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Fragen zum Studium Wirtschaftsingenieurwesen

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Hallo,

ich war letzte Woche auf eine Infoveranstaltung der HFH zum Wirtschaftsingenieurwesen von der ich sehr begeistert war, nun habe ich einige fragen an euch und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Kurz zu meiner Vorbildung:

Hauptschule → Quali → Berufsausbildung zum Elektroniker → Facharbeiter → Industriemeister Elektrotechnik

Da ich noch nicht stehen bleiben will beim Industriemeister, hab ich mich nun über den Technischen Betriebswirt und Wirtschaftsingenieur schlau gemacht.

Mein Entschluss zum Wirtschaftsingenieurwesen ist damit gefallen da der mehr technische Zweige hat als der Betriebswirt.

Nun kommen aber meine Zweifel an mir selbst, und ich hoffe ihr könnt mir dabei weiterhelfen.

Wie Mathelastig ist dieses Studium ich kann mir nicht vorstellen das was ich beim Industriemeister berechnet habe annähernd in dieser Form dran kommt.

Da ich auch kein Fachabi habe werde ich einen Großteil der Mathe Aufgaben noch nie zu Gesicht bekommen haben (z.B. komplexe Zahlen, Determinanten)

Kann man sich als Industriemeister Fächer anerkennen lassen?

Wie läuft das mit den Studienheften bzw. Klausuren ab , liege ich da richtig das z.B. über das Fach Werkstofftechnik es ein Heft gibt (oder mehrere) und darüber wird dann eine Klausur geschrieben ?

Sind die Prüfungen so wie beim Meister angeordnet 3-4 Stück von jeweils unterschiedlichen Fächern an einem Tag?

Kann man das Studium jederzeit abbrechen ? → Muss man trotzdem das volle Studium dann bezahlen?

BWL hatte ich ja schon im Meisterkurs aber ich gehe davon mal aus das dies noch extremer wird? (nicht so mein Favoriten Fach ) ;-)

Vielleicht gibt es noch paar Industriemeister die diesen Weg auch eingeschlagen haben, und von Ihren Erfahrungen berichten können.

Würde mich über zahlreiche Äußerungen freuen.

Gruß Stefan

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Ja, Mathe wird für dich der Knackpunkt sein. Ich habe ein Präsenzstudium zum Dipl.-Ing.hinter mir und mache derzeit ein Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur. Durch diese thematische und zeitliche Trennung kann ich wohl sagen, dass der technische Teil des Studiums der schwierigere ist! Wer dann die Matheprüfungen besteht hat aber gute Chancen auch den Rest zu kapieren :thumbup:

Zum Ablauf: Je Studienfach gibts es 4-7 Studienbriefe mit 50-80 Seiten. Diese und nur(!) diese sind Grundlage der Prüfung. Man schreibt immer nur eine Klausur pro Prüfungssamstag und zwischen den Prüfungen liegen mindestens zwei Wochen (wenn man sich im Regelstudienplan befindet - also nichts verschoben hat oder durchgefallen ist)

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Gast Oliver1206

Die beiden Mathe-Prüfungen kommen gleich im ersten bzw. zweiten Semester und bilden die Grundlage für alle weiteren technischen Fächer - thematisch kommt hier die komplette Oberstufen-Mathematik mit Differential- und Integralrechnung, Vektoren, komplexen Zahlen, Gleichungssystemen, Winkelfunktionen usw. dran. Das meiste davon benötigt man auch in späteren Fächern wieder (vielleicht mit Ausnahme der Integrale, die werden meistens ausgespart später) - besonders in Elektrotechnik, Meßtechnik und Qualitätssicherung, Kraft und Arbeitsmaschinen, Automatisierungstechnik und Technischer Mechanik.

