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Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Die Aufgaben und Korrekturrichtlinien der Klausuren des aktuellen Semesters stehen den Studierenden nach der Notenveröffentlichung für 12 Wochen im WebCampus zur Verfügung, damit eine individuelle Nachbereitung möglich ist. Altklausuren (Klausuren vergangener Semester) stehen nicht mehr zur Verfügung.
Das ist eine Entscheidung des Prüfungsausschusses, die außer Gründen im Bereich des Urheberrechts der Autoren insbesondere in der Lerndidaktik liegt: Die HFH möchte vermeiden, dass statt mit den Unterlagen nur mit den Altklausuren gelernt wird und es dann in den Prüfungen zu Überraschungen kommt, weil andere Bereiche abgefragt werden. Um sich mit den grundsätzlichen Strukturen der Klausuren vertraut zu machen, wurden und werden aber Übungsklausuren zur Verfügung gestellt.
Die Verbreitung von alten Klausuren über das Internet wird durch die Hochschule kritisch gesehen, aber zur Zeit noch geduldet. Nicht akzeptabel wäre aber jegliche Art von Verkauf der alten Prüfungen – hier würde die HFH dann auch rechtliche Schritte einleiten.
Daher auch an dieser Stelle nochmals die Bitte, Fernstudium-Infos.de weder im öffentlichen noch im nicht-öffentlichen Bereich als Plattform für Altklausuren zu nutzen, um rechtliche Probleme auszuschließen.
Quelle: Die Inhalte dieses Artikels basieren auf einem Interview von Fernstudium-Infos.de mit Diplom-Volkswirt Uwe Ploch, Kanzler der Hamburger Fern-Hochschule und Birgit Hupe (M. A.), Leiterin des Prüfungsamtes der HFH, am Mittwoch, dem 22.10.2008 in den Räumen der HFH in Hamburg.
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AW: Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Die Ansichten der HFH finde ich absolut nachvollziehbar. Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass die Klausuren offiziell zur Nachbereitung zur Verfügung stehen. Nicht, dass ich das persönlich machen würde, aber die Idee ist lobenswert. Von der Uni kenne ich sowas nicht. Ich persönlich würde auch keine Verletzung von Urheberrechten sehen, aber gut, das ist natürlich das Recht der Autoren.
Was mich aber etwas wundert ist diese Aussage:
Die Verbreitung von alten Klausuren über das Internet wird durch die Hochschule kritisch gesehen, aber zur Zeit noch geduldet.
Nicht nur, dass der HFH-eigene WebCampus eigentlich zu nichts anderem genutzt wird, interessieren würde mich auch, wie die HFH denn versuchen würde, das einzudämmen. Ganze Industriezweige haben sich die Zähne daran ausgebissen, die digitale Verbreitung immaterieller Güter zu begrenzen und sind bis heute gescheitert. Die Sperrung der allseits bekannten Seiten ist jedenfalls sicher keine Lösung.
Abgesehen davon ist das sicher der Hauptgrund, warum die SBe nicht -oder nur in Ausnahmefällen- in digitaler Form herausgegeben werden (im WebCampus wird immer wieder mal danach gefragt). Die Verbreitung wäre einfach nicht zu stoppen. Und das ist selbstverstöndlich nicht im Sinne der Autoren und der HFH.
Was denkt Ihr darüber ?
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AW: Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Also, ich finde diese Vorgehensweise nicht unbedingt nachvollziehbar.
An der OU werden die Altklausuren für einen guten Zweck verkauft und diese Idee finde ich sehr löblich. Anderenfalls würden die Altklausuren eben im Internet kursieren, was die HFH wohl auch bestätigt.
Die Begründung, dass Studenten sich dann nur mit den Altklausuren vorbereiten würden und dann auf neue Fragestellungen nicht eingehen könnten, halte ich an den Haaren herbei gezogen. Zum einen obliegt es jedem Studenten selbst, wie er sich auf die Prüfung vorbereitet und zum anderen handelt es sich doch auch bei der HFH auch um Erwachsene Studenten, also Studenten, die schon länger im Leben stehen und somit für sich selbst die Verantwortung übernehmen können.
Sämtliche Unterlagen der OU stehen dem Studenten während der Kursdauer als pdf zur Verfügung. Es wird untersagt diese Unterlagen weiter zu geben und es werden Sanktionen angedroht und auch umgesetzt für den Fall, dass die Studenten dem nicht folge leisten. Entsprechend wird man im Internet keine der Unterlagen finden.
Zudem reichen ja die Unterlagen allein nicht aus, um den Kurs zu bestehen und wer möchte schon gerne auf die gute und wertvolle Unterstützung eines Tutors verzichten?
Für mich zeigt die HFH, dass sie mit dem Medium Internet und Computer nicht umzugehen weiß und anstatt sich auf das Medium einzulassen, wird das Medium ausgeschlossen.
Viele Grüße
Inés
"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."
