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kaleido

Erster Jobwechsel, Ängste und Bedenken

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kaleido

Hallo zusammen,

ich befinde mich aktuell in der Situation, dass ich seit 7 Jahren bei meinem aktuellen Arbeitgeber bin, der erste richtige Job nach dem Studium sozusagen. Im Grunde bin ich hier auch recht zufrieden, ich kann eigenständig arbeiten, habe ein interessantes Aufgabengebiet, nette Kollegen und kann meine Arbeitszeit dank Gleitzeit sehr flexibel gestalten. Nach 7 Jahren habe ich mir natürlich auch schon ein gewisses Ansehen erarbeitet.

Trotzdem habe ich immer mal wieder den Arbeitsmarkt studiert und bin dabei auf eine Stelle gestoßen die mich sehr angesprochen hat. Es wäre eine andere Branche aber von den Aufgaben her vergleichbar mit meinen aktuellen. Zudem wäre es eine kleine Führungsposition die ich in diesem Sinne zwar nie angestrebt habe aber mir durchaus zutrauen würde.

Nach eine sehr positiven ersten Gespräch wurde ich jetzt zu einem zweiten Gespräch eingeladen und stelle mir nun die Frage, ob ich den entscheidenden Schritt im Falle einer Zusage tatsächlich wagen würde. Im Grunde steht die Sicherheit und Verlässlichkeit der aktuellen Position den Entwicklungsmöglichkeiten und neuen Perspektiven der möglicherweise neuen Stelle gegenüber. Als Außenstehende würde ich wahrscheinlich immer zur neuen Stelle raten, aber wenn ich selbst betroffen bin sieht das irgendwie anders aus ;)

Ich habe Respekt davor wieder eine Probezeit zu überstehen, mich neu einzuarbeiten und überhaupt davor wieder die Neue zu sein. Das Thema Familienplanung steht bei mir aktuell noch nicht an, ist mit Anfang 30 aber auch nicht mehr allzu weit entfernt. Da stellt sich mir natürlich auch die Frage, ob es nicht besser wäre meine alte Stelle zu behalten als bei der neuen eventuell nach 2 Jahren schwanger zu werden.

War von Euch eventuell schon mal jemand in einer ähnlichen Situation, habt ihr Anregungen oder Erfahrungen?

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csab8362

Natürlich ist das immer deine eigene Entscheidung.

Gibt es in deiner derzeitigen Firma vielleicht die Möglichkeit in einen für dich attraktiveren Bereich zu wechseln?

Ist das Gehalt in Firma 2 besser?

Wenn Familienplanung im Raum steht würde ich persönlich eher bei der sicheren Variante bleiben, aber das kommt immer auf die Gesamtsituation an.


Praktische Psychologie NHAD

Bildungswissenschaft Fernuni Hagen

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Esme

Ich bin bei sowas auch eher "bequem" und hätte aus eigenem Antrieb nicht gewechselt. Allerdings wusste ich schon länger, dass meine Stelle weg fällt und ich mir (intern) was neues suchen muss. Das heißt, dass ich zwar auch all diese Bedenken hatte, mir aber sowieso nichts anderes übrig blieb ^^

Am Ende hätte ich sogar auf meiner alten Stelle bleiben können, aber ich wollte unbedingt etwas neues machen. Eben genau das, was vorher die Bedenken waren: neue Aufgaben, neue Leute, neue Umgebung ... all das wollte ich plötzlich unbedingt!

Und bisher bereue ich es nicht. Mir macht meine Arbeit wieder viel mehr Spaß, ich bin wieder wirklich gefordert und finde es toll. Vorher habe ich meine Energie überwiegend für das Studium genutzt, jetzt -blöd gesagt- mache ich wieder was für mein Geld ;)

Allerdings ging es bei mir um einen internen Wechsel, also keine Probezeit. Das wäre bei dir ja anders.

Familienplanung wäre für mich übrigens kein Argument, wenn du nicht schon nächstes Jahr anfangen wolltest bzw. große Karriere im Kopf hättest.

Ob du jetzt bei deinem alten AG oder bei deinem neuen eine Weile auffällst, was ist der Unterschied? In beiden Fällen müssen sie deine Abwesenheit kompensieren.


Informations- und Wissensmanagement (B.Sc.), WBH, Okt'12 - Mrz'16.

