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Studieren ohne Ziel und Sinn?

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Momentan mache ich mir ein paar Gedanken, was nach dem Abschluß des jetzigen Fernstudiums in 1,5Jahren kommt.

Sehr früh, ja, aber erstmal egal.

Es gibt zwei mögliche Wege:

1. Aufbau auf dem bisherigen: Ausbildung -> Diplom -> Master -> Dissertation

Master und anschließende Dissertation wären also dann die nächsten Ziele, wenn das Diplom fertig ist. Es gibt einen Bereich, der mich sehr interessiert (KI, Robotik) und eventuell würde sich da auch eine Möglichkeit zur Dissertation ergeben.

2. Ganz andere Richtung und nur zum Spaß: Da wäre ein geisteswissenschaftlicher Bachelor denkbar, Geschichte, Philosophie, Theologie und Germanistik interessieren mich dabei besonders. Am liebsten wäre mir ja ein interdisziplinärer Studiengang, ähnlich wie der in Hagen.

Auch da könnte es dann mit Master und Dissertation weiter gehen.

Ganz am Ende der Kette steht bei beiden eine Dissertation, weil es mich unheimlich reizt ein Thema so in der Tiefe zu erforschen und voran zu bringen. Es geht dabei also nur um mich und meine Interessen. Wenn ich die erst mit dem Rentenalter beginne, wäre das also auch kein Problem.

Zeit spielt dabei bei beiden Möglichkeiten keine Rolle, ich betrachte das studieren inzwischen als lieb gewordenes Hobbie. Andere verbringen Stunden auf dem Fußballplatz, ich eben vor den Skripten ;)

Geld ist schon eher ein wichtiger Punkt, Hagen wäre aber zB sehr gut denkbar, weil es nicht teuer ist. 2000€ bis zum Bachelor sind eine Summe, die ich gern bereit wäre zu investieren. 10.000€ wie jetzt beim Diplom aber nicht mehr.

Was meint ihr: studieren als Hobbie eine gute Idee oder eher nicht? Verfliegt der Spaß am studieren vielleicht noch? Entwickelt man genügend Ehrgeiz, wenn man kein festes Ziel mehr hat?

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hallo,

ich finde, man kann ruhig als Hobby studieren, warum nicht? Und das ist doch im Grunde auch ein Ziel! Hobby vertiefen, neues kennenlernen....schlimmer wäre, wenn du etwas studieren würdest, was dich nicht interessiert und kein Mensch braucht.

Ich glaube, ich werde auch immer wieder mal was neues lernen, bis ins Alter, es macht Spass, bringt am Ende doch noch beruflich etwas, man weiß ja nie..und die Seele und das Gehirn freuen sich, und das ist ja das allerwichtigste eigentlich!

Viele Grüße!

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Worin schließt du denn dein Diplom ab?

Sowohl Punkt 1 als auch Punkt 2 haben ihre Berechtigung.

Hast du dein berufliches Ziel im Leben schon erreicht mit dem Diplom (wenn du es dann abgeschlossen hast)? Bist du beruflich da, wo du sein möchtest?

Wenn ja, warum dann nicht etwas studieren aus Interesse. Sinnlos ist neues Wissen und Lernen in meinen Augen nie. Ob du ohne Ziel durchhältst, hängt aber von dir ab und kannt nur du für dich beantworten.

Hast du dein berufliches Ziel noch nicht ganz erreicht?

Dann würde ich in deinem Fall mit einem Studium weitermachen (KI, Robotik?), das dich interessiert und das dich an dein berufliches Ziel bringt aber auch gleichzeitig überlegen, ob die geisteswissenschaftlichen Fächer dir weitere Möglichkeiten erschließen. Manchmal kann auch eine Kombination aus zwei verschiedenen Wissensgebieten ein beruflicher Vorteil sein.

Prinzipiell spricht jedenfalls gar nichts dagegen, "nur" aus Interesse zu studieren, schon gar nicht, wenn dich die Kosten nicht belasten.

Es gibt bei weitem schlechtere Geldanlagen - besonders in der heutigen Zeit - als Geld in Wissen zu investieren

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Beruflich bin ich momentan an dem Punkt, der in der derzeitigen Situation der bestmögliche ist. Ich arbeite als Softwareentwickler und möchte langfristig zwar schon in den Bereich Projektmanagement, aber derzeitig nicht. Der Hauptnachteil ist dann, dass die 40h-Woche utopisch wird und das bin ich momentan nicht bereit zu leisten. Meine Tochter ist einfach wichtiger. Das Ziel werde ich auch mit dem Dipl-Wirtschaftsinformatiker (FH) zu erreichen, wenn es fertig ist.

Natürlich würde sich da auch ein Master oder Doktor gut machen, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Auch hätte mein Schwerpunkt nur sehr am Rand mit dem zu tun, was ich beruflich mache. Mein beruflicher Schwerpunkt, und auch der geplante, sind aber nicht so spannend, dass ich dort gern einen Master oder Doktor machen will.

