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Belgiova

Baby + Fernstudium

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich plane, spätestens zum SoSe ein Fernstudium aufzunehmen, evtl. auch schon zum WS dieses Jahres.

Ich habe ein kleines Kind (gerade 1 Jahr alt).

Wir wollen unsere Familie am liebsten vergrößern. Meine Frage ist: Hat jemand Erfahrungen damit, mit einem Kleinkind plus Baby ein Fernstudium anzufangen/zu absolvieren?

Was sind eure Erfahrungen? Ist es "einfacher", erst die Familiengründung zu beenden (damit man die Kleinkinderphase hinter sich hat), und sich dann erst einem Fernstudium widmen?

Oder ist es machbar, während des Studiums ein Baby zu bekommen? Also, das bestimmt, aber ich kann mir schwer vorstellen, als stillende Doppelmutter, die alle 2 -3 h in der Nacht geweckt wird,für das Studium leistungsfähig genug zu sein.

Leider werden wir voraussichtl. erst Anfang nächstes Jahres eine Tagesmutter für unser Kind bekommen (es sei denn wir finanzieren diese komlett selbst, aber dann können wir uns nichts mehr zu essen kaufen).

Momentan lerne ich eine Sprache und frische über einen Brückenkurs meine Mathekenntnisse auf. Mit einem Kleinkind ist das noch machbar, aber wenn noch ein Baby da ist, braucht das größere Kind in den Ruhezeiten des Babys volle Aufmerksamkeit. Und als "frische" Mutter, braucht man ja Zeit und Kraft, um sich von den Strapazen einer Geburt zu erholen, der Körper muss sich erholen und man braucht Kraft und Ruhe, um stillen zu können.

Ich habe in einigen alten Erfahrungsberichten gestöbert, sie scheinen mir alle von Männern geschrieben zu sein. Auch die Väter sind in einem sehr hohen Maße belastet/verantwortlich, aber das Stillen und die damit verbundenen nächtlichen Wachzeiten hat in jedem Fall ja die Mutter.

Mein Mann unterstützt mich, wo er kann, also Hilfe habe ich ich durch ihn in der Versorgung der Kinder, Haushalt,....

Allerdings haben wir hier keine weitere Unterstützung, also keine Großeltern, Tanten, Onkels o.ä, die unterstützen könnten.

Mich interessiert: Was sind eure Erfahrungen?

-Lieber erst Famile, und das Studium ggf. noch ein Jahr nach hinten verschieben? Für diesen Fall sitze ich auf heißen Kohlen und will endlich loslegen. Jünger werde ich ja auch nicht.... Wenn die Kinderbetreuung (Tagesmutter/Kita) dann wenigsten stundenweise im Kasten ist, ist es wahrscheinlich einfacher für alle Beteiligten, aber die Zeit läuft ja auch bis dahin einfach weiter

-Anfangen, und ggf. das Studium unterbrechen, wenn sich zeigt, dass die Belastungen zu groß werden? Bei der Version stelle ich mir das "Wieder-Reinkommen" ins Studium schwierig vor.

Viele Grüße, Belgiova

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Ich kann dir zwar keinen Erfahrungsbericht zu diesem Punkt liefern, aber den Hinweis, dass man

im Studium oft die Möglichkeit hat, ein Urlaubssemester einzulegen. Bei der AKAD z.B. geht das.

Da solltest du bei der Fernuni Hagen einfach mal nachfragen oder vielleicht weiß da ja jemand anderes

hier Bescheid.

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Hallo Belgiova,

meiner Meinung nach hast Du Dir doch für Dich selbst schon die Antwort gegeben, dass es Dir mit zwei Kindern kaum machbar erscheint.