Larry Lorenzoni
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AW: Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Ich kann mir auch schwer vorstellen, wie die HFH die Verbreitung des Altklausuren verhindern möchte. Die Altklausuren sind für mich schon wichtig, um ein Gespür für die anstehende Prüfung zu bekommen, wo die Schwerpunkte liegen und wie die Prüfungen aufgebaut sind. Ich würde aber nie darauf kommen, mich nur mit Altklausuren vorzubereiten. Da hätte ich viel zu viel Schiss, dass das schiefgeht. Außerdem widerspricht es ja dem Sinn der Sache, sich wirklich mit dem Fach auseinanderzusetzen und sich das selbst zu erarbeiten.
Spannend ist für mich der Punkt der Nachbearbeitung. Natürlich ist das vorbildhaft, jede Klausur nochmal nachzuarbeiten. Aber dafür bräucht ich persönlich auch meine Klausur. Macht das jemand? Insgesamt ist der Aufwand für eine gute Nachbearbeitung aber zu hoch für mich und normalerweise weiß man ja mit dem Abgeben, wie gut man ungefähr war und wo und warum es evtl gehakt hat.
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AW: Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Ok, eine interessante Sichtweise ...
An der OU werden die Altklausuren für einen guten Zweck verkauft und diese Idee finde ich sehr löblich. Anderenfalls würden die Altklausuren eben im Internet kursieren, was die HFH wohl auch bestätigt.
Für einen guten Zweck verkaufen klingt erstmal löblich. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn wirklich jeder Student die Klausuren kauft und sie sich eben nicht irgendwo aus dem Internet holt. Sind alle OU-Studenten so ehrlich oder wie funktioniert das in der Praxis ?
Sämtliche Unterlagen der OU stehen dem Studenten während der Kursdauer als pdf zur Verfügung. Es wird untersagt diese Unterlagen weiter zu geben und es werden Sanktionen angedroht und auch umgesetzt für den Fall, dass die Studenten dem nicht folge leisten. Entsprechend wird man im Internet keine der Unterlagen finden.
Oder bezieht sich das auch auf die Klausuren ? Es ist praktisch mit vertretbarem nicht Aufwand nachvollziehbar, wer wann welche Klausur im Netz angeboten hat, wenn sie auch nur über eines der bekannten Filesharing-Systeme verfügbar ist. Von einem einfachen Versand per mail ganz abgesehen. Angenommen, Du schickst mir eine Klausur die Du gekauft hast, per mail, wer will denn das verhindern oder dagegen gar erfolgreiche Sanktionen durchführen ?
Zudem reichen ja die Unterlagen allein nicht aus, um den Kurs zu bestehen und wer möchte schon gerne auf die gute und wertvolle Unterstützung eines Tutors verzichten?
Das ist ein komplett anderer Ansatz. Die HFH betont ja immer wieder, dass ausschließlich die verteilten Unterlagen relevant sind. Das ist eine Vorgehensweise, die auch schon desöfteren kritisiert habe. Zum einen lernen die Studenten nicht die einschlägige Literatur kennen (wie sie es z.B. in einem Präsenzstudium zwangsweise würden), zum anderen ist die Stoffmenge eben darauf begrenzt. Das führt in den Abfrageklausuren dazu, dass sich Fragen entweder wiederholen oder immer kleinere Details gefragt werden (müssen).Dies ist m.E. einer der wesentlichen Gründe, warum die Klausuren nicht herausgegeben werden. Das ist bspw. in Deinem Studiengang (Mathematik) komplett irrelevant, denn das Gebiet ist nahezu unerschöpflich, Wiederholungen sind unnötig. Ähnlich ist es bei den Ing-Fächern an der HFH. Für die BWL-Fächer, in denen mehr oder weniger zeilenweise Stoff abgefragt wird, ist es ein Problem.
Für mich zeigt die HFH, dass sie mit dem Medium Internet und Computer nicht umzugehen weiß und anstatt sich auf das Medium einzulassen, wird das Medium ausgeschlossen.
Was wäre denn Dein Vorschlag für die HFH ? Ich kann Deine Ansichten verstehen und würde eine Vorgehensweise wie Du sie von der OU schilderst auch an der HFH sehr begrüßen. Andererseits kann ich die HFH verstehen, denn die praktische Umsetzung der OU-Vorgehensweise ist mir unklar.
Ich habe noch nie Unterlagen von der OU gesehen. Sind das ausformulierte Texte wie in einem Mathe-Lehrbuch oder geht es eher in Richtung PowerPoint-Präsentation der wichtigsten Aspekte (so kenne ich es von der Uni) ?
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AW: Warum stellt die HFH keine Altklausuren mehr zur Verfügung?
Das habe ich ja auch bereits angedeutet. Ich mache es nicht. Zum einen fehlt die Zeit, zum anderen vergehen dazwischen mind. 8 Wochen.
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