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cailleach_oidhche

Jobangebot - geringe Bezahlung

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cailleach_oidhche

Hallo zusammen,

 

ich habe im Februar mein Fernstudium abgeschossen (Bachelor) und suche seitdem, nach der Trennung von meinem Lebensgefährten eine neue Arbeitsstelle. Ich muss bis Ende August aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und habe derzeit eine Teilzeitstelle (~ 52%). Diese Woche habe ich ein Angebot bekommen. Die Stelle würde mich fachlich interessieren ABER mein Stundenlohn würde sich (Urlaubs- und Weihnachtsgeld eingerechnet) um etwa 17 % verschlechtern. Zusätzlich hätte ich weniger Urlaub. Ein Umzug in eine teurere Gegend (von Niedersachsen ins Ruhrgebiet) wäre zudem auch noch erforderlich. Meine Teilzeitstelle habe ich bis Ende Juli 2018 sicher, die neue Stelle wäre unbefristet.

Ich bin mit den Konditionen sehr unglücklich, habe aber auch etwas Bauchweh das Angebot auszuschlagen aus Sorge nichts anderes zu finden.

 

Hat Jemand einen Tipp zur Entscheidungsfindung?

 

Viele Grüße

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polli_on_the_go

Vielleicht als Ruhrpottler. Ja das Ruhrgebiet ist stellenweise teuerer. ABER durch den relativ guten ÖPNV und viele Firmen die auch das Firmenticket anbieten kann man gut auch in günstigen Randgebieten, wie Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dorsten, oder auch in der anderen Richtung Herne usw wohnen. Diese Städte haben vielleicht erst mal nicht das beste Image, aber das trügt manchmal auch. Selbst der Dortmunder Norden hat schöne Ecken.

 

Natürlich musst du es dir gut durchkalkulieren. Kannst du beim Gehalt ggf. nachverhandeln, dass du bei gleicher Arbeitszeit ggf. auf die gleiche Gehaltsposition kommst, da ich das ja so verstehe, dass dir die Stelle angeboten wurde. Wie sind die Entwicklungsmöglichkeiten?  Was würde langfristig für oder Gegen die Stelle sprechen und was kurzfristig? Wenn ich fragen darf, was war die Studienrichtung, vielleicht bietet Niedersachsen ja auch noch Möglichkeiten und in einem Jahr lässt sich ja noch viel finden. Ich denke die Angst davor nichts anderes zu finden zugleich aber Bauchweh zu haben ist nicht der Beste Grund eine zunächst sicherer Stelle aufzugeben und sich ggf. noch weitere Berufserfahrung anzueignen in dem Betrieb und immer weiter auf dem Look nach was anderem zu sein um dann da zuzuschlagen, wo es wirklich passt. 


Präventions- und Gesundheitsmanagement (B.A.)  - APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt." (Gotthold Ephraim Lessing)

 

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cailleach_oidhche

Erstmal danke für die Antwort.

ÖPNV käme für mich nicht in Frage. Meine Familie wohnt weiter weg auf dem Land und diese könnte ich ohne Auto nicht erreichen. Das heißt ein Auto ist ein Muss für mich. Ein Jobticket wird vom Unternehmen auch nicht getragen oder bezuschusst.

Die Wohnungsmiete (Warm, exl. Strom, Heizung) dürfte bei dem angebotenen Gehalt €450 (mit Strom und Heizung €500) nicht übersteigen.

 

Ich habe mich auf die Stelle beworben und mir wurde ein Gehalt angeboten das sich nach der Probezeit nochmal um €1000 Brutto pro Jahr erhöhen würde. Entwicklungsmöglichkeiten gäbe es innerhalb von 5-10 Jahren. Da würde ich dann wohl wieder auf meinen alten Stundenlohn kommen. Nachverhandeln wird sich schwierig gestalten. Um auf den gleichen Stundenlohn zu kommen wäre ein plus von etwas €6000 jährlich nötig. Das niedrige Gehalt wurde damit begründet, dass ich mit den im Unternehmen verwendeten Methoden noch nicht gearbeitet habe und eingearbeitet werden müsste.

 

Gegen die Stelle sprechen ganz klar das Gehalt, mit dem ich sehr unzufrieden bin und auch ein wenig der Arbeitsort (ich würde ungern in einer Großstadt leben. Derzeit pendel ich von einer Kleinstadt (20.000 Einwohner in die nächstgrößere Stadt zur Arbeit).

Für die Stelle sprechen der Aufgabenbereich und das die Stelle unbefristet ist.

