Cashfloh

Studium Wirtschaftsjurist (FH) ohne Mathematik und Statistik

18 Beiträge in diesem Thema

Hallo alle miteinander,

ich bin jetzt doch etwas verwirrt ...

Ich beabsichtige mich zum Wintersemester in Berlin an der Diploma (FH Nordhessen) für den Studiengang (Fernstudium) Dipl. Wirtschaftsjurist (FH) einzuschreiben.

Da ich als größtes Problem für mich die Mathematik sehe, habe ich heute bei der Diploma angerufen und die zuständige Sachbearbeiterin bezüglich Mathematik und Statistik befragt - Umfang etc.

Zu meiner Verwunderung sagte mir die Dame, dass es bei den Wirtschaftsjuristen kein Mathematik, Statistik gibt, sondern nur bei den Betriebswirten im Lehrplan steht - da war ich dann doch baff. :shock:

Ist diese Aussage richtig ? Und wenn nein, welcher Umfang wir in diesem Studiengang an Mathekenntnissen vorausgesetzt?

Danke für Eure Antworten!!!

Cashfloh :)

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Ich habe zwar nie Jura studiert, aber so wie ich es immer verstanden habe, sind Wirtschaftsjura-Studiengänge Jura-Studiengänge. Es ist mehr auf Anwendung im Wirtschaftbereich als auf Strafrecht oder Ö-Recht ausgelegt, und vor allem macht man kein Staatsexamen, kann also weder Richter noch Rechtsanwalt werden. Aber Wirtschaft im Sinne von Kostenrechnung, Personal, Marketing etc. kommt da nicht vor. (Deshalb auch kein Mathe.)

Wenn Du so etwas erwartests, solltest Du Dich nochmal gründlich über die Studieninhalte informieren.

Stefan

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Hallo,

ich habe mir mal die Studieninhalte Wirtschaftsjurist (FH) bei der FOM angeschaut und im Grundstudium wird MAthematik, Statistik aufgeführt ...

GRUNDSTUDIUM

Auszug aus den Vorlesungen Semester 1 bis 7 (Änderungen vorbehalten)

Zivilrecht

Allgemeiner Teil (BGB), Schuldrecht, Besondere Vertragsgestaltungen, Familien- und Erbrecht, Kreditsicherung, Verfahrensrecht

Öffentliches Recht

Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Verwaltungsverfahrensrecht

Wirtschaftsstrafrecht

Materielles Strafrecht, Strafverfahrensrecht

Einführung in das Recht

Betriebliche Steuerlehre 1

Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer und Abgabenordnung

Anwendungspraxis

Methodik der jur. Fallbearbeitung

Anwendungspraxis

Methodik der jur. Fall-

bearbeitung, aktuelle Rechtsentwicklungen

Betriebswirtschafts- lehre

Grundlagen, Unternehmens- organisation

Betriebswirtschafts- lehre

Betriebliches Personalwesen, Beschaffung/ Fertigung/ Absatz, Finanzierung

Volkswirtschaftslehre

Grundlagen

Mathematik/Statistik

Wirtschaftsmathematik, Statistik

Rechnungswesen

Kostenrechnung, Bilanzen

Sprachen

Wirtschaftsenglisch

Kann mich ein "Wirtschaftsjurist" mal aufklären ? ;)

Danke und Gruß

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Bin kein Wirtschaftsjurist, kann mir aber gut vorstellen, dass sich die Angebote der Anbieter inhaltlich durchaus unterscheiden. Da macht es sicher schon Sinn, die einzelnen Studienpläne zu vergleichen.

Viele Grüße

Markus


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ja, aber die Anforderungen für ein staatlich anerkanntes Diplom sollten doch gleich sein.

Wenn man logisch herangeht muss Mathematik dabei sein, denn man kann ja sagen das Studium besteht zu 50% aus Betriebswirtschaftslehre und 50% Jura - und zu BWL gehört einfach Mathematik.

Ich hoffe immer noch, dass sich ein WJ meldet.

DAnke für Eure bisherigen Antworten!

Gruß :)

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Dass Diplome staatlich anerkannter Hochschulen (oder auch der staatlichen) inhaltlich gleich sein müssen, ist ein Irrtum. Die Hochschulen genießen Freiheit von Forschung und Lehre. Zwar muss ein akademisches Niveau gegeben sein, aber inhaltlich kann es sehr unterschiedlich sein.

Deswegen kann man auch nicht sagen, dass Wirtschaftsjurist 50/50 ist. Vielleicht bei der FOM, aber keinesfalls zwangsläufig woanders. Wobei ich bei der FOM auch mehr als 50% Jura sehe. Letztlich hilft nur informieren.

Stefan

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im klausurplan der diploma kommt im studiengang WR folgendes vor (ich tippe mal ab, doppelte ignorieren):

bf1

sachr

schuldr1

zpo

hugr

edv

rw mündl.

strafr

steuerr

englisch

verwr

arbr

bwl

schuld2

personal

bf2

vwl

famerbr

eurr... (die letzen z.t. im hauptstudium)

also, weit und breit kein mathe!

trotzdem sollte man zumindest gleichungen lösen können und die 1. ableitung kann nie schaden, spät bei vwl und bwl kommen entsprechende aufgaben.

lg karin

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Danke Karin! :)

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Hi Cashfloh,

schau dir doch einmal die HFH an, wenn du so scharf auf Mathe bist ;) Nein, Spaß beiseite! Bei der HFH bist du nämlich nach Abschluss nicht Bachelor of Laws, sondern Bachelor of Arts. Dies liegt daran, dass die Studieninhalte sehr ausgewogen sind und man nicht mehr von überwiegenden juristischen Anteilen sprechen kann. Zumindest war es Auflage der Akkreditierungsgesellschaft Acquin, den Titel anders zu benennen. So kannst du sicher sein, auch entsprechende Abnteile der BWL und der Mathematik vermittelt zu bekommen (wenigstens ein Semester, glaube ich). Schau bei denen einfach mal auf die Website.

Ansonsten ist es schon richtig, dass die Inhalte überall anders gewichtet sind. Allerdings finde ich es auch komisch, dass bei Diploma nichts im Bereich Mathe gefordert wird. Für mich ist Mathe immernoch eins der Indizien für hohen akademischen Anspruch eines Anbieters. Mathematik kann nunmal vieles Erklären und gehört zum Handwerkszeug der Wirtschaftswissenschaften. An den Präsenzhochschulen trennt die Mathematik oft die Spreu vom Weizen und ist Exmatrikulator Nummer 1. Manchmal weis ich nicht, ob der eine oder andere Anbieter die Mathematik bewußt außen vor lässt, wenn ihr versteht, was ich meine....

Gruß


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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"Für mich ist Mathe immernoch eins der Indizien für hohen akademischen Anspruch eines Anbieters. Mathematik kann nunmal vieles Erklären und gehört zum Handwerkszeug der Wirtschaftswissenschaften."

Zu Wirtschaftsrecht gehört sicherlich auch anteilig die Mathematik und die Statistik, zumindest ist ja gerade dieser Anteil der Wesenszug, den dieses Studienfach ausmacht.

Mit "hohem akademischen" Anspruch hat dieses Fach indes nichts zu tun - denn den macht im wesentlichen der gesamte Fächerkanon, die Lehrmaterialien, die Hochschule und die Professoren aus. Anders wäre es auch nicht möglich, dass dieser Studiengang genehmigt worden wäre.

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