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Wie wichtig ist Readability?


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Hallo in die Runde,

nachdem ich mich im vorletzten Modul ja so intensiv mit der Lesbarkeit von Behördensprache (oder besser der fehlenden) befasst habe, habe ich mir die Statistik für mein derzeitiges Paper angesehen. Ich glaube es ist besser ich mache das nicht für meine Blogs. Aber ich war doch erschrocken (mittlerweile habe ich ein zweites Tool getestet), dass ich je nach Index entweder Feuerrot bin oder Orange.

 

Readability

Flesch index: ist bei mir naja mit 37.69/100 ideal sind 60 bis 70 sprich da ist noch Luft nach oben.

Gunnig Fog index: 13.37/20 nur sollte man sich hier 0 nähern.

 

Habt ihr so etwas schon mal für eure Texte angeschaut? Wie sorgt ihr für eine verbesserte Lesbarkeit/Readability? Oder ist euch das total egal? Ich habe z.B. keine Anhaltspunkte gefunden, dass Journals da unbedingt Wert drauf legen.

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Bei wissenschaftlichen texten ist es anteilig recht schwer. Ich schneide da auch immer recht schlecht ab, da ich dazu tendiere, deutlich mehr Worte in einen Satz zu packen, als notwendig ist. Was ich gerade wohl wieder bewiesen habe.

 

Anteilig versuche ich das zu kompensieren. Allerdings ist die Notwendigkeit , möglichst präzise zu sein, meist mit "etwas mehr Wörtern" verbunden. Im Englischen finde ich es deutlich leichter mich kompakt auszudrücken.

Hast Du mal andere Artikel aus dem Journal durch den Check gejagt, um Dir einen Eindruck zu verschaffen? Solange du in etwa im Bereich der anderen bist, sollte es ja passen.

 

Und sorry, dass ich keine konkreten Vorschläge habe... :(

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vor 19 Minuten hat DerLenny geschrieben:

da ich dazu tendiere, deutlich mehr Worte in einen Satz zu packen, als notwendig ist. Was ich gerade wohl wieder bewiesen habe.

Hier auch. Ich bin die Königin der Schachtelsätze in Englisch und Deutsch. 

 

vor 19 Minuten hat DerLenny geschrieben:

Hast Du mal andere Artikel aus dem Journal durch den Check gejagt, um Dir einen Eindruck zu verschaffen

ne weil ist für die Uni ;). Habe halt nur mal geschaut wie es so ist. Es gibt sogar Studien zur Readability z.B. von Artikeln in Psychologie Journalen. 

 

Normal müsste es dennoch ja machbar sein zumindest gute Readability auch bei komplexen Texten zu erhalten.

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vor 27 Minuten hat polli_on_the_go geschrieben:

Habt ihr so etwas schon mal für eure Texte angeschaut?

 

Nö. Welche Kriterien werden denn da angelegt? "Lesbarkeit" hätte ich jetzt primär auf das Entziffern handschriftlicher Hieroglyphen bezogen oder auf so was wie eine Schriftgröße/-farbe, die das Lesen quasi unmöglich macht.

 

Bislang habe ich bei meinen Hausarbeiten nur den gesunden Menschenverstand bzw. mein eigenes Sprachgefühl bemüht. Bevor ich eine schriftliche Arbeit einreiche, lese ich sie "mit Abstand" noch einmal Korrektur. Da merke ich dann oft selbst, wo es "unrund" (überfrachtet, zu verschachtelt oder zusammenhangslos) klingt, und besser dann noch entsprechend nach.

 

Bis zu einem gewissen Grad ist es mir aber tatsächlich egal, wenn ich selbst zufrieden bin. Ich denke, auch beim Leser hängt die "empfundene Lesbarkeit" ein Stück weit von individuellen Präferenzen, Vorwissen, etc. ab. Da kann man es eh nicht jedem recht machen. Und mir reicht es völlig, mich wegen des "richtigen" Inhalts verrückt zu machen...

