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Markus Jung

Interview mit der PFH in Göttingen (Prof. Sierke, Prof. Mörstedt)

Empfohlene Beiträge

Ich werde mich mal erkundigen, wie das bei längeren Kursen gehandhabt wird. Ich sitze da ja durchaus auch an der Quelle. (Dann erfährt mein geschriebener Lehrbrief wohl noch mal eine genauere Prüfung, neben dem üblichen Lektorat :))

Ich weiß, dass auch die durch meinen Arbeitgeber eingereichten Lehrbriefe sehr genau überprüft worden und eine ziemlich umfangreiche "Kritik" erfahren haben.

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Siehst Du denn, falls das wirklich so sein sollte, dass die ZFU bei längeren Kursen eher stichprobenartig kontrolliert, nicht auch die Anbieter in der Pflicht, verstärkt selbst in Sachen Qualitätssicherung tätig zu werden?

Sicherlich ist es wünschenswert, dass die Anbieter gute und möglichst fehlerfreie Studienbriefe anbieten. Gerade die Regelung, die ihr mit den Test-Lesern praktiziert, halte ich da neben einem Lektorat für sinnvoll.

Dennoch denke ich, dass es kaum gelingen wird, "perfekte" Ergebnisse zu präsentieren. Ich kann mich an die erste Auflage unseres Buchs erinnern, das ja nun wirklich durch einige Augen ging und dennoch hatten sich ein paar Fehler eingeschlichen.

Da finde ich es dann wichtig, dass diese schnell korrigiert werden und dies den Studierenden auch kommuniziert wird, und zwar unaufgefordert. Sollte es wirklich so sein, dass Studierende erst auf Nachfrage mitgeteilt bekommen, dass in einem Studienheft ein schon bekannter Fehler vorhanden ist, ist das sicherlich ärgerlich.

Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass die Diskussion hier ja jetzt eher allgemeiner Art ist - auch zu anderen Anbietern als der PFH hört man immer wieder mal, dass die Studierenden mit einzelnen Heften nicht zufrieden sind.

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Hi Markus

Klar, absolute Fehlerfreihheit geht nicht - Menschen sind halt keine Roboter... ;)

Aber es ist schon wirklich blöd, wenn Rechenwege falsch sind oder man eine Aufgabe wegen eines Tippfehlers kaum begreifen kann.

Da helfen Testleseraugen oder aber eben eine sehr sorgfältige Prüfung durch einen Gutachter schon dabei, dass solche Sachen nicht allzu häufig passieren...

Viele Grüße

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Um zu beurteilen zu können, wie das ist mit Fehlern in Studienbriefen, müsste man pro Anbieter ja wissen

- wie häufig Fehler vorkommen

- um welche Art von Fehlern es sich handelt

- und ob und wer die Studienbriefe lekoriert.

Es ist schon für mich ein Unterschied, ob in einem Buch ein Schreibfehler ist oder ob dort etwas sachlich Falsches steht. Bei Formeln etc. muss man dann natürlich doppelt höllisch aufpassen.

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Als Aktualisierung zum Interview vom 13. Oktober 2009 hat Prof. Sierke, Präsident der PFH, in diesem Jahr auf schriftlichem Wege einige weitere Fragen beantwortet.

Seit dem Interview sind ja einige Monate vergangen, in denen die PFH nicht untätig war. Prof. Sierke, was hat sich didaktisch in der letzten Zeit am PFH-Fernstudium verändert?

Einerseits ist uns die ständige noch weitere Erhöhung der Qualität der Angebote ein Hauptanliegen. Dabei nehmen wir insbesondere auch die Rückmeldungen unserer Studierenden sehr ernst.

Zum anderen haben wir bei der Weiterentwicklung der Studiengänge insbesondere die Integration der Online-Anteile unseres Blended Learning Konzeptes voran getrieben. Die Fernlehrbriefe sind immer noch zentraler Baustein des PFH-Fernstudiums, allerdings werden sie effektiv ergänzt durch die Online-Tutorials, Teleteaching, Videovorlesungen, Audiodateien und Hörbücher der Fernlehrbriefe oder Dozenten-Chats. Und die Studierenden nehmen das an, das zeigt uns die Resonanz auf die Starts dieser Elemente.

