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Marcello27

Lohnt sich ein (FH-) Master nach dem (Uni-)Diplom?

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Hallo zusammen,

wie der Titel verrät beschäftige ich mich seit längerem mit dem Thema weiterbildender Master.

Vorab ein paar grundlegende Informationen:

Nach meinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium bin ich nun seit einem guten Jahr in der IT-Beratung tätig. Das erste Jahr diente mir vorab dazu, einen Einblick in die Tätigkeit des IT-Beraters zu erhalten. Leider musste ich feststellen, dass die Tätigkeit des IT-Beraters doch sehr technisch ausgelegt ist. An dieser Stelle fehlen mir grundlegende Kenntnisse. Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, ob ich mir diese technischen Grundkenntnisse noch einmal aneignen möchte. Nach recht kurzer Überlegung konnte ich diese Frage jedoch verneinen, da mich die technische Zusammenhänge und das was „hinter“ dem Bildschirm abläuft einfach nicht interessiert. Dennoch halte ich die IT-Branche für ein interessantes und zukunftsfähiges „Fleckchen“.

Nach einem Gespräch mit meinem Vorgesetzten haben wir uns beide dafür ausgesprochen meine Leistungen in einem anderem Bereich einzusetzen. Nun beschäftige ich mich ausgiebig mit vertrieblichen Themen die sich viel eher mit meinem Interessenschwerpunkt decken, da ich in dieser Position einfach mehr mit Menschen zu tun habe und nicht nur einsam vor dem Bildschirm „versauere“. Diese Erkenntnis hat mich nun dazu geführt, unter Umständen noch einmal den Schritt eines Fernstudiums zu wagen. Ich würde mir gerne weiterbildende Kenntnisse im Bereich der (Wirtschafts-)Psychologie aneignen. Nicht nur, dass mich die Psychologie immer irgendwie interessiert hat – also ganz banal ausgesprochen: Was läuft da im Gegenüber ab? (Mir ist bewusst, dass der beste Psychologe der Welt diese Art der Frage nicht beatnworten kann, Sie dient viel mehr als eigene Motivationsmaxime) Ich glaube einfach das ich das Studium auch verwenden könnte um meine vertrieblichen Tätigkeiten, dazu gehören Kundenakquise, Vertragsabschlüsse, Beratung, Schulungen, Erstellung von Marketingkampagnen etc. sinnvoll nutzen könnte.

Die Frage die mich von meinem Vorhaben dennoch abhält sind natürlich u.a. die Kosten des Studiums, der hohe Lernaufwand aber vor allem die Frage: Bringt mich der Master wirklich noch ein Stück weiter nach meinem bereits universitären Diplom-Abschluss (natürlich auch finanziell)? Des Weiteren wäre dies ein FH-Master. Und ich kann nicht einschätzen, wie dies auf dem Arbeitsmarkt betrachtet wird. Persönlich ist mir das universitäre Studium zum großen Teil leider zu theoretisch ausgelegt gewesen und nun sympathisiere ich mit einer eher praktischen Hochschulausbildung.

Ich würde mich über einige Meinungen sehr freuen.

Gruß

Bearbeitet von Marcello27

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Auch ich mache derzeit den akademische Rückschritt zum Bachelor. Bei mir (Fernstudienbeginn mit Mitte 40) wird sich das Ganze finanziell nicht mehr rechnen, ich denke dies gilt für fast alle Zweitstudiengänge. Wenn man die Zeit und Energie, die man in ein weiteres Studium steckt, innerhalb der Firma oder in einen Stellenwechsel investiert rechnet sich das viel schneller. Gerade in jungen Jahren.

Neben dem finanziellen Aspekt werden aber zunehmend andere Dinge interessant (persönliches Interesse, Ausbruch aus der beruflichen Normalität="neue Herausforderung", Veränderung der beruflichen Anforderungen).

Nach erst einem Jahr Berufstätigkeit, mit dem anstehenden Wechsel in Richtung Vertrieb würde ich noch(!) kein weiteres Studium beginnen.

Bearbeitet von wasserfall

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Ich sehe kein Problem dabei, nach einem Uni-Diplom einen FH-Master dranzuhängen, besonders da du ja in der beruflichen Praxis bleiben und dir genau dafür zusätzliche Kenntnisse aneignen möchtest. Wenn, dann fände ich einen Bachelor nach Diplom problematisch, aber auch das sehe ich eigentlich nicht (mehr) so, vorausgesetzt es geht um ein neues Fachgebiet.