Wenn Du es aber doch versuchen möchtest, dann kannst Du es aber dennoch probieren - und gerade an der FernUni Hagen auch recht risikofrei. Wenn Du ein Modul bemerkst und das nicht in einem Semester fertig bekommst, kannst Du es im nächsten Semester als Wiederholer erneut belegen und zahlst nur den Studierendenschaftsbeitrag. Und dann und wann hast Du vielleicht ja doch mal etwas Ruhe und es tut Dir gut, etwas für Dich zu tun und Dich auch mal mit etwas Anderem zu beschäftigen, als nur mit Kindern. Denn oft ist es ja so, dass sich bei Sozialkontakten auch alles um die Kleinen dreht.

Was für einen Studiengang planst Du denn in Hagen?

Viele Grüße

Markus

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Ich hätte es mit Neugeborenem und Kleinkind nicht geschafft, ein Studium anzufangen. Es gab einfach zu wenig Zeiten, in denen ich in Ruhe hätte lernen können. Abends wäre für mich illusorisch gewesen, latenter Schlafmangel hat mich begleitet, obwohl meine Kinder vergleichsweise gut geschlafen haben.

Es ist aber so, dass meine Kinder es schlecht akzeptiert haben, wenn ich am Tisch sass und las/lernte. Das war für sie gleichbedeutend mit nichtstun, also konnten sie meine Aufmerksamkeit einfordern. Wenn ich "tätig" war, war das Problem viel kleiner, da konnten sie immer gut für sich spielen (deswegen habe ich in der Zeit angefangen, viel zu nähen).

Dazu kommt, dass ich während der Stillzeit wirklich Konzentrationsprobleme hatte. Klar ist das auch Übungssache, aber bei mir war das auffallend.

Ich habe mit Lernen angefangen, als die Kleine 1 Jahr alt war, die Grosse war da 5 und ging in den Kindergarten. Zuerst habe ich mich nur auf das Englisch Advanced vorbereitet. Das bedeutete, 3h Unterricht/Woche + ca. 3h lernen + weitere Beschäftigung mit der Sprache. Das war gut möglich.

Mein Studium habe ich erst jetzt angefangen, wo die Kleine in den Kindergarten geht. Ich arbeite zusätzlich 2 halbe Tage pro Woche (+unregelmässig). Das geht gut. Es ist jedoch für mich wichtig, dass ich jede Woche einige ununterbrochene Lernphasen von ca. 2-3h habe. Abends wäre das theoretisch möglich, für mich jedoch schwierig.

Also, kurz: Ich hätte es nicht gekonnt. Das muss jetzt aber nicht heissen, dass es für dich nicht geht. Ich glaube auch, dass es einfacher ist, wenn man schon im Studium drin ist, als wenn man anfängt und seinen Rhythmus erst finden muss. Dazu kommt, dass du es wahrscheinlich auch ausprobieren könntest und falls es dann doch nciht geht, ein bis zwei Urlaubssemester einlegst. Oder langsamer studierst.

Besteht ev. die Möglichkeit, dass du dich mit jemandem zusammentust, mit dem du dich mit Kinderhüten abwechselst? ICh hatte das meistens, ich hatte einen Vormittag pro Woche ihre Kinder, sie einen die meinen. Das hat allen gut getan.

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Also in meiner Entscheidungsphase für ein Studium war Hagen auch ein Thema. Und da durfte ich in ein Präsensseminar auch mal reinschnuppern. Dort war auf jeden Fall eine junge Mutter mit Baby auf dem Arm, das war schon mal kein Problem im Präsensseminar, war von den anderen total akzeptiert.

In meinem Kurs sind einige Mütter und es wird in Kürze bald das 4.te Baby geben, bislang sind die Mütter alle dabeigeblieben. Auch aus den anderen Semestern wird dies berichtet. Manche legen wohl noch ein Urlaubssemester ein. Die Kleinen sind allerdings noch nicht bei uns im Kurs aufgetaucht als "Gasthörer", sondern eher in den Pausen samt Papi vorbeigekommen.

Eigene Erfahrungen kann ich nicht einbringen.

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Ich bekomme im Sommer mein zweites Kind und werde zum Wintersemester mein Fernstudium an der FernUni Hagen aufnehmen. Das heißt, ich werde wohl auch mit Säugling studieren.