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Emmma

Von der möglichen Familienplanung würde ich jetzt erstmal nichts abhängig machen, bis dahin fließt noch viel Wasser den Bach runter. Nicht jeder wird auf Knopfdruck schwanger, manchmal dauert es sehr lange. Auch kann es eine Trennung geben, dein Partner könnte sich beruflich so verändern, dass ein Kind vielleicht auch erst in drei oder vier Jahren in den Lebensplan passt oder andere Umstände lassen einen den Kinderwunsch verschieben.

Hast du denn vor irgendetwas Angst? Davor, dass dein potentieller Arbeitgeber verärgert wäre, wenn du nach zwei Jahren schwanger werden würdest? Dann lass dir nur gesagt sein, dass Firmen normalerweise auch keine Gewissensbisse haben, wenn sie dich auf deiner Position nicht mehr brauchen. ;)

Wie sieht es denn finanziell aus im derzeitigen Job? Bei mir und in meinem Umfeld ist das nämlich in der Regel der wichtigste Grund, warum man den Betrieb wechselt. Nicht selten wird man ja nach Studium oder Ausbildung erstmal an der kurzen Leine gehalten und hat kaum eine andere Alternative als einen Jobwechsel, um eine angemessene Bezahlung zu erreichen.

Grundsätzlich wird es meiner Meinung nach mit dem Wechseln immer schwerer, je älter du wirst. Wenn du nun die Kinderplanung sozusagen in der alten Firma abschließen möchtest, bist du wahrscheinlich um die 40, wenn du dir das nächste Mal Gedanken um einen Wechsel machen kannst. Eventuell bist du dann zeitlich und örtlich weniger flexibel, kostest einen potentiellen Arbeitgeber mehr Geld und wirst ein paar "Lücken" durch Elternzeit und Mutterschutz im Lebenslauf haben. Im direkten Vergleich bist du jetzt in einer sehr viel besseren Verhandlungsposition.

Allerdings sagst du selbst, dass dir Karriere nicht so wichtig sei und du derzeit ein gutes Arbeitsumfeld hast. Meiner Erfahrung nach ist das nicht selbstverständlich und Geld bzw. Aufgabengebiete sind eben nicht alles.

Ich persönlich würde wohl dazu tendieren, den neuen Schritt trotzdem zu wagen - sofern die Atmosphäre in der neuen Firma passt. Wenn nicht jetzt, wann dann? :)

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gelöscht

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KanzlerCoaching

Genau das Thema habe ich erst kürzlich im Blog gehandelt. Es gibt im Text keinen ultimativen Tipp - falls Sie den erwarten sollten. Aber vielleicht ein paar Gedanken, die Ihnen Anregungen zum Weiterdenken geben?

https://www.salesjob.de/vertriebsinfo/magazin/blogs/kanzlerin/eine-neue-liebe-ist-wie-ein-neues-leben/

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Markus Jung

Ich denke, zum Schluss ist es ein Stück weit auch eine Bauchentscheidung und du weißt zu Beginn des neuen Jobs nicht genau, was da auf dich zu kommt. Den Vergleich mit dem Beginn einer Beziehung aus dem Blogbeitrag von Frau Kanzler finde ich da passend.

Wenn das zu dir passt, könntest du auch nochmal versuchen systematisch daran zu gehen und dir Tabellen zu machen:

- Was gefällt dir in deinem aktuellen Job?

- Was stört dich in deinem aktuellen Job?

- Was wäre im neuen Job vermutlich besser?

- Was wäre im neuen Job schlechter?

- Was bliebe gleich?

Gerade auf den neuen Job sind das natürlich vor allem Mutmaßungen, außer bei den harten Fakten wie Gehalt.

Und dann das alles mal auf dich wirken lassen, drüber schlafen. Und neben dem Abzählen der Vor- und Nachteile auch schauen, wie das auf dich wirkt.

Du kannst dir auch für beide Firmen/Jobs ein Blatt Papier erstellen mit einigen wichtigen Punkten. Und dann stellst du dich mal zu dem einen Blatt und mal zu dem anderen Blatt und schaust, wie sich das für dich anfühlt, wenn du dich da rein denkst und fühlst.

Wenn du erst in zwei Jahren und nicht in den nächsten Jahren schwanger werden möchtest, würde ich es davon nicht abhängig machen.

Ich habe Respekt davor wieder eine Probezeit zu überstehen, mich neu einzuarbeiten und überhaupt davor wieder die Neue zu sein

Das verstehe ich. Allerdings ist dieser Zeitraum ja begrenzt. Die Probezeit ist irgendwann rum, du bist eingearbeitet und auch nicht mehr die "Neue" - spätestens dann nicht mehr, wenn eine noch Neuere kommt.


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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