Eine andere Möglichkeit ist der Wechsel in das Berufsschullehramt. Als Quereinsteiger sind die Chancen nicht schlecht, aber ich bin nicht bereit 2 Jahre lang von einem Referendarsgehalt zu leben.

Mein momentaner finanzieller Background ist gut und bequem, sodass der Wandertag am Monatsende für 40€ locker stemmbar ist. Und das wird ja in den nächsten Jahren nicht weniger werden.

Aber auf der anderen Seite habe ich noch rund 40 Arbeitsjahre vor mir. Wer weiß, wie sich meine Pläne und Prioritäten in dieser Zeitspanne noch verändern. Ein offen halten verschiedenster Wege wäre also sicher keine schlechte Idee.

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Dann spricht doch nichts dagegen, etwas rein aus Interesse zu studieren. Wie du schon schreibst, hältst du dir damit verschiedene Wege offen. Und wer weiß, was in 20, 30 Jahren auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.

ich finde es übrigens nicht zu früh, dir jetzt schon Gedanken darüber zu machen, was du nach dem Diplom vorhast. Man soll sich ja solche Schritte immer gut überlegen und dann verlierst du hinterher wenigstens keine Zeit.

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Du scheinst gar keine Bedenken zu haben an eine Doktorandenstelle zu kommen. Woher nimmst du deine Zuversicht?

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Verfliegt der Spaß am studieren vielleicht noch? Entwickelt man genügend Ehrgeiz, wenn man kein festes Ziel mehr hat?

Ich möchte mal auf diesen Aspekt eingehen. Mir scheint es schon, dass du davon begeistert bist, dir neues Wissen anzueignen und zu lernen, während andere zum Beispiel auf dem Fußballplatz sind. Wenn das jetzt schon lange anhält, hast du sicherlich gute Chancen, dass es auch so bleibt.

Was ich mich aber fragen würde ist, ob es "nur zum Spaß" wirklich Sinn macht, nochmal einen kompletten Studiengang durchzuziehen, der ja vermutlich immer auch eine ganze Reihe von Inhalten hat, die dich weniger interessieren und keinen Spaß machen. Wenn dir natürlich die Promoation als Ziel (auch nur zum Spaß?) wichtig ist, wirst du da vermutlich nicht drum herum kommen. Aber dennoch, ich fände einen solchen Aufwand nur aus persönlichem Interesse zu groß.

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@stopherl

darüber mache ich mir wirklich bisher keine Gedanken. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es mit einer entsprechend sehr guten Leistung im Master schon klappen wird. Die Fernuni Hagen hat zB auch eine Promotionsordnung. Ist es wirklich so schwer da ran zu kommen?

Im Bereich KI/Robotik habe ich auch recht gute Kontakte und damit vermutlich größere Chancen einen Platz zu bekommen.

Im Bereich Philosophie setze ich darauf, dass ich den Betreuer der Masterthesis zum Doktorvater überreden kann, weil er durch meine brilliante Arbeit überzeugt ist ;)

@Markus

Du sprichst genau meine Bedenken an. Ich bin nun seit 1,5Jahren im Fernstudium dabei und habe in der zeit fast das komplette Grundstudium, was für 4 Semester ausgelegt ist, abgeschlossen. Schwer fiel es mir nicht, auch wenn privat und beruflich teilweise sehr viel los war. Wenn alles klappt, bin ich nach 6 Semestern mit dem neunsemestrigen Studiengang durch.

Lernen und selbst motivieren fällt mir also eher leicht.

Und vor allem merke ich, dass mir dieser geistige Anspruch vorher gefehlt hat. Nur der Job lastet mich einfach nicht aus. Ob das so bleibt, ist natürlich eine entscheidende Frage dabei.

Inhalte, die mich weniger interessieren, wird es sicherlich in jedem Studiengang geben. Damit habe ich auch jetzt im Studium meine Probleme. Wenn mich Inhalte interessieren, verschlinge ich in jeder freien Minute die Unterlagen dazu. Wenn mich etwas nicht reizt, ist die Hürde überhaupt etwas zu tun schon sehr hoch.

Die Promotion am Ende ist schon ein längerer Traum, einerseits um mir selbst, aber auch um meiner Umgebung etwas zu beweisen. Das sind sicherlich die falschen Gründe. Dazu kommt aber, dass mir das Schreiben, das Themen ausarbeiten, ... sehr viel Spaß macht.

Gut, bisher ging es über normale Hausarbeiten und eine Abschlußarbeit zur Ausbildung mit rund 30 Seiten Text nicht hinaus, aber das werde ich ja genauer sehen, wenn die Diplomarbeit ansteht.

Aber reicht das wirklich aus als Motivation? Bringt es mich persönlich wirklich weiter? Gibt es eine Möglichkeit die Investition zu nutzen?

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