Mein Sohn wird im Winter drei Jahre alt und geht bereits seit seinem ersten Geburtstag in eine Betreuungseinrichtung.

Ich muss gestehen, ich verlasse mich auf die Erfahrungsberichte aus meinem Umfeld. Einhellige Meinung aller Mehrfachmütter: "Ich weiß gar nicht, was ich an einem Baby so anstrengend fand."

Alle sind der Meinung, es sei wie Urlaub, wenn das größere Kind betreut ist und man nur Zeit mit dem Baby hat. ;)

Natürlich kann es passieren, dass ich ein Schreibaby bekomme, das Kind krank ist oder irgendwas anderes Unvorhersehbares. Dann zwingt mich ja auch niemand, im Herbst mit dem Studium anzufangen. Grundsätzlich sehe ich das aber recht optimistisch. Ich habe beim ersten recht schnell wieder angefangen zu arbeiten und so manches Mal geflucht, weil der Knirps im ersten Kindergartenjahr mehr krank als gesund war. Trotzdem hat es doch irgendwie geklappt, obwohl ich oft nicht dran geglaubt habe. Diese Zuversicht nehme ich jetzt einfach mit ins Studium und freue mich darüber, dass ich mir anders als beim Bürojob meine Zeit komplett frei einteilen kann.

Es zwingt dich ja auch niemand, eine Klausur zu schreiben, wenn das letzte halbe Jahr anstrengend war und du dich nicht gut vorbereitet fühlst. Schlimmstenfalls verlägert sich eben die Studiendauer.

Vergessen darf man aber auch nicht, dass diese Pläne alle nur bloße Theorie sind. Es steht und fällt alles mit den beteiligten Personen und da kann man vieles nicht vorhersehen. Wie reagierst du auf Stress? Wie hoch ist deine Selbstdisziplin? Wie sind deine Kinder? Fordern sie viel Zeit und Aufmerksamkeit oder eher weniger? Welche Unterstützung bekommst du? Welches Studium willst du machen?

Aber auch wenn man mit 20 ein Präsenzstudium beginnt, kann in den folgenden vier Jahren eine Menge passieren, dass den ursprünglichen Plan durcheinander wirft. Du hast den Vorteil, dass du einen Großteil vorher überblicken und dich weitestgehend darauf einstellen kannst.

Darf ich fragen, was du studieren möchtest?

Berichte mal, wie du dich entschieden hast.

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Einhellige Meinung aller Mehrfachmütter: "Ich weiß gar nicht, was ich an einem Baby so anstrengend fand."

Alle sind der Meinung, es sei wie Urlaub, wenn das größere Kind betreut ist und man nur Zeit mit dem Baby hat. ;)

Jaja, blababla...sowas nervt mich immer grauenhaft. Nicht du, Emmma, sondern dieses Geplapper. Hat man kein Kind, so sagen die Mütter: "Das ist halt alles anders, wenn man ein Kind hat". Hat man ein Kind, heisst es: "das ist noch gar nichts, bekomm du erst mal zwei Kinder" usw. Finde ich absolut jenseits. Von diesem Gerede würde ich mich keinesfalls vom Studium abhalten lassen.

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das ist noch gar nichts, bekomm du erst mal zwei Kinder" usw. Finde ich absolut jenseits. Von diesem Gerede würde ich mich keinesfalls vom Studium abhalten lassen.

Eigentlich wollte ich damit das Gegenteil sagen. Es klang halt durch, als sei es mit einem zweiten Kind erst recht nicht zu schaffen und ich wollte darauf hinaus, dass es vielleicht gar nicht so schlimm wie befürchtet ist. Die Umstellung von "kein Kind" auf eines ist einfach heftiger als von einem Kind auf zwei. Bei allen Mehrfacheltern, die ich kenne, liefen die zweiten so nebenbei. Man kannte halt alles schon, hat sich mit Job, Hausarbeit, Kinderbetreuung und Co. irgendwie eingerichtet und das Familienleben steht zumindest in groben Zügen. Beim ersten Kind ist de Umstellung für viele - insbesondere die Mütter - weitaus heftiger, weil die Gewohnheiten so komplett auf den Kopf gestellt werden.