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vor 1 Minute hat Alanna geschrieben:

, auch beim Leser hängt die "empfundene Lesbarkeit" ein Stück weit von individuellen Präferenzen, Vorwissen, etc. ab. Da kann man es eh nicht jedem recht machen

Stimme ich dir zu, wobei ich Lesbarkeit (Verständlichkeit) tatsächlich ich meine in Hausarbeit und Thesis als Bewertungskriterium hatte und auch im Master. 

 

Ich muss mich mal mit den beiden Scores befassen, um zu sehen, was sie  genau bewerten.

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vor 5 Minuten hat Alanna geschrieben:

"Lesbarkeit" hätte ich jetzt primär auf das Entziffern handschriftlicher Hieroglyphen bezogen oder auf so was wie eine Schriftgröße/-farbe, die das Lesen quasi unmöglich macht.

 

In der Regel:

  • Länge der Sätze
  • Gebräuchlichkeit der Worte
  • Struktur (schwer durch Tools zu prüfen)
  • Dramaturgische Führung (gelegentliche Auflockerungen im Text einbauen, damit der Leser besser durch den Text kommt)

 

Edit: Hier ist ein Überblick über ein Model: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Verständlichkeitskonzept

Bearbeitet von DerLenny
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vor 1 Stunde hat polli_on_the_go geschrieben:

Habt ihr so etwas schon mal für eure Texte angeschaut? Wie sorgt ihr für eine verbesserte Lesbarkeit/Readability?

 

Ich werte das nicht systematisch aus, versuche mich bei wissenschaftlichen Texten aber kurz und prägnant zu fassen und formuliere Sätze dann auch noch mal um.

 

Eine gute Heuristik ist es, sich das geschriebene Wort einmal laut vorzulesen. Wenn man sich dabei völlig bescheuert anhört, hat man noch was zu tun. Das funktioniert übrigens auch bei meinen Kindern in der Grundschule.

 

Bei englischen Texten kann ich grundsätzlich Grammarly empfehlen. Das fixt nicht nur passabel Rechtschreibfehler und Grammatik, es lässt auch die Konfiguration verschiedener Settings zu, nach denen es dann Vorschläge zur (Um-)Formulierung unterbreitet.

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vor 10 Minuten hat developer geschrieben:

Grammarly

Das mach Scibbens zu einem gewissen Grad auch. So bin ich erstmals auf die Readability gestoßen.

 

Ich finde das Thema einfach spannend, gerade weil das was im eigenen Kopf logisch klingt, ausgesprochen manchmal wie verknotete Spagetti ist.

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vor 30 Minuten hat polli_on_the_go geschrieben:

Das mach Scibbens zu einem gewissen Grad auch.

 

Das kannte ich noch gar nicht, gleich mal gebookmarked. Auch wenn ich meine nächste Thesis auf Deutsch schreibe, alleine schon um die 80 Seiten schneller voll zu bekommen.

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Ich finde das ja in Studienbriefen und Fachbüchern zum Teil grauenhaft, dass man es scheinbar als Statussymbol betrachtet, möglichst gebildet = unverständlich zu klingen. Also habe ich den Inhalt von Texten immer in meinen eigenen Worten zusammen gefasst. Das mache ich bis heute so. In meiner Bachelorarbeit hatte ich eher Sorge, nicht gebildet genug zu klingen. 😀

Ich bin aber auch sensibilisiert durch die Fachsprache in der Pflege und Medizin und weiß daher, wie wichtig es ist, sich verständlich auszudrücken.

 

Abgesehen davon bin ich schon im Studium auf die Bernstein Hypothese  gestoßen. Das betrifft zwar die mündliche Sprache, aber es wirkt sich letztlich auch auf die Formulierung (und damit auf die Lesbarkeit) von Texten aus.

 

Übrigens finde ich Anglizismen extrem unleserlich. 😉 Man kann nicht voraussetzen, dass jeder fließend englisch beherrscht.

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