 

Mein beruflicher Hintergrund: Ich arbeite als Chemielaborantin und habe einen Bachelor-Abschluss in Biomedizin.

 

 

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polli_on_the_go

Gute mit Chemie hast du hier ja wirklich gute Möglichkeiten im Ruhrgebiet gerade in Marl (Evonik) und Kleinstadt neben Dorsten beide Günstig in Miete. Oder man hat Gladbeck zusätzlich mit BP und Aral und noch viele weitere mit Bayer etc.

Es ist nicht selten, dass Menschen hier ein Auto haben es für Arbeitswege nicht nutzen, da es einfach viel Teuerer ist und meist auch noch länger dauert. 

Wir sprechen also von ca. 500 Euro pro Monat. Die Argumentation ist erst einmal nachvollziehbar gibt dir aber doch auch die Argumentationsgrundlage ggf. nachzuverhandeln, dass nach Einarbeitung und Probezeit eine Erhöhung vertraglich festgehalten werden könnte. 

 

ICh kann das mit der Großstadt gut verstehen. Ich bin vom Niederrhein, vom Dorf und auch ich würde in keine der größeren Städte ziehen (nach derzeitigem Standpunkt). Ich wohne in einem wunderschönen ländlichen Langebiet, die hier fast alle gute Verkehrsanbindungen haben. Was ich sagen will ist, dass es möglich ist das Thema ich muss in einer Großstadt wohnen weitestgehend hinten an zu stellen, weil es gerade, wenn man günstiger Wohnen möchte nicht notwendig ist. Auch ist der Mietpreis durchaus realistisch und auch hier machbar, wenn man nicht in Düsseldorf wohnen möchte oder Essen Stadtzentrum ;).

 

Wesentlich wichtiger ist aber wohl die Frage, ob es wirklich das ist was du machen willst? Ob es das ist wo du dich die nächste Zeit siehst. Es ist sicherlich schwer zu sagen, das nehme ich nicht, aber auf der anderen Seite, wie wahrscheinlich ist es dass du langfristig bei dem Unternehmen bleibst, wenn es jetzt schon Bauchweh verursacht wegen dem Standort, dem Gehalt usw. 

 

Was spräche dagegen weiterzusuchen? Und was dafür jetzt Sack und Pack zu nehmen und ins Ruhrgebiet zu gehen.

 


Präventions- und Gesundheitsmanagement (B.A.)  - APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt." (Gotthold Ephraim Lessing)

 

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anjaro
vor einer Stunde, polli_on_the_go schrieb:

Vielleicht als Ruhrpottler. Ja das Ruhrgebiet ist stellenweise teuerer. ABER durch den relativ guten ÖPNV und viele Firmen die auch das Firmenticket anbieten kann man gut auch in günstigen Randgebieten, wie Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dorsten, oder auch in der anderen Richtung Herne usw wohnen.

 

Wobei der ÖPVN auch nur bedigt gut ist. Ich habe in Dorsten, Marl und Essen gearbeitet und bin immer mit den öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb dieser Städte gefahren. In der Regel war ich zwischen den Städten 1 Stunde bis 1,75 Stunden unterwegs.


Päd. Forschung (M.Ed. / 2016)

Pädagogik (M.A. / 2017)

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cailleach_oidhche

Also konkret geht es um €29.000 Bruttogehalt pro Jahr. Nach der Probezeit (6 Monate) würde es auf €30.000 steigen bei einer 40h-Woche. Das wäre vertraglich so festgelegt. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind bereits eingerechnet.

Zum Vergleich derzeit bekomme ich bei meiner Halbtagstelle ein Bruttojahresgehalt von €18.200 bei einer 20,85h-Woche.

 

Ich habe mich bereits nach Wohnungen umgesehen. Leider liegt vieles in meiner Preisklasse in Plattenbausiedlungen, an Hauptverkehrsstraßen oder es wird ein Wohnberechtigungsschein verlangt.

 

Was dagegen spräche die Stelle abzulehnen. Ich muss aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und mit einer Teilzeitstelle ist der Lebensunterhalt natürlich auch nur sehr schwer zu bestreiten. Im Moment ist es für mich eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.

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ExReWe87
vor 37 Minuten, cailleach_oidhche schrieb:

Also konkret geht es um €29.000 Bruttogehalt pro Jahr. Nach der Probezeit (6 Monate) würde es auf €30.000 steigen bei einer 40h-Woche. Das wäre vertraglich so festgelegt. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind bereits eingerechnet.