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Hallo,

vielen Dank für eure Beiträge!

Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen, meine vielen Gedanken zu ordnen, denn ich habe festgestellt, dass ich mir viele komplizierte Gedanken mache, ohne zu wissen, wie sich die Zukunft eigentlich entwickelt.

Ich plane, nun wirklich, spätestens im SoSe 2013 anzufangen, evtl. schon zum WS in diesem Jahr.

Erstens weiß ich ja gar nicht, wann genau ich wieder schwanger werde, und dann weiß ja auch niemand wie die Schwangerschaft verläuft. (Meine erste war eine Risikoschwangerschaft mit 5 Monaten strenger Bettruhe - das wäre ja auch nicht so unbedingt zum schnellen Studieren geeignet, wenn man sich noch nicht mal im Bett hinsetzen darf).

Zweitens weiß ich ja auch nicht, wie das Kind sein wird. Mein erstes Kind ist superentspannt, ich deswegen auch. Vielleicht wird das zweite auch so, aber vielleicht wird es ja auch ganz anders. Es ist wohl erst sinnvoll darüber nachzudenken, wenn bestimmte Situationen auftreten, auch wenn es ganz gut ist, sich vorher schon einmal verschiedene Gedanken gemacht zu haben.

Was ich bei meinen Überlegungen komplett außer Acht gelassen habe, ist, dass ein Fernstudium ja tatsächlich maximale Flexibilität bietet, d. h. U-Semester, Wiederholer, Studiertempo... Also, werde ich erst einmal beginnen, und schauen, wie sich alles entwickeln wird.

Demnächst habe ich einen Termin beim Familienservice. Der lehnt eine Finanzierung von Tagesmüttern generell ab, wenn jemand studieren will. (Ich habe an dieser Stelle noch nicht begriffen, was für die Stadt den Unterschied macht, ob die Eltern zur Arbeit, oder zur Uni/Schreibtisch fahren - bis jetzt konnten mir die MA dies auch nicht plausibel erklären; ich vermute, es ist einfach eine Möglichkeit, Geld zu sparen).

Das wird also demnächst NOCHMAL geklärt, hoffentlich diesmal mit positivem Ausgang. So lange lerne ich weiter fleißig meine Sprache und arbeite den Brückenkurs Mathe durch. (Ich habe entsetzt festgestellt, dass ich zu Abizeiten komische Zeichen in meine Mathehefte geschrieben habe, mit denen ich heute nichts mehr anfangen kann :confused:). Also, eine Auffrischung ist dringend notwendig, aber ich bin guter Dinge, denn irgendwann habe ich das wohl mal verstanden...

Also, ich mache Vorbereitungen bis die Betreuungsfrage geklärt ist.

Positiv ist, dass ich sehr gut diszipliniert bin, allerdings brauche ich für mich immer eine übersichtliche Struktur mit Lernzeiten, Vorsichtshalber-Zusatz-Lernzeiten, aber auch Pausenzeiten. Damit bin ich gut und schnell durchs Erststudium gekommen, trotz viel Arbeit nebenher.

Wenn dann ein Baby kommt, denke ich nicht, dass ich im ersten halben Jahr bis Jahr einsatzfähig sein werde. Aber selbst das werde ich dann sehen und dann die entsprechende Entscheidung treffen (U-Semester, Wiederholer...)

Auf jeden Fall frage ich mich gerade, warum ich so viele komplizizierte Gedanken hatte, denn eigentlich ist ja gar nichts kompliziert. Ihr habt mit euren Beiträgen gute Arbeit geleistet :)

Dann werde ich in Hagen bei den ReWis einsteigen (sofern mich die Uni zulässt - aber ich habe bis jetzt noch nichts gefunden, was dagegen sprechen sollte)

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

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