Die PFH wächst gegenwärtig weiter. Wie wirkt sich das auf den Status der Fernstudiengänge im Fächerkanon der Hochschule aus?

Mit der Einrichtung des neuen Campus Berlin mit jeweils einem Management-Bachelor- und einem Management-Masterstudium und mit der Erweiterung des Campus-Studienangebotes Health Care Technology in Göttingen mit dem Bachelorstudiengang Orthobionik und den Masterprogrammen Medizinische Orthobionik und Sports-/Reha-Engineering festigen wir unsere Position als Hochschule mit innovativen praxisnahen Angeboten.

Durch diese Erweiterung der Studienmöglichkeiten bauen wir auch insbesondere im BWL-Bereich unser Professorenteam weiter aus. Und das kommt den Fernstudierenden wiederum unmittelbar zugute. Einer der oben genannten Vorteile für unsere Studierenden, die Betreuung der Fernstudierenden durch hauptberuflich lehrende Professoren, wird dadurch gestärkt. Damit sind wir bundesweit bei den Lehrenden in der Spitze zu finden, zumal andere Länder zulassen, dass die Lehre im Fernstudium eben nicht von hauptberuflich Lehrenden durchgeführt werden darf, was sich unserer Meinung negativ auf die Qualität auswirken muss.

Bundesweit sind die Studienabschlüsse nun ja grundsätzlich auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt worden – auch an der PFH. Trotzdem gibt es Länder, in denen Hochschulen weiterhin einen Studienbeginn von Diplomstudiengängen ermöglichen. Wie stehen Sie dazu?

Wir selbst haben so lange wie möglich den Einstieg in das Diplom ermöglicht, gleichzeitig aber dafür gesorgt, dass die Umstellung auf das neue System ohne Qualitätsverlust gelingt. Nun ist der Zug abgefahren und wir winken ihm auch nicht mehr hinterher. Allmählich dringt das Bachelor- und Mastersystem auch in die Köpfe der Personaler und Unternehmer vor. Es gibt auch kein zurück. Wer jetzt noch auf einen Diplomstudiengang setzt, muss wissen, dass er unter Umständen die Chance versäumt, mit einem modernen Abschluss in gleicher akademischer Qualität seinen Karriereweg voran zu treiben. Eine andere Frage ist, warum Länder es zulassen, dass europaweit beschlossene Umstellungen nicht zu den vertraglich vereinbarten Terminen umgesetzt werden. Gerade im Bildungsbereich ist es meines Erachtens unverantwortlich, Studierenden weiterhin ein ausgedientes System anzutragen. Fest steht, dass ein Diplomstudiengang heute laut Vorgaben des Wissenschaftsrates gar nicht mehr akkreditierungsfähig ist. Wir folgen somit den eindeutigen gesetzlichen Vorgaben unseres zuständigen Wissenschaftsministeriums als auch den Vorgaben des Wissenschaftsrates und halten es für sehr bedenklich, dass andere Hochschulen dieses nicht tun.

Bearbeitet von Markus Jung

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Vor dem Hintergrund, dass die PFH noch jede Menge Studierende im Diplomstudiengang hat, hätte ich eine etwas vorsichtigere Formulierung der Antwort auf die letzte Frage erwartet...

Grundsätzlich hat Prof. Sierke natürlich Recht - die Praxis einiger Hochschulen, weiter Einschreibungen in Diplomstudiengänge zu ermöglichen, halte ich ebenfalls für falsch, da hierdurch die Bologna-Reform an sich in Frage gestellt wird. Dennoch wird jemand m. E. nicht dadurch in seiner Karriere behindert, dass er einen Dipl.-Abschluss statt eines Bachelors/Masters hat...

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