sscherma

Kosten für Fernstudium komplett absetzbar?

31 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

es klingt für mich zu schön um war zu sein, deshalb wollte ich hier noch mal nachfragen.

Wenn jetzt mein Fernstudium so 250-300€ Monatlich kostet, sagen wir 300. Währen das im Jahr 3600 + Fahrtkosten(nur für Prüfungen) + Bücher währen es nicht über 4000 € Jährlich. Ich weiß dass ich per Steuererklärung über Sonderkosten 4000€ absetzen kann.

Bedeutet das, das die Schulung für mich quasi kostenlos ist? Ich habe bestimmt was übersehen oder vergessen oder schlicht falsch verstanden.

Ich bitte um Aufklärung

Gruß

ich

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Hi du,

du kannst max deine bezahlte Lohnsteuer absetzen. Also nur wenn du 4000 oder mehr einzahlst könntest du es vom finanzamt wieder holen.

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Falsch verstanden, da hast Du dich zu früh gefreut. Deine Sonderausgaben/Werbungskosten reduzieren Dein steuerpflichtiges Einkommen. Du bekommst irgendwas im Bereich 25-30% des von Dir aufgewendeten Gesamtbetrages(Gebühren der Fort-/Weiterbildung, Bücher usw.) zurück, vorausgesetzt dass Dein Finzantonkel die Sache anerkennt (also nix mit dem Selbstfindungskurs mit Yoga auf der Südseeinsel).

bearbeitet von hotknife

„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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Nun, gefreut habe ich mich nicht, da ich stark vermutete das es so nicht sein kann.

Danke euch für die Aufklärung.

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Es könnte Dich vielleicht interessieren, dass die Aufwendungen für ein Studium, das nach einer Berufsausbildung aufgenommen wird, auch als Werbungskosten abgesetzt werden können. Siehe diesen Artikel in der Welt.

LG, Inés


"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."

 

 

Larry Lorenzoni

 

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aber daraus lese ich das es nicht nur 25-30% sind die man absetzen kann, sondern VOLL......

oder hab ich nen drehwurm am kopf im moment?

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Voll absetzbar bedeutet nicht, dass du die vollen Kosten zurückerstattet bekommst sondern lediglich, dass du sämtliche Kosten ansetzen kannst um damit dein zu versteuerndes Einkommen zu reduzieren.

Die "Ersparnis" bewegt sich stets am Grenzsteuersatz deines zu versteuerndes vor dem Abzug der Kosten.

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Nein, Du bist Opfer des Gehirnwurmes geworden.

Es ist zwischen Werbungskosten u. Sonderausgaben zu unterscheiden.

Die Sonderausgaben kannst Du mit max. € 4000 Jahr auf Dein zu versteuerndes Einkommen anrechnen lassen.

Werbungskosten sind unbegrenzt anrechenbar.

Nachfolgend ein Beispiel:

Dein zu versteuerndes Bruttojahreseinkommen ist 2010 € 50.000,00. Darauf hast Du direkt bei Deiner Gehaltsabrechnung die Lohnsteuer abgeführt, nehmen wir an € 15.000,00.

Jetzt absolvierst Du eine Fortbildung/Weiterbildung, nehmen wir an ein Hochschulstudium im Fernunterricht. Kostet Dich im Jahr € 6000.00 (Gebühr, Bücher, anteilige Fahrtkosten € 0,30/km usw.)

Als Werbungskosten reduziert sich Dein zu versteuerndes Einkommen auf € 44.000,00 pro Jahr (unbegrenzt, da Werbungskosten). Du kannst natürlich nicht mehr absetzten als Du an Steuern zu zahlen hast. Soll heißen, der Student, der nicht nebenher arbeitet kann natürlich nicht sein 2. Fernstudium im Abendkurs in Anrechnung bringen.

Als Sonderausgaben reduziert sich Dein zu versteuerndes Einkommen auf € 46.000,00 pro Jahr, da ja € 4.000 Höchstbetrag als Sonderausgaben.

Da Du die Lohnsteuer von dem hohen Betrag, alos ohne die Fortbildung bereits monatlich abgeführt hast, bekommst Du folglich Geld vom Staat zurück, da Dein zu versteuerndes Einkommen ja in Wirklichkeit bedingt durch Deine Fortbildung geringer war.

Die Finanzexperten mögen mir meine stark vereinfachte Darstellung nachsehen.

Gruss


„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter

oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen,

als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft

und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

(Martin Luther King)

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Einfach und auf das wesentliche begrenzt. Somit habe ich es offiziell auch kappiert.

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