Wenn Du mal schauen möchtest, was Dich da so an Aufgaben erwartet:

http://www.smital.at/filelist/files/WMT%20I%20-%20Wirtschaftsmathematik%20I/WI_WB-WMT-S1x-060624.pdf

http://tiews.info/content/studies/alte_pruefungen/Wirtschaftsmathematik/t_WI-WMT-P12-070616.pdf

Die Studienleistung (Kürzel WMT-S11-...) kannst Du so oft wie Du willst wiederholen, die wird auch nicht benotet, sondern Du musst 50% zum Bestehen erreichen. Die Prüfungsleistung (Kürzel WMT-P11 oder P12) wird zensiert, auch hier geht unter 50% nichts. Die Note geht jedoch nur in das Bachelorvorzeugnis ein - für die Endnote hat sie keine Auswirkungen (wie alle Noten des Grundstudiums). Du hast allerdings für alle Prüfungsleistungen nur drei Versuche (plus ggf. einmal im Studium einen vierten Versuch bei einer mündlichen Prüfung). Ist eine Prüfungsleistung endgültig nicht bestanden (also alle Prüfungsversuche erfolglos ausgeschöpft), dann wirst Du exmatrikuliert - damit ist ein weiteres Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an einer deutschen Hochschule i.d.R. ausgeschlossen.

Wie Wasserfall schon schrieb wird Mathe für Dich schwierig werden, weil Dir diese Sachen in der Schule und bei Deinen bisherigen Ausbildungen vermutlich nicht über den Weg gelaufen sind - das heißt aber nicht, dass es nicht geht. Ich würde Dir auf alle Fälle den Besuch des Vorkurses Mathematik empfehlen - dort werden die Grundlagen nochmal aufgefrischt, ohne die auch das Bearbeiten der Studienbriefe nicht geht - die Realschulmathematik wird dort einfach als bekannt voraus gesetzt! Hilfreich wäre es sicherlich, wenn Du jemanden hättest, der Dich an kritischen Stellen da durchpauken kann - anders als bei BWL nützt auswendig lernen in Mathe nichts, sondern man muss es einmal initial verstanden haben - danach trainiert man nur noch Geschwindigkeit durch Übung.

Du kannst das Studium vier Wochen nach Beginn abbrechen, dann nach dem ersten Semester mit zweimonatiger Kündigungsfrist. Du bist also mindestens ein halbes Jahr dabei realistisch gesehen (6x 240,-).

Der technische Betriebswirt ist je nach Anbieter um einiges leichter und auch kürzer als ein WiIng-Studium - allerdings ist es auch eine Qualifikation, die Dich ausgehend von Deinem Meister nicht mehr so richtig viel weiter bringt - in der Praxis ist es oft so, das Meister/Techniker/Fachwirt/Betriebswirt in einen Topf unterhalb aller Studienabschlüsse geschmissen wird - der nächste richtige Schritt nach vorne wäre daher für Dich das Studium.

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Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Äußerungen sowie die einsicht in die Prüfungen, wo kann man am besten so einen Vorkurs in Mathe ablegen? Vielleicht Empfehlungen?

Gruß Stefan

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Hallo Stefan,

der Vorkus in Mathe wird von den Studienzentren durchgeführt. Du kannst in Deinem möglichen SZ ja mal anfragen, wie da die Terminschiene ist etc.

Viele Grüße

Melanie

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Am 17.3.2012 at 10:18 , downtown sagte:

ich war letzte Woche auf eine Infoveranstaltung der HFH

 

Hallo Stefan,

 

habe eine ähnliche Situation. Kannst du schon Erfahrungen berichten, ist schon eine Weile her?

 

Gruß Markus

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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Hallo Stefan,

 

frische vor deinem Mathe-Vorkurs erst fundamentale Sachen wie Bruchrechnung, Potenzregeln etc. auf.

 

Meiner Erfahrung nach bringt dies Viele zum Fallen. Die Sachen wie z.B Differantialrechnung o. Intergralerechnung kannst du später recht gut mit Integraltafeln nach Schema F herleiten. Jedoch wenn die Brüche größer und größer werden geht ohne angesprochene Basiskenntnisse gar nix mehr, insbesondere bei komplexen Zahlen (E-Technik, Regeltechnik).

 

Apropos Vorkurs. Falls es bei dir nicht mit dem Studienzentrum passt, kannst du mal eine örtliche Uni anfragen. Ist manchmal günstiger. Damals habe ich einen Vorkurs über eine Woche an einer Uni absolviert. War mal gut wieder in die Materie reinzukommen.

 

Gruß Martin

 

 

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