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Ich möchte noch den Punkt Rente in die Überlegung einbringen! Diesen Punkt vernachlässigen sehr viele!

 

Nehmen wir als Beispiel an, man würde heute 250€ in der PKV (AN+AG) zahlen. Man bekommt dann vom AG 125€ Zuschuss und zahlt selbst 125€. Bis zur Rente steigt diese garantiert bis 500€ und Kinder werden beim besser verdienenden Versichert. Nehmen wir das alles mal raus und machen eine Milchmädchenrechnung.

 

Wir springen alle paar Jahre in die Zukunft und gehen heute in Rente.

Wir bekommen, sagen wir mal 1.000€ Rente. In der GKV zahlen wir 15%, also 150€ und bekommen von der Rentenversicherung 75€ (immer die hälfte des GKV-Betrages). Wir zahlen also in der Rente 75€ effektiv für die GKV. Wenn wir das nun mit der PKV vergleichen, haben wir 1.000€ Rente und zahlen 250€ für die PKV. Von der Rentenversicherung bekommen wir nur die vorhin berechneten 75€, so dass wir 175€ für die PKV zahlen dürfen. PKV ist also ca. 233% teurer als die GKV. Ich würde mal behaupten, dass die 100€ bei einer Rente von 1.000€ echt weh tut.

 

Machen wir das ganze mit 2.000€ Rente:

GKV = 7,5% von 2.000 = 150€ Beitrag

PKV = 2.150 - 250 = 100€ Beitrag

 

Jetzt ist das aber absolute Milchmädchenrechnung mit einer PKV von 250€ bis zur Rente und drüber raus. Wenn die PKV mehr als 350€ in dem Beispiel kostet und man keine Kinder hat, dann geht das mehr oder weniger 0/0 aus.

 

Wenn man jung ist zahlt man bei der GKV deutlich mehr als bei der PKV, aber dann hat man auch deutlich mehr Geld. Wenn man "alt" ist hat man wenig Geld und dann will ich auch möglichst wenig Geld zahlen. Ich finde ein genauer Prozentualer Anteil von meiner Rente ist ein geringeres Altersrisiko als wenn man einen Beitrag hat der sich jährlich erhöhen kann. Wenn dann noch Kinder geplant sind klappt das mit der Ersparnis nicht mehr.

 

Man kann natürlich auch in die PKV wechseln und die Ersparnis anlegen und das im Alter ausgleichen. Aber das erfordert eine sehr hohe Disziplin und wenn was passiert, kann das auch schnell weg sein.

 

Manchmal ist am falschen Ende gespart nicht gut.

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Ich denke, dass kann man so oder so rechnen. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, ob es die GKV mit den Leistungen noch in 30 Jahren gibt. Dann kann es auch für die weniger gesunden GKVler teurer werden, wenn für dieses und jenes zunehmend dazugezahlt werden muss. Ansonsten eben nur die Minimallösung.

 

Ich denke durch die vielen unsicheren Faktoren bleibt es eine Wette in jeder Hinsicht. Sozialpolitik ändert sich stetig und am Ende geht es in jedem Fall um's Geld. Argumentativ spricht halt für die GKV, dass es Millionen betrifft im Vgl. zu den paar Prozent der PKVler. Da ist dann also Druck auf dem Kessel.

Bearbeitet von Muddlehead

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vor 1 Stunde, KanzlerCoaching schrieb:

Die Frage ist doch eher, ob des die PKV dann noch gibt.

 

Genau das war meine Argumentation. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das System PKV irgendwann ein Ende findet. Was ein Argument für den heutigen Wechsel in die PKV ist. Die GKV ist schließlich umlagefinanziert, es spielt für ihre Inanspruchnahme überhaupt keine Rolle, wann man ihr beitritt. Ob das moralisch in Ordnung ist, muss dann jeder für sich bewerten.

 

Alles in allem sind die Milchmädchenrechnungen rund um irgendwelche fiktiven Beiträge in einigen Jahrzehnten in meinen Augen ohnehin müßig. Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf dem Weg ins Rentenalter (mehrfach) in die Situation kommt, medizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen, ist einfach sehr hoch. Insofern würde ich den Aspekt der Beiträge im Alter zwar mit berücksichtigen, aber nicht übergewichten. (Da sind die sehr hohen Mehrkosten der PKV für die Versicherung des Kindes/der Kinder schon viel greifbarer.)

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vor 6 Stunden, Roland78 schrieb:

[...]Alles in allem sind die Milchmädchenrechnungen rund um irgendwelche fiktiven Beiträge in einigen Jahrzehnten in meinen Augen ohnehin müßig.[...]

Ich würde vorschlagen das dies jeder mal durchführt mit den eigenen Daten unter Berücksichtigung der aktuellen Hochrechnungen und einem aktuellen Angebot der PKV. Kann ich nur jedem Empfehlen.

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Das ist ja kein Geheimnis, dass die PKV im Alter teurer wird und die GKV preiswerter. Deswegen sollte man als Angestellter den Zuschuss des AG voll ausnutzen (der ja auch mit der JAEG steigt bzw. dem GKV Maxbeitrag), am Besten mit Zusatzbausteinen zur Beitragssenkung oder eigenen Rücklagen. Kann voll schiefgehen, muss es aber nicht. Perse geht es um einen besseren Leistungskatalog. Das der irgendwie finanziert werden muss, sollte sich jedem erschliessen.  Sind halt zwei grundverschiedene Systeme mit all seinen positiven und negativen Ausprägungen. Bei dem einen habe ich enorm hohe Selbstverantwortung, bei dem Anderen schwimme ich mit der Masse, bekomme dann aber auch nur den Durchschnitt. Kann passen oder auch nicht.  Ob die Entscheidung richtig war, sieht man leider erst am Ende.

 

Ich habe mich nun nach ausführlicher Recherche und Beratung für die GKV entschieden und folge da Matthias denkweise.

 

Danke für Eure Meinungen bis dato.

Bearbeitet von Muddlehead

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Was mir dazu noch einfällt.

 

Ich habe in meinem Tarif für bestimmte Leistungen feste Beträge vereinbart, zum Beispiel für eine Brille 310 Euro innerhalb von zwei Jahren. Diese Beträge werden (zumindest bei mir) nicht an die Inflation angepasst, so dass der Anteil der Kostenübernahme mit der Zeit sinkt. 

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Zitat

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) begrüßte das Urteil – und sieht damit das etablierte Treuhänderverfahren bestätigt. Der Richterspruch zeige, dass die „geltenden Regeln beachtet wurden“, so Florian Reuther, Geschäftsführer des PKV-Verbandes. Die Axa betonte noch einmal, ihre Kunden zahlten „einen korrekt kalkulierten Preis für die vertraglich vereinbarten Leistungen“.

 

Ist schon frech...."Ja, wir finden es super, dass unsere Kunden keinen unabhängigen Treuhänder verlangen dürfen."

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