter einem schnell klar macht, dass man doch noch ein wenig am Text feilen oder etwaige Fehler beheben muss.

Viele Grüße

bearbeitet von Fernstudienakademie
Nachtrag

Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Hallo Anne,

Testleser einzubeziehen finde ich einen sehr wichtigen Punkt, gerade um die Verständlichkeit der Inhalte sicherzustellen. Was nutzt es, wenn fachlich alles korrekt ist, aber die Fernstudenten mit den Erklärungen nichts anfangen können. Und gerade das ist ja ein Punkt, der auch häufig bemängelt wird.

Was die ZFU-Zulassung angeht, ist diese durchaus auch für akademische Fernstudiengänge notwendig, sofern diese privatrechtlich organisiert sind. Daher haben selbstverständlich auch die Studienangebote der PFH eine ZFU-Zulassung. Hier zum Beispiel die Infoseite für den Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft:

http://www.zfu.de/lehrgang.php?ZulNr=139909

Viele Grüße

Markus


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