YoungWoman

Finanzierung des Fernstudiums durch den Arbeitgeber?

9 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin mir inzwischen recht sicher, dass ich ein Fernstudium beginnen möchte und ich traue es mir zeitlich und fachlich zu.

Das größte Hindernis ist allerdings die Finanzierung. Da ich nicht nach einem oder zwei Jahren, wegen Finanzierungsproblemen abbrechen will, möchte ich für dieses Problem eine möglichst solide Lösung finden. Daher hab ich im Moment die Idee meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen das Studium zu bezahlen.

Hintergrund:

1) Der Arbeitgeber kann die Kosten als Werbungskosten absetzen

2) Würde ich im Gegenzug auf Lohn in entsprechender Höhe verzichten, würde er zusätzlich Lohnnebenkosten sparen.

3) Dadurch würde ich (im übertragenen Sinn) die Studiengebühren direkt vom Nettolohn bezahlen und würde dadurch selbst auch entsprechend weniger Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge usw. zahlen.

Ich habe es durchgerechnet. Bei einer Studiengebühr von 250€ würde ich nur etwa 130€ weniger Lohn haben... 120€ (also fast die Hälfte!) wäre durch die Steuerersparnis usw. bereits getilgt. Da ich auch im Bereich meines derzeitigen Berufes studieren möchte, könnte ich eventuell auch meinen Arbeitgeber davon überzeugen. (ich weiß es nicht sicher, da es so einen Fall meines wissens noch nicht in der Firma gab)

Allerdings habe ich dazu aus der Familie auch schon negativ-Argumente gehört, die mich nachdenklich gemacht haben. Durch dieses Arrangement würde ich mich nämlich fest an meinen Arbeitgeber binden. Was ihm somit recht viel Macht über mich gibt...

Zudem bin ich mir unsicher ob ich den Arbeitgeber verpflichten kann, nach Beendigung mir wieder den vollen Lohn zu zahlen. Woran ich natürlich Interesse hätte...

Wie seht ihr das? Hat jemand seinen Arbeitgeber überzeugen können, sein Studium zu zahlen? Hat sich das Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis dadurch negativ verändert?

Danke für eure Erfahrungen im Voraus.

LG YoungWoman

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Also wenn Du sowas mit Deinem Arbeitgeber machst, solltet ihr einen Weiterbildungsvertrag abschließen. Der könnte dann unter anderem beinhalten, dass Du hinterher wieder den vollen Lohn bekommst. Vermutlich würde der Arbeitgeber im Gegenzug fordern, dass Du Dich verpflichtest nach dem Ende des Studiums eine gewisse Zeit im Unternehmen zu bleiben oder andernfalls die gewährte Unterstützung zurück zu zahlen.

Viele Grüße

Markus


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Mein AG bezahlt auch das Studium, habe aber dadurch nicht weniger Gehalt und hätte das auch vermutlich nicht unterschrieben. Lediglich dass ich mich für 3 Jahre nach Beendigung des Studiums an den AG binden muss und bei frühzeitiger Kündigung durch mich, ich einen aliquoten Anteil der Studiengebühren zurückzahlen muss. Das der AG dadurch "mehr Macht" bekommt so wie du schreibst ist für mich nicht erkennbar. Das wird einmal ausgehandelt, du unterschreibst einen Vertrag und damit hat es sich.


B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen

MBA Innovation and Product Management

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Bei mir ist es so ähnlich. In meiner Firma kam vor mir auch noch niemand auf die Idee ein Fernstudium zu beginnen. Ich habe meinen Arbeitgeber davon überzeugen können, dass diese Art von Weiterbildung sinnvoll ist und er bezahlt den Großteil der Studiengebühren. Mein Gehalt bekomme ich ganz normal weiter. Es ist vertraglich geregelt, dass ich nach meinem Studium 2 Jahre für meine Firma weiter arbeiten "muss" und falls ich das Studium abbreche, muss ich auch anteilig die Gebühren zurück zahlen.

An deiner Stelle würde ich das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Mehr als ein 'Nein' kannst du nicht bekommen.

Im Übrigen empfinde ich es nicht so, dass mein Arbeitgeber jetzt mehr "Macht" über mich hat und das Verhältnis hat sich auch nicht verändert.

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In meinem Fall bezahlt der AG 50 % der gesamten Studienkosten. Ich musste ihn allerdings nicht groß davon überzeugen; bei uns wird idR jede Weiterbildung mit 50% bezuschusst. Über dieses Arrangement wurde auch ein Weiterbildungsvertrag geschlossen. Mein Arbeitsvertrag inkl. Gehalt bleibt weiterhin normal bestehen. Die Zahlung der Studiengebühren geht auch direkt an die Hochschule, sodass meine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge dadurch gar nicht beeinflusst werden. Auch ich habe mich dadurch verpflichtet, nach Beendigung des Studiums noch mind. 2 Jahre in dieser Firma zu arbeiten. Bei Kündigung vor Ablauf dieser Frist oder nicht bestehen des Studiums müssen die Studiengebühren anteilig zurückbezahlt werden.

Ich muss sagen dass ich die zwei Jahre Verpflichtung danach auch gar nicht als soo schlecht empfinde. Immerhin habe ich dadurch für mind. zwei weitere Jahre nach dem Studium einen sicheren Arbeitsplatz.

Vielleicht kannst du eine ähnliche Vereinbarung mit deinem AG treffen. Er zahlt nur anteilig und nicht vollständig die Gebühren für dein Studium, sodass du weiterhin dein volles Gehalt bekommst...


Wirtschaftsingenieurwesen an der HFH 5. Semester - SZ Kassel

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Ich muss sagen dass ich die zwei Jahre Verpflichtung danach auch gar nicht als soo schlecht empfinde. Immerhin habe ich dadurch für mind. zwei weitere Jahre nach dem Studium einen sicheren Arbeitsplatz.

Rein interessehalber: Ist das wirklich so, dass aus so einem Vertrag ein Kündigungsschutz folgt? Klar ist, dass der Arbeitgeber bei einer Entlassung die Rückzahlung nicht fordern kann, aber kann er wirklich nicht entlassen (betreibsbedingt, von anderen reden wir hier nicht)? Ist das nur eine Vermutung oder gibt es dafür Belege?

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Hallo,

ich habe auch noch eine Frage. Wenn der Arbeitgeber einen Teil oder die kompletten Studiengebühren übernimmt, handelt es sich dabei dann nicht um einen geldwerten Vorteil d.h. es müsste auf die Summe ja Einkommensteuer durch den Arbeitnehmer gezahlt werden. Oder täusche ich mich da?

Gruß,

Marco

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aber kann er wirklich nicht entlassen (betreibsbedingt, von anderen reden wir hier nicht)

warum soll sich hierdurch etwas im Kündigungsrecht ändern? Falls er dich wirklich früher entlässt ist er halt um die Gegenleistung (z.B.: 2 Jahre Verpflichtung) gestorben


B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen

MBA Innovation and Product Management

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Eine Klausel dazu gibt es im Vertrag nicht, das normale Kündigungsrecht gilt uneingeschränkt weiter. Es wäre für den AG halt nicht von Vorteil, seine "Investition" dann gehen zu lassen. Was einem im Fall der Fälle aber wahrscheinlich auch nicht hilft...


Wirtschaftsingenieurwesen an der HFH 5. Semester - SZ Kassel

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