Ob dir das Studium jetzt rein rechnerisch noch was bringt, vermag ich nicht zu sagen. Wenn es dir "nur" darum geht, dein Vertriebstalent weiter zu entwickeln, gibt es sicherlich Alternativen (zum Beispiel Seminare), die vielleicht sogar mehr bringen. Denn in einem Studium - auch wenn es Wirtschaftspsychologie und nicht reine Psychologie wäre - hast du immer auch viel mit Methoden, wissenschaftlichen Grundlagen usw. zu tun, die nicht unmittelbar für die Praxis im Vertrieb nützlich sind.

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Vielen Dank für die raschen Antworten.

Sicherlich gibt es die Möglichkeit meine Kenntnisse im vertrieblichen Bereich durch weitere Seminare zu vertiefen. Vielleicht ist dieser Ansatz sogar der Sinnvollere. Ich kann auch nachvollziehen, dass es nach einem ersten Studium und dem direkten Berufseinstieg sinnvoll ist, sich Zeit zu lassen um eine berufliche Orientierung zu finden. Die Gegenfrage die sich jedoch stellt: Wie lange soll ich warten? (Stichwort: Konflikt mit privaten Zielen)

Seminare vermitteln mir das praktische Know-How. Ein zusätzliches Studium jedoch vermittelt mir grundlegende theoretische Kenntnisse bei dem ich das praktische dann sogar in Frage stellen kann.

Jede bevorstehende Klausur habe ich während des Studiums verflucht. Jetzt fehlen Sie mir. Es mag ein wenig naiv klingen, aber man hatte doch das Gefühl immer ein Stück weiter zu kommen mit dem Bestehen einer Prüfung. Genau dieser Punkt fehlt mir ein Stück im Berufsleben. Aus finanzieller Hinsicht bin ich nicht darauf angewiesen ein weiteres Studium (vor allem in Teilzeit) zu absolvieren. Aber es reizt mich. Alleine schon deswegen, weil ich damit ein Stück "weiterkomme". Auf eine bereits angebotene Promotion habe ich keine Lust, da mich das Forschen nicht interessiert. Und weitere 4-5 Jahre an einer Forschungsarbeit neben der regulären Tätigkeit zu sitzen, so ohne vorläufige "Struktur" und "Fahrplan" ist mir zu anstrengend.

In meinem Umfeld höre ich doch zunehmend, dass sich ein weiteres Studium nur bei einem nachträglichen absichtlichen Jobwechsel (schneller) amortisiert. Auch hier wären Erfahrungsberichte, die kaum zu finden sind von Vorteil.

Für mich ist es auch ein Reiz nocheinmal die Theorie zu pauken. Und gleichzeitig zu wissen, dass es mit dem Erlernten und den Lernabfragen doch immer ein Stück weitergeht. Zudem ist der Lerngegenstand "die Psychologie" für mich von besonderer Bedeutung. Die Frage, die ich mir persönlich (noch) immer stelle ist die, ob ich die volle Zeit/Kraft in meine jetztige berufliche Tätigkeit investiere oder ob ein Teil davon in ein Fernstudium übergehen soll mit der Einschränkung meiner aktuellen Tätigkeit nicht die volle Aufmerksamkeit schenken zu können. Beides gleichzeitig wird nicht funktionieren.

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Nach deinem ersten Beitrag hatte ich den Eindruck, dass es dir schon sehr um den beruflichen Nutzen eines weiteren Studiums geht. Darauf bezieht sich auch meine Antwort oben.

Dein zweiter Beitrag erscheint mir eher so, als würde dich schon das Lernen als solches besonders reizen und zur Zeit fehlen. Und der berufliche Nutzen wäre dann eher ein willkommener Nebeneffekt. Das würde dann schon eher für ein Studium sprechen. Wäre vielleicht auch die FernUni Hagen etwas? Dort könntest du allerdings nicht direkt den Master machen, sondern müsstest mit dem Bachelor anfangen. Immerhin würde dir dein Erststudium in einem Modul angerechnet. Vorteil wären die geringeren Kosten, so dass du mit recht geringem Risiko ausprobieren könntest, ob das Thema etwas für dich ist. Und du könntest auch mit voller Aufmerksamkeit beim Job bleiben und das Studium eher als (wenn auch aufwändiges) Hobby betreiben.

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Generell geht es doch um den Wissenserwerb, woher das Wissen kommt wie man oder andere den Weg von einer Uni zu einer FH werten mag ist doch völlig zweitrangig...für mich wäre das Angebot/Inhalt wichtiger

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