 

Mach es nicht. Das Aufgabengebiet mag zwar gut sein, aber das Gehalt entspricht dem nicht. Ich hab ein paar Bekannte aus der Branche, die nicht so ein geringes Gehalt haben. Von denen geht kaum einer unter 50.000,.- nach Hause. Wenn noch ein wenig Zeit hast, dann versuche es bei den großen Chemiekonzernen hier in NRW. Bleib bei dem Teilzeitjob und nutze die Freizeit um eine entsprechende Stelle zu suchen.

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polli_on_the_go
vor einer Stunde, anjaro schrieb:

 

Wobei der ÖPVN auch nur bedigt gut ist. Ich habe in Dorsten, Marl und Essen gearbeitet und bin immer mit den öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb dieser Städte gefahren. In der Regel war ich zwischen den Städten 1 Stunde bis 1,75 Stunden unterwegs.

Okay ich korrigiere, wenn man von Dorsten nach Dortmund, Essen Süd und Mühlheim möchte, um um spätestens 7 auf der Arbeit zu sein, dann ist man mit dem ÖPNV schneller ;). In der Pflege habe ich viele Stunden auf der 224 verbracht. 

 

Viellleicht empfinde ich es auch nur als Luxus ich komme aus Pfalzdorf. Luftlinie nächste Bushaltestelle 3,5 km :D und sagen wir mal nicht gerade oft. Es liegt aber sicher auch dran, wo man arbeitet. Z.B. ist Herten nur 15km gewesen mit dem bus 2,5 Stunden. Also ja auch das gibt es ;)

 

Und zu dem Gehalt. Dafür würde ich den Wechsel nicht machen. Ich habe eine Bekannte, die ohne Studium in der Branche bereits bei 40 000 liegt. Egal, was dir erklärt wird, das ist es nicht wert. Hier gibt es andere Firmen, die in dem Bereich auch suchen und eigentlich wesentlich vernünftiger in der Bezahlung sind angefangen wie gesagt bei Evonik über Bayer, dann zwar weiter weg aber ein guter Arbeitgeber die ehemalige Uniquema in Emmerich (wo selbst ein Kaufmann in Anfangsposition mehr verdient) über BP, Brenntag etc. Verkaufe dich nicht unter wer. Und ja die Wohnungssuche kann frustrierend sein, wenn man bestimmte dinge nicht möchte. Aber es gibt hier wirklich kleine Randstädte, die wenn du weißt, wo du hinmöchtest manchmal genau so gut sind aufgrund der günstigen Verkehrsanbindung, wie die Großstadt und du nicht zwangsläufig länger brauchst. Ich denke da hier in meiner Gegend einfach mal an Haltern, Schermbeck, Rhade, Wesel, Kirchhellen (wobei eher teuer). Aber es gibt noch mehr. 

 

Es ist eine schwere Entscheidung. Aber vor dem Hintergrund und angesichts der Branche hier und wie die Bezahlung eigentlich in dieser Region ist würde ich es nicht machen.


Präventions- und Gesundheitsmanagement (B.A.)  - APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft

"Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt." (Gotthold Ephraim Lessing)

 

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Matthias2021

Ich kann nichts speziell zu Deinem Tätigkeitsfeld sagen aber zur Branche. Wir haben mehrere Kunden in der Chemiebranche, die bekanntermaßen einen sehr guten Tarifvertrag hat. Bereits unsere Anlagenfahrer, alles Betriebsschlosser oder Mechatroniker mit Ausbildung, haben in den Chemiebetrieben einen Stundengrundlohn von 16,50 € zzgl. vieler Zulagen und Zuschläge. Das macht ohne diese sowie ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld fast 35.000 T€ Grundlohn p.a..

 

Meine Empfehlung ist dennoch, wenn Dir das Aufgabengebiet zusagt und Du damit in einem von Dir angestrebten Bereich Berufserfahrung sammeln kannst, nimm diese Stelle an. Versuche noch etwas zu verhandeln, vielleicht gibt es ja auch ein paar Benefits im Unternehmen. Zeig was Du kannst und beweis was Du für dieses Unternehmen Wert sein könntest. Bring Dich damit in eine gute Verhandlungsposition für ein Jahresgespräch. Dann zieht das Einarbeitungsargument nicht mehr und Du hast möglicherweise alle Trümpfe in der Hand. Sollte sich dann Gehaltstechnisch nichts verändern lassen, kannst Du aus dieser Stelle heraus immer noch etwas Neues suchen. 


B.Eng. - Wirtschaftsingenieurwesen an der IUBH (10 von 180 CP)

„Imagination is more important than Knowledge“ (Einstein)

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